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Leerheit- eigener Zugang ?

  • RolfGe
  • 7. April 2019 um 12:23
  • Zum letzten Beitrag
  • RolfGe
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    • 7. April 2019 um 12:23
    • #1

    Leerheit- eigener Zugang ?

    Hallo miteinander

    Angeregt durch die gestern eingestellten Beiträge zum Thema „Leerheit/ abhängiges Entstehen“

    (finde ich jetzt nicht mehr- gelöscht?), würde mich interessieren:

    Gibt es etwas was euren persönlichen Zugang zum Thema Leerheit verbessert / bewirkt hat ?

    Also : Beispiele, Texte, Gedanken, Meditationen, Aussagen etc., etc..

    Bei mir persönlich waren es u.a. Vorträge von Geshe M. Roach (er zitiert gerne mal den „Ehemann in der Küche“..),
    sowie das Meditieren über den Lebenszyklus einer Rose (bin seit einigen Jahren Gartenbesitzer),
    inspiriert durch Thich Nhat Hanh…

    (Angefangen vom Kompost in dem schon „Rose“ enthalten ist über die notwendigen Bedingungen

    hin zur Pflanze und den Entwicklungsschritten die alle abhängig voneinander sind, bis zum Sterben und wieder kompostieren..).

    In meinem Geist kann ich schon jetzt die Schönheit der zukünftigen Blüten sehen und den Duft riechen. Gleichzeitig bin ich eine Bedingung für diesen Prozeß..


    Was sind Eure Inspirationen und Zugänge ?

    LG Rolf

  • Monikamarie
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    • 7. April 2019 um 15:03
    • #2
    RolfGe:

    In meinem Geist kann ich schon jetzt die Schönheit der zukünftigen Blüten sehen und den Duft riechen.

    Hallo Rolf,

    ich sehe die Leerheit in eben genau dieser Vorstellung "ich kann ... sehen und riechen". Diese Vorstellung ist etwas, das wir angelernt bekommen, diese Unterscheidungen zwischen den einzelnen Sinnen. Sie ist notwendig, aber im Grunde leer.

    _()_

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. April 2019 um 15:35
    • #3
    mkha':
    RolfGe:

    Was sind Eure Inspirationen und Zugänge ?

    Der allmorgendliche Blick in den Spiegel , ... :)

    Spiegelgleiche Weisheit ? :?

  • cinnamon
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    • 7. April 2019 um 15:46
    • #4

    Zur Zeit finde ich die Blogs von Ajahn Sucitto (Ajahn Sucitto | Talks, Essays, Reflections) und seine audio-Beiträge interessant. Er erklärt sehr weltnah wie etwas in einem entsteht anhand des buddhistischen Leitfadens des abhängigen Entstehens und wie sich das Bewusstsein befreit (released awareness) von dem Konditionierten. Auch wenn ich nicht viel selbst durchschaue (zB. dass das Objekt das Subjekt bestimmt, oder dass die Beziehung zwischen beiden auch ein Sankhara ist), es ist verständlich erklärt im buddhistischen Zusammenhang jenseits von Mystik und Verschwommenem.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 7. April 2019 um 16:01
    • #5
    RolfGe:

    Gibt es etwas was euren persönlichen Zugang zum Thema Leerheit verbessert / bewirkt hat ?

    Das ist ganz unterschiedlich:

    Manchmal sind es meine eigenen Geistesgifte, die ich als leer (abhängig entstanden) erkenne wenn sie "ganz plötzlich" :roll: auftauchen, manchmal sind es meine Gedanken/Emotionen in einer Shamatha Meditation. Und manchmal ist es im Rahmen einer Sadhana Praxis die Leerheit der Person, die sich dadurch in eine "Gottheit" transformiert und Teil eines Mandala ist, das ebenfalls leer ist.

  • Helmut
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    • 7. April 2019 um 16:14
    • #6

    Hallo Rolf,

    mein Zugang zur Leerheit (Sunyata) hat sich eher durch die buddhistische Philosophie ergeben. Eine wesentliche Rolle hat dabei das Systematische Studium des Buddhismus am Tibetischen Zentrum Hamburg gespielt. Wichtig war für mich dabei, ein gutes Verständnis des abhängige Bestehen der Person und der anderen Phänomene zu entwickeln und die Auffassung der Prasangika-Madhyamikas, dass die Leerheit eine Eigenschaft jedes Phänomens ist.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Phoenix
    Gast
    • 7. April 2019 um 17:07
    • #7

    Für mich war es ein ziemlich langer Weg herauszufinden, das auch die Leerheit der Dinge nicht bedeutet, das sie gar nicht da sind.;)

    Sie existieren nur nicht unabhängig von einander, sie haben keinen göttlichen oder zeitlosen Kern, sie sind aber ein Teil des Ganzes.

    Vielleicht leigt es ja daran ,das ich aus der Ökologiebewegung komme, aber der Gedanke, das alles miteinander vernetzt ist, hilft mir eigentlich am ehesten , mich dem buddhistischen Begriff der Leerheit anzunähern.

    :earth:

  • kilaya
    Gast
    • 7. April 2019 um 17:35
    • #8

    Leerheit verstehen - Texte zur Leerheit

    (Der Thread musste nur überarbeitet werden...)

  • Dawa
    Gast
    • 8. April 2019 um 22:59
    • #9

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  • Martin1980
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    • 9. April 2019 um 01:18
    • #10

    Über die Meditation. Ich hatte in meinen ersten Jahren keine Bücher bzw Internet.

    Meine damaligen Lehrer haben mich immer auf mein Meditationsobjekt verwiesen.

    Bin mir gar nicht sicher ob ich diese Texte damals verstanden hätte.

  • PhenDe
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    • 9. April 2019 um 09:38
    • #11

    Ich hatte damals, als ich das erste mal von Leerheit gehört habe, sehr viel darüber kontempliert. Den ganzen Tag hindurch. Alle Objekte die ich untertags gesehen habe, habe ich analysiert wie sie aus Teile bestehen und Vergänglich sind.

    Dadurch kann man tatsächlich eine gelassene Haltung gegenüber den Dingen erhalten. Irgendwann wurde mir das zu Bunt und ich habe es unterlassen.

    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • RolfGe
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    • 10. April 2019 um 17:24
    • #12

    Hallo Ihr Lieben'
    Schon mal vielen Dank für Eure Erfahrungen und Inspirationen !

    LG Rolf

  • Hexe
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    • 22. November 2019 um 13:00
    • #13

    Hallo Rolf,

    mich inspiriert immer wieder sehr das Herzsutra!

    Und aktuell war es auch Khamtrul Rinpoche, der in Berlin ein Retreat zu den "4 Yogas des Mahamudra" gelehrt hat.

    In Retreatatmosphäre oder in der Meditation/Kontemplation mit Sanghafreunden steigt Erkennen viel eher

    als Erfahrung auf, weg vom intellektuellen Begreifen...bei mir jedenfalls.

    lg, Gabriela

  • mukti
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    • 22. November 2019 um 14:53
    • #14
    RolfGe:

    Gibt es etwas was euren persönlichen Zugang zum Thema Leerheit verbessert / bewirkt hat ?

    Also : Beispiele, Texte, Gedanken, Meditationen, Aussagen etc., etc..

    Anfangs habe ich nach einem wahren Selbst gesucht, dann die erfolglose Suche aufgegeben und mal analysiert was wahrnehmbar vorhanden ist. Damit habe ich endgültig zum Buddhismus gefunden, der mich schon eine ganze Weile nebst anderen Lehren begleitet hat. Das Buch "Das Wort das Buddha" war in dieser Phase besonders aufschlussreich, ich empfand es wie eine Einweihung.

    Mit Metta, mukti.


  • RolfGe
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    • 23. November 2019 um 12:04
    • #15

    Danke Ihr Beiden!
    Das Herzsutra ist auch einer meiner Zugänge :)

    LG Rolf

  • Xyz
    Gast
    • 4. Dezember 2019 um 08:25
    • #16

    Find ihn inhaltlich auch mal durchaus interessant anzuhören.

    Erlebte ihn jedoch einst mal sehr einseitig und negativ bzügl. seines inneren Frauenbildes in einer Tv Show.

    Daran, also an seine heftigen Reaktionen denke ich nun auch immer wenn mir sein Name irgendwo auftaucht.🙏

  • hedin02
    Gast
    • 4. Dezember 2019 um 08:30
    • #17

    Die Leerheit aller Erscheinungen ergibt sich m.E. daraus, dass alles Erscheinende, ob körperlich oder geistig, beweglich ist.

  • Monikamarie
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    • 4. Dezember 2019 um 08:59
    • #18

    Gestern abend habe ich wieder in "Satipatthana - der direkte Weg" gelesen. Obwohl ich das schon des öfteren seit Jahren immer mal wieder gelesen habe, ist mir gestern jedoch ein besonderer Satz (ab Seite 35) aufgefallen:


    [lz]

    Indem man die Achtsamkeit den verschiedenen Facetten der subjektiven Erfahrung zuwendet, werden diese einfach als Objekte erfahren, und die Vorstellung der Kompaktheit, das Gefühl eines festgefügten „Ich“, beginnt zu zerfallen.

    Je mehr also die subjektive Erfahrung „objektiv“ betrachtet werden kann, desto mehr wird sich die „Ich“-Identifikation verringern.24 Dies entspricht der Anweisung in einer Lehrrede, jede Daseinsgruppeso lange gründlich zu untersuchen, bis kein „Ich“ mehr zu finden ist. Zusätzlich zur Zuordnung der Daseinsgruppen wird in den Kommentaren jedes der vier satipaúúhânas für einen bestimmten Charaktertyp oder für spezifische Neigungen empfohlen. Demzufolge sollte die Betrachtung des Körpers und der Gefühle das Hauptübungsfeld für diejenigen sein, die stärker zu Begehren neigen, während Meditierende mit einer starken Neigung zu intellektuellen Spekulationen und zum Theoretisieren sich stärker der Betrachtung des Geistes oder der dhammas widmen sollten. Somit ist die Übung der ersten zwei satipaúúhânas für Menschen mit einer stärkeren Neigung zu Emotionen angemessen, während die letzten zwei für Menschen mit eher intellektueller Ausrichtung besonders mpfehlenswert sind.


    In beiden Fällen können diejenigen, zu deren Wesensart schnelles Denken und Reagieren gehört, ihre Übung auf die eher subtilen Betrachtungen der Gefühle oder der dhammas konzentrieren, während diejenigen, deren Geist eher vorsichtig und gemessen arbeitet, bessere Resultate erzielen werden, wenn sie ihre Übung auf die gröberen Objekte des Körpers oder des Geistes stützen. Obwohl diese Empfehlungen in Begriffen der Charaktertypisierung ausgedrückt sind, könnte man sie auch auf eine momentane Geistesverfassung anwenden. Man könnte das satipaúúhâna wählen, das dem gegenwärtigen Geisteszustand am ehesten entspricht, und so zum Beispiel die Betrachtung des Körpers durchführen, wenn man sich gerade träge und begehrlich fühlt.[/lz]

    Ich wünsche allen einen schönen Tag, "ohne sich den Kopf zu zerbrechen". :)

    _()_

  • Noreply
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    • 4. Dezember 2019 um 14:05
    • #19

    Mach ich. Bin heute eine Brille kaufen gegangen, es war Wochenmarkt und da kamen einige Idee was ich denn wohl alles kaufen könnte. Die Verfielen sofort als ich dachte: Das muss Du nach Hause tragen!!! Das brauchst Du nicht das hast Du schon!! Was willst Du denn noch alles essen, du bist noch/schon fett genug!

  • Fǎ Fá
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    • 5. Dezember 2019 um 07:51
    • #20
    RolfGe:

    Was sind Eure Inspirationen und Zugänge ?

    Das Studium verschiedener religiöser Schriften. Darin erkenne ich, wie wandelbar und entwicklungsfähig die Übertragungen in andere Sprachen waren, wie sie Traditionen erschufen, denen Menschen folgen und wie wenig Einigkeit darüber besteht, wie etwas zu verstehen ist.

    In meiner Morgenroutine, wenn ich mich auf mich selbst besinne, auf das innere Gefühl des Gewahrseins, in dem ich weiß, dass ich bin.

    Im Grunde würde ich sagen, dass Achtsamkeit der Zugang ist. Informationen und Beobachtungen wertungsfrei zur Kenntnis nehmen, sie nicht ablehnen als Hirngespinste, aber sie auch nicht an sich binden.

  • Aravind
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    • 5. Dezember 2019 um 09:38
    • #21
    Weltreisender:

    Im Grunde würde ich sagen, dass Achtsamkeit der Zugang ist. Informationen und Beobachtungen wertungsfrei zur Kenntnis nehmen, sie nicht ablehnen als Hirngespinste, aber sie auch nicht an sich binden.

    :!::!::!:

  • mukti
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    • 5. Dezember 2019 um 11:07
    • #22

    Gründliches Betrachten läuft letztlich auf Leerheit hinaus. Die Sinneswahrnehmungen ändern sich immer, ein gleichbleibendes Ding das aus sich selbst heraus besteht ist nicht auszumachen. Denken, Fühlen und Wollen ändert sich ebenfalls, alles ist in Bewegung und bedingt durch etwas anderes, das wiederum bedingt ist, usw. Das Bewusstsein, in dem alles erscheint, hängt ab von den Erscheinungen über die es bewusst ist. Da ist nichts wo sich ein Ich oder Selbst festmachen ließe, es ist eine Vorstellung dass ich das Zusammenwirken all dessen bin, ein Mensch der entstanden ist und vergehen wird.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 5. Dezember 2019 um 11:35
    • #23

    mukti Ich mag den Begriff "Leerheit" nicht mehr so gerne. Das liegt daran das ich die jetzt anders sehe. Eben als absolutes "Nichts dahinter" auch keine Leere. Ich bin aus vom Empfinden her viel stiller wenn ich das so erkenne. Dann gibt es auch hinter dem Ich kein Leer nur eben Nichts-dahinter. Da ist nur das was da ist, alles was davor und dahinter ist, ist erdacht und ist verlassen der Achtsamkeit, wird zu "darauf achten" was ja auch sehr wichtig ist wenn man Mensch und Ich ist. Dann ist Achtsamkeit das erkennen der Dinge/Gedanken die eben sind wie sie sind und Draufachten ist Ich-bin und handel aus Notwendigkeit. Was ist die Basis der Beiden? 1. Erleben. 2. Nahrung und Aktivität.

  • mukti
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    • 5. Dezember 2019 um 19:48
    • #24

    [lz]

    Ellviral:

    mukti Ich mag den Begriff "Leerheit" nicht mehr so gerne. Das liegt daran das ich die jetzt anders sehe. Eben als absolutes "Nichts dahinter" auch keine Leere. Ich bin aus vom Empfinden her viel stiller wenn ich das so erkenne. Dann gibt es auch hinter dem Ich kein Leer nur eben Nichts-dahinter. Da ist nur das was da ist, alles was davor und dahinter ist, ist erdacht und ist verlassen der Achtsamkeit, wird zu "darauf achten" was ja auch sehr wichtig ist wenn man Mensch und Ich ist. Dann ist Achtsamkeit das erkennen der Dinge/Gedanken die eben sind wie sie sind und Draufachten ist Ich-bin und handel aus Notwendigkeit. Was ist die Basis der Beiden? 1. Erleben. 2. Nahrung und Aktivität.[/lz]



    Das erinnert mich an die Rede aus S.22.55.


    [lz]

    "'Würde ich nicht gewesen sein, nicht würde mir (jetzt irgend etwas) sein;

    (nun aber:) nicht soll (künftig etwas) werden, nicht soll mir (etwas) werden!'

    Ein so entschlossener Mönch mag wohl die niederen Fesseln durchschneiden."

    ....[/lz]

    Da steht ein Kommentar dabei, der mir zu deinem achtsamen Handeln nur aus Notwendigkeit zu passen scheint.[lz]

    Wenn ich nicht in der Vergangenheit Karma angehäuft hätte, so würden mir jetzt nicht diese fünf Gruppen des Anhangens (beschieden) sein. So will ich mich denn jetzt in solcher Weise anstrengen, daß mir künftig ein die Gruppen erzeugender karmischer (Willens-) Vorgang (kamma-sankhāra) nicht (beschieden) sein wird;.....[/lz]

    Mit Metta, mukti.


    Einmal editiert, zuletzt von mukti (5. Dezember 2019 um 19:53)

  • Noreply
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    • 5. Dezember 2019 um 20:42
    • #25

    Ich weiß viel zu lang, aber das war wiedermal ein Lauf.:):grinsen:

    mukti das achtsame Handeln aus Notwendigkeit muss eben achtsam sein, durch das was mir als Erinnerung aufsteigt. Ich erinnere mich an "Fehler" und darf sie nicht noch einmal machen, weil ich nicht achtsam bin.

    Das heißt auch das ich durch Achtsamkeit durchaus in der Lage bin genau so zu handeln oder eben nicht. Eine damals Karma erzeugende Handlung kann jetzt das Karma auflösen und auch neues Karma verhindern. So merkwürdig das klingt, es kommt immer auf die Handlung im Augenblick an und die sollte so frei von Anhaftungen sein wie möglich, eben durch Achtsamkeit auf das was jetzt so ist wie es ist.

    Also wenn ich nicht Unachtsam gehandelt hätte bliebe mir keine Wahl und müsste immer mehr Karma ansammeln oder vermindern einfach weil es eben so ist. Als Mensch funktioniert das aber nicht. Irgendwann sollte ich Achtsam werden und meine Anhaftungen, wann immer sie zu Handlungen führten vermindern.

    SN 22 ist ja das Khandha surtra und das hab ich komplett durchgearbeitet. Mein Problem im Austausch ist das ich eben nicht sagen kann wo was steht sondern ich lerne indem ich alles was ich begriffen habe behalte und in mein Leben einarbeite und vergesse woher ich das habe, ist ja auch unwichtig.

    Wichtig ist das "Ich" der Khandha zu erkennen und das "Ich bin..." der Persönlichkeit. Das jenes der Khandha eben kein -bin- hat und das das Ich-bin nur aus sein von Mein, Ich, Selbst besteht, von dem Khandha-Ich vollkommen frei ist. Darum bin ich Dir ja gefolgt das Khandha Ich ist. Doch eben so das dieses ICH frei ist von jeder Form von Mein, Selbst Ich bin.

    Doch dieses Khadha-Ich braucht als Mensch dieses Ich-bin der Persönlichkeit, ansonsten gibt es keine Achtsamkeit, kein Leiden, keine Befreiung vom Leiden. Aber auch das ist eine Illusion. Für einen Menschen gibt es keine Befreiung vom Leiden nur Verminderung des Leiden durch Verminderung von Anhaftungen und durch Förderung von Achtsamkeit auf das was gewesen ist, was ist wie es ist und auf das was möglicherweise erscheinen kann.

    Darum ist es ja gerade so spannend und reizend der Lehre Buddha zu folgen. Bis zu Nibbana und immer wissen das es immer einen Rest von Leiden gibt und sei es der Zwang einzuatmen. Kein fühlendes Wesen kann Leidfrei sein bis es zerfallen ist.

    Die Jagd von fast allen Meistern nach der Leidfreiheit erzeugt Leid, weil es nach dem Weltenlehrer nur im Zerfallen erreichbar ist. Das folgen des Buddha führt zum Erkennen der 4 Wahrheiten und das konsequente sie als wahr und unumstößlich anerkennen. Ich hab keinen Weg gefunden außer mich umzubringen oder umgebracht zu werden oder sterben, der zur Leidfreiheit führt. Jedes Einatmen erinnert mich daran das ich Ausatmen muss um wieder ein zu atmen bis es nicht mehr geht und das bestimmen die Khandha.

    Es muss natürlich klar sein das nur der Mensch wissen kann das er überhaupt atmet. Jedes andere fühlende Wesen weiß das nicht. Jedes fühlende Wesen merkt das was nicht stimmt wenn das Atmen nicht mehr geht aber nur der Mensch kann erkennen das es der Atem ist der nicht stimmt. Atem als wissen ich atme oder werde geatmet oder eben nicht. Um atmen zu erkennen muss es ein ich geben das Atem hat, geatmet wird dieses Ich das hat von den Khandha.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (5. Dezember 2019 um 20:50)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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