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  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

LEBEN ist Leiden.

  • Noreply
  • 20. Oktober 2015 um 13:14
  • Zum letzten Beitrag
  • Elliot
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    • 1. November 2015 um 08:33
    • #226
    accinca:

    Sobald und so lange also erkannt wird, das "er, ich oder mein" keine absoluten Größen sind sondern durch Kategorisierung mehr oder weniger willkürlich entstehen, ist der erste Schritt zur emotionalen Distanzierung und Loslösung an deren Inhalten getan. Und um das zu erreichen rät der Buddha alle Dinge als nicht Ich und nicht Mein zu erkennen und sich immer wieder vor Augen zu führen, immer ganz genau zu beobachten.


    Das sollte man aber auch nicht übertreiben:

    Zitat

    "Indem er Dinge erwägt, die für das Erwägen ungeeignet sind, und indem er Dinge nicht erwägt, die für das Erwägen geeignet sind, entstehen noch nicht entstandene Triebe in ihm, und bereits entstandene Triebe nehmen zu." "Auf solche Weise erwägt er unweise:" "... Bin ich nicht?" "... "Wenn er auf solche Weise unweise erwägt, entsteht eine von sechs Ansichten in ihm:" "... die Ansicht 'für mich gibt es kein Selbst' ( ‘natthi me attā’ti ) entsteht in ihm als wahr und erwiesen; ..."

    "... Diese spekulative Ansicht, ihr Bhikkhus, wird das Dickicht der Ansichten genannt, die Wildnis der Ansichten, die Verdrehtheit der Ansichten, der Wankelmut der Ansichten, die Fessel der Ansichten. Durch die Fessel der Ansichten gebunden, ist der nicht unterrichtete Weltling nicht befreit von Geburt, Alter und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; er ist nicht befreit von Dukkha, sage ich."

    (Majjhima Nikāya 2: Alle Triebe - Sabbāsava Sutta)


    Viele Grüsse
    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Monikamarie
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    • 1. November 2015 um 08:59
    • #227
    accinca:
    Bakram:

    Das ist ja wohl so ziemlich das dämlichste sich zwanghaft einzureden es gäbe kein Ich-Bewusstein.


    Wo wird das denn gemacht? Ein Bewußtsein von einem gewähnten
    Ich wurde doch nicht bestritten noch die damit verbundenen
    entsprechenden Empfindungen. Kann sogar im Traum von der
    geistigen Aktivität produziert werden.

    Ja, auch ein Hund hat ein Ich-Bewusstsein, denn wenn er träumt, er würde laufen, dann bewegen sich seine Läufe. Also Gehirnaktivität aufgrund von Erfahrung.

    Aber was ist denn Ich-Bewusstsein anderes als Identifikation mit einer Person, dem Ideal davon, mit Zugehörigkeit zu einer Nationalität, zu einer Familie, einem Beruf, einer Idee usw.
    Wenn diese Identifikationen sich auflösen, fällt man vielleicht erstmal in ein tiefes Loch mit der Frage: "Wer oder was bin ich?"
    Oder aber man strebt diese Auflösung bewusst an, dann bleibt aber noch das Bewusstsein, sich dessen bewusst zu sein und somit nicht von der Leere allzu sehr erschreckt zu werden. Denn danach bildet sich wieder ein neues Bewusstsein. Und je nach Reifegrad wird es mehr oder weniger still oder besonders laut mit neuer Identität und möglicherweise einem Hang zum Größenwahn.
    _()_

  • hanujo
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    • 1. November 2015 um 09:43
    • #228

    wir alle sind teile der lebenden wandelden webenden Natur
    ohne Eigenständigkeit - die Natur handelt

    aber da ist der geist in der Natur mit der Natur oder eben frei von der Natur
    der geist ist für mich Gott - der beweger der Natur

    triebversiegung und frei von der Natur zu sein - heißt bei Gott zu sein
    und Gott ist unterschiedlich erfahrbar - seine absolute Natur bleibt ewig verborgen
    Gottes wege sind unergründlich .......sein gesicht hat 10000000000000000masken

    ihr alle seid für mich Gott - den ihr seid ohne Eigenständigkeit -winzige Aspekte der Natur und des geistes
    keiner weiß wirklich etwas - anatta ist ein trick gottes für sich selbst - und atta ist der umgekehrte trick

    ICH BIN (nicht).............der beweger ....... und nun husch alle an die arbeit .........*

  • accinca
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    • 1. November 2015 um 09:49
    • #229
    Elliot:
    accinca:

    Und um das zu erreichen rät der Buddha alle Dinge als nicht Ich und nicht Mein zu erkennen und sich immer wieder vor Augen zu führen, immer ganz genau zu beobachten.


    Das sollte man aber auch nicht übertreiben:


    Übertreiben kann man das wohl kaum aber unweise schon.
    Unweise soll man es überhaupt nicht tun.

  • accinca
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    • 1. November 2015 um 10:16
    • #230
    hanujo:

    aber da ist der geist in der Natur mit der Natur oder eben frei von der Natur
    der geist ist für mich Gott - der beweger der Natur


    Ich glaube der Wahn ist weiter verbreitet als man denkt.

  • Noreply
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    • 1. November 2015 um 10:36
    • #231
    accinca:
    hanujo:

    aber da ist der geist in der Natur mit der Natur oder eben frei von der Natur
    der geist ist für mich Gott - der beweger der Natur


    Ich glaube der Wahn ist weiter verbreitet als man denkt.

    -()-

  • keks
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    • 1. November 2015 um 18:13
    • #232
    hanujo:


    aber da ist der geist in der Natur mit der Natur oder eben frei von der Natur
    der geist ist für mich Gott - der beweger der Natur

    Das ist erstmal nur Energie in Form von Atomen und kleinerem Kram. Mit ganz viel Glück wird da irgendwo etwas wie Karma abgespeichert, ansonsten wäre eine Weiterentwicklung der Natur nicht oder nur eingeschränkt möglich. Natur benötigt keinen Gott, keinen Geist und auch keinen Buddha :oops:

    Bubu :clown::oops:

  • xxx
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    • 1. November 2015 um 19:04
    • #233
    mukti:

    Zwanghaft einreden sollte man sich gar nichts. Aber wer oder was bist du, was meinst du? Was ist dieses Ich-Bewusstsein von dem du sprichst?

    Ein eigenständiges, eigenverantwortliches Wesen, das sich abgrenzt von Anderen und Anderem.
    Dieses eigenständige Wesen, diese organisierte Energie ist allerdings ein veränderliches temporäres Produkt ohne unveränderlichen Kern. Dieses temporäre, vergängliche Unikat nennt sich "Ich".

    Monikadie4.:

    Aber was ist denn Ich-Bewusstsein anderes als Identifikation mit einer Person, dem Ideal davon, mit Zugehörigkeit zu einer Nationalität, zu einer Familie, einem Beruf, einer Idee usw.

    Das ist bereits Anhaften, Ausschweifen. Es gibt ein "Ich" allerdings ist es leer. Am besten füllt man es nicht mit ich-bin, ich-bin-nicht, ich-mag oder sonstigen Ich-Vorstellungen an wie z.B. Ich bin schön, ich bin dumm, ich bin so. Ich bin nicht ist nämlich auch bloss Vorstellung.

    MN2:


    Auf solche Weise erwägt er unweise:

    'Gab es mich in der Vergangenheit?
    Gab es mich nicht in der Vergangenheit?
    Was war ich in der Vergangenheit?
    Wie war ich in der Vergangenheit?
    Was war ich, und was bin ich daraufhin in der Vergangenheit geworden?
    Wird es mich in der Zukunft geben?
    Wird es mich in der Zukunft nicht geben?
    Was werde ich in der Zukunft sein?
    Wie werde ich in der Zukunft sein?
    Was werde ich sein, und
    was werde ich daraufhin in der Zukunft werden?

    Oder ansonsten ist er über die Gegenwart verwirrt:

    'Bin ich?
    Bin ich nicht?
    Was bin ich?
    Wie bin ich?
    Wo kam dieses Wesen her?
    Wo wird es hingehen?'"

    "Wenn er auf solche Weise unweise erwägt, entsteht eine von sechs Ansichten in ihm.

    Die Ansicht 'für mich gibt es ein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'für mich gibt es kein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    die Ansicht 'ich nehme Nicht-Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen;
    oder die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Nicht-Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    ansonsten hat er eine Ansicht wie diese: 'Es ist dieses mein Selbst, das da spricht und fühlt und hier und da die Ergebnisse guter und schlechter Taten erfährt; aber dieses mein Selbst ist unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Vergänglichkeit unterworfen, und es wird so lange wie die Ewigkeit überdauern'

    Diese spekulative Ansicht, ihr Bhikkhus, wird das Dickicht der Ansichten genannt, die Wildnis der Ansichten, die Verdrehtheit der Ansichten, der Wankelmut der Ansichten, die Fessel der Ansichten. Durch die Fessel der Ansichten gebunden, ist der nicht unterrichtete Weltling nicht befreit von Geburt, Alter und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; er ist nicht befreit von Dukkha, sage ich."

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  • mukti
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    • 1. November 2015 um 21:11
    • #234
    Bakram:
    mukti:

    Zwanghaft einreden sollte man sich gar nichts. Aber wer oder was bist du, was meinst du? Was ist dieses Ich-Bewusstsein von dem du sprichst?

    Ein eigenständiges, eigenverantwortliches Wesen, das sich abgrenzt von Anderen und Anderem.
    Dieses eigenständige Wesen, diese organisierte Energie ist allerdings ein veränderliches temporäres Produkt ohne unveränderlichen Kern. Dieses temporäre, vergängliche Unikat nennt sich "Ich".

    Eigenverantwortung bezüglich heilsames oder unheilsames Handeln leuchtet mir ein.
    Darüber hinaus ist dieses Wesen zusammengesetzt, und weder ist etwas Physisches, etwa Knochen, Fleisch oder Organe, ein Ich, noch etwas Geistiges, die ständig sich ändernden Gedanken und Gefühle. Alles zusammen als "organisierte Energie" ist ein Teilchen des Ganzen, sagen wir des Universums, und kann nicht für sich alleine existieren. Es hängt ab von so vielen Bedingungen, dass es mit der Eigenständigkeit und Abgrenzung nicht weit her ist. Da ist also Körper/Geist, der sich weitgehend meiner Kontrolle entzieht, d.h. ich wäre nicht Herr meiner Selbst. Eine genauere Analyse fördert einfach kein Ich zutage, so glaube ich nicht dass es in Wiklichkeit existiert.

    Mit Metta, mukti.


  • xxx
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    • 1. November 2015 um 21:44
    • #235
    mukti:

    Eine genauere Analyse fördert einfach kein Ich zutage, so glaube ich nicht dass es in Wiklichkeit existiert.

    Ich sagte ja das "Ich" sei leer. Dennoch existiert ein Zusammengesetztes, Abgegrenztes, Unterschidbares. Mukti ist abgrenz- und unterscheidbar von Bakram und auch von allem Anderen des Universums. Die ganze Summe "Mukti" bezeichne ich als "Ich" respektive als "Du".

    mukti:

    ist ein Teilchen des Ganzen, sagen wir des Universums, und kann nicht für sich alleine existieren.

    Der Motor ist Teil des Autos und trotzdem abgrenzbar, eigenständig, alleine existierend.
    Ist das Auto Teil der Strasse ? Eher nicht.

  • mukti
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    • 1. November 2015 um 21:52
    • #236
    Bakram:


    Ich sagte ja das "Ich" sei leer. Dennoch existiert ein Zusammengesetztes, Abgegrenztes, Unterschidbares. Mukti ist abgrenz- und unterscheidbar von Bakram und auch von allem Anderen des Universums.

    Alles ist von was anderem unterscheidbar, das bedeutet nicht dass irgendwas davon ein Ich wäre. Was du mit einem leeren Ich meinst weiß ich nicht, vielleicht dass es nur als eine Vorstellung existiert.

    Mit Metta, mukti.


  • bel
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    • 2. November 2015 um 09:17
    • #237
    blue_aprico:


    ich hab noch nie dran geglaubt, dass es der Verstand ist, was einsichtig ist, sonst gäbe es ja nicht soviele die dem buddha widersprechen in worten und in taten, was nicht heißt, dass man nicht bei verstand wäre, wenn es einsichtig ist.


    Nun ja, man kann ja nicht das Unvermögen Einzelner zum Maßstab der Sache machen.
    Wie jede Fähigkeit ist Verstand ein Ding der Übung, nix einfach nur Gegebenes.
    Und daran haperts dann leider nicht zu selten.

    Zitat

    es ist ja auch nicht der verstand, der einem sagt: bis hier hin und nicht weiter


    Doch doch, "Verstand" bedeutet nicht zuletzt, sich der Grenzen des Verstandes bewußt zu sein.

    Zitat

    vermutlich nickst "du als zennie" nicht mal folgendes ab ( an der stelle zu "insistieren" wäre dann wirklich dumm )

    Zitat

    Selbst wenn unsere Worte genau
    Und unsere Gedanken richtig sind,
    Entsprechen sie doch nicht der Wahrheit.

    Wenn wir Sprache und Denken aufgeben,
    Können wir über alles hinausgehen,
    Wer Sprache und Denken nicht zurücklassen kann,
    Wie kann der den WEG verstehen? “

    ( Shinjinmei, Meister Sosan )

    Du weißt ja, dass ich die Angewohnheit habe, Übersetzungen zu vergleichen und ggf. selbst noch mal nachzuschlagen.
    DAS ist nicht das Shinjinmai, nur ne Übersetzung einer Übersetzung, die zudem noch völlig aus der Art schlägt, also mehr ne frei flottierende Vorstellung des Autors..

    Es handelt sich aber darum:


    多言多慮
    轉不相應
    絶言絶慮
    無處不通

    Die Übersetzungen von D.T Suzuki und Richard B. Clark sind in diesem Falle gleichlautend, Pajin ähnlich.

    Wordiness and intellection - (Geschwätzigkeit und Intellektualismus)
    The more with them the further astray we go;
    Away therefore with wordiness and intellection,
    and there is no place where we cannot pass freely.

    Noch n bissel näher angeschaut, ist 慮 nicht einfach (überbetontes) "Denken" sondern hat die Konnotation "Zweifel", "Befürchtung", "sich sorgen" (hier: bezüglich sich selbst)
    Kurzum, es handelt sich hier schlicht um "unweises Erwägen" (s. M2), papanka, und Geschwätz, also nicht wie Du meinst, um die Ablehnung von Denken und Sprache.

  • keks
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    • 2. November 2015 um 09:52
    • #238
    bel:


    Doch doch, "Verstand" bedeutet nicht zuletzt, sich der Grenzen des Verstandes bewußt zu sein.

    Der Verstand sucht nach Geschichten. Ohne Geschichte kein Verstand.
    Was sagten die alten Zen-Knochen nochmal ? Töte Buddha wenn du ihn siehst, damit war nicht töten gemeint sondern die Geschichte wegwerfen.

    Bubu :clown::oops:

  • bel
    Gast
    • 2. November 2015 um 09:53
    • #239

    Vllt Deiner. Es geht auch anders.
    Ja, die "Vorstellung" (!) von Budda töten.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (2. November 2015 um 09:54)

  • hanujo
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    • 2. November 2015 um 09:54
    • #240

    sind diese komischen zeichen deine Muttersprache
    oder lernst du sie - und interpretierst sie selbst - mein Held ?

  • bel
    Gast
    • 2. November 2015 um 09:55
    • #241
    hanujo:

    sind diese komischen zeichen deine Muttersprache
    oder lernst du sie - und interpretierst sie selbst - mein Held ?


    Ich habe ja die Übersetzer genannt, es steht Dir frei das zu überprüfen.
    Und ja, ich lerne, im Zweifelsfall frage ich auch Muttersprachler.

  • Stero
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    • 2. November 2015 um 09:59
    • #242
    mukti:
    Bakram:


    Ich sagte ja das "Ich" sei leer. Dennoch existiert ein Zusammengesetztes, Abgegrenztes, Unterschidbares. Mukti ist abgrenz- und unterscheidbar von Bakram und auch von allem Anderen des Universums.

    Alles ist von was anderem unterscheidbar, das bedeutet nicht dass irgendwas davon ein Ich wäre. Was du mit einem leeren Ich meinst weiß ich nicht, vielleicht dass es nur als eine Vorstellung existiert.


    Bei all dem weisen Gerede über "das Ich" möchte ich dennoch bemerken, dass wenn ich eine heiße Herdplatte anfasse, dass dann ich es dann bin, der sich die Finger verbrennt, und nicht etwa ihr. Was also mich betrifft, so sehe ich nicht, welche Relevanz eine Aussage "das bedeutet nicht dass irgendwas davon ein Ich wäre", dafür haben könnte, dass bestimmte Wirkungen bestimmter Aktivitäten all meiner Aktivitäten ausschließlich auf mich begrenzt sind wie ich mit dem Beispiel des Anfassens einer heißen Herdplatte zu illustrieren versucht habe.

  • mukti
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    • 2. November 2015 um 10:08
    • #243
    Stero:
    mukti:


    Alles ist von was anderem unterscheidbar, das bedeutet nicht dass irgendwas davon ein Ich wäre. Was du mit einem leeren Ich meinst weiß ich nicht, vielleicht dass es nur als eine Vorstellung existiert.


    Bei all dem weisen Gerede über "das Ich" möchte ich dennoch bemerken, dass wenn ich eine heiße Herdplatte anfasse, dass dann ich es dann bin, der sich die Finger verbrennt, und nicht etwa ihr. Was also mich betrifft, so sehe ich nicht, welche Relevanz eine Aussage "das bedeutet nicht dass irgendwas davon ein Ich wäre", dafür haben könnte, dass bestimmmte Wirkungen bestimmter Aktivitäten meiner Aktivitäten ausschließlich auf mich begrenzt sind wie ich mit dem Beispiel des Anfassens einer heißen Herdplatte zu illustrieren versucht habe.

    Relevanz hat weises Erwägen um eine Anschauung zu entwickeln und eine Orientierung zu haben, und zwar in Richtung Befreiung. Versteht man das Wesen des Ich, ist das schon anders beim Fingerverbrennen als wenn man es nicht versteht. Nämlich je mehr die Finger als Ich und Mein betrachtet werden, desto mehr wird man darunter leiden.

    Mit Metta, mukti.


  • Stero
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    • 2. November 2015 um 10:12
    • #244
    mukti:

    ... das Wesen des Ich, ist das schon anders ... Nämlich je mehr die Finger als Ich und Mein betrachtet werden ...


    Es gibt kein Ich. Aber es gibt mich. Was soll die Verhunzung ("das Ich") der konventionellen Sprache?

  • Stero
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    • 2. November 2015 um 10:20
    • #245
    Stero:
    mukti:

    ... das Wesen des Ich, ist das schon anders ... Nämlich je mehr die Finger als Ich und Mein betrachtet werden ...


    Es gibt kein Ich. Aber es gibt mich. Was soll die Verhunzung ("das Ich") der konventionellen Sprache?

    Was ich damit sagen will: In dem Maße, in dem man sich sprachlich suggestiv etwas vormacht, in genau dem gleichen Maße weicht man der eigentlichen Fragestellung aus. Deswegen ist das ganze Gerede über "das Ich" bloß der Versuch seinem eigenen Schatten zu entkommen. ;)

  • mukti
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    • 2. November 2015 um 10:21
    • #246
    Stero:
    mukti:

    ... das Wesen des Ich, ist das schon anders ... Nämlich je mehr die Finger als Ich und Mein betrachtet werden ...


    Es gibt kein Ich. Aber es gibt mich. Was soll die Verhunzung ("das Ich") der konventionellen Sprache?

    Gut, dann nimm stattdessen "sein eigenes Wesen", wenn dir das besser erscheint. "Versteht man sich selber, dann ist das schon anders...". Wer oder was bin ich?

    Mit Metta, mukti.


  • Sunu
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    • 2. November 2015 um 11:29
    • #247
    Stero:
    Stero:


    Es gibt kein Ich. Aber es gibt mich. Was soll die Verhunzung ("das Ich") der konventionellen Sprache?

    Was ich damit sagen will: In dem Maße, in dem man sich sprachlich suggestiv etwas vormacht, in genau dem gleichen Maße weicht man der eigentlichen Fragestellung aus. Deswegen ist das ganze Gerede über "das Ich" bloß der Versuch seinem eigenen Schatten zu entkommen. ;)


    Vor welchem Schatten von was ??? :D;)

  • keks
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    • 2. November 2015 um 11:31
    • #248
    bel:

    Vllt Deiner. Es geht auch anders.

    Klar, der eine oder andere Verstand weigert sich das so anzunehmen, wäre ja auch etwas zuviel wenn man sich "sein" Leben 50 Jahre lang so schön aufgebaut hat und dann einer kommt und sagt "ääätsch, das ist nicht "dein" Leben" :)

    Bubu :clown::oops:

  • bel
    Gast
    • 2. November 2015 um 11:35
    • #249
    keks:
    bel:

    Vllt Deiner. Es geht auch anders.

    Klar, der eine oder andere Verstand weigert sich das so anzunehmen, wäre ja auch etwas zuviel wenn man sich "sein" Leben 50 Jahre lang so schön aufgebaut hat und dann einer kommt und sagt "ääätsch, dich gibbet gar nicht" :)

    Da das selten blöde ist, und auch kaum Buddhismus, auch nicht Madhyamaka, auch nicht "Zen" wie vllt mancher glaubt, kann das dem "einen oder anderen" Verstand völlig schnuppe sein.

  • Noreply
    Themenautor
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    • 2. November 2015 um 11:53
    • #250
    keks:
    bel:

    Vllt Deiner. Es geht auch anders.

    Klar, der eine oder andere Verstand weigert sich das so anzunehmen, wäre ja auch etwas zuviel wenn man sich "sein" Leben 50 Jahre lang so schön aufgebaut hat und dann einer kommt und sagt "ääätsch, das ist nicht "dein" Leben" :)

    Ist das nicht DER Schrecken? Das es plötzlich deutlich wird das das Leben sich kein bisschen dafür interessiert was Mein Leben ist? Das Leben etwas ganz und gar anderes ist als mein Leben? Ganz egal wie ich mein Leben gestalte, das Leben beendet diesen ganzen Humbug und macht einfach so weiter, lässt mein Leben einfach so in die Grube sinken und macht was möglich ist. Alles was entsteht ist wert das es zu Grunde geht. Leben ist nicht Leiden, es ist nicht Freude, das lebt so vor sich hin ohne Sinn und Verstand macht es das was gerade so machbar ist. Chaos, alles was geht geschieht und hat nur was mit meinem Leben zu tun wenn ich mit Meinen super Schuhen in den Hundehaufen trete. Schei... Leben :evil:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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