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  1. Buddhaland Forum
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Frage zur Aussage des Dalai Lama

  • Herzsutra
  • 19. Oktober 2015 um 09:20
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Herzsutra
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 09:20
    • #1

    Der Dalai Lama hat öfters schon gesagt, dass wir an die Religionen unseres Kulturkreises gewöhnt sind. Deshalb sagt er, sei es schwierig, eine neue Religion anzunehmen.
    Ich persönlich merke das immer wieder. Ich habe versucht, ein "ganzer Buddhist" zu sein- zu werden, aber es gelingt mir nicht.
    Es gibt Situationen im Leben, da bete ich zu Gott. Da hilft mir der Buddhismus nicht. Ich habe in letzter Zeit sehr viel Leid erfahren, da habe ich wieder zu Gott gebetet
    und Halt im Glauben gesucht. Das hat mir sehr geholfen.
    Es ist bei mir so, dass ich auf den christlichen Glauben nicht verzichten möchte. Trotzsdessen nenne ich mich Buddhist.
    Muss man sich für eine Religion entscheiden--?

  • Tara4U
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 09:37
    • #2

    Hallo,

    ist es denn für Dich wichtig, Dich irgendwo zugehörig zu fühlen? Meinst Du, Buddhismus ist eine abgrenzbare Religion?
    Ich zumindest empfinde es nicht so.

    Waren es nicht die Worte Buddhas, nur das, was man mit sich abgleichen kann, mit seinem Leben zu übernehmen und nicht blindlinks an irgendwelchen Strukturen festzuhalten? Strukturen, von wem auch immer erstellt, geben uns eine Sicherheit, aber sie entnehmen uns auch die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.
    Du betest zu Gott, hast vielleicht dasselbe Vertrauen zu jenem, was andere Universum, Karma, Java oder sonstwie benennen. Wichtig ist doch nur, Vertrauen zu haben, dass Dinge, auch wenn sie sich übelst anfühlen, uns an die Grenze des Ertragbaren bringen, uns diese vielleicht sogar überschreiten lassen, ihren Sinn haben, auch wenn wir ihn nicht verstehen können, auch wenn sie uns entsetzlich leiden lassen. Und mir hilft dann auch einfach die Gewissheit, dass auch das irgendwann einmal vorbeigeht, ich es aber nicht nur aussitzen und passiv abwarten darf, sondern einfach weiter das zu tun, zu leben, wie ich es für richtig halte, wie ich es vor mir selbst auchnoch in Jahren verantworten kann.
    Und wenn Du um Stärke und Hilfe bittest, Gott oder wen auch immer....es sind doch nur Namen und Vorstellungen, die jeder vielleicht anders belegt, und ändert nichts an dem Umstand, dass man sich einfach mal vertrauensvoll an jemanden wendet.
    :)
    edit:
    Zu dem, wie ich den Dalai Lama verstanden habe:
    Ich bin auch nicht der Meinung, dass sich der z.B. tibetische Buddhismus 1:1 hier in Europa anwenden lässt, sondern sich hier vielleicht erst entwickeln sollte. In den vielen Dokus über Tibet habe ich einige Facetten des Buddhismus gesehen, die ich nicht nachvollziehen kann und nicht übernehmen möchte...ebenso, wenn ich einige "Vorgaben" lese. Dort, in Tibet, in einem völlig anderen Leben und mit einem völlig anderen Hintergrund, können andere Dinge zum Greifen kommen, als es hier zum Tragen kommen kann...so sehr sich viele bemühen, so sehr sich einige von ihrer eigenen Einbildung blenden lassen....
    Ich finde den Gedanken, den Buddhismus zu verwestlichen, eigentlich sehr gut, solange man den Ursprung nicht aus dem Blick verliert, nicht irgendwelchen neumodischen Gurus aufsitzt.

    2 Mal editiert, zuletzt von Tara4U (19. Oktober 2015 um 09:50)

  • Monikamarie
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    • 19. Oktober 2015 um 09:43
    • #3
    Herzsutra:


    Muss man sich für eine Religion entscheiden--?

    Nein, Herzsutra. :D
    Wichtig ist nur, wie Du denkst und handelst. Da nützt eine Bezeichnung überhaupt nichts.
    _()_ Monika

  • Herzsutra
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 09:51
    • #4
    Monikadie4.:


    Nein, Herzsutra. :D
    Wichtig ist nur, wie Du denkst und handelst. Da nützt eine Bezeichnung überhaupt nichts.
    _()_ Monika


    Ja. Seine Heiligkeit sagte ja auch, dass es wichtig sei, ein gutes Herz zu haben- eine Religion zu haben sei weniger wichtig.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 09:58
    • #5

    Hallo Herzsutra,

    wer Gott als etwas Mystisches begreift, als etwas, das in uns ist (das Göttliche im Menschen) und nicht außerhalb des Menschen, sich Gott nicht als allmächtigen Schöpfergott vorstellt, wie es manche Hauptströmungen der theistischen Religionen ja häufig tun, der kann theistische Religion und buddhistische Philosophie sicherlich verbinden. Dein Nick Name ist ja "Herzsutra", daher nehme ich an, dass Du auch mit dem Inhalt des Sutras vertraut bist. Es ist gerade die Philosophie der Leerheit, die bei den theistischen Religionen abgelehnt wird, denn dann müssten sie sich mit dem "abhängigen Entstehen von Gott" auseinander setzen....Wenn Du Leerheit und Christentum miteinander vereinbaren kannst, dann kannst Du auch ein "buddhistischer Christ" oder "christlicher Buddhist" sein oder wie immer Du Dich dann nennen möchtest :)

  • fotost
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    • 19. Oktober 2015 um 10:01
    • #6

    Dies führt auf ein Thema, das wir hier schon wiederholt ohne Ergebnis behandelt haben: Kann man XYZ und gleichzeitig Buddhist sein? Du findest hier mehrere lange Threads zu dem Thema, ich möchte nicht darauf eingehen.

    Kennst Du eine der wichtigsten Meditationen, Metta Bhavana? Es ist soweit ich weiß keine rein buddhistische Meditation, Hindus und andere kennen den Text auch.

    Es gibt im Netz eine Reihe guter Anleitungen oder auch gesprochene Texte dazu.
    Falls Du sie noch nicht kennen solltest, könnte es sich lohnen, sich damit zu beschäftigen.

  • Thursday
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 10:39
    • #7
    Herzsutra:

    Der Dalai Lama hat öfters schon gesagt, dass wir an die Religionen unseres Kulturkreises gewöhnt sind. Deshalb sagt er, sei es schwierig, eine neue Religion anzunehmen.
    Ich persönlich merke das immer wieder. Ich habe versucht, ein "ganzer Buddhist" zu sein- zu werden, aber es gelingt mir nicht.
    Es gibt Situationen im Leben, da bete ich zu Gott. Da hilft mir der Buddhismus nicht. Ich habe in letzter Zeit sehr viel Leid erfahren, da habe ich wieder zu Gott gebetet
    und Halt im Glauben gesucht. Das hat mir sehr geholfen.
    Es ist bei mir so, dass ich auf den christlichen Glauben nicht verzichten möchte. Trotzsdessen nenne ich mich Buddhist.
    Muss man sich für eine Religion entscheiden--?

    Wenn man Religion als eine Gewohnheit ansieht, wie der DL, und man gewohnheitsmäßig christliches oder buddhistisches Gedankengut konsumiert, dann muss man sich nur dafür entscheiden, was man gerade so im jeweiligen Augenblick zu sich nimmt - mal ein Gebet zu Gott schadet ja auch nicht. Aber nützt das was? Was für eine Beziehung steckt denn da letztlich dahinter?
    Es gibt Situationen im Leben - da nehme ich schon mal Antibiotika - aber ansonsten nehme ich Globuli. Wenn's dir also dreckig geht, da gehst du zu Gott - ansonsten gehst du zu was lockerem.

    M.E. sollte man sich seine Beziehung zum entsprechenden religiösen System genau betrachten und sich dann entscheiden, was das eigentlich soll.

    Christ ist jemand, der Christus nachfolgt - dafür entscheidet man sich. Und wenn man einer Spur folgt, dann kann man nicht gleichzeitig einer anderen Spur auch noch folgen.

  • mukti
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    • 19. Oktober 2015 um 10:56
    • #8
    Herzsutra:


    Muss man sich für eine Religion entscheiden--?

    Nur wenn man mit zwei nicht zurecht kommt.

    Mit Metta, mukti.


  • Nils
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    • 19. Oktober 2015 um 11:04
    • #9
    Herzsutra:

    Ich habe versucht, ein "ganzer Buddhist" zu sein- zu werden, aber es gelingt mir nicht. Es gibt Situationen im Leben, da bete ich zu Gott. Da hilft mir der Buddhismus nicht. Ich habe in letzter Zeit sehr viel Leid erfahren, da habe ich wieder zu Gott gebetet und Halt im Glauben gesucht. Das hat mir sehr geholfen. Es ist bei mir so, dass ich auf den christlichen Glauben nicht verzichten möchte. Trotzdessen nenne ich mich Buddhist. Muss man sich für eine Religion entscheiden--?


    Du bist ein freier Mensch. Du kannst jeden Weg gehen, den du möchtest. Du musst dich nicht für eine Religion entscheiden. Du kann dir deine eigene Religion basteln. Ich mache das auch. Und es geht mit gut damit. Letztlich liegt die Wahrheit über und hinter allen Religionen. Alle Religionen sind Wege zur Erleuchtung. Deshalb kannst du Elemente aus allen Religionen verwenden. Du musst nur konsequent auf deinem Weg der Wahrheit und Liebe bleiben. Du musst konsequent auf dem Weg bleiben. Sonst führt es dich nirgendwo hin. Wenn du alles ausprobierst und nichts ernsthaft und dauerhaft praktizierst, bleibst du auf der Stufe des Suchers stecken. Besser ist es zu finden und im Licht zu leben.
    Es gibt auch im Buddhismus den Gebetsweg. Im tibetischen Buddhismus wird Guru-Yoga praktiziert. Im Amitabha-Buddhismus verbindet man sich mit dem Buddha Amitabha. Für mich ist das nur ein anderer Name für Gott. Gott ist eine Bewusstseinsdimension, die man auch Nirwana oder Brahman nennen kann. Man kann Gott abstrakt oder persönlich sehen. Aus meiner Sicht ist Gott in allem. Und insbesondere in allen Heiligen und erleuchteten Meistern aller Religionen.

    Einmal editiert, zuletzt von Nils (19. Oktober 2015 um 11:11)

  • Tara4U
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 11:09
    • #10

    OT
    Hi Thursday,

    sorry, aber jetzt bin ich durcheinander...in dem Thread http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=14812&start=90 hast Du die Wirkung von Homòopathika negiert, u.a.

    Zitat

    Was die Globuli dabei machen, hat was mit der therapeutischen Autorität zu tun.

    und dennoch nimmst Du Globuli?

    Zitat

    Es gibt Situationen im Leben - da nehme ich schon mal Antibiotika - aber ansonsten nehme ich Globuli.

    Sorry, wenn ich hier OT nachfrage, es interessiert mich nur, sollte ich kuenftig noch einmal in eine Diskussion mit Dir sein.

  • Mirco
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    • 19. Oktober 2015 um 11:13
    • #11
    Herzsutra:

    Der Dalai Lama hat öfters schon gesagt, dass wir an die Religionen unseres Kulturkreises gewöhnt sind. Deshalb sagt er, sei es schwierig, eine neue Religion anzunehmen. [...] Es ist bei mir so, dass ich auf den christlichen Glauben nicht verzichten möchte. Trotz dessen nenne ich mich Buddhist. Muss man sich für eine Religion entscheiden?


    Hallo Herzsutra

    der Dalai Lama hat auch gesagt, man sollte lieber bei seinem Glauben und seiner Religion bleiben, wenn diese für einen besser funktioniert als die Lehre des Buddha. Buddhistisch handeln kann man ja trotzdem, zusätzlich zum persönlichen Glauben. Nein, man muss sich nicht für eine Religion oder einen Glauben entscheiden.

    Herzliche Grüße

  • Thursday
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 11:29
    • #12
    Tara4U:

    OT
    Hi Thursday,

    sorry, aber jetzt bin ich durcheinander...in dem Thread http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=14812&start=90 hast Du die Wirkung von Homòopathika negiert, u.a.

    Zitat

    Was die Globuli dabei machen, hat was mit der therapeutischen Autorität zu tun.

    und dennoch nimmst Du Globuli?

    Zitat

    Es gibt Situationen im Leben - da nehme ich schon mal Antibiotika - aber ansonsten nehme ich Globuli.

    Sorry, wenn ich hier OT nachfrage, es interessiert mich nur, sollte ich kuenftig noch einmal in eine Diskussion mit Dir sein.

    Alles anzeigen

    Klar - ich nehm' Globuli - aber nur für Spass. Damit trickse ich mein Gefühl aus - ich tu so, als ob, ich was für mein Wohlbefinden tue und letztlich ist es aber von der Vernunft her gesehen, totaler Quatsch. Aber: Hauptsache ich fühle mich gut. Und gegenüber meinen Gefühlen ist mein Verstand eben die (auch therapeutische) Autorität.
    Und so ist es mit Antibiotika - die nehme ich eigentlich nur, wenn ich wirklich eine schwere bakterielle Infektion habe, so als letztes Mittel.
    Und das ist ja sehr, sehr selten.

  • keks
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    • 19. Oktober 2015 um 11:41
    • #13

    Solange bei vielen Menschen nicht etwas im Pass/Ausweis steht, sind sie es nicht :)

    Ich nenne mich nicht Buddhist, ich hab mich aber auch nie als Christ bezeichnet. Ich stecke mich nicht freiwillig in Regale rein, in vorgefertigte Strukturen. Ich möchte aber auch kein "Leiden" überwinden oder irgendeinem Daseinskreislauf entkommen. Für mich ist das Leben schön so wie es ist, mal schlecht, mal gut, aber beides kann man geniessen :) Ich habe nicht vor Buddha zu werden, gleichgeschaltet zu sein. Ich möchte "ich" bleiben weil es sich gut anfühlt. Klar kann dann einer sagen "du hast noch nie richtig gelitten". Doch habe ich und tue ich, ich mache aber kein Theater draus.

    Bubu :clown::oops:

  • Herzsutra
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 11:47
    • #14
    Tara4U:

    Gott oder wen auch immer....es sind doch nur Namen und Vorstellungen, die jeder vielleicht anders belegt, und ändert nichts an dem Umstand, dass man sich einfach mal vertrauensvoll an jemanden wendet.
    :)


    Stimmt. Und da ist halt jeder, aus seinem jeweiligen Umfeld anders geartet.
    Manchen Menschen, reicht es halt im realen Leben nach Gesprächspartnern zu suchen. Manche suchen sich welche, die die Menschheit Gott, Jehova oder Krishna genannt hat.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 19. Oktober 2015 um 11:55
    • Offizieller Beitrag
    • #15

    Hat der "Buddhismus" nicht traditionell zwei Rollen:

    1. Für diejenigen, die in diesem Leben Befreiung erlangen wollen. Diese werden Mönche oder Nonnen. Oder Leute im Laienstand, die aber trotzdem ihr ganzes Leben den Dharma widmen,so das eher alles andere zum Hobbie wird. Für diese ist der Unterscheid zwischen Buddismus und anderen Religionen essentiell.

    2. Leute für die das nicht gilt. Ihr Ziel ist es durch gute Werke und ein ethisches Leben positives Karma anzuhäufen. Bei der Entwicklung eines "gütigen Herzens" ist die Religion letzendllich ziemlich egal.

    Soweit ich den Dalai Lama verstehe geht es ihm nicht um diejenigen die der Sache als Ordinierte (oder Pseudo-Ordinierte) ihr Leben widmen wollen, so wie auch christliche Priester für Gott ihr weltliches Leben aufgeben. Sondern um Leute aus der zweiten Gruppe, die sich womöglich ganz unnötigerweise ihrer eigenen Kultur entfremden. Womöglich unter der irrigen Idee, sie gehörten zu Gruppe 1.

  • Thursday
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 12:14
    • #16
    void:

    Hat der "Buddhismus" nicht traditionell zwei Rollen:

    1. Für diejenigen, die in diesem Leben Befreiung erlangen wollen. Diese werden Mönche oder Nonnen. Oder Leute im Laienstand, die aber trotzdem ihr ganzes Leben den Dharma widmen,so das eher alles andere zum Hobbie wird. Für diese ist der Unterscheid zwischen Buddismus und anderen Religionen essentiell.

    Für diese ist der Unterschied von Religionen bedeutungslos. Du triffst einmal deine Wahl und das ist es dann. Und dass es andere Lebensformen gibt, berührt dich nicht mehr, außer du bist noch im Zweifel. Dann musst du dich mit deiner Wahl auseinander setzen.

    Zitat


    2. Leute für die das nicht gilt. Ihr Ziel ist es durch gute Werke und ein ethisches Leben positives Karma anzuhäufen. Bei der Entwicklung eines "gütigen Herzens" ist die Religion letzendllich ziemlich egal.


    Das ist eine Weise der Gleichgültigkeit. Da gibt es eben eine Bandbreite von der Esoterik bis hin zum klassischen Glauben. Der Punkt ist nur der, dass ein gütiges Herz ohne eine Bindung - und Religion meint eben Bindung - sich nicht entwickeln lässt, denn Güte ist bereits ein religiöses Konstrukt.
    Die Natur ist nicht gütig.

    Zitat


    Soweit ich den Dalai Lama verstehe geht es ihm nicht um diejenigen die der Sache als Ordinierte (oder Pseudo-Ordinierte) ihr Leben widmen wollen, so wie auch christliche Priester für Gott ihr weltliches Leben aufgeben. Sondern um Leute aus der zweiten Gruppe, die sich womöglich ganz unnötigerweise ihrer eigenen Kultur entfremden. Womöglich unter der irrigen Idee, sie gehörten zu Gruppe 1.


    Welche Kultur denn? Der DL hat eine Vorstellung von der christlichen Kultur, wie das Pegida auch hat. Weshalb glaubt er immer irgendwelche Ratschläge erteilen zu müssen? Soll er doch mal sein Orakel fragen.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 12:33
    • #17
    Thursday:

    Weshalb glaubt er immer irgendwelche Ratschläge erteilen zu müssen?

    Weil er gefragt wird.

  • Thursday
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 12:38
    • #18
    Sherab Yönten:
    Thursday:

    Weshalb glaubt er immer irgendwelche Ratschläge erteilen zu müssen?

    Weil er gefragt wird.

    Wer fragt denn?

  • Herzsutra
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 12:40
    • #19
    Zitat

    Du musst dich nicht für eine Religion entscheiden. Du kann dir deine eigene Religion basteln. Ich mache das auch. Und es geht mit gut damit.


    Ich glaube, das machen letzten Endes auch alle Menschen. Wobei ja viele immer strengstens darauf verweisen, dass man soetwas nicht machen dürfe..
    Und diese menschen aber gar nicht merken, dass sie das selber auch tun. Es aber gar nicht merken und ihren Weg, für den richtigen halten.

    Zitat

    Letztlich liegt die Wahrheit über und hinter allen Religionen.


    Alles geht ineinander über.

    Zitat

    Sonst führt es dich nirgendwo hin. Wenn du alles ausprobierst und nichts ernsthaft und dauerhaft praktizierst, bleibst du auf der Stufe des Suchers stecken. Besser ist es zu finden und im Licht zu leben.


    Ja, sich verzetteln führt zu nichts. Das ist Zeitverschwendung. das soll klar sein.

    Zitat

    Im Amitabha-Buddhismus verbindet man sich mit dem Buddha Amitabha.


    Ist das nicht "reines Land Buddhismus"..?
    Man kann Gott abstrakt oder persönlich sehen. Aus meiner Sicht ist Gott in allem. Und insbesondere in allen Heiligen und erleuchteten Meistern aller Religionen.[/quote][/quote]
    Ja, für viele Menschen muss er ein Mann sein. Mit Bart. Mit typischen männlichen Eigenschaften. Männlich, zornig, böse.. An einen solchen Gott kann und will ich nicht glauben.
    Da finde ich Osho's Deutung sehr philosophisch. Er sagte, dass Gott in die Erde aufgegangen ist. Er ist alles, ich, du, Bäume, Blumen.

  • Thursday
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 13:26
    • #20
    Herzsutra:


    Da finde ich Osho's Deutung sehr philosophisch. Er sagte, dass Gott in die Erde aufgegangen ist. Er ist alles, ich, du, Bäume, Blumen.


    Das ist nichts anderes als eine Vorstellung - nennt sich Pantheismus.

    Im Buddhismus geht es aber darum, jede Vorstellung als Vorstellung zu erkennen. Gott als Gott; Nibanna als Nibanna; Bewusstsein als Bewusstsein.

    MN1:

    194. "Er erkennt Nibbāna unmittelbar als Nibbāna. Nachdem er Nibbāna unmittelbar als Nibbāna erkannt hat, stellt er sich nicht Nibbāna vor, er macht sich nicht Vorstellungen in Nibbāna, er macht sich nicht Vorstellungen von Nibbāna ausgehend, er stellt sich nicht vor 'Nibbāna ist mein', er ergötzt sich nicht an Nibbāna. Warum ist das so? Weil er verstanden hat, daß Ergötzen die Wurzel von Dukkha ist, und daß es mit Werden (als Bedingung) Geburt, und für alles, was geworden ist, Alter und Tod gibt. Daher, ihr Bhikkhus, ist der Tathāgata durch die völlige Vernichtung, die Lossagung, das Aufhören, das Aufgeben und Loslassen der Begehren zur höchsten vollkommenen Erleuchtung erwacht, sage ich."

    Und auch im Judentum - geht es darum sich kein Bild, also keine Vorstellung von Gott zu machen. Und im Christentum ist der Mensch Gott - jeder Mensch ist Heiligkeit.

  • accinca
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    • 19. Oktober 2015 um 13:33
    • #21
    Herzsutra:

    Da finde ich Osho's Deutung sehr philosophisch. Er sagte, dass Gott in die Erde aufgegangen ist. Er ist alles, ich, du, Bäume, Blumen.


    Das nennt sich Pantheismus und ist ein alter Hut.
    Leider sehen das nicht alle so.
    Am tollsten scheint aber ein Gott bei dem man selber bestimmen kann was
    dieser Gott möchte und was dieser Gott nicht möchte und alle anderen sich danach richten müssen.
    Das ist die Eigenschaft Gottes auf die es ankommt. Einer seiner Wünsche ist auf alle Fälle das
    man sich verneigt und ihm dient und nicht andere "Göttern" neben ihm hat.

  • Stero
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    • 19. Oktober 2015 um 16:38
    • #22
    Nils:

    Du bist ein freier Mensch. Du kannst jeden Weg gehen, den du möchtest. Du musst dich nicht für eine Religion entscheiden. Du kann dir deine eigene Religion basteln.


    Na, das nenne ich pragmatisch. :D

  • Stero
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    • 19. Oktober 2015 um 16:57
    • #23
    fotost:

    Dies führt auf ein Thema, das wir hier schon wiederholt ohne Ergebnis behandelt haben: Kann man XYZ und gleichzeitig Buddhist sein? Du findest hier mehrere lange Threads zu dem Thema, ich möchte nicht darauf eingehen.


    Ich glaub die Japaner können das. Wenn ich mich nicht täusche sind bei denen 2 Religionen "standard". Aber mit deutscher Gründlichkeit geht sicher nur eine. ;)

  • fotost
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    • 19. Oktober 2015 um 18:35
    • #24
    keks:

    Solange bei vielen Menschen nicht etwas im Pass/Ausweis steht, sind sie es nicht :)

    Wir haben in Deutschland sehr üble Erfahrungen damit gemacht, in Personalpapieren eine religiöse Zugehörigkeit aufzunehmen.
    Also gibt es heute keine Angaben mehr dazu in Perso/Paß.

    Der einzige Bereich, wo Behörden in Deutschland sich um religiöse Zugehörigkeiten kümmern sind Lohnsteuerkarten für die Kirchensteuer. Auf der anderen Seite ist das bei den organisierten Religiösen auch der einzige wichtige Bereich - Geld :grinsen:

  • Thursday
    Gast
    • 19. Oktober 2015 um 20:33
    • #25
    Stero:
    fotost:

    Dies führt auf ein Thema, das wir hier schon wiederholt ohne Ergebnis behandelt haben: Kann man XYZ und gleichzeitig Buddhist sein? Du findest hier mehrere lange Threads zu dem Thema, ich möchte nicht darauf eingehen.


    Ich glaub die Japaner können das. Wenn ich mich nicht täusche sind bei denen 2 Religionen "standard". Aber mit deutscher Gründlichkeit geht sicher nur eine. ;)

    Das verstehen die Japaner aber nicht als Religion, sondern als notwendige Dienstleistung unterschiedlicher Organisatoren - Der Religionsbegriff ist über die Kontakte mit Aliens erst ins Land gekommen. Vorher kamen die prima ohne sowas aus.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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