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Meditation macht mich fertig.

  • Se7enOaks
  • 23. September 2014 um 10:00
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Se7enOaks
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    5. September 2014
    • 23. September 2014 um 10:00
    • #1

    Hallo allerseits.

    Ich bin’s mal wieder. Ich habe jetzt begonnen erstmal für mich alleine zu meditieren jeden Tag. (Nachdem ich mich erstmal gegen eine Sangha entschieden habe; siehe Thread „Zu europäisch für Buddhimus?“)
    Die ersten 3 Mal habe ich sogenannte „geführte Meditationen“ gemacht, aber die Stimme hat mich irgendwann nur genervt. Deshalb lasse ich das jetzt. Ich konzentriere mich lieber auf meinen Atem bzw. die Regentropfen draußen, irgendwas halt wo ich meinen Bezugspunkt drauf richten kann. Ich denke ich bekomme es ganz gut hin, die Gedanken kommen und gehen zu lassen...Aber ist echt verrückt, wenn man sich mal bewusst wird, was ständig für ein Rummel im Kopf stattfindet. Da blinkt es, da leuchtet es. Es ist einfach wahnsinnig laut. Wie in einer Diskothek oder auf dem Piccadilly Circus in London... aber ich versuche es einfach vorbeiziehen zu lassen (klappt natürlich nicht immer, bin ja noch Anfänger ;)
    Naja nach 30 Minuten bin ich aber ziemlich im Eimer.
    Wenn die Meditation rum ist, bin ich völlig leer (im negativen Sinn) und ausgelaugt... ich sitze noch ne Weile da und bin dann richtig traurig.
    Das hält dann eigentlich auch den Rest des Tages an...

    Ist das normal?!?

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 23. September 2014 um 10:07
    • #2
    Se7enOaks:

    ...Ist das normal?!?

    Ist das wichtig?? :) Willst du normal sein (was immer das auch ist)?
    Du fühlst so. Das ist erst mal alles was zählt.

    Außerdem, ist doch gar nicht so schlecht, mal mit zu bekommen, wie anstrengend und kräftezehrend das Gedöns im Kopf ist. :lol:

  • Lucky Luke
    Gast
    • 23. September 2014 um 10:11
    • #3

    Hi Se7enOaks,

    vielleicht bist Du zu ehrgeizig ?
    Versuche es erst mal, die Dauer einer Meditation auf 15 Minuten zu reduzieren.
    Und: Es ist wichtig, sich darüber im Klaren zu sein, welche Motivation hinter der Meditation steckt.
    Meditation ist ein Mittel, um was zu erreichen.... ? Bei genauer Analyse wirst Du feststellen: Was für eine tolle Vorstellung !
    Natürlich klappt das nicht von jetzt auf gleich.
    Also: Möglichst entspannt bleiben, Deine Achtsamkeit auf den Atem (oder auf Geräusche) konzentrieren und wenn die Gedanken
    wieder da sind, einfach von vorne anfangen ! Ohne Druck aufzubauen :)

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 23. September 2014 um 10:45
    • #4

    Das ist normal im Sinne von: kommt vor. Da kannst Du sofort eine Menge dran lernen:
    - erkennen, was im Geist für ein Trubel herrscht. Das ist sonst genauso da, nur unter den Teppich gekehrt,
    - nicht zu stark zu bewerten, sondern schlicht innehalten und beobachten, wie es weitergeht (= Geduld),
    - selbstverantwortlich mit den eigenen Befindlichkeiten umgehen, herumprobieren, etc.

    Wenn Dich Dein Programm wirklich langfristig so schlaucht und das nicht nur einmalig war, dann würde ich auch die Sitzungszeiten reduzieren. Eine halbe Stunde ist für den Anfang evtl zu heavy.
    Tipp: weniger, aber ganz regelmäßig ist aufbauender und hat mehr Wirkung insgesamt als nur sporadisch riesige Sitzungen abzuhalten. ZB 2x täglich 10 Minuten.

    Und: der Affengeist ist auch ein Zeichen unserer Zeit und verschwindet nicht so einfach kurz mal. Bei mir ist es so, ich meditiere schon seit 30Jahren, was nur zur Folge hat, dass ich mich nicht mehr ärgere/wundere, wenn mal Spektakel in meinem Hirn ist. Eher freue ich mich sehr, wenn mal Ruhe ist. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • void
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    Zen
    • 23. September 2014 um 11:25
    • Offizieller Beitrag
    • #5

    In muss da immer an den Film "Und täglich grüsst das Murmeltier" denken. Da ist es ja so, dass der unaugeglichene Etteransager plötzlich innerhalb eines sich ständig wiederholdenden Tages gefangen ist. Eine Welt der er nicht aus kann und in der ständig alles auf ihn zurückfällt.

    Während sonst immer andere (vor allem sein Team) seine Launen aushalten mussten, fällt nun alles auf ihn selbst zurück und deswegen ist er - einfach nur um es auszuhalten - netter und sanftmütiger zu werden. Meditation ist genau das selbe.

    Eigentlich habe ich vorher auch angenommen ich sei eigentlich recht nett, aber wenn man sich so über eine längere Zeit hinweg aushalten muss, dämmert es einem, dass man wohl eher so ein nerviger Egomane ist wie Phil in dem Film. Vilelleicht ist das wa anderes, wenn man von Natur aus sanfmütiger und geduldiger ist.

  • Se7enOaks
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    • 23. September 2014 um 11:40
    • #6

    Ich denke zwar nicht dass ich mich überfordere und super ehrgeizig bin ich auch nicht... ich erwarte ja auch eigentlich nichts besonderes bei und von der Meditation - ich beobachte ja nur: Ich stelle Traurigkeit fest. Großes Blingbling und Kopfkino und anschließende Traurigkeit. Vielleicht muss ich da durch. Vielleicht ist das eine Art sich zu entgiften? Wenn ich meinen Körper entgifte, wachsen mir ja auch erstmal Pickel um dann zu verschwinden...
    und ja ich sehe, dass es daran liegt, dass ich alleine mit mir bin. Sonst lenke ich mich ja immer schön ab... (siehe Vorstellungsthread)

  • EinGedanke
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    • 23. September 2014 um 12:03
    • #7

    Hallo Se7enOaks,

    Stetigkeit ist wichtig, also nicht aufgeben! Du musst deine Einstellung gegenüber der Meditation ändern. Schraube alle Erwartungen zurück und meditiere nicht mit dem Ziel Ruhe zu erreichen. Du solltest diese Praxis nicht als ein Mittel betrachten durch das du etwas bekommst, sondern als eine Gelegenheit bei der du dich im Entsagen übst. Lass die Dinge fallen, auch deine Wünsche.
    Erkenne mit Achtsamkeit die Auswirkungen die negative Gedanken und Geisteszustände auf dich haben. Tu nichts gegen sie, lass sie einfach jedesmal los wenn du sie erkennst. Entspann dich und genieße dieses loslassen jedesmal. Spüre mit jeder Faser deines Körpers wie gut es tut Dinge loszulassen, auch Wünsche.
    Kultiviere geistige Einstellungen wie Offenheit, Entspannung und Klarheit. Habe Vertrauen in die Wirksamkeit dieser Meditation. Das ist etwas, dass seit über 2500 Jahren funktioniert.
    Las unbekömmliche Einstellungen los und halte währenddessen die Aufmerksamkeit auf dem Atem. Zähl auch ruhig von 1 bis 10, von 10 bis 1 bei jeder ein- und Ausatmung.
    Erkenne wie dein Geist immer klarer wird wenn du es auf diese Weise tust und sich gleichzeitg Freude und Verzückung ausbreiten, während dein Atem immer feiner und süßer wird. Genieße es!

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 23. September 2014 um 14:01
    • #8

    Ja, die Tipps von "EinGedanke" hier finde ich sehr gut.

    Se7enOaks:

    Ich denke zwar nicht dass ich mich überfordere und super ehrgeizig bin ich auch nicht... ich erwarte ja auch eigentlich nichts besonderes bei und von der Meditation - ich beobachte ja nur: Ich stelle Traurigkeit fest. Großes Blingbling und Kopfkino und anschließende Traurigkeit.


    Sowas nehme ich bei mir auch wahr. Es ist das, was direkt unter der Oberfläche von Ablenkung, Begehren und Zorn zutage tritt. Es geht aber noch tiefer - und da kommen dann angenehmere Dinge hervor. So eine Art Vertrauen und so. Eine spannende Exkursion. :)

    Zitat

    Vielleicht muss ich da durch. Vielleicht ist das eine Art sich zu entgiften? Wenn ich meinen Körper entgifte, wachsen mir ja auch erstmal Pickel um dann zu verschwinden...


    Ja. Genau so würde ich das auch identifizieren. Wie beim Aufräumen und Putzen. Erstmal ist Chaos und beim Weitermachen lichtet sich alles.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Noreply
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    • 23. September 2014 um 15:00
    • #9
    Se7enOaks:

    Hallo allerseits.

    Ich bin’s mal wieder. Ich habe jetzt begonnen erstmal für mich alleine zu meditieren jeden Tag. (Nachdem ich mich erstmal gegen eine Sangha entschieden habe; siehe Thread „Zu europäisch für Buddhimus?“)
    Die ersten 3 Mal habe ich sogenannte „geführte Meditationen“ gemacht, aber die Stimme hat mich irgendwann nur genervt. Deshalb lasse ich das jetzt. Ich konzentriere mich lieber auf meinen Atem bzw. die Regentropfen draußen, irgendwas halt wo ich meinen Bezugspunkt drauf richten kann. Ich denke ich bekomme es ganz gut hin, die Gedanken kommen und gehen zu lassen...Aber ist echt verrückt, wenn man sich mal bewusst wird, was ständig für ein Rummel im Kopf stattfindet. Da blinkt es, da leuchtet es. Es ist einfach wahnsinnig laut. Wie in einer Diskothek oder auf dem Piccadilly Circus in London... aber ich versuche es einfach vorbeiziehen zu lassen (klappt natürlich nicht immer, bin ja noch Anfänger ;)
    Naja nach 30 Minuten bin ich aber ziemlich im Eimer.
    Wenn die Meditation rum ist, bin ich völlig leer (im negativen Sinn) und ausgelaugt... ich sitze noch ne Weile da und bin dann richtig traurig.
    Das hält dann eigentlich auch den Rest des Tages an...

    Ist das normal?!?


    Mach daraus keinen Sport!
    Wenn es Dir damit schlechter geht mach einfach mal nichts.
    Sitz solange Du es wirklich möchtest.
    Es wird immer länger, ich habe mir sogar nur 15 Minuten gegönnt. Wenn ich mehr wollte oder weniger, Is nich!
    Nach dem Sitzen lege ich mich immer lang auf den Boden und bewege mich nicht, spüre meinen Körper, spüre wie das kribbeln in meinen Beinen verschwindet.
    Ich habe sehr früh mit allen Techniken aufgehört, Atem zählen, Mantras, Visualisierungen. Das störte mich alles.
    Ich wollte nur sitzen.
    Da gibt es ja noch mehr, Hara, Chakra, Aufsteigende Energiegen, absteigende Energien, Chi, Tao und was nicht alles für Hindernisse. Probier sie aus, halte nicht an ihnen fest, befreie Dich von allen Vorstellungen und Beschreibungen was Meditation ist.
    Ich wollte einfach nur sitzen.
    Selbstverständlich ist das was ich schreibe nur eine Vorstellung, aber keine ist dabei über Meditation.
    Nur einfach sitzen ist keine Meditation. Zum Glück!

  • Monikamarie
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    21. November 1948 (77)
    • 23. September 2014 um 15:30
    • #10

    Hallo Se7enOaks,
    für mich ist es seit vielen Jahren zur Gewohnheit geworden, jede Gelegenheit zum "Meditieren" zu nutzen: Die Fahrt in der U-Bahn zur Arbeit, das Warten im Wartezimmer des Arztes, das Warten bis das Wasser kocht, das Essen kocht etc. Denn dabei muss ich dennoch wach genug sein, darf also nicht einschlafen, damit mir nichts anbrennt oder ich zu weit fahre ...
    Ich suche mir täglich jede Gelegenheit, um mich von Reizen fern zu halten, meinen Geist zu beobachten, aber auch während der Tätigkeit meine Handlungen zu beobachten. Wenn ich morgens bereits irgendwo anstoße oder mich "vergreife", dann weiß ich, dass ich nicht aufmerksam bin. Ich übe mich einfach nur in Achtsamkeit. Das hat sehr viel gebracht, Und es führt immer tiefer und weiter hinein in die "Hintergründe des täglichen Lebens". Sofort gegenwärtig zu sein und die Situation richtig erfassen zu können, erscheint mir eine der wichtigsten Gründe überhaupt für die Meditation. Denn diese Übung zeigt auf, wie ich denke und handle und was für Folgen sich daraus ergeben.
    _()_

  • djay
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    10. März 2013
    • 23. September 2014 um 18:13
    • #11

    Hallo, also für den Anfang finde ich 30 Minuten Meditation echt schon ziemlich lang, vielleicht ist es wirklich sinnvoller mit der Hälfte der Zeit zu beginnen und sich allmählich zu steigern. So wird der Geist und der Körper wahrscheinlich richtig rangeführt und "trainiert"


    Monikadie4.:

    Hallo Se7enOaks,
    für mich ist es seit vielen Jahren zur Gewohnheit geworden, jede Gelegenheit zum "Meditieren" zu nutzen: Die Fahrt in der U-Bahn zur Arbeit, das Warten im Wartezimmer des Arztes, das Warten bis das Wasser kocht, das Essen kocht etc. Denn dabei muss ich dennoch wach genug sein, darf also nicht einschlafen, damit mir nichts anbrennt oder ich zu weit fahre ...
    Ich suche mir täglich jede Gelegenheit, um mich von Reizen fern zu halten, meinen Geist zu beobachten, aber auch während der Tätigkeit meine Handlungen zu beobachten. Wenn ich morgens bereits irgendwo anstoße oder mich "vergreife", dann weiß ich, dass ich nicht aufmerksam bin. Ich übe mich einfach nur in Achtsamkeit. Das hat sehr viel gebracht, Und es führt immer tiefer und weiter hinein in die "Hintergründe des täglichen Lebens". Sofort gegenwärtig zu sein und die Situation richtig erfassen zu können, erscheint mir eine der wichtigsten Gründe überhaupt für die Meditation. Denn diese Übung zeigt auf, wie ich denke und handle und was für Folgen sich daraus ergeben.
    _()_

    Finde ich sehr inspirierend, werde versuchen das ebenfalls in meinen Alltag zu integrieren und auszubauen.

  • raterZ
    Gast
    • 23. September 2014 um 20:28
    • #12
    Se7enOaks:


    Ist das normal?!?

    ja. die wirkung ist, dass tiefere schichten von dir zum vorschein kommen - in diesem fall traurigkeit. aber vielleicht ist es auch keine traurigkeit sondern eine offenheit des herzens. man wird sensibler für die umwelt, vor allem auf herzensebene. das ist normal.

    die richtig fetten glücksgefühle kommen dann später irgendwann :grinsen::lol:
    (und wer sagt, dass buddhistische praxis nicht dazu führt glücklicher zu sein, der lügt. aber dieses glück ist eben nicht-bedingt und eigentlich ständig vorhanden)

  • crazy-dragon
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    • 23. September 2014 um 22:57
    • #13
    Se7enOaks:


    ...Ich stelle Traurigkeit fest.
    ...und ja ich sehe, dass es daran liegt, dass ich alleine mit mir bin. Sonst lenke ich mich ja immer schön ab...

    Gut- und? Dann lasse das einfach zu, vergeht irgendwann wieder wie alles... :P
    Ja, das ist schon mal eine Erkenntnis.

    Sitzdauer würde ich auch auf 15- 20 Minuten reduzieren. Und einfach weitermachen.
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • al-Nuri
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    9. September 2014
    • 24. September 2014 um 21:12
    • #14
    Se7enOaks:

    Ich denke zwar nicht dass ich mich überfordere und super ehrgeizig bin ich auch nicht... ich erwarte ja auch eigentlich nichts besonderes bei und von der Meditation - ich beobachte ja nur: Ich stelle Traurigkeit fest. Großes Blingbling und Kopfkino und anschließende Traurigkeit. Vielleicht muss ich da durch. Vielleicht ist das eine Art sich zu entgiften? Wenn ich meinen Körper entgifte, wachsen mir ja auch erstmal Pickel um dann zu verschwinden...
    und ja ich sehe, dass es daran liegt, dass ich alleine mit mir bin. Sonst lenke ich mich ja immer schön ab... (siehe Vorstellungsthread)

    Sehr gutes Bild:Entgiften.
    Ich glaube dieses Alleinsein und dann diese Trauer,ja die zeigt sich,wenn das BlingBling zurücktritt.
    "Durch müssen " so gesehen wäre irgendwie nicht recht,aber ja: einen Schritt weiter gehen/aushalten.Weiterüben.
    Du findest es heraus..._()_


    In uralten Seen
    Yvan Goll, 1891-1951

    Honen Shonin: "Weil es den Übenden in der heutigen Zeit aber gut geht, finden sie Einschränkungen schwer."

  • Nils
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    • 25. September 2014 um 00:22
    • #15

    Ich halte mich an die Regel von Padmasambhava: "Praktiziere so, dass du dich wohl fühlst." Überlege dir deine Ziele. Was willst du erreichen? Etwas Entspannung. Dann genügen zweimal fünf bis fünfzehn Minuten am Tag. Finde die Technik, die dir gefällt. Stoppe die Gedanken, denke ein Mantra, beobachte den Atem, höre eine schöne Meditationsmusik oder eine geführte Meditation (Videos im Internet). Wenn du nicht stillsitzen kannst, meditiere im Gehen oder mache Yogaübungen.

    Wenn du nach Erleuchtung strebst, ist möglicherweise relativ viel Meditation erforderlich. Ich habe als Rechtsanwalt neben meinem Beruf jeden Tag drei Stunden meditiert und bin eine Stunde spazieren gegangen. Jetzt als Eremit habe ich viel Zeit und meditiere etwa zehn Stunden am Tag und gehe zwei Stunden spazieren. Eigentlich bin ich in einem ständigen spirituellen Prozess. Das ist der schnellste Weg der Erleuchtung. Das praktiziere ich seit 26 Jahren und komme gut auf meinem Weg voran. Überwiegend praktiziere ich eine Zwei-Stufen-Meditation. Ich bringe zuerst mit einigen Kundalini-Techniken (Visusalisierungen, Mantras, Atemübungen) meine Kundalini-Energie in Gang und erwecke mein inneres Glück. Dann meditiere ich mühelos lange Zeit auf die innere Glückseligkeit. Wenn das innere Glück nachlässt, höre ich auf zu meditieren. So macht mich die Meditation nicht fertig, sondern bringt mir viel Spaß.

  • keks
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    • 25. September 2014 um 10:12
    • #16
    Se7enOaks:

    ich erwarte ja auch eigentlich nichts besonderes bei und von der Meditation


    Kein Ziel ? Nichts das du erreichen möchtest ? (ich höre gerade einige Zennis angaloppieren mit Säcken in denen sich Leere befindet :D )

    Bubu :clown::oops:

  • stiller_raum
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    22. November 2013
    • 26. September 2014 um 08:24
    • #17
    Se7enOaks:

    Hallo allerseits.

    Ich bin’s mal wieder. Ich habe jetzt begonnen erstmal für mich alleine zu meditieren jeden Tag. (Nachdem ich mich erstmal gegen eine Sangha entschieden habe; siehe Thread „Zu europäisch für Buddhimus?“)
    Die ersten 3 Mal habe ich sogenannte „geführte Meditationen“ gemacht, aber die Stimme hat mich irgendwann nur genervt. Deshalb lasse ich das jetzt. Ich konzentriere mich lieber auf meinen Atem bzw. die Regentropfen draußen, irgendwas halt wo ich meinen Bezugspunkt drauf richten kann. Ich denke ich bekomme es ganz gut hin, die Gedanken kommen und gehen zu lassen...Aber ist echt verrückt, wenn man sich mal bewusst wird, was ständig für ein Rummel im Kopf stattfindet. Da blinkt es, da leuchtet es. Es ist einfach wahnsinnig laut. Wie in einer Diskothek oder auf dem Piccadilly Circus in London... aber ich versuche es einfach vorbeiziehen zu lassen (klappt natürlich nicht immer, bin ja noch Anfänger ;)
    Naja nach 30 Minuten bin ich aber ziemlich im Eimer.
    Wenn die Meditation rum ist, bin ich völlig leer (im negativen Sinn) und ausgelaugt... ich sitze noch ne Weile da und bin dann richtig traurig.
    Das hält dann eigentlich auch den Rest des Tages an...

    Ist das normal?!?

    Wie Du schon selber erkannt hast, ist es nicht die Meditation, die dich fertig macht sondern der innere Lärm der Gedanken. Wenn man anfängt zu meditieren, dann fällt einem der ganze Lärm einfach auf und das kann einen erstmal erschrecken oder fertig machen. Du beschreibst ja auch eine Leere, die Du als unangenehm empfindest. Der Grund dafür ist einfach, dass Dein Verstand Angst vor der Leere hat, der er gewöhnlich Deine ganze Aufmerksamkeit beansprucht. Bei der Meditation geht es ja vor allem darum sich seiner Gedanken und Emotionen bewusst zu werden. Am Anfang kann dies schwierig sein, da man merkt wie stark man unbewusst mit den Gedanken identifiziert ist. Versuche doch einfach die Leere die Du erlebst anzunehmen. Das ist der erste Schritt zum inneren Frieden. Die Leere ist nichts bedrohliches, sondern der Verstand kommentiert die Leere als negativ. Es geht darum sich von der Identifikation vom Verstand zu lösen und der Verstand rebelliert dagegen und erzeugt ein Gefühl der Angst. Übe einfach weiter und versuche die Meditation in den Alltag zu integrieren. Du wirst erkennen , dass es möglich ist das innere Plappern, das zu 95% meist einfach sinnlose Wiederholungen beinhaltet einfach loszulassen. Und dann kannst Du einen inneren Frieden erleben, der dich über die Ebene des Denkens hinaus bringt und Dich Deine wahre Buddhanatur erleben lässt.

  • thigles
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    • 26. September 2014 um 08:41
    • #18
    Se7enOaks:

    Meditation macht mich fertig.

    Macht jeden fertig .. sie merken es nur nicht. Neben Satipaṭṭhāna, versuch auch mal das: hör auf zu meditieren und sitz einfach. Setze ganz konkret um, anstatt zu meditieren. Geht nicht, weil du diese Aufgabe unmittelbar praktizierst und somit ergreifst bzw. konzeptuell verdinglichst anstatt einfach nur zu sitzen? Gut wenn man das erkennen würde, darauf lässt sich aufbauen.

    Act normal

    Nicht an Gedanken anzuhaften bzw. sie vorbeiziehen zu lassen und ähnliches ist relativ sinnbefreit, da sich das bloß eingeredet wird. Mag sein daß man sich temporär wohler damit fühlt, doch ist es letztendlich nun mal so, daß es kein Richtiges im Falschen gibt. Mal mit zu bekommen, wie anstrengend und kräftezehrend das Gedöns im Kopf ist, ist erst recht anstrengend und kräftezehrend. Lass dich nicht von innerer Stille, spirituellem Frieden oder "Weite des Bewusstseins" blenden bzw. locken. Erst recht nicht als "Anfänger". Außerdem empfehle ich - neben dem beschriebenen faktischen Sitzen, in dem sich auch mehr oder weniger eine Handvoll Zener versuchen - Satipaṭṭhāna so zu praktizieren, wie es gelehrt wird. Das verhindert ein gekünsteltes Anhaften an derartige Bewusstseinszustände.

  • Vogel
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    21. Februar 2010
    • 26. September 2014 um 09:45
    • #19

    Ich denke, dass es Sinn macht, sich Meditation lehren zu lassen. Auch wenn die Sangha für Dich zur Zeit keine Alternative darstellt, halte ich es doch für ratsam jemanden zu suchen, der Dir Meditation erklärt, mit allen Facetten, und Dich lehrt, zu meditieren.
    Ich glaube auch, dass Du Deine Erwartungen (an Dich selbst) zu hoch schraubst. Dreißig Minuten als Anfänger ... sehr ehrgeizig (sic!) ... Ehrgeiz und Meditation vertragen sich nach meinem Verständnis so gar nicht miteinander.
    Lass Dir Zeit, Dich zu entwickeln.

    Viel GLück.

    Liebe Grüße vom Niederrhein,

    Der Vogel

  • raterZ
    Gast
    • 26. September 2014 um 10:52
    • #20
    thigles:

    Satipaṭṭhāna so zu praktizieren, wie es gelehrt wird. Das verhindert ein gekünsteltes Anhaften an derartige Bewusstseinszustände.


    spannend - wie wird es denn gelehrt? imo. ist das ja nicht einheitlich..

  • thigles
    Gast
    • 26. September 2014 um 12:55
    • #21

    Danke für diesen Anstoß. In erster Linie richtete sich diese Anmerkung ausschließlich an den Threadstarter und das hat seine Gründe, welche in diverser erwähnter "geführter Meditation" usw. liegen. Und auch in diesem Beitrag richte ich mich ein letztes mal an ihn. Allgemein betrachtet halte ich es für sinnvoller, ausschließlich der Quelle selbst zu trauen, denn nicht alles was sich Meditation nennt bzw. was so alles von Lehrern gelehrt wird, muss notwendigerweise im Sinne des Dharma sein. In der Quelle heißt es zum Beispiel -

    Zitat

    Lang einatmend, weiß er: <Ich atme lang ein>; lang ausatmend, weiß er: <Ich atme lang aus>. Kurz einatmend, weiß er: <Ich atme kurz ein>; kurz ausatmend, weiß er: <Ich atme kurz aus>. <Den ganzen (Atem-) Körper empfindend, werde ich einatmen>, so übt er; <Den ganzen (Atem-) Körper empfindend, werde ich ausatmen>, so übt er. <Die (Atem-) Körper-Funktion beruhigend, werde ich einatmen>, so übt er; <Die (Atem-) Körper-Funktion beruhigend, werde ich ausatmen>, so übt er. Gleichwie, o Mönche, ein geschickter Drechsler oder Drechslergeselle, wenn er lang anzieht, weiß: <Ich ziehe lang an>; wenn er kurz anzieht, weiß: <Ich ziehe kurz an>, - ebenso, o Mönche, weiß da der Mönch, wenn er lang einatmet: <Ich atme lang ein>; lang ausatmend weiß er: <Ich atme lang aus> ... (DN 22)

    Hier heißt es also nicht einfach nur »konzentriere dich auf den Atem«, sondern »weiß er« bzw. auch »versteht er« ; das Drechslerbeispiel veranschaulicht das. Da ist schon mal ein bedeutender subtiler Unterschied, überprüft man diese Anweisungen an der unmittelbaren Praxis, denn es macht natürlich einen Unterschied, ob man sich einspitzig auf den Atem fokussiert oder ob man sich des Atems im eben beschriebenen Sinne über wie durch »Wissen/Verstehen« vergegenwärtigt und in Folge in wie aus diesem achtsamen Gewahrsein heraus die darin folgenden Anweisungen umsetzt, auf daß sich die daraus resultierenden und dort ebenso beschriebenen Bewusstseinszustände ergeben mögen, ohne daß daran - bedingt durch die anfänglich gegebene Anweisung - angehaftet wird (zumindest scheinbar). Nur so kann man etwas daraus lernen. Und darum geht es ja in dieser Meditation. Das ist also nur ein Beispiel von vielen, warum man sich gerade als Anfänger eher der Quelle selbst zuwenden möge, denn einem buddhistischen Forum.

  • Amdap
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    1. November 2012
    • 27. September 2014 um 19:43
    • #22
    Monikadie4.:

    Hallo Se7enOaks,
    für mich ist es seit vielen Jahren zur Gewohnheit geworden, jede Gelegenheit zum "Meditieren" zu nutzen: Die Fahrt in der U-Bahn zur Arbeit, das Warten im Wartezimmer des Arztes, das Warten bis das Wasser kocht, das Essen kocht etc. Denn dabei muss ich dennoch wach genug sein, darf also nicht einschlafen, damit mir nichts anbrennt oder ich zu weit fahre ...
    Ich suche mir täglich jede Gelegenheit, um mich von Reizen fern zu halten, meinen Geist zu beobachten, aber auch während der Tätigkeit meine Handlungen zu beobachten. Wenn ich morgens bereits irgendwo anstoße oder mich "vergreife", dann weiß ich, dass ich nicht aufmerksam bin. Ich übe mich einfach nur in Achtsamkeit. Das hat sehr viel gebracht, Und es führt immer tiefer und weiter hinein in die "Hintergründe des täglichen Lebens". Sofort gegenwärtig zu sein und die Situation richtig erfassen zu können, erscheint mir eine der wichtigsten Gründe überhaupt für die Meditation. Denn diese Übung zeigt auf, wie ich denke und handle und was für Folgen sich daraus ergeben.
    _()_

    Hallo Se7...,
    von allen Antworten, die ich bis jetzt durchgelesen habe, und indem ich versuche mich in Dich einzufühlen, sagt mir die Antwort von Monika (s.o.) am meisten zu. Versuche doch erst einmal in der Art, und anhand der Beispiele, wie Monika sie beschrieben hat, in Deinem Alltag präsent zu sein, sowohl hinsichtlich des Körpergefühls als auch des Kopfkinos. Präsenz ist das A und O. Außerdem auch ein Sich-Zurücknehmen in jedweder Situation, vor allem auch im Umgang mit den Mitmenschen und anderen Mitwesen: die Kultivierung von Geduld. Zu versuchen mitzuempfinden, wie es dem anderen gerade geht, ohne unbedingt in diesem Moment die eigenen Interessen durchsetzen zu wollen. Dabei hineinhorchen, wie es mir selbst gerade mit dieser Übung geht. Mit der Zeit wird es für Dich keine Übung mehr sein, sondern ein Anliegen und eine liebgewordene Gewohnheit.
    So wirst Du Dich selber besser kennenlernen und wirst merken, wie sehr Du Dich selber magst. Das wird Dich glücklicher und ruhiger machen und der tiefe Wunsch in Dir, darin zu wachsen, wird zunehmen. Zusammen mit dem Wunsch, anderen mehr helfen zu wollen.
    Und wenn Du Dich dann besser kennst, jeden Tag ein ganz kleines bisschen besser, dann wirst Du immer mehr aus tiefstem Herzen wünschen, Dich einfach ganz still hinzusetzen und in Dich hineinzuhorchen.
    Das ist alles, mehr braucht es nicht. Die Meditation in ihrer Form kommt dann ganz von selbst, und auch ihre Länge bestimmt sich von selbst.
    Es wird immer natürlicher, und Du wirst immer öfter meditieren, und wenn es hier und da auch mal nur fünf Minuten sind.

    Ich mag Dich übrigens sehr, Du bist ungekünstelt und ehrlich. Das ist die beste Voraussetzung für eine gute Praxis.
    Du hast viel Kraft, und ich lerne von Dir.

    Vielen Dank an Dich und alles Liebe - Amdap

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • Se7enOaks
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    5. September 2014
    • 29. September 2014 um 11:11
    • #23

    Wow, das sidn wahnsinnig viele gute Antworten. Werde sie alle noch mehrmals durchlesen.
    1000 Dank.

    Amdap, du magst mich? Womit hab ich denn das verdient? Das ist ja lieb. :)

  • Amdap
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    • 29. September 2014 um 17:51
    • #24

    Ja, lieber Se7...,

    das ist eine kühne Behauptung, denn wir sind uns ja nie persönlich begegnet, aber ich fühle, dass ich Dich mag.
    Jeder bekommt das, was er verdient!

    Du bist ehrlich und legst offen Deine Schwächen dar, dabei haben wir doch alle so unsere Schwächen.
    Nur: nicht jeder hat die Kraft, seine Schwächen öffentlich auszubreiten.

    Darum lerne ich von Dir, und ich merke, dass Du viel Kraft hast.
    Du hast Deinen gegenwärtigen inneren Zustand auf den Punkt gebracht und merkst, was mit Dir los ist, Du machst Dir nichts vor, schaust Dich von innen schonungslos an, lässt uns sogar daran teilhaben. Das zeugt von Vertrauen und das muss Dir erst mal einer nachmachen!

    Wenn Du so viel Vertrauen in uns hast, dann hast Du auch Vertrauen in den Buddha und seine Lehre.
    Vertrauen ist wie ein Fels in der Brandung, oder auch wie eine sichere Burg. Such Dir das Bild dazu aus, das Dir am meisten zusagt.
    Vertrauen ist der Anfang und das Ende, es ist Alles.

    Mach Dir keine Sorgen, Dein Vertrauen wird Dich auf dem Weg weiterführen, selbst wenn es immer wieder Anfechtungen gibt.
    Es ist ein bisschen wie ein kleiner "Stromeintritt".

    Ich freue mich, und nochmals vielen Dank!

    Amdap

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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