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Der Umgang mit Ärger

  • Matthias65
  • 25. Oktober 2013 um 20:02
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  • biophil
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    Buddh. Richtung
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    • 18. August 2026 um 19:18
    • #101
    Anna Panna-Sati:

    Des Weiteren: Bei "Stress", zwecks Anpassung an eine sich verändernde Umwelt, gibt es für die Pantoffeltierchen noch die Möglichkeit der Konjugation, d.h. Austausch genetischen Materials, demzufolge keine weiteren Klone entstehen, da das Erbgut neu kombiniert wurde.

    Und schon vergeht wieder etwas.... :shrug:

    Zum Beispiel tragen wir Keimzellen in uns, die das Ende einer ununterbrochenen Kette von Zellteilungen sind, beginnend mit der Urzelle vor ca. 4 Mrd Jahren. Gleiches Prinzip auch hier; nur heisst die Konjugation bei uns Sexualität. Rekombination setzt die Uhr zurück. Der Rest stirbt weg.


    Faszinierend! Auch im buddhistischen Kontext. Man kämpft gegen seine eigenen Zellen...

    Anna Panna-Sati:

    Kleine Provokation oder ernstgemeint? - Wolltest du "die Buddhisten" etwa bewusst "ärgern"? ;) :lol:

    Iiiich provozieren? Wie kommst du denn darauf? ;)

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 18. August 2026 um 19:22
    • #102

    Dh.:


    Man kommt am besten erst Mal zur Ruhe über den Atem
    Man schaut dann am besten was ist eigentlich die Ursache für Ärger

    Liegt hier nur ein fehlendes Verständnis vor, was einem selbst betrifft, oder den anderen betrifft?

    Ist weiterer innerer/äusserer Dialog notwendig um die Ursache besser (allein/miteinander) zu verstehen?

    Welche eigenen/die anderer Gefühle wie zb Verletzlichkeit stehen dahinter?


    Ist Mitgefühl vorhanden, zu sich selbst, zum anderen, miteinander?

    Liegt es am fehlenden Mitgefühl?

    Liegt es am fehlenden gegenseitigen Vertrauen?


    Liegt es am fehlenden geliebt und verstanden worden sein?

    Liegt es an alten ungelösten Schmerz?

    Liegt es an jeweils einseitigen Anschauungen?

    Liegt es an Macht über andere haben zu wollen?

    Oder liegt es an Angst etwas zu verlieren oder etwas begehren zu wollen?

    Konflikte, egal ob innere oder äußere, mit sich selbst allein oder mit anderen, führen manchmal auch zu Groll, Ärger, Wut, sogar Gewalt, Krieg…


    Das Ärger zu lösen nicht immer einfach ist:


    Zeigen aktuelle Kriege…


    Zeigen aktuelle Spaltungen in der Gesellschaft…


    Es gibt kleinen und großen Ärger…


    Manchen Ärger kann man einfacher ignorieren als anderen Ärger…


    Manchen Ärger kann man auch nicht anders lösen als ihn loszulassen, auch wenn man ihn selbst durchschaut hat, die Gründe, der andere aber nicht, und dem anderen auch die Bereitschaft für eine gemeinsame Lösung fehlt…

  • Wetering
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    • 26. August 2026 um 07:25
    • #103

    Martine Batchelor sagt über Ärger, dass mehr Raum nötig sei, wenn er auftritt (und mehr Energie bei Niedergeschlagenheit).

  • mukti
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    • 26. August 2026 um 08:58
    • #104

    Ärger ist ja recht vielschichtig, es steckt aber immer ein Widerwillen dahinter, man ist nicht einverstanden mit der Situation und leistet Widerstand. Wenn man die Situation so akzeptiert wie sie eben gerade ist, sieht man den Ärger: 'Dieses Gefühl ist aufgestiegen.' Wenn man es so als ein Objekt wahrnimmt, vergeht der Eindruck 'Ich ärgere mich'. Dann erhält dieses Gefühl keine Nahrung mehr und vergeht.

    Mit Metta, mukti.


  • Monika
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    • 26. August 2026 um 09:32
    • #105

    Danke lieber mukti , so erlebe ich das auch seit Jahren.


    Damals habe ich gedacht, wenn ich mich nach einer Woche oder sogar nur einer Stunde nicht mehr ärgere, dann kann ich es doch auch jetzt schon loslassen.


    So übte ich mich mit dem Gedanken "kein Widerstand". Das funktionierte gerade in letzter Zeit wieder auf wunderbare Weise - und wurde mir nochmal bewusst.


    _()_Monika ❤️

  • mukti
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    • 26. August 2026 um 09:49
    • #106

    Mir hilft immer das Beobachten. Wenn ich ein Gefühl beobachte, anstatt mich damit zu identifizieren, tritt augenblicklich eine Beruhigung ein. Wenn ich darauf vergesse, ist die Achtsamkeit eingeschlafen. So ist das auch ein Training der Achtsamkeit.

    Mit Metta, mukti.


  • Wetering
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    • 6. September 2026 um 10:30
    • #107

    darüber ärgere ich mich

    Ist eigentlich eher

    ich ärgere mich

  • Wetering
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    • 11. Oktober 2026 um 07:11
    • #108

    Aus dem Buch von Thubten Chodron

    (S. 206):

    "Er [Ärger] beruht auf Übertreibung oder Hinzufügung negativer Eigenschaften.

    Zudem beruht er auf der Unwissenheit, die ein unabhängiges "Ich" projiziert..."


    Dem entgegentreten:

    • sich in Liebe, Mitgefühl und Geduld üben
    • das Selbst unter die Lupe nehmen, das ärgerlich ist


    Aus dem Vortrag 6 von Karl Brunnhölzl über "Stufenweise Meditationsfolge über die Leerheit" (etwa ab Minute 8):

    3 "Ebenen" von Ärger und Meditation darüber

  • Tim1
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    Zen
    • 12. Oktober 2026 um 09:16
    • #109

    Ich muss zugeben, da bin ich leider weit entfernt von diesen Idealen, wie andere mit Ärger umgehen, wobei vielleicht ist es ja zu viel, wenn man achtsam durch die Welt geht. Berechtigt ist der Ärger ja, aber die Frage stellt sich immer muss man sich deshalb ärgern?

    Wobei es kommt wohl auf die Lebensumstände darauf an, alleine was ich in der Arbeit an Bösartigkeit, Missgunst erlebe ist schon bemerkenswert. Das zu verstehen übersteigt wohl meinen Intellekt, also mir wäre all das zu langweilig, den ganzen Tag über andere zu tratschen.


    Wie gesagt, mir fallen da sehr viele Themen ein, weil sich die Dinge ja ändern permanent und man sich fragt, was funktioniert noch oder ist noch annähernd wie es mal war?


    Manchmal denke ich mir die Menschen sind schon so gelassen, dass sie nicht mal mehr merken, was sich alles so an seltsamen Veränderungen eingeschlichen hat.


    Ich kann das wohl nur an Hand dessen beurteilen, nachdem ich weitgehend gemieden werde, ärgern mich wohl zu viele Dinge und darüber zu sprechen, das will keiner hören, wobei verstehe ich auch mittlerweile.


    Man muss ja nicht alles aussprechen, was man nicht gut findet. Liebe Grüße Tim

  • Monika
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    • 12. Oktober 2026 um 12:00
    • #110

    Lieber Tim , es ist sicher ein Unterschied zwischen dem, was zuvor über Ärger geschrieben wurde und dem, was Du seit Jahren aushalten musst.

    Das ist für mich kein "einfacher" Ärger, den man mit guten Worten verabschieden kann.


    Du hast schon viel darüber berichtet. Dennoch bin ich nicht wirklich in der Lage, das zu bewerten (so wie ich es früher einfach tat).


    Auch hast Du ja schon einiges umgesetzt.


    Und es gibt eben aus buddhistischer Sicht keine andere Möglichkeit, als sich immer wieder zu üben - nicht in Gelassenheit ...,

    sondern in - ja, worin ?


    Ich habe neuerdings unvermittelt Angst, wenn sich in meinem Smartphone schon wieder was verändert hat, Avira mich bedrängt, Geld abbuchen will etc.


    Dabei bin ich firm im Internet, habe aber keine Lust, immer jeden Mist durchzulesen.


    Aber ich muss, um mich nicht immer wieder machtlos zu fühlen gegenüber unerwünschten Anbietern etc.

    Also Disziplin ist gefragt.


    Am liebsten würde ich alles Digitale rausschmeißen. Aber dann könnte ich eben auch hier nicht mehr lesen und schreiben.

    Müsste alles ändern, neues Konto beim Schwund von Banken, Ärzte Termine jeglicher Art ...


    Das ist so mein wiederkehrender Ärger. Und was mache ich damit, ausser mich zu disziplinieren?

    Ich gehe in die Stille, wenns ganz arg wird bete ich ...


    Es geht nicht um die Auslöser des Ärgers (Leid), sondern um meinen inneren Frieden. Kann ich was ändern? Wenn nein, dann muss ich es akzeptieren und üben, üben, üben - was und wie auch immer.


    Und Gelassenheit ist eine Frucht.


    Alles Gute, viel Kraft

    Monika _()_:heart:

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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