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  1. Buddhaland Forum
  2. void

Beiträge von void

  • Buddhismus und ökologisches Handeln und Buddhismus als ökologische Politik

    • void
    • 3. April 2026 um 21:03
    pano:

    Ja, und wenn im demokratischen System jemand eine Regelung einführen will, dann ist das ja erst mal etwas ganz normales. Wer das kapitalistische System schützen will und dafür Gesetzgebung einbringt ist ja auch kein Wirtschafts-Faschist.


    Was sagt also der Öko-Faschismus-Vorwurf über diejenigen die den Vorwurf vorbringen?

    In der Demokratie gibt es Themen die verhandelbar -sind die einen machen eine wirtschaftsfreundliche Politik, die anderen eine soziale, der eine förderte Autos der andere Klimamassnahmen - und solche die es nicht sind. Z.B Grundrechte, Memschenwürde.


    Und da wurde 2002 der Klimaschutz zum Staatsziel:

    20 a:

    Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.

    Es ist ein großer Unterschied zwischen einer Regelung und einem Staatsziel. Ein Staatsziel gehöt zum Rahmen. Und damit kann sich dann das Verfassungsgericht darauf beziehen. Und es ist. Und im März 2025 wurde die Aufnahme der Klimaneutralität bis 2045 in das Grundgesetz beschlossen. Künftige Parlamente hätten keinen Weg das zu stoppen


    Das das Klima so über der Demokratie bei den Grundrechten verortet wird, ist für ökologisch denkende ein Ausdruck von Vernunft


    Mulmig wird einem, wenn andere das mit ihren Werten und zielen auch täten. Das Analogon zum "Klimaziel" wäre z.B wenn ein neoliberaler verankern wurde, dass es nur dann neue Sozialgesetzgebung geben darf, wenn die Staatsschulden halbiert sind. Wäre da "Wirtschafts-Faschist" Passend? Oder was wäre wenn jemand wie Orban die christlichen Werte zum Staatsziel machen würde?


    Das Schlagwort "Ökofaschismus" drückt als ein Gefühl der Entmündigung aus, wenn der Schutz des Ökosystems der Arena der Politik enthoben wird und zum darüber thronenden Staatsziel erklärt wird.


    Aber vielleicht ist es eine Frage des Konsens. Bei anderen Sachen finden wir es ja inzwischen normal, dass dieses "gesetzt" ist. Es also keinen Gesetzesentwurf zur Einführung der Prügelstrafe gibt.

  • Buddhismus und ökologisches Handeln und Buddhismus als ökologische Politik

    • void
    • 3. April 2026 um 10:39

    Ein zentrales Problem ist ja, dass die Demokratie darauf aufgebaut ist dass unterschiedliche Gruppen gleichberechtigt ihre Interessen vertreten und sich dann daraus ein allgemeiner Wille als Kompromiß destilliert wird.


    Aber die Belange des Ökosystems ist eben kein so ein Partikularintetesse sondern es ist ja sogar umgekehrt so, dass die ganze Sphäre des Menschen ein Teil des Ökosystems ist das wiederum in die Atmosphäre eingebunden ist. Wenn jetzt aber eine Gruppe - die Ökos - versuchen suchen im Namen des Ganzen zu sprechen und ein Primat des Ganzen vor Partikularinterssen einfordern, dann wird das als Anmaßung empfunden. Als ein Podest ( ich spreche für das Ganze ihr seit nur partikular) dass droht den pluralistischen Rahmen zu sprengen. Der ganze Begriff des "Öko-Faschismus" im Namen des Ganzen entmündigt zu werden kommt ja aus genau dieser Furcht und also Antwort wird das Ganze neben das Totalitäre gestellt. Allerdings kann es natürlich auch nicht angehen die Belange des Ganzen wie ein Partikularinterssen zu behandeln.


    Es handelt es sich also um ein strukturelles Problem die demokratisch bestimmten Interessen der Menschen mit dem was die Aufrechterhaltung des Ökosystems erfordert gleichermaßen gerecht zu werden. Und die Idee, dass politische Konzepte im Buddhismus tendentiell autoritär wären, ist eher eine Ablenkung von diesem strukturellen Problem.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 31. März 2026 um 13:14

    Es gibt Situationen wo Narrative funktionieren. Dann schaffe sie es z.B Menschen zu einer Gemeinschaft zu machen und sie auf ein Ziel z.B die Praxis hinzuführen.


    Warum das "diskursive Denken" im Mahayana so in Verruf geraten ist, hat ja viel mit der Situation zur Zeit Nagārjunas zu tun. Wo eben die 18 philosophischen Schulen ganz unterschiedliche Deutungen hatten. Es gab Kontroversen im Bezug auf Ontologie, Epistemologie, Ideen von Kausalität usw. Und erst dieses Durcheinander von Narrativen die in unterschiedliche Richtungen deuten, brachte Nagarjuna dazu den gordischen Knoten dadurch zu zerschlagen, dass man die ganze diskursiven Ebene mit ihren Narrativen als nicht zielführend abtut und den Fokus hin zur Praxis zu lenken. Qualia schließt an Nagārjuna an.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 30. März 2026 um 21:12

    Ein Narrativ ist eine Narration die einen Sinn und Identität vermitteln. Oftmals ist es etwas, was sonst sehr kompliziert zu erklären wäre, auf den Punkt bringt:

    Religion in Japan:

    Auf diese Weise trachtete König Shuddhodana, seinen Sohn vor der Welt außerhalb des Palastes abzuschirmen und so die durch Wahrsager bereits angedeutete Weltabkehr des Buddha (und damit seinen Verzicht auf die weltliche Nachfolge seines Vaters) zu verhindern. In seinem 29. Jahr aber drängte es Siddhartha, die reale Welt kennen zu lernen und er unternahm die legendären Vier Ausfahrten. Dabei gewahrte er Vier Ansichten, die ihm bisher verborgen geblieben waren. Er sah erstmals einen Greis (das Alter), einen Fieberkranken (die Krankheit), einen Leichnam (den Tod), und schließlich einen Asketen (die Religion).

    Diese Erlebnisse veranlassten Siddhartha, sein Haus zu verlassen, sich das Haupt zu scheren und sich auf die Suche nach einem Weg zu machen, um Alter, Krankheit und Tod zu überwinden.

    Diese Erzählung,wo jedesmal ein anderes wichtiges Element von Dukkha aufgezeigt wird, klingt konstruiert. Aber als Erzählung die ganz viel an Sinn komprimiert auf den Punkt bringt, ist es sehr wirkungsvoll. Bestimmt könnte man damals auch ungebildeteren Leuten komprimiert den Schritt zur Askese ( und die Gestalt des Asketen als Identifikationsfigur) näherbringen. Das es keine historische Wahrheit ist, dass Buddha vielleicht Dukkha bei unterschiedlichen, weiter auseinander liegenden Gelegenheiten begegnet ist, ist vielleicht nicht unbedingt relevant


    Sondern damals war die erhoffte heilsame Wirkung das ausschlaggebende.

  • Negative Einlassungen über die DBU auf Wikipedia

    • void
    • 30. März 2026 um 20:09

    Die Relevanz ergibt sich für mich stark aus dem Anspruch nach Repräsentation.


    Repräsentation bedeutet die Vertretung von Gruppen durch Repräsentanten und daraus folgt dann, dass die Repräsentanten eine substanzielle Verantwortung für die Nicht-Anwesenden tragen, und diesen dann Rechenschaft schuldig sind.


    Die DBU wurde ja gegründet, um den deutschen Buddhismus zu repräsentieren und der Rat wiederum hat die Verantwortung die DBU zu repräsentieren. In die eine Richtung wird eine Nacht verliehen für andere zu sprechen und in die andere Richtung folgt dann eine Verantwortung. Und aus dieser Verantwortung heraus, steht man dann im Scheinwerferlicht und muß auf die unangenehmen Fragen, z.B ob man in seinem Handeln wirklich für den Buddhismus spricht oder für die eigene Gruppe antworten..

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 30. März 2026 um 13:59
    Qualia:

    void Ich möchte „Narrativ“ auf alle Erzählungen, Vorstellungen, Meinungen bezogen wissen. Denn das ist das Hauptproblem von dukkha. Nicht erkennen, dass Daten und Tatsachen existieren und daraus Narrative gebildet werden, die Tatsachen verwässern, verschleiern.

    Ich glaube die Unterscheidung klappt so nicht.


    Nur weil etwas eine Narration ist, sagt das erstmal nichts. Etwas man eine Narration sein und ein verschleierndes Narrativ sein, das eine uerige Identität zementiert. Aber auch die vier edlen Wahrheiten oder der edle echtfache Pfad sind Narration.


    Etwas was zwar auf sprachlicher Ebene sondern dadurch dass es auf eine Praxis verweist die funktioniert. Nur weil etwas eine Narration ist,sagt das also erstmal nicht so viel aus, ob es verschleiert oder aufdeckt.


    In es ein Schild zum Ausgang ist oder eines der zahlreichen, ablenkenden Schilder.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 30. März 2026 um 13:17

    Der Begriff "Narrativ" vermengt zwei Sachen miteinander:

    • Einerseits erstmal die reine Narration: Etwas wird erzählt.


    • Andererseits ist ein Narrativ eine Erzählung, die Sinn und Identität stiftet.

    Von daher muß man die Aussage "Lehren/Philosophien = Narrative" differenzieren. Stützt und bestätigt eine Narration eine Identität und einen Sinn - wie es z.B bei Propaganda der Fall ist, oder ist es das Gegenteil - so bringt ja z.B Sokrates seine Gesprächspartner dazu ihre gewohnten Identitäten und ihren gewohnten Sinn zu hinterfragen und zu rekonstruieren.


    Der Buddhismus hat viele Lehren, deren Ziel die Dekonstruktion von Ich/ Identität/ Sinn ist

  • Negative Einlassungen über die DBU auf Wikipedia

    • void
    • 30. März 2026 um 10:11

    Das Persönlichkeitsrecht hat verschiedene Schutzbereiche:

    Jurafakten:

    Das allgemeine Persönlichkeitsrecht umfasst verschiedene Schutzbereiche, die sicherstellen, dass unterschiedliche Aspekte der persönlichen Sphäre geschützt werden:

    • Privatsphäre: Dieser Bereich umfasst das private Leben eines Menschen, einschließlich familiärer Angelegenheiten, persönlicher Beziehungen und der häuslichen Umgebung. Die Privatsphäre soll vor unerwünschten Eingriffen geschützt werden, sowohl durch den Staat als auch durch private Akteure.
    • Sozialsphäre: Die Sozialsphäre betrifft das öffentliche und berufliche Wirken einer Person. Während hier ein geringerer Schutz als in der Privatsphäre besteht, ist es dennoch wichtig, dass Eingriffe in diesen Bereich verhältnismäßig und gerechtfertigt sind.
    • Intimsphäre: Die Intimsphäre umfasst die innersten Gedanken und Gefühle eines Menschen, einschließlich der Sexualität und des Gesundheitszustands. Eingriffe in diesen Bereich sind besonders sensibel und nur in Ausnahmefällen gerechtfertigt

    Auch wenn es ein unzulässiger Eingriff in die Intimsphäre wäre, was über die Gesundheit oder die Ehe einer Person zu sagen, ist es was anderes als wenn ich etwas was er öffentlich sagt, z.B als Ratsmitglied oder Vorstand eines Vereins diskutiere.


    Ich schätze über Hendrik dürfte man, weil er Herausgeber ist und auch weil er DBU Rat war, ganz viel schreiben. Aber nur so lange es mit der Rolle zu tun hat und nicht über sein Privatleben.

  • Negative Einlassungen über die DBU auf Wikipedia

    • void
    • 29. März 2026 um 18:41
    catflap08:

    Hallo zusammen,

    in letzter Zeit kommt es vermehrt zu negativen Einlassungen bezüglich der DBU auf Wikipedia. Sein es finanzielle Themen und/oder sexueller Missbrauch. Zeitlich korrelieret das mit dem Bestreben der DBU als KdöR anerkannt zu werden – was Zufall sein mag, aber weiß hierzu jemand mehr?

    Zum Wikipedia Artikel zur DBU gibt es doch ein Versionsgeschichte wo man sieht, wer was wann mit welcher Begründung geändert hat so wie eine Diskussionsseite, wo interessanterweise auch auf Henrik Hortz, Ursache und Wirkung und Buddhaland referenziert wird.

  • Suche nach Erfahrungen

    • void
    • 28. März 2026 um 22:53

    Das wird doch auch der Sache selber klar. Mit nichts zufrieden sein ist ja immer eine Form der Ungeduld. Von daher braucht es Geduld

  • Der Buddha als Mensch?

    • void
    • 28. März 2026 um 12:48
    Igor07:

    Ich wollte hier den Buddha als den realen Menschen präsentieren und so darstellen, also ich wollte ihn ent-schlei-ern. So, wenn er nach der Geburt sofort redet oder wenn der Buddha das Wasser nach allen Seiten zurückgehen lässt, so schafft er es, wie spielerisch irgendwelche Könige durch die übernatürliche Kraft der Hitze zu überwältigen – das alles und noch mehr perlt an mir hier ab.
    Aber der reale Mensch mit den Fehlern, der nicht vollkommen ist, das macht den Buddha für mich sehr anziehend und echt sympathisch.
    KI als sehr dummes Sprachpaket tut und fabuliert es, wie es will, es "kann" nicht anders, als das Wort „Verehren“ benutzen.
    Aber der normale sterbliche Mensch kann nur den Gott verehren, aber keinen lebendigen Menschen, der unter sehr schweren Schmerzen leidet und trotzdem die ganze Menschlichkeit aufbewahrt und auch nicht verliert.
    Diesen Menschen bewundere ich, aber von „Verehren“ in diesem Zusammenhang kann keine Rede sein.

    Im Christentum gibt es den konkreten leidenden Jesus und den abstrakteren Gott, der all die geschätzten Attribute ( Liebe, Weisheit, Geduld) verkörpert.


    So einen ähnlichen Übergang vom Konkreten zum Abstrakten gab es ja auch im Buddhismus.


    Als Gautama Shakyamuni starb, versuchte man die individuelle Person - also dass er als Krieger aufwuchs, einem bestimmten Klan angehörte, einen Sohn hatte, einen bestimmten Charakter hatte - von dem zu trennen was ihn als Lehrverkünder ganz abstrakt "ausmacht".


    Im Palikanon im Buddhavaṃsa gibt es eine Aufzählung von Lebensgeschichten von 28 Buddhas. Das ist Teil eines Prozesses in dem "der Buddha" nicht mehr Shakyamuni ist sondern das was diese gemeinsam haben. "Buddha" wird von einem Menschen zu einer Abstraktion. Die Biographien sind generisch. Jeder Buddha hat einen anderen Hintergrund, aber er lehrt die gleiche Lehre, verkörpert die gleichen Eigenschaften. Auch wenn die Anzahl der Anhänger variiert, der Name der Hauptschüler oder die Baumart unter der die Befreiung erlangt wird.

  • Ist der Buddhismus eine Wissenschaft?

    • void
    • 28. März 2026 um 08:54
    pano:

    Insofern würde ich eher die Frage stellen, was hat Buddhsmus mit Wissenschaft gemein, was der Buddhist oder ein Wissenschaftler in einer Religion suchen könnte? Und ich glaube das sind (a) methodischer Ansatz zum Erkenntnisgewinn (b) der menschliche Geist als Studienobjekt (parallele zur Psychologie) (c) Ethik als Studienobjekt.

    Die Kernfrage von der Buddha ausging war ja "Was ist Leid(Dukkha) , wie entsteht es, und wie kann man es beenden?" Von daher könnte man ihn als Dukkologen bezeichnen.


    Zu den von dir betrachteten Gebieten kam er erst - vielleicht so wie sich ein Schmetterlingsforscher um seinem Gegenstand gerecht zu werden auch mit Blumen beschäftigt.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 27. März 2026 um 16:53
    ewald:

    Deine Beispiele wirken auf mich eher verwirrend als Klarheit schaffend, haftet ein dementer Mensch nicht an?

    Mir ging es um Folgendes: Qualia fokussierte in seinem Denken auf die sozialen Rollen die wir spielen - wer wir so denken dass wir sind und wie wir dementsprechend handeln. Um das zu reaktivieren, kam ich auf Menschen, die ihre Identität und Rolle im Leben abhanden gekommen ist. Sie sind wie Schauspieler denen ihr Text abhanden gekommen ist. Dennoch, so möche ich betonen sind da natürlich all die basalen Vorlieben und Abneigungen, Anhaftungen. Die soziale Rolle - so folgere ich - ist eher nur die äußere Schicht.


    In diesem Punkt bin ich mich mit Qualia uneins. Ich verstehe ihn so, dass für ihn das "menschliche Tier" gegeben ist und nur die falschen Konzepte die man über sich macht, Verblendung sind.

  • Ist der Buddhismus eine Wissenschaft?

    • void
    • 27. März 2026 um 08:02

    Das Ziel von Wissenschaft ist, systematisch Wissen zu gewinnen. Der Buddhismus hat weder dieses Ziel noch genügt er wissenschaftlichen Kriterien.


    Was der Buddhismus mit vielen Wissenschaften gemeinsam hat, ist das empirische Vorgehen - der eigene Geist wird untersucht.Der eigenen Erfahrung wird gegenüber Abstraktionen ein wichtiger Platz eingeräumt

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 26. März 2026 um 16:54
    Qualia:

    Wenn ein Mensch, fest überzeugt ist, etwas zu sein, dann verlangt er, so behandelt zu werden. Er will von keinem hören, dass er nicht so gesehen wird, wie er sich sieht.

    Ich glaube, da denken wir verschieden. Das soziale ist ja nur eine Schicht. Man stelle sich einen pünktlichen Beamten vor, der stolz auf seine Leistung und seine Familie ist. Und dann wird er dement , vergißt dass er Beamter war, was sein Job war und seine Kinder und sein Name. . Und der christlichen Putzfrau daneben geht es genauso. Auch die vergisst ihren Namen, ihre Rolle, ihren Gott. Beide haben ihre soziale Identität verloren - sind nur mehr fühlende Menschenwesen.


    Aber dies ist dich nur die äußerste Schicht dessen was wie sind. Darunter - unserer sozialen Tünche beraubt - sind wir doch vielleicht von Identität und Rolle befreit - aber nicht von unseren Strebungen. Auch als reines Menschentier können wir gütig oder bissig, garstig oder zahm sein. Von daher sprach Buddha von der Zähmung des Elefanten.


    Habe ich dich richtig verstanden standen?

    In diesem Punkt denken wir wohl sehr anders.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 26. März 2026 um 08:21
    Qualia:

    Anhaften ist kein Problem, Dukkha erscheint, wenn man an dem, an dem man Anhaften festhält, und es als mein, ich bezeichnet.

    Wenn man unter "Anhaften" ganz allgemein ve steht, dass man von etwas nicht los kommt, dann hast du vielleicht recht. Man kann sich einen Süchtugen vorstellen, der zwar abhängig ist, aber keine Identität aus seiner Sicht zieht.


    Aber der buddhistische Begriff Upādanā - der mir Anhaften übersetzt wird bedeutet doch "

    Klammern, Ergreifen: Dummerweise an etwas festhalten, das heißt, es als "Ich" oder "Mein" zu betrachten; Dinge persönlich nehmen."


    Das Festhalten und als mein, Ich bezeichnen, ist also in dem Begriff drin.

  • Der Buddha als Mensch?

    • void
    • 25. März 2026 um 13:24

    Die Frage dieses Threads war:

    Zitat

    Was ist für euch Buddha? Der Heilige, wie Jesus, oder der Mensch, der wie wir alle sterben wird?

    Und gibt es neben der Antwort "ein Mensch" oder "ein Heiliger" als dritte mögliche Antwort, die in Buddha eine Manifestation von Buddhaschaft - von der Realität selbst ohne Verblendung zu sehen. Um der Gefahr vorzubeugen, von jemand verstanden zu werden, verwendet Qualia hier den Kantschen Begriff des "a-priori". Dies verwirrt und ist der Kommunikation abträglich. Aber es ist doch eine Antwort auf die in den Thread gestellte Frage "was ist Buddha für euch."

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 24. März 2026 um 21:56
    ewald:

    Warum kann man sich mit dem, was unabänderlich gegeben ist nicht Identifizieren?


    Bin seit Jahrtausenden als Mensch geprägt, das lässt sich nicht ändern, aber ich kann es annehmen und sagen, ja ich bin ein Mensch (mit allen Vor- und Nachteilen) und mich mit dem Menschsein identifizieren.

    Ich denke, das Wort "Identifizieren" mehrere Bedeutung. Eine davon ist das was man im Buddhismus als Anhaftung (Upadana) bezeichnet also ein "Festhalten als Eigenes".


    Während man "Identität" auch einfach ganz allgemein ein Gleichsetzten verstanden werden kann. Ich bin 1.80, meine Haare sind leicht grau und Mensch bin ich auch. Dies muß ja kein Anhaften beinhalten.

  • Wer das Leid gewohnt ist, ist mit Glück auch überfordert?

    • void
    • 21. März 2026 um 16:17

    Es gibt eine alte daoistische Parabel Die daoistische Parabel „Der alte Mann an der Grenze verliert sein Pferd“ (

    aus dem Huainanzi:

    Zenblüten:

    Eine alte chinesische Geschichte erzählt von einem Bauern in einem armen Dorf. Er galt als reich, denn er besaß ein Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte.


    Eines Tages lief ihm sein Pferd davon. Seine Nachbarn riefen, wie schrecklich das sei, aber der Bauer meinte nur: „Vielleicht.“

    Ein paar Tage später kehrte das Pferd zurück und brachte zwei Wildpferde mit. Die Nachbarn freuten sich alle über sein günstiges Geschick, aber der Bauer antwortete erneut: „Vielleicht.“

    Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, eines der Wildpferde zu reiten. Das Pferd warf ihn ab und er brach sich beide Beine. Die Nachbarn bekundeten ihm alle ihr Mitgefühl für dieses Missgeschick, aber vom Bauer hörten sie wieder nur ein: „Vielleicht.“

    In der nächsten Woche kamen Rekrutierungsoffiziere ins Dorf, um die jungen Männer zur Armee zu holen. Ein Krieg mit dem Nachbarkönigsreich bahnte sich an. Den Sohn des Bauern wollten sie nicht, weil seine Beine gebrochen waren.

    Als die Nachbarn ihm sagten, was für ein Glück er hat, antwortete der Bauer: „Vielleicht.“

    Alles anzeigen

    Er traut also weder dem vermeintlichen Glück noch dem verbindlichen Unglück sondern bewahrt sich eine Offenheit.

  • Wo fängt das Aussen an?

    • void
    • 20. März 2026 um 21:15
    Anna Panna-Sati:

    .Schließen sich mehrere Zellen letztlich zu einem mehrzelligen Lebewesen zusammen, führt jede einzelne Zelle ein "Doppelleben":

    - ein unabhängiges, das der eigenen Entwicklung dient und

    - ein weiteres als integraler Bestandteil eines größeren/vielzelligen Organismus

    Die nächste Stufe ist, dass sich dann wiederum mehrzellige Organismen zu einer größeren Einheit zusammenschließen. Am bekanntesten sind ja Bienen und Ameisen. Da kann dann das was die Einheit formt z.B in Duftsignalen und Tänzen liegen.


    Es gibt Theorien die den Ursprung der Religion darin sehen, Menschen zu einer Einheit zu formen. In Jagttänzen, wo sich alle zu einer Einheit formen( zum großen Jäger der in und zwischen allen ist ) was dann bei der Jagd dazu führt das alle ohne Sprache ans Einheit funktionieren. So wie die Pheromone der Ameisen zum synchronisierten Verhalten bringen - dazu die Larven an die Sonne zu bringen oder bei Regen hereinzubringen - ist dann ein Kriegsgott wie Mars etwas was eine gemeinsame Kampfstimmung erzeugt. Es liegt dann in der Natur solcher Phänomene dass sie gleichzeitig innen und außen sind.

  • Bitte um Überprüfung

    • void
    • 20. März 2026 um 11:56
    Monikamarie:

    Meiner Erfahrung nach nicht, lieber Void, bei einem Hörsturz bekommt man u.U. Gleichgewichtsstörungen.

    Liebe Grüße Monika _()_

    Ja sicher - weil der Gleichgewichtssinn im Ohr ist.


    Für mich ist die Einteilung der Skandhas eine Einteilung dessen welche Sinnesempfinfung sie hervorbringen.


    Es gibt ja auch Leute die lernen ähnlich wie Fledermäuse, mit dem Ohren zu sehen ( Klicksonar)

    Anderes Sehen:

    Klicksonar funktioniert ohne Hilfsmittel. Es ist die Nutzung von Echos selbsterzeugter Töne. Der Ton eines Zungenklicks (Schnalzen) wird von umliegenden Objekten als Echo zurück geworfen. Das Gehirn lernt durch Hören und Begreifen in wenigen Tagen, diese Echos einzuordnen, zu differenzieren und bald auch zu kombinieren. Das braucht kein Studium, aber einige Übung. Es ist eine völlig einfache Methode, die eine bereits bei jedem Menschen angelegte Fähigkeit der Wahrnehmung nutzt. Am Ende steht ein dem Sehen ähnlicher Vorgang räumlicher Orientierung mit weitreichenden Möglichkeiten für blinde Menschen.

    In diesem Fall würde man dies - da es zu einer Wahrnehmung des Sehens beiträgt - dem Auge zuschlagen.

  • Bitte um Überprüfung

    • void
    • 20. März 2026 um 11:30
    Benderson2:

    Im Deutschen wird Sotāpanna meistens mit ‚Stromeingetretene/-r’ übersetzt, Stromeintritt heißt in Pali ‚Sotāpatti’. In der Bildersprache des Buddhismus ist ‚Samsara’ das diesseitige (mit Leiden behaftete) Ufer, ‚Nirwana’ (‚Nibbāna’) das jenseitige (leidfreie) Ufer.


    Im Begriff Sotāpanna steht der Fluß für den Weg zur Befreiung während im Gleichnis mit dem Floß im Alagaddupama Sutta der Fluß für Samsara steht. Bei dir klingt es so, als handle es sich um den selben Fluß.

  • Bitte um Überprüfung

    • void
    • 20. März 2026 um 11:17
    Zitat

    Der materielle Körper, einschließlich der sechs Sinnesorgane der buddhistischen Philosophie: Auge, Ohr, Nase, Zunge, Tastsinn und Denkorgan. (Anmerkung des Autors: Das Ohr schließt sicher auch das Gleichgewichtsorgan mit ein.)

    Das Gleichgewichtsorgan trägt nicht zu der Erfahrung des Hörens bei. Ich würde es eher beim Tastsinn einordnen.

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 20. März 2026 um 07:40

    Hier ist ein Beispiel dafür, wie genau die gleiche Szene in einem Film durch unterschiedliche Filmmusik als Teil einer ganz anderen Stimmung wahrgenommen wird.


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    Es wird zum Bruchteil einer ganz anderen Geschichte

  • Lehren/Philosophien = Narrative

    • void
    • 20. März 2026 um 07:37

    Wir erzählen uns selber nicht nur auf so einer biographischen Ebenen Geschichten sondern im ganz kleinen. Schon dass was wir als unmittelbares Gefühl erleben kann schon eine "Geschichte" - also eine Konstruktion und Interpretation sein.


    Die Psychologen Schachter und Singer kamen zu einer zwei Faktoren-Theorie der Emotion. Sie besagt, dass ein Gefühl aus zwei Komponenten besteht: Erstmal einem körperlichen Abteil und dann aus ein kognitiven Bewertung.


    Diese Theorie wurde 1974 "Capilano Suspension Bridge Studie“ getestet, wo geschaut wurde, ob Menschen die physiologische Erregung (wie Herzklopfen oder zittrige Knie), die eigentlich durch Angst verursacht wird, fälschlicherweise als romantische oder sexuelle Anziehung interpretieren. Wenn einem wegen der Hägebrücke der Puls rast, kann man gebeugt sein, dies als sexuelle Anziehung zu interpretieren.


    Dies ist natürlich ein etwas bizarres Beispiel. Aber was mir ja doch häufig passiert ist, dass mich ein znfitter körperlichen Zustand dazu bringt z.B Sorge hineinzuunteroretieten und diese Sorge-Interoretation dann dazu führt such Sorge-Inhalte zu suchen. Ich aber auch einfach über den köroerlichen Zustand eine andere Geschichte druberleven könnte ( Ich habe mich gestern verausgabt und zu schlecht geschlafen) die zu ganz anderen Schlüssen führt.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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