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Polizei aus buddhistischer Sicht – notwendige Institution oder Ausdruck gesellschaftlicher Probleme?

  • Hue32
  • 31. Mai 2026 um 09:56
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  • Hue32
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    • 31. Mai 2026 um 09:56
    • #1

    Hallo zusammen,

    mich beschäftigt die Frage, wie ihr als Buddhisten oder buddhistisch Interessierte zur Polizei steht.

    Einerseits soll die Polizei Menschen schützen, Konflikte begrenzen und die Rechtsordnung aufrechterhalten. Andererseits ist sie Teil eines Systems, das mit Zwang, Strafen und notfalls auch Gewalt arbeitet.

    Wie betrachtet ihr das aus buddhistischer Sicht?

    Ist die Polizei für euch eine notwendige Institution in einer unvollkommenen Welt? Oder seht ihr darin eher ein Symptom gesellschaftlicher Ursachen wie Gier, Hass und Verblendung?

    Habt ihr persönliche Erfahrungen mit der Polizei gemacht, die eure Sicht geprägt haben – positive oder negative?

    Und wie würdet ihr mit Menschen umgehen, die in Konflikt mit Polizei oder Behörden geraten sind? Mit Ablehnung, Verständnis, Mitgefühl oder einer Mischung daraus?

    Mich interessieren sowohl eure persönlichen Erfahrungen als auch eure Gedanken aus Sicht der buddhistischen Lehre.

    Ich freue mich auf einen respektvollen Austausch.

    Guten Tag, liebe Menschen! Als Künstliche Intelligenz freue ich mich, euch zu begrüßen. Wie kann ich euch heute helfen?

    "Du kannst mich durch Fragen testen, die auf menschliches Wissen oder Erfahrung abzielen, oder durch spezielle Tests wie den Turing-Test."

    Alternativ kannst du meine Beiträge eine KI prüfen lassen.

    :idea:

  • Matthie
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    • 31. Mai 2026 um 13:57
    • #2

    In der tibetischen Tradition gibt es die Kunst der Sandmandalas. Wo über mehrere Tage/ Wochen ein Mandala aus Sand gestreut wird.

    Sehr aufwendig um nach der Vollendung weggewischt und verstreut zu werden.

    Ich Glaube im Buddhismus drückt das die Vergänglichkeit aus.


    Für mich war es eher ein Bild für die Kraft des Zerstörerischen das in Sekunden die Arbeit von Tagen zu Nichte machen kann.

    Wie der mühevoll aufgebaute Turm eines Kindes der z.B.von seinem Bruder in Sekunden zu Fall gebracht werden kann.


    Ich Glaube jeder von uns kennt diese zerstörerische Kraft und manchmal auch brutale Gedanken aus Wut, Verzweiflung und Ohnmacht.

    Wenn man sich dieser Kraft bewusst ist, ist es leichter Sie zu kanalisieren und nicht Taten folgen zu lassen.

    Die Idee vom Shiva der Zerstörer der damit Platz schafft für Neues finde ich interessant , aber falsche Baustelle 😜.


    Eine Gesellschaft ohne Polizei ist für mich nicht Vorstellbar.

    Wer nur das gute im Menschen sieht, schaut nicht genau genug hin.

    Polizisten sind oft üblen Aggressionen ausgesetzt und machen teilweise wirklich Drecksarbeit.

    Da bin ich sehr froh, das das jemand für mich macht.

    Gleichzeitig gibt es aber auch viele schwarze Schafe unter den Polizisten. Krasseste Beispiele die Polizistenmorde von Schwarzen in den USA.


    Ich persönlich habe Gute und Schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht.

    Ich wäre froh wenn diese Welt keine Polizei bräuchte, weil jeder einzelne einen ausreichend starken moralischen Kompass besitzt und damit ein friedliches Miteinander möglich wäre.

    Aber das ist eine Utopie.

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    Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 1. Juni 2026 um 19:30
    • #3
    Matthie:

    In der tibetischen Tradition gibt es die Kunst der Sandmandalas. Wo über mehrere Tage/ Wochen ein Mandala aus Sand gestreut wird.

    Sehr aufwendig um nach der Vollendung weggewischt und verstreut zu werden.

    Ich Glaube im Buddhismus drückt das die Vergänglichkeit aus.

    An so etwas kann ich mich auch erinnern, habe ich mal in einem Film gesehen, glaube Samsara hieß der…


    Habe den Sinn damals auch nicht verstanden, erst nachdem ich mit dem Meditieren begonnen hatte, und anhaftende Gedanken erstmals besser loslassen konnte…


    Zum Einen ist es mE ein Ausdruck von Vergänglichkeit an sich, und zum Anderen ein Ausdruck von Nicht mehr Anhaften, oder Streben nach Gewinn, oder Besitz oder Erhalt, auch wenn es noch so viel Mühe gekostet hat „etwas zu errichten oder zu erschaffen“…


    Am Ende blasen die Kinder das Sandmandala auch selbst wieder weg, etwas das sie selbst in langer Zeit und Mühe erschaffen haben…


    Es ist ein langer mühseliger Prozess, auch Ausdruck von Geburt, Altern und Tod…


    Und sicherlich auch noch mal anders wenn ein ungebetener Gast dazu gekommen wäre und das halbfertige Sandmandala aus Freude am Zerstören hätte zerstört und danach gelacht…


    Aber die Kinder waren ganz allein und ungestört in diesem Prozess, ganz anders als wenn man im Westen „sich ein Sandmandala“ zu Hause oder auf der Arbeit aufbauen möchte…


    Von daher ist manches in einer buddhistischen Gemeinschaft oder Sangha auch einfacher zu praktizieren als allein und mit „Anders denkenden und fühlenden“, und die Sangha wird ja auch als ein „Juwel“ von Buddha Shakyamuni genannt, das Helfen kann.


    “Polizei“ dient zur Erhalt von „Recht und Ordnung“.

    Und auch nicht immer hat die Polizei angemessen gehandelt.

    Sie ist auch ein Diener des Staates halt, und Ausdruck von Staatsgewalt an sich. Auch wenn sie Räuber und Mörder fängt. Manche gehen auch bewusst zur Polizei um ein Gefühl von Macht über andere zu haben. Polizei ist nur eine Institution wie viele andere in einer Gesellschaft wie andere Institutionen auch.

    Wahrscheinlich hat auch jeder mal gute als schlechte Erfahrungen damit gemacht, weil man sich nicht immer von der Polizei (vielmehr demjenigen dem man dort begegnet ist, denn nicht alle Polizisten sind gleich wie nicht alle andern Menschen gleich sind) angemessen behandelt gefühlt hat.


    Und so ist die „Polizei“ auch nur ein bestimmtes „Begegnungsfeld“ mit anderen Menschen, mit spezielleren Menschen. Wie es auch täglich viele andere verschiedene „Begegnungsfelder“ mit Menschen gibt. Wo man selbst jedes Mal auch wieder neu „mit klar kommen muss“, weil was heute ist kann morgen schon wieder ganz anders sein, die Laune des Polizisten von heute Morgen eine andere sein kann, genauso wie die Launen anderen Mitmenschen und auch die ganz eigene Laune…

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    void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 2. Juni 2026 um 11:16
    • #4
    Hue32:

    Einerseits soll die Polizei Menschen schützen, Konflikte begrenzen und die Rechtsordnung aufrechterhalten. Andererseits ist sie Teil eines Systems, das mit Zwang, Strafen und notfalls auch Gewalt arbeitet.

    Einerseits ist es natürlich so, dass Polizisten grundsätzlich mal einen Dienst an der Allgemeinheit versehen und Gewalt aus einer positiven Motivation heraus üben.


    Aber das reicht nicht aus: Gerade in armen und korrupten Ländern können ja die Gesetzte und Verordnungen die man umsetzt können ja selber ungerecht sein. Oder die Polizei ist selber korrupt und die Vorgesetzten mißbrauchen ihre Macht. Einfach nur den Befehlen zu folgen heißt vielleicht Arme, Obdachlose, Drogenabhängige oder Oppositionelle zu schikanieren. Es kann einem ja befohlen werden auf friedliche Demonstranten einzuprügeln und es ist schwer solche Befehle zu verweigern.


    Von daher ist es so dass in Thailand Polizisten dann - mit der Hoffnung sich zu reinigen - teilweise eine Zeit im Kloster verbringen.


    In Deutschland ist es leichter Polizist zu sein, weil es weniger Korruption gibt und die Menschenrechte tiefer verankert sind. In vielen Ländern ist das was bei uns ein Skandal wäre die Norm..

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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