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Beiträge von Anna-Lyse Dhamma

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 7. Dezember 2025 um 19:54

    Hallo, lieber ewald ,


    hätte da noch einiges zu deinen Äußerungen zu fragen, bzw. anzumerken...

    ewald:

    ...der Glaube eines jeden Einzelnen ist heilig sozusagen.


    Aber ich akzeptiere nicht, wenn einer zu mir sagt, lass Deinen Glauben weg, nimm meinen an, nur so wirst Du selig werden.

    Heilig im Sinne von ehrwürdig, Respekt gebietend, "unantastbar"?


    Die Nichtakzeptanz von (ungefragter, echter) "Missionierung" kann ich nachvollziehen, allerdings liegt bei dir in dieser Hinsicht wohl eine besondere Sensibiliät vor, weil offenbar schon das Argumentieren mit Hilfe/unter Verwendung von Suttas als "übergriffig" erlebt wird.


    Andererseits hast du kein Problem damit, Andersdenkende zu "provozieren", dies dann mit der Rechtfertigung, es sei ja Teil ("deiner") (Zen-) Lehre...?! :?

    ewald:

    Was provozieren angeht, das ist im Zen Teil der Lehre.

    Entscheidend ist wohl - auch im Zen - die Absicht hinter der Provokation...


    ewald:

    für mich gibt nicht das Schriftwerk störrig die Regel vor, das Werk hat noch nie von mir gehört.......

    "Störrische" Vorgabe von Regeln konnte ich bisher noch nie im "Schriftwerk" feststellen....(eher bei "fühlenden Wesen" ;))

    Hältst du dich wirklich für so außergewöhnlich, dass weise Worte, die Millionen Menschen erreichen und heilsame Impulse geben, keinerlei Bedeutung für dich haben?

    ewald:

    ....und so fühle ich mich, als Zen Buddhist dazu verpflichtet, selber Regeln zu erkennen, die für mein Leben gültig sind.

    Das tun doch letztlich alle Übenden auf dem Pfad, in irgendeiner Form - mal mehr, mal weniger.

    Liest man z.B. die Suttas im Palikanon, heißt das ja nicht zwangsläufig, deren Aussagen wortwörtlich zu nehmen und immer 1:1 im eigenen Leben umzusetzen, sondern man prüft sie gründlich (unter Berücksichtigung der Umstände ihres Entstehens) am selbstgelebten Leben, sowie den daraus gezogenen Erfahrungen und bespricht sie mit "Verständigen" (z.B. dem Dharmalehrer).

    ewald:

    Ich habe das Glück im Kloster, in der Sangah auf Menschen zu treffen, die mich darum bitten, sie aufzunehmen und die Regeln mit ihnen zu teilen.

    Äh, "Deine" Regeln?? :o

    ewald:

    Das ist mit, wenn Du Buddha trifft, töte ihn, gemeint, gehe selbstständig den Weg, entscheide selber und brauche keine Krücken wie das Schriftwerk, an dem Du anhaftest.

    "Krücken" /"geschickte Mittel" (Upaya kaushalya) nutzt man vernünftigerweise i.d.R., für eine gewisse Zeit - eben solange man sie benötigt - und lässt sie dann los...

    (Regeln sind dementsprechend Hilfsmittel, nicht das Ziel.)


    Anhaften kann man ja nicht nur an schriftlich dargelegten Lehren, Regeln, Riten, sondern vorwiegend auch an "eigenen" Identifikationen.

    ("Ich als Zen-Buddhist" / "mein" Leben" / die für "mich" passenden Regeln....). :shrug:


    Regeln könnte man als "Geländer am Weg" betrachten, die halten, bis das Gehen sicherer, freier wird und als Maßstab für ihre Anwendung dient die Untersuchung, ob ihre Einhaltung schlussendlich zu weniger Gier, Hass und Verblendung führt.


    Liebe Grüße, Anna _()_:heart::)

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 5. Dezember 2025 um 15:17
    ewald:

    Wer provoziert....

    Eine Frage, der man - gerade innerhalb des Thread-Themas - nachgehen könnte:

    Warum verspürst du denn überhaupt das Bedürfnis, zu provozieren, lieber ewald ? :?


    ------


    Ein älterer Artikel, den ich kürzlich in der "Buddhismus Aktuell" las, motiviert mich dazu, neben der Untersuchung der individuellen Selbstbezogenheit, auch einen Blick auf die kollektive Selbstbezogenheit zu werfen.


    Es handelt sich dabei sozusagen um eine erweiterte Form der Selbstbezogenheit ( die man vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hat), beschreibt der Zen-Priester (Pädagoge, Doktor der Philosophie, Schriftsteller) Brian Daizen Victoria:


    Das Anhaften an einem kollektiven Ego......


    Im Gegensatz zur individuellen Selbstbezogenheit, die sich auf das "eigene Ich" konzentriert, zeichnet sich die kollektive Selbstbezogenheit durch (oft übermäßige) Fokussierung auf die "eigene Gruppe" aus, z.B. die Nation, der man sich zugehörig fühlt, die Kirche, usw. ...


    Nachfolgend einige Zitate aus dem Artikel:

    (https://buddhismus-aktuell.de/onlineartikel/…von-buddhaland/)

    Zitat

    In einer kürzlich gehaltenen Vorlesung über den Krieg in der Ukraine stellte John Mearsheimer, ein Politikwissenschaftler an der Universität von Chicago, fest, dass der Nationalismus heute die vorherrschende Ideologie in der Welt ist.


    Als ersten Schritt zur Untersuchung dieses Themas sollten wir uns vergewissern, dass wir alle eine gemeinsame Definition für den Begriff „Nationalismus“ haben. Laut Merriam-Webster ist Nationalismus:

    Zitat

    Loyalität und Hingabe an eine Nation, insbesondere ein nationales Bewusstsein, das die eigene Nation über alle anderen erhebt und den Schwerpunkt auf die Förderung ihrer Kultur und Interessen im Gegensatz zu denen anderer Nationen oder supranationaler Gruppen legt.

    Merriam-Webster

    Danach schildert der Autor den Einsatz des Buddha Shakyamuni für Frieden, der nicht immer erfolgreich verlief...

    Zitat

    Erstens ist es klar, dass der Buddha nach seinem Erwachen eine aktive Rolle in den Angelegenheiten der Welt um ihn herum übernahm.

    Obwohl er nicht immer erfolgreich war, hat er sich bemüht, den Ausbruch von Kriegen zu verhindern.

    ....und setzt dagegen:

    Zitat

    Wie viele Buddhist:innen wären trotz ihres Gelöbnisses, keinen Schaden anzurichten, bereit, die Zerstörung ihrer Heimat durch eine einmarschierende Armee zuzulassen, wenn sie in der Lage wären, dies zu verhindern?


    Wie die weitere buddhistische Geschichte zeigt, gab es viele Buddhist:innen, sowohl Mönche als auch Laien, die Gewalt angewendet haben, um ihre Heimat zu verteidigen, wobei sie sich oft auf die buddhistischen Lehren beriefen, um ihr Handeln zu rechtfertigen.


    Zitat

    Auf dem Weg zu einem tieferen Verständnis der „Nicht-Anhaftung“ an das Selbst

    Ausgehend von den obigen Ausführungen behaupte ich, dass es in der gesamten buddhistischen Welt seit langem ein grundlegendes Missverständnis der „Selbstlosigkeit“ oder der Nichtanhaftung an das Selbst oder das Ego gibt und auch weiterhin geben wird, insbesondere in Bezug auf den Staat.


    Der einzelne Anhänger, die einzelne Anhängerin des Buddhismus, ob Mönch oder Laie, identifiziert die Selbstlosigkeit des Individuums nur allzu leicht mit dem Staat, wie er im modernen Nationalismus verstanden wird.

    Allzu viele, wenn nicht sogar die Mehrheit der Buddhisten glauben, dass sie die Anhaftung an das Selbst transzendiert (oder die Ichlosigkeit verwirklicht) haben, wenn sie ihren Glauben mit dem Staat identifizieren, ohne zu verstehen, dass der Staat in Wirklichkeit das kollektive Ego seiner Bürger darstellt.


    Mit anderen Worten: Ist die Identifikation mit dem Staat ohne wesentliche Einschränkung nicht repräsentativ für die kollektive Selbstbezogenheit oder den Egoismus seiner Bürger?


    Mit anderen Worten, sie haben nicht verstanden,

    dass der Buddha mārga (Pfad) nicht nur die Überwindung der Anhaftung an das individuelle Ego erfordert, sondern


    darüber hinaus auch die Nichtanhaftung an das kollektive Ego des eigenen Staates/der eigenen ethnischen Gruppe oder überhaupt an eine begrenzte Gruppe.

    Alles anzeigen

    Wie seht IHR das?


    Zitat

    Erst kürzlich, am 18. Juli 2022, erklärte UN-Generalsekretär António Guterres den Ministern aus 40 Ländern, die sich zur Erörterung der Klimakrise trafen:


    „Wir haben eine Wahl. Kollektives Handeln oder kollektiver Selbstmord.“


    Selbst auf der Ebene des individuellen Eigeninteresses ist also klar, dass die Zusammenarbeit aller zum Wohle aller die einzige Möglichkeit für die Menschheit ist, auf diesem sich rasch erwärmenden Planeten mit begrenzten Ressourcen zu überleben, der immer noch unter der allgegenwärtigen Gefahr eines Atomkriegs und des möglichen Aussterbens der menschlichen Spezies lebt.

    :like:_()_

    Zitat

    Wenn man mich also fragen würde, ob ich es wirklich für möglich halte, dass Buddhist:innen die Führung bei der Ablehnung der Anhaftung an das kollektive Ego mit allem, was dies mit sich bringt, übernehmen können, müsste ich antworten: „Ich weiß es nicht.“


    Jede und jeder, ob Buddhist:in oder nicht, die oder der versucht, sich für das Wohl aller fühlenden Wesen einzusetzen, wird unweigerlich als „unpatriotisch“ oder gar als „Verräter“ bezeichnet und behandelt, besonders in Kriegszeiten.

    Zitat

    Bodhisattvas, zumindest in der Mahayana-Tradition, erkennen von vornherein, dass ihre Gelübde unmöglich zu erfüllen sind.


    Sie erkennen auch, oder sollten zumindest erkennen, dass, wenn Selbstaufopferung notwendig wird, diese so weit wie möglich

    zum Wohle aller fühlenden Wesen erfolgen muss und nicht zum kollektiven Ego der eigenen Nation oder Gruppe.

    Dennoch geloben Bodhisattvas, ihre Gelübde zu erfüllen. Mögen es noch viele, viele mehr sein, die das tun, nicht zuletzt, weil die Zukunft der Menschheit davon abhängen kann.

    Quelle: https://buddhismus-aktuell.de/onlineartikel/…von-buddhaland/


    Eure Meinung dazu?


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Brennende Augen während der Meditation

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 5. Dezember 2025 um 14:45

    Hallo Kokujin ,


    herzlich willkommen im Forum. :)


    Eine weitere Ursache (außer den hier schon genannten) deiner Beschwerden könnte sein, dass du - eventuell unbewusst - die Augenmuskulatur (z.B. durch Konzentration auf einen Punkt) überanstrengst oder auch der Versuch, die Augenmuskulatur bewusst ruhig zu halten - beides führt ggf. zu Verspannungen.


    Kommt dann noch die bei einer Meditation verminderte Lidschlagfrequenz hinzu, welche die Augen austrocknen lässt, werden sie brennen und tränen...


    Hoffe, du kannst das Problem lösen. _()_


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 4. Dezember 2025 um 19:41
    mukti:

    Das Wohlwollen im Buddhismus ist offenbar ein Wert, der ihn von der AFD unterscheidet, indem es allen Wesen gleichermaßen gilt.

    Dieser Aussage kann ich mich anschließen, danke, lieber mukti ! _()_

    Michael Haardt:

    Wohlwollen? Bei den Altparteien ebenfalls nicht zu erkennen.

    Also darüber könnte man jetzt trefflich streiten, lieber Michael Haardt , weil sich die Wahrnehmungen da sicherlich sehr unterscheiden...


    EINE Partei hob sich m.E. - zumindest in früheren Jahren - angenehm von den übrigen ab, indem sie den Fokus besonders auf unser aller Lebensgrundlagen und ihre zunehmende Zerstörung richtete, Klimaschutz, Naturschutz, Umweltschutz, Tierschutz usw. - darin kann man schon viel Wohlwollen (für alle Wesen) erkennen.

    (Auch im demonstrierten Pazifismus, der allerdings in den letzten Jahren schwere Dämpfer erhielt...:()


    Aber den anderen Parteien würde ich Wohlwollen ebenfalls nicht rundweg absprechen wollen, es zeigt sich halt nur nicht so umfassend, wie es wünschenswert wäre ....


    Anmerkung: Der Begriff "Altparteien" stößt mir hier jedoch sehr unangenehm auf- vielleicht könnte man da einen alternativen Terminus vorziehen?

    Zitat

    Altpartei ist ein Schlagwort, das primär zur Diskreditierung des politischen Gegners verwendet wird (Stigmabegriff). Der Ausdruck wird in jüngerer Zeit häufig im Kontext des Aufstiegs des Rechtspopulismus und der AfD gebraucht. Dabei lassen sich hauptsächlich zwei Gebrauchsvarianten beobachten:


    Einerseits richtet sich der Ausdruck in abwertender Weise gegen etablierte Parteien, andererseits taucht er oft in sprachkritischen Kontexten auf, wo seine Verwendung und seine Sprecher kritisiert oder diskreditiert werden.


    Historisch ist der Ausdruck in verschiedenen anderen politischen Konstellationen anzutreffen, mit teilweise vom heutigen Gebrauch stark abweichenden Verwendungsweisen.


    Im Kontext des deutschen Parteiensystems werden gegenwärtig primär die Parteien als Altpartei bezeichnet, die schon vor 1990 die (westdeutsche) politische Landschaft prägten: CDU/CSU, SPD und FDP, mit Einschränkungen auch die Grünen. Auch die Linke wird dieser Gruppe manchmal in abwertender Absicht zugerechnet, versteht sich aber selbst als Oppositionspartei.


    https://diskursmonitor.de/glossar/altpartei/

    Alles anzeigen


    Liebe Grüße, Anna _()_:heart::)

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 3. Dezember 2025 um 16:58

    Hallo, lieber ewald ,


    wir entfernen uns gerade etwas vom Thema*, aber ich möchte dennoch auf einen Auszug deines Beitrages eingehen...


    (* Vorschlag: Eröffne doch einen Thread zum Thema Kompatibilität Buddhismus/Christentum im Unterforum "Buddhismus kontrovers".;))

    ewald:

    Das mag sein, dass Buddhisten im Westen, die aus einer christlichen Tradition kommen, gerne an den Vorzügen einer monotheistischen Religion festhalten, aber erstens ist der Buddhismus keine Religion und zweitens nehme ich auf ursprünglich falsche Haltungen keine Rücksicht, Buddhas Lehre ist verbindlich im Buddhismus.

    Der Buddhismus gilt im Allgemeinen als "nicht-theistische Erfahrungsreligion" (aber das nur am Rande...), insofern mögen auch verschiedene buddhistische Schulen - insbesondere die Zen-Tradition - durchaus kompatibel mit dem Kern christlicher Lehren sein.

    Schlussendlich geht es um die Wahrheit(en)....


    Hier wird das Thema kurz angerissen:


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    Im Übrigen hält der Buddha, laut vieler Suttas im Palikanon, mehrfach "Zwiesprache" mit göttlichen Wesen (Devas) und letztlich ist es ein "Gott", Brahma Sahampati, der den Buddha dazu bewegt, aus Mitgefühl für die leidenden Wesen, seine Lehre weiterzugeben und so in der Welt zu verbreiten.


    (Man kann jetzt spekulieren: Hätte der Buddha, ohne "göttlichen Beistand", weiterhin nur - von außen betrachtet - "egoistisch" seine Leidlosigkeit genossen, sich des "überweltlichen Glückes" erfreut, bis hin zu seinem natürlichen Tod?)


    Zitat

    Maha Vagga I.1.3.:


    5. Nachdem sieben Tage vergangen waren, erhob sich der Erhabene aus der Ver­senkung und ging vom Fuß des Feigenbaumes „Ziegenhirt“ zum Baum „Muca­linda“.


    Dort angekommen, saß er am Fuß des Mucalindabaumes [11] sieben Tage mit verschränkten Beinen und erlebte das Glück der Erlösung.


    .......

    „Alleinsein ist Glück beim Zufriedenen,
    der die gehörte Wahrheit erschaut.
    Glück ist Freisein von Bedrückung in der Welt
    und Selbstbeherrschung gegenüber Lebewesen.
    Glück ist Gierlosigkeit in der Welt,
    das Überwinden von Begierde.
    Die Beseitigung der ‘Ich bin’-Einbildung ist höchstes Glück.“


    https://www.palikanon.com/vinaya/1-mvg/mv01_01_01-06.html

    Alles anzeigen

    Die ursprüngliche Selbstgenügsamkeit des Buddha scheint sich nachfolgend in "Selbstbezogenheit" eines (erkannt) "Ich-/Selbstlosen" zu wandeln....?


    (So interpretiert wirkt das ziemlich paradox, aber wie sonst soll man den Gedanken des Buddha verstehen, dass er "Erschöpfung" und "Quälerei" für sich "fürchtet"? -

    Ein Leidbefreiter, der "Quälerei" fürchtet? (::?)

    Zitat

    Würde ich diese Lehre aufzeigen, würden andere mich nicht verstehen. Das wäre für mich Erschöpfung, das würde [nur] Quälerei für mich sein.


    Und so kamen spontan dem Erhabenen folgende Verse [in den Sinn], die vormals noch nie zu hören waren:


    „Was unter Mühen ich erlangt – Genug! Wozu verkündigen?
    Von Gier und Hass Befallene – nicht versteh’n sie diese Lehre.
    Führt gegenströmig, feinsinnig, subtil, tiefgründig, schwer zu sehn,
    unsichtbar für Begehrende, ist von Finsternismassen versperrt.“


    Als er eben so darüber nachdachte, neigte sich der Geist des Erhabenen zur Gleichgültigkeit und nicht zur Darlegung der Lehre. ........

    (MV.I.1.5)

    Alles anzeigen

    Brahma Sahampati ermutigt den Buddha 3 x , bevor dieser - aus Mitgefühl (mit den Anderen!) - endlich den Entschluss fasst, den Dhamma zu lehren.

    Man könnte also Brahma Sahampati gewissermaßen als eine Art Impulsgeber oder "Katalysator" für die Entscheidung, zu lehren, sehen.

    Zitat

    .... Da erkannte der Erhabene die dringende Bitte des Brahma und Mitgefühl mit den Wesen stieg auf und mit den Augen eines Erwachten betrachtete er die Welt. *

    Und als der Erhabene so mit den Augen eines Erwachten die Welt betrachtete, sah er: ‘Es gibt Wesen mit wenig beschränktem Geist,..........

    * Offenbar ist der Erhabene erst nach der Bitte des Brahma vollständig erwacht oder wie ist es zu verstehen, dass er zuvor anscheinend die Welt mit anderen Augen betrachtete...? :shrug:


    ewald:

    Nun ist Schweigen im Walde, denn das Christentum infrage stellen ist auch in dem im Westen beheimatetes Buddhaland ungeschickt.

    Darum geht es erstens in diesem Thread nicht und zweitens kannst du im Forum grundsätzlich keine "postwendende" Antwort erwarten - jeder schreibt dann, wenn er Zeit hat und motiviert ist.

    Ziemlich oft bleiben Kommentare auch einfach so stehen...

    ewald:

    Ich als Zen Buddhist.....

    Starke Identifikation mit "deiner" buddhist. Richtung (welche du ja auch nach "eigenem "Gutdünken" auszulegen scheinst...) ?


    Aufgrund dessen vollziehst du dann recht harte und kompromisslose Abgrenzungen - kann man machen, muss aber nicht unbedingt sein, in Zeiten, wo sich - zumindest in Deutschland - Religionen und Spiritualität auf dem Rückzug befinden....

    ewald:

    Ich werde als Zen Buddhist das Verherrlichen von Jesus nicht akzeptieren.

    Erwartet doch niemand - schließlich akzeptierst Du ja nicht mal die Verehrung des Buddhas....:buddha:8)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Buddhistische Werte vs. AfD

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 1. Dezember 2025 um 15:52

    Mal eine kurze Zwischenfrage:


    Gilt dieser Auszug aus den Nutzungsbedingungen jetzt nicht (mehr)? :?

    Zitat

    Keine Diskussionen zu politischen oder religiösen Themen.


    Es gibt geeignete Plattformen (im Internet) um die eigenen Ansichten und Überzeugungen mit anderen zu diskutieren, unser Forum ist dafür nicht der angemessene Ort.

    Vermutlich ist eine bestimmte Art von Politdiskussionen gemeint, nicht - wie in diesem Thread - die Gegenüberstellung von buddhistischen Werten und dem Parteiprogramm einer Partei, die, derzeitigen Umfragen zufolge, gerade bei einer Bundestagswahl die meisten Stimmen bekäme....?


    Bundestagswahl: Wahlumfrage vom 28.11.2025 von INSA | Sonntagsfrage #btw2025
    Auswertung der Wahlumfrage, Sonntagsfrage vom 28.11.2025 von INSA zur Bundestagswahl mit Koalitionen, dem Umfrageverlauf und Vergleich mit dem Wahlergebnis…
    dawum.de
    Michael Haardt:

    Ich nehme vielerorts AfD-Bashing als gemeinschaftsbildenden Groll wahr, der es auf einfachste Weise ermöglicht, sich als moralisch fortschrittlich zu erheben und von AfD-Wählern zu separieren, ohne sich mit den realen Problemen als Ergebnis der vergangenen Politik befassen zu müssen.

    Ja, das kann man wohl so sehen, aber umgekehrt "basht" die AfD ebenso permanent Andersdenkende und zieht durch populistische Äußerungen (Übertreibungen, Lügen, Unterstellungen, usw.) insbesondere Verunsicherte/Wankende auf ihre Seite.


    Die "realen Probleme als Ergebnis der vergangenen Politik" zu sehen ist eine Schuldzuschreibung, die niemanden wirklich weiterbringt und außerdem das Positive, was erreicht wurde, total ausklammert.


    Für die weltbewegenden Probleme wie Klimawandel, Kriege, Ressourcenverknappung, Seuchen/Pandemie, Überbevölkerung, usw., gibt es nunmal keine Patentlösungen....und jede Wirkung erzeugt auch Nebenwirkungen. (Im Krieg nennt sich das "Kollateralschaden"...)

    KarmaHausmeister:

    Es gibt einen Unterschied zwischen Bashing und demokratischer Abwehr:

    Bashing ist pauschales Beschimpfen, Abwerten von Wähler:innen, Selbstvergewisserungs-Groll.

    Demokratische Abwehr ist nüchterne Auseinandersetzung mit Programmatik, Rhetorik und Zielen einer Partei, die demokratische Prinzipien relativiert oder untergräbt.

    Danke, lieber KarmaHausmeister , für die Unterscheidung und Erläuterung der Begriffe.

    Ein Problem besteht darin, dass die "Nüchternheit" in politischen Debatten selten gegeben ist....

    JoJu91:

    "Versuche, einen Tag in der Woche Dich hineinzuversetzen in einen AfD-ler, so zu denken, fühlen, leiden wie ein AfD-ler"


    Und für die AfD-ler würde gelten:

    "Versuche, einen Tag in der Woche Dich hineinzuversetzen in einen Links-Grün-Woken, so zu denken, fühlen, leiden wie ein Links-Grün-Woker

    :like::)

    Warum nur ein Tag pro Woche? ;)

    Am besten wäre es doch, bei jeder Gelegenheit, also z.B. beim "Gartenzaun-Gespräch" mit dem AfD- sympathisierenden Nachbarn, der seinem Frust über aktuelle politische Entscheidungen der Bundesregierung Luft macht, mitzufühlen...


    In der Regel ist es dann später möglich, auch einzelne Vorhaben/Entwürfe der AfD mal kritisch zu hinterfragen, ohne dass "Misstöne" entstehen...


    Das gesellschaftliche Klima ist seit längerem gekennzeichnet von Angst-Aggression, die ein Ventil zur (scheinbaren!) Entlastung im Bashing von Andersdenkenden findet.

    Dabei wird die Spaltung der (deutschen) Gesellschaft nicht nur von der AfD vorangetrieben, sondern auch von denjenigen, die sie unsachlich verdammen, komplett ausgrenzen und am liebsten sofort verbieten lassen wollen.

    Hier wird nämlich offenbar vergessen, wie sehr sich jene 27% der Wähler mit "ihrer" AfD identifizieren und persönlich ge/betroffen fühlen, wenn ihre Partei von den anderen - demokratischen - Parteien geschnitten und ausgegrenzt wird.


    Leider erwachsen daraus leicht Frustration und Hass, zudem könnten bisher Unschlüssige oder (Nur-) Sympathisanten Gefühle der Solidarität entwickeln.


    U.a. deshalb ist m.E. ein solches Verhalten der "etablierten Parteien" (und ihrer Anhänger) kontraproduktiv und wird letztendlich die AfD noch weiter stärken...

    Samadhi1876:

    Letzendlich hat vieles auch mit sich gegenseitig nicht Vertrauen und Helfen zu wollen zu tun.

    Mit fehlender Liebe und Mitgefühl.

    Ja, darauf lässt sich letztlich nahezu alles Ungemach (Leid, Kummer, Missstände,..) zurückführen...:shrug:

    Zitat

    Dhammapada, Vers 5:


    Durch Haß fürwahr kann nimmermehr
    Zur Ruhe bringen man den Haß;
    Durch Nichthaß kommt der Haß zur Ruh':
    Das ist ein ewiges Gesetz.


    https://www.theravadanetz.de/studium/dhammapada_komprimiert.pdf

    Diesen Weisheitsspruch zu verinnerlichen und stets präsent zu haben, empfiehlt sich für jeden Buddhisten/Übenden auf dem Pfad Buddhas.


    Bei Palikanon.com ist er folgendermaßen übersetzt:

    Zitat

    Denn Feindschaft wird durch Feindschaft nimmermehr gestillt;
    Versöhnlichkeit schafft Ruh' - ein Satz, der immer gilt.

    Der gleichmütige Satz des Buddha, dass die Welt mit ihm streite, er aber nicht mit der Welt, lässt sich leider nicht ohne Weiteres auf die Politik übertragen (manchmal scheitert man ja schon im privaten Bereich am "bösen Nachbarn"...).


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Die „unscheinbare Tugend“

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 27. November 2025 um 22:00
    KarmaHausmeister:

    Die „unscheinbare Tugend“, die dich am meisten verändert.

    Meine "Bescheidenheit" erlaubt es mir eigentlich nicht, über meine "unscheinbaren Tugenden" zu berichten....;):badgrin:


    Spaß beiseite...

    Am meisten verändert wurde ich zuletzt, durch die tief empfundene Dankbarkeit für die lebensrettende (ärztliche und pflegerische) Hilfe und vielfache Unterstützung, die ich während und nach meinem Krankenhausaufenthalt erfuhr.

    Aus dem Gefühl entwickelte sich im Laufe der Zeit eine Haltung der Dankbarkeit für jeden Tag, den ich erleben darf...


    Seitdem ist

    - jeder Tag, (ein) guter Tag

    - jeder Tag eine (Zu)gabe...


    Zusammen mit der Dankbarkeit kam Freude auf - diese allerdings im Bewusstsein, dass sie Anicca unterliegen und nicht "ewig" andauern würde.

    Durch bewusste "Pflege", u.a. mittels Bewusstheit, ist es jedoch möglich, jene Qualitäten im Geist wieder hochzubringen, falls sie (z.B. in Krisensituationen) zu "schwächeln" beginnen...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 27. November 2025 um 21:08
    Monikamarie:

    Mann man man

    Omannomann

    :lol:

    "Man" will halt nicht dauernd "ich" oder "wir" sagen, liebe Monika. ;):erleichtert:


    Monikamarie:

    Bei der Diagnose einer unheilbaren Krankheit mit baldiger Todesfolge geht es nicht ums überwinden, sondern um das Umgehen mit dieser Nachricht ...

    _()_:heart:


    ...und das - möglichst leidarme - Weiterleben mit der Erkrankung und der Aussicht auf ein baldiges (als "vorzeitig" empfundenes) Ende des Lebens.


    Helmut:

    Wie wir unser jetziges Leben nutzen, hat großen Einfluss darauf wie wir sterben und wie es dann nach dem Tod weitergeht.

    Das ist sicher wahr und richtig - insbesondere für noch (relativ) Junge/Gesunde - aber diese Erkenntnis übt auch Druck aus und wenn eine sogenannte "infauste Diagnose" gestellt wird, bedeutet es zunächst erst mal einen Schock und - Kontrollverlust.

    Helmut:

    ...es reicht meines Erachtens nicht, sich einfach mit dem Tod abzufinden. Vielmehr sollten wir im Bewusstsein, dass wir irgendwann sterben werden, die Essenz dieses Lebens ergreifen und sie durch die Dharmapraxis so gut wir können verwirklichen.

    _()_Ja, die Dharmapraxis ist auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auf das unvermeidliche Sterben, wie auch den Tod und eine Bereicherung für das Leben sowieso.


    Meditation könnte man auch als einen Versuch sehen, den Tod zu "kontrollieren"....:?


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Freundschaft (im Buddhismus)

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 27. November 2025 um 20:26

    Herzlichen Dank, liebe Ellaestla (Gabriella), für das Teilen deiner Einsichten und Erfahrungen mit Freundschaften. _()_:heart:


    Du scheinst sehr (welt)offen, gleichzeitig aber auch nach innen gewandt zu sein, was sicherlich viele Menschen anziehend finden und das Knüpfen neuer Kontakte fördert.

    Ellaestla:

    Ich sehe die Gesellschaft anderer als Spiegel, durch sie kann ich mein Verhalten "sehen". Direkt als Reaktion, aber auch indirekt durch Spuegelung oder Projektion.

    Ich habe mir angewöhnt, dieses Möglichkeiten aktiv zu nutzen.

    D.h. du nutzt Freundschaften auch aktiv für deine psychologische (ev. spirituelle) Weiterentwicklung?

    Bin neugierig : Tauscht ihr euch untereinander über diese Erfahrungen aus oder praktizierst du das so "nebenher", während ihr z.B. zusammen etwas unternehmt?

    (Musst nicht antworten, wenn dir diese Frage(n) zu persönlich sind...;))

    Ellaestla:

    Die meisten Freundschaften aus früheren Zeiten führe ich weiter und die sind mir wichtig, jedoch sind es Menschen, die an mir interessiert sind, auch wenn die mit vielen Wandlungen nichts anzufangen wissen.

    Sie stellen Fragen, aber sie stellen nichts in Frage.

    Ja, die "Wandlungen" im Laufe eines Lebens können für langjährige Freunde teilweise irritierend sein - bei mir zeigte es sich, dass eine gute Freundin Schwierigkeiten mit der Akzeptanz meiner Ausrichtung auf die Lehre Buddhas bekam, weil ich seitdem viele alte "Ansichten" (die wir geteilt hatten) ad acta legte und mein Leben in vielen Bereichen durchgreifend änderte...:shrug:

    (Sie stellte vieles davon in Frage...)

    Ellaestla:

    Ich weiß nicht, wohin die reise6geht, aber aus jetziger Sicht halte ich es für sehr wünschenswert, alle Menschen als Freude zu enpfinden.....

    Als Freude oder/und als FreuNde - beides würde ich auch begrüßen...;)

    Mittlerweile sind mehrere meiner (meist wesentlich älteren) Freundinnen schon verstorben, die Bindungen waren jeweils innig-intensiv gewesen und ihr Verlust sehr schmerzlich.


    Vor wenigen Wochen zog eine weitere vertraute Kameradin (freiwillig) mit ihrem Mann in ein Pflegeheim, 30 km entfernt - habe leider, u.a. krankheitsbedingt, wenig Gelegenheit, sie zu besuchen (sie scheint aber zufrieden dort, war schließlich früher selbst als Stationsleitung in einem Altenheim beschäftigt...).


    Neue (engere) freundschaftliche Bindungen würde ich nun eher nicht mehr eingehen wollen (es sei denn ein "spiritueller Freund" träte in mein Leben, wie bei Schneelöwin :)), aber die Einstellung, in allen Menschen, die mir begegnen, Freunde zu sehen (sogar hier im Forum, wo man ja nur die Beiträge kennt...) habe ich schon länger verinnerlicht...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 26. November 2025 um 15:35

    Hallo, lieber ewald ,

    ewald:

    Der Wunsch, die Welt retten zu wollen, rührt daher, dass, wenn ich die Welt gerettet habe, mich selber auch gerettet habe.

    Da ist viel Wahres dran - es gilt direkt und indirekt:

    Im Einsatz für eine gute (größere) Sache ist die Erfahrung einer Steigerung des Selbstwertgefühls und ein Gefühl der Erfüllung durch Sinnhaftigkeit der Taten (Sinngebung des Lebens) möglich.

    Werden gesteckte Ziele tatsächlich erreicht (z.B. Renaturierung eines Gewässers, Wiederinbetriebnahme einer stillgelegten Bahnstrecke,...) profitiert der "Weltretter" noch mal...

    (Natürlich ist damit Dukkha nicht vom Tisch...)

    ewald:

    Dabei trifft auch hier der alte Satz zu, würde sich jeder selber retten, wären alle gerettet und somit auch die Welt.

    M.E. trifft BEIDES (das obige und dieses Zitat) zu - sowohl, als auch, nicht entweder-oder.


    Realistischerweise müsste man jedoch einräumen, dass es (leider) höchst unwahrscheinlich ist, dass sich jeder selbst "retten" kann (oder/und will!) - man sieht ja allenthalben - oft genug auch an sich selbst...:roll::nosee:- mit ungläubigem Schrecken, wie die Menschen an alten Mustern/Gewohnheiten hängen und nicht sehen/erkennen wollen, dass Änderungen durch sie selbst geboten sind.

    ewald:

    Ich finde, um sich selbst zu retten, ist der Buddhismus und Buddhas Lehre ideal geeignet.

    _()_Ja, diesbezüglich bin ich ganz deiner Meinung, und vor allem ist es beim Praktizieren der Buddha-Lehre von Anfang an klar, dass die Verantwortung bei "einem selbst" liegt.


    Das mag allerdings die buddhist. Praxis für jene erschweren, die z,B. (vorher) dem Glauben an einen personalen Gott anhingen(anhängen), bei dem man im Gebet Verantwortung, Sorgen und Nöte abladen kann...

    (Vermutlich fühlen sich daher manche Ex- oder Noch-Christen bei bestimmten buddhist. Traditionen wohler, wo der "Guru" quasi die Rolle des verehrten "Erlösers" einnimmt...:?)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Freundschaft (im Buddhismus)

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 26. November 2025 um 14:23
    Zitat

    Kein besseres Heilmittel gibt es im Leid, als eines edlen Freundes Zuspruch.

    (Euripides)

    _()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 25. November 2025 um 23:53
    Helmut:
    Thorsten Hallscheidt:
    Anna Panna-Sati:

    Die Fähigkeit der (radikalen) Akzeptanz dessen, was nicht zu ändern ist, der (widerstandslosen) Annahme aller Gegebenheiten, auf dem Achtpfad zu entwickeln, wird - nach und nach - dazu führen, dass der "Irrsinn" sich irgendwann graduell verändert und schließlich verflüchtigt, auflöst.... :sunny:

    Ja, dieses "schrittweise" ist ein zentraler Punkt. Wo gibt es die Möglichkeit der Kontrolle, was bedeutet: Inwiefern habe ich Spielraum, mich für Heilsames zu entscheiden? Denn das Heilsame ist die Zuflucht, von der aus ich versuchen kann, das Nicht-Kontrollierbare zunehmend zu sehen und zu akzeptieren. An den Haaren aus dem Sumpf ziehen...

    In Bezug zu den Menschen mit denen man kontinuierlich zu tun hat, Angehörige, Familie, Bekannte, Freunde, Arbeitskollegen usw., hat man die Möglichkeit, sich darin zu schulen, heilsam zu handeln und Unheilsames zu unterlassen. In Bezug zu ihnen kann sich darin schulen, seinen Ärger usw. zu überwinden und stattdessen Freigebigkeit, Ethik, Geduld usw. zu entwickeln.


    Es kann nicht, wie Anna-Lyse Dhamma im obigen Zitat schreibt, darum gehen, radikal zu akzeptieren, was nicht zu ändern sei.

    Aufgrund des abhängigen Entstehens verändert sich alles.

    Ob ich mit meinem Handeln etwas verändern kann, hängt natürlich von vielen Umständen und Bedingungen ab und solange die nicht vollständig gegeben sind, werde ich nicht viel verändern können.

    Man kann sich damit abfinden, aber man kann sich auch bemühen, die Fähigkeiten und Qualitäten zu entwickeln, die es einem ermöglichen, bestimmte Dinge zu verändern.


    ......

    Alles anzeigen

    Es gibt Dinge, die kann man nur (radikal) akzeptieren, z.B. eine Krankheitsdiagnose, das Älterwerden, den Tod - was willst du an diesen Tatsachen ändern?


    Das Einzige, was du beeinflussen kannst, ist die Art des Umgangs mit diesen "Götterboten" und auch dazu gehört, diese zunächst einmal bewusst anzunehmen

    (z.B. übungsweise, im Rahmen der "5 Betrachtungen" - A.N. V.57. -

    https://www.palikanon.com/angutt/a05_051-060.html#a_v57).


    In anderen Bereichen gibt es natürlich mehr Spielraum für (Um-)Gestaltungen und Veränderungen, aber diese betreffen hauptsächlich den eigenen Geist, mit dem man auf dem Edlen Achtfachen Pfad praktiziert.

    Wenn es gelingt, den Geist zu läutern, inneren Frieden zu finden, werden sich auch positive Auswirkungen auf die Umgebung, das soziale Umfeld, ergeben, wie der Dalai Lama in deinem Zitat ausführt:

    Helmut:

    In einem Kommentar zum Bodhicaryavatara von Santideva schrieb der Dalai Lama:


    Der Friede beginnt in dir.

    Solange wir uns selbst nicht verändern, wird sich auch in der Welt nur das verändern was andere Menschen beeinflussen können.

    Aber auch dies ist nichts Unveränderliches.

    Uns erscheint es wahrscheinlich so, aber das liegt doch nur daran, dass wir selbst zu wenig oder nichts tun und uns mit dem angeblich Unvermeidlichen abfinden.

    Alles anzeigen

    _()_


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Daseinsbegehren - die Begierde (da) zu SEIN....

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 25. November 2025 um 23:14
    Zitat

    A.VIII.70 Maras letzte Heimsuchung - 10. Bhūmicāla Sutta


    ....Und am Cāpālaschrein gab der Erhabene besonnen und klar bewußt seinen Lebenswillen auf.

    Als nun aber der Erhabene seinen Lebenswillen aufgegeben hatte, da erhob sich ein gewaltiges Erdbeben und Donner erdröhnten. Der Erhabene aber, der den Zusammenhang erkannte, ließ zu jener Stunde dieses feierliche Wort ertönen:

    Zitat

    "Auf gab der Weise seinen Daseinswillen,

    Der Hohes sowie Niederes gebiert [26].

    Gesammelt und im Inneren froh zerbrach er

    Gleich einem Panzer [27] die Persönlichkeit [28]."

    https://www.palikanon.com/angutt/a08_061-070.html#a_viii65

    Alles anzeigen

    In dieser Sutta fällt auf, dass der Buddha, der ja als Erwachter befreit von jeglichem Begehren (auch nach Dasein!), Hass und Verblendung war, bis dato noch DaseinsWILLEN besaß, den er erst zuletzt, 3 Monate vor seinem Tod, - nachdem "Mara" (hier bezeichnet als der "Böse") ihm nahelegte, nun ins Parinibbana einzutreten - aufgab...

    Zitat

    Möge nun, o Herr, der Erhabene ins Nibbāna eingehen! Möge nun der Gesegnete ins Nibbāna eingehen! Es ist nun, o Herr, an der Zeit, daß der Erhabene ins Nibbāna eingehe!

    Denn der Erhabene, o Herr, hat ja die Worte gesprochen: 'Nicht werde ich, o Böser, ins Nibbāna eingehen, bis daß nicht dieser Heilige Wandel blüht und gedeiht, sich ausgebreitet hat, weit bekannt und mächtig geworden ist und unter den Menschen und Göttern wohl verkündet sein wird. Nun aber, o Herr, blüht und gedeiht dieser Heilige Wandel, hat sich ausgebreitet, ist weit bekannt und mächtig geworden und ist wohl verkündet unter Menschen und Göttern. Möge nun, o Herr, der Erhabene ins Nibbāna eingehen! Möge der Gesegnete ins Nibbāna eingehen! Es ist nun, o Herr, an der Zeit, daß der Erhabene ins Nibbāna eingehe!"


    -"Bemühe dich nicht, o Böser! Nicht lange mehr wird es bis zum völligen Nibbāna des Vollendeten dauern.

    Heute in drei Monaten wird der Vollendete in das völlige Nibbāna eingehen."


    Frage: Was ist der Unterschied zwischen Daseinsbegierde und Daseinswillen?


    Außerdem bewegt mich, wofür hier "Mara" steht:

    Sind es möglicherweise ("negative") Gedanken des Buddhas, denen er (nun) erlaubt, hochzukommen?


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 24. November 2025 um 23:54

    Das menschliche Grundbedürfnis nach Kontrolle, Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit macht es schwer, Kontrollverlust zu akzeptieren -

    EIN Problem, das bei der buddhistischen Praxis auftreten kann...


    Gleichzeitig ist es aber auch anstrengend, für alles (selbst)verantwortlich zu sein, (sich) kontrollieren zu "müssen".

    Dann setzt man sich äußerst diszipliniert, in kontrollierter, aufrechter Haltung, auf's Meditationskissen und lässt (alles) los....Fallenlassen ins Ungewisse...


    Normalerweise kann Kontrollverlust u.U. nicht nur als beängstigend, sondern auch als etwas Beschämendes erlebt werden, ein Ausgeliefertsein gegenüber psychischen und/oder physischen Prozessen, allgemein den Daseinsmerkmalen, insbesondere Anicca.

    Die "Krone der Schöpfung" als "Immer-wieder-Opfer" der diversen Begehrlichkeiten, des Verlangens nach Beständigkeit von Gutem, Angenehmem und Schönem...:shrug:

    Thorsten Hallscheidt:

    Ich habe gemerkt, dass ein zentraler Punkt (zumindest für mich) das völlige Durchdringen und Anerkennen von Anicca ist.

    Damit stehst du wahrlich nicht alleine....

    Wer Anicca wirklich (auf Dauer) durchdringt, ist befreit, weil mit der Erkenntnis und Durchschauung von Anicca die Ernüchterung kommt, gefolgt von Abwendung und schließlich Loslösung - lehrt der Buddha im Palikanon.

    Zitat

    S.22.59. Die Merkmale des Nicht-Ich - 7. Anattalakkhaṇa Sutta


    .....13. Was meint ihr, o Mönche, ist die Körperlichkeit unvergänglich oder vergänglich?" -

    "Vergänglich, o Herr." - "Was aber vergänglich ist, ist das leidig oder freudig?" - "Leidig, o Herr." - "

    Was nun vergänglich, leidig, wandelbar ist, kann man dies mit Recht so ansehen: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst'?" - "Gewiß nicht, o Herr."


    14.-17. "Sind Gefühl - Wahrnehmung - Gestaltungen - Bewußtsein unvergänglich oder vergänglich?" -

    "Vergänglich, o Herr." - "Was aber vergänglich ist, ist das leidig oder freudig?" - "Leidig, o Herr." -

    "Was nun vergänglich, leidig, wandelbar ist, kann man dies mit Recht so ansehen: 'Dies ist mein, das bin ich, das ist mein Selbst'?" - "Gewiß nicht, o Herr." .....


    https://www.palikanon.com/samyutta/sam22_060.html#s22_59

    Alles anzeigen

    Das wiederholte, direkte Sehen von Anicca ist also ein elementarer Schritt auf dem Weg und führt zur Erkenntnis:

    Was vergänglich ist, ist leidhaft, was leidhaft ist, ist nicht-Selbst.


    Zitat

    S.22.28. Genuß III - 7. Tatiyaassāda Sutta

    ....19. Wenn aber, ihr Mönche, die Wesen bei diesen fünf Gruppen des Anhangens den Genuß als Genuß, das Elend als Elend, das Entrinnen als Entrinnen der Wirklichkeit gemäß verstanden haben, dann weilen die Wesen in dieser Welt mit ihren guten Geistern, mit Māra- und Brahma-Göttern, mit Asketen und Priestern, mit ihren Scharen von Göttern und Menschen

    als Entronnene, Entfesselte, Befreite, mit schrankenlosem Geiste."


    https://www.palikanon.com/samyutta/sam22_030.html#s22_15

    Es geht immer ums Verstehen (der Wirklichkeit gemäß), welches sich schrittweise, aber auch mal schlagartig einstellen kann.

    (Die Frage ist, ob dieses dann tatsächlich anhaltende Wirkung zeigt oder ob z.B. tiefe seelische Erschütterungen wieder ins Leiden zurückfallen lassen...:?:shrug:)


    Thorsten Hallscheidt:

    Anicca ist nicht einfach nur „Unbeständigkeit“, sondern die Unmöglichkeit, irgendeinen Zustand zu stabilisieren.

    "Auf Dauer" zu stabilisieren, würde ich (ergänzend) sagen wollen, denn manche Zustände halten sich - unter entsprechenden Bedingungen - , zumindest scheinbar, eine gewisse Zeit einigermaßen stabil, in einer Art Balance.


    Aber grundsätzlich hast du natürlich recht und jeder, der z.B. einen freudvollen Zustand länger aufrechterhalten oder steigern/intensivieren will, wird merken, dass es nicht (lange) funktioniert.

    (Dazu gibt es ein Sprichwort: "Die Freuden, die man übertreibt, verwandeln sich in Schmerzen.")


    Thorsten Hallscheidt:

    Solange ich auch nur unterbewusst davon ausgehe oder wünsche, dass etwas nicht veränderlich, nicht vergänglich ist, mir nicht wie Sand zwischen den Händen zerrinnen wird, ist der Versuch von Kontrolle da, denn Anhaftung oder Ablehnung sind Formen der Kontrolle oder des Wunsches danach.

    Ja, das kann ich (nur allzu) gut nachvollziehen....

    Im Tibetischen Buddhismus werden ja von Mönchen oft wunderschöne Mandalas geschaffen, die - nach kurzer Freude daran - wieder zerstört werden, um Anicca besser zu verstehen und zu akzeptieren...

    Dieses Ritual erfolgt -wie alle Rituale- sehr kontrolliert:


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    Thorsten Hallscheidt:

    Man nimmt also Zuflucht in ein System, um vielleicht etwas Schutz und Kontrolle gegenüber den disruptiven Eigenschaften der Vergänglichkeit zu finden,

    Vielleicht hilft es gelegentlich, sich ab und zu auch die positiven Seiten der Vergänglichkeit/Unbeständigkeit vor Augen zu führen, die es zweifelsohne gibt?


    Thorsten Hallscheidt:

    Wo gibt es die Möglichkeit der Kontrolle, was bedeutet:

    Inwiefern habe ich Spielraum, mich für Heilsames zu entscheiden?


    Denn das Heilsame ist die Zuflucht, von der aus ich versuchen kann, das Nicht-Kontrollierbare zunehmend zu sehen und zu akzeptieren.

    _()_

    Du hast dich ja schon für etwas Heilsames entschieden - die buddhistische Praxis - jetzt geht es "nur" noch ums Durchhalten... und die Anwendung des Erkannten/Gelernten im Alltag - dabei finde ich Achtsamkeit (in Verbindung mit Metta) sehr hilfreich.

    Sati ermöglicht Gewahrsein dessen, was im eigenen Geist vor sich geht und mit einem Grundton von liebender Güte (Metta), wird die Aufmerksamkeit weicher, der "innere Kontrolleur" entgiftet.


    Kontrolle, im Sinne von "Ich muss das im Griff haben/in den Griff bekommen!", steigert Dukkha wohl eher...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 23. November 2025 um 15:38
    ewald:

    Oh Mann, wie ich diese Weltretterallüren hasse, weil sie so sehr an der Realität des Alltags vorbeigehen, .....

    Lieber ewald , es stellt sich doch u.a. die Frage:

    -Woher rührt denn der Wunsch, "die Welt retten" zu wollen?

    Im Allgemeinen sicherlich nicht daher, dass man sich allmächtig wähnt und als quasi "Erlöser" aufwerten möchte - eher im Gegenteil!


    Das Anliegen entstammt zumeist einem Gefühl der Trauer (des Mitleides/Mitgefühls) über das Leiden (die Unzulänglichkeiten) in der Welt - vordringlich das u.U. vermeidbare - also einer Art Weltschmerz, der bei entsprechend Veranlagten die Motivation für Engagement und Aktivismus liefert, den Drang, Veränderungen zum Positiven, Guten, zu bewirken.

    Da dies alleine nicht zu schaffen ist, suchen diese "Weltretter" natürlich Gleichgesinnte und vernetzen sich....

    (M.E. ein guter Weg aus der (übertriebenen) Selbstbezogenheit...)


    Andere reagieren eher mit Resignation/Rückzug, lassen sich von Ohnmachtsgefühlen ("Ist eh alles sinnlos...") lähmen, wieder Andere versuchen bei sich selbst und im näheren Umfeld Verbesserungen zu erzielen - all das ist "Realität des Alltags".


    Hotte:

    Ohne den Idealismus der "Weltverbesserer" wäre wir heute sicher in vielen Bereichen nicht so weit.

    Danke, lieber Hotte , für diesen wichtigen Hinweis. _()_:heart:


    Dass wir heute in der Lage sind, viele, früher tödliche, Krankheiten zu heilen bzw. zumindest zu lindern/aufzuhalten oder nur noch selten unter unerträglichen körperlichen Schmerzen leiden müssen, nebst den ganzen positiven zivilisatorischen Errungenschaften, ist Menschen zu verdanken, die das Leid nicht einfach hinnehmen wollten....


    Nicht zuletzt war der Buddha idealistisch genug, in die Hauslosigkeit zu ziehen, um einen" Weg aus dem Leiden" zu finden - und noch 2500 Jahre später "rettet" seine Lehre viele Menschen vor Verzweiflung und ermöglicht ihnen ein Leben im inneren Frieden.

    ewald:

    Es kann ja auch niemand den Tod aus der Welt schaffen und er kann viel Leid erzeugen, vor allem bei den Hinterbliebenen.

    Klar, den Tod, als natürliches Ende des Lebens, kann niemand aus der Welt schaffen, ggf. ließe/lässt sich aber vielfach ein "sinnloses" Sterben verhindern, z.B. durch humanitäre Hilfsmaßnahmen aller Art, durch Luft- und Wasserreinhaltung/Umweltschutz, durch konsequente Maßnahmen zur Begrenzung/ Verzögerung des lebensgefährlichen Klimawandels usw. ...

    ewald:

    Man kann mit Verlust umgehen, aber verhindern kann man ihn nicht.

    Bzgl. des unvermeidbaren Leides (z.B. Verlust durch Tod) verhält es sich so; die Art des Umgangs entscheidet dabei über die Dauer und den Grad des Leidens - eine hoffnungsvolle Erwartung, es völlig auslöschen zu können, birgt allerdings die Gefahr neuen Leides....


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kurze Vorstellung

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 23. November 2025 um 14:37

    Schön, dass du da bist - herzlich willkommen, liebe Gabriella ! :rose::)

    Viel Freude beim Lernen und Austauschen...


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Dankbarkeit

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 22. November 2025 um 14:09

    Ich hoffe, das ist kein "bitteres Lachen", lieber Qualia ! ;)


    pano:

    Ich denke ich bin von einem 38 jährigen Ferkel mit Physikstudium kaum zu unterscheiden. Höre ich Teller klappern läuft mir der Speichel und wenn man mich zwickt quieke ich.

    :lol: :heart: Danke für den Lacher, lieber pano ....

  • Dankbarkeit

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 22. November 2025 um 13:38
    Bebop:
    Anna Panna-Sati:

    Das Leben "bietet" keine angeborenen oder gar garantierten Rechte, auf die Anspruch erhoben werden könnte.

    Doch. Diese Rechte hat sich die Menschheit erarbeitet. Sie sind bei der Geburt vorhanden, je nach Lokalität unterscheiden sie sich. Der Ausdruck "das Leben an sich" trifft es hier nicht, denn Rechte sind eine Erfindung von Menschen, nicht von Tieren, und zu Tieren spricht Muho nicht. .....

    Ja, sicherlich haben Menschen - nicht zuletzt um ihres eigenen Wohles willen - Grund- und Menschenrechte erarbeitet, dafür (und denjenigen) kann man dankbar sein.


    Tatsache ist aber, dass all diese Vereinbarungen und ethischen Grundsätze dennoch keine Garantie dafür sind, dass sie immer berücksichtigt und eingehalten werden...


    Was (nur als Beispiel), wenn eine werdende Mutter, die sich in einer psychischen Ausnahmesituation befindet, nachdem sie ohne Hilfe ein Baby geboren hat, dieses in eine Plastiktüte stopft und in einem Gebüsch (oder gleich im Müllcontainer) "entsorgt"?

    Das Leben steckt voller Unsicherheiten und Unwägbarkeiten...


    Dankbarkeit, als subjektives, reaktives Gefühl, hat oft genug ein kurzes Verfallsdatum - als Haltung kultiviert, kann sie verinnerlicht werden und auch heilsame Wirkungen entfalten.


    Man sollte sie nur nie von Anderen erwarten:

    Kummer oder gar Verbitterung über Undankbarkeit Anderer, erzeugt u.U. schnell ein hartnäckiges "Dauer-Dukkha" , das Beziehungen belasten und vergiften kann.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Kontrollverlust

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 21. November 2025 um 13:48

    Lieber Thorsten, herzlichen Dank für diesen Thread. _()_:heart::like:

    (Wieso gibt's hier eigentlich kein "WOW"- Emoji? ;))


    Du hast m.E. die seltene Gabe und Fähigkeit, Dinge in wunderschöne Worte zu fassen, für die es (oft) keine Worte zu geben scheint.

    Thorsten Hallscheidt:

    Aber es gibt einen Punkt, an dem diese vollkommene Hoffnungslosigkeit (m.E. ein anderes Wort für existenzielles, totales Loslassen oder Aufgeben oder Hingeben) umkippt – von einem Dagegen-Stemmen in ein Fließen: Der Kampf hört auf, der Versuch, sich gegen Anicca zu stellen, all das Streben, Eifern, Wollen, Schützen, Vorsorgen, Absichern, Planen, Festhalten etc. endet, und

    Ruhe kehrt ein.

    Die Wirklichkeit wird sehr klar und deutlich, und der Wunsch nach dauerhafter Sicherheit oder dauerhaftem Glück oder Frieden in der Welt verschwindet komplett, ohne Bedauern zurückzulassen.

    Ja, DAS ist es, was wir uns zutiefst wünschen, nämlich, nichts mehr zu wünschen (wunschloses Glück, tiefer Frieden).

    Thorsten Hallscheidt:

    Nach ein paar Minuten geht der Irrsinn in alter Frische wieder los.

    Ja - wenn es nicht so schmerzlich wäre, könnte man darüber lachen....(::erleichtert:

    Vor allem auch über diese Beständigkeit des Unbeständigen - wie gewonnen, so zerronnen...:shrug:8)


    Es braucht Geduld (auch mit der Ungeduld), zu ertragen, dass auf das Loslassen ( = eine Art des "lustvollen Kontrollverlustes"?) immer wieder das Ergreifen folgt, womöglich noch mit (längerem) Festhalten. :hug:


    Mindestens zwei Realitäten scheinen allerdings beständig zu sein:


    -Der (physische) TOD

    (aus biologischer Sicht - aus religiösem Blickwinkel kann er auch als "Übergang" gesehen werden, also wieder anicca, wobei das Ende, der Zerfall des Körpers ja offensichtlich ist)

    -und Nibbana/Nirvana

    (zumindest gemäß der Theravada- buddhistischen Lehre).


    Der Tod, sofern einmal - endgültig - eingetreten, ist irreversibel und ewig beständig.


    Nibbana, da unbedingt, ungeboren, ungeschaffen ebenso.


    Zu Kontrollverlust kommt es in beiden Fällen....


    mukti:

    Weil auf die Erfahrung der vollkommenen Hoffnungslosigkeit nicht das vollkommene Loslassen folgt, geht der Irrsinn wieder los.

    Das Problem besteht darin, dass sich eben auch das Loslassen (wenn es nicht "vollkommen" ist?) als unbeständig erweist und Dukkha erneut Fuß fassen kann.

    mukti:

    die Praxis des achtfachen Pfades ermöglicht eine schrittweise Loslösung.

    _()_"schrittweise" ...


    Die Fähigkeit der (radikalen) Akzeptanz dessen, was nicht zu ändern ist, der (widerstandslosen) Annahme aller Gegebenheiten, auf dem Achtpfad zu entwickeln, wird - nach und nach - dazu führen, dass der "Irrsinn" sich irgendwann graduell verändert und schließlich verflüchtigt, auflöst....:sunny:


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Dankbarkeit

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 21. November 2025 um 12:17
    Bebop:
    Anna Panna-Sati:

    Muho (Zen-Meister) äußerte sich mal so: "Du hast das Recht auf gar nichts!"

    Was aber nicht stimmt. Wir haben angeborene und unveraeusserliche Rechte (Menschenrechte)...

    Ich verstehe Muhos Zitat etwas allgemeiner, auf das Leben, an sich, bezogen...


    Das Leben "bietet" keine angeborenen oder gar garantierten Rechte, auf die Anspruch erhoben werden könnte.

    Eine Erwartungshaltung, dass "die Welt" oder andere Menschen uns etwas schulden, führt zwangsläufig zu Leiden.

    (Z.B. besteht kein "Recht" darauf, gesund zur Welt zu kommen - oder überhaupt geboren zu werden...)


    Die Akzeptanz der Abwesenheit/Nichtgegebenheit dieser (illusorischen) Rechte könnte letztlich eine Haltung der Demut und Dankbarkeit der Welt und dem Leben gegenüber ermöglichen.


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    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Dankbarkeit

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 20. November 2025 um 16:52

    Worauf man ein Recht zu haben glaubt

    (oder es auch tatsächlich hat, beispielsweise in einem "Rechtsstaat"),

    was sich mit Anspruch und Erwartung verbindet und als selbstverständlich empfunden wird, dafür kann man schwerlich (tiefe) Dankbarkeit fühlen.


    Muho (Zen-Meister) äußerte sich mal so: "Du hast das Recht auf gar nichts!"


    Mit dieser Einstellung und einer Haltung der bewussten Wahrnehmung und Wertschätzung, entstünde Raum für die Entwicklung und Empfindung von Dankbarkeit, für die - nun nicht mehr als "selbstverständliches (zustehendes) Recht" gesehenen - empfangenen Dinge...


    Wer dankbar sein kann, lebt glücklicher.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Herz

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 20. November 2025 um 16:28

    Vielen Dank für den eingestellten Vortrag, lieber Thorsten. _()_:heart:

    Thorsten Hallscheidt:

    Den Weg einschlagen, der das Herz freundlich und friedlich macht.

    Das verengte, ängstlich-verkrampfte Herz kann selten freundlich und friedlich sein, es neigt zur Verhärtung oder "Abstumpfung".


    Roland Nyanabodhi, ehem. Theravada-Mönch, legt seinen Schülern, im Rahmen der Metta-Meditation, ein herzöffnendes Mantra "ans Herz":

    "Offen und weit

    licht und leicht

    (warm und weich)

    ganz entspannt"


    Mir hat es in spannungsreichen Zeiten schon oft geholfen loszulassen

    und (wieder) frei zu werden - für Liebe, Mitgefühl und Frieden.


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 14. November 2025 um 19:53

    Danke, lieber void , für deine Antwort. _()_

    void:

    Natürlich, ist das bei anderen leicht zu sehen, bei sich selber aber eher schwer. Spott im Sinne dessen, das man auf andere herabschaut - wo das augenfällig ist - ist aber nicht konstruktiv.


    Aber es liegt schon eine tiefe Ironie drin.

    Mag sein, aber ist es überhaupt angebracht, Anderen - obendrein mit einer gewissen Süffisanz - zuzusehen, während sie in ihrem "Leidensstrudel" kreisen und womöglich sogar untergehen?

    (Lenkt natürlich u.U. ausgezeichnet vom eigenen Leiden ab....:?)


    Mitgefühl wäre jedoch wohl allemal eine bessere Option...nicht nur für Buddhisten. (Klingt freilich jetzt wieder nach "moralisch erhobenem Zeigefinger"...)

    void:

    Einem Teufelskreis ist einerseits etwas sehr Tragisches aber gerade wenn man ihn von Außen betrachtet, ist es Grotesk und Tragikomisch, weil das Kreisen von Außen betrachtet ja unnötig ist - so nachvollziehbar jeder einzelne Schritt ist:

    Wenn man den Teufelskreis, in dem man selbst steckt - mit einer gewissen Distanz -

    von außen betrachtet, kann es möglich werden, diese Zusammenhänge, wie auch die Tragikomik, zu erkennen und vielleicht sogar, u.a. mit (Galgen-) Humor (ggf. inkl. (Selbst-) Ironie), einen Weg hinauszufinden.


    Sollte dies nicht gelingen, ist man spätestens dann meist ausreichend motiviert, weitreichendere Maßnahmen einzuleiten, z.B. die Suche und Annahme externer Hilfe...

    void:

    Buddhistisch gesehen, wäre der Schritt der aus dem Kreis führt einer, bei dem man in Richtung von Dukkha geht - der Scham - dem Ungenügen - statt im Kreis.

    "In Richtung von Dukkha gehen"? Wie meinst du das genau?

    Das ursächliche, "wahre", Dukkha zu erkennen und sich diesem dann zu "stellen"? :?

    (Z.B. im Sinne "Der Weg zur Angstfreiheit führt durch die Angst."?)

    Ja, das wäre eine sicherlich eine heilsame Lösung, die allerdings viel Mut, Kraft und Selbstvertrauen erfordert...


    ---


    Hallo, lieber Qualia ,

    vielen Dank für deine Beiträge, die bei mir immer wieder Dinge "in Bewegung bringen". ;)_()_

    Qualia:

    Niemand kann einen anderen von seelischen Leiden befreien, es ist immer eine eigene Tat.

    Da würde ich dir zustimmen - allerdings mit der Einschränkung, dass manchmal* ohne anregende, ermutigende Hilfe/Unterstützung von außen (und seien es nur Denkanstöße), die selbstständige Befreiung von psychischem Leiden schwerlich gelingen kann.


    Ohne professionelle Hilfe z.B. an *tiefe Traumata zu rühren (die oft unbewusst und vielfach "abgekapselt" im Geist vorhanden sind), wie es in der Meditation passieren kann, birgt erhebliche Risiken für eine Vergrößerung des Leides....

    Qualia:

    Das ist das eigentliche Leiden. Andere sollen mir helfen, meine Macken loszuwerden.

    Der Witz ist, dass ich meine Macken kenne und vor allem, dass ich sie behalten will, ich sehe nicht ein das ich falsch liege.

    Fehlende (Ein-) Sicht der eigenen Unzulänglichkeit(en), bzw. ggf. Verdrängung und Schönreden der "Macken", können eine mögliche Heilung verhindern.


    (Wobei: Mancher will - aus verschiedenen Gründen - ja gar nicht geheilt werden - weil das u.U. ziemlich schmerzt - , sondern gibt sich mit einer Linderung zufrieden.)


    Von einem neutralen, wohlwollenden, fachkundigen Menschen begleitet, besteht i.d.R. eine reellle Chance auf Offenlegung und Bewusstmachung unbewusster Bewusstseinsinhalte und "Hindernisse".


    Be- und Verarbeiten muss der Leidende diese letztlich aber selbst (allein), wozu es u.a. eines festen Entschlusses, sowie Willenskraft, Geduld und Durchhaltevermögen bedarf.

    Qualia:

    Helfen kann ein anderer bei Leiden, die durch seelische Leiden körperlich entstanden sind

    Im besten Falle, ja.....


    Interessant übrigens, dass Menschen mit spezifischen Persönlichkeitsstörungen ( Antisoziale PS, Narzisst. PS oder Paranoide PS...) nur sehr selten freiwillig Therapeuten aufsuchen und wenn doch, die Therapien häufig abbrechen.

    (Unter der übermäßigen Selbstbezogenheit der Erstgenannten Leidende, landen dagegen umso häufiger in den Praxen der Psychotherapeuten...:shrug:)


    Weshalb Narzissten praktisch nicht therapierbar sind - higgs
    Egoistische und selbstverliebte Menschen bezeichnen wir gerne als Narzissten. Allerdings ist ein grosses Ego noch keine Diagnose. Denn dafür müssen ganz…
    www.higgs.ch


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

  • Ist Erleuchtung im Chan möglicherweise nur ein künstliches Konzept?

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 13. November 2025 um 19:52
    Bebop:

    Meine Ansicht ist die, dass weder der Buddha des Palikanons noch moderne Vertreter wie Brad Warner überhaupt erwacht sind/waren.

    Im ersten Fall scheint das besonders ketzerisch zu sein, doch ich lese das oben Eingeführte so, dass ein Kennzeichen des Erwachens der Verzichts aufs endgültige Nirwana ist, für dessen Erreiche der "klassische" Buddha ja gerade hoch angesehen wird.

    Seltsame Ansicht (noch dazu in einem buddhist. Forum, aber du provozierst ja auch gerne mal... :?) -

    "Buddha" bedeutet bekanntlich "der Erwachte".


    Erwachen ist nicht durch "Verzicht auf Nibbana/Nirvana" gekennzeichnet, sondern durch das Erlöschen von Gier, Hass und Verblendung, den Ursachen von Dukkha.


    Das Bodhisattva-Gelübde - "Verzicht" auf "eigenes" Nirvana", solange die anderen Wesen noch unerleuchtet sind - ist ja nicht wörtlich zu nehmen, sondern metaphorisch zu verstehen, als Ausdruck des grenzenlosen Mitgefühls, welches sich nach der Befreiung zeigt.

    (Im Falle Buddha Shakyamunis z.B. u.a. durch seine 45-jährige Lehrtätigkeit.)


    Das Ganze wäre sonst auch unlogisch:

    Wer (noch) nicht erwacht ist, kann ja gar nicht auf Nirvana "verzichten", da er es noch nicht verwirklicht hat, es geht vielmehr um die Aufgabe eigennütziger Ziele

    (wobei ich bezweifele, dass es tatsächlich möglich ist, völlig uneigennützig zu handeln, solange noch Geistesgifte vorhanden sind...), stattdessen erfolgt eine bewusste Ausrichtung auf das Wohl aller (Wesen).


    Bebop:

    Ich denke also, dass Zen im Grunde ein höheres Ideal mit dem Bodhisattva geschaffen hat (ähnlich dem Altruismus Jesu im Neuen Testament vs. mosaischer Ethik).

    Entstand das Bodhisattva-Ideal nicht lange vor dem Auftreten des Zen-Buddhismus bereits in Indien??

    Meines (diesbezüglich allerdings nur rudimentären) Wissens hat der Zen-Buddhismus dieses Ideal des Mahayana geteilt und in seine Lehre integriert, aber nicht "geschaffen", oder?

  • Selbstbezogenheit - Die "Lust- und Qual-Spirale" des Um-sich-selbst-Drehens...

    • Anna-Lyse Dhamma
    • 12. November 2025 um 14:01

    Samadhi1876 , Igor07 , Michael Haardt , JoJu91 , mukti , void , Qualia , Leonie , ewald und Helmut -

    Euch ALLEN HERZLICHEN DANK für eure wertvollen, erhellenden Beiträge. _()_:heart:


    (Kann (natürlich) nicht auf alle eingehen, das würde hier den Rahmen sprengen und wäre wohl auch zu selbstbezogen...;))


    Lieber void , lieber ewald


    vielen Dank für eure Beiträge. _()_:)


    Mir ist aufgefallen, dass manche Aussagen von Void als Antwort auf Ewalds Thesen passen könnten...


    ewald:

    Deshalb ist die Selbstbezogenheit und der Egoismus so lange wichtig, bis das eigene Leid behoben ist, zusätzliche Energien zur Verfügung stehen für die Zuwendung zu anderen.

    void:

    Und da habe ich den Eindruck, dass manche Menschen in ihrem Gest ebenfalls so ein Sandkorn haben, und ihre Gedanken darum kreisen, dieses loszuwerden und deswegen mit Lage um Lage an Gegenstrategie versuchen, das zu lösen.


    Dieses Kreisen kann man adeln. Zum Beispiel mittels der Psychologie.

    Wenn man das Kreisen als Selbstanalyse sieht, wird ja ein edles Unterfangen daraus.


    Nehme ich da etwa leisen Spott und Ironie wahr? :?;)

    Ob "edel" oder nicht, ist doch irrelevant, wenn (starker) Leidensdruck vorhanden ist und damit verbunden, der Wunsch, dieses Leiden loszuwerden...


    Die reale Gefahr besteht m.E. darin, aus dem (insbesondere psychotherapeutisch oder von spirituellen Lehrern unbegleiteten) Kreisen um die eigene Person, der Beschäftigung mit den Ursachen, Auswirkungen und der Beseitigung des ("eigenen") Leide(n)s, nicht mehr herauszufinden und beispielsweise an bestimmten Problemen "hängenzubleiben", wie die Tonabnehmernadel eines Plattenspielers am Kratzer einer Schallplatte- dann gibt es nur noch stereotype Wiederholungen, kein Weiterkommen...


    (Wehe, wenn dann noch Schuldzuweisungen (oft von Psychotherapeuten initiiert und befeuert) hinzukommen, die häufig resigniertes Selbstmitleid und Hilflosigkeitsgefühl beim Patienten oder Kontaktabbrüche zu (tatsächlich oder vermeintlich) "toxischen" Menschen" zur Folge haben.)

    void:

    Wie ein Kaninchenzüchter kann man seine Macken kategorisieren und erforschen, sie gegen und pflegen und schauen wie sie sich der kleine Zoo so entwickelt.

    Kaninchenzüchter erforschen ihre Macken? :lol: ;) Das wäre mir neu....

    ewald:

    Solange jedoch ein eigenes Defizit vorliegt in der Persönlichkeit, ist es besser diese selbstbezogen und egoistisch zu beheben, bevor andere damit behelligt werden.

    Das hört sich so einfach und unkompliziert an, so nach dem Motto "Jetzt kümmere ich mich mal NUR um mich, damit ich meine "Macke" (resp. Persönlichkeits"defizite") loswerde - und DANACH bin ich dann (selbstlos) wieder für die Anderen da."


    Leider lässt sich die Seele nicht immer so leicht "reparieren" und ich würde es auch nicht als "egoistisch" bezeichnen, sich um Heilung einer kranken Psyche zu bemühen, sondern als natürliche (gesunde) Selbstfürsorge ...

    (Andernfalls wäre man dementsprechend auch als "egoistisch" anzusehen, wenn man sich einer langwierigen medizin. Behandlung des Körpers, z.B. einer Zahnsanierung, unterzieht...)

    void:

    Auch die Spiritualität kann zu so einem inneren Hobby werden, wo man dann im Sinne der Selbstentwicklung super um seine Geisteszustände kreisen kann.

    Ja, da ist wohl viel Wahres dran...und dieses innere Hobby kann Wohlgefühle erzeugen, an denen angehaftet wird...:?

    Muss dabei unwillkürlich an den "Stoßseufzer" eines Dharmalehrers denken, der mal in einem Vortrag äußerte, dass er sich "ab und zu von den "Spirituellen" bei "ganz normalen Menschen" erholen" müsse...Huch...:erleichtert:

    void:

    Aber natürlich könne sowohl Psychologie als auch Spiritualität auch konstruktiv sein.

    Selbstredend..., vermutlich sogar überwiegend. :)


    Liebe Grüße, Anna :)_()_:heart:

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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