Ich hätte eine Frage:
Wenn der Ursprung der Persönlichkeit das Begehren ist, wer hatte dann das Begehren, wenn es die Persönlichkeit ja noch nicht gab?
Die Persönlichkeit wird durch Eltern und Gesellschaft mit geformt. Bzw durch gewisse Gene mit gegeben. Bzw. eigene Ansichten die man über sich selbst im Laufe des Lebens entwickelt.
In wie weit diese Persönlichkeit verstellt oder falsch oder richtig ist hat auch mit Gefühlen zu tun. Mit vielleicht falschen die entstanden sind weil man die richtigen unterdrücken musste.
In der Psychologie redet man deshalb auch von einem wahren Selbst. Das sich primär auf Entwicklungspsychologie bezieht. Oder Trauma.
In der Spiritualität hingegen geht es primär um Ich und Ego und Dualismus. Das wahre Selbst in der Spiritualität ist eher die Frage:
WAS ist man und nicht wer.
Oder wer sollte man sein.
Als ich damals von Zen las, las ich nur von Zen. Da wurde meditiert. Auch ganz lange. Auch in Kälte und Hitze.
Ich dachte deshalb das ist Zen.
Oder ein Steingarten mit Kreisen im Kies.
Aber das eben nur eine Vorstellung davon.
Und nicht Zen direkt zu erleben und zu erfahren.
Sein wahres spirituelles Selbst zu erfahren.
Und in der Psychologie ist es ähnlich. Man hat vielleicht heute eine Vorstellung davon wer man ist, oder sein sollte.
Oder aber vergessen wer man mal war bevor man anders wurde.
Dualismus lässt sich nie durch Denken und Ego auflösen. Eher umgekehrt: sich vom Griff des Denkens und Ego und deren Fesseln lösen.
Denn mit Denken beginnt Nachdenken, man erkennt das Ich denkt, bis hin zu Etwas Bewerten. Woraus auch Begehren, Neigung und Abneigung entstehen. Ego. Auch auf Grund eines psychologischen falschen Selbst.
Die Haut empfindet Temperaturen. Die Nase empfindet Gerüche. Die Ohren empfinden Schallwellen. Die Augen empfinden für sie sichtbares Licht.
In einem bestimmten Spektrum. Bandbreite.
Das Unterbewusstsein ist Teil des bewussten Bewusstsein. Und viel größer. In ihm liegen auch verborgen alte Samen, Erinnerungen, Erfahrungen.
Und manchmal reagiert auch das Unterbewusstsein vor dem Bewusstsein.
Und manchmal versteht das Bewusstsein deshalb auch nicht warum man auf etwas reagiert, warum man so und nicht anders reagiert.
Das menschliche System ist komplex. Viele Aufgaben werden auch vom Bauch gesteuert der oft ehrlicher ist als der verkopfte Kopf:
Bauchgefühl
In der Meditation gelangt man durch den Atem runter zum Bauch auch wieder mehr in den Bauch.
Der Vagusnerv wird stimuliert. Das Nervensystem gleicht sich wieder aus.
Man findet wieder mehr zu seiner inneren Ruhe und Mitte:
Durch Praxis, durch Atmen
Durch Begegnung mit der Umwelt
Bis hin zum ganzen Universum
Eine direkte ganz eigene Begegnung, Erfahrung:
Ohne vorher nachdenken oder etwas verstehen zu wollen.
Ergibt ES sich von selbst