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  1. Buddhaland Forum
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Erfahrungsaustausch Erwachte?

  • Andreas
  • 10. August 2026 um 10:20
  • Zum letzten Beitrag
  • Thorsten Hallscheidt
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    • 17. August 2026 um 09:18
    • #76
    Andreas:

    Und es gibt keinen Buddha und kein Erwachen?

    Buddha selbst sagt in einem Sutra folgendes:

    Zitat

    "Zeigen will ich euch, ihr Mönche:


    (14) das Trieblose, (anāsava)

    (15) die Wahrheit, (sacca)

    (16) das Transzendente, (pāra)

    (17) das Feine, (nipuṇa)

    (18) das gar schwer zu Sehende, (sududdasa)

    (19) das Unverwelkliche, (ajajjara)

    (20) das Bleibende, (dhuva)

    (21) das Unauflösliche, (apalokita)

    (22) das Unsichtbare, (anidassana)

    (23) das nicht Abgesonderte, (nippapañca)

    (24) das Stille, (santa)

    (25) das Todlose, (amata)

    (26) das Erlesene, (paṇīta)

    (27) das Glück, (siva)

    (28) den Frieden, (khema)

    (29) die Durstversiegung, (taṇhākkhaya)

    (30) das Erstaunliche, (acchariya)

    (31) das Außerordentliche, (abbhuta)

    (32) das Notlose, [sichere, gesunde, heile] (anītika)

    (33) das notlose Ding, (anītikadhamma)

    (34) die Wunschlosigkeit, (nibbāna)

    (35) das Unbedrängte, (abyāpajjha)

    (36) die Entreizung, (virāga)

    (37) das Lautere, (suddhi)

    (38) die Erlösung, (mutti)

    (39) das Haftlose, (anālaya)

    (40) das Eiland (dīpa)

    (41) die Geborgenheit, (leṇa)

    (42) den Schutz, (tāṇa)

    (43) die Zuflucht, (saraṇa)

    (44) das andere Ufer, das Ziel, das Ende (parāyana)


    Quelle

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    Einmal gefunden, eingetreten, darin "erloschen" (Stromeintritt), bleibt eine unauslöschliche Spur zurück. Und dann beginnt die Arbeit, beginnt der Weg, der folgende "Übungen", Ausrichtungen, Anstrengungen, Fähigkeiten, etc. verlangt:

    Zitat

    Und was ist der zum Ziel führende Pfad?

    • Auf den Körper gerichtete Achtsamkeit,
    • Ruhe und Klarsicht,
    • die sechsfache Einigung,
    • die 4 Pfeiler der Achtsamkeit,
    • die 4 rechten Kämpfe,
    • die 4 Machtfährten,
    • die 5 Fähigkeiten,
    • die 5 Kräfte,
    • die 7 Erweckungen,
    • der edle achtfältige Pfad.

    Das nennt man den zum Ziel führenden Pfad.

    Das Vertrauen in die Zuflucht, das Todlose, das Glück, etc. wird nach und nach größer, so dass das Leben immer mehr davon durchdrungen und durchwoben wird. Die Praxis: der edle achtfältige Pfad:

    Zitat
    • Rechte Sicht / rechte Erkenntnis
    • Rechte Absicht / rechtes Denken
    • Rechte Rede
    • Rechtes Handeln
    • Rechter Lebenserwerb
    • Rechte Anstrengung
    • Rechte Achtsamkeit
    • Rechte Sammlung / rechte Versenkung

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Qualia
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    • 17. August 2026 um 09:48
    • #77

    (34) die Wunschlosigkeit, (nibbāna)

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • mukti
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    • 17. August 2026 um 13:50
    • #78
    Thorsten Hallscheidt:

    Einmal gefunden, eingetreten, darin "erloschen" (Stromeintritt), bleibt eine unauslöschliche Spur zurück. Und dann beginnt die Arbeit, beginnt der Weg, der folgende "Übungen", Ausrichtungen, Anstrengungen, Fähigkeiten, etc. verlangt: ...

    Vielleicht ist aber mit dem Stromeintritt die meiste Arbeit schon getan und es wird leichter, weil der Geist bereits richtig ausgerichtet ist und gar nicht mehr zurückfallen kann.

    Mit Metta, mukti.


  • Anna Panna-Sati
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    • 17. August 2026 um 17:20
    • #79
    Thorsten Hallscheidt:

    Mir geht es eher um Konsequenz aus dem Erfahrenen, die Tatkraft und Mut fordern, die mir oft fehlen. Ruhe habe ich genug.

    Verwechselst du da vielleicht Ruhe mit Antriebsschwäche, "matter Müde" (3. Hindernis)?

    Schließlich liegt in der Ruhe ja - angeblich - die Kraft, wenn man dem Volksmund glauben will....

    Thorsten Hallscheidt:

    etwas lässt mich nicht in Ruhe und verändert mich dadurch, gibt mir Richtung, trietzt und ärgert mich, damit ich nicht einschlafe.

    Das ist eine gute Sache, die ich nicht vermissen möchte.

    Die beiden Zitate empfinde ich als etwas ambivalent, bzw. widersprüchlich. Die Frage, die sich zwangsläufig stellt: Was ist dieses "Etwas", das dich triezt, dir die Ruhe - oder ist es Trägheit? - nimmt, und was du nicht vermissen möchtest?

    Kusala-Chanda?

    Thorsten Hallscheidt:

    Dieses Abgeklärt- und in-Ruhe-sein ist nicht und war nie mein Ziel.

    Aber (geistige) Ruhe und Abgeklärtsein erleichtern es doch ( auf dem Weg), das Ziel "Nibbana" / innerer Frieden zu erreichen, oder?


    Marterra:

    Ich vermute dass jeder "erwacht zu sein" etwas anders interpretiert für sich selbst, falls überhaupt eine eigene Interpretation besteht.

    Jede buddhistische Richtung scheint etwas anderes darunter zu verstehen, das reicht vom "Stromeingetretenen (Sotapanna) und Satori/Kensho-Erlebenden bis hin zum "heiligen" Arahant und Bodhisatta.

    (Solange "ich" noch leide, also Gier, Ablehnung und Verblendung in irgendeiner Weise vorhanden sind -> kein Erwachtsein -. Das ist meine Orientierung...)


    A propos "Erfahrungsaustausch Erwachte"...


    Zu Buddhas Zeiten tauschten sich auch schon die Erwachten untereinander aus, z.B. Buddhas Hauptjünger Sariputta und Moggallana, Sariputta und Mahakotthito usw. ...


    Deren Gespräche drehten sich allerdings vorwiegend um den Dhamma/Dharma, wobei in M.N. 32 (Mahagosinga Sutta) tatsächlich der Eindruck eines "Wettbewerbs" unter den Edlen entstehen könnte, da dort jeder einzelne Ehrwürdige seine individuellen Kenntnisse und Fähigkeiten offenbart, bis am Ende der Buddha zwar Wertschätzung und Lob für die Erwachten äußert, aber ebenso für den achtsam und mit Entschlusskraft, eifrig nach dem höchsten Ziel Strebenden, also einen "edlen Schüler":

    Zitat

    ....17. Nach diesen Worten fragte der ehrwürdige Sāriputta den Erhabenen:

    "Ehrwürdiger Herr, wer von uns hat gut gesprochen?"

    "Ihr habt alle gut gesprochen, Sāriputta, jeder auf seine Weise. Höre auch von mir, welche Art von Bhikkhu diesen Sālawald von Gosiṅga schmücken könnte. Sāriputta, wenn da ein Bhikkhu von seiner Almosenrunde zurückgekehrt ist, setzt er sich nach seiner Mahlzeit nieder, kreuzt die Beine, richtet den Oberkörper auf, verankert die Achtsamkeit vor sich und faßt den Entschluß: 'Ich werde diese Sitzhaltung nicht aufgeben, bis mein Geist durch Nicht-Anhaften von den Trieben befreit ist [7].' Jene Art von Mönch könnte diesen Sālawald von Gosiṅga schmücken."


    [7] Während die Bhikkhus ein Ideal hochhalten, das auf Könnerschaft auf einem bestimmten Gebiet beruht, unterstreicht die Antwort des Buddha das höchste Ziel des heiligen Lebens, indem er sich auf denjenigen bezieht, der dieses Ziel noch nicht erreicht hat, aber voll Energie darauf zustrebt.


    https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m032z.html

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    Liebe Grüße _()_:heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

    Einmal editiert, zuletzt von Anna Panna-Sati (17. August 2026 um 17:33)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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