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Alt werden

  • Sodann
  • 1. August 2026 um 17:57
  • Zum letzten Beitrag
  • Sodann
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    • 1. August 2026 um 17:57
    • #1

    Ist ja, wie ich es gelesen habe, im Buddhismus immer mit Leid verbunden.


    Es gibt Zipperlein und Krankheiten, die Kinder sind aus dem Haus und melden sich nicht mehr, man geht in Rente und es fehlt die Bestätigung, die man im Job erfahren konnte, man denkt dass man nicht mehr gebraucht wird, die alten Freunde ziehen weg oder sterben und man sitzt vergrätzt in seinem Lehnstuhl und wartet auf den Tod?


    Wie ich es oft im Bekanntenkreis sehe, kann alt werden auch eine Erleichterung sein. Man hat viel Freizeit, ist nicht mehr so stark auf die Bestätigung von aussen angewiesen, viele Verpflichtungen fallen weg und man kann sich endlich seinen Hobbys widmen.


    Ich finde wenn ich mich so umsehe, verschiedene Formen des Altwerdens. Manche hängen an ihrer Jugend nach, sehen nur was sie nicht mehr können und werden unzufrieden. Andere erleben ihre nachlassende körperlich Kraft und die Verkleinerung ihres Aktionsradius positiv, gehen spazieren, statt Joggen und entdecken jeden Käfer auf dem Weg. Haben Zeit fremden Kindern zuzuwinken und endlich alle ihre Bücher zu lesen, die schon lange darauf warten. Da denke ich oft, dass das Alter ein Segen ist und freue mich darauf.


    Habt ihr auch solche Beobachtungen gemacht, oder eigene Erfahrungen mit Altwerden, die ihr hier teilen mögt?


    Gibt es buddhistische Texte über den Wert des hohen Alters? Oder wird das immer als leidvoll betrachtet?


    Würde mich mal interessieren. Danke!

    _()_

  • void 1. August 2026 um 18:52

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • pano
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    • 1. August 2026 um 19:03
    • #2

    Ist die Einsicht des Buddhismus nicht eher so, dass unser Umgang mit dem Altwerden die Quelle des Leids ist, nicht per se das altern. Wenn wir nicht Einsicht in anatta haben (die Wahrheit dass alles Vergänglich ist), dann hängen wir der Idee nach, dass da etwas verlustig gegangen ist, und aus diesem Bedauern entsteht unnötiges Leid.


    Ich will damit sagen: der Buddhismus eröffnet die Möglichkeit positiv aufs Altwerden zu blicken, weil man sich von konventionellen Vorstellungen befreien kann.

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 1. August 2026 um 19:40
    • #3

    Im Alter


    Verschwinden manche Möglichkeiten die man zuvor hatte

    Man blickt automatisch mehr zurück auf sein eigenes Leben als nach vorne


    Weil man weiß

    Die Lebenszeit wird immer kürzer


    In gewisser Weise

    Zieht man aus seinem vergangenen Leben und allen gemachten Erfahrungen, eine gewisse Lebensweisheit


    Auch ganz ohne „Buddhismus“


    Erkennt man das Vergängliche

    Und das was man ewig gesucht und begehrt hat aber nie erreichen oder ewig festhalten konnte


    Manche sind glücklich und zufrieden mit ihrem vergangenem Leben

    Andere weniger


    Je nachdem was man im Leben erfahren durfte


    An Leid und Freud

    An Liebe und Mitgefühl

    An Gemeinschaft

    An Begegnung mit dem Universum selbst

    Seiner eigenen Seele und Herzen (Innere Mitte)


    Dankbarkeit und Demut für Augenblicke

    Ganz Egal wie sie einem erschienen…

  • Monikamarie
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    • 1. August 2026 um 20:37
    • #4

    Ich bin alt, mir geht's gut.

    Aber das ist nicht selbstverständlich.


    So wie zu Buddhas Zeiten müssen heutzutage immer noch Millionen, wenn nicht gar Milliarden Menschen leben.


    Das ist also nicht auf uns Menschen mit Rente, Bürgergeld, Gesundheitssystem, Aquagymnastik, Wellnessurlaub, elektrischem Rollstuhl, Betreutem Wohnen etc. anzuwenden.


    Freitags werden "wir Alten" vom ASB für 3 € mit dem Kleinbus zum Schwimmbad gefahren. Der Fahrer holt uns wieder ab, wann wir wollen - ca. nach 2 Stunden.

    Nach dem Schwimmen gehen wir noch ins Bistro, naschen Pommes und klönen.


    Ich bin eine der wenigen, die nicht über alles Mögliche jammert. Das ist bedauerlich, und hin und wieder "muss ich das korrigieren", kann das Gejaule nicht einfach so stehen lassen.;)


    Deshalb plädiere ich (hier) für einen wachen Geist und grundsätzlich für Dankbarkeit.

    Wenn ich mich beim Klagen erwische, erinnere ich mich daran, wieviel Glück ich hatte und immer noch habe.


    _()__()__()_:heart::heart::heart:

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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