Ist ja, wie ich es gelesen habe, im Buddhismus immer mit Leid verbunden.
Es gibt Zipperlein und Krankheiten, die Kinder sind aus dem Haus und melden sich nicht mehr, man geht in Rente und es fehlt die Bestätigung, die man im Job erfahren konnte, man denkt dass man nicht mehr gebraucht wird, die alten Freunde ziehen weg oder sterben und man sitzt vergrätzt in seinem Lehnstuhl und wartet auf den Tod?
Wie ich es oft im Bekanntenkreis sehe, kann alt werden auch eine Erleichterung sein. Man hat viel Freizeit, ist nicht mehr so stark auf die Bestätigung von aussen angewiesen, viele Verpflichtungen fallen weg und man kann sich endlich seinen Hobbys widmen.
Ich finde wenn ich mich so umsehe, verschiedene Formen des Altwerdens. Manche hängen an ihrer Jugend nach, sehen nur was sie nicht mehr können und werden unzufrieden. Andere erleben ihre nachlassende körperlich Kraft und die Verkleinerung ihres Aktionsradius positiv, gehen spazieren, statt Joggen und entdecken jeden Käfer auf dem Weg. Haben Zeit fremden Kindern zuzuwinken und endlich alle ihre Bücher zu lesen, die schon lange darauf warten. Da denke ich oft, dass das Alter ein Segen ist und freue mich darauf.
Habt ihr auch solche Beobachtungen gemacht, oder eigene Erfahrungen mit Altwerden, die ihr hier teilen mögt?
Gibt es buddhistische Texte über den Wert des hohen Alters? Oder wird das immer als leidvoll betrachtet?
Würde mich mal interessieren. Danke!