1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhistische Praxis

Analytische Meditation und punkförmige Meditation

  • Kaiman
  • 12. Juli 2026 um 11:00
  • Zum letzten Beitrag
  • Kaiman
    Themenautor
    Reaktionen
    196
    Punkte
    3.451
    Beiträge
    527
    Mitglied seit
    14. Februar 2015
    • 12. Juli 2026 um 11:00
    • #1

    Guten Morgen Liebe Buddha Gemeinde,


    ich lese gerade ein Buch vom Dalai Lama und versuche die Begriffe Einzuordnen analytische und Punktförmige Meditation.

    Ich bin eigentlich mehr in der Tradition von Ayya Khema und orientiere mich an Ihren Anweisungen.

    Jedoch finde ich die Einteilung von Dalai Lama ganz interessant. Interessant ist das man eigentlich kein einziges Wort über Achtsamkeit findet.


    Ich möchte kurz vorstellen , wie er zur Meditation empfiehlt.


    Erstens vier vorbereitende Übungen.


    • Nachdenken über die Einmaligkeit als menschliches wesen geboren zu sein.


    • Reflektieren über Tod und Unbeständigkeit.


    • Nachdenken über Handlungen und deren Wirkung.


    • Reflektieren über die Fehlerhaftigkeit im Daseinskreislauf.


    Soweit ich das verstanden habe soll man diese Vorbereitendenden Übungen machen und dann wenn man zu einer gewisen Schlussfolgerung gelangt auf dem Objekt bleiben.


    Was ich hilfreich bei der Methode fand ist das er empfiehlt, wenn die Konzentration nachlässt wieder zur Analyse zurückzukehren und dann wieder auf dem Objekt (Schlussfolgerung zu bleiben).


    Was derartige Schlussfolgerungen sind beschreibt er nicht. Vielleicht meint er das man daraus schließt allen Wesen zu helfen. Z.b durch die Vorbereitende Übungen über das reflektieren über die Fehlerhaftigkeit des Daseinskreislauf.


    Ich glaube das ist alles aus dem Mahayana Buddhismus.


    Ich weiß nicht ob ich das alles so richtig Verstanden habe. Kennt sich jmd mit dieser Art der Meditation aus und kann die Anleitung ggf koririegieren. Bzw Beispiele nennen.


    Viele Grüße Kaiman

  • KarmaHausmeister 12. Juli 2026 um 11:08

    Hat das Thema aus dem Forum Allgemeines zum Buddhismus nach Buddhistische Praxis verschoben.
  • pano
    Reaktionen
    1.859
    Punkte
    9.474
    Beiträge
    1.449
    Blog-Artikel
    2
    Mitglied seit
    4. Dezember 2022
    • 12. Juli 2026 um 11:48
    • #2

    Hallo Kaiman,


    da ich das Buch des Dalai Lama nicht habe und auch nicht in tibetischer Tradition praktiziere kann ich nicht viel kommentieren, aber ein paar Gedanken dazu wie Ayya Khema sich dazu positionieren könnte.

    1. Nachdenken über die Einmaligkeit als menschliches wesen geboren zu sein.
      --> "Die ewigkeit ist jetzt"
    2. Reflektieren über Tod und Unbeständigkeit.

      --> Einsicht in die 3 Daseinsmerkmale, klar in der Satipatthana Sutta enthalten z.B.
    3. Nachdenken über Handlungen und deren Wirkung.
      Entspricht A.K.'s Sicht von Kamma
    4. Reflektieren über die Fehlerhaftigkeit im Daseinskreislauf.
      A.K. erinnert eigentlich ständig daran dass man im weltlichen Leben getäuscht wird. Sich selbst täuscht, etc. Ein Audiobook ist mir da in Erinnerung (also sicher eine ihrer zahlreichen Dharma Talks, müsste auf Dharmaseed zu finden sein), in dem sie ziemlich brutal den Begriff der Liebe zerpflückt und am Ende glaubt bleibe ich nur die bedingungslose Liebe übrig


    Ayya Khema betont jedoch auch immer wieder dass man gerade in der meditativen Übung nicht zu sehr grübeln sollte. Kommt ein Gedanke auf, betrachtet man ihn kurz, sucht das erstbeste Etikett, und lässt ihn ziehen ohne ihm nachzuhängen.


    Bzgl. der Achtsamkeit glaube ich dass der Begriff etwas inflationär heutzutage gebraucht wird auch im Pali-Buddhismus. Es geht nicht nur um Achtsamkeit sondern oft steht im Pali Kanon Sati-Sampajañña (etwa im DN2, siehe auch Ayya Khemas Buch von den Früchten des Spirituellen Lebens). Ich glaube Achtsamkeit ist im Pali Kanon immer ein dehnbarer Begriff, eher eine Erinnerung daran sich der Praxis zu "widmen" als die Beschreibung der eigentlichen Praxis selbst (praxis wäre dann z.B. Samatha-Vipassana). Sati ist der Dirigent sozusagen, sehr wichtig, aber einfach abstrakter, nicht der eigentliche Musiker. Versuche dann konkrete Eigenschaften mit Sati zu identifizieren scheitern oder verkürzen, weil Sati ein etwas abstrakteres Konzept ist.


    Ein Buch des Dalai Lamas was ich empfehlen kann ist seine Diskussion über Kamalaśilas Bhavanakrama. Gibts antiquarisch auch auf deutsch. Da schreibt er im Prinzip über Śamatha-Vipaśyana Praxis, also über die konsequente Fortsetzung der Samatha-Vipassana Praxis aus der Perspektive des indischen Mahayana.

  • Qualia
    Reaktionen
    3.042
    Punkte
    22.122
    Beiträge
    3.738
    Blog-Artikel
    12
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (72)
    • 12. Juli 2026 um 12:49
    • #3

    Die Vorbereitungen trennen mich von dem Problem. Es wird zu etwas, das ich betrachten kann, dann kann ich über Lösungen nachdenken.

    Habe ich eine Schlussfolgerung gefunden, betrachte ich diese.

    Die Betrachtung ist eigentlich Aufmerksamkeit.

    Wenn die Aufmerksamkeit nachlässt, kommt die Achtsamkeit zum Einsatz. Diese führt wieder zum Nachdenken und zur Aufmerksamkeit zurück.

    Zu einer anderen Schlussfolgerung, die betrachtet werden kann usw.


    Wie lange soll dieser Kreislauf gehen? Bis nur noch Betrachtung da ist, ohne Aufmerksamkeit oder Achtsamkeit. Gedankenstilleraum.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Wetering
    Reaktionen
    180
    Punkte
    2.655
    Beiträge
    477
    Mitglied seit
    1. April 2011
    • 26. Juli 2026 um 10:19
    • #4

    Analytische Meditation ist die gedankliche Form von Vipassana Meditation.

  • Wetering
    Reaktionen
    180
    Punkte
    2.655
    Beiträge
    477
    Mitglied seit
    1. April 2011
    • 26. Juli 2026 um 10:26
    • #5
    Kaiman:

    ... und dann wenn man zu einer gewisen Schlussfolgerung gelangt auf dem Objekt bleiben.


    Was ich hilfreich bei der Methode fand ist das er empfiehlt, wenn die Konzentration nachlässt wieder zur Analyse zurückzukehren und dann wieder auf dem Objekt (Schlussfolgerung zu bleiben).

    ...


    Das habe ich auch so verstanden aus dem, was ich darüber gelesen und gehört habe.

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    807
    Punkte
    5.452
    Beiträge
    918
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 26. Juli 2026 um 13:39
    • #6
    Kaiman:

    Was derartige Schlussfolgerungen sind beschreibt er nicht. Vielleicht meint er das man daraus schließt allen Wesen zu helfen. Z.b durch die Vorbereitende Übungen über das reflektieren über die Fehlerhaftigkeit des Daseinskreislauf.


    Ich glaube das ist alles aus dem Mahayana Buddhismus.

    Es geht ja erstmal darum um sich selbst dadurch besser zu reflektieren, woraus neue (Selbst)Erkenntnisse entstehen können:


    Wenn man sich mit diesen vier Leitsätzen mal intensiv auseinandersetzt.

    Nicht nur etwas verstehen (wollen) sondern auch praktisch zu erfahren:


    Was bedeutet das für mich und mein Leben, meinen Alltag.

    Und wie fühlt es sich für mich an, damit in meinem Alltag zu leben.


    An sich erst einmal…


    Die Schlussfolgerungen ergeben sich dann durch die ganz eigene Erfahrung, und sind Schlussfolgerungen an sich für (mein) das gesamte Leben, und das ist meiner Meinung nach auch die wichtigste Erfahrung…


    Wenn man anschließend mit anderem „Bewusstsein“ durchs Leben geht, als zuvor, mit sich selbst und gewissen Dingen und anderen Menschen anders als zuvor umgeht, bemerken auch andere Menschen das, sie bemerken wie man ist, sonst nichts.


    Die die einen zuvor kannten werden vielleicht auch bemerken das man sich verändert hat und sich fragen warum.


    Es kann tatsächlich bei tieferer Erkenntnis ein Gefühl entstehen „alle Lebewesen nun retten zu müssen“:


    Aber Avalokiteshvara ist daran schon zerbrochen weil ständig neue hinzu kamen und „die Buddhas ihn erst wieder zusammen setzten mussten“


    Man soll selbst die Schlussfolgerungen erkennen

    Selbst praktische Erfahrungen machen und Schlussfolgerungen daraus ziehen


    Und versuchen „das Leben selbst zu meistern“


    Dabei auch etwas wagen, das man sich zuvor vielleicht nur nicht gewagt hat


    Selbstvertrauen daraus gewinnen


    So ähnlich wie ein kleines Kind

    Das der Dalai Lama nur „an die Hand nehmen und zu ihm sprechen kann“


    Aber das Kind muss selbst lernen durchs Leben zu gehen und es zu bewältigen….


    Und sich selbst und auch dem ganzen Universum dabei zu vertrauen…

    Einmal editiert, zuletzt von Samadhi1876 (26. Juli 2026 um 13:55)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.6
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download