Spielregel für diesen Faden
Wer hier mitreden will, kommentiert, zitiert, antwortet sollte die Sutta einmal konzentriert gelesen haben (oder angehört). Erst Lesen, dann schreiben. Für offtopic Anmerkungen einfach lieber einen separaten Faden aufmachen.
Ñānatiloka Thera
Ñānatiloka Thera übersetzt:
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So habe ich gehört. Einstmals weilte der ehrwürdige Ānanda im Ghosita-Kloster bei Kosambi. Dort wandte sich der ehrwürdige Ānanda an die Mönche: „Liebe Mönche!“ sprach er. „Bruder!“ erwiderten jene Mönche dem ehrwürdigen Ānanda. Und der ehrwürdige Ānanda sprach:„Wer auch immer, ihr Brüder, von den Mönchen oder Nonnen mir gegenüber die Erreichung der Heiligkeit kundgibt, der tut es auf vier Weisen oder auf eine von ihnen. Welches sind diese vier?
Da, ihr Brüder, entfaltet ein Mönch den Hellblick mit vorangehender Geistesruhe. Indem er aber den Hellblick mit vorangehender Geistesruhe entfaltet, erschließt sich ihm der Pfad. Jenen Pfad hegt und pflegt er, wandelt ihn beharrlich. Indem er aber jenen Pfad hegt und pflegt, ihn beharrlich wandelt, lösen sich ihm die Fesseln und die Neigungen ersterben.
Ferner noch, ihr Brüder: da entfaltet ein Mönch die Geistesruhe mit vorangehendem Hellblick. Indem er aber die Geistesruhe mit vorangehendem Hellblick entfaltet, erschließt sich ihm der Pfad. Jenen Pfad hegt und pflegt er, wandelt ihn beharrlich. Indem er aber jenen Pfad hegt und pflegt, ihn beharrlich wandelt, lösen sich ihm die Fesseln und die Neigungen ersterben.
Ferner noch, ihr Brüder: da entfaltet ein Mönch Geistesruhe und Hellblick zum Paare verbunden. Indem er aber die Paarverbindung von Geistesruhe und Hellblick entfaltet, erschließt sich ihm der Pfad. Jenen Pfad hegt und pflegt er, wandelt ihn beharrlich. Indem er aber jenen Pfad hegt und pflegt, ihn beharrlich wandelt, lösen sich ihm die Fesseln und die Neigungen ersterben.
Ferner noch, ihr Brüder: da wird bei einem Mönche der Geist von Wahrheitsunruhe ergriffen. Es kommt aber die Zeit, wo der Geist sich innerlich festigt, sich völlig beruhigt, einig wird und sich sammelt; und dann erschließt sich ihm der Pfad. Jenen Pfad hegt und pflegt er, wandelt ihn beharrlich. Indem er aber jenen Pfad hegt und pflegt, ihn beharrlich wandelt, lösen sich ihm die Fesseln und die Neigungen ersterben.
Wer auch immer, ihr Brüder, von den Mönchen oder Nonnen mir gegenüber die Erreichung der Heiligkeit kundgibt, der tut es auf diese vier Weisen oder auf eine von ihnen.“
Übersetzung von Sabamitta
Sabamitta übersetzt:
- Samatha -Sammlung
- Vipassana - Klarsicht
Alles anzeigenHand in Hand
So habe ich es gehört: Einmal hielt sich der Ehrwürdige Ānanda bei Kosambī auf, in Ghositas Kloster. Da wandte sich Ānanda an die Mönche und Nonnen: „Geehrte, Mönche und Nonnen!“
„Geehrter“, antworteten sie. Ānanda sagte:
„Geehrte, alle Mönche und Nonnen, die in meiner Gegenwart erklären, dass sie die Vollendung erreicht haben, haben diese über den einen oder anderen von vier Wegen erreicht.
Von welchen vier?
Da ist ein Mönch, der zuerst Sammlung und dann Klarsicht entwickelt. Während er das tut, wird in ihm der Pfad geboren. Er pflegt, entwickelt und mehrt ihn. Während er das tut, gibt er die Fesseln auf und beseitigt die zugrunde liegenden Neigungen.
Dann ist da ein Mönch, der zuerst Klarsicht und dann Sammlung entwickelt. Während er das tut, wird in ihm der Pfad geboren. Er pflegt, entwickelt und mehrt ihn. Während er das tut, gibt er die Fesseln auf und beseitigt die zugrunde liegenden Neigungen.
Dann ist da ein Mönch, der Sammlung und Klarsicht Hand in Hand entwickelt. Während er das tut, wird in ihm der Pfad geboren. Er pflegt, entwickelt und mehrt ihn. Während er das tut, gibt er die Fesseln auf und beseitigt die zugrunde liegenden Neigungen.
Dann ist da ein Mönch, dessen Geist von Rastlosigkeit gepackt ist, sich über die Lehre klar zu werden. Doch es kommt eine Zeit, da sein Geist innerlich gestillt wird; er setzt sich, wird eins und versinkt im Samādhi. Der Pfad wird in ihm geboren. Er pflegt, entwickelt und mehrt ihn. Während er das tut, gibt er die Fesseln auf und beseitigt die zugrunde liegenden Neigungen.
Alle Mönche und Nonnen, die in meiner Gegenwart erklären, dass sie die Vollendung erreicht haben, haben diese über den einen oder anderen dieser vier Wege erreicht.“