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Mitgefühl als Selbstbetrug

  • KarmaHausmeister
  • 29. Dezember 2025 um 14:46
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  • Samadhi1876
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    • 3. Januar 2026 um 20:10
    • #26
    JoJu91:

    Mit dem Staat ist es meiner Meinung nach wie mit der Religion.

    Es gibt den Glauben, die Institution, und die Verteter der Instituition auf Erden.

    Der Glaube sagt, es gibt einen allmächtigen, allgütigen, allwissenden Vater, der uns mit weiser Hand führt.

    Oder es gibt einen „Sheriff“…

    Der wie heute Morgen ausgeritten ist…

    Und alle reiten mit…


    Der Sheriff

    S.a. Musikvideo von DAF

  • JoJu91
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    • 5. Januar 2026 um 08:04
    • #27

    pano

    "Zur weiteren Diskussion, bitte ein Beispiel für einen Nachtwächterstaat mit florierender Marktwirtschaft. Mir fällt einfach keiner ein."


    In der von mir wohl im Rückblick verklärten "alten BRD" (bis etwa zum Jahr ????) hatten wir ein Mischsystem, in dem die Nachtwächter und die "Sozis" gut nebeinander leben konnten.

    Die einen in einer noch weitgehend unregulierten Privatwirtschaft mit allem Risiko, die anderen im öffenlichen Dienst oder in den grossen Konzernen des "Rheinischen Kapitalismus".


    Marktwirtschaft bedeutet nach meiner Definition, keine Organisation wird zu gross.

    Weder der Staat noch ein privates Unternehmen.

    Das ist aber wahrscheinlich auch nur eine schöne Utopie.

  • ewald
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    • 9. Januar 2026 um 17:04
    • #28

    Zurück zum Mitgefühl. Halte Mitgefühl im zwischenmenschlichen Bereich für absolut förderlich und nicht nur das buddhistische Mitgefühl, sondern das psychologische Mitgefühl. Das bedeutet eben nicht mitleiden, sondern zu dem Betroffenen so weit den Abstand wahren, dass die Empathie noch möglich ist, aber keine Co-Abhängigkeit entsteht. Was nutzt es, wenn jemand leidet und der Helfer leidet auch, wird bedürftig und es braucht einen Dritten der eingreift. Deshalb ist Mitgefühl ein Gefühl für den Anderen, aber nicht dasselbe Leid. Dann führt Mitgefühl zur Empathie, zur Achtsamkeit und das führt zu Vorschlägen, um Linderung zu erreichen, zur Intervention und das kann das Gegenteil sein von dem, was der Leidende sich wünscht, z.B. Liebe als Streicheleinheit, als Bedauern, als Mitleid oder als trösten in der Schwäche. Natürlich ist Mitgefühl auch Trost, aber nicht ein die Schwäche betonender Trost, sondern ein Trost, der auf das Lindern des Leids ausgerichtet ist.

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 9. Januar 2026 um 18:52
    • #29
    ewald:

    Natürlich ist Mitgefühl auch Trost, aber nicht ein die Schwäche betonender Trost, sondern ein Trost, der auf das Lindern des Leids ausgerichtet ist.

    Ehrliches Mitgefühl ist für den Empfangenden vor Allem ein Gefühl von jemand anderem (endlich) verstanden! und gefühlt! zu werden. Mit etwas sich nun nicht mehr ganz allein zu fühlen.

    Auch wenn manche Empfangende sich dagegen wehren, Mitgefühl von anderen nicht annehmen möchten, weil sie sich dadurch „schwach“ fühlen. Oder weil sich dadurch plötzlich eine unerwartet alte Wunde gerne auf tun möchte um endlich zu heilen. Man diese alte Wunde (verbunden mit Angst, Schmerz, Traurigkeit, Wut) aber gewohnt lieber weiter verstecken möchte.

    Und empfangendes Mitgefühl ist auch oft nur der Anfang für Befreiung von Leid. Der eigentliche Weg erfolgt danach. Selbsterkenntnis. Lernen Sich von eigenen falschen Ansichten und Verhalten zu befreien. Selbstvertrauen. Wahre Liebe und Mitgefühl sich selbst zu schenken. Selbstliebe.

  • Monikamarie
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    • 9. Januar 2026 um 19:48
    • #30

    Bei mir ist es so, dass ich echtes Mit-Gefühl annehmen kann, weil ich es als Verstehen erlebe, z.B. als mein Mann gestorben war.


    Mit-Leid empfinde ich als unangenehm und übergriffig, weil ich dann womöglich noch den Mit-Leidenden trösten muss, weil es meist übertrieben ist. Dahinter fühle ich eine unangebrachte Bewertung und eher ein Problem des Mitleidenden.

    Es kommt darauf an, worum es geht.

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    • 9. Januar 2026 um 19:53
    • #31
    Samadhi1876:
    ewald:

    Natürlich ist Mitgefühl auch Trost, aber nicht ein die Schwäche betonender Trost, sondern ein Trost, der auf das Lindern des Leids ausgerichtet ist.

    Ehrliches Mitgefühl ist für den Empfangenden vor Allem ein Gefühl von jemand anderem (endlich) verstanden! und gefühlt! zu werden. Mit etwas sich nun nicht mehr ganz allein zu fühlen.

    Auch wenn manche Empfangende sich dagegen wehren, Mitgefühl von anderen nicht annehmen möchten, weil sie sich dadurch „schwach“ fühlen. Oder weil sich dadurch plötzlich eine unerwartet alte Wunde gerne auf tun möchte um endlich zu heilen. Man diese alte Wunde (verbunden mit Angst, Schmerz, Traurigkeit, Wut) aber gewohnt lieber weiter verstecken möchte.

    Und empfangendes Mitgefühl ist auch oft nur der Anfang für Befreiung von Leid. Der eigentliche Weg erfolgt danach. Selbsterkenntnis. Lernen Sich von eigenen falschen Ansichten und Verhalten zu befreien. Selbstvertrauen. Wahre Liebe und Mitgefühl sich selbst zu schenken. Selbstliebe.

    Musste ich zweimal lesen, bis ich das gefunden habe, das bei mir so ein sentimentales Gefühl erzeugte.

    Ein drittes Mal gelesen, wobei ich Mitgefühl durch Mitleid ersetzte, und ich war sofort vom Sentimentalen befreit.

    Darum :D.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • ewald
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    • 10. Januar 2026 um 14:11
    • #32

    Bei dem Thema 'Mitgefühl als Selbstbetrug' geht es doch gar nicht um Mitleid, sondern darum, wie man sich beim Fühlen für den Anderen selbst betrügen kann. Wie man durch Zuwendung zum Anderen das Selbstgefühl vergisst und man so zum Betroffenen wird. Wenn mir ein Mensch, der mit dem Leben nicht zurechtkommt, Mitgefühl senden würde, wäre mir das sehr unangenehm. Es ist also eine eigene innere Stabilität nötig, um wirkliches Mitgefühl empfinden zu können, um das Leid zu lindern. Das ist ohne Frage Teil der Selbstliebe, um sich selbst nicht im Namen des Anderen zu verleugnen. Selbstbetrug beim Mitgefühl ist, die Eigenverantwortung zu verdrängen.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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