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Keine weiblichen Buddhas (?)

  • Bergmischwald
  • 8. Januar 2025 um 21:34
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  • Bergmischwald
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    • 8. Januar 2025 um 21:34
    • #1

    Dipankara, Sumana, Paduma, Kassapa, Gotama usw. wären alle männlich.

    Es gibt dagegen keinen einzigen Bericht über einen weiblichen Buddha.

    Gibt es dafür eine Erklärung?

  • KarmaHausmeister
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    • 8. Januar 2025 um 22:13
    • #2

    Weil Buddhismus genauso patriarchal angefangen hat wie jede andere Religion?

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Leonie
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    • 8. Januar 2025 um 23:14
    • #3

    Im Pali-Kanon gibt es einige Beispiele, z.b. die Nonne Sela

    Samyutta Nikaya 5

    Hier sind weitere Beispiele:

    Die Anatta

    Und in SN 5 sind mehrere Bhikkhunis aufgezählt.

    S.5.1. Ālavikā S.5.2. Somā S.5.3. Gotami S.5.4. Vijayā S.5.5. Uppalavarnā S.5.6. Cālā S.5.7. Upacālā S.5.8. Sīsūpacālā S.5.9. Selā S.5.10. Vajirā

    :zen:

  • void
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    • 8. Januar 2025 um 23:20
    • #4
    Bergmischwald:

    Dipankara, Sumana, Paduma, Kassapa, Gotama usw. wären alle männlich.

    Es gibt dagegen keinen einzigen Bericht über einen weiblichen Buddha.

    Gibt es dafür eine Erklärung?

    Im Theravada ist es ja so definiert, dass ein "Arhat"ein Befreiter ist - und da gibt es neben männlichen auch weibliche Arhats z.B Buddhas Tante und Stiefmutter Mahaprajapati die ja den Nonnenorden gründete, Uppalavanna und Bhadra Kapilani.

    Ein " Buddha" wie eben Dipankara oder Paduma ist dagegen nicht nur ein Befreiter sondern jemand, der die buddhistische Lehre verkündet, nachdem sie verloren gegangen ist und eine Gemeinschaft ( Sangha) neu begründet.

    Um ein Lehrverkünder zu sein reichen nicht nur die eigenen Fähigkeiten sondern die Leute müssen einem ja zuhören. Was für eine Frau in einer patriarchalen Gesellschaft mitunter schwer ist.

    Wenn man liest wie schwer es überhaupt war neben einem Mönchsorden noch einen Nonnenorden zu gründen, kann man sich ausrechnen wie viele Chancen Skakyamuni gehabt hätte, wenn er keine Mann sondern eine Frau gewesen wäre.

    Die traurige Bilanz ist doch, dass keine der Weltreligionen von einer Frau gegründet wurde. Potentielle weibliche Religion Religionsgründerinnen sind am Patriarchat gescheitert.

    Stell dir vor jemand der die Lehre durchdrungen hat und fähig ist zu lehren, fängt an zu sprechen und alle wenden sich ab und sagen "Geh dich Wächewaschen und Kinderkriegen!"

    Im Mahayana gibt es aber natürlich transzendente Buddhas mit einer weiblichen oder androgynen Form: Tara, Avalokiteshvara als Kannon, Prajanparamita usw.

  • KarmaHausmeister
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    • 9. Januar 2025 um 14:13
    • #5

    Das konnte ich nach einer kruzen Google-Recherche finden:

    Liste der weiblichen Buddhas und Bodhisattvas:

    Netzwerk buddhistischer Frauen in Europa - Frauen und Buddhismus | Dokumente / Gottheitenliste

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Bergmischwald
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    • 9. Januar 2025 um 16:33
    • #6

    Das sind alles aber alles nur weibliche Gottheiten des Vajrayana, keine auf Erden verkörperten Buddhas.

    Und meine Anschlussfrage wäre, aus welchem Grund wollte der Erhabene zuerst den Dhamma ausschließlich nur an Männer weitergeben? Immerhin hat er doch gesagt, Frauen können ebenso die Arahatschaft erreichen.

    Der Grund scheint eher der sozial-kulturellen Art zu sein?

  • Monikamarie
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    • 9. Januar 2025 um 16:44
    • #7

    Hallo Bergmischwald,

    Buddha ist eine Bezeichnung für einem Menschen, der ohne "Vorbild" bzw. entsprechende Lehre allein zur "Erleuchtung gelangte".

    Ein Arahat ist jemand, der/die Lehre gehört, sie befolgt hat und Befreiung erlangte.

    Deshalb konnte der Buddha nicht davon sprechen. Überhaupt war es aus kulturellen Gründen nicht selbstverständlich, als Frau in die Hauslosigkeit zu gehen, deshalb war er auch zunächst gegen ein Nonnenorden.

    In den später gegründeten buddhistischen Orden in China und Tibet, Japan wurde die Lehre mit der Kultur vermischt, deshalb haben wir unterschiedliche Schulen.

    Aber der Kern ist überall derselbe.

    _()_Monika

  • pano
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    • 9. Januar 2025 um 16:57
    • #8

    Aus säkular-buddhistischer Sicht ist die frage müßig, da Buddhas, Arhants und bodhisattvas keine übernatürlichen Superkräfte besitzen und somit sicherlich nicht unfehlbar waren / sind, ist es im Rahmen des möglichen dass der Buddha nie eine patriarchale Sicht vollständig abgelegt hat, oder auch, dass er Feminist war, das Dhamma aber bis zur Verschriftlichung des Pali Kanons schon soweit verwässert wurde (sei es aktiv oder passiv), dass konservative Rollenbilder der örtlichen Gesellschaft Einzug gehalten haben. Relevant ist für mich vielmehr, dass Frauen in unserer buddhistischer Sangha im hier und heute sich willkommen, gleichrangig, sicher und vollumfänglich akzeptiert fühlen können. Am besten fangen wir im Westen da vor der eigenen Haustüre an, denn auch hier sind diese Punkte nicht immer selbstverständlich.

    Die Reihe der Buddhas ist für mich erstmal ein Gleichnis das verdeutlicht, dass das dharma etwas ist, was immer wieder neu entdeckt werden kann, aber auch etwas was verloren gehen kann. Aus meiner Sicht kann dies Türen öffnen, das Dhamma immer wieder neu zu entdecken, zu reformerien wo notwendig, aber auch zu restaurieren wo sinnvoll.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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