1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Theravada-Buddhismus

Über die Vergänglichkeit des Lebens.

  • Igor07
  • 26. Dezember 2024 um 13:23
  • Zum letzten Beitrag
  • chilli68
    Reaktionen
    102
    Punkte
    932
    Beiträge
    160
    Termine
    1
    Mitglied seit
    25. Januar 2024
    Buddh. Richtung
    Buddha, loving kindness
    • 29. Juni 2025 um 22:56
    • #126
    Helmut:

    Was mit den Seelen geschieht ist eine überflüssige Frage, da es keine Seelen gibt, die irgendwo hingehen. Seelen sind nur unsere Einbildungen. Was mit der Energie geschieht, erklärt die Physik mit dem Energieerhaltungsgesetz.

    We don't know. But we will.

  • Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.262
    Punkte
    32.757
    Beiträge
    5.857
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 30. Juni 2025 um 00:03
    • #127
    chilli68:

    Aber: es muss heißen: ... wie quälend der Prozess des Sterbens sein kann (oft: ist, aber nicht immer: ist).

    Ach ja, das Sterben ist wirklich quälend. Ich lese gerade ein neues Buch über das Leben des historischen Buddha. Er hatte enorme Schmerzen – aber ich frage mich immer wieder: Hat er darunter gelitten?

    Das ist der Haken mit der Sprache. Denn der Schmerz des Körpers ist nicht dasselbe wie das Leiden. Der Geist (Citta) muss nicht notwendigerweise mit dem Körper leiden. Ich denke, das ist möglich. Denn – was gehört mir eigentlich? Nichts. Alles ist nur ein Prozess des Wandels.

    Wir alle sind verfangen in unseren mentalen Karten, Schablonen und Modellen. Unsere Sprache ist dualistisch: Subjekt gegen Objekt, Schwarz gegen Weiß, Leben gegen Tod, Samsara gegen Nirvana ...

    Aber die Realität, wie sie ist, gleicht Indras Netz – einem holografischen Universum, in dem alles mit allem verbunden ist.

    Ich habe sehr viel über dieses Thema reflektiert – praktisch rund um die Uhr –, als mein Vater im Sterben lag. Er war blind, dement, bettlägerig und sehr alt. Der Tod kann auch als Erlösung gesehen werden, selbst wenn das zynisch klingt. Er war 97. So alt werde ich wohl nie.

    Und trotzdem hat mir das sehr viel Angst gemacht. Wie soll ich das alles aushalten? Aber ich wusste, dass ich ihn begleiten muss. Ich hätte es mir nie verziehen, wenn ich es nicht getan hätte.

    Also las ich alles Mögliche, was der Buddhismus über Vergänglichkeit sagt. Das ist doch das zentrale Thema überhaupt – oder?

    Niemand von uns kann dem Alter, der Krankheit und dem Tod entkommen.

    Ich denke oft darüber nach, wie ich sterben werde. Werde ich am Ende alles loslassen können? Werde ich mich an nichts mehr klammern? Ich weiß es nicht. Vielleicht will ich es gar nicht wissen. Aber fliehen kann ich nicht.


    [lz]

    10. Es sah, ihr Mönche, der Prinz Vipassī, als er zum Park fuhr, eine Menschenmenge, die eine Bahre aus verschieden gefärbten Stoffen anfertigte. Dies gesehen, sprach er den Wagenlenker an: 'Warum, lieber Wagenlenker, fertigt diese Menschenmenge eine Bahre aus verschieden gefärbten Stoffen an?' - 'Da ist, Herr, ein Toter.' - 'Dahin, lieber Wagenlenker, wo der Tote ist, lenke den Wagen.' - 'So sei es, Herr.' Nachdem, ihr Mönche, dies der Wagenlenker dem Prinzen Vipassī geantwortet hatte, lenkte er den Wagen zu dem Toten. Es sah, ihr Mönche, der Prinz Vipassī den Verstorbenen. Dies gesehen sprach er den Wagenlenker an: 'Warum, lieber Wagenlenker, nennt man dies einen Toten?' - 'Das ist eben, Herr, ein Toter, nicht mehr können ihn Vater, Mutter und andere Blutsverwandte sehen und auch er kann nicht mehr Vater, Mutter und andere Blutsverwandte sehen.' - 'Habe auch ich, lieber Wagenlenker, die Eigenschaft des Sterbens, bin auch ich dem Sterben unterworfen? Werden auch mich der König, die Königin und andere Blutsverwandte nicht mehr sehen, und werde auch ich den König, die Königin und andere Blutsverwandte nicht mehr sehen?' - 'Auch du, Herr, und auch ich, wir alle haben die Eigenschaft des Sterbens, sind dem Sterben unterworfen. Dich werden der König, die Königin und andere Blutsverwandte nicht mehr sehen, und auch du wirst den König, die Königin und andere Blutsverwandte nicht mehr sehen.' - 'Dann, lieber Wagenlenker, genug für heute mit dem Park, lass uns zum Palastzentrum zurückkehren.' - 'So sei es, Herr.' Nachdem, ihr Mönche, der Wagenlenker dies dem Prinzen Vipassī geantwortet hatte, kehrte er zum Palastzentrum zurück. Dort im Palastzentrum, ihr Mönche, grübelte der Prinz Vipassī traurig und niedergeschlagen: Schrecklich ist Geburt, weil für den Geborenen unweigerlich Alter, Krankheit und Sterben entstehen.[/lz]

    Lehrrede vom großen Bericht

    Und wenn ich diesen Abschnitt wieder und wieder lese, stelle ich mir immer die Frage: Warum fühlte sich für den Prinz Vipassī alles so schrecklich an? Er war doch jung und kerngesund.

    Was wir alle als selbstverständlich hinnehmen, war für ihn nicht so.

    In der modernen Konsum- und Leistungsgesellschaft ist es besser, über den Tod nicht zu sprechen. Das Sterben wie auch der Tod gehören ins Krankenhaus, Hospiz oder ins Pflegeheim.

    Aber mit jedem Augenblick rückt der Tod näher. Die Uhr tickt. Immer lauter. Ich höre sie.

    Wenn jeder von uns das hören würde, dann würden wir nicht mehr über den Dhamma sprechen( und so viele Begriffe ) – wir würden ihn am eigenen Leib erleben. „Durch-Leib-leid-en“. „Er-leid-en“. Und dieser Leib wird mit Sicherheit eines Tages zur Leiche. Tod-sicher. Die Sprache lügt nicht.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Qualia
    Reaktionen
    2.771
    Punkte
    19.401
    Beiträge
    3.282
    Blog-Artikel
    8
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (71)
    • 30. Juni 2025 um 09:26
    • #128

    Indras Netz, wie ich es verstanden habe. Unzählbar viele Punkte sind nur darum von mir, als ein Netz zu erkennen, weil ich Linien/Fäden zwischen den Punkten zu erkennen glaube.

    Kunststricken: Mit einem Faden erschaffe ist etwas, das scheinbar an Punkten befestigt ist.

    Weil ich Fäden erkenne, erkenne ich auch Knoten. Weil ich ein Netz erkenne, vergesse ich, dass es nur ein Faden ist.

    Ich weiß nur, dass es Punkte gibt und keine Fäden oder ich weiß, dass es ein Netz ist, also keine Punkte gibt, sondern Knoten.

    Wenn ich den Faden sehe und seine Knoten, dann glaube ich, alles ist miteinander verbunden, doch das ist unwirklich, weil ich meinen Faden sehe und nicht mehr die Punkte, die ich mit meinem Faden verblendet habe.

    Ich glaube an meine Meinung und leide an ihr, weil ich meine Fäden sehe, doch nicht, dass ein anderer ein anderes Netz hat.

    Oder ich sehe meine Meinung als Netz, das ich geknüpft habe und weiß, dass es nur eine Verblendung der Realität ist, dann leide ich nicht durch meine Meinung.

    Meinung steht gegenüber einer Meinung. Wir können uns über unsere Knüpf-/ Stricktechnik unterhalten, doch, wenn beide auf ihr Richtig bestehen, kommt es zu Konflikten.

    Wenn einer weiß, die Meinungen sind nur Modelle, kann es zu Konflikten kommen, doch mindestens einer wird nicht darunter leiden, er löst einfach seine Meinung auf.

    Wissen beide, die Meinungen sind nur Modelle, können sie mit Freude vollkommen verwirrend für andere ihre Meinungen austauschen und immer Freunde sein. Sie knüpfen tatsächlich kurzzeitig eine gemeinsame Meinung.


    Die habe ich mal vor 22 Jahren gemacht, 1,80 Durchmesser. Für das abhäkeln brauchte es 2 Std.

    Damit wurde mir Indras Netz klar, mein Fadenknüpfen. Ziehe ich diesen Faden, löst sich mein Netz auf und von ehemaligem Fadennetz bleibt nur eine Einbildung. Vergänglichkeit in Perfektion.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.262
    Punkte
    32.757
    Beiträge
    5.857
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 30. Juni 2025 um 11:39
    • #129
    Qualia:

    Meinung steht gegenüber einer Meinung. Wir können uns über unsere Knüpf-/ Stricktechnik unterhalten, doch, wenn beide auf ihr Richtig bestehen, kommt es zu Konflikten.

    Qualia , mein Lieber,


    Wir alle leben in Modellen, aber der Hinweis auf den Mond ist nicht der Mond selbst.


    In diesem Zusammenhang erinnere ich an den dritten Fall aus dem Mumonkan: „Guteis Finger“.


    Das Erleben geschieht in mir – nicht da draußen.


    Ansonsten wäre es wohl besser, den Finger abzuschneiden.


    Tja, ironisch gemeint.


    Auch Qualia lässt sich nicht vermitteln. Sie ist subjektiv – und dennoch real. In diesem Sinne: Sie wirkt. Bestimmt! :)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Helmut
    Reaktionen
    2.743
    Punkte
    16.558
    Beiträge
    2.701
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 30. Juni 2025 um 13:45
    • #130
    Jens:
    Helmut:

    Was mit den Seelen geschieht ist eine überflüssige Frage, da es keine Seelen gibt, die irgendwo hingehen. Seelen sind nur unsere Einbildungen. Was mit der Energie geschieht, erklärt die Physik mit dem Energieerhaltungsgesetz.

    Fragen sind nie überflüssig.

    Seelen sind auch keine Einbildungen,sondern Vorstellungen.

    Du hast andere Vorstellungen,das ist alles.

    Die Vorstellung,das es so etwas wie eine Seele gibt,ist uralt und und hat noch ein langes Leben vor sich.

    Nur weil die Vorstellung von einer Seele uralt ist, bedeutet dies ja nicht, dass es sie auch der Realität entspricht. Der Begriff Seele hat keine Benennungsgrundlage in der Realität. Genauso wie die Vorstellung, die Erde sei eine Scheibe. Auch diese Vorstellung gab es über einen sehr langen Zeitraum, obwohl die Erde nie eine Scheibe war. Sie war auch zu den Zeiten, als man dachte, die Erde sei eine Scheibe, immer schon eine Kugel.

    So wie man nicht aufzeigen kann, dass die Erde eine Scheibe ist, so hat auch bisher keiner aufzeigen können, was denn die Seele sein soll. Das ist genauso wie den Hasenhörnern. Man hat eine Vorstellung von ihnen, aber gibt sie nicht.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Jens
    Reaktionen
    49
    Punkte
    404
    Beiträge
    71
    Mitglied seit
    26. Juni 2025
    Buddh. Richtung
    Ich kenne noch nichts,möchte erst sehen.
    • 30. Juni 2025 um 15:38
    • #131

    Du bist sehr eifrig,wenn es gilt,jemanden von Vorstellungen abzubringen,die,nach deiner Vorstellung,unsinnig,überholt,wissenschaftlich nicht haltbar sind.Ich habe nichts erwähnt von Erde als Scheibe oder Hasenhörnern.Du unterstellst mir einfach etwas.Es lohnt sich,glaube ich,auch nie zu vergessen,daß die Maßstäbe,mit denen man in der Welt herumläuft,in den allermeisten Fällen nicht die eigenen sind,daß man,gerade im wissenschaftlichen Bereich,mehr als Handelsvertreter übernommener Sichtweisen unterwegs ist.

    Wissenschaft ist nur ein Deutungs- und Erfahrungskollektiv unter vielen anderen,allerdings das mit Ressourcen am besten ausgestattete und zentral in der Wahrnehmung der Interessen des Staates und seiner angeschlossenen Organe.

    Dieser Großstruktur steht der kleine einzelne Mensch gegenüber,und muss für sich die Bilanz über das ziehen,was er sehen,mittragen und erdulden muss.

  • pano
    Ohrensessel-Buddhist
    Reaktionen
    1.837
    Punkte
    8.777
    Beiträge
    1.323
    Blog-Artikel
    2
    Mitglied seit
    4. Dezember 2022
    • 30. Juni 2025 um 15:57
    • #132

    Der Liebe Helmut ist auf jedenfall kein engstirniger Wissenschaftsfanatiker oder Naturalist. Diese Rolle fällt hier eher mir zu und ich schätze Helmut für seine buddhistische religiöse Perspektive von der ich viel lernen kann (auch wenn mein Pfad ein anderer ist so mag ich die Begegnungen wenn sich unsere Pfade kreuzen).

    Manchmal rasseln Helmut und ich aneinander (wenn ich mal wieder Nagarjuna unorthodox auslege zum Beispiel). Aber ich finde das eigentlich stets wertvoll.

    Es macht schon Sinn zu erwähnen wenn eine Vorstellung orthodoxer buddhistischer Lehre widerspricht. Das heißt nicht dass man beim lesen verpflichtet ist die orthodoxe Sicht anzunehmen, aber niemand sollte sich rechtfertigen müssen Kernlehren wie anatmen zu referenzieren.

  • Helmut
    Reaktionen
    2.743
    Punkte
    16.558
    Beiträge
    2.701
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 30. Juni 2025 um 16:01
    • #133

    Du redest an meinem Beitrag vorbei.

    Genauso wie die Vorstellung eines Hasenhorns und die Vorstellung, die Erde sei eine Scheibe, keine Grundlage in der Realität haben, so hat auch die Vorstellung einer Seele keine Grundlage in der Realität. Egal wie bisher Seele definiert wurde, niemand hat ein Phänomen benennen können, das die Definition der Seele erfüllt. Also gibt es dann auch keine Seele. Das ist 1.Klasse Logik.

    Aber wir erleben eben, dass Menschen über lange Zeit an Vorstellungen festhalten, die kein Äquivalent in der Realität haben. Diese Vorstellungen sind natürlich auch eine Realität, aber sie sind inhaltlich sinnlos. Für die Menschen, die an solchen Vorstellungen, die keine Grundlage in der Realität haben, festhalten, haben sie natürlich eine Bedeutung. Sonst würden sie nicht daran anhaften. Sie haften an Illusionen an.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Jens
    Reaktionen
    49
    Punkte
    404
    Beiträge
    71
    Mitglied seit
    26. Juni 2025
    Buddh. Richtung
    Ich kenne noch nichts,möchte erst sehen.
    • 30. Juni 2025 um 16:45
    • #134
    Helmut:

    Du redest an meinem Beitrag vorbei.

    Genauso wie die Vorstellung eines Hasenhorns und die Vorstellung, die Erde sei eine Scheibe, keine Grundlage in der Realität haben, so hat auch die Vorstellung einer Seele keine Grundlage in der Realität. Egal wie bisher Seele definiert wurde, niemand hat ein Phänomen benennen können, das die Definition der Seele erfüllt. Also gibt es dann auch keine Seele. Das ist 1.Klasse Logik.

    Aber wir erleben eben, dass Menschen über lange Zeit an Vorstellungen festhalten, die kein Äquivalent in der Realität haben. Diese Vorstellungen sind natürlich auch eine Realität, aber sie sind inhaltlich sinnlos. Für die Menschen, die an solchen Vorstellungen, die keine Grundlage in der Realität haben, festhalten, haben sie natürlich eine Bedeutung. Sonst würden sie nicht daran anhaften. Sie haften an Illusionen an.

  • Jens
    Reaktionen
    49
    Punkte
    404
    Beiträge
    71
    Mitglied seit
    26. Juni 2025
    Buddh. Richtung
    Ich kenne noch nichts,möchte erst sehen.
    • 30. Juni 2025 um 17:10
    • #135

    Das ist 1.Klasse Logik....

    Aber wir erleben eben,...

    Für die Menschen, die an solchen....

    Sonst würden sie nicht daran anhaften. Sie haften an Illusionen an

    Du gehst auf meine Antwort gar nicht ein.

    Ziehst meine Fähigkeit,logisch zu denken in

    Zweifel(..1.Klasse Logik).

    Vermeidest es,mich als der,der ich bin,direkt anzusprechen, begibst dich stattdessen in die Wir-Perspektive(Aber wir erleben eben,...)packst mich damit in eine Schublade,entpersonalisierst mich,problematisierst mich.

    Wirklich getroffen hat mich diese Sentenz:

    "Für die Menschen, die an solchen Vorstellungen, die keine Grundlage in der Realität haben, festhalten, haben sie natürlich eine Bedeutung. Sonst würden sie nicht daran anhaften. Sie haften an Illusionen an."

    Der Mensch als Anhaftung.

  • Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.262
    Punkte
    32.757
    Beiträge
    5.857
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 30. Juni 2025 um 18:31
    • #136

    Welche seltsame Diskussion. Hier sind nur zwei Beispiele aus dem Pali-Kanon – es geht bestimmt um die persönliche Identität. Das scheint mir absolut logisch, wenn ich nur aufmerksam lese. Heißt es die Seele oder anders, sei dahingestellt.

    Sechsmal aber, Anando, weiß ich, ist es gewesen, daß ich an diesem Orte den Leib abgelegt habe,

    und zwar als ein König, als Erderoberer, als gerechter und wahrer Herrscher, ein Sieger bis zur

    Mark der See, der seinem Reiche Sicherheit schuf, mit den sieben Juwelen begabt war; diesmal leg’

    ich zum siebentenmal den Leib ab.

    (Digha Nikaya 17 – Übersetzung: Karl Eugen Neumann)


    Du möchtest nun wohl denken, Hausvater, daß der Brahmane Velāma, der damals solch große

    Gabe spendete, irgendein fremder Mensch gewesen war. Doch das sollst du nicht denken; denn der

    Brahmane Velāma, der damals jene große Gabe spendete, der war ich.

    (Anguttara Nikaya 9,20 – Übersetzung: Nyanatiloka/Nyanaponika)

    Das ist bitte schön die reine Reinkarnation, also kein Anatta.

    Ich zitiere abschließend das buddhistische Wörterbuch:


    [lz]

    Im höchsten Sinne (paramattha) nämlich, so lehrt der Buddhismus, ist das sog. Dasein ein bloßer Prozess von beständig wechselnden körperlichen und geistigen Phänomenen, und weder innerhalb noch außerhalb dieses Werdeprozesses ist irgend eine beharrende Ich-Einheit oder Persönlichkeit anzutreffen.

    Wenn also in den Texten von einem Wesen, einer Person, einem Selbst oder gar von der Wiedergeburt eines Wesens die Rede ist, so ist das selbstverständlich nicht im absoluten und höchsten Sinne (paramattha) gesagt, sondern als bloße 'konventionelle Ausdrucksweise' (vohāra-vacana) aufzufassen.

    Die einzigen, wenn auch nur jedes Mal bloß für einen Moment aufblitzenden und dann sofort wieder für immer verschwindenden Realitäten (paramattha-dhamma) sind eben die 5 Daseinsgruppen oder, in ihrer Dreiergruppierung, Bewußtsein, Geistesfaktoren und Körperlichkeit. Vgl. anattā. [/lz]

    Zum Dessert:

    Ihr mögt nun glauben, o Mönche, daß jener Wagenbauer von damals irgendein Fremder gewesen

    war. Doch dem ist nicht so, ihr Mönche, denn jener Wagenbauer von damals war ich. Damals nun,

    ihr Mönche, verstand ich mich auf die Unebenheiten, Fehler und Mängel des Holzes. Jetzt aber als

    Heiliger, vollkommen Erleuchteter verstehe ich mich auf die Unebenheiten, Fehler und Mängel in

    Werken, Worten und Gedanken.

    (Anguttara Nikaya 3,15 – Übersetzung: Nyanatiloka/Nyanaponika)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.262
    Punkte
    32.757
    Beiträge
    5.857
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 17. Januar 2026 um 12:20
    • #137

    Kleines Update. Vor Kurzem ist eine echt tolle Arbeit erschienen. Von Virya, BGM München: Kāyagatāsati. Man sollte sich die eigene Leiche sehr gut vorstellen, in den vielen möglichen Zuständen der Verwesung. Na ja, aber damit ist keine abwegige oder kranke Ansicht zu verstehen, denn das ist unser gemeinsames Los, das Schicksal, und wenn wir uns damit identifizieren, dann verlieren wir den eigenen Körper so oder so. Diese Übung ist besonders verbreitet in der Waldkloster-Tradition, und im Visuddhimagga gibt es auch sehr klare Anweisungen. Nicht zu vergessen meinen lieben Bhikkhu Anālayo, der immer betont, dass genau dieser Moment der letzte sein könnte, also diese sehr tief verwurzelte Neigung, uns mit der Form (also dem Körper) innerlich zu identifizieren, bringt am Ende nur noch mehr Leid.
    Ich verlinke den Text und wünsche euch allen viel Spaß. Ja, ganz genau, die Befreiung bedeutet Freude, nicht mehr, aber nicht weniger. Der Lichtblick sollte reichen. Makaber klingt es für alle, die ewig leben wollten. Unsere Konsum-Leistungs-Gesellschaft suggeriert diesen Traum, also Wellness-Buddhismus, aber das ist nicht meine Sorge.


    Zitat

    Viriya

    Kāyagatāsati - Das unterschätzte Multitool

    Kategorie(n): Meditation

    veröffentlicht Dezember 2025

    Eine eingehende Besprechung der tieferen Aspekte der Körperbetrachtung.

    https://www.dhamma-dana.de/files/Dhamma%20Dana/Buchcover/Autoren_A-Z/viriya/Viriya%20-%20Kayagatasati.pdf

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.262
    Punkte
    32.757
    Beiträge
    5.857
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 12. Februar 2026 um 11:01
    • #138

    Das sind wieder meine eigenen Reflektionen zum Thema. Wenn ich Ñāṇavīra Thera in der letzten Zeit lese, berühren mich sein tragisches Schicksal wie auch seine nicht traditionelle Position auf sehr tieferer Ebene.

    Bei Martin Heidegger geht es um das "Man"( =niemand), das ist etwas Vages, etwas Verschwommenes, nicht Fassbares.

    Aber das Alter, Krankheit und Tod gehören mir, meiner Mein-ig-keit, meiner Eigentlichkeit. Dhamma kann man nur am eigenen Leib er-leid-en, durch den eigenen Leib erleben, erfahren, egal welche Diskussionen gehen verloren, wenn dieser wichtige Faktor außer Acht gelassen würde.

    Wenn ich jeden Tag als den letzten lebe, dann die letzte Stunde, dann diese letzte Minute, als ich diese Wörter schreibe, was hinterlasse ich in diesem letzten Augenblick vor dem endgültigen Tod des Körpers?

    Sehr viele glauben an das Leben nach dem Tod, wie auch an die Wiedergeburt. Das alles sind die Schlupflöcher, die meine eigene Praxis des Dhamma nur hindern, es reicht mir aus, dass ich vor dem eigenen Gewissen niemals fliehen kann.

    In einem Sutta sagt der Buddha, wer so meditiert, als wäre es sein letzter Atemzug, nur das wäre die richtige Praxis, die auch transformativ wirken könnte, wie es mein lieber Autor Analayo immer betont.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Railex
    Reaktionen
    509
    Punkte
    2.763
    Beiträge
    446
    Mitglied seit
    21. März 2021
    • 12. Februar 2026 um 12:21
    • #139
    Igor07:

    Bei Martin Heidegger geht es um das "Man"( =niemand), das ist etwas Vages, etwas Verschwommenes, nicht Fassbares.

    Aber das Alter, Krankheit und Tod gehören mir, meiner Mein-ig-keit, meiner Eigentlichkeit. Dhamma kann man nur am eigenen Leib er-leid-en, durch den eigenen Leib erleben, erfahren, egal welche Diskussionen gehen verloren, wenn dieser wichtige Faktor außer Acht gelassen würde.

    Bei Heidegger geht es darum das "Man=das uneigentliche Leben" zu vermeiden und angesichts der Tatsache des Todes, sein Leben nach der "Geworfenheit" in diese Existenz, selbstbestimmt zu entwerfen, um ein authentisches, wahrhaftes und "eigentliches" Leben zu führen.


    Ein eigentliches Leben im heideggerschen Sinne, bedeutet ja gerade dieses Sein, als ein "Sein zum Tode", als die äußerste Möglichkeit des Daseins ,entschlossen anzunehmen, in einer Wahrhaftigkeit sich selbst gegenüber.


    Das Leben im "Man" bedeutet Zerstreuung und ein Ausweichen vor der Endlichkeit und bleibt uneigentlich.


    "Dem Dasein (menschliches Sein) geht es in seinem Sein um dieses Sein selbst".

    ....aus "Sein und Zeit".


    "Dasein" hat ein Verhältnis zum Sein, in Form von Sorge,Zweifel Angst (vor dem Tode), Schuld, Sinnfragen und Entscheidungen.


    Die Angst offenbart das Sein, der Tod individualisiert und enthebt den Menschen aus der uneigentlichkeit des "Man".


    Bei Heidegger ist das "Ich" eine Vollzugsweise zur Existenz und bei Buddha ein Bedingungsgefüge.

    Bei Beiden ein Geschehen oder Prozess.


    Heidegger bleibt phänomenologisch, während Buddha einen Weg zur Befreiung aufgezeigt hat.

    Konstitutiv ist die Tatsache des Todes in beiden Philosophien und die Existenz deshalb nicht neutral, sondern immer schon "angespannt".


    Allerdings "klärt" das Bewusstsein der Endlichkeit und lähmt nicht, es macht das Leben ernst (Heidegger) und ist Grundlage von Weisheit (Buddha).

  • Qualia
    Reaktionen
    2.771
    Punkte
    19.401
    Beiträge
    3.282
    Blog-Artikel
    8
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (71)
    • 12. Februar 2026 um 12:32
    • #140

    Mein Leben vergeht nicht, es entsteht auch nicht, es ist einfach nur hier.


    Ich kann an Geburt, Altern, Krankheit, Sterben glauben. Ist eines davon real, gibt es keinen Glauben, es ist. Der Glaube oder die Furcht vor den Vier war vollkommen sinnloses Grübeln.


    Was hinterlasse ich, wenn ich sterbe, mein Leben verliere?

    Da kann ich mir die wildesten Gedanken machen, alle verkürzen meine Lebenszeit, nicht mein Leben, das hat keine Zeit.

    Ist mir bewusst, dass Leben keine Lebens-Zeit ist, sondern ausschließlich jetzt, dann hinterlasse ich nichts.

    Ich nehme auch nichts mit. Leben weg, nichts mehr da. Ich hinterlasse nur etwas für die Lebenden, aber das ist mir nicht mehr bewusst, wenn ich nicht mehr bin.


    Was hinterlasse ich, wenn ich in meinem Mittagsschlaf bin? Was sollte ich hinterlassen, wenn es nichts gibt, das ich bewusst dann habe?


    Ich lebe! Wenn ich aus meinem Schlaf erwache, kann ich glauben, dass ich auch im Schlaf gelebt habe, doch im Wachen ist mir nur ein riesiges schwarzes Zeit-Loch der Leerheit bewusst: Tod.

    Nur weil ich Angst vor dem Wort „Tod“ habe, kann ich doch nicht leugnen, dass ich in jeder Bewusstlosigkeit tot war, wenn auch nicht für die Lebenden.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    3 Mal editiert, zuletzt von Qualia (12. Februar 2026 um 12:55)

  • Qualia
    Reaktionen
    2.771
    Punkte
    19.401
    Beiträge
    3.282
    Blog-Artikel
    8
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (71)
    • 12. Februar 2026 um 12:47
    • #141

    Wer den Tod fürchtet, sollte lernen, Geburt, Altern, Krankheit und Sterben mit größter Achtung zu begegnen. Denn um den Tod braucht sich kein Mensch Mühe zu geben. Der Tod beendet mein Leben. Warum sollte ich auch nur eine Sekunde dem Glauben verfallen, dass er zu meinem Leben gehört?


    Wer mir Angst vor meinem Tod (Versagen, Verlust, Unglück) macht, hat nichts anderes im Sinn, als mein Bestes zu wollen: Lebenszeit.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (12. Februar 2026 um 12:52)

  • Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.262
    Punkte
    32.757
    Beiträge
    5.857
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 12. Februar 2026 um 13:09
    • #142
    Railex:

    Heidegger bleibt phänomenologisch, während Buddha einen Weg zur Befreiung aufgezeigt hat.

    Konstitutiv ist die Tatsache des Todes in beiden Philosophien und die Existenz deshalb nicht neutral, sondern immer schon "angespannt".

    Na ja, der Buddha war eher der Heilspragmatiker, aber kein trockener Philosoph, scheint mir.
    Ñāṇavīra befasst sich sehr ausführlich damit, weil er nicht mehr praktizieren konnte. Ansonsten hätten wir das Ganze nicht gelesen. Dieses Gefühl, so wie hinein( "hinaus")-geworfen zu sein in ein fremdes Universum, kann ich beim historischen Buddha nicht finden. Damals waren die Upanishaden und die Veden in Mode, auch sehr viele religiöse Strömungen, so wie seine zwei ehemaligen Lehrer, die beide die Kunst der tiefen Versenkung einwandfrei beherrscht hatten.
    Und das war der Grund für die mystischen Erfahrungen. Ñāṇavīra distanziert sich entschieden auch von dieser Art des Mystizismus, so auch von Mahayana und Zen.
    Aber er bestreitet niemals die Wiedergeburt als Fakt, denn es steht so in den Sutren. Nur sie spielt für ihn keine Rolle mehr.

    A. Camus stellt doch diese Frage über den Suizid, oder? Wahrscheinlich war es am Ende die zentrale Frage für Ñāṇavīra. Weiß nicht...:?

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Qualia
    Reaktionen
    2.771
    Punkte
    19.401
    Beiträge
    3.282
    Blog-Artikel
    8
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (71)
    • 12. Februar 2026 um 13:31
    • #143

    Auch Ñāṇavīra wollte als Buddhist in einer Gruppe von Buddhisten erscheinen, nicht ganz und gar ausgeschlossen, verlassen, ausgestoßen. „Die Wiedergeburt ist wahr“ war ein guter Schutz, obwohl er wusste, dass er sich damit nur verblendet, damit er nicht erkannt wird. Ein Buddha muss zu geschickten Mitteln greifen, wenn er weiterhin in einer Sangha leben will und auch schon aus Natur muss.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.262
    Punkte
    32.757
    Beiträge
    5.857
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 12. Februar 2026 um 14:07
    • #144
    Qualia:

    Die Wiedergeburt ist wahr“ war ein guter Schutz, obwohl er wusste, dass er sich damit nur verblendet, damit er nicht erkannt wird.

    Qualia -


    Doch!:!: Für ihn war die Wiedergeburt wirk-lich wahr.

    Aber nicht dieses traditionelle Drei-Leben-Modell, wie auch die Wahrheit im höchsten Sinne.

    Diese Sichtweise verspottete er sogar.

    Er meinte, er sei der in den Strom Eingetretene, das beweisen auch seine früheren und späteren Briefe.

    Die klingen anders und setzen andere Akzente.

    Und noch eins. Ihm war auch egal, wie diese Orthodoxie sein Werk empfinden würde.

    Er war der Brite, also der Europäer, konvertiert, und dann diese ganze Rebellion.

    Wenn nur einige mich lesen, schrieb er, dann hätte es sich gelohnt.

    Jetzt gibt es sogar sehr viele Monografien und auch seine Nachfolger, die den existenziellen Zugang mit Theravada verbinden.

    Mit meinen persönlichen Interessen war es eigentlich ein totaler Volltreffer.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Qualia
    Reaktionen
    2.771
    Punkte
    19.401
    Beiträge
    3.282
    Blog-Artikel
    8
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (71)
    • 12. Februar 2026 um 14:21
    • #145
    Igor07:
    Qualia:

    Die Wiedergeburt ist wahr“ war ein guter Schutz, obwohl er wusste, dass er sich damit nur verblendet, damit er nicht erkannt wird.

    Qualia -


    Doch!:!: Für ihn war die Wiedergeburt wirk-lich wahr.

    Aber nicht dieses traditionelle Drei-Leben-Modell, wie auch die Wahrheit im höchsten Sinne.

    Diese Sichtweise verspottete er sogar.

    Er meinte, er sei der in den Strom Eingetretene, das beweisen auch seine früheren und späteren Briefe.

    Die klingen anders und setzen andere Akzente.

    Und noch eins. Ihm war auch egal, wie diese Orthodoxie sein Werk empfinden würde.

    Er war der Brite, also der Europäer, konvertiert, und dann diese ganze Rebellion.

    Wenn nur einige mich lesen, schrieb er, dann hätte es sich gelohnt.

    Jetzt gibt es sogar sehr viele Monografien und auch seine Nachfolger, die den existenziellen Zugang mit Theravada verbinden.

    Mit meinen persönlichen Interessen war es eigentlich ein totaler Volltreffer.

    Alles anzeigen

    Bei mir waren Ñāṇavīra und R. G. de S. Wettimuny die mir jeden Glauben an Buddha austrieben. Der Buddha brauchte meinen Glauben nicht, nur Vertrauen in ihn und mich.

    Meine „Biestigkeit“ entstand leider schon sehr früh und so verdarben die drei mir einen sentimentalen Umgang mit Buddhisten. Zu der Zeit hatte ich schon lange erfahren: Ich bin immer allein, doch niemals einsam. Darum machte es mir nichts aus. Die Vergänglichkeit war erkannt und Leben war hellwach.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download