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  1. Buddhaland Forum
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Bedeutet je mehr Weisheit erworben wurde einen jüngeren Tod

  • Ravena
  • 22. August 2024 um 21:40
  • Zum letzten Beitrag
  • Ravena
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    • 22. August 2024 um 21:40
    • #1

    Hallo zusammen

    Im Grunde möchte ich wissen, ob der Buddhismus, den ich oft durch inneres Wissen und Weisheit gekennzeichnet sehe bejahen würde, das ein Leben früher endet, wenn jemand sehr viel Wissen und Weisheit erlangt hat?

    Und falls ja, können weise Menschen ihren Tod dennoch weiter rauszögern, weil sie noch leben wollen oder widerspricht das einer Weisheit des Buddhismus?

    Ist es nicht auch weise, das Leben zu erfahren und wenn man alles und alle in einem negativen Licht sieht, für die eigenen Schwächen blind ist, - ist das nicht ein Abwenden vom Leben und damit das Warten auf den Tod? Ist der Tod nicht schon längst bei denen und das Leben eher ein dahinsiechen und langsames Sterben, die sich nicht weiterentwickeln wollen und nur dem Aussen eine Erwartungshaltung entgegen bringen?

    Ist es nicht auch weise, Fehler zu machen, um aus ihnen zu lernen und wenn man aus ihnen gelernt hat, Glück zu erleben. Ist Glück demnach, das wir empfinden nicht auch eine Weisheit und nicht etwas, das von Aussen kommt?

    Je mehr ich schreibe, desto mehr Fragen tun sich auf.

    Liebe Grüße

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    • 22. August 2024 um 21:49
    • #2

    Ja! Es bedeutet den jüngeren Tod der egoistischen Persönlichkeit, nicht das jüngere Beenden des Lebens.

    Je mehr Weisheit, je interessanter wird das Leben. Je mehr werden meine Handlungen, die mir schaden, vermindert. Für ein Gegenüber kann es sein, dass ich sogar narzisstisch erscheine, damit kann man (lange) leben.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

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    • 22. August 2024 um 21:53
    • #3

    Ich wuerde alle deine Fragen mit 'Nein' beantworten, wenn ich sie beantworten koennte. Aber das kann ich nicht.

    Gruss zurueck.

  • void
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    • 22. August 2024 um 23:10
    • #4
    Ravena:

    Hallo zusammen

    Im Grunde möchte ich wissen, ob der Buddhismus, den ich oft durch inneres Wissen und Weisheit gekennzeichnet sehe bejahen würde, das ein Leben früher endet, wenn jemand sehr viel Wissen und Weisheit erlangt hat?

    Also Buddha selbst wurde 80 was für die damalige Zeit sehr alt war. Dadurch, dass er so alt wurde, konnte er vielen Menschen helfen.

  • TinyNight13076
    Gast
    • 23. August 2024 um 19:19
    • #5

    Mehr Weisheit bedeutet keinen Tod mehr zu erleben. Aber ein Schritt nach dem anderen.

    Diese Antwort ist aber nicht geeignet für den Bereich hier.

    Während du dich vielleicht hier im Forum einliest, kannst du dir die Frage stellen : “Wer bin ich?”.

    Könntest du hier schreiben, wenn du keine Eltern und Großeltern hättest?

    Könntest du hier schreiben, wenn es keine Luft,Wasser,Erde,Sonne geben würde?

    Alle deine Fragen, und Fragen die du dir jetzt noch nicht einmal vorstellen kannst, klären sich, wenn du weißt wer und was du bist.

    Herzlich willkommen!

    Mögen wir alle Frieden finden!

  • Bebop
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    • 19. September 2024 um 15:46
    • #6
    Ravena:

    das ein Leben früher endet, wenn jemand sehr viel Wissen und Weisheit erlangt hat?

    Das würde keinen Sinn machen, wenn man den Buddhismus mit Bodhisattva-Ideal praktiziert, da man ja sowieso wiederkommen soll, bis alle errettet sind. Dann kann man auch gleich länger bleiben. Man kann sogar sehen, dass angeblich Erwachten die Demenz etc. nicht erspart bliebe, also das Wissen wieder abhanden kam (wahrscheinlich auch die Weisheit). Jaja, seltsam ist das.

    Um solche Gedanken zu erledigen, würde ich mich mal von der Babystation anrufen lassen, wenn sie gerade eines da haben, das eine Lebenserwartung von 3 Tagen hat.

  • crocus
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    • 19. September 2024 um 16:36
    • #7

    Ich habe eine Reihe von klugen und weisen Menschen gehen sehen 'vor ihrer Zeit'. Zum Teil geschah das regelrecht in Wellen, d.h. viele gingen auf einmal. Da fragt man sich natürlich: Zufall? Und wenn nein, warum? Ich habe mir dann aus dem Mahayana eine Möglichkeit zusammengebaut: Wenn es Welten gibt, so zahlreich wie die Sandkörner am Ganges, wenn es reine Länder gibt, in die man nur mit hinreichendem Entwicklungsstand kommt, vielleicht wurden dann die früh Gegangenen sozusagen 'abberufen', weil woanders für sie angemessenere Entwicklungs-/Wirkungsumgebungen zum Wohle fühlender Wesen bereitstehen? Das wäre tatsächlich ein Fall, wo das Leben von Klugen und Weisen auf dieser Erde früher endet, allerdings wäre dieses Ende auch ein neuer Anfang. Eine neue Etappe auf dem Pfad eines Bodhisattvas.

  • JoJu91
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    • 20. September 2024 um 07:58
    • #8

    "

    Viele sterben zu spät, und einige sterben zu früh.

    Noch klingt fremd die Lehre: 'Stirb zur rechten Zeit !'.

    Freilich, wer nie zur rechten Zeit gelebt hat,

    wie sollte der je zur rechten Zeit sterben ?

    "

    ("Vom freien Tode", Also sprach Zarathustra)

    :?

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    • 20. September 2024 um 09:08
    • #9

    Sterben ist für den Sterbenden immer zur rechten Zeit.

    Für die nicht Sterbenden ist jeder Zeitpunkt des Sterbens nicht der Rechte. Gier, Hass, Verblendung lassen sie leiden.

    JoJu91:

    Freilich, wer nie zur rechten Zeit gelebt hat,

    wie sollte der je zur rechten Zeit sterben ?

    Wer nicht das Leben lebt, wird sich immer wieder mit dem rechten Zeitpunkt seines Sterbens beschäftigen. Doch das ist nicht zur rechten Zeit leben, das ist sterben im Leben, ohne dass der Tod erreicht wird. Halte nicht an Sinnenleiden fest.

    Es reicht vollkommen, sich mit seinem Sterben zu beschäftigen, wenn man den Zeitpunkt erreicht hat. Wer recht im rechten Zeitpunkt lebt, wird ganz natürlich sein Leben schützen, bis der rechte Zeitpunkt seines Sterbens da ist.

    Der rechte Zeitpunkt, sein Leben nicht zu leben, ist der Zeitpunkt, in dem man sich in Gedanken verstrickt, die sich mit seinem Sterben, seinem Tod, seiner Wiedergeburt niederdrückt. Das ist eine Fessel, ein Hemmschuh, eine Zukunft, die noch nicht ist und nie erkannt werden kann.

    Buddhas Anweisungen, sich mit dem Sterben, Tod, Wiedergeburt zu beschäftigen, haben einzig den Sinn, sich von Gier, Hass und Verblendungen/Vorstellungen einer Zukunft zu befreien.

    Wer es schafft, sich von Gier, Hass, Verblendung immer wieder zu befreien, ist dann ein Befreiter, nicht im Nibbana, denn Nibbana ist nur Verlöschen, Beenden, Vergehen, kein Ort, nur der rechte Zeitpunkt rechten Lebens.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (20. September 2024 um 09:14)

  • Anna Panna-Sati
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    • 20. September 2024 um 10:28
    • #10
    Bebop:
    Ravena:

    das ein Leben früher endet, wenn jemand sehr viel Wissen und Weisheit erlangt hat?

    Das würde keinen Sinn machen, wenn man den Buddhismus mit Bodhisattva-Ideal praktiziert, da man ja sowieso wiederkommen soll, bis alle errettet sind. Dann kann man auch gleich länger bleiben. Man kann sogar sehen, dass angeblich Erwachten die Demenz etc. nicht erspart bliebe, also das Wissen wieder abhanden kam (wahrscheinlich auch die Weisheit). Jaja, seltsam ist das.

    Da muss ich Bebop zustimmen, es machte wenig Sinn und wäre auch nicht Bodhisattva-typisch, sich einfach zu "verdünnisieren", nur weil man einen hohen Grad von Wissen und Weisheit erreicht hat.

    Buddha Shakyamuni beschloss jedenfalls erst im Alter von 80 Jahren, als er sicher sein konnte, genug JüngerInnen belehrt und den Fortbestand des Dharmas somit gesichert zu haben, ins Parinirvana/Parinibbana einzugehen, wie das Sutta Digha Nikaya 16.3.1 berichtet:

    (Interessanterweise heißt das Sutta "Maras letzte Heimsuchung", weil der Buddha - nachdem sein Aufwärter/Vetter Ananda es versäumt hatte, ihn zu bitten, dass er "länger bestehen" möge - Mara, dem "Bösen"*, zusagte, demnächst in die endgültige Erlöschung/Parinibbana einzugehen.)

    Zitat

    (Mara spricht zu Buddha:)

    «Verheißen hat ja einst, o Herr, der Erhabene die Worte: " Nicht eher werde ich, Böser, zur Erlöschung eingehn, solange da bei mir das Asketentum nicht mächtig wird aufgediehen sein, nach allen Seiten hin, unter vielem Volke verbreitet, jedem zugänglich, bis es eben den Menschen wohlbekannt geworden ist." Heute nun aber ist, o Herr, das Asketentum des Erhabenen mächtig aufgediehen, nach allen Seiten hin, unter vielem Volke verbreitet, jedem zugänglich, lange schon den Menschen wohlbekannt geworden. Erlöschen möge jetzt, o Herr, der Erhabene, erlöschen möge der Willkommene! Zur Erlöschung ist es jetzt Zeit, o Herr, für den Erhabenen.»

    Also angegangen hat der Erhabene zu Māro dem Bösen da gesagt:

    «Sei du unbesorgt. Böser, binnen kurzem wird es mit dem Vollendeten zur Erlöschung kommen heute über drei Monate wird der Vollendete zur Erlöschung eingehen.»

    Da hat denn der Erhabene am Pāvāler Baumfrieden klar und wohl bewußt den Dauergedanken entlassen.

    https://www.palikanon.com/digha/d16_3.htm

    Alles anzeigen

    * Man darf wohl annehmen, dass "Mara" hier für die Gedanken an den endgültigen "Rückzug von der Welt" des Buddhas steht.


    Weisheit, selbst Erleuchtung, schützt nicht vor Alter, Krankheit und Tod, vermindert/beseitigt "nur" das Leiden darunter...

    (Samyutta Nikaya 48.41):

    Zitat

    ...„So ist es, Ānanda. Wenn man jung ist, muss man alt werden; wenn man gesund ist, muss man krank werden; und wenn man lebt, muss man sterben.

    Die Hautfarbe ist nicht mehr so hell und rein. Die Glieder sind schlaff und faltig und der Körper ist gebeugt. Und man sieht, dass die Fähigkeiten von Auge, Ohr, Nase, Zunge und Körper verfallen.“

    Das sagte der Buddha. Und der Heilige, der Lehrer, fuhr fort:

    Zitat
    „Verflucht sei dieses erbärmliche Alter, das einen so hässlich macht! So ist diese entzückende Puppe vom Alter zermürbt.
    Selbst wenn man hundert Jahre lebt, wird man am Ende sterben. Der Tod verschont niemanden; er zermalmt alles unter sich.“

    https://suttacentral.net/sn48.41/de/sabbamitta?lang=de&layout=plain&reference=none&WCF_AMPERSAND¬es=asterisk&highlight=false&script=latin

    :shrug:

    Spricht man in dieser Weise, wenn man alle Anhaftungen losgelassen hat, nicht mehr "anhängt"? :?

    Offensichtlich JA!

    Der Buddha beschönigte nichts, beschrieb die Dinge, wie sie nun mal sind, aber er litt nicht (mehr) darunter.

    (Nichtsdestotrotz wirken seine Worte auf "Otto-Normal-Weltling", als verfluche er - leidend - Alter, Krankheit und Tod...)

    Bebop:

    Um solche Gedanken zu erledigen, würde ich mich mal von der Babystation anrufen lassen, wenn sie gerade eines da haben, das eine Lebenserwartung von 3 Tagen hat.

    Sich diese Tatsache vor Augen zu führen, hilft nur bedingt bei Buddhisten, da man sich solche schlimmen Schicksale gerne mit "Karma" erklärt und damit erträglich(er) macht.

    Aber dennoch ist es ein überzeugendes Argument gegen den Gedanken, dass nur "Weise" früh "gehen"...

    Ravena:

    ... können weise Menschen ihren Tod dennoch weiter rauszögern, weil sie noch leben wollen oder widerspricht das einer Weisheit des Buddhismus?

    Buddha Shakyamuni hätte angeblich seinen Tod noch hinauszögern können, wenn Ananda ihn darum gebeten hätte, was dieser aber "versäumte" (siehe Digha Nikaya 16.3.6 "Anandas Versäumnis").

    Ananda selbst, der ja erst nach Buddhas Tod vollständig erleuchtet wurde, erreichte - laut Palikanon - ein wesentlich höheres Alter, als sein Vetter, der Buddha (angeblich 120 Jahre, was wohl stark übertrieben sein dürfte ...).

    "Noch leben wollen" könnte man mit Daseinsdurst und Anhaftung in Verbindung bringen - davon hat sich ein (weiser) Erwachter hingegen befreit. er bliebe nur, wenn andere Wesen seiner Hilfe bedürften.


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

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    • 20. September 2024 um 12:11
    • #11

    „Mara“ ist immer in einer einzigen Bedeutung in den Geschichten und Reden des Buddha zu erkennen.

    Der Verführer zu Gier, Hass, Verblendung durch die eigenen Gedankengänge. Niemals außerhalb der eigenen Gedanken.

    Es können natürlich Gedanken von einem Menschen kommen, auch „Gedanken ‚lesen‘“, die „Mara“ wachrufen. Eitelkeit, Schuld, Angst vor etwas, das keine Angst machen kann, außer durch Gier, Hass, Verbendung.

    Mara ist nicht der Teufel, der nicht in mir ist, sondern aus der Hölle kommt. Das schafft die Angst vor der Hölle. Verdrängt Mara, der mir zeigt, was meine Leiden sind, durch Versuchen mich in Gedankengestrüpp zu verführen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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