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Unwissenheit beseitigen

  • Asod55
  • 13. Januar 2024 um 21:28
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    • 19. Juni 2025 um 19:40
    • #26

    Qualia genau, Angsthaben verhindert Wahrheit. Denn ich muss ja möglicherweise zeigen, dass ich unwissend bin.

    Das Gegenteil bewirkt bei mir, dass ich offen bleibe, beobachte, die Ohren und Augen offen halte und mich auch für das Denken anderer interessiere.

    Danach reflektiere ich das Wahrgenommene und informiere mich durch Recherche u.a. in der Literatur.

    Mich hat als junger Mensch immer geärgert, dass mir aufgrund meiner geringen Schulbildung (Volksschule) bestimmte berufliche Türen verschlossen blieben, die Abiturienten aber nicht unbedingt mehr wussten oder sogar leisteten als ich.

    Das hat dazu geführt, dass ich ganz viel gute Literatur gelesen habe, sehr wissberierig auch wissenschaftliche Sendungen schaute und mich von Jugend an sehr für Religion interessiere - den Sinn des Lebens eben.

    Im Laufe der letzten 40 Jahre konnte ich dann die sogenannte Allgemeinbildung vernachlässigen, weil mit der Unwissenheit aus spiritueller Sicht etwas ganz anderes gemeint ist, was sich mir durch meine spirituelle Suche - vorallem durch Buddha erschloss.

    Eine spannende Reise. DANKE

    _()_ _()_ _()_

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    • 12. März 2026 um 05:19
    • #27

    Drei Arten der Unwissenheit in Bezug auf Selbst/"Ich":


    beständig

    Anhaften am Selbst als beständig

    durch Unwissenheit über die Zeit


    unteilbar

    Anhaften am Selbst als unteilbar

    Unwissenheit über die Objekte, die fälschlicherweise für ein Selbst gehalten werden


    unabhängig

    Anhaften am Selbst als unabhängig

    Unwissenheit über Ursachen und Umstände


    (Ponlop Rinpoche)

  • Qualia
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    • 12. März 2026 um 08:28
    • #28
    Wetering:

    Drei Arten der Unwissenheit in Bezug auf Selbst/"Ich":


    beständig

    Anhaften am Selbst als beständig

    durch Unwissenheit über die Zeit


    unteilbar

    Anhaften am Selbst als unteilbar

    Unwissenheit über die Objekte, die fälschlicherweise für ein Selbst gehalten werden


    unabhängig

    Anhaften am Selbst als unabhängig

    Unwissenheit über Ursachen und Umstände


    (Ponlop Rinpoche)

    Alles anzeigen

    Das ist Unwissenheit, wie das Leiden des Ichs an seinem Selbst erscheint. Buddha zeigt ein Unwissen, das alle Leiden erlösen könnte.

    avijjā

    Das Nicht‑Erkennen der Naturprozesse, die weder Selbst (atta) noch Nicht‑Selbst (anatta) sind.

    Es ist die Welt, bevor ein Organismus erscheint.


    Das Universum, vollständig, ohne zu viel oder zu wenig.


    avijjā ist nicht ein Fehler/Unwissen im Kopf, sondern die Abwesenheit eines Kopfes.

    „Mach dir keinen Kopf um avijjā, avijjā ist kopflos.“

    „Mach dir keinen Kopf um Ich, Ich ist kopflos.“

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Wetering
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    • 22. Juli 2026 um 18:11
    • #29

    Die Unwissenheit in Bezug auf das Selbst beseitigt man, indem man in Körper und Geist nach etwas sucht, das einzeln, beständig und unabhängig ist.

    Einmal editiert, zuletzt von Wetering (22. Juli 2026 um 18:18)

  • Wetering
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    • 31. Juli 2026 um 06:37
    • #30

    Über die Unwissenheit:


    "Genauer bedeutet das, die Natur des Nicht-Selbst und die Lehren des abhängigen Entstehens nicht zu begreifen.

    Avidya ist also nicht ein Mangel an Information sagt Peter Harvey, sondern ein festgefahrenes Fehlverständnis der Realität.

    Gethin bezeichnet Avidya als „positive falsche Vorstellung“, nicht nur Abwesenheit von Wissen.

    Es ist ein grundlegendes Verständnis im Buddhismus, dass Avidya über die Natur der Realität die grundlegende Wurzel von Dukkha ist und nicht die Sünde."


    (Alex Li Trisoglio)


    Diese "positive falsche Vorstellung" bleibt nicht nur ein Problem von Wissen und Unwissenheit, sondern führt zu falschen Handlungen:


    Selbst

    -> Andere(s)

    -> Anhaftung und Abneigung usw.

    -> unheilsame Handlungen

    -> ...

  • Qualia
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    • 31. Juli 2026 um 08:30
    • #31
    Wetering:

    Über die Unwissenheit:


    "Genauer bedeutet das, die Natur des Nicht-Selbst und die Lehren des abhängigen Entstehens nicht zu begreifen.

    Avidya ist also nicht ein Mangel an Information sagt Peter Harvey, sondern ein festgefahrenes Fehlverständnis der Realität.

    Gethin bezeichnet Avidya als „positive falsche Vorstellung“, nicht nur Abwesenheit von Wissen.

    Es ist ein grundlegendes Verständnis im Buddhismus, dass Avidya über die Natur der Realität die grundlegende Wurzel von Dukkha ist und nicht die Sünde."


    (Alex Li Trisoglio)


    Diese "positive falsche Vorstellung" bleibt nicht nur ein Problem von Wissen und Unwissenheit, sondern führt zu falschen Handlungen:


    Selbst

    -> Andere(s)

    -> Anhaftung und Abneigung usw.

    -> unheilsame Handlungen

    -> ...

    Alles anzeigen

    Ist ein Lebewesen (eine Zelle), dann bewirkt es avijjā, den Impuls des Nicht-Erkennens, Bewusstsein ohne Bewusstseinsfunktionen.
    avijjā: Nicht‑Erkennendes‑Sein, kein Denken, kein Erkennen, kein Erinnern, reine Präsenz ohne Zeit


    Alle hinzugeführten Deutungen erzeugen das Verlangen nach Wissen, was avijjā ist, und wenn man Pech hat, dukkha, weil es nicht zu erkennen ist. Die Suche nach dem Wesen, das diesen Funken erzeugt hat: Unwissenheit statt Nicht-Erkennen.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Wetering
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    • 31. Juli 2026 um 13:57
    • #32

    Über die Unwissenheit:


    Unwissenheit/Nicht-Wissen impliziert (im Deutschen),

    "dass es etwas zu wissendes gibt, das man nicht weiß. Das passt hier aber nicht, denn das Wort avidya beinhaltet genau das Gegenteil. Es ist nicht so, dass man etwas nicht weiß, was man wissen sollte, es ist vielmehr so, dass man etwas weiß, wo es nichts zu wissen gibt! Es gibt keine Grundlage; es gibt da nichts in der Wirklichkeit."


    (Dzongsar Jamyang Khyentse Rinpoche)

  • Wetering
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    • 8. August 2026 um 07:30
    • #33

    Der Buddhismus vermittelt die Feststellung, dass die Erfahrung von Duhkha im Zusammenhang steht mit einem ausgeprägten emotionalen Haften an ein vages Gefühl von "Selbst".

    Die buddhistische Lehre lenkt die Aufmerksamkeit auf diese heftige emotionale Reaktion, ... und fragt nach, wie dieses "Selbst" tatsächlich erfahren wird.


    Khenpo Tsultrim Gyamtso Rinpotsche

    (Stufenweise Meditationsfolge über Leerheit)


    Vorträge hierzu von Karl Brunnhölzl auf seiner Website:


    Mein Geist und Ich

    Insbesondere Vortrag 1 + 2 Dec_2024

  • mukti
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    • 8. August 2026 um 11:09
    • #34
    Wetering:

    Der Buddhismus vermittelt die Feststellung, dass die Erfahrung von Duhkha im Zusammenhang steht mit einem ausgeprägten emotionalen Haften an ein vages Gefühl von "Selbst".

    Die buddhistische Lehre lenkt die Aufmerksamkeit auf diese heftige emotionale Reaktion, ... und fragt nach, wie dieses "Selbst" tatsächlich erfahren wird.


    Khenpo Tsultrim Gyamtso Rinpotsche

    Interessante Frage. 'Ich bin Körper und Geist', so wird es erfahren. Etwas davon erscheint in der Wahrnehmung - schnapp! - Das bin ich.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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