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Hindernis Trägheit

  • Hingabe
  • 22. April 2023 um 23:27
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  • Hingabe
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    • 22. April 2023 um 23:27
    • #1

    Liebe Gemeinschaft,

    was hilft gegen dieses Hindernis ? In letzter Zeit habe ich wenig Motivation um früher aufzustehen und mich zum Meditieren üben hinzusetzen. Antriebslosigkeit könnte man es nennen. Wenn ich es aber dann geschafft habe mich zu überwinden, dann wird es dennoch in letzter Zeit nichts. Die Gedanken schwirren in meinem Verstand, ich kann mich weder lange auf meinen Atem konzentrieren / ihn beobachten, noch die Gedanken annehmen und ziehen lassen, sondern hafte an ihnen an, höchstens drei Sekunden nicht.

    Am meisten macht mir aber die Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit morgens zu schaffen, nicht nur um meditieren zu üben, sondern allgemein um aufzustehen. Ich weiß auch nicht, ob ein sich zwingen gut wäre, es ist doch besser man geht mit Freude an die Übung, als im Kampf gegen sie.

    Welche Kraft wirkt gegen Motivationslosigkeit, Trägheit ? Ich weiß den Faden nicht mehr, wo die Fünf Hindernisse und die Gegenkräfte erwähnt wurden.

    Das habe ich eben hier auf Seite 2 gefunden bei dem Faden Die Fünf Widerstände in der Meditation. Es ist doch wieder weg, da ich gar nicht eingeloggt war als ich es angeklickt habe.

    Es soll helfen bei einem trägen Geist, die Erwachensglieder Tatkraft, Lehrgründung und Entzückung zu erwecken. Nur was bedeutet das genau ? Tatkraft heißt, einfach machen, Lehrergründung das weiß ich nicht, was dies meint, bei Entzückung weiß ich es auch nicht.


    Herzliche Grüße :klee:

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



    Einmal editiert, zuletzt von Hingabe (22. April 2023 um 23:46)

  • KarmaHausmeister 23. April 2023 um 00:12

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Aravind
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    • 23. April 2023 um 10:27
    • #2

    Hallo Rigpa,

    Mir kommen dabei zwei Dinge in den Sinn.

    Erstens ist es meine Erfahrung, dass man nur eine begrenzte Zahl an Dingen mit Willenskraft erreichen kann, ohne dass es anstrengend wird. Deshalb übt man die Praxis jeden Tag, egal, ob man Lust hat oder nicht. Routine schlägt Willen.

    Zweitens: Hast Du Dich schon darin geübt, das, was Du schreibst, mit Liebe anzunehmen, ohne Dich schlecht oder unzugänglich zu fühlen?

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Leonie
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    • 23. April 2023 um 11:06
    • #3
    Rigpa:

    Welche Kraft wirkt gegen Motivationslosigkeit, Trägheit ? Ich weiß den Faden nicht mehr, wo die Fünf Hindernisse und die Gegenkräfte erwähnt wurden.

    https://beingwithoutself.files.wordpress.com/2017/01/what-hindrance-remains_german-translation-2016.pdf

    https://beingwithoutself.files.wordpress.com/2017/01/rose-apple-tree_2016-_german-translation.pdf

    Du suchst nach Mittel und Wege, nach Kräften und Methoden - genau das aber ist der Grund der Motivationslosigkeit und Trägheit: du weißt nämlich schon, dass es da nichts gibt, was dir aus dem Loch hilft. Das Loch ist eine Vorstellung, die durch eine andere Vorstellung bedingt ist. Mach es dir einfach eine Zeit lang auf deinem Zen-Kissen gemütlich.

    :zen:

  • Noreply
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    • 23. April 2023 um 11:43
    • #4

    Jede Form von Ritual und Regelung, die als feststehend gesehen und durchgesetzt werden soll, sei es von einem Meister oder mir selbst, führt zu einem Widerstand meines SOSEINS.

    Das ist nicht Trägheit, das ist: Will ich nicht, weil, zwängt mich ein.

    Mach damit ruhig weiter, mit dem Bekämpfen dieser „Trägheit“, so erzeugst du sicher eine Depression oder Unterwerfung deines SOSEINS unter einem So sollst Du sein.

    Ich kann dir nicht sagen, wie oft ich diese Warnung vor dem despotischen Ich, bei Buddha gelesen habe.

  • mukti
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    • 23. April 2023 um 11:57
    • #5
    Rigpa:

    Ich weiß auch nicht, ob ein sich zwingen gut wäre, es ist doch besser man geht mit Freude an die Übung, als im Kampf gegen sie.

    Das Zwingen wäre dann ja kein Kampf gegen die Übung sondern gegen die Trägheit.

    Oder wenn die Trägheit zu stark ist, dann ist die Übung halt auch träge, z.B. meditiere ich einfach im Bett, das ist besser als gar nicht zu meditieren. Die tägliche Routine trägt durch die verschiedenen Phasen wie Trägheit, Ärgerlichkeit, Freude, Zerstreutheit, Schmerz usw., eine Konstante die sich im Grunde nicht verändert, nur mein Geist verändert sich immer wieder. So ist da ein Weg der durch alles hindurch und am Ende darüber hinausführt, ein Halt mit der Perspektive Befreiung. Wenn man dann mal etwas Losgelöstheit erfährt sieht man wie gut es war dass man einfach immer irgendwie drangeblieben ist. Dann ist auch der freudige Antrieb wieder da.

    Mit Metta, mukti.


  • Aravind
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    • 23. April 2023 um 12:51
    • #6
    Ellviral:

    Jede Form von Ritual und Regelung, die als feststehend gesehen und durchgesetzt werden soll, sei es von einem Meister oder mir selbst, führt zu einem Widerstand meines SOSEINS.

    Das ist ja naheliegend (auf die Hervorhebung bezogen). Man kann auch einfach machen, ohne Drama.

    Der Umkehrschluss ist meiner Erfahrung nach nicht richtig. Nicht jeder Widerstand beruht auf der Angst vor Kontrolle.Er kann daraus entstehen dass man das, was auf dem Kissen auftaucht, weder wissen noch wahrhaben will.

    Liebe Grüße, Aravind.

    PS Allerdings führt in beiden Fällen der reine Einsatz von Willenskraft zur Erschöpfung, da hast Du vollkommen recht.

  • Leonie
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    • 23. April 2023 um 12:57
    • #7
    Ellviral:

    Jede Form von Ritual und Regelung, die als feststehend gesehen und durchgesetzt werden soll, sei es von einem Meister oder mir selbst, führt zu einem Widerstand meines SOSEINS.

    Das ist nicht Trägheit, das ist: Will ich nicht, weil, zwängt mich ein.

    Du meinst hier ICHSEIN. Sosein ist einfach nur Sosein in allen Richtungen. und Bedingungen. Da gibt es nichts, was Widerstand wäre.

    Aber, deshalb ist ja auch das Hängen an Riten und Regeln eine Daseinsfessel, sofern eben man etwas mit diesen Regeln und Riten erreichen will. Die Fessel sind nicht die Regeln, sondern das Erreichen-wollen.

    :zen:

  • Helgo
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    • 23. April 2023 um 20:48
    • #8
    Rigpa:

    was hilft gegen dieses Hindernis ? In letzter Zeit habe ich wenig Motivation um früher aufzustehen und mich zum Meditieren üben hinzusetzen. Antriebslosigkeit könnte man es nennen.

    - - - - - - - -

    Ein kleiner Alternativbeitrag meinerseits... :)

    In meinem kleinen "Nano-Index in den PK" auf meiner Homepage führe ich ein...:

    Zitat

    "(...)Gleichsam wie verwirrt, Brüder, ist mein Inneres,

    · die Richtung habe ich verloren,

    · die Lehren werden mir nicht klar,

    · von Starrheit und Müde ist mein Geist umfangen,

    · ohne Freude lebe ich den Heiligen Wandel,

    · und auch Zweifel habe ich hinsichtlich der Lehren.(...)"

    Wer kennt sie nicht, diese Momente der Ermüdung? Und die Tendenz, sie wegzuleugnen – da nicht sein kann, was nicht sein darf...

    Aber ist Ermüdung nicht normal, Zeichen von körperlicher, seelischer und geistiger Überforderung? Zusätzliches Leid entsteht, wenn daraus eine Selbstanklage wird, eine Entwertung des und eine Anklage gegen das "Selbst". Ist Meditation eine allverfügbare Quelle der Erholung, der Kraft, wie das manchmal in Esoterik-Prospekten angedeutet wird?

    Natürlich nicht. Aber wenn zu der Ermüdung die Selbstanklage kommt, der leidhafte Selbst-zweifel: dann kann man versuchen, dieses unrealistische "Selbst"-Bild, die "Selbst"-Vorstellung (und deren Ideale) zu thematisieren. Ist meine körperliche, seelische, geistige Formation "mein Selbst"? Kann ich mich von dieser zusätzlich Leiden-schaffenden Identifikation meiner körperlichen, seelischen oder geistigen Schwäche mit (m)einem "schlechten" Selbst emanzipieren, mich von ihnen "abwenden"?

    Eine Orientierung und Ermutigung des Buddha an den zerknirschten Vetter Tissa ist in SN22.84. Sein Tip, wie Tissa üben kann:

    "(...)Dies ist nicht mein, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst!(...)"

    Und entgegen der verbreiteten Ansicht, der Buddha lehre die Pflege des Leiden(sgebaren), ermuntert er schließlich den armen Schüler ganz weltlich:

    "(...)Sei heiter, Tissa! Sei heiter, Tissa! Als Berater bin ich ja da, als Helfer, als Unterweiser.(...)"

    verlorene Richtung: SN22.84

    Alles anzeigen

    Allet Jute dir!

    HelGo ^^

  • Hingabe
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    • 25. April 2023 um 21:26
    • #9

    Ich danke für das Freischalten nachträglich und allen die mir geantwortet haben, ich finde alle Antworten hilfreich. Vielen Dank. Leonies Link, Aravands Hinweis seine Hindernisse liebevoll anzunehmen, Ellvirals Hinweis geht in dieselbe Richtung, sich nicht verurteilen selbst und nicht starr Rituale machen ohne Freude oder den Sinn zu verstehen dabei, Muktis Richtigstellung das ich ja nicht gegen die Übung kämpfe, sondern gegen die Trägheit und das ist gut, Helgo mit wertvollen Stellen aus dem PK, welche mich in Lehrergründung schulen können. :) :) :) Lese ich mir alle nochmal durch irgendwann, ich versuche es weiter mit dem Üben, früher aufstehen klappte die letzten Tage wieder gut. Und nachdem ich das an dem Tag schrieb, hatte ich auf einmal wieder ein anderes Bewusstsein, wusste wieder mehr wie man Meditation üben sollte. :rainbow: Danke euch.

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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