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  1. Buddhaland Forum
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Wellness-Buddhismus

  • jwh
  • 2. April 2023 um 13:39
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  • jwh
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 2. April 2023 um 13:39
    • #1

    Was ist das?

    Was könnte daran falsch sein?

    Möchte man sich nicht einfach besser fühlen?

    Warum gibt es so viel Negatives?

    Warum gibt es so viel „Bashing“?

    Siehe Thich Nhat Hanh…

  • Aravind
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    • 2. April 2023 um 14:19
    • #2
    jwh:

    Was ist das?

    Das müsstest Du schon sagen, was Du darunter verstehst.


    jwh:

    Möchte man sich nicht einfach besser fühlen?

    Wie immer aus meiner ganz persönlichen Sicht: Falls ich als das eine grobe Definition nehme: Ja, möchte man. Aber man fühlt sich auch momentan besser, wenn man seinen Anhaftungen nachgibt. Oder wenn man mit Achtsamkeit seine Gefühle wegmacht. Oder seine Genakne kontrolliert. Das ist auf Dauer natürlich eine Falle.

    Nachhaltig ist es nur, wenn man die Anhaftungen entdeckt, untersucht und überwindet. Und das ist selten im aktuellen Moment mit besser-fühlen verbunden.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Maha
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    • 2. April 2023 um 14:21
    • #3

    Ich finde diese Form der Kritik in dem Fall auch fragwürdig. In einem anderen Thread war ja kürzlich die Rede vom Zen-TÜV, zu dem sich mancher offenbar berufen fühlt. Was weiß ich, was da dann für Standards zugrunde gelegt werden. Ich würde mich davon nicht allzusehr beirren lassen. Mich macht das eher misstrauisch, wenn jemand sich so zum Richter über andere auf schwingt.

    "Das Siegel der erreichten Freiheit: Sich nicht mehr vor sich selbst schämen."

    - Irvin Yalom, Und Nietzsche weinte

  • Igor07
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    • 2. April 2023 um 19:02
    • #4
    Mabli:

    Mich macht das eher misstrauisch, wenn jemand sich so zum Richter über andere auf schwingt.

    Ach, das! :!: kann ich sehr gut verstehen. ( echt, keine Ironie).

    Für mich der einzige Kriterium ... in den Sutras ... wenn man die ausnutzt, um die Kohle zu machen, dann man spricht über den "spirituellen Materialismus".

    Ich denke aber nichts, dass sogar sehr viel Wissen etwas ausmacht... Denn die Wahrheit sollte ver-inner-lich-t werden. Wo? Hier:

    Zitat

    „In eben diesem einen Klafter großen Körper, mitsamt den Wahrnehmungen und geistigen Aktivitäten."

    S 2, 26: „ In diesem klaftergroßen mit Wahrnehmung und Denksinn ausge-statteten Körper tue ich kund die Welt und den Ursprung der Welt und die Aufhebung der Welt und den zur Aufhebung der Welt führenden Pfad.“

    Nichts durch das Kopf-Zerbrechen, das wäre dann die Philosophie.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Karl-Otto
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    • 3. April 2023 um 07:02
    • #5

    Ich sehe Wellness-Buddhismus eher als eine Art geschicktes Mittel. Irgendwie müssen die Leute ja mit Buddhismus erst einmal in Berührung kommen.

  • GKH
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    • 3. April 2023 um 07:58
    • #6

    Ein freundliches Gemüt scheint mir eher Ziel als Ausgangspunkt der spirituellen Suche.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. April 2023 um 08:25
    • #7

    Wellness-Buddhismus ist nicht schlecht oder böse. Es gibt nur ein paar Dinge, durch die der Begriff Buddhismus nicht zu dem Lebens- und Unternehmensmodell Wellness passt.

    Wenn ich die vier Siegel vergegenwärtige, die eine Lehre als buddhistische auszeichnen, sehe ich, dass Wellness in eine Richtung weist, der Buddhismus aber in eine andere.

    Alle Phänomene sind leidvoll

    Wellness hat zum Ziel, möglichst viele unangenehme Phänomene durch angenehme zu ersetzen, indem man durch eine ganzheitliche Strategie, das seelische, körperliche und soziale Glück steigert. Dagegen ist überhaupt nichts einzuwenden. Aus buddhistischer Perspektive fallen diese Bemühungen allerdings in die erste edle Wahrheit, in der neben Alter, Krankheit und Tod auch das Leid des Wandels beschrieben wird.

    Zitat

    Was aber ist das Leiden im Vereintsein mit Unliebem? Was da für einen unerwünschte, unerfreuliche, unangenehme (Objekte sind, wie) Formen, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen, Gedanken oder (Wesen,) die einem Schaden wünschen, Unheil, Unannehmlichkeit und Unsicherheit wünschen,—die Begegnung mit solchen, die Zusammenkunft, das Zusammentreffen, die Verbindung mit ihnen: das ist das Leiden im Vereintsein mit Unliebem.

    Was aber ist das Leiden im Getrenntsein von Liebem? Was da für einen erwünschte, erfreuliche, angenehme (Objekte sind, wie) Formen, Töne, Gerüche, Geschmäcke, Berührungen und Gedanken oder (Wesen,) die einem Gutes wünschen, Glück, Wohlbefinden und Sicherheit wünschen, — der Begegnung mit solchen ermangeln, mit ihnen nicht zusammenkommen und zusammentreffen, mit ihnen nicht verbunden sein: das ist das Leiden im Getrenntsein von Liebem.

    Quelle

    Alle Phänomene sind unbeständig

    Der Wellness-Urlaub hat neben dem psychischen Wohlbefinden vor allem das körperliche Wohlbefinden zum Ziel. Besonders das Altern und der Alterungsprozess sind hier im Fokus. Es wird suggeriert, dass, wenn man nur das richtige Wellness-Programm verfolgt und die richtigen kosmetischen Mittel benutzt, man die Konsequenzen von Altern und Tod für eine gewisse Zeit aufhalten, mindestens aber verlangsamen kann. Aus buddhistischer Perspektive ist aber gerade das Ignorieren oder Aufhalten-Wollen von Altern, Tod, Unbeständigkeit und Vergänglichkeit, eine der Ursachen für das Leiden.

    Alle Phänomene sind ohne Selbst

    Indem dem Körper und der äußeren Erscheinung des Körpers so große Aufmerksamkeit gewidmet wird, findet eine sehr starke Identifikation mit dem Körper und den psychischen Erscheinungen statt, die auf diesem Selbstbild basieren. Daher ist der Satz: Ich kümmere mich jetzt mal nur um mich, zentral für die Motivation, ein Wellness-Angebot zu nutzen. Der Buddhismus geht hier den gegenteiligen Weg:

    Zitat

    "Was aber vergänglich, ist das weh' oder wohl?"

    "Weh', o Herr!"

    "Was aber vergänglich, wehe, wandelbar ist, kann man etwa davon behaupten: 'Das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst'?"

    "Gewiß nicht, o Herr!"

    "Was meint ihr wohl, Mönche: ist das Gefühl, die Wahrnehmung, die Unterscheidung, das Bewußtsein unvergänglich oder vergänglich?"

    "Vergänglich, o Herr!"

    "Was aber vergänglich, ist das weh' oder wohl?"

    "Weh', o Herr!"

    "Was aber vergänglich, wehe, wandelbar ist, kann man etwa davon behaupten: 'Das gehört mir, das bin ich, das ist mein Selbst'?"

    "Gewiß nicht, o Herr!"

    "Darum also, ihr Mönche: was es auch für eine Form sei, vergangene, zukünftige, gegenwärtige, eigene oder fremde, grobe oder feine, gemeine oder edle, ferne oder nahe: alle Form ist, der Wahrheit gemäß, mit vollkommener Weisheit also anzusehn: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.'

    Was es auch für ein Gefühl, was es auch für eine Wahrnehmung, was es auch für eine Unterscheidung, was es auch für ein Bewußtsein sei, vergangenes, zukünftiges, gegenwärtiges, eigenes oder fremdes, grobes oder feines, gemeines oder edles, fernes oder nahes: alles Gefühl, alle Wahrnehmung, alle Unterscheidung, alles Bewußtsein ist, der Wahrheit gemäß, mit vollkommener Weisheit also anzusehn: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.'

    Quelle

    Alles anzeigen

    Nirwana ist Frieden
    Ein Wellness-Urlaub tut sicher sehr gut. Eine schöne Umgebung, freundliche Menschen, gutes Essen, Entspannung und körperliche Bewegung verbessern das Lebensgefühl ohne Frage – für eine bestimmte Zeit. Dann schlägt das Pendel wieder in die andere Richtung. Zu Hause angekommen, wartet wieder das alte Leben, die alten Anforderungen, die alten Probleme. Echter Frieden ist so aus buddhistischer Perspektive nicht zu finden. Echter Friede besteht aus der Reduktion und dem Ende von Gier, Hass und Unwissenheit. Durch einen Wellness-Urlaub wird aber die Anhaftung an sinnlich, psychisch und körperlich angenehme Zustände zementiert, was sehr deutlich daran wird, wie unangenehm nach solchen Episoden es ist, ins alte Leben zurückzukehren.

    Wellness löst das ontologische Problem nicht, das der Buddha mit den vier edlen Wahrheiten beschrieben hat, im Gegenteil, es verstärkt die Anhaftung an Schönes, Angenehmes und die Sehnsucht nach Beständigkeit und Glück, ewiger Jugend und Spaß. Daher schließen sich die Begriffe Buddhismus und Wellness im Grunde aus. Auch ist Wellness kein geschicktes Mittel, weil diese Praxis – wie oben beschrieben – dem buddhistischen Weg im Grunde zuwiderläuft und gegen viel Geld viele Illusionen verkauft.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    2 Mal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (3. April 2023 um 08:42)

  • Noreply
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    • 3. April 2023 um 09:50
    • #8

    Genau, denn Wellness ist ein heutiger Begriff für Nirvana. Es wird zu Leiden an Wellness und Nirvana, wenn ich es nicht mehr als Ungeborenes, Soheit sehe, sondern als mein Verdienst.

  • Maha
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    • 3. April 2023 um 10:22
    • #9
    jwh:

    Warum gibt es so viel Negatives?

    Warum gibt es so viel „Bashing“?

    Siehe Thich Nhat Hanh…

    Nur zum Verständnis: Beziehst du dich dabei auf diesen Thread? Oder worauf genau?

    Thema

    Welchen Ruf genießt Thich Nhat Hanh unter Buddhisten?

    Einen Guten? Findet ihr was er macht seriös? Oder schiebt ihr das eher in die Lade "Wellness-Buddhismus"? Hab das auch schon gehört .... LG
    Frank82
    22. März 2019 um 23:28

    "Das Siegel der erreichten Freiheit: Sich nicht mehr vor sich selbst schämen."

    - Irvin Yalom, Und Nietzsche weinte

    2 Mal editiert, zuletzt von Maha (3. April 2023 um 10:28) aus folgendem Grund: Link vergessen

  • Karl-Otto
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    • 3. April 2023 um 10:51
    • #10
    Karl-Otto:

    Ich sehe Wellness-Buddhismus eher als eine Art geschicktes Mittel. Irgendwie müssen die Leute ja mit Buddhismus erst einmal in Berührung kommen.

    Da fühle ich mich jetzt doch missverstanden. Wahrscheinlich liegt das daran, dass ich gedanklich den Begriff "Wellness-Buddhismus" eher mit "Buddhismus-light", also mit einem Buddhismus, der sich auf die leichter verdaulichen Teilen des Buddhismus konzentriert, gleichgesetzt habe.

    Meine Überlegung war entsprechend eine andere:

    Wenn Menschen im Rahmen eines Wellnessprogramms auf einen relativ leicht verständlichen "Buddhismus-light" treffen, erste Erfahrungen machen, sich weiter interessieren und vielleicht dann hier auf Buddhaland oder in einer Sangha landen, dann ist doch der erste Schritt in die richtige Richtung getan.

    Einmal editiert, zuletzt von Karl-Otto (3. April 2023 um 10:58)

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. April 2023 um 11:11
    • #11

    Moin Karl-Otto,

    Jo... klar. Aber was geschieht, wenn jemand mit so einem Buddhismus-light dann auf den echten Buddhismus trifft? Ist ein Buddhismus light, der die Grundlagen des Buddhismus verschweigt oder negiert eine gute Grundlage für weitergehendes Interesse?

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Maha
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    Buddh. Richtung
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    • 3. April 2023 um 11:18
    • #12

    Den Begriff Buddhismus light verbinde ich mit einer Unterscheidung von Alexander Berzin zwischen einem auf dieses Leben ausgerichtete Buddhismus und einem, der es mit dem Glauben an Wiedergeburt und Karma ernst meint.

    "Das Siegel der erreichten Freiheit: Sich nicht mehr vor sich selbst schämen."

    - Irvin Yalom, Und Nietzsche weinte

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    • 3. April 2023 um 11:23
    • #13
    Mabli:

    Den Begriff Buddhismus light verbinde ich mit einer Unterscheidung von Alexander Berzin zwischen einem auf dieses Leben ausgerichtete Buddhismus und einem, der es mit dem Glauben an Wiedergeburt und Karma ernst meint.

    Wenn das die Grundlage eines Buddhismus light ist, dann ist das eine wirklich gute Sache. Aber dann müsste Buddhismus light darauf bestehen, z.B. dem Klimaschutz, dem Artenschutz vor dem eigenen Wohlstand oberste Priorität einzuräumen, oder? Und das sehe ich eher nicht, wenn es bei SPA Einführung in die Meditation gibt.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Karl-Otto
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    • 3. April 2023 um 12:07
    • #14
    Thorsten Hallscheidt:

    Moin Karl-Otto,

    Jo... klar. Aber was geschieht, wenn jemand mit so einem Buddhismus-light dann auf den echten Buddhismus trifft? Ist ein Buddhismus light, der die Grundlagen des Buddhismus verschweigt oder negiert eine gute Grundlage für weitergehendes Interesse?

    Moin-Moin Thorsten,

    An "Buddhismus-light" ist aus meiner Sicht erstmal nichts falsch, dieser setzt ja lediglich andere Schwerpunkte. Hier im Forum habe ich die Tage über Thich Nhat Hanh Folgendes gelesen:

    Er hat, als er in die USA reiste und dort vorwiegend nicht mehr mit vietnamesischen, sondern mit den ganz anders gestrickten und sehr gestressten amerikanischen/westlichen Menschen arbeitete, sein bisheriges Programm umgestellt und seinen Schwerpunkt auf Achtsamkeitsübungen verlagert, um, so meine Vermutung, die Leute überhaupt erreichen zu können.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. April 2023 um 12:17
    • #15

    Karl-Otto

    Ich würde nun Thich Nhat Hanh nicht zu Buddhismus light zählen – vor allem, weil bei ihm die umfassende ethische Ausrichtung sehr im Zentrum steht und so eher dem entspricht, was Maha unter diesem Begriff vorgeschlagen hatte. Zudem macht Thich Nhat Hanh auch aus den Grundlagen des Buddhismus keinen Hehl, wie viele seiner Veröffentlichungen und Vorträgen zeigen.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Karl-Otto
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    • 3. April 2023 um 12:47
    • #16
    Thorsten Hallscheidt:

    Ich würde nun Thich Nhat Hanh nicht zu Buddhismus light zählen [...]

    Oh Gott, nein, das wollte ich damit ja auch nicht sagen. Im Gegenteil! Ich wollte damit sagen, dass selbst Thich Nhat Hanh, der ja über jeden Zweifel erhaben ist, sich flexibel zeigt und die Menschen nicht überfordert, wenn es darum geht, sie mitzunehmen.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. April 2023 um 13:06
    • #17
    Karl-Otto:

    sich flexibel zeigt und die Menschen nicht überfordert, wenn es darum geht, sie mitzunehmen.

    Jo. Nur auf die falsche Fährte bringen, indem der Buddhismus in seiner light-Version seiner Grundlagen beraubt wird zugunsten eines angenehmen Lebens- und Geschäftsmodells, ist meiner Ansicht nach nicht so vorteilhaft. Man muss ja auch nicht alles gleich Buddhismus nennen. Wellness reicht ja vielleicht auch.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Noreply
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    • 3. April 2023 um 13:07
    • #18

    Wie soll ein Kind, ein Unwissender denn Buddhismus erkennen?

    Indem man ihn mit allen Büchern und Kommentaren belaste, dem eigenen Wissen der Worte bombardiert??

    Bevor ihr euch weiter aufregt, fragt mal bei der Moderation an, wie man sich als Profi-Buddhist im Anfängerbereich verhält? Leider ist da nicht angepinnt, wie diese sich zu benehmen haben.

    Das ist einfach lächerlich. Denn mit Wellness-Buddhismus fängt alles an, ganz egal, wie der Begriff gedeutet wird.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. April 2023 um 13:17
    • #19
    Ellviral:

    Denn mit Wellness-Buddhismus fängt alles an, ganz egal, wie der Begriff gedeutet wird.

    Nö, mit dem Leiden fängt alles an, indem man merkt, dass man mit seinen Vorstellungen und Plänen immer vor die Wand rennt. Das ist der Anfang. Und dann kommen die Seelenfänger, die versprechen, dass mit Methode A,B,C und jeder Menge Kleingeld, das Glück von alleine kommt. Und gerade vor denen muss man sich als Anfänger sehr hüten!

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Noreply
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    • 3. April 2023 um 13:19
    • #20
    Thorsten Hallscheidt:
    Ellviral:

    Denn mit Wellness-Buddhismus fängt alles an, ganz egal, wie der Begriff gedeutet wird.

    No, mit dem Leiden fängt alles an, indem man merkt, dass man mit seinen Vorstellungen und Plänen immer vor die Wand rennt. Das ist der Anfang. Und dann kommen die Seelenfänger, die versprechen, dass mit Methode A,B,C und jeder Menge Kleingeld, das Glück von alleine kommt. Und gerade vor denen muss man sich als Anfänger sehr hüten!

    Ein Boddhisattva kann nicht einen Menschen retten, das kann nur jeder für sich selbst. Der Leidensweg ist unabwendbar.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. April 2023 um 13:21
    • #21
    Ellviral:

    Ein Boddhisattva kann nicht einen Menschen retten, das kann nur jeder für sich selbst. Der Leidensweg ist unabwendbar.

    Wer spricht von retten. Es wurde eine Frage gestellt, es gab Antworten.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Noreply
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    • 3. April 2023 um 13:45
    • #22
    Thorsten Hallscheidt:
    Ellviral:

    Denn mit Wellness-Buddhismus fängt alles an, ganz egal, wie der Begriff gedeutet wird.

    Nö, mit dem Leiden fängt alles an, indem man merkt, dass man mit seinen Vorstellungen und Plänen immer vor die Wand rennt. Das ist der Anfang. Und dann kommen die Seelenfänger, die versprechen, dass mit Methode A,B,C und jeder Menge Kleingeld, das Glück von alleine kommt. Und gerade vor denen muss man sich als Anfänger sehr hüten!

    Das ist der Anfang. Und dann kommen die Seelenfänger, die versprechen, dass mit Methode A,B,C und jeder Menge Kleingeld, das Glück von alleine kommt. Und gerade vor denen muss man sich als Anfänger sehr hüten!

    Und wer ist der Hüter?

  • KarmaHausmeister
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    • 3. April 2023 um 13:51
    • #23

    Die Diskussion zeigt, dass man "Wellness Buddhismus" zunächst eng definieren müsste, um darüber zu diskutieren. Es versteht doch jeder etwas anders darunter.

    Zu berücksichtigen ist bei der Diskussion auch, meine ich, dass die asiatischen Volksbuddhismen nach den Kriterien, die hier angelegt werden, oft auch nur - vermischt mit magischem Denken und mancherort Glaube an die Gnade Buddhas, die eine eigene Praxis, die im Westen so wichtig ist, unnötig macht – "Wellness Buddhismus" oder "Budhdismus light" sind. Da wird auch oft nur um ein gelingendes, gesundes Leben in Wohlstand gebetet.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Monikamarie
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    • 3. April 2023 um 15:42
    • #24
    Hendrik:

    Die Diskussion zeigt, dass man "Wellness Buddhismus" zunächst eng definieren müsste, um darüber zu diskutieren. Es versteht doch jeder etwas anders darunter.

    Zu berücksichtigen ist bei der Diskussion auch, meine ich, dass die asiatischen Volksbuddhismen nach den Kriterien, die hier angelegt werden, oft auch nur - vermischt mit magischem Denken und mancherort Glaube an die Gnade Buddhas, die eine eigene Praxis, die im Westen so wichtig ist, unnötig macht – "Wellness Buddhismus" oder "Budhdismus light" sind. Da wird auch oft nur um ein gelingendes, gesundes Leben in Wohlstand gebetet.

    Das stimmt, Hendrik, für viele (die meisten) Buddhisten in Asien ist es nur ein Glaube, sie wissen über die Lehre Buddhas ebenso wenig wie viele (die meisten) Christen über die Lehre Jesu.

    Mich wundert nichts mehr.

  • jwh
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 4. April 2023 um 18:48
    • #25

    Herzlichen Dank für alle Beiträge.

    Ich stelle viele Fragen.

    Es gibt dann hin und wieder Rückfragen.

    Fühle mich leider überfordert darauf einzugehen.

    Ich befürchte auch, dass ich hier zu viel präsent bin, es übertreibe was dann einen negativen Effekt hat.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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