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Daseinsfaktoren

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  • 18. Februar 2022 um 20:19
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    • 17. Juli 2022 um 19:08
    • #151
    Thorsten Hallscheidt:

    Schau mal, hier ist die ganze Mediathek von Muttodaya:

    Danke für das Wieder Reinstellen hier, aber auf dieser Liste konnte ich unter dem Datum 05.03.22 keinen Vortrag der so heißt finden, also daher frage ich mich, wie du den gefunden hast in der Liste ???:) Das ist sowieso der Wahnsinn- nein, es ist erstaunlich, dass in dieser doch sehr verdorbenen Welt- so kommt es mir manchmal vor- es so viele Buddhisten ( Mönche ) gibt, die so gute Vorträge geben. (Aus allen möglichen Traditionen ). Und dieses Muttodaya Waldkloster hat schon besonders viele Vorträge gehalten, wie ich sehen konnte. Sehr erfreulich. Sehr lieb, dass sie das machen. Kosten die eigentlich Eintritt ? Oder muss man Mitglied sein, um sie gratis anhören oder gar besuchen zu können ? Auch wenn sie Eintritt kosten würden, würde ich es dennoch eine Gabe nennen, eine Hinwendung oder Spende seitens der Mönche.

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



  • Bosluk
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    • 17. Juli 2022 um 19:19
    • #152
    Rigpa:

    Kosten die eigentlich Eintritt ? Oder muss man Mitglied sein, um sie gratis anhören oder gar besuchen zu können ?

    Das Kloster kann kostenlos besucht werden. Längere Aufenthalte sollten aber vorher mit denen besprochen werden.

    Aber alle Informationen zu Besuchszeiten können auch auf deren Homepage entnommen werden.

    Da sind auch einige Möglichkeiten zur Spende aufgelistet (Von Sachspenden bis zu Essensspenden)

    Vielleicht sieht man sich da ja mal :)

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    • 17. Juli 2022 um 19:32
    • #153
    Bosluk:

    Das Kloster kann kostenlos besucht werden. Längere Aufenthalte sollten aber vorher mit denen besprochen werden.

    Danke. Ich habe das eben auch mal nachgelesen, das ist sehr lieb ( großzügig ) von ihnen.

    Würde ich gerne mal hin, aber ist weit weg und ich habe hier viele Verpflichtungen, aber ich werde es irgendwann mal versuchen.:)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



  • Elliot
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    • 24. August 2022 um 10:15
    • #154
    Punk:

    Wer die drei Daseinsfaktoren wirklich in letzter Konsequenz erfasst, für den bricht möglicherweise sein gesamtes bisherige Weltbild zusammen:...

    Das kann ich nicht recht nachvollziehen.

    Mir erscheinen die drei Daseinsmerkmale eher als trivial und ziemlich offensichtlich und ich wundere mich über das Gewese, das immer wieder um sie gemacht wird.

    Vielleicht habe ich auch ihre letzte Konsequenz noch nicht wirklich begriffen.

    Viele Grüße

    Elliot

    Viele Grüße

    Elliot

  • Noreply
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    • 24. August 2022 um 11:33
    • #155

    Das ist sogar grundsätzlich. In sehr vielen Reden des Buddha kommen die Daseinsmerkmale vor.

    Ohne ein gründliches Verstehen dieser „Trivialität“, „Meine Lehre ist sehr einfach, doch schwer zu durchschauen,“ kann Nibbana nicht erkannt werden, ist Befreiung nicht möglich.

    Das ist eigentlich die Lehre, das Erkennen des Buddha.

    Alles, was erscheint, ist vergänglich (annica) und unzureichend/unzulänglich (dukkha).

    Alle Dhamma/Dinge/Lehren/Gedanken sind ohne beständiges Ich-sein (anatta), weil alles bedingt durch Bedingungen entsteht und alle Bedingungen weder atta noch anatta sind.

    Jeder Aufwand den Menschen betreiben, um diese Daseinsmerkmale außer Kraft zu setzen, ist vergeblich. Da hilft nur sie zu akzeptieren als Tatsache.

    Nibbana ist nicht annica, nicht dukkha, vergänglich oder unzulänglich, weder atta noch anatta, erscheint nicht durch Bedingungen.


    [lz]

    SN 23.1. Māra Samyutta Nikaya 23

    12. „Welchen Zweck hat nun Befreiung, o Herr?“ - "Befreiung, o Rādha, hat Nibbāna zum Zweck."

    13. "Welchen Zweck hat nun Nibbana, o Herr?" - "Überschritten ist nun das Fragen, o Rādha, nicht kann man den Begriff der Frage fassen. Denn im Nibbāna zu münden, o Rādha, wird der Heilige Wandel gelebt, Nibbāna hat er zum Ziel, Nibbāna zum Ende."[/lz]

    Über oder bei Nibbana gibt es keine Frage und keine Antwort mehr, weil es keine Daseinsmerkmale hat und somit das Ziel ist bei der Übung, die Daseinsmerkmale in allen zusammengesetzten Gebilden einschließlich der Dhamma: Dinge/Lehren/Gedanken zu erkennen. Findet man keine Daseinsmerkmale mehr, ist das Nibbana. Weil alle Daseinsmerkmale verweht sind, gibt es auch keine weitere Gier, Hass, Glauben und die Lehre des Buddha ist auch weg.

    Weil Buddha diese Einfachheit erkannt hat und glaubte, dass sie jeder von sich aus erkannt hat, glaubte er, nach der Befreiung, dass er nichts zu lehren hat, da seine Hände und sein Geist leer sind. Er hatte nicht zu geben. Warum sollte er lehren?

    2 Mal editiert, zuletzt von Noreply (24. August 2022 um 11:49)

  • Elliot
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    • 24. August 2022 um 12:51
    • #156
    Ellviral:

    In sehr vielen Reden des Buddha kommen die Daseinsmerkmale vor.

    Ist das so? Ich finde sie hauptsächlich in Reden, die sich speziell an "Anfänger" richten, die vielleicht noch einem der dort und damals verbreiteten Atman-Wiedergeburt-Glauben anhängen und die den Unterschied zur Lehre des Buddha noch nicht richtig begriffen haben.

    Ellviral:

    Jeder Aufwand den Menschen betreiben, um diese Daseinsmerkmale außer Kraft zu setzen, ist vergeblich. Da hilft nur sie zu akzeptieren als Tatsache.

    Eben das meine ich mit trivial. Oder kennst Du jemanden, der ernsthaft an etwas ewig überdauerndes Gestaltetes glaubt oder schaffen will oder etwas immer freudvolles oder an Wiedergeburt seiner Seele glaubt? Das können meiner Meinung nach nur sehr vereinzelte Zeitgenossen sein.

    Viele Grüße

    Elliot

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    Elliot

  • Noreply
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    • 24. August 2022 um 13:01
    • #157
    Elliot:
    Ellviral:

    In sehr vielen Reden des Buddha kommen die Daseinsmerkmale vor.

    Ist das so? Ich finde sie hauptsächlich in Reden, die sich speziell an "Anfänger" richten, die vielleicht noch einem der dort und damals verbreiteten Atman-Wiedergeburt-Glauben anhängen und die den Unterschied zur Lehre des Buddha noch nicht richtig begriffen haben.

    Ellviral:

    Jeder Aufwand den Menschen betreiben, um diese Daseinsmerkmale außer Kraft zu setzen, ist vergeblich. Da hilft nur sie zu akzeptieren als Tatsache.

    Eben das meine ich mit trivial. Oder kennst Du jemanden, der ernsthaft an etwas ewig überdauerndes Gestaltetes glaubt oder schaffen will oder etwas immer freudvolles oder an Wiedergeburt seiner Seele glaubt? Das können meiner Meinung nach nur sehr vereinzelte Zeitgenossen sein.

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    Elliot

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    Ah, jetzt versteh’ ich natürlich, das mit den Reden, die erste Rede hat Buddha auch vor absoluten Laien gehalten.:grinsen::D:rofl:

    Ja, ich kenn da einige die mit allen Mitteln ihren Lebensstatus erhalten wollen, sie wissen, dass es nicht geht, geben den Kampf, die Gier, die Ablehnung nicht auf. Das es einen gibt der an Wiedergeburt glaubt, da muss ich echt die Stecknadel im Heuhaufen suchen, findet sich meist in sehr abgeschiedenen Ecken.

  • Elliot
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    • 24. August 2022 um 13:09
    • #158
    Ellviral:

    Ja, ich kenn da einige die mit allen Mitteln ihren Lebensstatus erhalten wollen, sie wissen, dass es nicht geht, geben den Kampf, die Gier, die Ablehnung nicht auf.

    Und die glauben ernsthaft, irgendetwas für die Ewigkeit schaffen zu können? Kann ich gar nicht glauben.

    Viele Grüße

    Elliot

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    Elliot

  • Noreply
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    • 24. August 2022 um 13:29
    • #159
    Elliot:
    Ellviral:

    Ja, ich kenn da einige die mit allen Mitteln ihren Lebensstatus erhalten wollen, sie wissen, dass es nicht geht, geben den Kampf, die Gier, die Ablehnung nicht auf.

    Und die glauben ernsthaft, irgendetwas für die Ewigkeit schaffen zu können? Kann ich gar nicht glauben.

    Viele Grüße

    Elliot

    Natürlich. Brauchst du auch nicht Glauben. Ach so, Glauben ist eine Form von Verblendung.

  • Elliot
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    • 24. August 2022 um 15:02
    • #160

    ich meine, wenn sie sagen würden "das ist uns schon klar, nichts ist für ewig, niemand hat das Glück gepachtet, ins Grab kann man nix mitnehmen und mit dem Tod ist endgültig Schluss, aber trotzdem glauben wir, unser Leben lebt sich schöner, wenn wir deshalb nicht die Hände in den Schoß legen, sondern uns um unseren Lebensstandard bemühen."

    Dann könnte man das vielleicht kritisieren oder diese Ansicht nicht teilen.

    Aber es wäre nicht so, dass sie die Augen vor den drei Daseinsmerkmalen verschließen würden.

    Viele Grüße

    Elliot

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    Elliot

  • Noreply
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    • 24. August 2022 um 23:02
    • #161
    Elliot:

    ich meine, wenn sie sagen würden "das ist uns schon klar, nichts ist für ewig, niemand hat das Glück gepachtet, ins Grab kann man nix mitnehmen und mit dem Tod ist endgültig Schluss, aber trotzdem glauben wir, unser Leben lebt sich schöner, wenn wir deshalb nicht die Hände in den Schoß legen, sondern uns um unseren Lebensstandard bemühen."

    Dann könnte man das vielleicht kritisieren oder diese Ansicht nicht teilen.

    Aber es wäre nicht so, dass sie die Augen vor den drei Daseinsmerkmalen verschließen würden.

    Viele Grüße

    Elliot

    Offensichtlich lebst du in einer Welt, von der ich keine Ahnung habe. In meiner Welt ist es ein gewaltiger Unterschied, ob ich oder jemand anderes etwas weiß oder ob er mit Körper und Geist erfahren hat.

  • Elliot
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    • 25. August 2022 um 06:44
    • #162

    Diesen Unterschied gibt es in meiner Welt auch.

    Aber die Daseinsmerkmale haben ja sehr universellen Charakter: Alles Gestaltete, Gewordene ist vergänglich und unzulänglich, kein Ding wird je wiedergeboren.

    Gibt es denn jemanden, der dies wirklich für alles je Gestaltete und jedes Ding erlebt und erfahren hat? Oder vielleicht auch nur in manchen Fällen, aber für den Rest muss er es auch glauben?

    Viele Grüße

    Elliot

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    Elliot

  • Noreply
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    • 25. August 2022 um 10:47
    • #163

    Helmut, wie ich genannt werde, hat das seit einiger Zeit immer im Körper und im Geist.

    Annica und dukkha. Anatta ist ohnehin da, um Helmut daran zu erinnern, dass er nur jetzt Helmut ist.

  • mukti
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    • 30. August 2022 um 19:21
    • #164
    Elliot:

    Mir erscheinen die drei Daseinsmerkmale eher als trivial und ziemlich offensichtlich und ich wundere mich über das Gewese, das immer wieder um sie gemacht wird.

    Hi Elliot, das sehe ich anders. Wenn mir wirklich bewusst wäre dass alles mit Leid verbunden und vergänglich ist, dass ich nichts davon bin und dass mir nichts gehört wäre ich frei von jeglichem Verlangen, nichts könnte mich aus der Ruhe bringen und den inneren Frieden stören. Ich hätte keine Stütze, keinen Halt und daher nichts zu verlieren. Es wäre Nibbana, das höchste Glück.

    Mit Metta, mukti.


  • SteFo
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    • 30. August 2022 um 19:31
    • #165
    Punk:

    Habt ihr euch schon mal vertieft mit den Daseinsfaktoren beschäftigt ?


    Das Dasein wird im Buddhismus definiert durch: Anicca, Dukkha, Anatta.

    Das ist zwar vorerst eine Behauptung und letztendlich auch Glaubenssache. Ich frage mich und euch: Muss man an diese drei "Daseinsfaktoren" glauben um sich Buddhist zu nennen ?

    Ich denke ja, mit der Einschränkung, dass sich natürlich jeder vollkommen willkürlich als alles Mögliche bezeichnen kann. Aber die drei sind so wesentlich für den Buddhismus wie die vier edlen Wahrheiten, an welche man ebenso glauben muss, um sich berechtigterweise als "Buddhist" zu bezeichnen.

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

  • Igor07
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    • 30. August 2022 um 20:55
    • #166
    mukti:

    . Wenn mir wirklich bewusst wäre dass alles mit Leid verbunden und vergänglich ist, dass ich nichts davon bin und dass mir nichts gehört wäre ich frei von jeglichem Verlangen, nichts könnte mich aus der Ruhe bringen und den inneren Frieden stören. Ich hätte keine Stütze, keinen Halt und daher nichts zu verlieren. Es wäre Nibbana, das höchste Glück.

    Hi, Mukti.

    So sehe ich auch. Wenn man sich ver-inner-licht, dass es alles , eigentlich, ihm nichts gehört, dann man kann an nichts haften, klammmern, usw. Je mehr "Unstillbarer Durst" etwas zu kriegen, was sowieso nichts mehr als Fata Morgana am Ende sich entpuppt, dann man so das leben lassen, wie es ist.

    Nebenbei bemerkt, der Buddha war in der günstigen Lage... Der er hatte zuerst alles... Deswegen er ( meine Meinung) hatte diesen "Flitterkram" , die Schönheit, die Jugend, der Reichtum, das alles ist nichts... ----"durchgeschaut".

    Aber, angenommen, wenn er in den anderen Bedingungen geboren wurde?

    Aber zurück, zu deinen Wörtern...

    Keine Stütze, keinen Halt... meistens wir alle ( die "normale") leben in der Illusion, und wähnen uns, noch nehr Leistung, noch mehr Kohle, noch mehr Essen, Sex...usw... würde uns stillen... Aber genau der Gegenteil ist stimmig.

    Sehr viele reiche Leute, die , eigentlich, alles haben, und alles sich leisten können, die sind sehr tief depressiv und verzweifelt.

    Aber die arme Bettler im Slum, die haben an Anfang nichts, aber die fühlen sich zufrieden, einfach für das, dass sie noch leben.

    Ich denke, Nibbana ist der innere Zustand. Man kann sterben, sehr starke Schmerzen haben, aber innerlich in sich selbst ruhen, wie auf dem Boden des Ozeans, wenn oben der Sturm tobt... Die absolute Ruhe.und Stille.. So ist es.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
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    • 30. August 2022 um 21:12
    • #167
    Igor07:

    Nebenbei bemerkt, der Buddha war in der günstigen Lage... Der er hatte zuerst alles... Deswegen er ( meine Meinung) hatte diesen "Flitterkram" , die Schönheit, die Jugend, der Reichtum, das alles ist nichts... ----"durchgeschaut".

    Aber, angenommen, wenn er in den anderen Bedingungen geboren wurde?

    Können einen werdenden Buddha andere Bedingungen davon abhalten ein Buddha zu werden? Ich glaube nicht.

    Igor07:

    Ich denke, Nibbana ist der innere Zustand. Man kann sterben, sehr starke Schmerzen haben, aber innerlich in sich selbst ruhen, wie auf dem Boden des Ozeans, wenn oben der Sturm tobt... Die absolute Ruhe.und Stille.. So ist es.

    Das denke ich auch. Manchmal kann man ein wenig Stille fühlen, sie ist jetzt da, aber wir sind nicht dort sondern außen in der Sinnenwelt.

    Mit Metta, mukti.


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    • 30. August 2022 um 21:16
    • #168
    mukti:

    Hi Elliot, das sehe ich anders. Wenn mir wirklich bewusst wäre dass alles mit Leid verbunden und vergänglich ist, dass ich nichts davon bin und dass mir nichts gehört wäre ich frei von jeglichem Verlangen, nichts könnte mich aus der Ruhe bringen und den inneren Frieden stören. Ich hätte keine Stütze, keinen Halt und daher nichts zu verlieren. Es wäre Nibbana, das höchste Glück.

    Ja. In der Wirklichkeit ist das leider sehr schwierig. Man darf sich von nichts und niemanden involvieren lassen. Buddha versuchte dies zu verhindern indem er strenge Regeln aufstellte: Asketismus, Einsamkeit im Wald etc.

    Totales Nibbana werde ich nie erreichen. Allerdings habe ich schon sehr viel weniger Sorgen, seit ich den 8-fachen Pfad so gut wie möglich in meinen Alltag integriere.

  • mukti
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    • 30. August 2022 um 21:28
    • #169
    Punk:

    Totales Nibbana werde ich nie erreichen. Allerdings habe ich schon sehr viel weniger Sorgen, seit ich den 8-fachen Pfad so gut wie möglich in meinen Alltag integriere.

    Geht mir auch so. Obwohl, dass ich Nibbana nie erreichen werde denke ich nicht, nur in diesem Leben wohl nicht mehr. Damit will ich jetzt aber keine Diskussion über Wiedergeburt anstoßen.

    Mit Metta, mukti.


  • Elliot
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    • 30. August 2022 um 21:33
    • #170
    mukti:

    Hi Elliot, das sehe ich anders. Wenn mir wirklich bewusst wäre dass alles mit Leid verbunden und vergänglich ist, dass ich nichts davon bin und dass mir nichts gehört wäre ich frei von jeglichem Verlangen, nichts könnte mich aus der Ruhe bringen und den inneren Frieden stören. Ich hätte keine Stütze, keinen Halt und daher nichts zu verlieren. Es wäre Nibbana, das höchste Glück.

    Ja, mukti, das ist das schöne bei den Lehrreden: Was dem einen ein Kieselstein ist, ist dem anderen ein Juwel.

    Viele Grüße

    Elliot

  • mukti
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    • 30. August 2022 um 22:18
    • #171
    Elliot:

    Ja, mukti, das ist das schöne bei den Lehrreden: Was dem einen ein Kieselstein ist, ist dem anderen ein Juwel.

    Na es gibt ja viele Juwelen in den Lehrreden, ist für jeden was dabei.

    Mit Metta, mukti.


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    • 30. August 2022 um 22:26
    • #172
    mukti:

    ...nur in diesem Leben wohl nicht mehr. Damit ..

    Kein Problem, ist eh nicht deins ;)

  • Elliot
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    • 31. August 2022 um 05:51
    • #173
    mukti:

    Wenn mir wirklich bewusst wäre dass alles mit Leid verbunden und vergänglich ist, dass ich nichts davon bin und dass mir nichts gehört wäre ich frei von jeglichem Verlangen, nichts könnte mich aus der Ruhe bringen und den inneren Frieden stören. Ich hätte keine Stütze, keinen Halt und daher nichts zu verlieren. Es wäre Nibbana, das höchste Glück.

    Das geht wohl nicht ohne Entwicklung von abhiññā:

    Dīghanakha Sutta:

    "...Bei jener Gelegenheit stand der ehrwürdige Sāriputta hinter dem Erhabenen und fächelte ihm Luft zu. Da dachte er: "Der Erhabene spricht in der Tat aus höherer Geisteskraft ( abhiññā ),vom Überwinden dieser Dinge; der Vollendete spricht in der Tat aus höherer Geisteskraft vom Aufgeben dieser Dinge." Während der ehrwürdige Sāriputta dies erwog, war sein Geist durch Nicht-Anhaften von den Trieben befreit."

    Viele Grüße

    Elliot

  • Railex
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    • 31. August 2022 um 06:02
    • #174
    Sudhana:
    Ellviral:

    Keine Worte mehr notwendig, die sind dann nur noch Verzierungen.

    Du sagst es. Solche Verzierungen zu drechseln ist nun einmal mein Hobby ;) - und ich finde es schlicht interessant, was man in der Tradition des Weges, den man geht, so alles an Worten finden kann ... alte "Verzierungen", aber auch hinterlassene Zeichen. Wo man sich dann als Fährtensucher wie Old Shatterhand (nicht zufällig war Karl May der wohl populärste deutsche Mystiker) "seine eigene" Tradition und seinen Weg zurecht sucht.;)

    Nun ja, es gibt sicher schädlichere Methoden, die Zeit totzuschlagen - vor allem so lange man das eher wegen des Unterhaltungswertes macht und nicht ernster nimmt als nötig. :) Der Weg ist so oder so da, wo er hingehört: unter Deinen Füßen.

    _()_

    Ich habe Karl May als Bub sehr geliebt; die aktuelle Bewertung seiner Person zeigt deutlich, wie stark Meinungen, Ansichten und der "Zeitgeist" den Daseinsfaktoren unterworfen sind.

    Dies zu erleben ist sehr lehrreich und unterstützt das Loslassen, auch wenn es mir, wie in diesem Falle schmerzt. Aber das ist eben dukkha und es zeigt zudem, dass das Haften an der Bewertung des Tuns durch andere Menschen, der falsche Weg ist, bzw. stark unzuverlässig ist.

    R.I.P. lieber Karl, du warst ein großartiger Geschichtenerzähler :heart:

  • Noreply
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    • 31. August 2022 um 10:25
    • #175
    Elliot:
    mukti:

    Wenn mir wirklich bewusst wäre dass alles mit Leid verbunden und vergänglich ist, dass ich nichts davon bin und dass mir nichts gehört wäre ich frei von jeglichem Verlangen, nichts könnte mich aus der Ruhe bringen und den inneren Frieden stören. Ich hätte keine Stütze, keinen Halt und daher nichts zu verlieren. Es wäre Nibbana, das höchste Glück.

    Das geht wohl nicht ohne Entwicklung von abhiññā:

    Dīghanakha Sutta:

    "...Bei jener Gelegenheit stand der ehrwürdige Sāriputta hinter dem Erhabenen und fächelte ihm Luft zu. Da dachte er: "Der Erhabene spricht in der Tat aus höherer Geisteskraft ( abhiññā ),vom Überwinden dieser Dinge; der Vollendete spricht in der Tat aus höherer Geisteskraft vom Aufgeben dieser Dinge." Während der ehrwürdige Sāriputta dies erwog, war sein Geist durch Nicht-Anhaften von den Trieben befreit."

    Die Daseinsmerkmale können nicht überwunden werden. Der Versuch das zu tun schafft Leiden.

    Nicht- Anhaften ist also das Erkennen von unabänderlichem, dieses zu akzeptieren, es nicht mehr zu ergreifen als Überwindbar.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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