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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Relative und absolute bzw. letztendliche Wahrheit

  • Lucky Luke
  • 8. November 2021 um 10:21
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  • Igor07
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    • 8. Februar 2022 um 15:49
    • #76
    keks:

    Das Paradox beginnt mit der falschen Vorstellung man wäre "innen vom Raum und etwas Dingliches".

    Hm , ich denke der Paradox beginnt schon früher...

    Mit der Verkehrten Vorstellungen über die Dualität.

    Licht/Dunkel

    Gott/ Satan

    Nirvana/ Samsara

    Zeit/ Raum

    Gehirn/ Bewusstsein

    usw...

    Aber die Welt per se ist nur wie das Feld-Beziehungs-Muster, so wie

    Zitat

    Im Mahayana-Buddhismus Dharmadhātu (Standard-Tibetisch: chos kyi dbyings;; Chinesisch: 法界) bedeutet “Bereich der Phänomene”, “Bereich der Wahrheit” und des Noumenons. Es wird durch mehrere analoge Begriffe aus der Mahayana-buddhistischen Philosophie erwähnt, wie Tathata (Realität “wie sie ist”), Leere, abhängiges Mitentstehen und ewiger Buddha. Es ist die “tiefste Natur oder Essenz”.


    ach, eher so:

    Zitat

    In Indras Netz (2014) verwendet Rajiv Malhotra das Bild von Indras Netz als Metapher für

    die tiefe Kosmologie und Sichtweise, die den Hinduismus durchdringt.Indras Netz symbolisiert das Universum als ein Netz von Verbindungen und Abhängigkeiten. [...] Ich versuche, es als Grundlage für die vedische Kosmologie wiederzubeleben und zu zeigen, wie es zum zentralen Prinzip des Buddhismus wurde und sich von dort aus in den westlichen Mainstream-Diskurs ausbreitete über mehrere Disziplinen.

    Dharmadhatu – Wikipedia – Enzyklopädie

    Indras Netz

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Noreply
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    • 8. Februar 2022 um 16:12
    • #77
    Igor07:
    keks:

    In der Unendlichkeit gibt es kein vor und zurück weil es Zeit nicht gibt. Erleuchtung und erwachen logischerweise auch nicht. V

    Aber die "Unendlichkeit" ist auch nur der Begriff. Was bedeutet er real?

    Immer im Jetzt zu sein?

    Das geht auch rein logsich nichts.

    So leben wir wie ausserhalb der Zeit, im eweigen Nu, nach M.Eckhart, oder in der Zeit drin, aber die ist nichts vorfindbar, als der fester Punkt auf der imaginären Achse. Das wäre auch der Zugang zur realtiven und sbsoluten Wahrheit.

    LG.

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    "real" existiert Unendlichkeit nur in der Mathematik und die ist ein rein geistiges Produkt des Geistes der Menschen.

  • Helmut
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    • 8. Februar 2022 um 16:23
    • #78
    keks:

    Die Bedeutung von Unendlichkeit ist nicht beschreibbar, nicht greifbar denn sonst wäre es etwas. Unendlichkeit ist aber "nicht-etwas", also kein Objekt, damit bedeutungslos und unbeschreibbar.

    So ist es ja nicht. Unendlichkeit ist ja nur die Substantivierung des Adjektivs unendlich. Dieses Adjektiv besitzt eine Bedeutung und die ist beschreibbar. Und weil die Bedeutung des Adjektivs unendlich beschreibbar ist, hat es auch eine Bedeutung und somit hat auch das Substantiv Unendlichkeit eine beschreibbare Bedeutung.

    Das Adjektiv unendlich ist eine Eigenschaft von existierenden Phänomenen. So kann man an der Zahlenreihe diese Eigenschaft erkennen. Die Zahlenreihe hat kein Ende, man kann zu jeder Zahl immer 1 dazu zählen. Sie hört nie auf.

    Auch unser Bewusstseinskontinuum ist unendlich, also ohne bestimmbares definitives Ende. Jeder gegenwärtige Bewusstseinsmoment bringt einen neuen zukünftigen Bewusstseinsmoment hervor, weil er selbst entstanden, bedingt ist. Wenn der zukünftige Bewusstseinsmoment entstanden ist und somit zum gegenwärtigen Bewusstseinsmoment geworden ist, bringt er wiederum einen neuen zukünftigen Bewusstseinsmoment hervor, weil er bedingt entstanden ist.

    Aber nicht jedes Kontinuum ist unendlich.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Lucky Luke
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    • 8. Februar 2022 um 16:41
    • #79

    Helmut

    wie würdest Du denn das Wort "unendlich" beschreiben?

    Das begriffliche Denken hat doch auch Grenzen. Genau so wenig kann man Erfahrungen beschreiben die man in der Meditation als "non duale" Erfahrungen bezeichnet werden.

  • Helmut
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    • 8. Februar 2022 um 16:54
    • #80

    @Sherab ,

    die Beschreibung der Wortbedeutung des Adjektivs unendlich besteht darin, aufzuzeigen dass es Phänomene gibt, die durch die Eigenschaft gekennzeichnet sind, kein definitives Ende zu besitzen. Sie setzen sich kontinuierlich fort ohne abzubrechen. Zwei Beispiele habe ich genannt.

    Natürlich hat das begriffliche Denken seine Grenzen, aber trotzdem kann man mit dem begrifflichen Denken Wortbedeutungen erklären.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Lucky Luke
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    • 8. Februar 2022 um 17:36
    • #81
    Helmut:

    @Sherab ,

    die Beschreibung der Wortbedeutung des Adjektivs unendlich besteht darin, aufzuzeigen dass es Phänomene gibt, die durch die Eigenschaft gekennzeichnet sind, kein definitives Ende zu besitzen. Sie setzen sich kontinuierlich fort ohne abzubrechen. Zwei Beispiele habe ich genannt.

    Natürlich hat das begriffliche Denken seine Grenzen, aber trotzdem kann man mit dem begrifflichen Denken Wortbedeutungen erklären.

    Das Phänome (egal welche) kein definitives Ende haben, kann man aber nicht einfach so aufzeigen. Das schafft nicht mal die Mathematik. Da gibt es für Unendlichkeit lediglich ein Symbol.

    Unendlichkeit gibt es im Großen (Universum) und im Kleinen (Quantenteilchen).

    Auch das unendliche Bewusstseinskontinuum kann ich mir nicht vorstellen. Ich vertraue aber darauf, dass die buddhistischen Leher, die von der Anfangslosigkeit des Geistes berichten, gewisse Erfahrungen gemacht haben.

  • Reboot
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    Buddh. Richtung
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    • 8. Februar 2022 um 20:13
    • #82
    Helmut:
    keks:

    Die Bedeutung von Unendlichkeit ist nicht beschreibbar, nicht greifbar denn sonst wäre es etwas. Unendlichkeit ist aber "nicht-etwas", also kein Objekt, damit bedeutungslos und unbeschreibbar.

    So ist es ja nicht. Unendlichkeit ist ja nur die Substantivierung des Adjektivs unendlich. Dieses Adjektiv besitzt eine Bedeutung und die ist beschreibbar. Und weil die Bedeutung des Adjektivs unendlich beschreibbar ist, hat es auch eine Bedeutung und somit hat auch das Substantiv Unendlichkeit eine beschreibbare Bedeutung.

    Das Adjektiv unendlich ist eine Eigenschaft von existierenden Phänomenen. So kann man an der Zahlenreihe diese Eigenschaft erkennen. Die Zahlenreihe hat kein Ende, man kann zu jeder Zahl immer 1 dazu zählen. Sie hört nie auf.

    Das ist hier zwar kein Matheforum, aber ich möchte dahingehend was bemerken.

    Jede Zahl, also jede Reihe (bis auf die 1) ist dadurch definiert, dass sie 'an einer Stelle aufhört'. Zählt man 'eins drauf' hat man die nächste abgezählte Zahl. Zählt man nochmal usw ...

    Beim so Abzählen kommen Anzahlen plus 1 heraus. Eine unendliche Anzahl sehe ich da nicht. Und die ist auch nicht erkennbar. Nur denkbar ...

    Es sind im Fall des Versuches 'unendlichkeit' mit Hilfe 'der Zahlenreihe' zu zeigen entweder Begriffe zu wörtlich genommen undoder ein einfaches/widersprüchliches Verständnis über den Begriff der Zahl.

    Für den 'buddhistischen Kontext': Unendlichkeit ist eine blosse Idee (eine Ansicht) undoder ein Name, um eine Erfahrung zu vermitteln

  • Igor07
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    • 8. Februar 2022 um 20:46
    • #83

    Helmut

    Hallo, kannst du mir bitte antworten , wenn man über den Geist(en)-Kontinuum spricht, oder Rigpa in Dzogchen-Tradition, also ich meine, um nichts ins Buch einzutauchen...

    Wie der reine "Hintergrund", wo schon alles rein und makellos wäre... So etwas... Als der "Träger" von allen möglichen Verdunkelungen und den Geistengiften...

    Der ist ohne Anfang und auch ohne Ende... Stimmt`? Oder nichts?

    Und die zweite Frage... dieser Geistes-Kontinuum ist nichts bedingt...kann man ihn als nichts produkthaften Phänomen betrachten?

    Danke im voraus für die kurze Antwort.

    LG.

    Igor.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 8. Februar 2022 um 20:57
    • #84
    mkha':

    "Unendlich(keit)" - :? ein Begriff für Phänomene jenseits des Ereignishorizontes des menschlichen Geistes ... ;)

    Ach, Schunyata bedeutet doch nichts mehr als Ziffer oder Null.

    Aber ohne Null es wäre keine Operation möglich.

    Wenisgstens so erklärt es Edward Conze, also es ist nichts von mir, liebe @mkha' .

    Wir können bestimmt über sehr vieles reden, das für den meschlcichen Geist nichts vorstelllbar wäre/ist/.

    Die ganze Quanten-Physik ist paradoxal.

    Aber diese Phänomene sind real.

    Auch reine Mathematik hat damit zu tun. Was nichts in der Realität entspricht. Also reine Konstruktionen .

    Aber ohne die wir alle wären hilfslos.

    Wie auch ohne Ziffer "Null".

    Ziffer ist Nichts, aber die er-möglicht alles.

    Man kann hier die Parallellen zum Leere und Karma ... hinzuziehen.

    Denn genau diese "Leere" macht das karma aus.

    LG.

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    • 8. Februar 2022 um 21:01
    • #85
    Sherab:

    Auch das unendliche Bewusstseinskontinuum kann ich mir nicht vorstellen.

    Vorstellen man braucht es michts... Wir leben doch tief drin. Man kann das eigene Auge nichts sehen. usw...

    Ohne ihn es wäre keine "Befreiung" möglich.

    Reine Logik...

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    • 8. Februar 2022 um 21:05
    • #86
    Helmut:

    Wenn der zukünftige Bewusstseinsmoment entstanden ist und somit zum gegenwärtigen Bewusstseinsmoment geworden ist, bringt er wiederum einen neuen zukünftigen Bewusstseinsmoment hervor, weil er bedingt entstanden ist.

    Das letze Mal, sorry... er wäre doch nichts "bedingt", wenn ich es richtig erinnere... Immer jetzt und immer neu! Frisch!

    Wahrsheinlich , ich vertausche zwei Begriffe, "Moment " und der "Kontinuum".

    Bestimmt , wenn ich die Stelle im Buch finde, ich würde es sofort posten.

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    • 8. Februar 2022 um 21:07
    • #87

    [lz]

    Auch unser Bewusstseinskontinuum ist unendlich[/lz]


    Was ist ein Bewusstseinskontinuum ?

  • Igor07
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    • 8. Februar 2022 um 21:19
    • #88
    Punk:
    [lz]

    Auch unser Bewusstseinskontinuum ist unendlich

    [/lz]


    Was ist ein Bewusstseinskontinuum ?

    "Der Träger der Persönlichkeit und der karmischen Potenziale."

    /sems rgyud/.

    nach Dalai-Lama und G.T. Ngawang.

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    Sokrates

  • Lucky Luke
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    • 8. Februar 2022 um 21:23
    • #89
    Igor07:
    Sherab:

    Auch das unendliche Bewusstseinskontinuum kann ich mir nicht vorstellen.

    Vorstellen man braucht es michts... Wir leben doch tief drin. Man kann das eigene Auge nichts sehen. usw...

    Ohne ihn es wäre keine "Befreiung" möglich.

    Reine Logik...

    Verwechselst du da nicht Bewusstseinskontinuum mit Samsara? Eigentlich ist Befreiung aus Samsara (also aus dem Daseinskreislauf von Alter, Krankheit, Tod, Wiedergeburt) gemeint und nicht Befreiung aus einem Bewusstseinskontinuum.

  • Igor07
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    • 8. Februar 2022 um 21:39
    • #90
    Sherab:

    Verwechselst du da nicht Bewusstseinskontinuum mit Samsara? Eigentlich ist Befreiung aus Samsara (also aus dem Daseinskreislauf von Alter, Krankheit, Tod, Wiedergeburt) gemeint und nicht Befreiung aus einem Bewusstseinskontinuum.

    Nein, der "Träger" ist rein... es solte einleuchtend sein.

    Denn der "Träger" enthaltet es alles (schon) drin. das ist der Unterschied! er trägt alles in sich...Kontinuum ist makellos im eigenen Ur-grund.

    Ganze Dzogschen-Tradition spricht darüber.

    LG.

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  • Lucky Luke
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    • 8. Februar 2022 um 21:45
    • #91
    Igor07:
    Sherab:

    Verwechselst du da nicht Bewusstseinskontinuum mit Samsara? Eigentlich ist Befreiung aus Samsara (also aus dem Daseinskreislauf von Alter, Krankheit, Tod, Wiedergeburt) gemeint und nicht Befreiung aus einem Bewusstseinskontinuum.

    Nein, der "Träger" ist rein... es solte einleuchtend sein.

    Denn der "Träger" enthaltet es alles (schon) drin. das ist der Unterschied! er trägt alles in sich...Kontinuum ist makellos im eigenen Ur-grund.

    Ganze Dzogschen-Tradition spricht darüber.

    LG.

    Sorry, ich praktiziere nicht Dzogchen ;)

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    • 8. Februar 2022 um 21:46
    • #92

    Du meinst das Gedächnis ?

  • Igor07
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    • 8. Februar 2022 um 21:58
    • #93

    So etwas:

    Zitat

    Unser Geisteskontinuum ist „befleckt“ durch diese emotionalen und kognitiven Schleier, die seit jeher bestehen. Deshalb sind wie weder befreit von Samsara noch erleuchtet. Aber können die „Flecken“ dieser emotionalen und kognitiven Schleier beseitigt werden? Gehören sie zur wesentlichen Natur des Geistes oder sind sie sogenannte „flüchtige Makel“? Wenn sie per definitionem ein charakteristisches Merkmal der Natur des Geistes wären, dann müssten wie in jedem Moment anwesend sein. Das sind sie aber nicht. Es gibt Gelegenheiten, zum Beispiel in der völligen Vertiefung in die Leerheit, während derer sie nicht vorhanden sind. Das zeigt, dass sie nicht unerlässlicher Bestandteil der Natur des Geistes sind.


    Reinheit des geistigen Kontinuums und die höchste Stufe — Study Buddhism

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    Sokrates

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    • 8. Februar 2022 um 22:03
    • #94

    Oder so auch:

    Zitat

    In diesem Zusammenhang gibt es einen berühmten Ausspruch des Buddha in einem Sutra: »Der Geist besitzt nicht den Geist, die Natur des Geistes ist klares Licht«. In dieser Zeile wird darauf hingewiesen, daß die fehlerhaften Geisteszustände wie Haß nicht zur eigentlichen Natur des Geistes gehören. Deshalb sagt der Buddha, daß der Geist frei von Geist ist: In seiner eigentlichen Natur ist er frei von negativen Eigenschaften und Befleckungen.


    https://www.tibet.de/zeitschrift/th…9022460a6997fc3

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    • 8. Februar 2022 um 22:39
    • #95

    den potentiellen Elendsbringer 'Geist' (und damit seine Objekte) anders zu beschreiben, als dass 'er' vergänglich, leidbringend, und ohne Seele und nicht zu einer Seele gehörend ist, finde ich jedenfalls leer oder arm an Geist.

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    • 8. Februar 2022 um 22:56
    • #96

    Ich dachte immer der Geist/Bewusstsein/Seele sei nama rupa

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    • 8. Februar 2022 um 23:18
    • #97
    Punk:

    Ich dachte immer der Geist/Bewusstsein/Seele sei nama rupa

    Jetzt wird es ganz wild mit den verschiedenen Namen. 'Geist' ist pragmatisch gesehen ein Begriff der im besseren Fall Orientierung bieten kann. Insofern versteht man unter dem einerseits einen Gemütszustand, eine Art Grundgefühl. Aber auch die Persönlichkeit, die ja mit den Gruppen des Ergreifens komplett erklärt ist, kann man mit diesem Begriff gemeint sehen.

    In diesen Orientierungsbegriffen (Gruppen des Ergreifen) nun, werden unter 'Geist' Gestaltungen, Aufmerken, Gefühle/Empfindungen, Bewusstsein und Wahrnehmungen geführt.

    mit 'Seele' meinte ich etwas, was man normal ausserhalb der Gruppen des Ergreifens denkt, so dass es verblendet auch in vertiefteren Momenten sinnvoll erscheint, zu sagen: es wäre jemand, der etwas empfindet. Andererseits wollte ich damit auch auf die Klarsicht anspielen, alles als nicht 'mein' anzusehen.

  • void
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    • 8. Februar 2022 um 23:36
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    • #98

    ich denke nicht, dass es da um das geht, was man normalerweise als Geist bezeichnen würde.

    Eine Frage die irgendwann in der buddhistischen Geschichte aufkam aufkam war die, wo Karma "gespeichert" ist. Man fing an von karmuschen Samen zu reden, die im Boden ruhen und dann irgendwann aufgehen. Aber was ist das für ein Boden? Wenn jemand was Schlechtes tut, wo wird das abgelegt, so dass ihm dann was Schlimmes wiederfährt? Hat die Welt am Ende ein "Gedächtnis"? In dem das eine zum anderen führt so wie in unserem Geist ein Gedanke zum anderen führt.

    Es geht also nicht um den individuellen Geist mit seinen Geistesinhalten sondern eher um allgemeine Erzeugungsmechanismen. Die man dann aber als eine subtile Art des Bewusstseins zu sehen begann.

    Vielleicht ausgehend von der Denkweise: Mein individuelles Wachbewusstsein "trägt" von bewußten Augenblick zu bewußten Augenblick. Aber auch wenn ich nicht wach bin, gibt es ein subtileres und tieferes Schlafbewßtsein dass mich von Abend zum Morgen "trägt". Was aber wenn ich sterbe? Dann trägt mich die Wirkung meines Karmas zu einer neuen Geburt. Es ist also ein noch tieferer "Träger" - eine noch subtileres Form des Bewusstseins.

    Ist mit diesem Vergleich von "Trägern" eine profunde Gemeinsamkeit ausgedruckt? Macht es Sinn Bedingtheit als tiefe Form des Bewußtsein zu sehen? Oder überdehnt man da die Metaphern und sorgt für Begriffsverwirrung?

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    • 9. Februar 2022 um 00:07
    • #99

    Ich finde es jedenfalls ziemlich weitab. Was helfen Fragen nach einem Speicherort, damit nimmt man implizit doch wieder ein atta an und ausserdem ists doch eh nur Vorstellung und die Antwort auf so eine Frage doch auch.

    Also was helfen solche Denkereien: nichts. Sie führen im schlechten Fall in noch mehr Vorstellungssumpf.


    "Geist" - das hat im Deutschen eine vage aber doch halbwegs bestimmte und vereinbarte Bedeutung. Gemäss der sind zumindest die Lehrreden verstehbar. In denen wird eben das Gemüt und die seelischen Regungen und Gefühlszustände und Triebhaften Erfassungen (ich nehme mal bewusst andere Begriffe) undsoweiterundsofort als vergänglich usw erklärt.

    Ich kenne auch selbst nichts anderes als das und wüsste nicht, was erfahrbares ich anders mit 'Geist' benennen würde. Davon kann ich reden, das kann ich beobachten und so benennen.

    Mal klipp und klar. Es gibt einfach unterschiedliche Auffassungen darüber, was wie erklärt gehört und auch darüber, was nun Buddha erklärt hat, was nicht. Zum Glück herrscht ja allgemeine Zustimmung zu "prüfe selber". So kann dann jeder für sich prüfen, ob man mit 'Geist' lieber einen der unmittelbaren Orientierung dienenden Begriff will, oder eine Philosophie, ein Vorstellungsnetz von anderen.

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    • 9. Februar 2022 um 01:08
    • #100
    Reboot:

    nimmt man implizit doch wieder ein atta

    Atta bezeichnet den Glauben an ein vorgestelltes, unveränderliches, unsterbliches, metahpysisches Etwas, das irgendwie in einem vorgestellten Strom, aus welcher metaphysischer Essenz auch immer bestehend, hervorgeht und dabei irgendwelche Informationen durch Zeit und Raum trägt.

    Es hat verschiedene Namen: unsterbliche Seele, Atman, Brahman, Buddhanatur,

    Warum wir an die Seele glauben

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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