- Offizieller Beitrag
So wie mein Lehrer uns es lehrt, ist das Shobogenzo mit seinen Koan nicht dazu da, es wie im Rinzai als formale Praxis zu nutzen. Wir sitzen nicht mit den Koan des Shobogenzo. Es ist eher eine Art poetischer Ausdruck etwas auszudrücken, was nicht ausgedrückt werden kann. Hierzu nutzt Dogen die widersprüchlichen Passagen und Koan, Metaphern etc. weil es durch nicht durch logisch-rationale Art dargestellt werden kann
Ja, Dōgen stand ja der formalen Koan Praxis seiner Zeit skeptisch gegenüber. Bei dem Versuch nachzuspühren, was ein Koan jenseits seiner Formailisierung ist, kam der Rinzai Lehrer Jeff Shore auf eine Art Grundfrage, die die Leute umtreibt.
What is koan practice in Rinzai Zen? One good way to clarify this in a brief talk like today is to look into where the koan comes from, where did it originate? For example, though it’s not usually spoken of in this way, what was Gotama Buddha’s koan? What was his genjōkōan – the koan manifest there and then?
Many of you are familiar with the basic meaning of the Chinese characters for the word koan. It’s often described as a public document, a legal term. But very simply, in the present context let us consider it as a religious problem in the form of an ultimate challenge. To put it bluntly, what was Gotama’s problem? What drove him to leave home, to leave everything, finally to sit under the Bodhi Tree? What was
Dogen’s genjōkōan, what drove him to China? What was Rinzai’s genjōkōan? (I will use the Japanese pronunciation of the Chinese masters since it is more familiar to you. No disrespect whatsoever is meant to the great Chinese tradition.) What about the Japanese Zen masters Bankei, or Hakuin – what was their genjōkōan, what drove them?
Es ist also nichts was, besonders zen-paradox rätselhaft sein müßte. Auch Buddha Frage nach dem Leid, seinen Ursachen und seiner Überwindung ist so eine Grundfrage. Was war diese Grundfrage für Dōgen? Eine Frage die ihn umgetrieben und nach China geführt hat, war ja die Frage nach der Buddha-Natur.
Und da speziell warum, wenn Buddha-Natur da ist, überhaupt Entschluss und Übung notwendig sind. Der zentrale Punkt ist also, wie die Welt aussieht, wenn man sie nicht nicht vom verblendeten Menschen aus angeht, sondern von der Warte der Buddha-Natur aus. Und da kann man das im Genjōkōan gesagte, als seine theoretische Antwort begreifen:
Leonie:Es geht um die grundlegende Frage, die Dogen sich gestellt hatte: wenn doch alles Buddha-Natur ist, warum dann überhaupt die Übung? Im Bendowa hat er dann dies ausführlich beantwortet.
Im Genjokoan stellt er diese Problematik von Erleuchtung und Verirren (Verblendung) genauer heraus und sagt, dass Erwachen nichts anderes ist, als unser Verirren zu erkennen. Dieses bezeugen wir, indem wir uns entsprechend Verhalten - unbewusst oder auch bewusst. So wie Buddha durch sein Denken, Reden und Tun seine Buddhaschaft realisiert, bezeugt, erwiesen hat, und damit vielen zum Erwachen verholfen hat, so gilt dies auch für alle, die dem Buddhaweg folgen.
Während die praktische Antwort über die Worte „Leib und Geist fallen ab“ ja für ihn in eine Richtung ging, die eben auf den sitzenden Köper selbst deutete- was sich als Shikantaza ausdrückt.