Uchiyama greift in seinem Text "Dogen Zen As Religion" auf was seiner Meinung nach eine echte universale Religion ausmacht. Dabei vergleicht er unter anderem Soto Zen (Dogen Zen) mit Rinzai Zen und kratzt auch das Christentum dabei an. Der Text ist (auf englisch) unter anderem in der Veröffentlichung "Heart of Zen" der Sotoshu zu finden.
Eine echte Religion muss seiner Definition nach mehrere Eigenschaften aufweisen. Unter anderem:[lz]
A true religion must contain absolute non-differentiation, no class distinction, universality and be removed from any discriminatory points of view.[/lz]
und[lz]
I believe that, in a true religion, all people must be saved without exception.[/lz]
Interessant finde ich dabei, dass Uchiyama Rinzai Zen dabei, ohne es abwertend zu meinen, als "nicht" echte Religion bezeichnet. Rinzai Zen als ein Zen das eine Ausbildung darstellt, welche durch Hürden nicht für alle schaffbar ist, denn das Ziel ist Satori. Auf der anderen Seite Dogen Zen, was nicht mehr bietet als zu sitzen nur um des sitzen Willens.
Ich selbst habe bisher keinen persönlichen Kontakt mit der Rinzai-Schule gehabt. Aus einem Buch eines Rinzai-Meisters heraus habe ich aber durchaus das Gefühl, dass es um ein Ziel geht, dass es zu erreichen gilt. Aus meiner Praxis (Soto Zen) kenne ich das nicht, dass so (sehr) auf Satori oder andere Ziele geschaut wird. Wie sind da eure Erfahrungen? Ist die "Rinzai-Ausbildung" für alle offen und schaffbar? Ist der "Soto-Zen Weg" für alle offen und schaffbar?