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Wo fange ich an?

  • Spiegelsee
  • 6. Dezember 2019 um 23:57
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  • Aravind
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    • 2. Januar 2020 um 14:20
    • #51
    Daoist:

    Das Beobachten hat den Nachteil, das es einen Beobachtenden erschaffen/abspalten muss. Eigentlich ist es ne Form von Dissoziation. Es versucht, eine vom Leben zu unterscheiden.

    (Falls das eine längere Dikussion werden sollte, sollten wir das von der Anfängerfrage abtrennen)

    Ich verstehe, was Du meinst, aber ich denke, Du unterschätzt hier die Flexilibilität (oder die Komplexität) des Geistes. Was in der Praxis kultiviert wird, ist ja keine neue Eigenschaft des Geistes, es wird nur eine Eigenschaft gezielt trainiert.

    Allerdings kann ich auch die Gefahr sehen, dass man den Beobachter als etwas abgespaltendes wahrnimmt, obwohl es etwas integrales ist.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Spiegelsee
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    6. Dezember 2019
    • 2. Januar 2020 um 14:29
    • #52

    Vielen Dank für eure Antworten _()_

    Ich sehe, es ist kompliziert.

    Daoist:

    Das Beobachten hat den Nachteil, das es einen Beobachtenden erschaffen/abspalten muss. Eigentlich ist es ne Form von Dissoziation. Es versucht, eine vom Leben zu unterscheiden.

    So in etwa dachte ich mir das mit dem Beobachtenden schon. Es ist ja auch die Frage: Was passiert z,B. mit dieser Fähigkeit wenn ich hochgradig dement werde? Ist das dann immer noch da? Ich schätze ja eher das nicht, obwohl ich es natürlich nicht wissen kann. Also wäre das dann ja auch nichts unvergängliches. Was unvergänglich ist, ist das Werden und Vergehen an sich und diese Kräfte sind, solange ich lebe, auch in mir. Dieses Prinzip ist unvergänglich aber das als Selbst zu bezeichnen ist irgendwie irritierend.

    Die Frage ist auch: Wieso sollte das Selbst eigentlich unvergänglich sein? Ist das ein Glauben?

    Fǎ Fá:

    Gier hat immer etwas damit zu tun, etwas haben oder halten zu wollen, da steckt eine ungesunde Zwanghaftigkeit drin.

    Ich verstehe was gemeint ist. Was ist mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit, Liebe usw.? Ist das das gleiche? Ich denke, es kann das gleiche sein, wenn es vielleicht missverstanden wird und man versucht die Realität und andere Menschen im eigenen Sinne zu sehen / zu verbiegen. Aber muss es immer das gleiche sein?

  • Daoist
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    • 2. Januar 2020 um 14:32
    • #53

    [lz]

    Ich verstehe, was Du meinst, aber ich denke, Du unterschätzt hier die Flexilibilität (oder die Komplexität) des Geistes. Was in der Praxis kultiviert wird, ist ja keine neue Eigenschaft des Geistes, es wird nur eine Eigenschaft gezielt trainiert.

    Liebe Grüße,

    Aravind.[/lz]

    So du Praxis als Geistestraining siehst, schon. (Was aber auch einige phil. Probleme mit sich trägt, es müsste einen Geist hinter den Dingen geben, den man trainieren kann.)

    Im Zen, in der Nembutsu-und Daimokurezitation des Buddhismus (sowie dem Sitzen und Vergessen und dem Herz-Geist-Fasten des Daoismus) eher nicht.

  • Daoist
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    • 2. Januar 2020 um 14:38
    • #54
    Aravind:

    (Falls das eine längere Dikussion werden sollte, sollten wir das von der Anfängerfrage abtrennen)

    Ich verstehe, was Du meinst, aber ich denke, Du unterschätzt hier die Flexilibilität (oder die Komplexität) des Geistes. Was in der Praxis kultiviert wird, ist ja keine neue Eigenschaft des Geistes, es wird nur eine Eigenschaft gezielt trainiert.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Spiegelsee:
    Daoist:

    Das Beobachten hat den Nachteil, das es einen Beobachtenden erschaffen/abspalten muss. Eigentlich ist es ne Form von Dissoziation. Es versucht, eine vom Leben zu unterscheiden.

    Die Frage ist auch: Wieso sollte das Selbst eigentlich unvergänglich sein? Ist das ein Glauben?

    Selbst bezieht sich ja im buddh. Kontaxt auf das hinduistische atman-Konzept. Und das ist der unveränderliche Kern. Und ein Glaube.

    Wenn du als Selbst freilich Gedanken, Gefühle, Empfindungen bezeichnen willst, dann ist es etwas anderes.

  • Aravind
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    • 2. Januar 2020 um 14:49
    • #55
    Spiegelsee:

    Es ist ja auch die Frage: Was passiert z,B. mit dieser Fähigkeit wenn ich hochgradig dement werde? Ist das dann immer noch da?

    Du könntest Dich auch fragen, ob diese Frage für Dein gegenwärtiges Verständnis ganz am Anfang der Lehre wirklich relevant ist. ;)

    Man kann sich zu Tode fragen, hier gibt es unendlich viele Threads, in denen das kultiviert wird. Oder Du könntest Dich mit einer Praxis anfreunden und beginnen/weiter machen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Aravind
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    • 2. Januar 2020 um 14:54
    • #56
    Daoist:

    (Was aber auch einige phil. Probleme mit sich trägt, es müsste einen Geist hinter den Dingen geben, den man trainieren kann.)

    Ja, das kann ich sehen. Der Begriff Training ist hier gefährlich. Es reicht auch "auswählen und beeinflussen". Und das tust Du auch, wenn Du absichtslos auf dem Kissen sitzt. Deswegen mag ich den Begriff "kultivieren" (= Bhavana) eigentlich lieber. Man tut bestimmte Dinge mehr und andere weniger. Das reicht schon. Was das ist, hängt dann tatsächlich von der Schule ab.

    Einen Geist hinter den Dingen muss es dafür nicht geben. Dass es einen Geist gibt (im Sinne der Khandas), ist hoffentlich unstrittig, aber der steht nicht außerhalb.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Katrin.
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    • 2. Januar 2020 um 15:27
    • #57

    [lz]

    Der Meister ist ruhig, ohne Worte.
    Der Schüler steht auf und fragt:

    “Was ist es, was Geist genannt wird, wie wird der Geist zur Ruhe gebracht?“

    Der Meister antwortet:

    “Es ist unnötig einen Geist anzunehmen, und es ist unnötig einen Geist speziell zur Ruhe zubringen. Nur das kann den Geist zur Ruhe bringen genannt werden.“[/lz]

    Dialog über das Auslöschen der Anschauung

  • Monikamarie
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    • 2. Januar 2020 um 15:37
    • #58

    Hallo Spiegelsee,

    Du hast so viel zu "sagen", aber auch so viele Fragen. :) Ich habe mir - entschuldige bitte - nicht alles komplett durchgelesen, möchte aber auf einiges antworten:

    Spiegelsee:

    Irgendwie ist mir immer noch unklar, was mit Selbst in diesem Sinne gemeint ist...

    Das Selbst als solches, so wie es im Hinduismus beschrieben wird, wurde von Buddha als nicht-existent erklärt, weil Buddha damals die Lehre von einer "wandernden Seele" bzw. einem weiterhin existierenden "Selbst in Form der ewigen selben Person" ablehnte. Und das aus meiner Sicht zu Recht, denn es gibt kein PERSÖNLICHES Über-Leben. Ich als Monika existiere nur jetzt. Wenn etwas überlebt, dann sind das meine Tendenzen, Energien, die nicht befreit bzw. gelöst sind und weiterhin ihr "Un-Wesen" treiben können, so wie z.B. auch das CO2 nicht einfach verschwindet, nur weil wir ein bisschen davon einsparen, sprich weil ein bisschen Abgase "sterben". Erst wenn hier alles Leben verschwunden ist, sind sowohl alle Tendenzen weg, genauso wie alle anderen Schadstoffe, die von Menschen und Tieren verursacht wurden. So jedenfalls sehe ich das. Es mag ja differenzierter noch etwas anders sein. ;)

    Spiegelsee:

    Das ist auch dieses Problem mit den Definitionen (was ist glücklich?, was ist Leiden?). Ich fühle mich manchmal wirklich wirklich glücklich wenn ich spazieren gehe etwas wahrnehme, das mich irgendwie berührt. Ist das Glück?, Ist das Leid verursachend?

    Ich habe schon gelitten und war gleichzeitig glücklich, dass ich so lebendig bin, dieses Gefühl erleben zu können. Ist es dann Leiden?

    Wenn nicht leiden zu müssen bedeutet, dass ich nie wieder glücklich sein darf, will ich das dann in Kauf nehmen?

    Natürlich ist auch ein Waldspaziergang, Sonnenuntergang, schöne Stunden mit anderen Menschen usw. glücklichmachend. Aber das ist ein sehr begrenztes Glück, hat erstens nicht jeder und zweitens nicht so oft.

    Das Glück, das ich seit 30 Jahren kenne, ist unabhängig von äußeren Umständen, obwohl diese sicher manchmal dazu beitragen. Aber das weiß ich dann. Es ist ein innerer, total befriedeter Zustand, der keinen Wunsch aufkommen lässt. Nach öfterem Auftauchen wird klar, dass auch das immer wieder vergehen kann. Es ist aber durch die rechte Praxis sehr gut aufrechterhaltbar. Und wenn nicht, ist gerade dieses Akzeptieren des "Jetzt-eben-nicht" eine Voraussetzung für "irgendwann-eben-doch-wieder". Aber grundsätzlich ist es möglich, ständigen Frieden aufrecht zu erhalten. Einen anderen Frieden gibt es nicht.

    Spiegelsee:

    Wenn ich kein Leid erzeugen will, bin ich dann überhaupt Handlungsfähig?

    Wenn ich von allen Begierden frei bin, was soll ich dann überhaupt noch auf dieser Welt?

    Also zum einen glaube ich, bist Du erst recht handlungsfähig, denn Du bist irgendwann nicht mehr ausbeutbar, sondern tust nur, was Du wirklich für richtig hältst. Und zum anderen wirst Du zwar nicht mehr am Leben "hängen", aber es ist wunderschön und befreiend, nicht viel zu brauchen zum Leben. Jede Begierde ist eine lästige Fessel. Ich bin froh über jede Lockerung und über jedes Loslassen.

    Sylvester waren mein Mann und ich mit Freunden in Berlin zu einer riesigen Las Vegas-Gala im Hotel mit Übernachtung. Ich habe alles mit Abstand beobachtet. Das "große Fressen" (es gab wirklich ein traumhaftes Büfett) und die vielen Getränke haben mich alle inzwischen völlig kaltgelassen. Und darüber bin ich froh. Weder ging es mir schlecht noch habe ich etwas versäumt. Nicht mal zum Feuerwerk bin ich raus gegangen, weil ich das alles inzwischen unglaublich "verblendet" empfinde, um das freundlich auszudrücken.

    Dennoch habe ich bei der Musik Freude empfunden und mit den Freunden gelacht. Aber mein Mann und ich wollen sowas nicht mehr mitmachen.

    Spiegelsee:

    Ich vermute einfach, dass ich das intellektuell nicht klären kann. Diese Gedankenspiele finde ich z.T. auch echt beklemmend.

    Solange Du noch nicht genug Abstand hast, sind das alles "ungelegte Eier". Aus Erfahrung weiß ich einfach, dass Verzicht viel mehr und länger Lebensfreude verursacht als ein Rausch der Sinne.

    Im Grunde musst auf nichts verzichten. Du brauchst es nur zu beobachten und immer wieder zu hinterfragen.

    Es wird oft zur Eile angetrieben, aber daran glaube ich nicht. Du bist schon auf einem guten Weg.

    Ich wünsche Dir und allen hier im Forum für 2020 alles Gute, viel Gesundheit und Kraft.

    _()_ Monika

  • Fǎ Fá
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    • 2. Januar 2020 um 18:59
    • #59
    Spiegelsee:

    Ich verstehe was gemeint ist. Was ist mit dem Wunsch nach Zugehörigkeit, Liebe usw.? Ist das das gleiche? Ich denke, es kann das gleiche sein, wenn es vielleicht missverstanden wird und man versucht die Realität und andere Menschen im eigenen Sinne zu sehen / zu verbiegen. Aber muss es immer das gleiche sein?

    Dagegen spricht gar nichts.

    Ab dem Moment, wo man aber krampfhaft versucht, Liebe/Zugehörigkeit zu bekommen oder zu halten, wird es nicht funktionieren und man ist wieder allein.

  • Alephant
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    • 2. Januar 2020 um 22:11
    • #60
    Daoist:

    Selbst bezieht sich ja im buddh. Kontaxt auf das hinduistische atman-Konzept. Und das ist der unveränderliche Kern. Und ein Glaube.

    Das wird immer so gesagt. Ich verstehe nicht, wieso. Es werden durch den Buddha ja verschiedene Ansichten über ein Selbst/eine Seele erklärt/durchleuchtet. Es ist aber richtig, dass die abzulegende Kernidee (nicht nur im Fall der Vorstellung Seele) über Gefühl und oder Begehren und Wahrnehmung (man kann das weiter ausführen) Selbstidentität/Gleichheit ist.

    Ich denke, dass es besser ist, weniger auf ein hinduistisches atman Konzept zu verweisen, wenn man versucht, Buddhas Erklärungen (über das Anhängen an Vorstellungen über ein Selbst) zu verdeutlichen. Und mehr auf das ein-fache Urteil (das ist so) und damit die Vorstellung verweist. Die Vorstellung einer ewigen Seele ist deswegen (weil es hier um etwas Grundsätzliches geht, nicht um Beeinflussung oder Bezug auf zB Hinduismus) universell.

    Zum anderen bezieht sich die Aufforderung Buddhas an seine Mönche, zB ein Gefühl so zu betrachten: "Das ist nicht mein Selbst", doch nur implizit auf (tiefsitzende) GlaubensVorstellungen und damit auch (tiefsitzende) atman-GlaubensVorstellungen, weil durch solche Betrachtung der so glaubenden Vorstellungsneigung und Bildung entgegengewirkt wird. Direkt bezieht sich die Aufforderung auf das Bewusstsein, also auf den Moment (und damit auch auf eine unmittelbare Vorstellung zB).

    Einmal editiert, zuletzt von Alephant (2. Januar 2020 um 22:26)

  • Spiegelsee
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    • 2. Januar 2020 um 22:38
    • #61
    Aravind:

    Du könntest Dich auch fragen, ob diese Frage für Dein gegenwärtiges Verständnis ganz am Anfang der Lehre wirklich relevant ist. ;)

    Nein, überhaupt nicht relevant. Ich frage mich das auch nicht wirklich (im Sinne von darüber nachdenken) aber es eignete sich gut als Beispiel, wieso ich Schwierigkeiten habe etwas als unvergängliches Selbst anzunehmen, das nicht auf Glauben basiert.

    Monikadie4.:

    Solange Du noch nicht genug Abstand hast, sind das alles "ungelegte Eier". Aus Erfahrung weiß ich einfach, dass Verzicht viel mehr und länger Lebensfreude verursacht als ein Rausch der Sinne.

    Im Grunde musst auf nichts verzichten. Du brauchst es nur zu beobachten und immer wieder zu hinterfragen.

    Es wird oft zur Eile angetrieben, aber daran glaube ich nicht. Du bist schon auf einem guten Weg.

    Ich wünsche Dir und allen hier im Forum für 2020 alles Gute, viel Gesundheit und Kraft.

    _()_ Monika

    Liebe Monika,

    herzlichen Dank für deine ausführliche Antwort! Und auch dir ein gutes neues Jahr! :)

    Ich glaube, es ist tatsächlich meine Angst, dass ich durch Verzicht etwas verliere. Das liegt mit Sicherheit an meiner (bzw. der allgemein modernen westlichen) Sozialisation. Uns wird ja immer vor Augen gehalten, dass wir mehr haben, mehr leisten, uns optimieren müssen usw. um ein glückliches Leben zu haben. Ich bin vermutlich weniger materialistisch als die meisten und mache mir auch nicht viel aus Ansehen, Ruhm usw. aber in gewissen Bereichen habe ich dieses Konzept "größer, besser, schneller, mehr" wohl durchaus verinnerlicht.

    Ich muss mich selbst hin und wieder ein wenig austricksen um am Ball zu bleiben, allein hierdurch bin ich gezwungen, mir Zeit zu nehmen.

    Fǎ Fá:

    Dagegen spricht gar nichts.

    Ab dem Moment, wo man aber krampfhaft versucht, Liebe/Zugehörigkeit zu bekommen oder zu halten, wird es nicht funktionieren und man ist wieder allein.

    :nosee: Story of my life

    Damit hatte ich wirklich viel zu tun. Ich habe mir so oft die Realität verdreht weil ich Menschen anders sehen wollte, als sie sind und ich weiß, dass ich dies definitiv nicht wieder tun möchte!

    Jetzt kam noch eine Antwort dazwischen aber ich schicke erstmal ab.

  • Fǎ Fá
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    • 3. Januar 2020 um 00:19
    • #62
    Vedana:

    Ich denke, dass es besser ist, weniger auf ein hinduistisches atman Konzept zu verweisen, wenn man versucht, Buddhas Erklärungen (über das Anhängen an Vorstellungen über ein Selbst) zu verdeutlichen. Und mehr auf das ein-fache Urteil (das ist so) und damit die Vorstellung verweist.

    Das ist ein ganz guter Punkt. Soweit ich das aus meinem Schriftstudium beurteilen kann, ist der Buddha oft gar nicht so weit von dem weg, was in den ursprünglichen Quellen, die später Grundlage des Hinduismus wurden, beschrieben wurde, allerdings war (und ist) die damalige brahminisch geprägte Gesellschaftsrealität ein Zerrbild dessen, was in diesen Quellen beschrieben wird. Es ist schwierig, diese Verzerrung aufzuheben, weil die Brahmanen, die diese Verzerrung aufheben könnten, maßgeblich von diesem verzerrten Bild in der gesellschaftlichen Ordnung profitierten und an ihrer Vormachtstellung festhalten.

    Die einzige Lösung für dieses Problem hat der Buddha damals gefunden. Alles abzulehnen, was diese gesellschaftliche Hegemonialstellung legitimierte, und stattdessen den Fokus auf die Entwicklung von Mitgefühl und die direkte Erfahrung zu verlagern.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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