1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Buddha und die Sauberkeit?

  • Stawrogin
  • 5. Juni 2019 um 23:33
  • Zum letzten Beitrag
  • Grashuepfer
    Gast
    • 17. Juni 2019 um 16:47
    • #26

    Genau Helmut. Man kann eben sauber halten und dadurch seine Achtsamkeit und Sorgfalt im Umgang mit seiner Umgebung zum Ausdruck bringen. Man kann natürlich auch manisch putzen, um sich vor anderen Problemen zu drücken, sehr bekannt sind ja die plötzlichen Putzanfälle von Studierenden vor Prüfungen ;) Oder um andere Leute zu schikanieren, etc...

    Das mag allgemein schwierig zu sagen sein, und selber macht man sich auch schnell mal was vor. Außenstehende erkennen meistens sehr schnell und sehr klar, wie die Motivation tatsächlich beschaffen ist. Deswegen ist es ja so wichtig, dass man Menschen um sich halt, die scharfsichtig und ehrlich sind, und einem Rückmeldung geben.

  • antelatis
    Reaktionen
    15
    Punkte
    800
    Beiträge
    141
    Mitglied seit
    10. Oktober 2017
    • 17. Juni 2019 um 17:15
    • #27
    Helmut:
    Lilli:

    Ordnung halten könnte man auch als achtsamen wertschätzenden Umgang mit seinem Umfeld, mit sich und mit Gegenständen verstehen.

    Das zeigt wie wichtig auch in diesem Zusammenhang die Motivation ist aus der heraus man für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Letztlich entscheidet sich an der Motivation, ob die Art und Weise wie man Ordnung hält und für Sauberkeit sorgt angemessen ist oder nicht.

    Gruß Helmut

    Da stimme ich zu, wenn man es wirklich aus einer mit den buddhistischen Werten kompatiblen Motivation heraus macht, dann kann das tatsächlich funktionieren, aber wer macht das denn?

  • Online
    Helmut
    Reaktionen
    2.743
    Punkte
    16.558
    Beiträge
    2.701
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 17. Juni 2019 um 17:30
    • #28
    antelatis:
    Helmut:
    Lilli:

    Ordnung halten könnte man auch als achtsamen wertschätzenden Umgang mit seinem Umfeld, mit sich und mit Gegenständen verstehen.

    Das zeigt wie wichtig auch in diesem Zusammenhang die Motivation ist aus der heraus man für Ordnung und Sauberkeit sorgt. Letztlich entscheidet sich an der Motivation, ob die Art und Weise wie man Ordnung hält und für Sauberkeit sorgt angemessen ist oder nicht.

    Gruß Helmut

    Da stimme ich zu, wenn man es wirklich aus einer mit den buddhistischen Werten kompatiblen Motivation heraus macht, dann kann das tatsächlich funktionieren, aber wer macht das denn?

    Die Frage ist doch nicht, wer macht es. Sondern die Frage ist doch, macht man es selber mit einer Motivation, die den buddhistischen Werten entspricht. Das ist entscheidend, aber nicht darauf zu gucken wie machen es andere. Es geht um die eigene Motivation und das daraus entstehende eigene Handeln. Aufgrund welcher Motivation meine Nachbarn ihre Wohnung in Ordnung halten und aufgrund welcher Motivation sie ihre Wohnung säubern muss mich doch gar nicht interessieren. Es geht um mein eigenes Handeln und der meinem Handeln zugrunde liegenden Motivation.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.634
    Punkte
    61.526
    Beiträge
    10.659
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. Juni 2019 um 17:47
    • Offizieller Beitrag
    • #29
    antelatis:

    Kultur und Gesellschaftsstrukturen sind doch in erster Linie Konstrukte, die nur dazu dienen, das Miteinander auf der Welt zu ermöglichen, also ein weltliches Leben in einer Gemeinschaft führen zu können. Muss der Buddhist sich davon denn nicht möglichst lösen, weil gerade Kultur und Gesellschaft ihn daran hindern, die Verblendung abzulegen? Ich meine damit nicht, dass er sich vollkommen zurückziehen muss, aber er müsste sich davon eher abwenden und damit halt auch einer Sauberkeit und Ordentlichkeit, die über notwendige Hygiene hinausgeht.

    Der Buddhismus galt ja anfangs als "unsozial" weil er eine Rückzug aus der Gesellschaft propagierte. Nach und nach wurde der Buddhismus aber sozialer und damit andereren Religionen ähnlicher - in vielen Religionen steht ja die Gemeinschaft im Mittelgrund.

    Das geschah, indem man menschliche Neigungen mit einbezog. Indem man z.B ryhthmisch rezitierte und Statuen verehrte. Die ganze Idee von Verehrungen- also das man sich vor Statuen wie vor Hochrangigen verbeugt entspringt ja dem Sozialen. Und wenn das funktioniert, warum dann nicht alle möglichen Prägungen und Archetypen ("die große Mutter") miteinbeziehen? Die Gefahr dabei ist natürlich, dass all die Hilfsmittel wieder zur Quelle von Anhaftung werden.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • mukti
    Reaktionen
    6.801
    Punkte
    72.561
    Beiträge
    12.956
    Blog-Artikel
    33
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 17. Juni 2019 um 18:09
    • #30
    Stawrogin:

    Nun interessiert mich, wo genau ursprünglich diese Regeln der Sauberkeit vom Buddha ausgesprochen worden sind. Vielleicht hat ja jemand ein paar Vinaya oder Sutta Stellen aus dem Pali-Kanon parat?

    Ein kleiner Auszug aus den Ordensregeln:


    [lz]

    357.

    „Nun denn, ihr Mönche, dann werde ich für ankommende Mönche die Pflich­ten verfügen, und dem entsprechend sollen sich ankommende Mönche verhalten........

    Wenn er Waschwasser wünscht, soll er, nachdem er sich Waschwasser nahm, seine Füße waschen. Wenn er die Füße wäscht, soll er mit der einen Hand das Wasser darüber­sprenkeln und mit der anderen Hand die Füße waschen. Er soll nicht das Wasser mit derselben Hand sprenkeln, mit der er die Füße wäscht. Nachdem er um ein Stück Tuch zum Abwischen der Sandalen gefragt hat, soll er die Sandalen abwi­schen. Beim Abwischen soll er zuerst mit einem trockenen Tuch abwischen, dann mit einem feuchten. Nachdem er die Sandalenabwischtücher ausgewaschen hat, soll er diese an einer Seite ausbreiten

    .......

    Wenn die Wohnstatt schmutzig ist und/oder die Lager sind übereinander getürmt und/oder die Sitze sind aufeinandergestapelt und/oder Bett und Sitz liegen auf einem Haufen, dann soll er – wenn er dazu in der Lage ist – reine­machen. [Und zwar so:] Wer die Wohnstätte reinigt, soll, nachdem er zuerst den Fußbodenbelag genommen hat, diesen zur Seite legen. Nachdem er Polster und Kissen genommen hat, soll er sie zur Seite legen. Nachdem er die Bettfüße abge­nommen hat, soll er sie beiseite stellen. Nachdem er von der Sitzgelegenheit die Decke genommen hat, soll er sie beiseite legen. Nachdem er das Bett niedrig machte, soll er es auf rechte Weise herausnehmen und ohne es zu zerkratzen oder an Tür und Türpfosten anzustoßen, beiseite stellen. Nachdem er den Sessel niedrig machte, soll er ihn auf rechte Weise herausnehmen und ohne ihn zu zerkratzen oder an Tür und Türpfosten anzustoßen, beiseite stellen. Nachdem er den Spuck­napf heraustrug, soll er ihn beiseite stellen. Nachdem er das Lehnbrett heraustrug, soll er es beiseite stellen. Wenn in der Wohnstätte Spinnweben sind, soll er zuerst den Baldachin entfernen. Er soll die Fenster abwischen. Falls die ockerfarbige Wand schimmlig ist, soll er sie mit einem benetzten und ausgewrungenen Stück Stoff abwischen. Wenn der schwarz gefärbte Boden fleckig ist, soll er ihn mit einem benetzten und ausgewrungenen Stück Stoff wischen. Sollte der Boden nicht bearbeitet sein, soll er ihn, nachdem er ihn mit Wasser besprengt hat, kehren und dabei denken: ‘Möge die Wohnstätte nicht mit Staub beschmutzt sein.’ Nachdem er den Abfall zusammengetragen hat, soll er ihn beiseite schaffen.

    Nachdem er den Fußbodenbelag in der Sonne trocknen ließ, ihn ausge­schüttelt, gereinigt und zurückgebracht hat, soll er ihn so wie er war wieder aus­breiten. ...... usw.

    CULLAVAGGA VIII. 1.[/lz]

    Mit Metta, mukti.


  • Stawrogin
    Themenautor
    Reaktionen
    49
    Punkte
    2.104
    Beiträge
    323
    Mitglied seit
    21. März 2014
    • 17. Juni 2019 um 23:17
    • #31
    mukti:
    Stawrogin:

    Nun interessiert mich, wo genau ursprünglich diese Regeln der Sauberkeit vom Buddha ausgesprochen worden sind. Vielleicht hat ja jemand ein paar Vinaya oder Sutta Stellen aus dem Pali-Kanon parat?

    Ein kleiner Auszug aus den Ordensregeln:

    [lz]

    357.

    „Nun denn, ihr Mönche, dann werde ich für ankommende Mönche die Pflich­ten verfügen, und dem entsprechend sollen sich ankommende Mönche verhalten........


    Wenn er Waschwasser wünscht, soll er, nachdem er sich Waschwasser nahm, seine Füße waschen. Wenn er die Füße wäscht, soll er mit der einen Hand das Wasser darüber­sprenkeln und mit der anderen Hand die Füße waschen. Er soll nicht das Wasser mit derselben Hand sprenkeln, mit der er die Füße wäscht. Nachdem er um ein Stück Tuch zum Abwischen der Sandalen gefragt hat, soll er die Sandalen abwi­schen. Beim Abwischen soll er zuerst mit einem trockenen Tuch abwischen, dann mit einem feuchten. Nachdem er die Sandalenabwischtücher ausgewaschen hat, soll er diese an einer Seite ausbreiten

    .......

    Wenn die Wohnstatt schmutzig ist und/oder die Lager sind übereinander getürmt und/oder die Sitze sind aufeinandergestapelt und/oder Bett und Sitz liegen auf einem Haufen, dann soll er – wenn er dazu in der Lage ist – reine­machen. [Und zwar so:] Wer die Wohnstätte reinigt, soll, nachdem er zuerst den Fußbodenbelag genommen hat, diesen zur Seite legen. Nachdem er Polster und Kissen genommen hat, soll er sie zur Seite legen. Nachdem er die Bettfüße abge­nommen hat, soll er sie beiseite stellen. Nachdem er von der Sitzgelegenheit die Decke genommen hat, soll er sie beiseite legen. Nachdem er das Bett niedrig machte, soll er es auf rechte Weise herausnehmen und ohne es zu zerkratzen oder an Tür und Türpfosten anzustoßen, beiseite stellen. Nachdem er den Sessel niedrig machte, soll er ihn auf rechte Weise herausnehmen und ohne ihn zu zerkratzen oder an Tür und Türpfosten anzustoßen, beiseite stellen. Nachdem er den Spuck­napf heraustrug, soll er ihn beiseite stellen. Nachdem er das Lehnbrett heraustrug, soll er es beiseite stellen. Wenn in der Wohnstätte Spinnweben sind, soll er zuerst den Baldachin entfernen. Er soll die Fenster abwischen. Falls die ockerfarbige Wand schimmlig ist, soll er sie mit einem benetzten und ausgewrungenen Stück Stoff abwischen. Wenn der schwarz gefärbte Boden fleckig ist, soll er ihn mit einem benetzten und ausgewrungenen Stück Stoff wischen. Sollte der Boden nicht bearbeitet sein, soll er ihn, nachdem er ihn mit Wasser besprengt hat, kehren und dabei denken: ‘Möge die Wohnstätte nicht mit Staub beschmutzt sein.’ Nachdem er den Abfall zusammengetragen hat, soll er ihn beiseite schaffen.

    Nachdem er den Fußbodenbelag in der Sonne trocknen ließ, ihn ausge­schüttelt, gereinigt und zurückgebracht hat, soll er ihn so wie er war wieder aus­breiten. ...... usw.

    CULLAVAGGA VIII. 1.

    [/lz]
    Alles anzeigen

    Danke Mukti! 8)

  • antelatis
    Reaktionen
    15
    Punkte
    800
    Beiträge
    141
    Mitglied seit
    10. Oktober 2017
    • 18. Juni 2019 um 10:50
    • #32
    void:
    antelatis:

    Kultur und Gesellschaftsstrukturen sind doch in erster Linie Konstrukte, die nur dazu dienen, das Miteinander auf der Welt zu ermöglichen, also ein weltliches Leben in einer Gemeinschaft führen zu können. Muss der Buddhist sich davon denn nicht möglichst lösen, weil gerade Kultur und Gesellschaft ihn daran hindern, die Verblendung abzulegen? Ich meine damit nicht, dass er sich vollkommen zurückziehen muss, aber er müsste sich davon eher abwenden und damit halt auch einer Sauberkeit und Ordentlichkeit, die über notwendige Hygiene hinausgeht.

    Der Buddhismus galt ja anfangs als "unsozial" weil er eine Rückzug aus der Gesellschaft propagierte. Nach und nach wurde der Buddhismus aber sozialer und damit andereren Religionen ähnlicher - in vielen Religionen steht ja die Gemeinschaft im Mittelgrund.

    Das geschah, indem man menschliche Neigungen mit einbezog. Indem man z.B ryhthmisch rezitierte und Statuen verehrte. Die ganze Idee von Verehrungen- also das man sich vor Statuen wie vor Hochrangigen verbeugt entspringt ja dem Sozialen. Und wenn das funktioniert, warum dann nicht alle möglichen Prägungen und Archetypen ("die große Mutter") miteinbeziehen? Die Gefahr dabei ist natürlich, dass all die Hilfsmittel wieder zur Quelle von Anhaftung werden.

    Gibt es nicht viele Buddhisten, die es als falsch ansehen, dass der Buddhismus sozialer und angepasster geworden ist? Als Buddhist hat man ja eine wirklich schwere Aufgabe vor sich, man will sich vom Weltlichen lösen, damit man die allgegenwärtige Verblendung durchschauen kann. Ich stelle mir das als unmöglich vor, wenn man sich an die zutiefst weltlichen Sitten und Gebräuche der Menschen anpasst, die ja ganz andere Ziele haben

  • hiri
    Reaktionen
    268
    Punkte
    3.148
    Beiträge
    569
    Mitglied seit
    4. August 2017
    • 18. Juni 2019 um 12:29
    • #33

    Ich denke nicht dass es mich "buddhistischer" macht, wenn ich meine Wohnung erst dann putze, wenn ich Maden im Vorratsschrank und Schimmel an den Wäden habe, und ich im Bad knöcheltief durch Silberfische wate. Man putzt ja gerade um hygienischen Missständen vorzubeugen. Selbst aus anfangs feinen, leichten Staub wird schnell schwerer, öliger Staub wenn sich Dampf aus der Küche dazumischt, und der lässt sich dann nicht mehr einfach mit einem trockenen Tuch wegwischen sondern nur mit Hilfe von Fettlöser oder überhaupt nicht mehr. So kann man sich schön Möbel und Bilder und Elektrogeräte versauen.

  • Barnaby
    Reaktionen
    5
    Punkte
    90
    Beiträge
    15
    Mitglied seit
    26. Mai 2019
    • 18. Juni 2019 um 16:02
    • #34

    Es geht ja auch darum,daß man sich besser fühlt, wenn man sauber ist und die Umgebung auch, zudem sollte der Meditationsplatz auch immer sauber sein und erstrecht die Reliqien und Statuen,gibt ja auch einen Putzmeister, Im Zenkloster gehört das Putzen zur täglichen Praxis,es heisst ja auch nicht umsonst ,hast du Ordnung in der wohnung, dann hast du auch Ordnung im Kopf.

    finde den frieden in dir und du findest Frieden mit anderen

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

Ähnliche Themen

  • Leerheit und leer sein von

    • DerWanderer
    • 12. August 2018 um 23:51
    • Allgemeines zum Buddhismus
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download