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Welche buddhistische Lehre ist die Beste? ;-)

  • void
  • 20. Oktober 2015 um 18:19
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  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 20. Oktober 2015 um 18:19
    • Offizieller Beitrag
    • #1
    Licht:

    Mich würde einfach mal interessieren für welche Strömung bzw Schule oder Lehre Ihre Euch entschieden habt und warum.
    Welche Lehre bevorzugt Ihr und was sind Eure Beweggründe?!

    Das fängt mit einem Augenzwinkern an und endet mit blauen Augen.

    Ich glaube zu all diesen Themen gab es schon viele Diskussionen, die teilweise recht entartet sind.

    Können wir das vielleicht so machen, dass jeder in der ersten Zeile seine Richtung nennt und dann was darüber schreibt.

    ( Und eben nicht über die Richtungen der anderen und was daran schlecht ist?)

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  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 20. Oktober 2015 um 18:24
    • #2

    Die beste buddhistische Richtung ist die, deren Thesen einen mitten ins Herz treffen. Als ob jemand anderes genau das sagt, was man selber immer schon gedacht hat, während man der Meinung war, damit ganz und gar allein zu stehen.
    Wer solch begründetes Vetrauen hat, braucht sich auf Streitgespräche über ein "Besser" oder "Schlechter"von anderen Traditionen überhaupt nicht einzulassen. Weil es ihn nicht betrifft. :)

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Mirco
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    • 20. Oktober 2015 um 18:33
    • #3
    void:

    Das fängt mit einem Augenzwinkern an und endet mit blauen Augen.

    Viel Hoffnung habe ich auch nicht.

  • nyalaana
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    • 20. Oktober 2015 um 18:47
    • #4

    Tibetischer Buddhismus:
    Ausprobieren. Besuche verschiedene Zentren der verschiedenen Richtungen/Schulen. Dabei lernt man schon ne Menge. Und dann denke ich wird einem auch klar zu welcher Richtung es einen zieht. Und wenn Du partout keine anderen Menschen die mit buddhismus zu tun haben kennenlernen willst, und Du Dich weiter über Schriften und dem inernet mit dem Buddhismus befassen willst, wenn Du der Typ Bücherwurm/Gelehrter bist, dan kann Theravada(Palikanonstudium) oder die Gelugs des tibetischen Buddhimus was für Dich sein.

  • fotost
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    • 20. Oktober 2015 um 19:39
    • #5

    säkularer Buddhismus.

    Ich bin ein fürchterlich langweiliger Europäer, nerviger Atheist und habe einen naturwissenschaftlichen Hintergrund, drum :lol:
    Aber ich stimme meinen Vorschreibern zu - solche Fragen führen zu wenig bis gar nichts. Probier' das aus, was Dich anspricht und kümmer' Dich um die Grundlagen.

    Eigentlich schreibe ich das nur, weil in Deiner Aufzählung sB gefehlt hat und Du diese Möglichkeit bisher vielleicht nicht so wahrgenommen hast.

  • Obladi Oblada
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    • 20. Oktober 2015 um 20:25
    • #6
    Licht:
    void:

    Das fängt mit einem Augenzwinkern an und endet mit blauen Augen.


    Hmmm.. eigentlich dachte ich das gerade bei Menschen, die den buddhistischen Weg eingeschlagen haben, die Akzeptanz von Verschiedenheit sowie das Nicht-Anhaften am eigenen Selbst und eigenen Ideen als auch die Beherrschung des mit dieser Verblendung einhergehenden Geistesgiftes Zorn auf andersgerichtete Meinungen einigermaßen funktionieren sollte.

    Das hab ich auch mal gedacht.

    Living is easy with Eyes closed

  • Mirco
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    • 20. Oktober 2015 um 21:00
    • #7

    Hallo Licht,

    Licht:

    Hmmm.. eigentlich dachte ich das gerade bei Menschen, die den buddhistischen Weg eingeschlagen haben, die Akzeptanz von Verschiedenheit sowie das Nicht-Anhaften am eigenen Selbst und eigenen Ideen als auch die Beherrschung des mit dieser Verblendung einhergehenden Geistesgiftes Zorn auf andersgerichtete Meinungen einigermaßen funktionieren sollte.

    wer wird denn schon als Meister geboren?

    Herzliche Grüße

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 20. Oktober 2015 um 21:20
    • #8

    Die beste buddhistische Lehre ist wohl die des Buddhas. Dann schaut man zu welchem Grade man sich der original Lehre annähern kann und an welchen Faktoren man dies fest macht.

    Gruß
    Florian

  • Mirco
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    • 20. Oktober 2015 um 21:30
    • #9

    Hallo Licht,

    Licht:

    Ich denke wenn man ernsthaft den buddhistischen Weg gehen möchte oder bereits geht dann will man sich doch auch bemühen!?
    Und es ist ein Riesenunterschied ob ich mit mehreren Personen in einem Raum sitze und von Angesicht zu Angesicht eine solche Diskussion führe oder ob das in einem Forum im Internet stattfindet!
    Letzteres stellt in meinen Augen Null Problem dar.. es ist ein mühevoller, freiwilliger Akt sich in einen Thread (unter vielen anderen) zu begeben, sich die Posts durchzulesen und sich dann zu entscheiden seinen Groll schriftlich zum Ausdruck zu bringen!
    Nicht vergleichbar mit lebendiger Unterhaltung in der realen Welt.
    Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln und habe kein Verständnis, sorry! :roll:

    da wirst Du aber ein gutes 'Halsgelenk' benötigen, damit dir der Kopf vor lauter Schütteln nicht abfällt. :)

    Hier fängt es mit dem Leid ja schon an: Du denkst, Du gehst davon aus, es sei so-und-so.

    In Wirklichkeit ist es aber anders, nämlich dass selbst bei bestem Willen, die Trübungen tatsächlich vorhanden sind und egal, was Du Dir wünschst oder wie Du auch den Kopf schüttelst, sich die Trübungen und bei den anderen durch Dein denken oder wünschen nicht auflösen.

    Oder?

    Herzliche Grüße

  • mukti
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    • 20. Oktober 2015 um 22:10
    • #10

    Theravada. Die buddhistische Richtung ist die Beste die Dukkha vermindern kann mit der Aussicht es dereinst ganz zu beenden. Und das finde ich im Theravada.

    Mit Metta, mukti.


  • Anandasa
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    • 21. Oktober 2015 um 00:15
    • #11

    Ich konzentriere mich auf die Lehren von Buddha selbst. Die sind für mich ergiebig genug. Als ich mal früher in Südostasien zu tun hatte habe ich Eindrücke von Theravada-Ländern mitgenommen, aber davon weiß ich nicht wirklich was Theravada ist. Ich tendiere aber zum Theravada. Mahayana und Vajrayana sind mir in einigen Punkten etwas zu phantastisch. Zen kenne ich überhaupt nicht. Aber ich nehme mir von allem raus was ich als sinnvoll ansehe. Ich halte mich zunächst an die Lehren Buddhas selbst und lege mich sonst nicht groß fest. Das werde ich solange tun bis ich kein klares Bild oder Verständnis habe. Vielleicht wird man das nie haben. Aber das Denken, das man einer Richtung angehören muss, hat die Gefahr, dass man sich in Wirklichkeit eine "Familie" sucht. Dann hat man nur viel Lebenszeit damit verbracht ein Leiden durch ein neues auszutauschen.

    Gruß, Anandasa

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • crazy-dragon
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    • 21. Oktober 2015 um 00:37
    • #12

    Zen.
    Drum halte ich die Klappe. 8)
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Stero
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    • 21. Oktober 2015 um 14:26
    • #13
    Licht:

    Vorweg: Ich weiß das jede/r das für sich selbst entscheiden muss und man die Frage so niemals schlussendlich beantworten kann!
    Deshalb habe ich die Frage ja auch augenzwinkernd gestellt.


    Es ist wie mit Klamotten. Wenn's nichts Passendes von der Stange gibt, ist eigene Kreativität gefragt. *augenzwinkernd
    Klamotten müssen passen ... nicht zu eng, nicht zu weit, angenehm zu tragen auf der Haut, für jede Jahreszeit ein paar, Indoor, Outdoor ;)

  • JayJay
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    • 21. Oktober 2015 um 15:23
    • #14
    JazzOderNie:

    theravada

    theravada, weil ich die art des lernens mag. ich bin typisch westler und sitze zu hause vorm pc oder vorm buch und durch die art der texte und die anweisungen kann ich mir n modell erstellen, woran ich mich halten kann. im gegensatz zu klassisch philosophischen oder wissenschaftlichen texten "weiss der schreiber", dass ich n affengeist habe. ich benutze die lehre hauptsaechlich fuer ethische und praktische fragen zb wie man formell meditiert oder wie ich mich in bestimmten situationen verhalten kann, wenn ich es selber nicht weiss. danach waege ich ab und teste. also meistens habe ich eine bestimmte frage, die iwas aktuelles bei mir betrifft und dann schaue ich nach "was hat denn der buddha dazu gesagt?".

    dem kann ich nur zustimmen...
    Das ist bei mir auch so. Habe zuerst mit Kommentarliteratur angefangen aber das hat mir nicht so geholfen wie es die Arbeit mit der direkten Lehrrede tut.

    6Pf0txj.gifHabe stets Respekt vor dir selbst, Respekt vor anderen, und übernimm Verantwortung für deine Taten.6Pf0txj.gif
    Rückzug aus dem Forumgeschehen. Hat sich leider nicht zum Besseren geändert :doubt:

  • Monikamarie
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    Buddh. Richtung
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    • 21. Oktober 2015 um 18:02
    • #15

    Hallo Licht,
    ich halte mich immer so weit wie möglich an die Ursprünge. Genau so habe ich es auch im Christentum und Islam getan.
    Desto mehr interpretiert wird, desto mehr ist es so wie es in der Bibel steht: "Ein bisschen Sauerteig durchsäuert die ganze Masse"

    Natürlich kann keiner beweisen, was der Buddha wirklich gesagt hat, aber es gibt ja die Möglichkeit, Gelesenes und Gehörtes zu prüfen. So ist auch leicht erkennbar, wie jede Kultur ihre Traditionen mit der Lehre verknüpft hat. Genau so wie die Lehre Jesu nichts mit Weihnachten und Ostern zu tun hat.
    _()_ Monika

  • nibbuti
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    • 21. Oktober 2015 um 18:54
    • #16
    Licht:
    void:

    Das fängt mit einem Augenzwinkern an und endet mit blauen Augen.


    Hmmm.. eigentlich dachte ich das gerade bei Menschen, die den buddhistischen Weg eingeschlagen haben, die Akzeptanz von Verschiedenheit sowie das Nicht-Anhaften am eigenen Selbst und eigenen Ideen als auch die Beherrschung des mit dieser Verblendung einhergehenden Geistesgiftes Zorn auf andersgerichtete Meinungen einigermaßen funktionieren sollte.


    so ist es Licht

    aber alle hier sind Übende

    Akzeptanz in der Lehre des Buddha in den Suttas bedeutet nicht alles jemals Geäußerte und mit 'Buddh-' etikettierte anzunehmen

    Akzeptanz bedeutet auch mal Kritik einzusteckenohne gleich zu entfachen

    z.B. wenn ein edler Freund (kalyanamitta) glaubhaft begründen kann, wie etwas nicht ganz in dieselbe Richtung geht, da konnte der Buddha auch mal ziemlich schroff sein, wenn es die Situation erforderte

    der Buddha hatte unendliches Mitgefühl mit den Wesen

    Liebe Grüße

    nibbuti

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • nibbuti
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    • 21. Oktober 2015 um 19:07
    • #17
    Licht:

    Welche Lehre bevorzugt Ihr und was sind Eure Beweggründe?


    die Lehre in den Nikayas


    Zitat


    S.56.31. Simsapā - Sīsapāvana Sutta

    Zu einer Zeit weilte der Erhabene bei Kosambi im Simsapā-Walde. Da nun nahm der Erhabene wenige Simsapā-Blätter in die Hand und wandte sich an die Mönche:

    "Was meint ihr, ihr Mönche: Was ist wohl mehr: Die wenigen Simsapā-Blätter in meiner Hand oder die da oben im Simsapā-Walde?"

    "Gering, sind die wenigen Simsapā-Blätter in der Hand des Erhabenen, o Herr, viel mehr sind die vielen da aber im Simsapā-Walde. Ganz ebenso, ihr Mönche, gibt es viel mehr, was ich überblickt und nicht offenbart habe, und was ich offenbart habe, ist gering. Was ist das aber, was ich nicht offenbart habe, ihr Mönche? Was da, ihr Mönche, nicht heilsam ist, nicht urasketentümlich, was nicht zum Nichts-daran-finden, zur Entreizung, zur Auflösung, zur Beruhigung, zum Überblicken, zur Erwachung, zum Nirvāna führt. Das ist von mir nicht offenbart worden.

    Was ist das aber, was ich offenbart habe?

    'Das ist das Leiden,
    das ist die Leidensentwicklung,
    das ist die Leidensauflösung,
    das ist das zur Leidensauflösung führende Vorgehen'.

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    ☸

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  • diamant
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    • 21. Oktober 2015 um 20:39
    • #18

    Licht: Hier wurden in den letzten Jahren einige Lehrer kritisiert, und selbst Jiun Ken, der mich nun nicht gerade liebte, hat die Kritik an seinen eigenen Lehrern stehen lassen. Mit der Kritik an dem von dir erwähnten Lehrer war das nicht möglich. Ich denke, du bist auf dem richtigen Weg, wenn du dich auch anderswo umschaust. Das müssen wir hier nicht vertiefen, ich habe voids Bitte im Auge - ggf. in genanntem Blog oder per PN. Darum hier meine Antwort:

    Den Palikanon kannst du von vorn bis hinten lesen (ja, ich rate keinesfalls davon ab!), und je nachdem, ob du es als Gläubiger oder als Nicht-Gläubiger tust, wirst du zu einem anderen Ergebnis kommen. Auf keinen Fall ist das verschwendete Liebesmühe, egal, welcher Schule du den Vorzug gibst.

    Für mich: Zen.

    Ich fand zunächst über eine Einsicht zum Taoismus und dann zum Zen, der mein Erlebnis bzw. meine Erkenntnis am besten zu deuten wusste. Zuvor war ich Christ und dachte, man solle nach der Wahrheit suchen. Dann hörte ich in einer TV-Serie, dass man NICHT nach ihr suchen sollte. Das wurde - wie ich es später über Zen zu formulieren lernte - mein erstes Koan. Und als ich mich dieser Ansicht anschließen konnte, versuchte ich zu verstehen, wo diese Weisheit ihren Ursprung hatte.

    Für mich ist Zen etwas anderes als bloße Bestätigung. Es ist nämlich auch und vor allem Desillusionierung, also zieht es einem zuweilen den Boden unter den Füßen weg. Es stellt, wie eben beschrieben, Geglaubtes auf den Kopf. Zen ist, nicht nur in seiner Meditationsform, recht unbequem. Auch wenn ich selbst zur Ansicht gelangte, dass man kein Zazen braucht, um tiefe Einsichten zu erlangen, und es - wie Tahui - nur je nach Einzelfall anempfehlen würde und für weitgehend lässlich halte, wenn es gelungen ist, die Erkenntnisse ins Leben zu integrieren, halte ich Zen für eine hilfreiche Geistesschulung.

    Inhaltlich kann es sehr wichtig werden, auch den Glauben ans Karma, an Wiedergeburt, an Dogmen, Regeln usf. auf den Kopf zu stellen. Zen (Chan) kann dabei helfen. Es geht letztlich darum, die Religion (wieder) abzulegen, um ein wirklich befreiter Mensch zu werden. Im Zen heißt das metaphorisch: Den Buddha töten.

    Die Folgen einer solchen Geistesschulung können nach meiner Erfahrung neben den üblichen Klischees der Achtsamkeit, Gelassenheit, Geduld, Konzentrationsfähigkeit, weiteren paramita, u. a. sein:

    - Unabhängigkeit von Geldsorgen (oder auch die Erkenntnis, dass Hilfe kommt, wenn man sie braucht und selbst aktiv bleibt)
    - Angstfreiheit vor anderen Menschen (Angst bleibt situationsbedingt, aber die Möglichkeiten, andere Menschen durch konzentriertes Auftreten zu beeinflussen, wachsen, auch in gefährlichen Situationen)
    - Intuitive Erkenntnis der moralischen Potenz anderer Menschen (also ob jemand ein "guter" oder schlecht gesinnter Mensch ist, Erkennen von Lügen)
    - Fähigkeit zum schnellen Umsetzen von Problemlösungen

    Eine unangenehme Folge ist nach meiner Erfahrung, dass man zunehmend und überdurchschnittlich oft Verwirrte anzieht. Ich erkläre mir das so, dass ihre außer Kraft gesetzten Regelmechanismen intuitiv den befreiten Geist erkennen und seine Nähe suchen. Ich bin deshalb schon desöfteren von Verwirrten, Alkoholisierten und ähnlichen Menschen angegangen worden, auch wenn ich mit Freunden unterwegs war. Es verblüfft auch sie oft, aber ich erkläre es mir damit, dass man mit den o.g. Vorteilen auch eine gewisse Verantwortung zugeteilt bekommt.

  • Serenity
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    • 21. Oktober 2015 um 21:01
    • #19
    Licht:

    Vorweg: Ich weiß das jede/r das für sich selbst entscheiden muss und man die Frage so niemals schlussendlich beantworten kann!
    Deshalb habe ich die Frage ja auch augenzwinkernd gestellt.

    Mich würde einfach mal interessieren für welche Strömung bzw Schule oder Lehre Ihre Euch entschieden habt und warum.
    Welche Lehre bevorzugt Ihr und was sind Eure Beweggründe?

    Ich stehe noch ganz am Anfang. Ich bin hin- und hergerissen zwischen den einzelnen buddhistischen Strömungen, Lehren.. und erhoffe mir von Euren Antworten eine verbesserte Orientierung.
    Ich denke die verschiedenen Argumente pro/kontra Mahayana, Vajrayana, Theravada, Zen, Amithaba... können mir zu einem verbesserten Verständnis punkto der jeweiligen Eigenheiten und Vorzüge/Nachteile verhelfen.

    Im voraus Danke für Eure Hilfe!

    Ich befinde mich im Moment in einer ähnlichen Situation. Ich fühle mich zwar dem Mahayana sehr verbunden, aber so 100% möchte ich mich noch nicht festlegen. Dazu muss ich erst noch andere Zentren, Lehrer und Orte kennen lernen. Ich versuche Bücher zu den verschiedenen Schulen und Strömungen zu lesen und entdecke am Ende fast immer überall irgendwo einen Teil, dass mich auf einer gewissen Ebene besonders anspricht. Von überall etwas und nichts ist an sich falsch, da die Grundzüge der buddhistischen Lehren ja im Kern gleich sind. Der einzige Weg ist denke ich wirklich, mehrere unterschiedliche praktische Erfahrungen zu sammeln und am Ende der "Stimme seines Herzens" zu folgen. Zuerst ist man überwältigt von der Vielzahl, aber mit der Zeit wird es sich immer klarer und deutlicher abzeichen. Es braucht Zeit, Aufmerksamkeit und Geduld.

  • void
    Globale Moderation Themenautor
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 22. Oktober 2015 um 22:41
    • Offizieller Beitrag
    • #20

    Ich habe hier off-topic Beiträge,gelöscht, da ja ein Nachtreten gerade nicht erwünscht ist, und dieser Thread hier eh sehr sensibel ist.

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  • kilaya
    Gast
    • 23. Oktober 2015 um 12:44
    • #21

    Du hast bei der Auflistung der Zentren in Deiner Umgebung "Kadampa, Moderner Buddhismus" erwähnt. Ich denke man sollte die Unterscheidung zwischen der alten Kadampa-Tradition und der "New Kadampa Tradition" NKT kennen. NKT ist eine Abspaltung v.a. eines Lehrers der Gelugpa-Schule, Geshe Kelsang Gyatso, und NKT werden teilweise "sektenartige Strukturen" vorgeworfen. Da gab es hier schon Diskussionen zu, die Du Dir anschauen könntest. Von NKT gibt es ja einige freie Bücher im Netz und diese Belehrungen fand ich immer klar und stimmig. Zu der Struktur dahinter habe ich keine eigene Erfahrung, also auch keine eigene Meinung.

    kilaya

    2 Mal editiert, zuletzt von kilaya (23. Oktober 2015 um 13:22) aus folgendem Grund: Link und Name ergänzt

  • Samten
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    • 23. Oktober 2015 um 14:21
    • #22

    Zitat:
    "Den Spruch
    „Ich würde gerne irgend etwas anbieten, um Dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.“ (Zen-Meister Ikkyū Sōjun)
    haben wahrscheinlich viele schon gehört.
    ..Ende.

    das ist jetzt aber nicht das schlechteste "Angebot", würd ich meinen....:)

  • Stero
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    • 23. Oktober 2015 um 17:02
    • #23
    Licht:
    Frank1:

    Dann das einmalige an Zen, der Koan, der meines Erachtens eine goldene Mitte zwischen einem Yin-Yang Problem findet. Da hilft dir ein Meister. Einen zu Lösen und das Gefühl dafür zu bekommen, ist sicher wichtig, aber man braucht Geduld und Interesse daran, was du wahrscheinlich nicht hast.


    Da täuschst Du Dich. Ich habe großes Interesse daran und der Stil gefällt mir sehr. Ich erkenne große Weisheit darin wieder.
    Nur was ist mit ethischen Richtlinien für das alltägliche Leben wie zB Metta-Meditation?
    Inwiefern helfen mir Koans bei Prblemen zB mit Arbeitskollegen o.ä.?
    Was ich vermisse sind Leitlinien und praktische Lebensratschläge, ich habe das Gefühl es geht bei Zen vorrangig um die Erkenntnis der Leerheit.
    Und das dauert wahrscheinlich ... 10 Jahre und nochmal 10 Jahre und wieder 10 Jahre... ;)


    Aber wenn es dir um ethische Richtlinien und Lebenratschläge geht ... das findest du doch auch im Christentum und das ist nicht so weit weg... kulturell mein ich. Da kannst dir den japanischen oder tibetischen "Zauber" doch sparen. Oder solls dann doch eher was Exotisches sein? Den exotischen Flair soll man ja nicht unterschätzen ... das hat was ... besonders für Leute, die mit der eigenen Kultur auf Kriegsfuß stehen.

  • Stero
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    • 23. Oktober 2015 um 19:59
    • #24

    Verstehe. Aber das ist doch gut, weil du dann schon mal weißt was nichts ist für dich. Oder du machst erst mal die Bewußtseinsschulung und wenn dir das dann reicht, wechselst du zu Zen.

  • blue_aprico
    Gast
    • 23. Oktober 2015 um 20:55
    • #25
    Samten:

    Zitat:
    "Den Spruch
    „Ich würde gerne irgend etwas anbieten, um Dir zu helfen, aber im Zen haben wir überhaupt nichts.“ (Zen-Meister Ikkyū Sōjun)
    haben wahrscheinlich viele schon gehört.
    ..Ende.

    das ist jetzt aber nicht das schlechteste "Angebot", würd ich meinen....:)

    Es geht noch besser ;) :

    Zitat

    Eines Tages besuchte ein Mönch namens Eom-Yang Zen-Meister Jo-Ju und sagte:
    „Ich komme hierher mit leeren Händen."

    Zen-Meister Jo-Ju antwortete: „Nun gut, dann leg es nieder."

    „Ich sagte doch schon, dass ich mit leeren Händen gekommen bin. Was also soll ich niederlegen?", fragte der Mönch.

    Zen-Meister Jo-Ju erwiderte: „Wenn du es nicht niederlegen willst, nimm es wieder mit und geh."


    Kommentar des Ehrw. Zen-Meisters Young San Seong Do:

    Ich möchte Sie alle fragen: „Was sollten Sie niederlegen, wenn Sie der Mönch wären?"

    Alles anzeigen

    Licht:

    Zitat

    und mein West-Hirn mittels stufenweise angeleiteter Meditation von den ganzen "Verwirrungen" meines bisherigen Lebens reinigen

    Das Hirn ist ein taubes Organ.
    Aber es heißt: " Wenn dein Herz geläutert ist, sind alle Dinge in deiner Welt geläutert"
    und: "Du kannst nicht den Geist benutzen, um den Geist zu suchen, nicht Buddha benutzen, um Buddha zu suchen, nicht den Dharma benutzen, um den Dharma zu suchen"


    Grüße&metta
    Blue_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (23. Oktober 2015 um 21:12)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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