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Dekonstruktion

  • blue_aprico
  • 30. September 2015 um 11:22
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    • 2. Oktober 2015 um 13:43
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    • #26

    Ih habe den Wiki Artikel über Derrida gelesen, auf den der Begriff "Dekonstruktion" zurückgeht. Für ihn ist die Sprache ist mit ihren Kategorien ein Instrument der Herrschaft. Sie tranportiert "Unterscheidungen" bei der die einen aufgewertet und die anderen entwertet wird. ( Geist vs. Körper, Natur vs. Kultur, Mensch vs. Tier)

    Ich verstehe es so, dass Dekonstruktuion bedeutet, diese Machtverhältnisse ( z.B die Idee ein Tier als ein "Ding" zu sehen) anzugreifen, indem man in der Sprache aufzeigt, wie sie konstruiert werden. Derrida sieht "kategorische Prinzipien" stets als ein „ein Instrument zur Beherrschung des Anderen“. Von daher ist es nur ein kleiner Schritt hin, dass man die Sprache und ihre Konzepte selber als was zutefst problematisches sieht. Und denkt, dass es gut ist möglichst viele Konzepte ad absurdum zu führen.

    Dabei schliesst man aus, das Konzepte an anderer Stelle hilfreich und nützlich sind.

    Und man gerät leicht in ein Denken wo man glaubt, dass die Probelme innerhalb der Sprache liegen. Und die Machtverhältnisse dort erzeugt und behoben werden können. Indem man z.B so eine ganz politisch korrekte Gender-Sprache spricht um ja niemand zu diskriminieren.

    Ich denke, dass es eine Schnittmenge zwischen "Dekonstruktion" und dem buddhitischen Abschütteln des Ansichtenjochs gibt. Insofern auch der Buddhismus gklaubt, dass es ungute Konezpte gibt, die man loswerden sollte. Ein wichtiger Unterscheid ist aber, dass im Buddhismus nicht alle Konzepte grundsätzlich in Frage gestellt werden. Und auch, dass das Haupproblem nicht auf der Ebene von Sprache liegt. Sondern bei gier, Hass und Verblendung die sich eben auch in gefährlichen Ansichten äußern können.

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    • 2. Oktober 2015 um 13:57
    • #27
    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    Es geht jedenfalls um das Hinterfragen von Konzepten, und wenn man sie alle auflöst, endet man im Nihilismus,

    Das glaube ich nicht. Nihilismus ist ja nicht das Auflösen von Konzepten. Es ist ein neues Konzept.

    Nur am Rande: Selbst das Konzept "Auflösen von Konzepten" ist nur ein "Konzept" :D

  • Doris
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    • 2. Oktober 2015 um 15:05
    • #28
    Zitat

    Nur am Rande: Selbst das Konzept "Auflösen von Konzepten" ist nur ein "Konzept" :D


    Nicht wenn es geschieht. Solange Du nur den Gedanken daran hast, ist es ein Konzept.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • blue_aprico
    Gast
    • 2. Oktober 2015 um 15:21
    • #29
    mukti:

    Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Dekonstruktion und Destruktion?
    Jedenfalls sollte ein Boot nicht zerlegt werden solange es noch nicht am Ufer angekommen ist.

    Dekonstruktion scheint mir jedenfalls destruktiv zu sein. Der Versuch beruht schon auf einer falschen Ansicht bzgl. der Welt, der Phänomene, des Selbst.
    Praxismäßig kommt sowieso nur Nihilismus ( `Leer-stelle `) und Verwirrung bei raus. Wie bereits gesagt.

    Wenn man schon vom Dekonstruieren spricht, dann wenigstens von ( Ansichten, Meinungen, Konzepte ) "sich dekonstruieren lassen". Alles andere peilt nach verdinglichtem Eingreifen. Im Zen kommt das Wort nicht vor, außer es schreibt mal ein ausgemachter Systematiker, ein "Logos".


    Grüße
    Blue_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (2. Oktober 2015 um 15:30)

  • void
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    • 2. Oktober 2015 um 15:30
    • Offizieller Beitrag
    • #30
    blue_aprico:

    Wenn man schon vom Dekonstruieren spricht, dann wenigstens vom "dekonstruieren LASSEN". Alles andere ist Technik, Eingriff. Im Zen kommt das Wort nicht vor, außer es schreibt mal ein ausgemachter Systematiker.

    Kann man den Buddhismus nicht so auffassen, dass es um die Dekonstruktion der Idee eines inhärent existenten Selbst geht? Und im Herzsutra jedes "Mu" als eine Dekonstruktion sehen? Wo nach und nach jeder Schleier zerissen wird, der sich vor die Wirklichkeit schiebt.

    Oder warum genau ist das Wort hier total unpassend?

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  • blue_aprico
    Gast
    • 2. Oktober 2015 um 16:03
    • #31

    Gehn wir mal von MU aus, so bezeichnet MU nicht ( einseitig ) Verneinung bzw. Nicht(s). Nichts ist. Dekonstruktion zielt zwar auf Auflösung, will sie aber erzwingen ( daher auch diese hübschen Worte: zerschlagen, brechen, auslöschen, all das ); es ist ein konzeptuell-kontemplierend geistiges Vor-Gehen ( "den Geist mit dem Geist anwenden " ) Im Zen würde man daher vom "( sich ) vorantragen" sprechen. Eine ( zu ) dualistische Anschauung von Form und Leerheit ist die Ursache. Der Techniker geht davon aus dass Form zu negativieren ist. Das Wort ist deswegen ungünstig, da es ( eben ) von "Konstrukt" aus geht. Von einem "Machwerk". Die Dinge "fließen" aber, sie sind eher wie Nebelschwaden, sie "erscheinen und vergehen", ursachenlos und anatta. Worte ( Gedankengänge) sind mit Bildern ( Assoziationen )verknüpft, es können schon daher keine ( unabhängigen ) Konstrukte sein. Dies ist eben eine technische Sprache, eine des Sektierens, die die "universelle Dimension" ( der Welt, der Natur, des Wesens, des Dharma ) nicht erahnt - und nicht vermitteln kann.

  • void
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    • 2. Oktober 2015 um 16:57
    • Offizieller Beitrag
    • #32
    blue_aprico:

    Gehn wir mal von MU aus, so bezeichnet MU nicht ( einseitig ) Verneinung bzw. Nicht(s). Nichts ist. Dekonstruktion zielt zwar auf Auflösung, will sie aber erzwingen ( daher auch diese hübschen Worte: zerschlagen, brechen, auslöschen, all das ); es ist ein konzeptuell-kontemplierend geistiges Vor-Gehen ( "den Geist mit dem Geist anwenden " ) Im Zen würde man daher vom "( sich ) vorantragen" sprechen. Eine ( zu ) dualistische Anschauung von Form und Leerheit ist die Ursache. Der Techniker geht davon aus dass Form zu negativieren ist. Das Wort ist deswegen ungünstig, da es ( eben ) von "Konstrukt" aus geht. Von einem "Machwerk". Die Dinge "fließen" aber, sie sind eher wie Nebelschwaden, sie "erscheinen und vergehen", ursachenlos und anatta. Worte ( Gedankengänge) sind mit Bildern ( Assoziationen )verknüpft, es können schon daher keine ( unabhängigen ) Konstrukte sein. Dies ist eben eine technische Sprache, eine des Sektierens, die die "universelle Dimension" ( der Welt, der Natur, des Wesens, des Dharma ) nicht erahnt - und nicht vermitteln kann.

    Super geschrieben. Vielen Dank!

    Dekonstruktion würde dann eine Geisteshaltung entsprechen, die an einem falschen Konzept von "Leerheit" haftet, das einseitig negativ ausgerichtet ist.

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  • Doris
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    • 2. Oktober 2015 um 18:11
    • #33

    "Dekonstruktion" hat nichts mit Zerstörung zu tun. Das wäre "Destruktion".

    Hier die Etymologie für "Destruktion"
    http://www.dwds.de/?qu=Destruktion

    "Dekonstruktion" ist abgeleitet von "Konstruktion", und bedeutet demnach das Gegenteil von "Aufbauen", nämlich "Abbauen". Das ist keineswegs ein zerstörerisches Moment enthalten. Es bedeutet eher "Zerlegen". So wie man eine Uhr zerlegt, ein Zelt abbaut. Da wird nichts kaputtgemacht.

    Dekonstruieren wäre konkret ein Konstrukt zerlegen. Das ist eine wichtige buddhistische Methode.
    Z.B. gibt es das klassische Beispiel mit dem "Baum". Du zerlegst den "Baum" in seine Bestandteile und merkst, dass das kein Ende nimmt. So erkennst Du den "Baum" als Konstrukt. Und das kann dazu führen, dass Du erkennst, dass Du Dir die Welt konstruierst. Das ist ein übliches Analyseverfahren im Buddhismus. Ich kenne genügend tibetische Texte und Anleitungen, z.B. den Körper zu dekonstruieren – nicht umsonst nannte ich mich zuerst hier Knochensack. Als Ausgangspunkt sind da die Fragen: Wer bin ich? Bin ich mein Körper? Wo sitzt der Geist? … Das führt dann eben dazu, dass ein Ich als nicht-auffindbar und als Konstrukt erkannt wird.

    Hübsch finde ich diese Aufzählung aus Wiki zu "Dekonstruktion":

    Zitat


    1.
    Identifikation der begrifflichen Konstruktion eines gegebenen theoretischen Feldes bzw. Textes. Meist stößt Dekonstruktion dabei auf Gegensätze (Dialektiken).
    2.
    Untersuchung der Gegensätze hinsichtlich ihres hierarchischen Verhältnisses zueinander. (Welches Element kommt häufiger, welches seltener, welches gar nicht vor? Welches Element wird im Text höher bewertet als das andere?)
    3.
    Umkehrung und Abschwächung der vorgefundenen Gegensatzpaare und deren Verdrängung durch das Nicht-Gesagte.
    4.
    Entwicklung eines weiteren, „dritten“ (bei zweiteiligen Gegensätzen), „vierten“ (bei dreiteiligen Gegensätzen) usw. Terminus für jeden gefundenen Gegensatz, der den geschichtlich gefestigten Gegensatz in Bewegung versetzt bzw. seine ihm immer schon innewohnende Bewegung verständlich macht. (Z.B.: Konstruktion vs. Destruktion ➔ Dekonstruktion, Leben versus Tod ➔ Gespenst, oder: Vergangenheit versus Gegenwart versus Zukunft ➔ Vorzukunft)
    5.
    Die hierarchische Ordnung wird somit gebrochen, neu geordnet und die textlichen Konstruktionen als geschichtlich bedingt vorgeführt. Das wichtigste dabei ist, dass die somit dekonstruierten Gegensätze als „im Fluss bleibend“, also vor wie nach dem dekonstruktiven Eingriff als bedingt verstanden werden, da eine neue, andere Festlegung eines Gegensatzes den geschichtlichen Werdungsprozess der Welt zurückweisen würde. Die Dekonstruktion will hingegen genau diesen unendlichen Werdungsprozess aufzeigen und bewegt sich praktisch in diesem.
    6.
    Nachdem ein Gegensatz dekonstruiert ist, eröffnen sich neue Wege des Umgangs mit bzw. in der Welt. So versteht Derrida bspw. Leben und Tod nicht als unabänderlich und auch nicht als klar und ein für alle Mal trennbare Abschnitte des Werdens, sondern die Bedingungen von Leben und Tod verändern sich selbst fortwährend: Neue medizinische, genetische, ökonomische, mediale, epistemologische usw. Techniken ändern z.B. die Länge eines Lebens oder die Möglichkeiten von Geburt und Wiedergeburt von jemandem oder etwas. Auch das für tot erklärte Erbe von Marx hat so nach Ausbruch der Weltwirtschaftskrise ab 2007 eine Art Wiedergeburt erfahren und kann auch wieder sterben. In jedem Falle spukt es als Gespenst herum - wie alles andere auch.
    7.
    Da für die Dekonstruktion also nichts jemals unabänderlich ist, ergibt sich aus der Dekonstruktion des Gegensatzes von Leben und Tod das Gespenst(ische) als neues Modell des Werdens der Welt. Wie erklärt, ist für Derrida niemals etwas vollkommen tot oder lebendig, sondern es besetzt verschiedenste Formen der Gespenstigkeit. Derridas eigener Tod (der insofern vorübergehend, also im Fluss ist wie es bislang keine Möglichkeiten zur teilweisen oder vollständigen Wiedergeburt gibt) ist eine Form der Gespenstigkeit davon. Deswegen ist der Tod genau wie das Leben selbst gespenstisch.
    8.
    Der Text wird vom neu gewonnenen bzw. entdeckten, bisher ausgeschlossenen Element (in unserem Bsp.: Gespenst) her nochmals, aber anders gelesen. (Was sagt uns ein Text oder andere Texte, wenn der Gegensatz von Leben und Tod zum Gespenst als einem nicht an sich fest Existierendem hin umgewandelt wird? Wie funktioniert er mit Gespenst statt mit Leben und/oder Tod?)
    9.
    Verhindern des Wiederherstellens von Festigkeiten jedweder Art durch alle Felder bzw. Texte hindurch mithilfe weiterer dekonstruktiver Praxis.

    Alles anzeigen

    (Anmerkung von mir: Man sollte den Begriff "Text" erweitern, dann wird es verständlicher. Außerdem ist der Begriff "Dekonstruktion" nicht auf sprachliche Texte allein anzuwenden, sondern so wie Derrida selbst sagt, eine Haltung.)

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Doris
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    • 2. Oktober 2015 um 18:23
    • #34

    Wenn Du nachvollziehst, wo Du den Schlüssel verlegt haben könntest, dann "re-konstruierst" Du was. Du baust gedanklich Deine Stationen nach.

    "Dekonstruieren" tust Du, wenn Du den Baum analysierst:
    Stamm, Wurzel, Blätter, Adern, Zellen, Mitochondrien, Samen usw.
    Und da kannst Du Dich dann fragen: Was davon ist der Baum? Und wann ist es kein Baum mehr? Ist es kein Baum mehr, wenn die Samen fehlen? Oder muss ein Stamm da sein? Was ist mit Bäumen, die aus vielen Ästen bestehen, ohne Hauptstamm? Ist eine Wurzel allein noch ein Baum? Ist ein Blatt allein ein Baum? Ist ein Baum ohne Blatt noch ein Baum? …

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  • void
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    • 2. Oktober 2015 um 18:42
    • Offizieller Beitrag
    • #35
    Doris Rasevic-Benz:

    Wenn Du nachvollziehst, wo Du den Schlüssel verlegt haben könntest, dann "re-konstruierst" Du was. Du baust gedanklich Deine Stationen nach.

    "Dekonstruieren" tust Du, wenn Du den Baum analysierst:
    Stamm, Wurzel, Blätter, Adern, Zellen, Mitochondrien, Samen usw.
    Und da kannst Du Dich dann fragen: Was davon ist der Baum? Und wann ist es kein Baum mehr? Ist es kein Baum mehr, wenn die Samen fehlen? Oder muss ein Stamm da sein? Was ist mit Bäumen, die aus vielen Ästen bestehen, ohne Hauptstamm? Ist eine Wurzel allein noch ein Baum? Ist ein Blatt allein ein Baum? Ist ein Baum ohne Blatt noch ein Baum? …

    Aber gibt es nicht gerade bei euch tibetischen Buddhisten analytische Meditationen die genau so vorgehen?
    Um von der Idee eines "Baums an sich" zu der Idee zu gelangen, dass Baum etwas zutiefst von anderem bedingtes (also leer) ist?

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  • Doris
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    • 2. Oktober 2015 um 19:53
    • #36
    Zitat

    Aber gibt es nicht gerade bei euch tibetischen Buddhisten analytische Meditationen die genau so vorgehen?


    Genau das schrieb ich doch, lieber void. :D

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • blue_aprico
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    • 2. Oktober 2015 um 23:12
    • #37

    Diese Art des Zerlegens bzw. Analysierens ist allerdings nur ein Behelfsmittel in Bezug auf starke Anhaftung. Sie geht ja mit einer Unmenge an Vorstellungen und Gedanken einher, die selber wiederum Hindernisse darstellen, aber erst mal in Kauf genommen werden. "Meditation über Leerheit" ist das noch lange nicht. Die erkennt intuitiv Wirklichkeit/Wahrheit und löst ( nun ) `weise`( letzte, innere ) Hindernisse auf.
    Ich sagte ja auch nur, dass diese Art kontemplativ-analytische Vor-Gehen(s)-Weise keine Zen Praxis darstellt. Aber auch, dass die Verwendung technischer Begriffe aufs Glatteis führt.
    Ich frag mich sowieso warum da oft "ein Baum" herhalten muss, schließlich ist "das Licht ( die Aufmerksamkeit ) nach innen zu kehren" . Ist wohl was ur-deutsches - die Sache mit dem Baum. "Mein Freund der Baum" geht allerdings anders. Die Tibeter gehen grundsätzlich davon aus, dass wir keine ( groben ) Aversionen pflegen, sondern uns und der Welt vertrauensvoll, gewissermaßen "gut-mütig" gegenüber stehen. Deswegen ist das Behelfsmittel der Negation für sie ( und für Zen ) auch nur von ausgleichender Natur; es dient viel mehr der Entsagung von Sinneslust, von Anhaftung. Der Westler macht daraus eine (zusätzliche) Negierung. Und die setzt sich über "Dekonstruktion" ( destruktive Sichtweise ) fort.

    Das verstehe wer kann.

    Grüße
    Blue_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (2. Oktober 2015 um 23:31)

  • Jon
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    • 3. Oktober 2015 um 09:31
    • #38

    ZEN ist dafür da, dekonstrukturiert zu werden. Jedwede Konstruktion und Struktur ist herauszuehmen, denn heisst es nicht, dass es jenseitig/abseitig/transzendent jedweden intelektuellen Verstehens ist?
    Erst wenn Alles überschritten, dann ist da ein Erreichen. (Freisein von jedweden Zwängen .. und unter Zwänge zähle ich alles, was unheisamer Natur ist). Vorher ist es nur Intellektualität und ein Versuchen zu verstehen auf gedanklichem Niveau.
    Es mag übers Nach/Hinterdenken/Kontemplieren führen, was allerdings nur Hilfen sind.

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

  • blue_aprico
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    • 3. Oktober 2015 um 09:54
    • #39

    Wenn iwo "Zen" drin steht, ist -normalerweise, außer von Unverständigen geschrieben bzw. gelesen - von "ZenGeist" ( bussho/KU ) die Rede. Nicht von einem wie auch immer geartetem Zen ( buddhistischem ) System rsp. Konstrukt rsp. Konzept. Insofern geht es völlig vorbei von einem Dekonstruieren des Zen zu sprechen. Da hängt man sich nur an einem Begriff auf, dessen eigentlicher Sinn nicht reflektiert wurde. Ein gutes Beispiel dafür, wie unsinnig Zerlegen ( äh Verreißen ) ist.

  • Elliot
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    • 3. Oktober 2015 um 10:13
    • #40

    Konzepte, Gedanken, Zuschreibungen, Theorien usw. mögen dekonstruierbar sein.

    Gefühle sind es jedoch nicht.

    Diese sind, unmittelbar, nicht zu verleugnen.

    Zitat

    "Aggivessana, dieser Körper, der aus materieller Form besteht, sich aus den vier großen Elementen zusammensetzt, von Mutter und Vater gezeugt wurde und mittels gekochtem Reis und Reisbrei aufgebaut wurde, ist der Vergänglichkeit unterworfen, unterworfen der Abnutzung und dem Abrieb, der Auflösung und dem Verfall. Er sollte als vergänglich, als Dukkha, als eine Krankheit, als ein Geschwür, als ein Stachel, als ein Unglück, als Leid, als fremd, als etwas, das sich auflöst, als leer, als Nicht-Atman betrachtet werden. Wenn man diesen Körper so betrachtet, überwindet man die Gier nach dem Körper, die Verliebtheit in den Körper, die Unterwürfigkeit gegenüber dem Körper."

    "Aggivessana, es gibt drei Arten von Gefühl: angenehmes Gefühl, schmerzhaftes Gefühl und weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl. Wenn man angenehmes Gefühl empfindet, empfindet man bei jener Gelegenheit kein schmerzhaftes Gefühl oder weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl; bei jener Gelegenheit empfindet man nur angenehmes Gefühl. Wenn man schmerzhaftes Gefühl empfindet, empfindet man bei jener Gelegenheit kein angenehmes Gefühl oder weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl; bei jener Gelegenheit empfindet man nur schmerzhaftes Gefühl. Wenn man weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl empfindet, empfindet man bei jener Gelegenheit kein angenehmes Gefühl oder schmerzhaftes Gefühl; bei jener Gelegenheit empfindet man nur weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl."

    "Angenehmes Gefühl, Aggivessana, ist vergänglich, gestaltet, bedingt entstanden, der Vernichtung unterworfen, dem Verschwinden, Verblassen und Aufhören unterworfen. Schmerzhaftes Gefühl ist auch vergänglich, gestaltet, bedingt entstanden, der Vernichtung unterworfen, dem Verschwinden, Verblassen und Aufhören unterworfen. Weder-schmerzhaftes-noch-angenehmes Gefühl ist auch vergänglich, gestaltet, bedingt entstanden, der Vernichtung unterworfen, dem Verschwinden, Verblassen und Aufhören unterworfen."

    "Indem ein wohlunterrichteter edler Schüler so sieht, wird er ernüchtert gegenüber angenehmem Gefühl, ernüchtert gegenüber schmerzhaftem Gefühl, ernüchtert gegenüber weder-schmerzhaftem-noch-angenehmem Gefühl. Wenn er ernüchtert wird, wird er begierdelos. Durch Begierdelosigkeit ist sein Geist befreit. Wenn er befreit ist, kommt das Wissen: 'Er ist befreit.' Er versteht: 'Geburt ist zu Ende gebracht, das heilige Leben ist gelebt, es ist getan, was getan werden mußte, darüber hinaus gibt es nichts mehr.'"

    "Ein Bhikkhu, dessen Geist so befreit ist, Aggivessana verbündet sich mit niemandem und streitet sich mit niemandem; er bedient sich des gegenwärtig in der Welt üblichen Sprachgebrauchs, ohne daran zu haften [6]."

    (Majjhima Nikāya 74: An Dīghanakha - Dīghanakha Sutta)

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    Viele Grüße
    Elliot

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    Elliot

  • Doris
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    • 3. Oktober 2015 um 10:54
    • #41
    blue_aprico:

    Diese Art des Zerlegens bzw. Analysierens ist allerdings nur ein Behelfsmittel in Bezug auf starke Anhaftung. Sie geht ja mit einer Unmenge an Vorstellungen und Gedanken einher, die selber wiederum Hindernisse darstellen, aber erst mal in Kauf genommen werden. "Meditation über Leerheit" ist das noch lange nicht. Die erkennt intuitiv Wirklichkeit/Wahrheit und löst ( nun ) `weise`( letzte, innere ) Hindernisse auf.
    Ich sagte ja auch nur, dass diese Art kontemplativ-analytische Vor-Gehen(s)-Weise keine Zen Praxis darstellt. Aber auch, dass die Verwendung technischer Begriffe aufs Glatteis führt.
    Ich frag mich sowieso warum da oft "ein Baum" herhalten muss, schließlich ist "das Licht ( die Aufmerksamkeit ) nach innen zu kehren" . Ist wohl was ur-deutsches - die Sache mit dem Baum. "Mein Freund der Baum" geht allerdings anders. Die Tibeter gehen grundsätzlich davon aus, dass wir keine ( groben ) Aversionen pflegen, sondern uns und der Welt vertrauensvoll, gewissermaßen "gut-mütig" gegenüber stehen. Deswegen ist das Behelfsmittel der Negation für sie ( und für Zen ) auch nur von ausgleichender Natur; es dient viel mehr der Entsagung von Sinneslust, von Anhaftung. Der Westler macht daraus eine (zusätzliche) Negierung. Und die setzt sich über "Dekonstruktion" ( destruktive Sichtweise ) fort.

    Das verstehe wer kann.


    Du interpretierst da Sachen hinein! Meine Fresse!
    Das "ur-deutsche" Beispiel habe ich von einem tibetischen Lehrer, der kein Wort Deutsch spricht.
    Du hast doch keine Ahnung was "der Westler" macht. Das sind Vorurteile und Fantasien.

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Jon
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    • 3. Oktober 2015 um 11:58
    • #42
    Elliot:

    Konzepte, Gedanken, Zuschreibungen, Theorien usw. mögen dekonstruierbar sein.

    Gefühle sind es jedoch nicht.

    Diese sind, unmittelbar, nicht zu verleugnen.


    Elliot
    Mensch kann ebenso ernüchtert werden von Gedanken. Auch Gedanken sind unmittelbar. In der heutigen Gesellschaftsform wohl sogar eher im Vordergrund. Durchaus möglich.
    blue .. für Viele ist ZEN nun mal ein Konzept. Ein Fundament von mir aus auch, allerdings ein strukturiertes wohl eher, wo es dann um Kesa-Nähen und dergleichen geht.
    Hier geht es eben um Worte, Zerlegen und Philosphieren.
    Es waren evtl nicht die ganz richtigen Worte meinerseits, jedoch wie Elliot im von mir Zitierten angibt, ist vieles zerlegbar.
    Und wenn ich dann lese von Leuten,d ie jahrelang Zazen und Zen praktizierten und mir immer noch nicht sagen können, WAS es denn nun ist und worum es geht, dann .. ja dann weiss ich auch nicht.
    ZEN ist das LEBEN kann gesagt werden. Ich kann ebenso hingehen und sagen, dass STAUBTROCKENHEIT/FLUSEN das LEBEN ist.
    Es sind immer noch Begriffe, solange wir Diese schreiben und benutzen und dann ist noch lange kein Verstehen und Wissen da.
    Der WEG zum ZEN ist ohne TOR. Oder so. Der Torlose Weg.
    .
    .

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

  • mukti
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    • 3. Oktober 2015 um 12:14
    • #43
    Elliot:

    Konzepte, Gedanken, Zuschreibungen, Theorien usw. mögen dekonstruierbar sein.

    Gefühle sind es jedoch nicht.

    Diese sind, unmittelbar, nicht zu verleugnen.
    .................

    Wenn Gedanken und Gefühle Strukturen bilden, können sich die umwandeln in neue Strukturen, aber das Gefühl und der Gedanke an sich löst sich dabei nicht auf. Nur in den höheren Vertiefungen lösen sie sich angeblich auf. Dekonstruktion wäre demnach entweder eine Neuordnung oder eine völlige Auflösung.

    Doris Rasevic-Benz:
    Zitat

    Es geht jedenfalls um das Hinterfragen von Konzepten, und wenn man sie alle auflöst, endet man im Nihilismus,


    Das glaube ich nicht. Nihilismus ist ja nicht das Auflösen von Konzepten. Es ist ein neues Konzept.

    Das wäre eine Neuordnung, ich habe Nihilismus hier mit Chaos gleichgesetzt, gar keine Ordnung. (...Nihilismus, ziellos umhergetrieben, war der vollständige Satz.) Das wäre ein drittes mögliches Ergebnis der Dekonstruktion. Aber auch Chaos folgt Gesetzen und ist demnach eher eine Variante der Neuordnung.

    Mit Metta, mukti.


  • blue_aprico
    Gast
    • 3. Oktober 2015 um 16:38
    • #44

    mukti:

    Zitat

    Nur in den höheren Vertiefungen lösen sie sich angeblich auf. Dekonstruktion wäre demnach entweder eine Neuordnung oder eine völlige Auflösung.

    Von Auflösung ( Transzendenz ) und Samadhi spreche ich (hier ) nicht. Es ist gestaltet ein Hindernis davon zu sprechen.

    Aber, ja...
    die (aus)denkende Auflösung ( auf Basis von einBilden ) ist ne Neuordnung, also Wandlung desselben. Der ( energische ) anTrieb aber hat sich gleich, ein Aus,-und Weiterströmen von anhaftenden Geistinhalten und davon bedingten ReAktionen. So wie in der Kunst halt, wie im Dadaismus. Oder Expressionismus.

    Man sieht da so was wie einen Zwischenraum (Bilden--- Auflösen---Bilden---) in dem erst mal Chaos oder Verworrenheit vorliegt (es kann als Befreiung von starren Mustern empfunden werden und hat dann für manche Geschmäckle ). Das Kreisen um Objekt ( und Subjekt ) nimmt allerdings auf diese Weise kein Ende.

    Sich Leerheit vorstellen ist genau so sinnig, wie sich Fülle vorstellen -oder einen Baum. Es ist lediglich ein beschränkter ( irrealer ) Kunstgriff. Der Verstand kann nicht anders, als sich Leerheit im Gegensatz zu Form vorzustellen. Im schlimmsten Fall als ein "Nichts", als ein "leerer Raum in dem er fällt". Die Empfindung im Auflösen ( rsp. auch "Analysieren " ) begünstigt diese Ansicht.

    Ein Anzeichen von willkürlichem Auflösen von Geistinhalten und Neuanordnen ist der Größenwahn. Er beruht auf dem Empfinden von "innerer Leere" als Produkt der Kopflastigkeit, des Wegtriftens. Es gibt verschiedene Ursachen, warum Menschen wegtriftende Mittel und Wege ergreifen. Stetes Unwohlsein dürfte es immer sein.

    Der Westen hat, zumindest noch in meiner Generation einen Selbstwertschaden. Einen Verlust des (Selbst)Vertrauens. Größenwahn ist ja nur die manische Schattenseite davon, ein Kompensationsversuch aus bewusster oder unbewusster Angst. Die westliche Sichtweise urteilt überdies scharf. Gut / Böse. Sucht ist auch Folge davon. Ein Zirkelschluss.

    Der einzige Weg des Heil s des Geistes ist der der Achtsamkeit. Aber der Mensch hat Angst vor der Angst, vor dem vermeintlichen Abgrund, den er ( noch ) fühlt. Der Abgrund ist aber nichts anderes als das Gefühl "innerer Leere", welches der "Buddhist" dann mit ominöser Leerheit verwechselt. Das Gefühl verschwindet, wendet der Mensch sich (vornehmlich den Gefühlen) zu, dem Körper. Hinter seiner Ablehnung steckt Mitleid und im Mitleid Güte.

    Dieses ( ruhige, non-analytische ) Hinwenden oder wie man sagt " das Zurückwenden des Lichtes" löst auch - aber nicht ein griffig, sondern natürlich. Man muss nur Geduld haben. Hat man die nicht, ist zu mega hippelig, ist es besser sich "formal" aufs Kissen und ins Kinhin zwingen zu LASSEN ;)


    Grüße
    Blue_

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (3. Oktober 2015 um 16:55)

  • Jon
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    • 3. Oktober 2015 um 16:51
    • #45
    blue_aprico:


    Sich Leerheit vorstellen ist genau so sinnig, wie sich Fülle vorstellen -oder einen Baum. Es ist lediglich ein beschränkter ( irrealer ) Kunstgriff. Der Verstand kann nicht anders, als sich Leerheit im Gegensatz zu Form vorzustellen. Im schlimmsten Fall als ein "Nichts", als ein "leerer Raum in dem er fällt". Die Empfindung im Auflösen begünstigt diese Ansicht.

    ....... Aber der Mensch hat Angst vor der Angst, vor dem vermeintlichen Abgrund, den er ( noch ) fühlt. Der Abgrund ist aber nichts anderes als das Gefühl "innerer Leere", welches der "Buddhist" dann mit ominöser Leerheit verwechselt. Das Gefühl verschwindet, wendet der Mensch sich (vornehmlich den Gefühlen) zu, dem Körper. Hinter seiner Ablehnung steckt Mitleid und im Mitleid Güte.
    Blue_

    Angst! Ja.
    Das ist das massgebliche Hinderniss überhaupt. Neurosen, Psychosen, Trauer .. alles ist Angst (merkwürdig nur, dass sich bei dem Begriff "Angst" die Gemüter sich nicht entzweien).
    Angst vor der Angst meine ich ist eher paralell, wenn nicht sogar ein und dasselbe Gefühl, wobei es eben gestaffelt auftritt. Erst die Angst als Gefühl und dann die Ereknntnis, dass es evtl. noch tiefer gehen kann und zwar an die Wurzel-Angst.
    Sich lösen zu wollen von den Übeln ist schon angstfördernd. Ja. Das schmeckt nach Haltlosigkeit. Wobei vllt vergessen wird, dass wir eine Chance in diesem Leben haben und zwar jene der Selbsterkenntnis. Die Erkenntnis und damit einhergehende Erfahrung, dass wir menschlich sind. Und das heisst, dass wir voller Wissen und Weisheit sind. Eben ein unendliches Potential haben, wie der Dalai Lama zu sagen pflegt.
    Angst ist nicht Abgrund für mich. Es ist einfach etwas, das stört, das schamvoll macht, das hindernd ist. Z.B. nachts über den Freidhof gehen zu wollen. Trennungsangst können schon Jugendliche überwinden.

    Suche nicht nach der Wahrheit; höre nur auf, an Meinungen festzuhalten.

    Meister Seng Ts'an

  • Thursday
    Gast
    • 3. Oktober 2015 um 16:52
    • #46

    Mal ein bißchen fundiertes Futter für euer Thema
    http://mimesisdesire.blogspot.de/2013/04/ilkwae…egoat-rene.html

    Deconstructing the Buddhist Philosophy of Nothingness - René Girard and Violent Origins of Buddhist Culture – (http://www.scribd.com/doc/88516537/DeconstructionBuddhism )

  • blue_aprico
    Gast
    • 3. Oktober 2015 um 17:01
    • #47

    Ich merk schon, Anhaften an ( intellektuellem ) Futter. Wozu ???

  • keks
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    • 3. Oktober 2015 um 18:18
    • #48

    Die Sohle heisst loslassen, der Schuh heisst vergessen. Wirft man den Schuh weg dann entfällt gleichzeitig dieses merkwürdige losgelasse oder anhaften. Vergessen und schon ist man im nun und hier und kann das tun was nun gerade zu tun ist :) Seltsamerweise gibt's dann nichts zu tun :)

    Bubu :clown::oops:

  • mukti
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    16. September 2010
    • 3. Oktober 2015 um 22:49
    • #49
    blue_aprico:


    Der einzige Weg des Heils des Geistes ist der der Achtsamkeit.

    Guter Punkt finde ich - Achtsamkeit hinterfragt nicht sondern sieht wie es ist. Darüber ließe sich noch viel sagen, besser von Fortgeschritteneren als ich es bin.

    Mit Metta, mukti.


  • blue_aprico
    Gast
    • 4. Oktober 2015 um 01:35
    • #50
    mukti:
    blue_aprico:


    Der einzige Weg des Heils des Geistes ist der der Achtsamkeit.

    Guter Punkt finde ich - Achtsamkeit hinterfragt nicht sondern sieht wie es ist. Darüber ließe sich noch viel sagen, besser von Fortgeschritteneren als ich es bin.


    Belässt vor allem wie es ist.


    Grüße
    Blue_

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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