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Umgang mit negativen Gedanken und Gefühlen

  • Aeternitas
  • 8. Juni 2015 um 21:14
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    • 9. Juli 2015 um 08:22
    • #26
    Son:

    Macht Ihr immer alles richtig in Eurem Leben, dass Ihr über mich in so einer banalen Sache urteilen könnt bzw. mich belehren und das als Anfänger, ich war nicht unhöflich, ich war nicht respektlos, ich habe normal geschrieben, ein kleiner Wink hätte gereicht. Ich hab mir immer gedacht Menschen, die achtsam wären würden ein wenig mehr Fingerspitzengefühl beweisen.

    Das ärgert mich nämlich auch im Alltag, wenn mich Leute permanent kritisieren und über andere herziehen und was ist mit ihnen selbst, wo ist die Toleranz, wo schauen sich denn auf sich? Ich bin wirklich enttäuscht über den Ton, der hier teilweise herrscht, nicht, dass man mich darauf aufmerksam macht, das ist schon okay.

    Das ist für die gleiche Frage, die ich vor einigen Wochen einen Priester fragte, warum denn die Leute in seine Kirche gehen, wenn sie dann nach seiner Predigt erst wieder ihre Frauen zu Hause schlagen, im Büro ihre Kollegen mobben usw. - was haben sie denn gelernt und das gleiche frage ich euch, was habt ihr gelernt, ist das für euch denn wirklich Achtsamkeit, wie ihr denkt mit anderen Menschen umzugehen, ihr steht nicht über mir, wir sind alle auf Augenhöhe, auch wenn ihr hier schon tausende Beiträge geschrieben haben möchtet, das habe ich in anderen Foren auch und fühle mich deshalb auch nicht Neulingen überlegen, vielleicht mal etwas mehr Herztraining machen, Son

    Zuviel Selbstgerechtigkeit?

  • Son
    Gast
    • 9. Juli 2015 um 08:57
    • #27

    Weiß ich nicht, ich will einfach respektvoll behandelt werden so wie ich das bei jeder und jedem mache, egal welche Herkunft oder gesellschaftlicher Stand. Wie gesagt grad in dem Forum hätte ich mir das erwartet, aber da ich in anderen Beiträgen schon gesehen habe, dass heftig diskutiert wird, werde ich das wohl nicht überbewerten. Wobei ich generell ungern über Recht oder nicht Recht oder Schuld und nicht Schuld, weil zählen tun die Fakten, wenn was nicht funktioniert oder geht, dann ist das ein Faktum, wer die Schuld dran hat ist für mich zweitrangig, aber ich will mich hier nicht tiefer in was reinschreiben. Für mich alles okay so weit. Wie schon jemand anderer hier geschrieben hat, wir sind alles Menschen und niemand zwingt einen zu irgendwas, hoffe damit das Thema von meiner Seite abgeschlossen zu haben im positiven Sinn, LG Son

  • Mirco
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    • 10. Juli 2015 um 11:27
    • #28
    Ellviral:
    Mirco:

    Wer nimmt wen? 8)


    Der Glauber der Vorstellungen hat was diese Gefühle und Gedanken bedeuten. Nur Gespinste vor dem Licht.

    Gespinste? Für mich nicht. Gefühltes ist real.
    Nur es dann so riesig werden zu lassen, da ist man kein Opfer.
    Dass ist jede Menge aktive Mitarbeit.

    Alles Gute!

  • mukti
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    • 10. Juli 2015 um 12:12
    • #29

    Neulich hatte ich drei Tage lang eine ununterbrochene extreme Schmerzattacke im Rücken. Oh die fühlte sich sehr real an. Man kommt nicht aus, kann nicht denken, nicht meditieren, nicht schlafen, das ganze Bewusstsein ist davon ausgefüllt. Sowas kann einen total zermürben. Umgang mit negativen Gefühlen: da bin ich nach dem Wochenende zum Arzt gewankt.

    Ich nehme mal an, dass bei einem vollständig Erwachten die Erkenntnis (nicht Ich und mein) so präsent ist, dass sie von keinem Schmerz überwältigt werden kann?

    Mit Metta, mukti.


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    • 10. Juli 2015 um 15:30
    • #30
    mukti:


    Ich nehme mal an, dass bei einem vollständig Erwachten die Erkenntnis (nicht Ich und mein) so präsent ist, dass sie von keinem Schmerz überwältigt werden kann?

    Ich nehme mal an, dass die Fähigkeit eines Erwachten, völlig gegenwärtig zu sein, den Schmerz derartig in den Hintergrund treten lässt, dass da keine Identifikation mehr stattfindet. Mit meiner derzeitigen Praxis der Achtsamkeit, des zumindest zeitweiligen völligen Gewahrseins, treten sowohl die Angst und meine Sorge als auch plötzlich auftauchende Schmerzen für diesen Moment in den Hintergrund. Ich bin mir sicher, wenn dieses Gewahrsein verankert ist, ist körperliches und geistiges Unbehagen - egal in welcher Form - ganz weit weg. Denn davon habe ich einen Vor-Geschmack, wenn auch nur für Momente. Ich praktiziere dann so intensiv, dass sich diese Momente ausdehnen. Erst wenn ich wieder vergesse, weil es mir ja wieder gut geht ;) , tauchen irgendwann die "Leiden" wieder auf. Aber ich gehe fest davon aus, dass Freiheit davon möglich ist.

    Als ich vor 44 Jahren meine Tochter zur Welt brachte, war mir ein ähnliches Erlebnis möglich. Der Geburtsschmerz war da, aber irgendwie tangierte er mich nicht, ich konzentrierte mich nur auf das Zur-Welt-Kommen meiner Tochter, war danach derartig aufgekratzt und nervte die anderen Mütter, die geschwächt in ihren Kissen lagen. Die Ärzte hatten alle möglichen Hebammen und Schwestern versammelt, weil dies eine Bilderbuchgeburt war, bei der die Mutter sogar lachte. Das war ein umwerfendes Ereignis, an das ich mich gerne erinnere, weil ich weiß, dass Schmerzen "weggeatmet" werden können. Ich will hier aber nicht angeben und anderer Menschen Schmerzen bagatellisieren. Nur hat mich dieses Ereignis mit dem Vertrauen gespeist, dass hohe Konzentration und Gewahrsein eine große Kraft besitzen.

    _()_ Monika

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    • 10. Juli 2015 um 15:32
    • #31
    mukti:

    Neulich hatte ich drei Tage lang eine ununterbrochene extreme Schmerzattacke im Rücken. Oh die fühlte sich sehr real an. Man kommt nicht aus, kann nicht denken, nicht meditieren, nicht schlafen, das ganze Bewusstsein ist davon ausgefüllt. Sowas kann einen total zermürben.

    Ja, Mukti, das kann zermürben. Ich hoffe, der Arzt konnte Dir helfen.
    Mein vorherigen Beitrag sollte keineswegs bedeuten, dass ich Deine Rückenschmerzen nicht ernst genommen hätte.
    Bitte verzeih, falls ich da missverständlich rüberkomme.
    _()_ Monika

  • mukti
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    • 10. Juli 2015 um 17:07
    • #32
    Monikadie4.:


    Ja, Mukti, das kann zermürben. Ich hoffe, der Arzt konnte Dir helfen.
    Mein vorherigen Beitrag sollte keineswegs bedeuten, dass ich Deine Rückenschmerzen nicht ernst genommen hätte.
    Bitte verzeih, falls ich da missverständlich rüberkomme.
    _()_ Monika

    Kein Problem Monika, fand es interessant. Ja es ist schon viel besser geworden.

    Mit Metta, mukti.


  • Mirco
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    • 11. Juli 2015 um 11:42
    • #33
    mukti:

    Neulich hatte ich drei Tage lang eine ununterbrochene extreme Schmerzattacke im Rücken. Oh die fühlte sich sehr real an. Man kommt nicht aus, kann nicht denken, nicht meditieren, nicht schlafen, das ganze Bewusstsein ist davon ausgefüllt. Sowas kann einen total zermürben. Umgang mit negativen Gefühlen: da bin ich nach dem Wochenende zum Arzt gewankt.

    Ich nehme mal an, dass bei einem vollständig Erwachten die Erkenntnis (nicht Ich und mein) so präsent ist, dass sie von keinem Schmerz überwältigt werden kann?

    Hallo mukti,

    oh, dazu muss man nicht erst voll erwacht sein, das funktioniert schon vorher. Hatte vor ner Weile nen Hexenschuß und konnte damit ganz gut umgehen - akzeptieren, loslassen entspannen, Metta 'hin'senden. War längst nicht so schlimm wie der davor, wo ich die Schmerzen 'groß' gemacht habe.

    Liebe Grüße

  • Nils
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    • 11. Juli 2015 um 15:32
    • #34
    Mirco:
    mukti:

    Ich nehme mal an, dass bei einem vollständig Erwachten die Erkenntnis (nicht Ich und mein) so präsent ist, dass sie von keinem Schmerz überwältigt werden kann?


    oh, dazu muss man nicht erst voll erwacht sein, das funktioniert schon vorher. Hatte vor ner Weile nen Hexenschuß und konnte damit ganz gut umgehen - akzeptieren, loslassen entspannen, Metta 'hin'senden. War längst nicht so schlimm wie der davor, wo ich die Schmerzen 'groß' gemacht habe.


    Aus meiner Sicht gibt es verschiedene Ebenen der Leidüberwindung. Die erste Ebene ist es sein Ego loszulassen, den Schmerz annehmen, im entspannten Sein leben. Wenn das Ego (Ich-Bewusstsein) ganz verschwindet, nenne ich das Erwachen. Ich erfuhr dadurch tiefen inneren Frieden. Ich identifizierte mich nicht mehr mit mir. Es war so als ob ich ein fremder Mensch für mich bin. Wenn es einem Fremden Scheiße geht, tut es mir zwar leid, aber es stört mich nicht wirklich. Es berührt mich auf einer tiefen Ebene nicht. Ich ruhe im Sein (Nichts, Leere, Nirwana).

    Die zweite Ebene nenne ich Erleuchtung. Erleuchtung beinhaltet den Begriff Leuchten, Licht, spirituelle Energie, inneres Glück. In der Erleuchtung geschieht nicht nur ein Egoloslassen, sondern der Mensch wird mit spiritueller Energie (Licht) gefüllt. Diese Energie beinhaltet die Eigenschaften Kraft, Gleichmut, Glück und Liebe. Diese Eigenschaften geben einem die Möglichkeit sich über das Leid, seelische und auch körperliche Schmerzen zu erheben. Wenn ich sehr viel inneres Glück in mir habe, spüre ich Schmerzen kaum noch.

    Ein spiritueller Meister kann das innere Glück lenken und regulieren. Zu viel inneres Glück macht handlungsunfähig und träge. Zu wenig inneres Glück macht das Leben schwer. Ich beobachte, wie meine Meister aus einer höheren Dimension mein inneres Glück so lenken, dass es vor Krisen und bei Schmerzen stark zunimmt. So überstehe ich Scheißzeiten. Manchmal ist das Glück der Erleuchtungsenergie so stark, dass ich bedauere, wenn die Scheißzeiten vorbei sind.

    So ging es auch einer Schülerin von Anandamayi Ma. Auf einer Pilgerfahrt brach sie sich ein Bein und hatte große Schmerzen. Bis zum nächsten Krankenhaus musste sie eine Woche auf einem Esel transportiert werden. Anandamayi Ma fachte ihr inneres Glück an und ließ ihre Schülerin die Zeit im Zustand von großer Glückseligkeit überstehen.

    Eine dritte Ebene nenne ich Meister des Lebens zu sein. Man lebt so weise, dass man äußeres Leid weitgehend vermeidet, äußeres und inneres Glück anwachsen lässt. Wenn man konsequent gesund lebt und gut für sich sorgt, ist viel Leid vermeidbar. Für den Rest braucht man dann seine spirituellen Übungen, falls man kein erleuchteter Meister ist. Aber das sind wir ja bald alle. :D

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    • 12. Juli 2015 um 08:47
    • #35

    Ich kann einige Aussagen bestätigen, Nils, denn ich hatte zeitweise das Glück, völlig von Licht durchdrungen zu sein. Ich spürte weder den Körper noch irgendwelche verwirrenden Sinneseindrücke. Zu dieser Zeit konnte ich unglaublich viel arbeiten und leisten, hatte eine unglaubliche Konzentration, bin gegangen wie auf Wolken, brauchte kaum Schlaf, konnte Bewegungen ausführen, die mir sonst unmöglich gewesen wären. Ich wusste intuitiv, das alles seine Richtigkeit hat, dass ich mich vor nichts zu fürchten brauchte. Deshalb hatte ich geglaubt, ich sei erleuchtet, denn jetzt verstand ich die Bezeichnung Er-Leuchtung, schließlich war es gleißend hell, selbst wenn ich die Augen schloss.
    Dass ich erleuchtet war, war jedoch ein Irrtum, wie ich seit langem weiß. 8)

    Aber das ist schon 25 Jahre her. Dennoch reicht die Erinnerung daran. Ich weiß, es gibt Vorgänge im Gehirn, die Schmerzen - und Leid überhaupt - auszuschalten vermögen. Deshalb bin ich auch von den Aussagen des Buddha überzeugt.
    _()_ Monika

  • mukti
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    • 12. Juli 2015 um 11:19
    • #36

    Ja wenn einen Schmerzen halt immer gerade im richtigen Geisteszustand treffen würden. Andernfalls sind sie immerhin eine Warnung, bzw. Aufforderung zum üben, damit man nicht unvorbereitet ist, wenn das Ungemach kommt. Und damit muss man eigentlich zu jeder Zeit rechnen.

    Mit Metta, mukti.


  • Mirco
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    • 12. Juli 2015 um 13:43
    • #37
    Monikadie4.:

    Deshalb hatte ich geglaubt, ich sei erleuchtet, denn jetzt verstand ich die Bezeichnung Er-Leuchtung, schließlich war es gleißend hell, selbst wenn ich die Augen schloss.


    Nebenbei: Erleuchtung - das Wort findet man nur in Übersetzungen.
    Die Wurzel *budh- bedeutet angeblich aufwachen, gewahr werden, wahrnehmen, wissen, verstehen.

    Schöne Grüße

  • Nils
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    • 12. Juli 2015 um 13:44
    • #38
    Monikadie4.:

    Ich kann einige Aussagen bestätigen, Nils, denn ich hatte zeitweise das Glück, völlig von Licht durchdrungen zu sein. Ich spürte weder den Körper noch irgendwelche verwirrenden Sinneseindrücke. Zu dieser Zeit konnte ich unglaublich viel arbeiten und leisten, hatte eine unglaubliche Konzentration, bin gegangen wie auf Wolken, brauchte kaum Schlaf, konnte Bewegungen ausführen, die mir sonst unmöglich gewesen wären. Ich wusste intuitiv, das alles seine Richtigkeit hat, dass ich mich vor nichts zu fürchten brauchte. Deshalb hatte ich geglaubt, ich sei erleuchtet, denn jetzt verstand ich die Bezeichnung Er-Leuchtung, schließlich war es gleißend hell, selbst wenn ich die Augen schloss.


    Danke, Monika. Erst tritt die Erleuchtung einmal auf, dann mehrmals und dann wird sie dauerhaft. Meine Freundin hatte auch so eine Erfahrung. Das trägt sie durch ihr Leben. Sie weiß, dass es etwas Höheres gibt.

  • Mirco
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    • 12. Juli 2015 um 14:05
    • #39
    mukti:

    Ja wenn einen Schmerzen halt immer gerade im richtigen Geisteszustand treffen würden. Andernfalls sind sie immerhin eine Warnung, bzw. Aufforderung zum üben, damit man nicht unvorbereitet ist, wenn das Ungemach kommt. Und damit muss man eigentlich zu jeder Zeit rechnen.


    Hallo Mukti,

    in welchem Geisteszustand einen etwas 'erwischt' ist ja relativ egal, da man den Zustand jederzeit ändern kann (so gut es eben geht).

    Mit Metta

  • blue_aprico
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    • 12. Juli 2015 um 14:27
    • #40

    Erleuchtung ist ungrade Erwachen. Erleuchtung erhellt den Pfad, so das man ihn betreten kann oder könnte- wie eine Lampe. Erwachen aber ist ein Prozess der Einsicht. Es muss gepflegt werden- oder: "kultiviert" wie es manchmal heißt. Shikantaza. Rechte Anstrengung und Abgeschiedenheit.
    Bodhidharma in `der Höhle`( Körper&Geist ) vor `der Wand`( Ego )

    Nur Buddha-Dharma sagt einem wohin die Lampe zu stellen ist und worauf das Licht zu richten. Dazu bedarf es auch keiner großen Worte. Nur etwas und jemand das hartnäckig hindeutet- aufs Wesen tliche.

    Hier wo ich wohne gibt es auch einen Erleuchteten :)
    Er pflastert vom Norden bis Mitte der Stadt unablässig Weisheitssprüche. Selbst wenn man ihn am Kragen packen und auf den Boden zwingen würde, schaute er nur verzückt selbstgewiss wie ein Engel mit ner Harfe.

    "Alles ist vergänglich". Das ist nicht nur so ein Spruch.

    Alles Gute.
    Grüße
    Blue_

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    • 12. Juli 2015 um 15:24
    • #41
    Mirco:
    mukti:

    Ja wenn einen Schmerzen halt immer gerade im richtigen Geisteszustand treffen würden. Andernfalls sind sie immerhin eine Warnung, bzw. Aufforderung zum üben, damit man nicht unvorbereitet ist, wenn das Ungemach kommt. Und damit muss man eigentlich zu jeder Zeit rechnen.


    Hallo Mukti,

    in welchem Geisteszustand einen etwas 'erwischt' ist ja relativ egal, da man den Zustand jederzeit ändern kann (so gut es eben geht).

    Mit Metta

    Hi Mirco,
    den Zustand zu ändern, ist äußerst schwer, wenn er einen überraschend mit großer Wucht erwischt. Deshalb ist es natürlich wichtig, bereits zuvor so intensiv wie möglich zu üben und nicht nachzulassen.
    Ich hatte nachgelassen, die Quittung habe ich erhalten, ich nehme sie an und jetzt hole ich wieder auf. :D
    _()_ Monika

  • mukti
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    • 12. Juli 2015 um 15:52
    • #42

    Hallo Mirco,

    Mirco:


    in welchem Geisteszustand einen etwas 'erwischt' ist ja relativ egal, da man den Zustand jederzeit ändern kann (so gut es eben geht).

    Mit Metta

    Meine Wenigkeit kann gar nichts mehr, wenn das sehr stark ist und lange dauert. Rückblickend fällt mir jetzt auch so allerhand ein - annehmen, nicht wehren, beobachten, loslassen usw. Etwas hindert einen aber an der totalen Kapitulation, man will partout nicht leiden.

    Mit Metta, mukti.


  • Nils
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    • 12. Juli 2015 um 17:22
    • #43
    Monikadie4.:

    Ich hatte nachgelassen, die Quittung habe ich erhalten, ich nehme sie an und jetzt hole ich wieder auf. :D
    _()_ Monika


    Sehr gut. Und wie machst du das?

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    • 12. Juli 2015 um 17:25
    • #44

    So:

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=22&t=14606#p292925

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    • 12. Juli 2015 um 17:31
    • #45
    mukti:

    Hallo Mirco,

    Mirco:


    in welchem Geisteszustand einen etwas 'erwischt' ist ja relativ egal, da man den Zustand jederzeit ändern kann (so gut es eben geht).

    Mit Metta

    Meine Wenigkeit kann gar nichts mehr, wenn das sehr stark ist und lange dauert. Rückblickend fällt mir jetzt auch so allerhand ein - annehmen, nicht wehren, beobachten, loslassen usw. Etwas hindert einen aber an der totalen Kapitulation, man will partout nicht leiden.

    Genau, die Angst vor Leiden und in letzter Konsequenz Tod ist so übermächtig, dass alles sich dagegen wehrt.
    Abgesehen davon ist der Schmerz ja auch ein Warnsignal und erfüllt eine Aufgabe, die ernst genommen werden will. Deshalb ist der Gang zum Arzt meistens unverzichtbar.
    Aber die "Wucht des Angriffs" kann durchaus abgemildert werden. Wer weiß, wo ich heute stünde, hätte ich mich nie mit der 4. Edlen Wahrheit beschäftigt:

    "Es gibt einen Weg daraus"

    _()_ Monika

  • mukti
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    • 12. Juli 2015 um 19:53
    • #46
    Monikadie4.:


    Aber die "Wucht des Angriffs" kann durchaus abgemildert werden. Wer weiß, wo ich heute stünde, hätte ich mich nie mit der 4. Edlen Wahrheit beschäftigt:

    "Es gibt einen Weg daraus"

    _()_ Monika

    Stimme zu, man erkennt dadurch sogar noch genauer, was es mit den 4 edlen Wahrheiten auf sich hat.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 13. Juli 2015 um 09:29
    • #47

    Da fällt mir gerade auf dass das gut zum Threadthema passt:

    Zitat

    der Buddhismus lehrt ja, dass die Identifikation mit den eigenen Gedanken und Gefühlen Leid verursacht, wir seien weder unsere Gedanken noch unsere Gefühle.
    Auf einer rationalen Ebene kann ich das nachvollziehen, aber was kann man machen, wenn Gedanken und Gefühle einen einnehmen und keinen Raum mehr lassen?

    Was Schmerzen betrifft, so finde ich den Satz: Was uns nicht umbringt macht uns stärker, ziemlich unsinnig. Vielmehr kann körperliches Leid, das einen zwar nicht umbringt, doch körperlich schwächer machen. Richtiger ist: Was uns nicht umbringt, macht uns weiser. Wobei es da eine Voraussetzung ist, dass man sich mit Weisheit überhaupt befasst - Philosophie bedeutet Liebe zur Weisheit, nicht ansammeln von Informationen.

    Die Vedanta-Philosophie sagt: Wir sind nicht in diese Welt gekommen um zu genießen, wir sind hierhergekommen, um zu leiden. Obwohl diese Ansicht ganz unpopulär ist, scheint sie mir mit der ersten edlen Wahrheit übereinzustimmen. Wenn heute an allen Ecken und Enden eindringlich und aufdringlich das Gegenteil propagiert wird, führt das nur dazu die Illusion zu nähren. Die Welt ist im Grunde ungenießbar - diese Wahrheit läuft dem Zeitgeist zuwider, der materialistischen Freuden hinterherläuft. Denn was anderes als diese kennt er nicht, weshalb diese Einsicht so bitter erscheint. Aber anstatt damit ganz verdrießlich zu werden, ist sie für Wahrheitsfinder eine Initialzündung zu Befreiung und Erwachen, der offensichtlich wertvollste Sinn des Lebens. Aber die Illusion ist stark und die Begehren drängen - nach unendlich viel Leiden hat die Menschheit nicht dauerhaft zu einer wirklichen Lösungsorientierung gefunden, strebt immer wieder nach Verweltlichung.

    Zitat

    6. Mehr sind, ihr Bhikkhus, die Tränen, die euch entströmt und die von euch vergossen worden, da ihr, so lange Zeit hindurch (von Geburt zu Geburt) umherwandernd und umherlaufend, über Vereinigung mit Unliebem und über Trennung von Liebem klagtet und weintet, als das Wasser in den vier großen Meeren.
    17. Nunmehr aber, ihr Bhikkhus, habt ihr wohl Ursache genug, Widerwillen zu fassen gegen alle Gestaltungen, habt Ursache genug, gegen sie gleichgültig zu werden, habt Ursache genug, von ihnen euch loszulösen.
    (S.15.3. Tränen - 3. Assu Sutta)

    Mit Metta, mukti.


  • hanujo
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    • 21. Oktober 2015 um 19:34
    • #48

    aber wenn der körper weh tut
    das selbstwert gefühl im keller ist
    der geist ein bisschen spinnt
    man sich dreckig fühlt
    was soll dann heißen ein erwachter indentifiziert sich nicht damit
    womit identifiziert er sich den dann zum kuckushänker ??

  • Stero
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    • 21. Oktober 2015 um 19:57
    • #49
    Aeternitas:

    Hallo zusammen,

    der Buddhismus lehrt ja, dass die Identifikation mit den eigenen Gedanken und Gefühlen Leid verursacht, wir seien weder unsere Gedanken noch unsere Gefühle.


    Es gibt auch Psychotherapeuten, die das ihren Klienten beibringen. Vielleicht sinds ja buddhistische Psychotherapeuten ;)

    Aeternitas:


    Auf einer rationalen Ebene kann ich das nachvollziehen, aber was kann man machen, wenn Gedanken und Gefühle einen einnehmen und keinen Raum mehr lassen?


    Am besten gar nichts. Also wirklich nichts, rein gar nichts ... außer sitzen.

  • Mirco
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    • 21. Oktober 2015 um 20:08
    • #50
    hanujo:

    aber wenn der körper weh tut, das selbstwert gefühl im keller ist, der geist ein bisschen spinnt, man sich dreckig fühlt, was soll dann heißen ein erwachter indentifiziert sich nicht damit, womit identifiziert er sich den dann zum kuckushänker ??


    Er identifiziert sich eben nicht! Mit nichts. Das ist Freiheit vom Leid.

    Herzliche Gruesse

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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