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störende Geräusche während der Meditation?

  • Mirco
  • 17. Mai 2014 um 16:03
  • Zum letzten Beitrag
  • Mirco
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    • 17. Mai 2014 um 16:03
    • #1
    Zitat

    Das einzige, was er nicht versteht, ist, dass es stört, wenn er pfeifend ins Zimmer kommt, wo ich gerade meditiere.


    Dazu fiel mir ein, wie dass denn eine Meditation sein kann, die nicht dazu führt mit den tatsächlichen Gegebenheiten gut und entspannt leben zu können. Das bezieht sich jetzt nicht auf Dich, LL, Dein Beitrag war nur der Auslöser. Ich habe davon schon häufiger gehört, dass einige Meditierende sehr geräuschempfindlich sind, dass sie sich also leicht 'stören' lassen.

    Wie geht ihr also um mit Geräuschen, Tönen oder gar Lärm während der Meditation?

    Stören sie? Stören sie nicht? Wie ist die Reaktion oder die Antwort darauf?

  • keks
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    • 17. Mai 2014 um 16:15
    • #2

    Lärm ist eine weitere Herrausforderung konzentriert zu bleiben.
    Wenn man das nicht ohne Lärm hinbekommt wirds selbstverständlich mit noch schwerer.
    Geräusche kommen und gehen wieder :roll:
    Ansonsten: Ohrstöpsel.

    Bubu :clown::oops:

  • mudita
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    • 17. Mai 2014 um 16:19
    • #3

    Integrier die Töne.
    Lass sie Teil der Meditation sein.
    Lass dich darauf ein und sperr dich nicht dagegen.
    Das wäre unheilsam.

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 17. Mai 2014 um 16:25
    • #4

    Na, erstmal war die Aussage von mir scherzhaft gemeint, aber natürlich ist auch was Wahres dran.
    Es gibt Zeiten, da bin ich geräuschempfindlich - das ist dann aber eine innere Angelegenheit. Deshalb nutzen auch "große Schilder an der Tür" nichts, denn es liegt nicht an den anderen im Außen.
    Eher sind solche Phasen der Punkt, wo es spannend wird: Was ist nun schon wieder mit mir los? Was bringt mich aus dem Lot? Wo drückt der Schuh?
    Beim Nachforschen finde ich dann Ursachen, die sind sowas von weit entfernt von den Krachmachern in meiner Familie...

    Es gibt auch andere Zeiten, da sitze ich und höre draußen im Flur das Geplänkel und wie sie sich gegenseitig von einem Zimmer zum anderen was zurufen - und in mir steigt nur so ne Art Lächeln auf: "Schön, dass sie da sind."

    Zu Deiner Frage aber muss ich sagen: wenn die Meditation tief und alles ruhig ist, schrecke ich sehr auf über ein plötzliches unerwartetes Geräusch oder eine Mücke, die mich sticht. Das ist dann überdimensional. Aber ob es stört, ist eine ganz andere Frage. Ich kann auch direkt nach dem Aufschrecken wieder in die Meditation gleiten - wenn's gut läuft.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


    Einmal editiert, zuletzt von Lirum Larum (17. Mai 2014 um 16:30)

  • Doris
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    • 17. Mai 2014 um 16:27
    • #5

    Nein, lieber Marco, sie stören mich nicht.
    Wenn es ein Geräusch gibt, dann gibt es eben ein Geräusch. Manchmal registriere ich das nicht, manchmal höre ich in China ein Blatt im Wind wehen. Das ist alles in Ordnung. Ich finde es spannend, was die äußere Welt mit mir macht. Ganz am Anfang dache ich, wenn ich sitze, dann muss was Außergewöhnliches geschehen. Jetzt finde ich, dass alles außergewöhnlich ist. Sogar, wenn ich völlig unkonzentriert bin, ist das eine erstaunliche Sache. Wer ist nur auf die Idee gekommen, das alles zu erschaffen?

    Liebe Grüße
    Doris

    Der Sinn des Lebens besteht darin, Rudolph, dem Schwurkel, den Schnabel zu kraulen.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 17. Mai 2014 um 16:37
    • #6
    mudita:

    Integrier die Töne.
    Lass sie Teil der Meditation sein.
    Lass dich darauf ein und sperr dich nicht dagegen.
    Das wäre unheilsam.

    Die Ausgangsfrage war:

    Mirco:

    ...Wie geht ihr also um mit Geräuschen, Tönen oder gar Lärm während der Meditation?

    Stören sie? Stören sie nicht? Wie ist die Reaktion oder die Antwort darauf?

    Sie war nicht "sagt mir, was ich tun soll." Sie war auch nicht: "Bewertet mein Tun."

    Also, Mudita, wie gehst du mit Geräuschen während der Meditation um?

  • snoopy2001
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    • 17. Mai 2014 um 17:09
    • #7
    Mirco:
    Zitat

    Das einzige, was er nicht versteht, ist, dass es stört, wenn er pfeifend ins Zimmer kommt, wo ich gerade meditiere.


    Dazu fiel mir ein, wie dass denn eine Meditation sein kann, die nicht dazu führt mit den tatsächlichen Gegebenheiten gut und entspannt leben zu können. Das bezieht sich jetzt nicht auf Dich, LL, Dein Beitrag war nur der Auslöser. Ich habe davon schon häufiger gehört, dass einige Meditierende sehr geräuschempfindlich sind, dass sie sich also leicht 'stören' lassen.

    Wie geht ihr also um mit Geräuschen, Tönen oder gar Lärm während der Meditation?

    Stören sie? Stören sie nicht? Wie ist die Reaktion oder die Antwort darauf?



    Ich lasse sie einfach da wo sie sind. Es gab ne Zeit da nervte mich so vieles während der Meditation. Natürlich lag es an mir. Ganz klar. Ich fand für mich auch heraus warum. Als meine Geist aber noch immer keine ruhe gab um der störenden Geräusche und ich langsam erkannte das daß nicht so weiter gehen konnte, lieh ich mir von nem Freund der in der Technoszene zu Hause ist, ne Hardcoretechno-CD aus. Die legte ich während der Meditation ein und bezwang so meinen Affengeist in dem Punkt. Überdies fand ich dadurch so einiges über mich heraus das mir vorher nicht bewusst war. Okay, das ist zwar Radikal und ungewöhnlich aber ich gab nach einigen malen auf und ließ die Geräusche da wo sie sich befanden. Schließlich war es ein bestimmter Teil meines ichs das immer schon gernervt war. Diesen Teil meines ichs durchschaute ich so und konnte ihn loslassen. So ging ich mit um.

    Ja, manchmal weiss ich nicht was ich über die Dinge denken soll und dann lass ich es. Und dann sind die Dinge so wie sie sind.

  • nibbuti
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    • 17. Mai 2014 um 22:11
    • #8
    mudita:

    Integrier die Töne.


    Zitat

    Er versteht so: 'Was immer es an Störungen geben mag, die von der Wahrnehmung >Dorf< abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig; was immer es an Störungen geben mag, die von der Wahrnehmung >Menschen< abhängen, jene sind hier nicht gegenwärtig. Es ist nur dieses Ausmaß an Störung gegenwärtig, nämlich die Singularität, die von der Wahrnehmung >Wald< abhängt.'

    Er versteht: 'Dieses Feld der Wahrnehmung ist leer von der Wahrnehmung >Dorf<; dieses Feld der Wahrnehmung ist leer von der Wahrnehmung >Menschen<. Es ist nur diese Nicht-Leerheit gegenwärtig, nämlich die Singularität, die von der Wahrnehmung >Wald< abhängt.'

    Somit betrachtet er es als leer von dem, was nicht vorhanden ist, was aber das Restliche anbelangt, so versteht er das, was gegenwärtig ist, folgendermaßen: 'Dies ist gegenwärtig.'

    Somit, Ānanda, ist dies sein echtes, unverzerrtes, reines Hinabsteigen in die Leerheit."

    Cūḷasuññata Sutta

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • nyalaana
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    • 17. Mai 2014 um 23:40
    • #9

    Wie gehe ich mit Geräuschen während der Meditation um, oder mit Störungen...
    Zuerst einmal bin ich analytisch im Vorfeld, bevor sie überhaupt auftreten damit umgegangen, und das sah so aus:
    Ich überlegte mir wann denn die beste Zeit sei zum meditieren, wann mir nichts dazwischen kommen kann, wann eine Zeit währe die ich nicht durch irgend einen weltlichen Kram verschieben würde ...
    Ich kam zum Schluss, dass ich doch jeden Tag 20 Minuten mit dem Buss zur Arbeit fahre. Wenn es mir gelänge in dieser Zeit zu meditieren...
    Mir war dann aber auch klar, dass der Bus nicht der ideale Ort zum meditieren ist. Also es wird ja von vielen Lehrern ermpfohlen, einen ruhigen, entspannten etc Ort zum medetiren auszusuchen.
    Dann hab ich mir überlegt, die Yogis in den Bergen haben auch keinen "ruhigen" Ort, denn in der Höhle tropft hinten das Wasser von der Decke, draussen heult der Wind und über den Fuss krabbelt eine Assel. Also sogar da können alle möglichen "Störungen" auftreten. Und die Yogis meditieren dennoch....
    Ich habe es also ausprobiert, ob es mir nicht doch gelingt. Mir war natürlich klar, dass im Buss gebremst und geruckelt wird, dass Leute miteinander Sprechen, oder die Bremsen Queitschen, das der Nebenmann noch nach der Zigarette die er gerade ausgedrückt hat stinken kann und das das Licht im wechselnden Spiel von Schatten und Blenden spielchen auf meinem Gesicht treibt. Wenn man so will, sind da 1000 Störungen, 1000 Feinde. Aber ich hatte einen Vorteil, ich weiss das das alles kommt, ich weiss nur nicht ganz genau wann, und im Bus ist es sicherlich nicht gegen mich persönlich gemeint, es sind halt einfach Sachen die passieren. Die im Bus normal sind. Ich wollte also einfach ausprobieren, ob ich nicht auch meditieren kann, wenn mich mal einer ein wenig anrempelt... Wenn ich etwas wahrnehme, kann ich das genau so wie einen normalen Gedanken behandeln und es einfach weiterziehen lassen. Wenn mir das gelingt, dann kann das mit dem meditieren im Bus klappen.

    Für mich hat sich das Experiment gelohnt. Die morgendliche Meditation im Bus ist mir inzwischen ans Herz gewachsen. Ich machs gerne. Ich bilde mir wohl auch ein, dass wenn ich dann mal in einem richtigen Retreat bin und "richtig" meditiere, dass mich Dinge die andere wohl stören, zB laute Kinder die vor der Gompa spielen, oder Hundebellen in der Nachbarschaft, oder das knurren des Magens des Sitznachbarn, dass mich diese Dinge weniger stören als vor der Zeit meiner Busmeditation. Ich hatte auch einmal eine Phase da hab ich im Bus meine Sinne quasi abgeschaltet, ich nahm keine Geräusche wahr, und war nur in mir drinnen. Davon bin ich aber schon lange abgekommen. Ich finde es besser Geräusche oder Sinneseindrücke wahrzunehmen und sie einfach ziehen zu lassen.

    Jahre später sagte mir jemand das mein Lama, auch immer auf dem Weg zur Arbeit seine Praxis gemacht hätte, weil das für ihn ein guter Zeitpunkt gewesen wäre. Das hat mich dann gefreut.

  • Mirco
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    • 18. Mai 2014 um 22:39
    • #10
    keks:

    Lärm ist eine weitere Herrausforderung konzentriert zu bleiben. Wenn man das nicht ohne Lärm hinbekommt wirds selbstverständlich mit noch schwerer. Geräusche kommen und gehen wieder :roll: Ansonsten: Ohrstöpsel.


    Das ist interessant. Es widerspricht meinen Erfahrungen.

    'Konzentrierte' ich mich stärker, so, dass das Geräusch nicht mehr 'störte', brachte ich mich in einen Zustand, der wie eine Sackgasse war. Wegen der starken Konzentration war der Geist weder klar, weich, beobachtend, flexibel und schnell, sondern starr, fest und unbeweglich und ich konnte auch nicht mehr beobachten.

  • Mirco
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    • 18. Mai 2014 um 22:48
    • #11
    Losang Lamo:

    Es gibt Zeiten, da bin ich geräuschempfindlich [...] wo es spannend wird: Was ist nun schon wieder mit mir los? Was bringt mich aus dem Lot? Wo drückt der Schuh?


    Ja, diese Frage stelle ich mir dann auf Gedanklicher Ebene auch. Meist komme ich zu dem Schluss, das ich, aus welchen GRünde auch immer, recht angespannt bin.[/quote]

    Losang Lamo:

    Zu Deiner Frage aber muss ich sagen: wenn die Meditation tief und alles ruhig ist, schrecke ich sehr auf über ein plötzliches unerwartetes Geräusch oder eine Mücke, die mich sticht. Das ist dann überdimensional. Aber ob es stört, ist eine ganz andere Frage. Ich kann auch direkt nach dem Aufschrecken wieder in die Meditation gleiten - wenn's gut läuft.


    Das Aufschrecken habe ich auch sehr oft. Inzwischen habe ich für mich erkannt, dass, wenn es so ist, ich auf dem Holzweg bin. Dieses Aufschrecken wurde schon zu genüge in der Gruppe meines Lehrers diskutiert. Wenn man auf dem richtigen Weg ist, geschieht kein Aufschrecken mehr, weil solche Geräusche einfach durch einen 'hindurch' gleiten. Weil man entspannt genug ist und trotzdem aufmerksam beim Objekt verweilt. Meine eigene Erfahrung hat es mir dann bestätigt. Es sind die gleichen, wiederkehrenden Geräusche (z.B. Türenschlagen, Telefonklingeln), bei denen ich mal aufschrecke. Und mal auch nicht und sie trotzdem ganz wahrnehme, ohne abgelenkt zu werden.

  • Mirco
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    • 18. Mai 2014 um 22:53
    • #12
    snoopy2001:

    Ich lasse sie einfach da wo sie sind. Es gab 'ne Zeit da nervte mich so vieles während der Meditation. Natürlich lag es an mir. Ganz klar. Ich fand für mich auch heraus warum. Als meine Geist aber noch immer keine Ruhe gab um der störenden Geräusche und ich langsam erkannte, dass das nicht so weiter gehen konnte, lieh ich mir von 'nem Freund der in der Technoszene zu Hause ist, 'ne Hardcoretechno-CD aus. Die legte ich während der Meditation ein und bezwang so meinen Affengeist in dem Punkt. Überdies fand ich dadurch so einiges über mich heraus das mir vorher nicht bewusst war. Okay, das ist zwar Radikal und ungewöhnlich aber ich gab nach einigen malen auf und ließ die Geräusche da wo sie sich befanden. Schließlich war es ein bestimmter Teil meines Ichs das immer schon genervt war. Diesen Teil meines Ichs durchschaute ich so und konnte ihn loslassen. So ging ich mit um.


    Haha, interessante Idee. Werde ich auch mal probieren.

  • Tara4U
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    • 19. Mai 2014 um 07:49
    • #13

    Hallo Mirco,

    je tiefer meine Meditation ist, desto geräuschempfindlicher bin ich. Manchmal habe ich den Eindruck, als legten sich sogar meine Ohren an.

    Klar, dass ich immer versuche im Vorfeld alle Störungen auszuschliessen, das ist schon fast eine Art Ritual , das ich deswegen vornehme (Telefone abstellen, die Tiere nochmal kontrollieren usw)

    Und trotzdem treten manchmal Geräuschstörungen auf.

    Wenn sie nicht unbedingt mein Eingreifen erfordern (Tiere), gelingt es mir sie "abzuweisen", ich meine so in etwa:
    "Du bist da, aber du bertriffst mich nicht. Du störst nicht meine wertvolle Zeit der Meditation"

    Das ist kein Sperren, sondern eine Einstufung der Störung, nach "interessant" und "nicht interessant".

    Klar, in dem Moment, in dem ich diese Einstufung vornehme, werde ich kurz abgelenkt, aber es ein Teil meiner Meditation, ich scheine dann auf eine weniger tiefe Ebene zu gehen, denn es ist keine Unterbrechung der Meditation und es gelingt mir sofort wieder auf die entsprechende vorherige Tiefe zurück zu kommen....oder ich muss sofort aufspringen-lach :roll:

    ciao

  • keks
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    • 19. Mai 2014 um 07:51
    • #14
    Mirco:


    Das ist interessant. Es widerspricht meinen Erfahrungen.

    Das lässt bei mir nach 20-30 Minuten nach. Atembeobachtung mache ich allerdings nicht weil ich immer wieder,vielleicht auch unbewusst versuche meinen Atem zu kontrollieren. Sobald ich nur meine 2 Zeigefinger beobachte atme ich ohne irgendwas kontrollieren zu wollen und dann ist es bei mir wie bei einem Kind das mit Legos spielt, alles um mich rum wird unwichtig :)

    Bubu :clown::oops:

  • crazy-dragon
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    • 19. Mai 2014 um 19:34
    • #15
    Mirco:


    Wie geht ihr also um mit Geräuschen, Tönen oder gar Lärm während der Meditation? Wie ist die Reaktion oder die Antwort darauf?

    Wenn ich sitze, was kratzen mich da Geräusche, Töne oder gar Lärm? Also warum dann reagieren? Sitzen, fertig.
    _()_c.d.

    Tag für Tag ein guter Tag

  • Bettler
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    • 19. Mai 2014 um 21:16
    • #16

    Das kann nur passieren, solange man Stille und Geräusch als Gegensatz auffasst.

  • Simo
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    • 20. Mai 2014 um 09:48
    • #17

    Ajahn Chah sagte das mal so schön:

    "Nicht die Geräusche stören euch, sondern ihr stört die Geräusche." :)


    Liebe Grüße.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Jojo
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    • 20. Mai 2014 um 19:50
    • #18
    Simo:

    Ajahn Chah sagte das mal so schön:
    "Nicht die Geräusche stören euch, sondern ihr stört die Geräusche." :)


    :lol::lol::lol:

  • Chantasaro
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    • 21. Mai 2014 um 22:57
    • #19
    Mirco:
    Zitat

    Wie geht ihr also um mit Geräuschen, Tönen oder gar Lärm während der Meditation?

    Stören sie? Stören sie nicht? Wie ist die Reaktion oder die Antwort darauf?

    Bei solchen und ähnlichen Fragen frage ich mich immer, was Buddha dazu gesagt hätte.

    Er hätte in etwa so geantwortet:

    "Suche die Ruhe und Abgeschiedenheit und wenn Dir das nicht möglich ist, dann mach das beste aus der gegenwärtigen Situation."

    Ein jeder Ton ist ja ein Sinnesreiz (Salayātana), der einen Kontakt (Phassa) auslöst. Jeder Kontakt bedingt ein Gefühl (Vedanā) und aus dem Gefühl entsteht Begehren (Tanhā). Aus Begehren entsteht Anhaftung (Upādāna) und ....

    Nun gibt es Meditierende, die praktizieren bei Geräuschen Vipassanā und bei Ruhe Samatha, was ich grundsätzlich für weise halte. Aber eben nur grundsätzlich und die ausgeübte Weisheit ist weltlicher Natur. Vipassanā und Samatha sollten nicht komplett getrennt werden, sondern in Einheit praktiziert werden, ganz so wie in Ānāpānasati. Wer schon spirituelle Weisheit entwickeln konnte, achtet auf den gegenwärtigen Zustand von Citta (HerzGeist) und hilft ihm zur Ruhe zu kommen. Geübte Meditierende wissen, dass Citta sehr gerne in Geistesruhe geht ... wenn wir ihn nicht zwingen ;) .

    Wenn ich formell meditiere, dann beginne ich mit Vipassanā auf den Körper. Dabei checke ich auch ab, wie die Qualität von Citta ist. Je nach Zustand fahre ich dann mit Vipassanā fort, oder wechsele zu Samatha. Salopp gesagt, wenn Citta nicht denken will, gönne ich ihm Geistesruhe und wenn er aufgeregt ist und arbeiten will, dann soll er arbeiten. Dieser Wechsel kann während einer Meditationssitzung hin und her wechseln. Erst Vipassanā, dann Samatha, dann Vipassanā und zum Abschluss Mettā / Karunā / Muditā.

    Mirco:
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    Manchmal stören sie, manchmal stören sie nicht. Ob etwas stört oder nicht, hängt ja immer von der gegenwärtigen Gemütsverfassung ab. Wenn sie stören, dann ist genau das ja ein hervorragendes Meditationsobjekt. Da muss ich nicht spekulierend ein künstliches Thema anschauen, sondern kann direkt im Augenblick hinhorchen, hinfühlen und hinsehen, was da gerade jetzt in meinem Citta abläuft.

    Es ist fünf vor zwölf

  • Hotei
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    • 22. Mai 2014 um 11:42
    • #20

    Ich finde schon, dass es eine Menge Dinge geben kann, die die Med stören,allen voran solche der "modernen Welt" und die menschliche Sprache, desweiteren unhöfliches Verhalten ( pfeifen, quer duch den Raum laufen, geräuschvoll rumhantieren,plappern...), deswegen empfahlen ja die Patriarchen die Sammlung begünstigende Orte zu wählen und andere zu meiden oder entsprechende Umstände zu schaffen, um Einflüsse zu mindern. Selbst bei Geübten hängt sich das Bewusstsein direkt an den Sinnestoren auf, die Anspannung steigt, das Bewusstsein wird regelrecht gefesselt,da ist nichts mit "Versunkenheit". Nimmt man dann ein Geräusch als Med Objekt landet man meiner Meinung nach nur in falscher Konzentration ( Starrheit ), verfolgt man das ganze weiter hat man nur "Mattheit" davon, am Ende Aversion. Das weiß jeder der in der Stadt wohnt. Aber sicher sind so Fragen wie: Was ist das ? ( Was geschieht da ?) und Wer fühlt sich gestört ( kann man alles mögliche alternativ einsetzen ) ? ( Wer ist da/s ? ) zur Dhamma,-undSelbstergründung wertvoll, darum werden sie in unserer Linie zumindest als Koan eingesetzt.Ich verfahre so.Das begünstigende daran ist, daß die Aufmerksamkeit ins Innere zurückgelenkt wird,da wo sie hingehört zur Sammlung, und eben von den Sinnen eben abgezogen wird.ich meine damit, dass man Vorsichtig damit sein sollte mit der Ergründungs/Erkennenslust, da kann man doch direkt vom Geräusch zur Verursachung kommen und von da zu den Weltansichten. Alles schon vorgekommen :P, auch beim "Suttenstudium" ( hier wird das Auge gefesselt ) 8);)

    Mit vielen Grüßen
    Hotei

  • Mirco
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    • 22. Mai 2014 um 23:30
    • #21
    Simo:

    Ajahn Chah sagte das mal so schön:
    "Nicht die Geräusche stören euch, sondern ihr stört die Geräusche."


    Er bringt es auf den Punkt.
    Die Geräusche sind nur da. Festhalten tun wir sie.
    (bzw. das Gefühl, dass durch ihren Kontakt entsteht)

  • Yoni
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    • 22. Mai 2014 um 23:38
    • #22
    Zitat

    je tiefer meine Meditation ist, desto geräuschempfindlicher bin ich.

    ...Achtung! Klingt nach "kurz vorm Einschlafen" ;)


    Ich kanns schlecht beschreiben, aber mir sagte mal ein Zen-Mönch in etwa das hier nach der Medi:
    "Der Vogel draußen, der zwitschert, bist du!"
    Er tippte mich an und meinte "Was fühlst du?" - "Deinen Finger auf meinem Arm." - "Falsch, " sagte er "...du fühlst dich!"

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

  • mudita
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    • 23. Mai 2014 um 00:27
    • #23

    So gut wie Alle werden in der Meditation ein Objekt haben.
    Es wird immer wieder darauf hingewiesen aufs Objekt zurückkehren, sobald Störeffekte auftauchen.
    Solange nicht "tiefere Versenkungszustände" erreicht sind, kann da immer was sein, dass störenden Einfluss auf die Meditation hat. Auch Einfluss von "positiven" Dingen, wie das Gezwitscher eines
    Spatzes, der frech auf dem Fenstersims zirpt und der uns normalerweise eher erfreut, denn stört.
    Das Objekt der Meditation soll ja durch das Einsgerichtetsein auf dieses Objekt (z.B. der Atem, Koan, Kasina ... ) zur Konzentration; und damit zum Loslassen und dem Lösen aus dem Alltagsgeschehen hin zu einer konzentrierten Vertiefung führen.

    ich weiss, dass Geräusche da sind. Auch höre ich sie (noch) aber lass sie dann stehen als das was sie sind. Geräusche, einfach Geräusche.
    Warum mehr daraus machen?

    Wenn eine dicke Fliege durchs Zimmer brummt, stört es eine Weile nicht, aber dann steh ich auch auf und entlasse die Fliege, das störende Geräusch, hinaus in die Freiheit.
    Mit anderen Störgeräuschen geht es dann nicht immer so einfach.

    Ich bin hier. die Geräusche sind dort. Sie sind nicht Teil von mir.
    Im Idealfall.

  • Yoni
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    • 23. Mai 2014 um 00:37
    • #24
    Zitat

    Ich bin hier. die Geräusche sind dort. Sie sind nicht Teil von mir.
    Im Idealfall.

    jup und nein. Es war wohl eher eine ...poetische Belehrung in Kontakt. :)
    Aber mir ist auch einleuchtend, dass z.B. Mitgefühl zu erfahren nicht möglich ist, wenn man etwas als getrennt von sich sieht (dort - hier).

    Einmal nur noch möcht ich wandern, in der großen Wanderschaft,
    Einsam, ohne einen andern, bis verhaucht die letzte Kraft.
    Sterbend möcht den Blick ich lenken auf das Schneeland himmelhoch,
    Sterbend noch des Lehrers denken und der Lehre, die nie trog.

  • Mirco
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    • 23. Mai 2014 um 01:19
    • #25
    mudita:

    So gut wie Alle werden in der Meditation ein Objekt haben.
    Es wird immer wieder darauf hingewiesen aufs Objekt zurückkehren, sobald Störeffekte auftauchen.


    Ja, wohin auch sonst mit der Aufmerksamkeit. Aber, nicht gleich zu Objekt zurück. Zuerst mal wieder entspannen. Dann kann es weiter gehen.


    mudita:

    Solange nicht "tiefere Versenkungszustände" erreicht sind, kann da immer was sein, dass störenden Einfluss auf die Meditation hat.


    Mit 'tiefer' meinst Du alles nach ākiñcaññāyatana (Nichtsheitsgebiet)?


    mudita:

    ich weiss, dass Geräusche da sind. Auch höre ich sie (noch) aber lass sie dann stehen als das was sie sind. Geräusche, einfach Geräusche. Warum mehr daraus machen?

    Wenn eine dicke Fliege durchs Zimmer brummt, stört es eine Weile nicht, aber dann steh ich auch auf und entlasse die Fliege, das störende Geräusch, hinaus in die Freiheit. Mit anderen Störgeräuschen geht es dann nicht immer so einfach.


    Na, dass ist ja volle Kanne was daraus machen. Mehr geht ja fast nicht.


    Schöne Grüße

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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