Hier stelle ich mal ganz naiv eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen nachdenken und meditieren? Dazu meine Erfahrung:
Wenn ich nachdenke, dann entscheide ich willentlich und bewusst über das Thema. Gedanken fliegen mir vielleicht im Traum zu oder aufgrund unerwarteter Ereignisse. Normalerweise nicht. So verhält es sich auch mit buddhistischen Themen. Wenn ich das will und wenn ich mir davon etwas verspreche, kann ich über das Nirwana nachdenken. Ebenso kann ich das bleiben lassen. Deshalb meine Frage: Kommt man durch Meditation auf Gedanken, die man sonst nicht hätte?
Bilder von meditierenden Menschen erwecken den Eindruck, als sei eine bestimmte Körperhaltung wichtig. Ich kenne nur den Unterschied zwischen Anstrengung und Entspannung. Sobald ich mich anstrenge, habe ich ein Ziel vor Augen. Wenn ich jedoch entspannt sitze oder liege, strebe ich ein Gefühl von Schwerelosigkeit an. Ohne mein eigenes Körpergefühl kann ich am leichtesten über abstrakte Themen nachdenken, die mit meiner eigenen Existenz nichts zu tun haben. Deshalb meine nächste Frage: Ist Abstraktion vom Körper Sinn des Buddhismus? Oder ist es anders?