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Nachdenken oder Meditation?

  • Chamäleon
  • 29. März 2014 um 20:31
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Chamäleon
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    29. März 2014
    • 29. März 2014 um 20:31
    • #1

    Hier stelle ich mal ganz naiv eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen nachdenken und meditieren? Dazu meine Erfahrung:

    Wenn ich nachdenke, dann entscheide ich willentlich und bewusst über das Thema. Gedanken fliegen mir vielleicht im Traum zu oder aufgrund unerwarteter Ereignisse. Normalerweise nicht. So verhält es sich auch mit buddhistischen Themen. Wenn ich das will und wenn ich mir davon etwas verspreche, kann ich über das Nirwana nachdenken. Ebenso kann ich das bleiben lassen. Deshalb meine Frage: Kommt man durch Meditation auf Gedanken, die man sonst nicht hätte?

    Bilder von meditierenden Menschen erwecken den Eindruck, als sei eine bestimmte Körperhaltung wichtig. Ich kenne nur den Unterschied zwischen Anstrengung und Entspannung. Sobald ich mich anstrenge, habe ich ein Ziel vor Augen. Wenn ich jedoch entspannt sitze oder liege, strebe ich ein Gefühl von Schwerelosigkeit an. Ohne mein eigenes Körpergefühl kann ich am leichtesten über abstrakte Themen nachdenken, die mit meiner eigenen Existenz nichts zu tun haben. Deshalb meine nächste Frage: Ist Abstraktion vom Körper Sinn des Buddhismus? Oder ist es anders?

    Es gibt keine Freiheit ohne Wahrheit. Es gibt aber auch keine Wahrheit ohne Freiheit.

  • keks
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    • 29. März 2014 um 21:09
    • #2

    Beim Meditieren sollst du nicht nachdenken sondern dein Gehirn mal etwas zum Stillstand bringen da es 24h jeden Tag mit Quatsch beschäftigt ist. Atmung beachten und den Rest sanft wegschieben. Das geht am besten im Sitzen, im Liegen schläft man meistens ein oder döst vor sich hin, schliesslich liegt man in der Schule auch nicht :) Dadurch dass du hauptsächlich die Atmung beachtest überträgt sich das auch nach und nach in Alltagssituationen, man wird gelassener und ausgeglichener wenn man nicht ständig an allen möglichen Unsinn denkt :)

    Bubu :clown::oops:

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 29. März 2014 um 22:11
    • #3
    Chamäleon:

    ...Deshalb meine Frage: Kommt man durch Meditation auf Gedanken, die man sonst nicht hätte?...


    Nein.
    Man kann Gedanken wahrnehmen, die man sonst vielleicht nicht wahrnehmen würde.

    Chamäleon:

    ...Deshalb meine nächste Frage: Ist Abstraktion vom Körper Sinn des Buddhismus? Oder ist es anders?


    Es ist anders.

    Je nach Buddhisten den du fragst, wirst du andere Antworten bekommen.
    Wichtig sind die Antworten, die du dir selber gibst.
    Um dir selbst Antworten geben zu können, musst du Erfahrungen machen.
    Um Erfahrungen zu machen, musst du dich einlassen und zwar ganz und gar, nicht nur mit dem Hirn. :lol:

    Chamäleon:

    ...Ohne mein eigenes Körpergefühl kann ich am leichtesten über abstrakte Themen nachdenken, die mit meiner eigenen Existenz nichts zu tun haben...


    Gibt es solche Themen??

    LG und herzlich willkommen bei uns
    Ji'un Ken

  • Dualismus Aussteiger
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    29. März 2014
    • 30. März 2014 um 08:58
    • #4
    keks:

    Beim Meditieren sollst du nicht nachdenken sondern dein Gehirn mal etwas zum Stillstand bringen da es 24h jeden Tag mit Quatsch beschäftigt ist. Atmung beachten und den Rest sanft wegschieben. ..... Dadurch dass du hauptsächlich die Atmung beachtest ..............


    Statt leicht wegschieben, besser Gedanken ziehen lassen, nicht bewerten und Aufmerksamkeit wieder auf den Ablauf der Meditation richten und ob hpt.-sächlich Atmung, ist praxisabhängig.

  • Noreply
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    • 30. März 2014 um 11:01
    • #5

    Ich wollte auf den Atem achten. Ich wollte nicht anderes.
    Also tu ich das jetzt wieder.

  • Chamäleon
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    • 30. März 2014 um 15:48
    • #6

    Am Nacktbadestrand von Fuerteventura erlebte ich einmal einen Zustand, welcher der Meditation sehr ähnlich ist. Allerdings kamen dort Umstände ins Spiel, die nicht selbstverständlich sind. Die Witterung ist sehr konstant und das Meer sieht jeden Tag gleich aus. Das vermittelte mir ein Gefühl der Ewigkeit. Es zählte nicht nur mein unbekleideter Körper, sondern auch die Tatsache, dass keine käuflichen Produkte in meiner Nähe waren. Das führte zum Gedanken: Nichts haben - nichts brauchen - nichts wünschen. So meditierte ich über das Nirwana, denn ich wollte mir vergegenwärtigen, was das Nirwana für mich bedeutet.

    Nur in meiner Wohnung ist mir das nichts gelungen. Es nützt mir auch nichts, wenn ich mich nackt in einen Sessel setze. Ständig fühle ich mich von Dingen umgeben, die Geld kosten. So komme ich nie von dem Gedanken los, dass ich zum Leben Geld brauche.

    Es gibt keine Freiheit ohne Wahrheit. Es gibt aber auch keine Wahrheit ohne Freiheit.

  • Mirco
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    • 30. März 2014 um 17:18
    • #7
    Chamäleon:

    Ständig fühle ich mich von Dingen umgeben, die Geld kosten.
    So komme ich nie von dem Gedanken los, dass ich zum Leben Geld brauche.


    Das Loskommen vom Gedanken an Bedingungen zu knüpfen könnte sich als Vorbehalt erweisen.

    Gruß

  • Chamäleon
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    • 31. März 2014 um 13:37
    • #8
    Mirco:


    Das Loskommen vom Gedanken an Bedingungen zu knüpfen könnte sich als Vorbehalt erweisen.

    Gruß

    Das ist ja meine Frage: Gibt es eine Meditation ohne Bedingung? Wenn ja, wie mache ich das?

    P.S.: Dinge, die meinem Willen unterliegen betrachte ich nicht als Bedingung. Die Atemtechnik wäre ein Beispiel. Allerdings machte ich meine tiefste Erfahrung an einem Ort, wo eine mäßige Brandung herrscht. Dort muss ich meinen Atem ja auch unter Kontrolle halten. Also wurde ich durch äußere Umstände zu mehr Achtsamkeit gezwungen.

    Gruß

    Es gibt keine Freiheit ohne Wahrheit. Es gibt aber auch keine Wahrheit ohne Freiheit.

  • Mirco
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    • 31. März 2014 um 15:31
    • #9

    Hallo Chamäleon,

    Chamäleon:
    Mirco:

    Das Loskommen vom Gedanken an Bedingungen zu knüpfen könnte sich als Vorbehalt erweisen.


    Das ist ja meine Frage: Gibt es eine Meditation ohne Bedingung? Wenn ja, wie mache ich das?


    Ich würde es so machen: sobald ich bemerke, dass sich eine Bedingung im Geist bildet, lasse ich diesen geistigen Prozess los, d.h. schenke ihm keine weitere Aufmerksamkeit mehr, entspann mich und mache mit der Meditation weiter. Wenn ich es erst später bemerke, z.B. wenn ich mein Handeln bereits nach den im Geist formulierten Bedingungen ausgerichtet habe, tja, weiß gerade auch nicht. Kommt auf das Beispiel an.

    Chamäleon:

    Dinge, die meinem Willen unterliegen betrachte ich nicht als Bedingung. Die Atemtechnik wäre ein Beispiel. Allerdings machte ich meine tiefste Erfahrung an einem Ort, wo eine mäßige Brandung herrscht. Dort muss ich meinen Atem ja auch unter Kontrolle halten. Also wurde ich durch äußere Umstände zu mehr Achtsamkeit gezwungen.


    Was meinst Du mit "Atem unter Kontrolle halten"?

    Schöne Grüße

  • Chamäleon
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    • 31. März 2014 um 17:12
    • #10
    Mirco:


    Was meinst Du mit "Atem unter Kontrolle halten"?

    Schöne Grüße

    Hallo Mirco,

    hier komme ich zurück auf mein spezielles Beispiel. Unter "mäßiger Brandung" verstehe ich eine Höhe von 1 bis 2 Metern. Also nicht lebensgefährlich und auch nicht so, dass man Angst haben müsste. Aber schon stark genug, um den Kopf unter Wasser zu drücken. Das kann sogar wissentlich geschehen, wenn ich meinen Körper den Kräften der Natur überlasse. Da sollte ich wohl tief genug einatmen und wissen, wie lange der Sauerstoff ausreicht. Das meine ich damit.

    Viele Grüße

    Es gibt keine Freiheit ohne Wahrheit. Es gibt aber auch keine Wahrheit ohne Freiheit.

  • void
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    • 31. März 2014 um 17:23
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    • #11
    Chamäleon:
    Mirco:


    Was meinst Du mit "Atem unter Kontrolle halten"?

    Schöne Grüße

    Hallo Mirco,

    hier komme ich zurück auf mein spezielles Beispiel. Unter "mäßiger Brandung" verstehe ich eine Höhe von 1 bis 2 Metern. Also nicht lebensgefährlich und auch nicht so, dass man Angst haben müsste. Aber schon stark genug, um den Kopf unter Wasser zu drücken. Das kann sogar wissentlich geschehen, wenn ich meinen Körper den Kräften der Natur überlasse. Da sollte ich wohl tief genug einatmen und wissen, wie lange der Sauerstoff ausreicht. Das meine ich damit.

    Viele Grüße

    Die japanischen (äh bz. österreichischen )Yambushi meditieren in Wasserfällen. Das geht bestimmt auch bei Brandung.

  • mukti
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    • 31. März 2014 um 20:35
    • #12
    void:


    Die japanischen (äh bz. österreichischen )Yambushi meditieren in Wasserfällen.

    Oje minus 8 Grad, wenn das nur kein Extrem ist. Hoffentlich ziehen sie sich kein Rheuma zu.

    Mit Metta, mukti.


  • Chamäleon
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    • 1. April 2014 um 14:51
    • #13

    Hier komme ich nochmals zurück zum Ausgangspunkt meiner Frage. Vielleicht sollte ich das Wort "Bedingung" durch "Voraussetzung" ersetzen. Bedingungen entstehen im Gehirn und Voraussetzungen hängen von äußeren Umständen ab.

    Das Bild mit dem Wasserfall ist ein gutes Beispiel. An die Kälte könnte ich mich über einen längeren Zeitraum gewöhnen. Also könnte ich die Bedingung in meinem Hirn ändern. Von meinem Wohnort aus gesehen gibt es keinen Wasserfall in erreichbarer Nähe. Wenn überhaupt, würde es eine längere Urlaubsreise bedeuten, um dieses Beispiel nachzumachen. Das kann ich mir gegenwärtig nicht leisten und somit fehlt mir die Voraussetzung. Ich würde ja gerne vom Nachdenken zur Meditation kommen. Gibt es dazu allgemeine Vorstellungen, die nicht gleich auf eine weite Reise hinauslaufen?

    Zur körperlichen Abhärtug kenne ich ein weiteres Beispiel. Im Alter von 16 Jahren beteiligte ich mich an einer Wanderung durch Lappland. Aus Unkenntniss hatte ich die falschen Stiefel angezogen und mir dadurch Blasen an den Füßen zugezogen. Es war das kleinere Übel, die Stiefel auszuziehen und 14 Tage barfuß durch die Wildnis zu laufen. Nur der erste Tag war schmerzhaft und danach wurde daraus Gewöhnung. Damals hatte ich nicht die Absicht, zu meditieren. Doch der Umstand, dass ich barfuß über Stock und Stein ging, hätte mich auch nicht von der Meditation abgehalten. Somit verstehe ich schon in etwa, was Buddha mit "Leiden" gemeint hat. Der Weg ohne Schuhe zählt nicht dazu, denn Buddha lebte zu einer Zeit als sich nur ganz wenige Menschen Schuhe leisten konnten. Darüber hätte er wohl gelächelt. In einem anderen Beitrag habe ich gelesen, dass man "Leiden" eher mit "Unzufriedenheit" übersetzen sollte. Oh ja, ich denke darüber nach, was ich tun kann, um wenger unzufrieden zu sein.

    Es gibt keine Freiheit ohne Wahrheit. Es gibt aber auch keine Wahrheit ohne Freiheit.

  • Noreply
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    • 1. April 2014 um 14:55
    • #14
    Chamäleon:

    Hier komme ich nochmals zurück zum Ausgangspunkt meiner Frage. Vielleicht sollte ich das Wort "Bedingung" durch "Voraussetzung" ersetzen. Bedingungen entstehen im Gehirn und Voraussetzungen hängen von äußeren Umständen ab.


    Die Bedingungen sind die Welt auf die muss ich reagieren und die Voraussetzungen für eine Reaktion sind in meinen Erfahrungen.

  • Mirco
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    • 1. April 2014 um 16:15
    • #15

    Wie wäre es mit den von Buddha Gotama vorgeschlagenen
    Voraussetzungen? -> ruhiges (abgelegenes) Plätzchen im Trockenen.

  • Chamäleon
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    • 2. April 2014 um 15:17
    • #16
    Mirco:

    Wie wäre es mit den von Buddha Gotama vorgeschlagenen
    Voraussetzungen? -> ruhiges (abgelegenes) Plätzchen im Trockenen.

    Schön und gut. Solch ein Plätzchen lässt sich finden. Dann stelle ich meine Frage etwas präziser: Wo grenze ich ab? Ich lese also buddhistische Schriften oder auch Beiträge im Forum. Dann begebe ich mich auf das richtige Plätzchen und meditiere darüber. Zum Schluss stellt sich auch die Frage nach meiner Religionszugehörigkeit. Bin ich deshalb schon "Buddhist?".

    N.B. Ich gehöre keiner Religionsgemeinschaft an. Ich stehe nämlich vor der Entscheidung, was besser für mich ist. Entweder, ich gehe individuell meinen Weg weiter. Oder, ich schließe mich einer Gemeinde an und lasse mich von anderen überzeugen.

    Es gibt keine Freiheit ohne Wahrheit. Es gibt aber auch keine Wahrheit ohne Freiheit.

  • Mirco
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    • 2. April 2014 um 15:28
    • #17
    Chamäleon:

    Schön und gut. Solch ein Plätzchen lässt sich finden. Dann stelle ich meine Frage etwas präziser: Wo grenze ich ab?


    Ich verstehe Deine Frage nicht. Was möchtest Du eingrenzen?


    Chamäleon:

    Ich lese also buddhistische Schriften oder auch Beiträge im Forum. Dann begebe ich mich auf das richtige Plätzchen und meditiere darüber.


    Der Buddha hat verschiedene Objekte für die Meditation angeführt, mit denen auf bestimmte Weise umgegangen wird. Worte, Sätze oder Texte gehören nicht dazu, jedenfalls nicht so, dass man sich mit ihrem Inhalt oder Sinn beschäftigt.


    Zitat

    Zum Schluss stellt sich auch die Frage nach meiner Religionszugehörigkeit. Bin ich deshalb schon "Buddhist?". Oder, ich schließe mich einer Gemeinde an und lasse mich von anderen überzeugen.


    Wir wäre es mit einer weiteren Empfehlung des Buddha: Probiere es aus und überzeuge Dich selbst. Das kann Dir keiner Abnehmen.


    Schöne Grüße,
    Mirco

  • Chamäleon
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    • 3. April 2014 um 17:37
    • #18
    Mirco:
    Chamäleon:

    Schön und gut. Solch ein Plätzchen lässt sich finden. Dann stelle ich meine Frage etwas präziser: Wo grenze ich ab?


    Ich verstehe Deine Frage nicht. Was möchtest Du eingrenzen?

    Schöne Grüße,
    Mirco

    Mit dieser Frage unterscheide ich zwischen außen und innen. Nach außen hin möchte ich mich bis auf weiteres nicht als "Buddhist" bezeichnen. (Sonst führt das zu Erwartungen, die ich schwerlich erfüllen kann). Nach innen werde ich selbst entscheiden, ob meine bisherige Meditation ausreicht oder ob ich dazu Hilfe benötige. Im Sinne dieser Diskussion möchte ich mich gewissermaßen an den Buddhismus herantasten. Noch bin ich nicht reif genug für eine endgültige Entscheidung. Doch im Alter von 61 Jahren rückt der Tod immer näher und vor meinem Tod werde ich schon eine Entscheidung treffen. Jedenfalls möchte ich nicht unwissend sterben und mir im späteren Leben den Vorwurf machen, dass ich nicht ausreichend nachgedacht habe.

    Es gibt keine Freiheit ohne Wahrheit. Es gibt aber auch keine Wahrheit ohne Freiheit.

  • Jojo
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    • 3. April 2014 um 21:15
    • #19
    Chamäleon:

    Hier stelle ich mal ganz naiv eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen nachdenken und meditieren?


    Das ist eine sehr gute Frage.
    Meditieren ist NICHT nachdenken.

    Meditieren ist die Aufmerksamkeit von den Gedanken abziehen und dem Empfinden zuwenden.

    Dabei sucht man sich in der Regel ein Objekt der Meditation. Meistens ist es der Atem.
    Um den Atem besser wahrnehmen zu können, sucht man sich eine bestimmte Stelle des Körpers aus, z.B. die Nase oder den Bereich unterhalb des Nabels (das Hara oder Tandien), und beobachtet das physische Empfinden des Atems an dieser Stelle.

    Sobald man bemerkt, dass die Aufmerksamkeit wieder von Gedanken gefangen genommen wurde, lenkt man sie (ohne zu werten) zurück zur Atembetrachtung. Und das immer wieder.
    Wenn man Schwierigkeiten hat, die Aufmerksamkeit auf den Atem zu bringen, kann man die Atemzüge zählen: Eins, zwei, drei... bis zehn; und dann wieder von vorne. Wenn man durcheinander gerät, fängt man das Zählen einfach wieder von vorne an.

    Manche Traditionen benutzen kein physisches Meditationsobjekt, sondern geistige Objekte, z.B. Visualisierungen des Buddha, Visualisierungen von Farben, von einer Flamme, wie es beliebt. Man kann auch Mantren benutzen. Es gibt noch mehr Varianten.

    Wenn man viel Übung hat, was je nach individuellen Vorbedingungen unterschiedlich lange dauert, kommt man dann zu den Jhanas oder "Vertiefungen". Das ist das, wo alle hinwollen.

    Also: über den Buddha oder den Buddhismus nachdenken ist NICHT Meditation.

  • accinca
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    • 3. April 2014 um 22:59
    • #20
    Chamäleon:

    Hier stelle ich mal ganz naiv eine Frage: Was ist der Unterschied zwischen nachdenken und meditieren?


    Vom Wort her gibt es da keinen Unterschied.
    Meditation: (von lateinisch meditatio, zu meditari „nachdenken, nachsinnen, überlegen)
    In der Lehre des Buddha gibt es diese lateinische Wort natürlich auch nicht.
    Es ist eine Erfindung der "Westler".
    In der Lehre des Buddha gibt es Übungen die entwickelt werden. bzw. geübt werden.
    Und da gibt es eben Übungen mit Nachdenken oder Übungen der Betrachtung
    bestimmter Übungsobjekte oder auch Zustände der Besinnung ohne Denken.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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