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  1. Buddhaland Forum
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Wahrnehmung=Sinn=Bedeutung?

  • mukti
  • 30. Dezember 2013 um 09:30
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • mukti
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    • 30. Dezember 2013 um 09:30
    • #1

    149. Die sechs Sinne – Mahāsalāyatanika Sutta
    http://www.palikanon.com/majjhima/kurt_schmidt/m149.htm

    M. 137. Unterscheidungen der Sinne - Salāyatanavibhanga Sutta
    http://www.palikanon.com/majjhima/m137n.htm

    Kurz gesagt gibt es im Buddhismus die fünf körperlichen Sinne und den Geist als sechsten:

    Zitat

    11. Was aber, ihr Bhikkhus, sind die sechs Sinnesbereiche?

    Der Bereich des Auges,
    der Bereich des Ohres,
    der Bereich der Nase,
    der Bereich der Zunge,
    der Bereich des Körpers,
    der Bereich des Geistes;
    http://www.palikanon.com/samyutta/sam12_10.html

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    Der Sinn ist der Zweck den etwas hat, wozu es gut ist. Da kann man ewig darüber diskutieren was Sinn macht und was nicht. Der Sinn des Buddhismus ist das Ende von Gier, Hass und Verblendung, das Ende von dukkha.

    Warum für Sinn und Sinne im Deutschen das gleiche Wort verwendet wird, ist eine Frage der Etymologie und der Sprachwissenschaft.

    Schöne Grüße,
    mukti

    Mit Metta, mukti.


  • nibbuti
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    • 30. Dezember 2013 um 14:46
    • #2

    Hi Frank

    Die deutsche Sprache ist interessant, da sie manchmal präzise & realitätsnahe Ausdrücke enthält, die über unser Alltagserleben scheinbar hinaus gehen. Aber wir sollten uns dabei im Klaren sein, dass sich wundern noch nicht verstehen ist wie die Dinge wirklich sind.

    Grüße

    Trage nicht das Weltgetöse in die stille Einsamkeit
    Such den Wald, daß er Dich löse von der Krankheit unsrer Zeit.

  • gbg
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    • 30. Dezember 2013 um 15:23
    • #3
    mukti:
    Zitat

    11. Was aber, ihr Bhikkhus, sind die sechs Sinnesbereiche?

    Der Bereich des Auges,
    der Bereich des Ohres,
    der Bereich der Nase,
    der Bereich der Zunge,
    der Bereich des Körpers,
    der Bereich des Geistes;
    http://www.palikanon.com/samyutta/sam12_10.html

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    Die Sinne 1-5 irren sich analytisch gesehen schon ohne Geist (Stichwort: Optische Täuschungen). Der Geist meint sich selbst mit dem Körper als Geist/Körper-Aggregat als inhärent (aus sich selbst heraus als Einheit) und die Dinge als inhärent (als aus sich selbst heraus als Einheit) und Kausalität im Bereich den er wahrnimmt zu erkennen. Sorgfältige Analyse zeigt jedoch, dass diese drei Tatsachen nur konventionell bestehen.
    D.h. sie bestehen zwar, aber eben nicht inhärent.
    Der Geist erkennt Personen und Dinge konventionell.

    Das sind Aussagen des Verfassers des mittleren Stufenweges, Tsong-kha-pa Lobsang Drakpa (1357-1419).

    Hsin-hsin-ming:
    Zitat

    Bleib nicht stehen bei der Ansicht der Zweiheit,
    sorglich vermeide ihr zu folgen.
    Erscheinen erst Gut und Schlecht,
    dann auch Verwirrung und falsches Bewusstsein.
    Ursprung der Zwei ist das Eine,
    doch halte das Eine nicht fest.

    Ist der Eine Geist ungeboren,
    sind die zehntausend Dinge makellos.

    Ohne Fehler, ohne Dinge:
    ungeboren, kein Geist.

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    Simo kennt sich da aber noch besser aus als ich. Er kann (wenn er mag) sicherlich noch (evtl. mich korrigierend) dazu genaueres sagen.

  • boehnchen
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    3. September 2013
    • 25. März 2014 um 11:00
    • #4
    Frank1:

    Hallo,

    Danke für Eure Beiträge.

    Wenn die 5 körperlichen Sinne und der 6. Sinn das Denken ist und alle von der gleichen Essenz sind, müssen die 5 körperlichen Sinne das gleiche wie Gedanken sein.
    Man kann dann davon ausgehen, dass das Universum aus Energie besteht und jede schwächere/stärkere Energie einen schlechteren/besseren Sinn hat, um einen Zweck für ein bestimmtes Ziel zu erreichen. D.h. das Gedanken einen Sinn haben und damit die körperlichen Sinne wegen gleicher Essenz genauso einen Sinn=Zweck weitergeben. D.h. die Sinne sind Überträger eines Sinns=Zwecks. Deswegen vielleicht der gleiche Name?!

    Was meint Ihr?

    Frank


    Sieh dir das ganze in einer chronologischen also zeitlichen Abfolge an - also genau so wie du es persönlich im Alltag (auch jetzt im Moment) erfährst. Nehmen wir den Hör-sinn: davon ausgegangen, du bist in keiner völlig geräuschlosen Umgebung, dann hörst du jetzt aktuell etwas. Gerade hat dein (Sinnesorgan) 'Ohr' was vernommen ... sofort (einen Moment später) hat dein Geist das begrifflich (mit Gedanken) oder noch schneller nicht-begrifflich (Gefühlsmäßig) eingeordnet (und vielleicht als relativ unvwichtigen Lärm zu den Akten geworfen)

    Schall -> trifft Ohr -> löst bewusste oder unbewusste innere_Reaktion aus -> löst bewusste oder unbewusste äußere_Reaktion (Handlung) aus -> Konsequenzen (Karma)
    Lichtwelle -> trifft Auge -> löst bewusste oder unbewusste innere_Reaktion aus -> löst bewusste oder unbewusste äußere_Reaktion (Handlung) aus -> Konsequenzen (Karma)
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    • 25. März 2014 um 11:23
    • #5
    boehnchen:
    Frank1:

    Hallo,

    Danke für Eure Beiträge.

    Wenn die 5 körperlichen Sinne und der 6. Sinn das Denken ist und alle von der gleichen Essenz sind, müssen die 5 körperlichen Sinne das gleiche wie Gedanken sein.
    Man kann dann davon ausgehen, dass das Universum aus Energie besteht und jede schwächere/stärkere Energie einen schlechteren/besseren Sinn hat, um einen Zweck für ein bestimmtes Ziel zu erreichen. D.h. das Gedanken einen Sinn haben und damit die körperlichen Sinne wegen gleicher Essenz genauso einen Sinn=Zweck weitergeben. D.h. die Sinne sind Überträger eines Sinns=Zwecks. Deswegen vielleicht der gleiche Name?!

    Was meint Ihr?

    Frank


    Sieh dir das ganze in einer chronologischen also zeitlichen Abfolge an - also genau so wie du es persönlich im Alltag (auch jetzt im Moment) erfährst. Nehmen wir den Hör-sinn: davon ausgegangen, du bist in keiner völlig geräuschlosen Umgebung, dann hörst du jetzt aktuell etwas. Gerade hat dein (Sinnesorgan) 'Ohr' was vernommen ... sofort (einen Moment später) hat dein Geist das begrifflich (mit Gedanken) oder noch schneller nicht-begrifflich (Gefühlsmäßig) eingeordnet (und vielleicht als relativ unvwichtigen Lärm zu den Akten geworfen)

    Schall -> trifft Ohr -> löst bewusste oder unbewusste innere_Reaktion aus -> löst bewusste oder unbewusste äußere_Reaktion (Handlung) aus -> Konsequenzen (Karma)
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    Schall -> trifft Ohr -> löst bewusste oder unbewusste innere_Reaktion aus -> löst bewusste oder unbewusste äußere_Reaktion Karma (Handlung) aus -> Konsequenzen (Karma als Schicksal)
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  • Simo
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    • 25. März 2014 um 11:33
    • #6
    Frank1:

    Was sind Sinne (Wahrnehmung) und der Sinn (=Bedeutung); warum heissen vom Wort her beide genauso? Aus buddhustischer und Eurer Sichtweise?
    Textstellen aus dem Buddhismus sind sehr erwünscht!

    Zur Anregung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sinn_%28Wahrnehmung%29
    http://de.wikipedia.org/wiki/Sinn_%28Semantik%29

    Danke

    Frank

    Das ist eine interessante Frage.
    Wie hier schon gesagt wurde sind Sinne die des Auges, des Ohres, der Nase, der Zunge, des Körpers, des Geistes. Der Buddha spricht aber nicht nur von den Sinnen, worunter wir meistens nur die Sinnesorgane verstehen, er spricht vom Sechs(Sinnen-)Gebiet und das ist eine Form, das Erleben als Ganzes zu beschreiben.

    Zitat

    Ich will euch die sechs Sinne ausführlich erklären. Hört zu und denkt darüber nach! Wer das Auge, die sichtbaren Gestalten, das Sehbewußtsein, die Sehberührung, die aus der Sehberührung entstehenden angenehmen, unangenehmen und teils angenehmen und teils unangenehmen Gefühle nicht kennt und wer nicht versteht, wie es sich in Wirklichkeit damit verhält, der findet Gefallen daran.
    - M149

    (Sinnes)Erleben besteht aus Bewusstsein zusammen mit dem wahrgenommenen "Ding" und diese Beide bedingen sich (Bewusstsein ist immer "Bewusstsein von" und das Ding ist nur ein Ding, wenn es im Erleben anwesend ist, also, wenn es (wenn man sich dessen) bewusst ist)
    Wo Bewusstsein ist, dort ist auch immer Absicht und diese ist grundlegend der Zweck eines Dinges im Erleben (das, wofür es da ist *), das heißt wenn es Sinneserleben gibt, gibt es auch Sinn (Absicht, Zweck, "um zu").

    Liebe Grüße.


    *ein besonderer Zweck, anwesend solange avijja anwesend ist, ist, dass das Dinge "für mich" da ist, dass es "mein" ist.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • fotost
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    • 25. März 2014 um 12:05
    • #7

    aus 'Kluge, Etymologischer Wörterbuch der deutschen Sprache' zu Sinn

    Zitat

    ...
    Einerseits steht das Substantiv neben dem starken Verb ahd. sinnan 'reisen, sich begeben, trachten nach', afr. sinna 'sinnen, beabsichtigen', ae. sinnan 'wandeln, beobachten', andererseits ist die Bedeutung 'Sinn' früher bezeugt, als nach einer Entwicklung aus 'trachten nach' zu erwarten wäre. Auch außergermanisch scheiden sich die Möglichkeiten in einerseits sentire 'empfinden, wahrnehmen' (s.sentimental) andererseits air. sét, kymr. hynt 'Weg'

    Kluge weist darauf hin, daß die EInzelheiten unklar sind, trotzdem ist diese bereits sehr frühe Mischung der Bedeutungen interessant.

    Danke für die Frage _()_

  • Noreply
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    • 25. März 2014 um 14:05
    • #8
    Frank1:

    Danke. Sehr interessant was Ihr sagt.

    Ich denke es ist sicher richtig, was Simo sagt, dass das persönliche Bewusstsein ausfiltert, was an Sinn also Zweck in den Körper eindringt, nach dem was Sinn für einen selber macht.

    Ich habe bei mir die Erkenntnis bekommen, dass wenn ich meine Konzentration/Bewusstsein von dem Denker abziehe, z.B. beim Kinhin,mir echte neue Inspiration gekommen ist. D.h. wenn das Bewusstsein beim Denker ist, dreht es sich wohl oft um sich selber. Das würde auch bedeuten, dass von aussen besserer Sinn eindringt, als von innen raus kommt. Wie ist es bei Euch? Kommt bei Euch bessere Inspiration durch Konzentration auf Euch selber oder auf aussenliegendes?

    Es bleibt die Frage, wenn Gedanken zu höchsten Sinn und damit leer und Geist werden, was ist dann die Füllung der niedrigen Gedanken. Wenn man Gedanken syntaktisch auflöst, kommt es wahrscheinlich von Denken. D.h. dann könnte ein Gedanke ein Bewerten=Denken, vielleicht auch dual polares Denken sein, das sich durch Vereinigen in Leere und Geist auflöst. Da würde passen, dass fotost sagt, Sinnen ist "Wandeln" d.h. Ändern der Bewertung.

    Auch interessiert mich das Wort be-ab-"sicht"-igen. Was macht das Wort "Sicht" darin aus?

    Vielen Dank für Eure Hilfe

    Frank

    Alles anzeigen


    Wo Du Kinhin erwähnst.
    Ich bin hier wieder auf: Wie bedecke ich die ganze Welt mit Leder?, gestoßen.
    Das hat mich schon mal gefangen genommen. Also habe ich es Benutzt. Beim Gehen kam der Gedanke dann und mir wurde klar wie ich das mache.
    Der Denker hat ein Mantra und ich meine Ruhe/Frieden.
    Da ich an die Veganer gedacht habe, denen kann ich ja einen Satz mit Leder und Schuhsohlen nicht zumuten, habe ich weiter gedacht.
    Der Fuß steckt im Schuh und da bedeckt die Haut die Erde.
    Also ändern: Wie bedecke ich die Welt mit Haut?
    Probier es aus, das ist etwas ganz anderes, das bringt alles was Buddha gesagt hat in einen Rahmen den ich durch lesendes Erkennen nicht erkannt hätte.
    Wissen aus der Biologie: Nur Häute enthalten Sinneszellen.

  • Noreply
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    • 25. März 2014 um 17:21
    • #9
    Frank1:

    Hallo Ellviral,

    wenn ich Dich richtig verstanden habe:

    Es geht nicht darum die Welt mit Leder zu bedecken, sondern das vorhandene Leder zur Haut werden zu lassen.
    Das geht nur wenn man es mit Geist und Sinn füllt, dass es sich selber zur Haut entwickelt.
    Du wirst es allein nicht schaffen, allein das Leder der Welt zur Haut werden zu lassen

    Beste Grüße

    Frank


    Wie kann ich die ganze Welt mit Leder bedecken?
    Ganz einfach, ich bedecke die ganze Welt mit dem Leder meiner Schuhe. Genau diese Fläche ist die ganze Welt.
    Meine Fußhaut bedeckt den inneren Schuh somit bedeckt meine Haut die ganze Welt.
    Die Netzhaut meiner Augen empfängt die ganze Welt, somit kann ich auch sagen das die Netzhaut die ganze Welt bedeckt(Ich bedecke die Welt mit Blicken).
    Die Vorstellung von Welt ist auf das geschrumpft was ich empfinden kann mit meiner Haut. Die Vorstellung verschwindet da sie keine Wertigkeit mehr hat.
    Das was meine Haut bedecken/abdecken kann ist die ganze Welt. Mehr Welt gibt es nicht.
    Alles andere das ich nicht mit meinen Häuten abdecken kann ist nicht Welt sondern Vorstellung.
    Wenn ich einen Treffpunkt erreichen will ist es nicht nützlich mich mit dem Treffpunkt zu beschäftigen und den Gegenstand auf der Treppe die zum Treffpunkt führt nicht sehe weil ich mich mit dem Treffpunkt beschäftige. Die ganze Welt einschließlich Treffpunkt ist unter meinen Füßen. Das treten auf einen Stolperstein und das Brechen des Fußes macht nicht den Treffpunkt weg doch gehört er mit Sicherheit nicht mehr zu dem was ich noch erreichen kann. Ein Sehender der das Hinterteil des Elefanten betastet kann auch keine Aussage mehr machen das das was er da abtastet der Elefant ist. Er betastet einen Teil eines Objektes und kann keine Aussage mehr machen zum Ganzen zu dem der Teil gehört, sondern nur noch zu dem was unter seinen Fingern zu ertasten ist. Nur weil er weiss das das ein Elefant ist, kann er doch nicht behaupten das er den ganzen Elefanten betastet hat.

  • Mirco
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    • 25. März 2014 um 18:30
    • #10
    Frank1:

    Was sind Sinne (Wahrnehmung) und der Sinn(Bedeutung);
    warum heißen vom Wort her beide genauso?


    Hallo Frank,

    vielleicht lässt sich die Frage aus etymologischer Sicht einfach beantworten.

    Gruß,
    Mirco

  • Mirco
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    • 25. März 2014 um 21:40
    • #11
    Frank1:

    Was sind Sinne (Wahrnehmung) und der Sinn(Bedeutung);
    warum heißen vom Wort her beide genauso?


    Ebenso engl. sense und frz. sense/sentir

    Hallo Frank,

    vielen Dank für diese wunderbare Frage :) !

    eventuell ist die Frage aus etymologischer Sicht einfach zu lösen. Aus meiner Sicht gab es bei 'Entstehung' von Sprache für jede Sache/Ereignis genau einen Begriff. Die Bedeutung wurde dann im weiteren Übertragen. Ist einfacher, als sich ständig neue Wörter auszudenken.

    Ich habe mal ein bisschen herumgeschaut. Es gibt die indogermanische Wurzel *sent-, welche mit der den Bedeutungen (im geistigen Sinne) 'empfinden/ wahrnehmen' und 'gehen'/'eine Richtung nehmen' daher kommt² [und u.a. 'Reise' und (!) 'Gefährte/Begleitung/Gefolge' führt]. Nun kann es aus meiner Sicht nur eine der beiden Bedeutungen zuerst da gewesen sein. In diesem Fall denke ich, dass es 'Richtung nehmen' war, denn Begriffe zur zwischenmenschlichen Verständigung das Überleben betreffend sind wohl vor Wörtern zur Beschreibung geistiger Ereignisse entstanden.

    Ich hatte mich in der Vergangenheit stets gewundert, das Pāḷi citta (von cinteti) sämtlichen inneren Vorgänge beschreibt, wohingegen im Deutschen Gefühle und Gedanken sehr klar getrennt benannt werden.

    Den Zusammenhang nach gehen, reisen, Weg krieg ich ja noch hin, aber wieso 'wahrnehmen'? Und wieso
    Wie auch immer, wie kommen wir nun von 'gehen/Richtung nehmen' nach wahrnehmen.

    Ich steh echt auf'm Schlauch.

    Zitat

    Köbler
    Lemma: *sent-
    Sprachen: idg
    Wortarten: V.
    Deutsch: gehen, empfinden, wahrnehmen
    Englisch: to go, to take a direction
    Hw: s. *sento-

    W: germ. *senþnan, *senþan, *sinþnan, *sinþan, st. V., gehen, fahren, reisen;
    ae. sīþ-ian, gehen, weggehen, reisen;
    ae. sin-n-an, st. sinnen, nachdenken, sorgen um;
    lat. sentīre, fühlen, empfinden, denken, wahrnehmen;
    germ. *senþnan, st. V., gehen, fahren; s. mnd. sinnen
    an. sinn-a , sich kümmern um, achten auf;
    ahd. sinnan*, sinnen, streben, verlangen;
    mhd. sinnen, merken, verstehen;
    nhd. sinnen, st. V., sinnen, seine Gedanken worauf richten, nachdenken
    got. sand-jan, senden;
    an. send-a, senden, töten;
    afries. send-a, senden, schicken;
    mhd. sinden, gehen, wandern, kommen;
    an. sinn-a, reisen, folgen, helfen;
    ahd. sind, Weg, Fahrt, Richtung;
    ahd. gisind*, Begleiter, Gefährte; nhd. Gesind, Gesinde, M., Weggenosse, Gefolgsmann,
    afries. sin-n, Sinn, Bewusstsein, Verstand;
    ahd. sin, Sinn, Verstand, Vernunft;
    mhd. sin, Sinn, Sinnlichkeit;
    nhd. Sinn, M., Sinn, Geist, Gesinnung

    Alles anzeigen
    Zitat

    Harper
    sense (n.) Look up sense at Dictionary.com
    c.1400, "faculty of perception," also "meaning, import, interpretation" (especially of Holy Scripture), from Old French sens "one of the five senses; meaning; wit, understanding" (12c.) and directly from Latin sensus "perception, feeling, undertaking, meaning," from sentire "perceive, feel, know," probably a figurative use of a literally meaning "to find one's way," or "to go mentally," from PIE root *sent- "to go" (cf. Old High German sinnan "to go, travel, strive after, have in mind, perceive," German Sinn "sense, mind," Old English sið "way, journey," Old Irish set, Welsh hynt "way"). Application to any one of the external or outward senses (touch, sight, hearing, etc.) in English first recorded 1520s.

    • A certain negro tribe has a special word for "see;" but only one general word for "hear," "touch," "smell," and "taste." It matters little through which sense I realize that in the dark I have blundered into a pig-sty. In French "sentir" means to smell, to touch, and to feel, all together. [Erich M. von Hornbostel, "Die Einheit der Sinne" ("The Unity of the Senses"), 1927]

    Meaning "that which is wise" is from c.1600. Meaning "capacity for perception and appreciation" is from c.1600 (e.g. Sense of humor, attested by 1783, sense of shame, 1640s).

    Zitat


    Pokorny
    *sent-

    English meaning: to take a direction, go; to feel

    German meaning: 'eine Richtung nehmen, gehen' und im geistigen Sinne `empfinden, wahrnehmen'
    Derivatives: (sento- 'Gehen, Reisen; Weg')

    Material:
    A. im geistigen Sinne:
    lat. sentiō, -īre, -si, -sum 'fühlen, empfinden, wahrnehmen', sensus, -ūs `'Gefühl, Sinn, Gesinnung; Meinung', sententia (*sentientia) 'Meinung usw.';
    ahd. sin, -nnes 'Sinn' (*sent-no-), sinnan 'trachten, begehren',
    nhd. sinnen;
    lit. sintė́ti 'denken';
    aksl. sęštь 'klug'.

    B. im eigentlichen Sinne:
    av. hant- (Präs. hī-šasat̃, Fut. ni-šąsyā) 'gelangen, gelangen lassen';
    arm. ənt`ac̣ 'Weg, Gang', ənt`anam 'gehe, reise, eile';
    air. sēt `Weg',

    aus *senti̯o-:

    mcymr. hennydd `Gefährte', bret. hantez `Nachbar', corn. hynsads.;
    got. sinþs m. `Mal', aisl. sinn n. `Mal', sinni n. `Gang, Reise' (und als Nachkomme eines*gasinþja- auch `Gefolge, Unterstützung'), ags. sīð m. `Fahrt, Reise, Weg, Mal', as. sīð `Weg, Richtung',
    ahd. sind `Gang, Weg, Reise, Fahrt'; got. ga-sinþa `Reisegefährte',
    aisl. sinni ds., ags. gesīþ,
    as. gisīð, ahd. gisind `Gefährte', wozu n. ags. gesīð `Begleitung', as. gesīthi,
    mnd. (ge)sinde `Gesinde',
    ahd. gisindi `Reisegefolge, kriegerisches Gefolge',
    nhd. Gesinde, aisl. sinni n. `Gefolge';
    ahd. sinnan (s. oben) auch `gehen, reisen, wandern, kommen';
    got.sandjan, aisl. senda, ags. sendan,
    ahd. senten `senden' (aisl. senda auch `opfern');

    *senþōn Denom. von *senþa- (s. oben) in aisl. sinna `reisen, sich worum kümmern, beachten',
    as. sīðōn `gehen, ziehen, wandern',
    ags. sīðian ds., ahd. sindōn ds.;
    lit. siunčiù (*suntiù ass. zu *siuntiù), sių̃sti, lett. sùtu, sùtît `senden, schicken'

    Alles anzeigen

    http://spokensanskrit.de/index.php?scri…te&direction=AU

    Mal heut Nacht sacken lassen, vielleicht kommt ja morgen was.

    Schöne Grüße,
    Mirco

  • Jikjisa
    Gast
    • 25. März 2014 um 23:10
    • #12
    Zitat

    D.h. zuerst kam der Zweck, dann das Wahrnehmen des Zwecks logisch gesehen.

    Wille und Aufmerken. Der einzige "Sinn " besteht im Gesetz von Ursache und Wirken.
    Also Begehren. Wille. Gestaltkraft . Zwingend .

  • Tso Wang
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    21. Januar 2014
    • 25. März 2014 um 23:26
    • #13
    Frank1:

    Was sind Sinne (Wahrnehmung) und der Sinn (=Bedeutung); warum heissen vom Wort her beide genauso?
    ... Danke

    Frank


    .

    Weil die Wahrnehmung bereits eine Deutung/Interpretation ist (durch die Frage "was bedeutet das, was ich wahrnehme ?" wird das "Teekesselchen Sinn/Sinn" vernüpft). Und diese Deutung hängt mit "Gewohnheit" zusammen.

    Hügel oder Krater?

    (sich auf ein Bild konzentrieren und einfach den Bildschirm drehen)

    Bei Nörretranders "Spüre die Welt" gibt es ein ähnlich schönes Beispiel mit "Eierkartons". :)

    ()

    坐忘

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    • 26. März 2014 um 04:27
    • #14
    Frank1:

    Was sind Sinne (Wahrnehmung) und der Sinn (=Bedeutung); warum heissen vom Wort her beide genauso?

    Ich würde sagen... wir nehmen unsere Umgebung mit unseren Sinnen wahr. Die Informationen haben zunächst keine Bedeutung. Erst in unserem Kopf entsteht diese - wir setzen die einzelnen Informationen zusammen. Deshalb auch das Sprichwort: "Das ergibt Sinn", wenn die einzeln aufgenommenen Informationen logisch zusammengesetzt werden können.

    Man unterscheidet also zwischen dem Sinnes-Reiz und der Bedeutung dieses Reizes.

  • Jikjisa
    Gast
    • 26. März 2014 um 08:58
    • #15

    frank1:

    Zitat

    „3. Erblicken des Ochsen
    Wenn er nur gespannt auf die alltäglichen Laute horcht, wird er zur Erkenntnis gelangen und in eben dem Augenblick den wahren Ursprung erblicken. Die sechs Sinne unterscheiden sich nicht von diesem wahren Ursprung. In jedem Wirken ist der Ursprung unverhüllt gegenwärtig. Er entspricht dem Salz im Wasser, dem Leim in der Farbe des Malers. Wenn der Hirte die Augen weit aufschlägt, wird er inne, dass das Gesehene vom Ursprung nicht verschieden ist.“

    Das bezieht sich m.M. nach auf die Erkenntnis des abhängigen Entstehens inkl. Ich-Empfindung und Aktion ( karmische Bildungskräfte ) Aber da steht in diesem wunderbaren Buch sicher was erhellenderes dazu. Allerdings spricht die Lehre weder von den Hinwendung nach Außen ( "die Augen weit aufschlägt " ), noch von "gespannt auf alltägliche Laute horchen", wohl aber davon " die 6 Staubsinne nicht zu verachten"

    Zitat

    Unheil und leidende Seele -
    wozu ist es gut, dafür, dagegen zu sein?
    Wer im Einen Fahrzeug vorankommen will,
    verachte nicht die sechs Staub[-sinne].
    Die sechs Staub[-sinne] nicht verachten
    stellt gleich wieder wahres Bewusstsein her.


    http://www.zen-guide.de/zen/texte/id/55&titel=Hsin-hsin-ming

  • Mirco
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    • 26. März 2014 um 11:05
    • #16
    Frank1:

    Ich denke am Grunde des Sinns liegt der Begriff „Weg“. Da passt gut „to take a direction”.
    Durch einen Sinn (Zweck) wird ein Weg (Mittel, Ursache) zu einem Ziel (Zweck, Wirkung) vorgegeben.
    Durch die sechs Sinne wird so ein Sinn (Zweck) vom Sinnesorgan zum Geist übermittelt (auf den Weg gebracht) und dann vom Geist wahrgenommen.


    So ganz gehe ich da noch nicht mit, aber das könnte sein.

    Schöne Grüße,
    Mirco

  • Verrückter
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    • 26. März 2014 um 18:36
    • #17
    Frank1:

    Also hat es auch immer Sinn, wir sehen ihn nur nicht

    Existiert der Mond auch dann, wenn niemand hinsieht? :)

  • accinca
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    • 26. März 2014 um 22:06
    • #18
    Verrückter:

    Existiert der Mond auch dann, wenn niemand hinsieht? :)


    Dieser Frage setzt jedenfalls wie selbstverständlich, die kühne Überzeugung voraus,
    ein "Mond" würde "existieren" nur weil jemand "hin sieht" bzw. zu sehen glaubt.

  • Mirco
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    • 27. März 2014 um 08:59
    • #19
    accinca:
    Verrückter:

    Existiert der Mond auch dann, wenn niemand hinsieht? :)


    Diese Frage setzt jedenfalls wie selbstverständlich die kühne Überzeugung voraus,
    ein "Mond" würde "existieren" nur weil jemand "hin sieht" bzw. zu sehen glaubt.


    Da klär uns doch mal auf, wie es tatsächlich ist.

  • hedin
    Gast
    • 27. März 2014 um 10:00
    • #20
    Verrückter:

    Existiert der Mond auch dann, wenn niemand hinsieht?

    Das "Ding" existiert für alle gleich.........
    Durch den Sinnenkontakt wird dann aus dem für alle existierenden "Ding" ein "Mond", der dann im Geist/Bewusstsein jedes Einzelnen, mit all seinen begleitenden geistigen Eigenschaften, als solcher unterschiedlich wahrgenommen wird.

    hedin

  • accinca
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    • 27. März 2014 um 10:28
    • #21
    Mirco:
    accinca:


    Diese Frage setzt jedenfalls wie selbstverständlich die kühne Überzeugung voraus,
    ein "Mond" würde "existieren" nur weil jemand "hin sieht" bzw. zu sehen glaubt.


    Da klär uns doch mal auf, wie es tatsächlich ist.


    Die Schlußfolgerung ist, daß ein Mond nicht einfach schon deswegen da ist,
    nur weil einer irgendwo mal hinsieht. Wohin sollte auch jemand sehen?
    Trotzdem ist Erleben die Basis auf Grund der vom Entstehen und Vergehen
    der Erscheinungen gesprochen wird. Erleben ist die Basis jeglicher Behauptung.
    Gäbe es kein Erleben, könnte von einzelnen Erlebnisinhalten auch nicht gesprochen
    werden und seien diese auch noch so abstrakt.
    Auch nicht von einem Mond. Allerdings sind Erleben und Ergebnisinhalte wechselseitig
    aufeinander bezogen. Das eine gibt es nicht ohne das andere. Wobei aber Bewußtsein
    auch sich selbst zu Inhalt haben kann ohne andere Inhalte. Das ist aber sehr selten.
    nama-rupa entsteht durch Bewußtsein und Bewußtsein durch nama-rupa lehrte der Buddha.
    Die Weisheit ist auszubilden, das Bewußtsein aber zu durchschauen.

  • Simo
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    • 27. März 2014 um 10:50
    • #22
    accinca:

    Wobei aber Bewußtsein
    auch sich selbst zu Inhalt haben kann ohne andere Inhalte. Das ist aber sehr selten.
    nama-rupa entsteht durch Bewußtsein und Bewußtsein durch nama-rupa lehrte der Buddha.
    Die Weisheit ist auszubilden, das Bewußtsein aber zu durchschauen.

    Wie sollte sich Bewusstsein selbst zum Inhalt haben? Bewusstsein entsteht zusammen mit Nama-rupa und Nama-rupa nur zusammen mit Bewusstsein. Nama-rupa ist der "Inhalt" des Bewusstseins und Bewusstsein ist die Anwesenheit dieses Inhalts. Es kann aber keine Anwesenheit geben, ohne etwas, das anwesend ist.


    Liebe Grüße.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • Tso Wang
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    • 27. März 2014 um 11:09
    • #23
    Verrückter:
    Frank1:

    Also hat es auch immer Sinn, wir sehen ihn nur nicht

    Existiert der Mond auch dann, wenn niemand hinsieht? :)

    .

    Der "Arme" hätte keine Selbstbestätigung (nur durch Herrn/Frau" Niemand"). :(
    Aber braucht er die? :)

    ()

    坐忘

  • Tso Wang
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    • 27. März 2014 um 11:16
    • #24
    Frank1:

    Danke für Eure interessanten Beiträge, meine Mein-ung dazu:

    ..
    Tso Wang

    Die Wahrnehmung kann nur gedeutet werden, weil sie nicht nur neutral ist, sondern schon eine Bedeutung einen Sinn mitbringt, den ich dann interpretieren muss.

    ...

    Beste Grüße und vielen Dank nochmals

    Frank

    Alles anzeigen


    .

    Die Wahrnehmung selbst ist bereits eine Deutung/Interpretation. Die Daten, die unsere Sinnesorgane empfangen, werden in andere Daten umgewandelt (interpretiert) und von unserem "Bewußtseinsapparat" zu einer Art Simulation/Landkarte vom "da draußen" zusammengefügt. Vom Wahrnehmungsprozess selbst bekommen wir (bekommt das "Ich") i.d.R. gar nichts mit. Je genauer die Simulation/Landkarte, desto größer waren die Überlebenschancen der Lebewesen in der Evolution.

    Das heißt aber nicht, daß die Welt "da draussen" nicht vorhanden wäre (ich vermeide den Ausdruck "Existenz", da er sprachlogisch zu allerlei Verwirrung führen kann), weil die Welt "hier drinnen" nur eine Simulation/Landkarte ist. Man kann natürlich leicht die Simulation/Landkarte mit der Wirklichkeit verwechseln. Aber auch die Simulation/Landkarte ist ein Teil der Realität und deshalb real. Eine hochauflösende Landkarte könnte auch in der dort beschriebenen Landschaft andere Landkarten "abbilden".... Spiegelbilder von Spiegeln in Spiegeln... :)

    "Nicht wirklich und nicht unwirklich. Das ist mit dem Dao vereinbar...."

    ()

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  • void
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    • 27. März 2014 um 11:56
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    • #25

    Die Wahrnehmung der Wesen ist ja nicht dafür da möglichst viel von der Welt mitzukriegen, sondern gerade so viel dass sie effektiv überleben können. Deswegen besteht die Aufgabe der Wahrmungsorgange darin, aus dem ganzen Chaos das wichtige rauszufiltern und alles andere zu ignorieren.

    Wie in einem Suchbild muss die ganze Wisen betarchtet werden um den Wurm darin drin zu finden. Man ist gespannt und sucht und sucht, und auf einmal hat man ihn erspäht und alles macht "Sinn". Das Chaotische ist klar geworden. Man kann Handeln, weil der Weg klar ist. Deswegen der Zusammenhang der Worte Weg und Sinn. Und weil es die Aufgabe der Sinne ist, den Weg des Handelns aufzudecken, heissen die Auch so. Sinensorgane liefern die Wege für das Handeln.

    Beim Menschen kommt hinzu, dass er nicht nur in der Umgebung Wege finden muss, sondern dass auch in Gedanken tun kann. Deswegen "nachsinnen" und "sinieren". Und anstatt dass man auf die Weildnis blickt, bis einem der richtige Weg aufgegangen ist, blickt man mit den inneren Auge auf mathematische Zusammenhänge und versucht den Lösungsweg zu finden. Das Aha-Erlebnis wo alles klar ist und man handeln kann.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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