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  1. Buddhaland Forum
  2. verrückter-narr

Beiträge von verrückter-narr

  • Wie kann ich die 8 Jhanas erreichen

    • verrückter-narr
    • 24. Februar 2026 um 22:19
    Gotara:

    Kann ein Śrāvaka also ein Hörer auch einen im Strom eingetretenen Bezeichnen? Befindet sich der Aufenthaltsort eines Hörers in den Körperlichen Vertiefungen, in der Formwelt, Rupajhana?

    Ein Sravaka kann auch die Stufe eine im Strom eingetretenen erreichen, aber die Begriffe sind nicht identisch und bedeuten auch nicht das selbe. Die Rupajhana werden auch als die fünf reinen Aufenthaltsorte, (suddhavasa) bezeichnet, welche nur für Nicht-Wiederkehreren (anagami) und Arahats zugänglich sind. Wesen, die Nicht-Wiederkehrer in anderen Reichen werden, sind hier, werden hier wiedergeboren, wo sie auch Arahatschaft erlangen. Unter ihren Bewohnern ist Brahma Sahampati, welcher den Buddha bat, das Dhamma der Welt zu lehren (SN 6.1). Die fünf reinen Bereiche sind: (27) Unvergleichlichen Devas (akanittha deva)
    (26) Klarsichtige Devas (sudassi deva)
    (25) Schönen Devas (sudassa deva)
    (24) Unbesorgten Devas (atappa deva)
    (23) Nicht abfallende Devas (aviha deva)

    Kosmologie-Daseinskreislauf – Verein für Buddhismus und Yoga

  • Wie kann ich die 8 Jhanas erreichen

    • verrückter-narr
    • 24. Februar 2026 um 20:25
    Gotara:

    Ich sehe Drogen und Medikamente als ein tantrisches Hilfsmittel um bestimmte Bereiche oder Meditstionsstufen zu erreichen.

    Drogen/Medikamente können Schlüssel sein. in tantrischer Form sind diese Schlüssel halt in Form von Substanzen. Geht vielleicht in Richtung Vajrayana, dem tantrischen Buddhismus.

    Zum Beispiel lässt sich Tögal Meditation Mithilfe von Ketamin erfahren.

    Wenn ich von Drogen spreche meine ich das als tantrisches Hilfsmittel. Im Tantra haben diese Mittel halt die Form von Drogen/Medikamenten.

    Die These oder Ansicht, dass man mit dem Konsum von Ketamin die Meditation oder Zustand von Tögal erfahrbar machen lässt, halte ich für sehr gewagt oder unrealistisch. Thögal (thod rgal) bezeichnet das Durchspringen und bezieht sich auf die spontane Präsenz (lhun grub) des natürlichen Zustandes. Thögal wird auch die Praxis des Sehens oder die Praxis des Klaren Lichts (od-gsal) genannt. Wenn du deinen Geist und Körper aber mit Ketamin aufgepuscht hast, so kann man dies nie als natürlichen Zustand bezeichnen. Die Wirkung von Ketamin erzeugt eher eine künstliche Euphorie und ein künstliches Rauschgefühl und halluzinogene Zustände, die nach dem Verklingen der Wirkung aber sich sehr schnell auch ins Gegenteil verkehren lassen. Dies hat aber nichts mit Thögal zu tun.

    Ausserdem sind Verwirrtheit, Übelkeit, Erbrechen, Lähmungserscheinungen, Narkose, erhöhter Blutdruck, neurologische Störungen, Beeinträchtigung der Nierenfunktion,
    Schädigung des zentralen Nervensystems, Schädigung des Harntrakts usw. gängige Nebenwirkungen.

  • Wie kann ich die 8 Jhanas erreichen

    • verrückter-narr
    • 24. Februar 2026 um 20:11
    Gotara:

    Noch eine Frage; befinden sich Shravakas also Hörer auch in den Jhanas, vielleicht in denen der Form, rupajhana?

    Der Pāḷi-Kanon beschreibt vier fortschreitende Zustände des Jhāna, die als rūpa jhāna („Form-Jhāna“) bezeichnet werden, und vier zusätzliche meditative Errungenschaften, die als arūpa („ohne Form“) bezeichnet werden. Die Jhanas können eigentlich unabhängig vom des Status eines Meditierenden erfahren werden. Auch in anderen indischen spirituellen Traditionen sind sie bekannt. Von seinem ersten Lehrer, Āḷāra Kālāma, soll der historische Buddha Siddhartha Gautama Meditationen und Methoden erlernt haben, um den 7. Jhāna-Zustand (3. Arupa Jhana), der „Sphäre des Nichts“ (ākiṃcanyāyatana) zu erreichen. Von seinem weiteren Lehrer Uddaka Rāmaputta hat dann Buddha die Meditation für den 8. Jhāna-Zustand (4. Arupa Jhana) die „Sphäre weder der Wahrnehmung noch der Unwahrnehmung“ (nevasaññānāsaññāyatana) erlernt. Uddaka Rāmaputta soll diesen Zustand aber selber nicht erreicht haben, hat die Anleitung für diesen Zustand aber von seinem Vater lernen können.

    Nach dem 8. Jhana soll noch ein weiterer Zustand namens Nirodha-samāpatti, das Aufhören von Wahrnehmung, Gefühlen und Bewusstsein zu erreichen sein. Ein anderer Name für diesen Zustand ist saññāvedayitanirodha („Aufhebung von Wahrnehmung und Empfindung“). Laut Buddhaghosas Visuddhimagga (XXIII, 18) ist er durch die vorübergehende Unterdrückung des Bewusstseins und der damit verbundenen mentalen Faktoren gekennzeichnet, sodass der Meditierende höchstens für eine Woche einen unbewussten Zustand (acittaka) erreicht.

  • Wie kann ich die 8 Jhanas erreichen

    • verrückter-narr
    • 24. Februar 2026 um 19:51
    KarmaHausmeister:

    Hinsetzen und Meditieren. Die Jhanas sind Vertiefungszustände, die sich mehr oder weniger von selbst einstellen - manchmal schneller, manchmal langsamer.


    Ob das Tantra dazu extra Hilfsmittel anbietet, weiss ich nicht. Ist nicht meine bud. Richtung. Drogen/Medikaments bewirken etwas anderes.


    „Shravakas“ stammt meines Wissens aus dem Mahayana und ist eher eine deklassierende Bezeichnung für eine bestimmte Art von Praktizierenden im Theravada. Mit den Jhanas hat das nichts zu tun.


    Ziel des bud. Pfads ist es übrigens nicht, Jhanas zu erreichen.

    Alles anzeigen

    Du verwechselst wohl den Begriff Shravakas mit dem Begriff Hinayana, der eine eher abwertende Bedeutung von Kleines oder geringes Fahrzeug bedeutet und den manche mit dem Theravada gleichsetzen, was aber historisch auch nicht richtig ist. Der Begriff Hinayana kommt im Prajnaparamita-Sutras (Sanskrit प्रज्नापारमिता prajnāpāramitā) vor und bezieht sich eigentlich nur auf die Vaibhashika- und das Sautrantika Tradition, wozu die Theravada Tradition nicht gehört. Später wurde der Begriff aber irrtümlich auch für die Theravada Tradition bezogen und dann aus Gewohnheit immer wieder verwendet.


    Der Begriff Shravakas bzw. Pali Savakas ist ein normaler regulärer Begriff und Bezeichnet einen Hörer und Schüler eines spirituellen Lehrers. Den Begriff gibt es auch im Jainismus.

    Śrāvaka - Wikipedia

  • Wie kann ich die 8 Jhanas erreichen

    • verrückter-narr
    • 24. Februar 2026 um 19:21

    Es gibt im Visuddhimagga und Vimuttimagga entsprechende Anleitungen

    https://edhamma.github.io/, https://www.urbandharma.org/udharma14/pathpure.html

    Visuddhi Magga I


    Die deutsche Nonne Ayya Khema hat sich auch intensiv damit beschäftig und einige Texte und Vorträge dazu verfasst.

    Auch ihr Schüler Leigh Brasington

    The Jhānas (Concentration States)


    Das buddhistische Tantra und auch das traditionelle Vedische Tantra beschäftigt sich nicht mit dem Konsum von Drogen und Medikamenten und anderen bewusstseinsverändernden Mittel und der Konsum ist auch eher kontraproduktiv, da dadurch die inneren feinstofflichen Energien wie Prana, Tejas und Ojas in Unruhe gebracht und gestört werden und der Praktizierende in der Regel die dann auftretenden Erscheinungen und Erfahrungen nicht einordnen und kontrollieren kann. Man nutzt dafür Pranayama Atemübungen, Yoga Mudra Körper- und Fingerstellungen, Rezitation von Mantra, Visualisierung von Bija Keimsilben in Chakren, Yoga Asanas, Massage und Stimulierung von Körperteilen und Körperregionen usw. um hauptsächlich die Prana Energie zu stärken, kontrollieren und in verschiedene Chakren Energiezentren zu lenken um bestimmte geistige Erfahrungen und körperliche Prozesse zu erwirken.

  • Missbrauch in Plum Village

    • verrückter-narr
    • 20. Februar 2026 um 20:56
    KarmaHausmeister:

    Du lässt unberücksichtigt, dass Opfer von Missbrauch in der Regel emotional manipuliert sind, weshalb sie sich nicht "vorbildlich angemessen verhalten" können.

    Danke für dein Kommentar, ja das kann sicherlich bei einigen Fällen passieren, aber es ist nicht zwangsläufig bei allen Fällen so und gerade bei diesen Fall sehe ich es nicht so, dass Jam ein völlig hilfloses Opfer und ständig manipuliert wurde, so dass sie keine eigenständige und selbstbewusste Entscheidung und Handlung führen konnte und ständig Missbraucht wurde, wie du es indirekt immer andeutest. Wenn man sich die Ausführungen von Jam genau anhört und auch die Kommentare zum Video liest, zB. von @stelladondero, die wohl die Nonne vor Ort kennengelernt und erlebt hat, so zeigt sich für mich kein einheitliches Bild von einem völlig willenlosen und manipulierten Opfer dass Missbrauch erleben musste, sondern Jam hat wohl selber zeitweise und stellenweise die aktive Rolle übernommen und von sich aus gelogen, ohne dass sie irgendjemand hierzu drängte und zwang und sie hat auch bewusst die Nähe der Nonne gesucht und nach dem verlassen von PV kam die Idee und Initiative mit der Nonne zusammenzuziehen wohl auch mehr von ihr. Nach dem Verlassen von PV haben die Verantwortlichen auch nochmal reagiert und die Geschehnisse untersucht und entsprechend neue Regelungen und Massnahmen getroffen. Vorher konnten sie es nicht, weil sie eben gegenteilige Infos von Jam erhalten haben.

  • Tibetischer Buddhismus „Selbststudium“ Hilfe

    • verrückter-narr
    • 20. Februar 2026 um 20:32

    ich empfehle eines der Grundlagenwerke aus den jeweiligen Traditionen:

    Dzogchen: Die Geheimen Dakini-Lehren – Padmasambhavas mündliche Unterweisungen der Prinzessin Tsogyal

    Die Geheimen Dakini-Lehren - Padmasambhavas mündliche Unterweisungen der Prinzessin Tsogyal - WANDEL VERLAG berlin
    Ein Juwel der tibetischen Weisheitsliteratur. Die zunächst nur im Geheimen & unter Eingeweihten überlieferten Lehren des Begründers des Tibetischen Buddhismus…
    www.wandel-verlag.de

    Nyinmapa: Patrul Die Worte meines vollendeten Lehrers.

    Die Worte meines vollendeten Lehrers | Arbor Verlag

    Kagyu: Gampopa Juwelenschmuck der Befreiung

    Der kostbare Schmuck der Befreiung – Spiritwiki

    Gelug: Tsongkhapa Große Darlegung der Stufen auf dem Pfad zur Erleuchtung

    Lamrim Texts – Deutsch – Jangchup Lamrim
    Kadam: Atische Lampe auf dem Pfad zur Erleuchtung

    Eine Lampe auf dem Pfad zur Erleuchtung – Spiritwiki

    Sakya: Taking the Result as the Path: Core Teachings of the Sakya Lamdre Tradition

  • Missbrauch in Plum Village

    • verrückter-narr
    • 20. Februar 2026 um 02:03
    TenzinP:

    Ok, lass uns das zu Ende denken. In der Tat, sexuelle Handlungen, bei denen nicht das Sexualorgan in eines der drei Tore eindringt, sind laut Vinaya kein pārājika, das (IR) zum Ordensausschluss führt.

    Heißt das, dass das dann ok ist?
    Wenn ja, es gibt leider auch den Missbrauch von Mönchen im Kinderalter. Wenn nun ein erwachsener Mönch ein Kind (das als Mönch im Kloster lebt) sexuell missbraucht und dabei "nicht das Sexualorgan in eines der drei Tore eindringt", dann ist das laut Vinaya kein pārājika und führt auch nicht zum Ordensausschluss.


    Ist deshalb das Verhalten ethisch korrekt oder nicht strafbar? Kann man es ignorieren, weil es ja nicht gegen die Ordensregeln verstößt? Ist es tolerierbar?

    Man muss bei allen Religionen / Orden zwischen den Regeln der Religion / des Ordens, der staatlichen Regulierungen und der Ethik im gesellschaftlichen Sinne bzw. im Sinne der zwischemenschlichen Beziehungen (nicht-schädigen) unterscheiden.


    Arte hatte im übrigen eine gute und schockierende Dokumentation aus Thailand veröffentlicht, wie dort in Klöstern pädophile Ringe entstanden sind und wegen der Vinaya Regelungen die missbräuchlichen Mönche nicht ausgeschlossen wurden!

    Bezüglich der schädigenden Dynamiken in Beziehungen mit Machtgefälle zitiere ich die Psychologin Dr. Maya Schuppli-Delpy:

    »Grundsätzlich ist nicht die Sexualität als solche oder die sexuellen Handlungen an sich das Traumatische, sondern die Ausbeutung der Abhängigkeit und des Vertrauens. … Rat- und hilfesuchende Menschen … sind a priori in einer unterlegenen, verletzlichen und abhängigen Position. Sie sind auf die persönliche Integrität, die Uneigennützigkeit und die Kompetenz der hilfeleistenden Person angewiesen. Es besteht eine Asymmetrie in diesen Beziehungen … das Ausnutzen dieser Machtposition zugunsten eigener zB sexueller Bedürfnisse [ist] ein Missbrauch des Vertrauens, welcher nicht nur die Patientin traumatisiert, sondern auch die Essenz unseres Berufs verrät. Risikofaktor, ob ein Mensch in einer abhängigen Position sexuell ausgebeutet wird, ist nicht die Persönlichkeitsstruktur oder die Psychopathologie des Betroffenen, sondern diejenige des Therapeuten, Pflegers etc.«

    Siehe auch meine Gedanken und Analysen zum Thema auf meinem Blog:

    Buddhistische Lehrer können ruhig Sex mit ihren SchülerInnen haben, oder?
    Im Grenzbereich der Lehrer-Schüler-Beziehung: Sex, Liebesbeziehungen, sexualisierte Gewalt

    Alles anzeigen

    Danke für deine Anmerkungen und Fragen. Nein ein solches von dir beschriebenes Verhalten wäre aus meiner Sicht auch nicht in Ordnung und musste nach dem Vinaya auch entsprechend diszipliniert und bestraft werden und wenn durch eine Handlung auch bestehende gesetzliche Regelungen betroffen sind oder Gewalt ausgeübt wird, wie bei einer Handlung zwischen einem Erwachsenen und einem Kind oder Jugendlichen, so sollten auch diese Handlungen bei bekanntwerden den entsprechenden Behörden gemeldet und zum Schutz der Betroffenen entsprechend gehandelt werden und eine weitere Begegnung der Beteiligten unterbunden werden. Diese von dir beschriebene Annahme habe ich mit meinem Post auch nie ausgedrückt und beabsichtig, denn ich befürworte in allen Bereiche eine Strenge Beachtung und Umsetzung sowohl der Vinaya Regelung für alle Traditionen und Geschlechter, alle anderen buddhistischen Regelungen und auch die Beachtung und Umsetzung aller bereits bestehenden gesetzlichen Regelungen.

    Das Verhalten der Nonne war auch ethisch nicht korrekt und auch nicht für Jam hilfreich und heilsam, aber man muss auch berücksichtigen, dass einige Verantwortliche von PV ja schon aufmerksam waren und Jam bezüglich der Beziehung und dem Verhalten befragt haben, aber von Jam dann auch belogen worden sind, wie sie es selber in ihren Videos ab 08:17

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    beschreibt und zugibt, weil sie selber dachte, dass sie die Nonne beschützen müsse, was dieser aber wohl nie von ihr verlangte. Später beschreibt sie auch noch dass sie mit der Nonne zusammen PV verlassen und zusammengezogen ist, wodurch die Verantwortlichen auch keinerlei Möglichkeit zu einem angemessen Verhalten gegeben worden ist. Dieser Sachverhalt und Umstand wird leider bei jeder Kritik nicht beachtet und berücksichtigt.
    Ich sehe natürlich dass das Fehlverhalten von der Nonne und Lehrerin ausgegangen ist und dass dies keine positive Wirkung auf Jam hatte, aber leider hat sie sich auch nicht so vorbildlich angemessen verhalten und einen Beitrag zur Entwicklung der Situation beigetragen, womit ich ihr aber keine Schuld zuweisen möchte. Trotzdem sollte man diese Umstände bei der Gesamtbetrachtung der Geschehnisse berücksichtigen. Die Verantwortlichen von PV haben versucht in die Situation einzugreifen und wurden durch die falschen Angaben von Jam daran gehindert.

  • Missbrauch in Plum Village

    • verrückter-narr
    • 20. Februar 2026 um 01:29
    Aravind:

    Dass heißt, wenn es sich um einen männlichen ordinierten Lehrer und einen männlichen Schüler gehandelt hätte, dann wären beide nach den Ordensregeln wegen Ausübung des Geschlechtsverkehrs bestraft worden, und der Missbrauch der Lehrerposition würde nach den Ordensregeln keine Rolle spielen? Klingt für mich so, als müssten diese Regeln dringen erweitert werden.


    Da hast Du sicher recht, das scheint nicht nur fraglich, sondern das halte ich für praktisch praktisch ausgeschlossen. Es würde nicht einmal zu einem Verfahren kommen.


    Deshalb sollten für buddhistische Lehrer unabhängig von diesem Fall endlich die gleichen Regeln gelten, die für andere Personen mit einem besonderen Vertrauensverhältnis gelten, die ihre Position missbräuchlich nutzen, wie Lehrer, Therapeuten, Ärzte und ähnliche Berufsgruppen.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Alles anzeigen

    Soweit ich die Vinaya-regeln bezüglich des sexuellen Fehlverhaltens verstehe, kommt sie in Betracht, soweit einer der Beteiligten männlichen Geschlechtes ist und eine sexualisierte Handlung vollzogen wird, die auch nur eine entsprechende Berührung umfassen kann und nicht unbedingt auch ein echter Geschlechtsverkehr mit oder ohne Penetration stattfindet. Nach meinem Verständnis wäre es auch schon ein Vergehen, wenn einer der Beteiligten sich an dem anderen Körper reibt oder dessen Intimbereich berührt oder ihn an einem anderen Körperteil mit sexuellen Verlangen berührt. Eine andere Frage ist aber, die nach einer möglichen Disziplinierung und Bestrafung, die in vielen bekannten Fällen auch nie passiert, wie zB. in Fällen von einigen tibetischen Mönchen, die "geheime" Gefährtinnen haben, was nach dem Vinaya aber auch nach den Lehren des Vajrayana eigentlich verboten ist, was aber seit Jahrhunderten scheinbar niemand wirklich interessiert.


    Ich befürworte auch eine entsprechende Regelung für buddhistische Lehrer/in, aber auch eine Beachtung und entsprechende Umsetzung der schon bestehenden buddhistischen Regelungen und Gelübde. In dem aktuellen Fall wurden aber zumindest die Vinaya Regeln beachtet. In meinem Post habe ich aber auch klargestellt, dass ich von einem Fehlverhalten der Verantwortlichen von PV und der Nonne ausgehe, aber ein Missbrauch oder Straftat ist es eben nicht.

  • Missbrauch in Plum Village

    • verrückter-narr
    • 13. Januar 2026 um 13:55
    Aravind:

    Lieber verrückter Narr,


    ich verstehe Deinen Beitrag leider nicht. Es geht ja eben nicht um einvernehmliche Sexualität, sondern um Missbrauch.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Alles anzeigen

    Liebe/r Aravind, Jam hat die Situation als Missbrauch empfunden, aber da wir hier ein buddhistisches Forum sind, sollte man auch die buddhistische Perspektive berücksichtigen, und hierauf bezieht sich mein Kommentar. Nach den monastischen Vinaya Regeln liegt wahrscheinlich kein Vergehen vor, weshalb vielleicht die Verantwortlichen in Plum Village so gehandelt haben. Soweit ich die Geschichte verstanden habe, hat die andere Nonne auch keine körperliche Gewalt usw. angewendet. Auch ist es leider fraglich, ob sich strafrechtlich der Missbrauchsvorwurf so vor Gericht vertreten lässt.

  • Missbrauch in Plum Village

    • verrückter-narr
    • 13. Januar 2026 um 12:25

    Es ist bedauerlich, dass die betroffene Frau mit ihrem Anliegen nicht so ernst genommen wurde und sie als Mitschuldige an den Vorfällen behandelt wurde. Aus Sicht des Vinaya, der monastischen Ordensregeln, liegt aber beim sexuellen oder zärtlichen Austausch zwischen 2 Frauen und/oder Nonnen kein Vergehen vor. Der Vinaya reglementiert nur den Kontakt und Austausch, wenn einer der Beteiligten ein Mann wäre, d.h. wenn ein Mönch sexuellen Kontakt zu einer anderen Person männlichen oder weiblichen Geschlechts oder mit einem Tier hat, wäre dies ein Vergehen. Bei Nonnen ist der sexuelle Kontakt nur zu einer männlichen Person oder einem männlichen Tier ein Vergehen, nicht aber mit einer weiblichen Person oder weiblichen Tier.

    Vinaya-Piṭaka IV - Bhikkhuni-Vibhanga

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • verrückter-narr
    • 4. Januar 2026 um 00:05
    Igor07:

    In vielen Biografien des Buddha liest man über Massensuizide von Mönchen nach Leichenbetrachtungen. Anscheinend handelte es sich um die Leiche einer besonders schönen Kurtisane. Ich war nicht dabei und kann das leid-er nicht persönlich überprüfen.

    Und dann die ganze Visuddhi-Magga, wo die Mönche Frauen wie die Pest mieden – es wäre für sie besser zu sterben, als eine Frau zu berühren. Ich könnte das Ganze zitieren, aber jeder Theravada kennt es sowieso auswendig. Hoffe ich.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Die zweite edle Wahrheit spricht über das Verlangen als Ursache des Leidens. Sex gehört dazu, oder täusche ich mich?

    Über welchen Buddha sprechen wir dann eigentlich? Wenn man eine theosophische Gesellschaft( via Frau Blavatsky ..) und "Geheime"! Yoga-Praktiken mit dem vergleicht, was im Pali-Kanon steht, entsteht ein völlig anderes Bild vom Buddha. Oder?

    Das sind sehr verschiedene Zugänge.

    Wenn ich die ganze Tradition der Wald-Klöster lese, dann waren die Mönche dort – egal ob in Fantasie oder Realität – in sexueller Hinsicht strikt zurückhaltend. Sehr milde ausgedrückt.

    Viele Gelehrte, wie Mircea Eliade oder Georg Feuerstein, betrachten den gesamten Buddhismus als Teil des Yoga oder Hinduismus. Also sollten wir aus dem „Buddha-Land“ ein Yoga-Land machen? War ein Scherz, oder?


    P.S.

    Na ja, wir sollten auch den ganzen Pali-Kanon ein wenig berichtigen. Kleine Korrektur. Warum denn nicht?

    Alles anzeigen

    Bezüglich der Geschichte über Massensuizide von Mönchen gibt es verschiedene Varianten der Geschichte in unterschiedlichen Texten. In einigen wird auch dargestellt dass ein anderer Mönch namens Migalandika die Mönche getötet haben soll. Grund war aber wohl eher, dass die Mönche noch nicht geistig und psychisch gefestigt waren um über die direkte Erfahrung der Vergänglichkeit des Körper konfrontiert zu werden. Wer schon mal ein längeres Retreat über mehrere Wochen gemacht hat, weiss vielleicht dass bei intensiver Meditation verschiedene Erfahrungen und Phänomene auftreten können, die einen Menschen psychisch stark belasten können, wenn man nicht gefestigt ist,
    siehe The Mass Suicide of Monks in Discourse and Vinaya Literature by Bhikkhu Anālayo with an Addendum by Richard Gombrich

    https://www.buddhismuskunde.uni-hamburg.de/pdf/5-personen/analayo/mass-suicide.pdf


    Ja Sex kann auch eine Form des Leidens und des Verlangens sein und als untrainierter Mensch sollte man auch vorsichtig sein, wie und mit welcher Person man dieses Verlangen auslebt, denn der andere Partner kann sehr leicht emotional oder auch körperlich direkt oder indirekt verletzt werden, weshalb der Buddha ja auch einige ethische Regeln (Shila) überliefert hat. Diese gibt es aber auch im Mahayana und Vajrayana Buddhismus und du wirst es nicht glauben, aber dort sind diese Regeln sogar strenger und ausführlicher als im Theravada und Pali Kanon. So erlaubt der Theravada den Sex unter Umständen auch zwischen Nicht-Eheleuten und auch den Anal- und Oral-Verkehr, und auch zu jeder Tages- und Nachtzeit und an allen Orten, was aber alles nach den Lehren des Mahayana und des Vajrayana verboten ist und als unheilsame sexuelle Handlung gilt. Die Lehren der theosophische Gesellschaft( via Frau Blavatsky) haben auch nichts mit dem Mahayana und Vajrayana Buddhismus zu tun und wie ich am Beispiel von Colonel Olcott gezeigt habe, hatten er und die Theosophische Gesellschaft mehr einen Einfluss auf die Verbreitung des Theravada Buddhismus in Sri Lanka und Indien, nicht aber auf den Mahayana und Vajrayana. Die Lehren und Methoden des Boran Kamatthana gehören auch zum Theravada Buddhismus, wie er vor der Reformation durch König Rama IV Mongkut (1804- 1868) in Thailand und anderen Südostasiatischen Ländern bestand und auch die vorherrschende Interpretation des Theravada war und schon mehr als 2.000 Jahre vorher dort verbreitet war und einige Jahre älter ist als der Mahayana Buddhismus und Jahrhunderte Älter als der Vajrayana Buddhismus. Es ist wohl eher so, dass sich der Mahayana und Vajrayana aus den Boran Kamatthana entwickelt haben und nicht umgekehrt. Einige der dort gelehrten Methoden und Lehren sind auch schon aus der Zeit des Rigveda bekannt, d.h. mehr als 3.500 Jahre alt und stammen aus vorbuddhistischen Zeiten und sind auch keine Erfindung der Theosophischen Gesellschaft oder anderer neuen Modebewegungen.


    Mahayana Verbote (Übersetzung aus dem Englischen)

    Sūtra der Upāsaka-Gebote, Heft 6, T24n1488p1069a4-5
    „Wenn man zu einer unangemessenen Zeit oder an einem ungeeigneten Ort Geschlechtsverkehr mit jemandem hat, der jungfräulich ist, nicht die eigene Frau oder keine Frau ist, begeht man die Sünde des sexuellen Fehlverhaltens.“
    Mahāvaipulya Sūtra der Buddha-Schmuck, T10n279p185a29-b2
    „Dieser Bodhisattva ist mit seiner eigenen Frau zufrieden und verfolgt niemals die Frau eines anderen. Er begehrt nicht einmal seine Frau oder Konkubinen, noch Frauen unter seinem Schutz, verlobt mit seinen Verwandten oder gesetzlich geschützt, geschweige denn, tatsächlich mit ihnen Geschlechtsverkehr zu haben, geschweige denn auf eine perverse Weise.“
    „perverse Weise“ (非道, d.h. amārga) wird in verschiedenen Abhandlungen als nicht-vaginaler Geschlechtsverkehr definiert.
    Das Abhidharmakosabhāṣya umfasst dies als „Geschlechtsverkehr mit der eigenen Frau auf verbotene Weise“, was bedeutet, dass oraler und analer Sex verboten ist.
    Mahaprajnaparamitopadesa:

    „Wenn jemand mit seiner eigenen Frau (kalatra) Verkehr hat, während sie ein Gelübde abgelegt hat (samādānaśīla), schwanger ist (garbhiṇī) oder ein Kind stillt (pāyayanti) – oder auf verbotene Weise (amārga) – dann ist das unzulässige sexuelle Verhalten.“ (T25no1509p156c8-9) „Mit einer verbotenen Art (amārgasthāna) ist alles gemeint, was nicht über das weibliche Organ (yoni) geschieht. Der Geist der Frau verabscheut [solche Praktiken], und jemanden zu solchen Ungehörigkeiten zu zwingen, wird als unzulässiges sexuelles Verhalten bezeichnet.“ (T25no1509p156c17)

    Der Siksasamuccaya (Kap. 4) listet nicht-vaginale Sexualakte (tr Bendall-Rouse (S. 80): „Ebenso der Mann, der seine Frau gegen dessen Art benutzt.“; „evaṃ svastrīṣvapyayonimārgeṇa gacchataḥ“; 復次邪行非道行欲) zusammen mit Bestialität und Vergewaltigung als Ursachen dafür auf, in die tiefste kalte Hölle zu fallen.

    Vajrayana Regeln (Übersetzung aus dem Englischen)
    Die Worte meines vollkommenen Lehrers von Patrul Rinpoche.
    1.3 SEXUELLES FEHLVERHALTEN
    Die folgenden Regeln gelten für Laien. In Tibet, während der Herrschaft des Dharma-Königs Songtsen Gampo, wurden auf Grundlage der zehn positiven Handlungen Gesetze eingeführt, die sowohl Regeln für Laien als auch für die religiöse Gemeinschaft umfassten. Hier beziehen wir uns auf jene Verhaltensbeschränkungen, die für Laien vorgesehen sind, die als Haushalter eine angemessene Ethik befolgen sollten. Mönche und Nonnen hingegen sollten den Geschlechtsakt gänzlich vermeiden. Das schwerwiegendste sexuelle Fehlverhalten besteht darin, andere Menschen dazu zu bringen, ihre Gelübde zu brechen. Sexuelles Fehlverhalten umfasst auch Handlungen, die mit bestimmten Personen, Orten und Umständen verbunden sind: Masturbation; sexuelle Beziehungen mit einer Person, die verheiratet ist oder mit jemand anderem liiert ist; oder mit einer freien Person, aber bei hellem Tageslicht, während der Einhaltung eines eintägigen Gelübdes, während Krankheit, Not, Schwangerschaft, Trauer, Menstruation oder nach der Geburt; an einem Ort, an dem Darstellungen der Drei Juwelen vorhanden sind; mit den eigenen Eltern, anderen verbotenen Familienmitgliedern oder mit einem noch nicht geschlechtsreifen Kind; im Mund oder Anus, und so weiter.


    Das Juwel der Befreiung: Der Wunsch-erfüllende Edelstein der edlen Lehren von Gampopa

    3. Sexuelles Fehlverhalten
    a) Klassifizierung sexuellen Fehlverhaltens. Es gibt drei Arten von sexuellem Fehlverhalten: geschützt von der Familie, geschützt vom Eigentümer und geschützt vom Dharma. Das erste bedeutet sexuelles Fehlverhalten mit eigenen Mutter, Schwester und so weiter. Die zweite bedeutet sexuelles Fehlverhalten mit jemandem, der einem Ehemann oder König gehört, und so weiter. Die dritte hat fünf Unterkategorien: Selbst mit der eigenen Frau bezieht sich sexuelles Fehlverhalten auf ungeeignete Körperteile, unangemessene Orte, unangemessene Zeit, unangemessene Anzahl und unangemessenes Verhalten. Ungeeignete Körperteile sind Mund und Anus. Ungeeignete Orte befinden sich in der Nähe des geistlichen Meisters, des Klosters oder der Stupa oder in einer Menschenmenge. Unpassende Zeiten treten während eines besonderen Retreats auf, während der Schwangerschaft, beim Stillen eines Kindes oder bei Licht. Eine falsche Zahl ist mehr als fünffach. Unangemessenes Verhalten bezeichnet das Schlagen oder Geschlechtsverkehr mit einem Männchen oder Hermaphroditen im Mund oder Anus.
    b) drei Folgen sexuellen Fehlverhaltens. "Ergebnis der Reifung des Akts" bedeutet, dass der Akteur als hungriger Geist geboren wird. "Ergebnis, das der Ursache ähnelt" bedeutet, dass der Akteur, selbst wenn er im Menschenreich geboren wird, die Frau seines Feindes wird. "Allgemeines Ergebnis der Kraft" bedeutet, dass der Akteur an einem Ort mit mehr Staub als üblich geboren wird. c) Besondere Handlung sexuellen Fehlverhaltens. Geschlechtsverkehr mit der eigenen Mutter, die ebenfalls eine Arhat ist, ist sehr schweres negatives Karma.

  • Thich Nhat Hanh /John Yates

    • verrückter-narr
    • 3. Januar 2026 um 22:52
    Bebop:

    Die Leonie meint vielleicht, der Culadasa sei der Schlimmere gewesen, aber wie ich gerade Qualia erklärte, hat seine Sangha (und wohl auch er selbst) nicht genau genug gelesen: Man soll nicht ANDERE Ehen brechen, das Fremdgehen ist in der sila nicht untersagt (solange es also mit Singles als Partnern geschieht, die sich selbst nicht an die sila halten!). Nun gut, ich habe also ein gewisses Verständnis für Deppen, die Huren aushalten, aber eigentlich doch keines für die, die dabei auch noch eine Ehefrau meinen aushalten zu müssen.

    Deine Bewertung stimmt mit den Lehren Buddhas nicht überein und sind eine falsche Interpretation. Als unrechter Lebenswandel oder sexuelles Fehlverhalten wird auch der Kontakt zu Mädchen oder Frauen bewertet, die "unter der Obhut von Vater, Mutter, Bruder, Schwester oder Verwandten stehen, gegen Mädchen, die unter dem Schutze der Religionsgemeinschaft (dhammarakkhitā) stehen, die einem Gatten versprochen wurden (sassāmika), die öffentlich Anverlobten (saparidanda), bis zu den durch Überwurf eines Blumenkranzes Anverlobten (mālagunaparikkhittā pi)."
    Ausserdem hat er Lügen und Teilwahrheiten verbreitet, was auch ein weiterer Verstoss ist. Ausserdem soll er auch finanzielle Zahlung ohne Wissen und Zustimmung seiner Ehefrau getätigt haben, d.h. es waren auch Gelder die nur mit der Zustimmung der Ehefrau auf redlicher Weise ausgegeben werden dürfen, so dass die Gelder auch der Ehefrau mitgehörten, was seine Handlungen zu einem Diebstahl macht. (siehe Anguttara Nikaya X.176)

    Anguttara Nikaya X.123-177


    Culadasa wird in den berichten auch als Upasaka bezeichnet und seine Gruppe als Dharma Treasure Buddhist Sangha, woraus ich schliessse das er auch eher den Lehren des Mahayana Buddhismus folgt und nicht dem Theravada. Danach müssen an sein Verhalten an die Gelübde und Regeln des Mahayana Buddhismus gesetzt werden. Danach ist sein Verhalten allemal unheilsam und sexuelles Fehlverhalten und er folgt nicht den Lehren Buddhas.

    Upasaka Precepts Sutra:
    "If one has sex at an inappropriate time or place, with someone who is a virgin, not one’s wife, or not a woman, one is guilty of the sin of sexual misconduct."
    (Sūtra of the Upāsaka Precepts, fascicle 6, tr Rulu;T24n1488p1069a4-5)
    Sutra der Upasaka-Gebote: „Wenn man zur Unzeit oder am ungeeigneten Ort Sex hat, mit jemandem, der Jungfrau ist, nicht die eigene Frau oder keine Frau, begeht man die Sünde des sexuellen Fehlverhaltens.“ (Sūtra der Upāsaka-Gebote, Heft 6, Übersetzung Rulu; T24n1488p1069a4-5)


    Avatamsaka Sutra:
    "This Bodhisattva is satisfied with his own wife and never pursues the wife of another. He does not even lust for his wife or concubines, or for women under his protection, betrothed to his relatives, or protected by the law, much less actually have sex [with them], much less in a perverted way."

    Avatamsaka-Sutra: „Dieser Bodhisattva ist mit seiner eigenen Frau zufrieden und strebt niemals nach der Frau eines anderen. Er begehrt nicht einmal seine eigene Frau oder Konkubinen, noch Frauen, die unter seinem Schutz stehen, seinen Verwandten versprochen sind oder durch das Gesetz geschützt werden, geschweige denn, tatsächlich mit ihnen Geschlechtsverkehr zu haben, geschweige denn auf perverse Weise.


    Mahāvaipulya Sūtra of Buddha Adornment, T10n279p185a29-b2
    "This Bodhisattva is satisfied with his own wife and never pursues the wife of another. He does not even lust for his wife or concubines, or for women under his protection, betrothed to his relatives, or protected by the law, much less actually have sex [with them], much less in a perverted way."
    "perverted way" (非道, i.e. amārga) is what is defined as non-vaginal intercourse by the various treatises.
    The Abhidharmakosabhasyam includes it as "Intercourse with one's own wife through a forbidden way., which means oral and anal sex is prohibited

    Mahāvaipulya-Sūtra der Buddha-Schmückung, T10n279p185a29-b2
    „Dieser Bodhisattva ist mit seiner eigenen Frau zufrieden und strebt niemals nach der Frau eines anderen. Er begehrt nicht einmal seine Frau oder Nebenfrauen, noch Frauen unter seinem Schutz, die seinen Verwandten versprochen sind oder gesetzlich geschützt werden, geschweige denn tatsächlich Sex mit ihnen zu haben, geschweige denn auf eine abwegige Weise.“
    „Abwegige Weise“ (非道, d.h. amārga) wird in den verschiedenen Abhandlungen als nicht-vaginaler Geschlechtsverkehr definiert.
    Das Abhidharmakosabhāṣyam führt dies als „Geschlechtsverkehr mit der eigenen Frau auf verbotene Weise“ auf, was bedeutet, dass oraler und analer Sex verboten ist.

  • Missbrauch bei Tara Mandala durch Tsültrim Allione

    • verrückter-narr
    • 1. Januar 2026 um 23:07

    Nein, ich versuche nur die Wirklichkeit zu sehen und auch die Dinge richtig zu benennen und gebe mich keiner religiösen Romantik hin oder verkläre die unheilsamen Handlungen von anderen Menschen insbesondere nicht von buddhistischen Lehrern und Mönchen und Nonnen.

  • Missbrauch bei Tara Mandala durch Tsültrim Allione

    • verrückter-narr
    • 1. Januar 2026 um 21:16
    Monikamarie:

    Weder Täter noch Opfer - oder wer ist was? - können etwas für ihre Triebe, es ist einfach (nur) Gier. Und die meisten sind von der Befreiung noch weit entfernt.


    _()_Monika

    Ja der Täter kann erstmal nichts für seine Triebe, aber er ist durchaus dafür verantwortlich, wie er mit diesen Trieben umgeht und wie und an wen er diese Triebe auslebt, insbesondere wenn es ein spiritueller Guru, Lehrer oder Therapeut (m/w/d) ist. Für buddhistische Lehrer und Mönche (m/w/d), insbesondere auch im Vajrayana, gibt es entsprechende Regelungen, Gebote und Gelübde und jeder verspricht freiwillig diese entsprechend zu beachten und einzuhalten und die möglichen Strafen sind auch bekannt, besonders für Mönche und Nonnen. Nur leider werden diese wohl seit Jahrhunderten und Generationen nicht beachtet und sexueller Missbrauch und verbotene sexuelle Handlungen gehören wohl leider in vielen Klöstern und Tempel zum Alltag und kaum einer stört sich wirklich daran, obwohl er klare Regeln und klare Strafen gibt, nur werden diese von den Verantwortlichen nicht angewendet und so breitet sich der sexueller Missbrauch wie ein Krebsgeschwür aus und karmisch gesehen wundert es mich nicht mehr, dass in Tibet, China, usw. während der Kulturrevolution so viele Tempel und Klöster zerstört und Mönche und Nonnen misshandelt, gequält und umgebracht worden sind, was menschlich gesehen natürlich eine Tragödie ist.

  • Buddhistische Yoga Praxis

    • verrückter-narr
    • 29. Dezember 2025 um 21:38

    Hiermit möchte ich euch gerne auf einige buddhistische Yoga- Methoden hinweisen, die mit unterschiedlichen Methoden helfen, Harmonie, Entspannung und Mitgefühl und Weisheit zu entwickeln


    Die meisten der aufgeführten Methoden beinhalten folgende Elemente:
    Asanas (Körperstellungen), Bandhas (Körperverschlüsse um den Atem und Pranaenergie im Köprer an bestimmten Positionen zu halten), Mudras (Körper - und Handpositionen), Pranayama (Atemtechniken), Samadhi (Meditationstechniken), Mantras (Rezitation und Visualisierung von Silben aus dem Sanskritalphabet), Selbstmassage


    6 Yogas von Niguma:

    Kalu Rinpoche und Michele Loew: https://clear-light-at-the-yoga-space.teachable.com/p/niguma-practice-community

    https://www.micheleloew.com/the-yoga-of-niguma, https://www.nigumayoga.org/,


    Yantra Yoga:
    Dzogchen Community von Chögyal Namkhai Norbu https://www.atiyogafoundation.org/en/events/yantra-yoga, https://www.facebook.com/groups/41121134781


    6 Yogas of Naropa:
    Lama Glenn Mullin https://www.glennmullin.com/
    Jonas und Gosia Over: https://www.vajra-mandala.com/, https://www.tummo.vajra-mandala.com/tummo-classes


    Nejang Yoga and Yutok Tummo Yoga:
    Dr. Nida Chenagtsang https://www.sorig.net/home, https://www.drnida.com/,


    Lu jong, Kum Nye, Tummo:
    Tulku Lobsang Rinpoche https://tulkulobsang.org/en/teachings/lu-jong


    Kum Nye:
    Tarthang Tulku https://www.kumnyeyoga.eu/en/lineage_tar…ku_rinpoche.php


    Ku Nye:
    Aro gTer sKu-mNye: https://aroterlineage.org/en/books/moving-being/


    Ku Nye Therapy Course

    IATTM: https://www.iattm.org.uk/ku-nye/


    Thai Yoga Massage Nuad Phaen Boran

    Nuad Phaen Boran
    Wissenswertes um Nuad Phaen Boran/ Thai Yoga Massage Anwendung & Ausbildung in Deutschland/ Österreich - Über 25 Jahre Erfahrung!
    nuadphaenboran.de


    Chinesisches Yoga Yújiā

    Chinesisches Yoga: Selbstheilung - Meditation - Bewegung - Atmung - Harmonie

  • Brennende Augen während der Meditation

    • verrückter-narr
    • 29. Dezember 2025 um 19:25

    Wenn nach kurzer Zeit Ihre Augen tränend und brennend sind, können verschiedene Ursachen vorliegen:
    Allergien oder Reizstoffe: Allergische Reaktionen auf Pollen, Staub oder andere Reizstoffe
    Trockene Augen: Langsame Bildschirmarbeit oder trockene Luft
    Infektionen: Infektionen wie Bindehautentzündungen
    Reizung: Reizstoffe oder starke Lichtempfindlichkeit


    Tränen entstehen auch wenn die Tränenwege blockiert oder durch Reize gestört sind und es sammelt sich Tränenflüssigkeit auf der Augenoberfläche. Es kommt zum sogenannten Triefauge und die Tränen laufen aus den Augen über die Wangen. Ein wässriger Tränenfilm auf den Augen ist wichtig für verschiedene Funktionen. Er versorgt das Auge mit Sauerstoff und dient als „Schmiermittel“ für die Augenlider. Weiterhin bietet Tränenflüssigkeit Schutz vor Bakterien und anderen Fremdkörpern und ermöglicht scharfes Sehen. Daher sind tränende Augen nicht immer Grund zur Sorge.
    Es kann aber auch ein Zeichen von psychischer und/oder körperlicher Überlastung sein, wenn es immer in einer Entspannungsphase wie der Meditation passiert, wo sich Körper und Geist im Vergleich zum Alltag entspannen können und Mann aus dem Flucht/Kampf oder Schock-Modus des Alltags "ausbricht" und der Körper in den Regenerationsmodus umschaltet.

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • verrückter-narr
    • 29. Dezember 2025 um 12:37
    Igor07:
    Zitat

    Vajrayāna Rituale umfassen auch sexuelles Yoga, Vereinigung mit einer körperlichen Gemahlin als Teil fortgeschrittener Praktiken. Einige Tantras gehen noch weiter: Das Hevajra-Tantra sagt: "Du solltest Lebewesen töten, lügende Worte sprechen, nehmen, was nicht gegeben wird, mit den Frauen anderer verwechseln." 58] Während einige dieser Aussagen wörtlich als Teil der rituellen Praxis genommen wurden, wurden andere, wie das Töten, metaphorisch interpretiert. In der Hevajra wird "Töten" definiert als die Entwicklung von Konzentration, indem der Lebensatem diskursiver Gedanken getötet wird.[ 59] Ebenso, während die tatsächliche sexuelle Vereinigung mit einem physischen Gemahl praktiziert wird, ist es auch üblich, einen visualisierten Gemahl zu verwendencitation needed.

    Das ist aber echt krass, oder? Was hat das alles mit dem ursprünglichen Theravada und Mahayana zu tun, kann man nur raten. Und der Artikel ist genug aktuell, oder?
    Im Buch von Peter Gäng „Buddhismus“ kann man noch etwas Stärkeres finden. Das sollte als Ausdruck der Nicht-Dualität betrachtet werden: Tod, Essen von Kot und so weiter.
    Das ist alles zum Thema, man kann das löschen oder verschieben. Aber genau solche geheimen Praktiken stellen den Nährboden für Missbrauch dar, besonders im tibetischen Buddhismus.:shrug::silent::taube:

    Danke für deine Anmerkungen und Ergänzungen. Ja solche Dinge stehen tatsächlich in einigen der buddhistischen tantrischen Schriften, aber ihr Ursprung liegt nicht im tibetischen Buddhismus, sondern im indischen Tantra, das auch in andere buddhistische Länder wie China, Korea, Japan, aber auch Thailand, Sri Lanka, Laos, Kambodscha, Myangmar, Afghanistan, Pakistan, Bangladesh, Malaysien, Indonesien usw. im Laufe der Geschichte verbreitet wurde. Generell unterscheidet man im Tantra zwischen zwei Sichtweisen, dem rechte Hand Tantra (Dakshina Marga) und dem linke Hand Tantra (Vama Marga) in dessen Texten solche Dinge wie von dir beschrieben stehen. In den Texten des rechte Hand Tantra allerdings nicht. Nach Tibet wurden nun Texte aus beiden Traditionen übertragen, aber die allgemeine buddhistische Sichtweise ist, dass auch die Texte des linke Hand Tantra nicht wörtlich zu nehmen sind, sondern nur eine symbolische, tabubrechende Deutung haben sollen, um die Anhaftung und Abneigung gegen zB. Riten und Regeln (Sīlabbata-parāmāsa), was zu eine der ersten Fesseln (saṃyojana) zählt und ein Hindernis auf dem Weg zur Befreiung und Erwachen darstellt. Es ist aber auch richtig, dass leider einige Lehrer und Praktizierende diese Sichtweise und Konzept des linke Hand Tantra nicht korrekt verstanden haben, und einige Teile der Texte nach belieben wortwörtlich nehmen und andere Menschen und Wesen dadurch schädigen, was nicht der ursprünglich Sinn und Zweck der Lehren und Methoden ist. Die fehlgeleiteten Praktizierenden nehmen allerdings nicht alle Inhalte der Texte wortwörtlich, was auch zeigt dass sie den Sinn nicht richtig verstanden haben, und essen zB. keine Fäkalien und trinken kein Blut, Urin, Sperma, usw. wie auch in den Texten symbolisch beschrieben wird. Deshalb gelten die Tantra auch als geheime, esoterische Schriften, weil deren richtige Bedeutung und Sinn für den uneingeweihten und ungebildeten nicht richtig zu verstehen ist und deshalb ist es erforderlich eine geeignete Person zu finden, die die richtige Sichtweise und Erfahrung hat. Sarva Mangalam. Om Shanti.

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • verrückter-narr
    • 29. Dezember 2025 um 01:58
    Samadhi1876:

    Zumindest scheint man im Rinzai hier und da anfangs auch anders zu atmen als im Soto: dh einatmen ins Hara, ein paar Sekunden den Atem im Hara halten, und dann länger als man eingeatmet hat wieder ausatmen.


    Findet man auch in Sekidas (Rinzai) Buch Zen Training. Während ich im Soto nur von einfach nur atmen bisher nur gelesen und gehört habe.


    Aber erstere Atemtechnik führt laut Sekida auch schneller zum Kensho.

    Danke für diesen Hinweis. Das Halten der Atmung im Hara oder Nabelbereich bzw. Sonnengeflecht ist zB. auch ein Teil der tantrischen Tummo Atemtechnik. die im Yoga Candali genannt wird. Bei der Tummo Atemtechnik versucht man allerdings noch den unteren Beckenbodenbereich zu "verschliessen" mit der Yogatechnik Mulabandha, und visualisiert dann noch in der Nabelgegend eine Flamme, Feuer oder Sonne die Wärme ausstrahlt. Die Atemtechnik wird auch Vasenatmung genannt, weil man sich vorstellen soll, dass im Beckenboden eine Vase steht in dem man den Atem einschliesst. usw. Im Yoga wird die Technik Candali gebannt, weil im Beckenboden auch ein wichtiger Bereich ist, der sogenannte Canda- oder Kanda-Punkt, der als Quelle aller Energiekanäle gesehen wird.

    Yoga Vidya: Kanda

    Von Candali leitet sich dann auch der Begriff Kundalini-Shakti oder Kundalini Energie ab, den man vielleicht eher kennt.

    Das war es erstmal mit den geheimen esoterischen Lehren für heute.

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • verrückter-narr
    • 28. Dezember 2025 um 20:16
    Kianga:

    "Esoterik" ist im asiatischen Buddhismus ein Fachbegriff und bedeutet nicht das, was wir in Europa damit verbinden.


    Zum esoterischen Buddhismus gehört einerseits, dass die Lehre nur teilweise öffentlich zur Verfügung steht und in der Regel im Lehrer-Schülerverhältnis Schritt für Schritt persönlich übertragen wird. Und andererseits, dass viel mit Symbolen gearbeitet und deren Wirkung dort sehr ernst genommen wird. Dazu gehören zum Beispiel Visualisierungstechniken in der Meditation (man lässt zum Beispiel Buddha als Bild vor dem geistigen Auge entstehen), aber auch die intensive Arbeit mit Mudras und Mantras. Man geht davon aus, dass durch diese intensive Lehrer-Schüler-Unterstützung die Erleuchtung schon in diesem Leben erreicht werden kann.


    In Japan hat sich innerhalb des Tendais ein esoterischer Zweig entwickelt, Taimitsu genannt. Die wichtigste klassische Schule des esoterischen Buddhismus in Japan ist aber die Shingon-Shū, die im 9. Jahrhundert von Kūkai gegründet wurde.

    Man kann auch den gesamten tibetischen Buddhismus zum esoterischen Buddhismus zählen.

    Deshalb wundert mich überhaupt nicht, dass es auch im Theravada einen esoterischen Zweig gibt.


    Der esoterische Buddhismus scheint unter den buddhistischen Richtungen wohl eher der kreativere Zweig zu sein, bei dem in den Übungen und Meditationen alle Sinne kreativ eingesetzt werden. Was ich persönlich aber nicht akzeptieren könnte, wäre das fast schon geheime Lehrer-Schüler-Verhältnis, was einerseits durchaus positiv und hilfreich sein kann, aber andererseits auch, zumindest bei nicht ausreichend gereifter Lehrerpersönlichkeit, einem Missbrauch Tür und Tor öffnen kann.

    Alles anzeigen

    Danke für deine Hinweise und Ergänzungen. Ja auch in Japan gibt es den esoterischen oder auch tantrischen Buddhsmus, er ist aber nicht nur im Shingon und Tendai Buddhismus vertreten, sondern auch z.B. im Rinzai-Zen und Soto-Zen. Myōan Eisai oder Yosai (japanisch 明菴 栄西, 1141-1215) der als einer der Gründer oder Wegbereites des Rinzai Zen in Japan gilt, war ursprünglich Mönchs der Tendai Tradition und studierte und praktizierte den tantrischen Taimitsu, aber auch die Lehren des Shingon. Er reiste 1168 nach China ins das Gebiet der Tiantai Gebirges und studierte dort nicht nur die Lehren des Chan-Patriarchen Xuan Huaichang (jap. Koan Ejō) in der Linie von Linji (jap. Rinzai). sondern auch die Lehren des tantrischen Tian-Tai (jap. Tendai) . Er kehrte 1191 nach Japan zurück und lehrte an verschiedenen Tempeln und gründete dort u.a. 1202 den Kennin-Tempel in Kyoto. Er lehrte allerdings an allen Tempeln und Klöstern die er besuchte und gründete nicht den reinen Chan Buddhismus, sondern gründete die Yōjō-Linie des esoterischen Tendai- Buddhismus (tendai mikkyō yōjō-ryū 天台密教葉上流) und die Ōryō-Linie des Rinzai-Shu, wo er eine Mischung aus Tendai, Shingon Mikkyo und Zen unterrichtete. An einigen dieser Tempel und Klöster werden diese 3 Lehren heute teilweise immer noch so unterrichtet, einige Tempel sind aber nun reine Rinzai-Zen Tempel. Vor einigen Jahren wurden im Tempel wie Shinpukuji 真福寺 (Nagoya, Aichi) Schriften von Yōsai entdeckt, der offiziell der Shingon-shū angehört.
    Eisai – Wikipedia
    Genauso wie Yōsai war auch der Gründer und Webbereiter des Soto-Zen, Dogen Zenji ursprünglich Mönch der Tendai Tradition und auch dieser war nicht nur mit Yosai bekannt, sondern war sogar dessen Schüler und praktizierte einige Jahre unter Myōzen dem Schüler vom Yosai im Kennin-Tempel in Kyoto und lernte dort auch die 3 Lehren kennen. Es war auch Yosai der Dogen dazu ermutigte, nach China zu reisen. Deshalb findet man auch heute noch in einigen Tempeln und Klöster des Soto-Zen auch noch die Lehren des Tendai und Shingon Mikkyo.

    Dōgen - Wikipedia

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • verrückter-narr
    • 28. Dezember 2025 um 19:01
    Igor07:

    Na ja, das alles kann man in der Hatha-Yoga-Pradipika finden, ebenso über Kundalini und die Chakren.

    Buddha selbst war strikt dagegen, wenn ich dem ganzen Pali-Kanon überhaupt Glauben schenke.

    Das waren die Fesseln,'Anhaftung' was die Befreiung betrifft.


    So steht es im buddhistischen Wörterbuch von Nyanatiloka:


    Also, es geht um Anhaften an Regeln und Riten, das wäre echt wie Yoga, aber kein usrprünglicher Buddhismus.


    Sehr tolle Arbeit zum Thema, und dort gibt es das ganze Kapitel zum Thema. Ich verlinke:

    Alles Gute!:taube:

    Alles anzeigen

    Danke für deine Anmerkungen und Hinweise, aber die buddhistischen Texte und Praktiken auf die ich vorher schon hingewiesen haben, wurden nicht von der Hatha-Yoga-Pradipika abgeschrieben oder durch diese Texte beeinflusst, sondern der Ursprung des Hatha Yoga der Praxis des Hatha Yoga liegt im Buddhismus und die Texte wurden durch ein buddhistisches Weltbild vom Körper und Geist beeinflusst und nicht umgekehrt. Siehe hierzu die anerkannten Werke von Prof. James Mallison und anderen Autoren

    Prof. James Mallinson – Yoga Research


    Ein Beispiel dafür dass zB. auch der historische Buddha schon Atemübungen Pranayama übte, ist das Wort kumbhaka, das in verschiedenen Varianten in den Texten des Pali Kanon mehrfach auftaucht.

    SuttaCentral
    Early Buddhist texts from the Tipitaka (Tripitaka). Suttas (sutras) with the Buddha's teachings on mindfulness, insight, wisdom, and meditation.
    suttacentral.net

    Im Yoga, Ayurveda, Tantra usw. bedeutet dieses Wort das Anhalten des Atems oder Atempause, usw. und beschreibt ein wesentliches Element des Atemtrainings, in dem in mit verschiedenen Varianten und Methoden der Atem in der Meditation angehalten wird. Die Übersetzer des Palikanons haben diesen Begriff aber mit "Mast eines Schiffes" oder "Schiffmast" übersetzt, was ein Sinnbild der Kumbhaka Technik ist, da man in dieser Position aufrecht wie ein Schiffmast sitzt. Mit dieser falschen Übersetzung wird natürlich dann auch der Sinn und Inhalt der Pali texte völlig verzehrt und falsch verstanden.


    Aus welchen Texten liest du heraus dass der historische Buddha strikt gegen diese Praxis oder dieses Welt- und Körperbild war?
    Die vor-reformierte yogische und tantrische Praxis ist auch keineswegs eine Fessel oder Anhaftung wie du es beschreibst, denn es sind reguläre Methoden und Praktiken um Körper und Geist zu schulen und trainieren und zu harmonisieren um schneller bestimmte geistige Erfahrungen und Erkenntnisse zu machen, nicht mehr und nicht weniger und wenn man diese gemacht hat, haftet auch kein Yogi oder Praktizierender daran an, genauso wie er auch nicht an anderen Riten oder Regeln anhaftet, die nicht unbedingt notwendig und sinnvoll sind. Leider hast du hier ein völlig falsches Verständnis vom Sinn und Zweck dieser Methoden und der vor-reformierten yogischen und tantrischen Praxis. und sind eben auch keine Riten oder Regeln sondern einfach Übungen genauso wie auch die Vipassana oder Schmatha meditation oder die anderen Übungen der 40 Kamatthana Übungen, wie sie im Visudhimagga und Vimuttimagga zusammengefasst sind.


    Zu Nyanatiloka und anderen heutigen Vertretern des Theravada sollte man auch berücksichtigen, dass sie nur den reformierten und modernen Theravada kennengelernt haben und eben nicht den unreformierten, yogischen und tantrischen Theravada, genauso auch wie die meisten deutschen Autoren und Vertreter des Theravada wie Hellmuth Hecker, Paul Debes, Karl Eugen Neumann, Paul Dahlke, Georg Grimm, Friedrich Zimmermann, die ich teilweise noch persönlich kennengelernt habe. All diese Vertreter des deutschen modernen Theravada kannten nur den reformierten modernen Theravada und haben auch nur dies gelernt und darüber geforscht und geschrieben und entsprechend auch nur ein einseitiges Bild vermittelt.
    Wie ich schon in vorherigen Kommentaren geschrieben habe es es in Thailand um 1840 und davor und danach einige Veränderungen in der Darstellung des Theravada und es wurden eben die vor-reformierten yogischen und tantrischen Elemente entfernt und verdrängt. Ähnliches passiertes auch in Sri Lanka und anderen von den Engländern und Franzosen besetzten buddhistischen Ländern Süd-Ostasiens, wo noch die britische Kolonialmacht auch eine prägende Rolle bei der Verdrängung und Unterdrückung dieser Elemente spielte. So spielt zB. in Sri Lanka der US Colonel Henry Steel Olcott (1832 –1907) eine wesentliche Rolle bei der Verbreitung eines katechisierten Buddhismus eine entscheidende Rolle, d.h. der Buddhismus wurde durch ihn durch ein protestantisch christliches Weltbild verändert und neu verbreitet. Colonel Olcott reiste 1860 zusammen mit Madame Helena Blavatsky nach Indien und Sri Lanka, was damals unter britischer Verwaltung und Herrschaft war. Damals galt der Buddhismus und Hinduismus als rückständische Religion und verlor in Sri Lanka immer mehr an Bedeutung und Verbreitung und in Sri Lanka wandten sich die Bevölkerung immer mehr dem Christentum oder anderen Religionen zu. Colonel Olcott interessierte sich zwar für den Buddhismus, aber eben auch nur für den reformierten modernen Elemente oder jedes vor-reformierte yogische, tantrische und magische Element und sorgte dann dafür, dass zwar der Buddhimsu in Sri Lanka wieder mehr verbreitet wurde, aber eben durch eine protestantische, katechistische Perspektive.
    siehe hierzu sein Werk: Buddhistischer Katechismus
    Der-Buddhistische-Katechismus.pdf

    Henry Steel Olcott - Wikipedia
    en.wikipedia.org

     Der von dir erwähnte Mönch Bhikkhu P. A. Payutto
    (Somdet Phra Buddhaghosacariya) vertritt eben auch nur die Sichtweise des reformierten modernen Theravada, aber eben nicht die vor-reformierte Form die noch im 18. Jahrhundert in Thailand, Sri Lanka, Laos, Kambodscha usw. noch sehr stark verbreitet und vertreten war und heute noch in den ländlichen Gebieten von Thailand, Laos, Kambodscha usw.

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • verrückter-narr
    • 28. Dezember 2025 um 16:07
    Igor07:

    verrückter-narr .


    Es wäre echt interessant, wenn der Buddha im ganzen Pali-Kanon so wie bestimmten Tantra, Mantra, Mudra, Mandala, Chakrameditation, Yogaasana und Pranayama gelehrt hätte. Da bin ich echt gespannt.


    Thema

    Esoterischer /magischer / tantrischer Theravada

    Ich bin in einem anderen thread (Hier, Danke @He Who Remains :)) auf eine interessante Arbeit von Prof. Kate Crosby gestoßen:

    Esoteric Theravada: The Story of the Forgotten Meditation Tradition of Southeast Asia


    Leseprobe hier

    […]

    […]

    Die hier verwendete Bezeichnung "borān kammaṭṭhāna" setzt sich aus dem Thai/Khmer-Wort "borān" (alt/traditionell) und dem Pāli-Wort "kammaṭṭhāna" (ein Begriff, der sich in den Pāli-Kommentaren findet und in den Theravāda-Ländern als Standardbegriff…
    123XYZ
    8. Juni 2022 um 23:09

    Danke für deine Rückmeldung. Hierzu gibt es schon einige Studien und Vermutungen, die aber noch nicht so bekannt sind. So hat der britische Buddhologe und Indologe Richard Gombrich schon 1996 in seinem Werk Who was Angulimala," in How Buddhism Began, by Richard Gombrich, 1996, darauf hingewiesen, dass man die Geschichte um Angulimala, der ja 99 oder 999 Menschen den Finger abgeschnitten hat (manche sagen auch er hätte diese Menschen davor auch getötet) um die Befreiung zu erreichen, weil ein spiritueller Lehrer ihm dies lehrte, und diese Finger als Kette um seinen Hals trug, dann aber von Buddha zum Guten bekehrt wurde und die Stufe als Arahant erreichte, auch im tantrischen Kontext sehen könnte, da es dort auch viele Darstellungen gibt, wo die Gottheiten Ketten mit Menschenköpfen oder Finger usw. tragen, wobei die Menschenköpfe aber als Symbol für die 48 oder 52 Geistesfaktoren gedeutet werden und nicht als echte Menschenköpfe. Oder es gibt auch die Geschichte des Mönches Mahakala im Pali Kanon, dessen Name im tantrischen Buddhismus ja sehr bekannt ist und dort als Dhammapala gedeutet wird, genauso wie auch schon Vajrapani im Pali Kanon auftauchte.

    Mahākāla Thera 1

    Angulimala and Tantric Buddhism
    Tricycle, April 22, 2011 The British scholar of Buddhism Richard Gombrich has a seemingly endless supply of insightful readings of ...
    dharmacompanions.blogspot.com


    Mantras, Dharanis bzw. Paritta Schutztexte werden auch im Pali Kanon erwähnt und als zulässige Praxis erkannt, aber es gibt auch dort schon verbotene Mantren. Im Vinayapitaka werden die 6er Mönche ṢAḌVĀRGIKA oder Chabbaggiya Mönche und Nonnen erwähnt, die wegen unzulässiger tantrischer Praxis aus dem Orden ausgeschlossen wurden.

    THE POWER OF ‘TRUE WORDS’: ‘ORIGINAL BUDDHISM’, FORBIDDEN MANTRAS AND THE REIGN OF BUDDHIST EMPEROR ASHOKA (‘Origins of Secret Mantra’ by 17th Karmapa)
    “Within Original Buddhism, one was not allowed to recite mantras to overcome enemies, but you could use special mantras to protect your body and life. We can…
    dakinitranslations.com

    In den alten thailändischen und ceylonesischen Texten gibt es auch tantrische Meditationen, wo man den inneren subtilen Körper mit Chakren Energiezentren, Energiekanälen Nadis und mantrischen Keimsilben Bijamantras visualisiert und sich einen Energieball in der Nabelgegend vorstellt. Diese Praxis ähnelt sehr strak der tibetischen Tummo Praxis, oder auch Candali Praxis im Yoga genannt.

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • verrückter-narr
    • 28. Dezember 2025 um 13:41

    Hallo Freuden,

    da gerade ein neues Buch zum Thema der alten Boran Kammatthana Meditationspraxis herausgekommen ist, möchte ich euch auch auf einige andere Werke aus diesem Bereich des sogenannten "esoterischen Theravada" hinweisen. Der esoterische Theravada Buddhismus ist keine moderne Erfindung und auch keine Abkupferung vom Tibetischen Buddhismus und auch keine Verwässerung des Theravada Buddhismus, sondern eine hunderte Jahre alte buddhistische Tradition und Methoden aus Südostasien, die durch Reformbewegungen u.a. von König Rama IV Mongkut (1804- 1868) immer mehr in Vergessenheit geraten und aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden sind, aber glücklicherweise noch von einigen Mönchen, Yogis und Yoginis, usw. heute noch gelehrt und praktiziert werden. Der esoterische Theravada ist auch verbunden mit der Yogavacara, Abhayagiri und Jetavanaramaya Tradition. Abhayagiri Vihāra (Singhalesisch: අභයගිරි විහාරය oder අබාගිරි වෙහෙර) war eine bedeutende Klosterstätte des Theravada-, Mahayana- und Vajrayana-Buddhismus, die in Anuradhapura, Sri Lanka, gelegen war und wurde von König Valagamba während seiner zweiten Regierungszeit, von 89 bis 77 v. Chr., gegründet, also vor mehr als 2.000 Jahren, was auch belegt, dass der Vajrayana bzw. Tantrayana Buddhismus auch schon zur Frühzeit des Buddhismus bekannt war und es enge Verbindungen und Gemeinsamkeiten zwischen den Traditionen gab und gibt.


    Der geheime Pfad des Theravada-Tantra: Einblicke in die esoterischen Praktiken und Rituale des Theravada-Buddhismus in Thailand

    Der geheime Pfad des Theravada-Tantra | Lesejury


    Seeing the Bodies Within: Exploring the Samma Araham Practice of Theravada Buddhism By Potprecha Cholvijarn

    https://www.shambhala.com/seeing-the-bodies-within.html


    The Origins and Development of Sammā Arahaṃ Meditation: From Phra Mongkhon Thepmuni (Sot Candasaro) to Phra Thep Yan Mongkhon (Sermchai Jayamaṅgalo)

    The Origins and Development of Sammā Arahaṃ Meditation


    Samma Arahang Meditation

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    Supreme Patriarch Suk Kai Thuean’s Method of Visualizing the Elements by Potprecha Cholvijarn,

    Supreme Patriarch Suk Kai Thuean’s Method of Visualizing the Elements - Journal of Contemplative Studies
    The paper aims to shed further light on the boran kammaṭṭhāna, or “old meditation,” tradition by providing a summary and an analysis of a meditation manual…
    contemplativejournal.org


    Meditation Manual of King Taksin of Thonburi by Potprecha Cholvijarn

    https://thesiamsociety.org/knowledge-hub/uploads/research/62/663b405e84fda.pdf


    Yogavacara Manuel

    https://dn790002.ca.archive.org/0/items/yogvacarasmanual00davi/yogvacarasmanual00davi.pdf

    https://dn720206.ca.archive.org/0/items/manualofmysticbe0000unse/manualofmysticbe0000unse.pdf


    Esoteric Theravada : The Story of the Forgotten Meditation Tradition of Southeast Asia by Kate Crosby

  • Vorstellung

    • verrückter-narr
    • 27. Dezember 2025 um 22:03

    Willkommen

    LalDed

    Zitat

    Mit Musizieren hab ich nach Jahren wieder beginnen können und hoffe, dass auch die Spiritualität wieder aufbricht.

    Musik ist und war in Indien auch immer eine Form der Spiritualität und es gibt im Buddhismus auch Formen und Traditionen, wo dies mit zur spirituellen Praxis gehört. Wo neben dem rezitieren von Mantren, Dharanis und Texten (Sutras) auch Kirtan Lieder mit musikalischer Untermalung gespielt und gesungen werden und wo yogische Gedichte namens Dohas musikalisch unterstützt werden.

    In der klassischen Ayurveda Medizin wird auch Musik mit zur Heilung der Patienten eingesetzt. Nach der Legende stammt die indische Raga Musik auch von himmlischen Devas, den Gandharvas, die auch im Buddhismus bekannt sind. Bestimmte Ragas, wie Deepak, können demnach Wärme im Körper oder in der Natur erzeugen oder das Verdauungsfeuer stärken und harmonisieren. Andere wirken kühlend und befeuchtend, wie Raga Megha, der Regen-Raga. In der vedischen Epoche, so wird berichtet, wurden spezifische Melodien gesungen und gespielt, um Gedächtnis und Intelligenz zu verbessern oder die Energie zu stärken. Es gab Musik gegen Ängste und Sorgen oder gegen ernsthafte und schwere Krankheiten, wie Schlaganfall oder Herzleiden.

    Musik, Magie & Medizin - Ayurveda VI

    Daneben gibt es noch die Praxis des Nada oder Pranava Yoga, wo Klangschwingungen und Resonanzen genutzt werden, mit denen schmerzlindernde Wirkungen auf verschiedene psychologische und spirituelle Zustände erzielt werden sollen. Es soll auch dazu dienen, den Grad der Bewusstheit der Energiezentren, die Chakra genannt werden, zu erhöhen.

    Nada-Yoga – Wikipedia

  • Goenka Negative Erfahrungen Triebel

    • verrückter-narr
    • 22. Dezember 2025 um 23:41

    Dark Dhamma: Wie gefährlich sind Schweige-Retreats?

    Beitrag

    Dark Dhamma: Wie gefährlich sind Schweige-Retreats?

    Dark Dhamma : Wie gefährlich sind Schweige-Retreats?

    Zehntausende fahren jedes Jahr in Retreats, um dort nach der Vipassana -Methode zu meditieren. Viele hoffen, dort durch zehn Tage #Schweigen mehr über sich und ihre tief vergrabenen Wünsche und Ängste herauszufinden.
    Für viele klappt das, doch für manche Menschen ist die #Meditation zu extrem – und sie kommen nicht erleuchtet, sondern psychisch krank nach Hause.
    Die BR-Reporterinnen Christiane Hawranek und Katja Paysen-Petersen haben für…
    verrückter-narr
    22. Dezember 2025 um 23:29

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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