Ich kenne da auch nichts dazu.
Ich nehme an, für die meisten buddhistischen Lehrer ist das wenn keine Motivation andere zu schaden vorliegt, einfach nur ein Unterpunkt unter "Lust" und wenn man anderen wirklich schadet "unheilsame Sexualität".
Ich wollte wieder den grundlegenden Fragen auf diesem Faden Klarheit verschaffen.
Und die ist nicht so schwer.
Im verlinkten Buch lese ich, dass eigentlich an keiner Stelle des Pali-Kanons von der „Verfeinerung“ der Sexualität für das Erreichen der Erleuchtung die Rede ist. Es wird immer vor den Verstrickungen in die Welt der Begierden gewarnt.
Also, wie der Autor woanders wieder ausführt, bereiten entsprechend Buddha Shakyamuni nicht die als ob „Probleme mit der Sexualität“ Schwierigkeiten, sondern die Sexualität selbst ist das Problem (S. 255).
Es gibt hier keine Goldene Mitte, also rein buddhistisch betrachtet.
Sexuelle Begierde ist somit der Trieb, gesteuert durch die Unwissenheit, der die Wesen in die Welt des Leidens und der Vergänglichkeit wirft.(ebd).
„Lust schreit nach Ewigkeit“, so wird Nietzsche auf S. 254 zitiert.
Ich schreibe es eigentlich für alle, denn wenn man sogar Google fragt, taucht dieser Faden sofort auf.
Und wie viele Leute lesen heute noch Bücher? Nur wenige ... Man sitzt im Netz oder in sozialen Medien, besonders die jungen Menschen.
Noch ein Gedanke. Was TE als Trumpf ins Spiel bringt, also die Einvernehmlichkeit: Da sollte man die unbewussten Dynamiken berücksichtigen. Sie sind meistens sehr komplex und meist mit Traumata verbunden. Es gibt einen reißerischen Film : „Der Nachtportier“, der diese Problematik veranschaulicht.
Noch einen anderen sehr guten Film über die Macht der Begierde: „Shame“. Es lohnt sich, ihn zu sehen und darüber zu kontemplieren.