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  1. Buddhaland Forum
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Buddhistische Ethik und BDSM

  • GermanViking
  • 2. Juli 2026 um 09:12
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  • Igor07
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    • 7. Juli 2026 um 18:55
    • #101
    void:

    Ich kenne da auch nichts dazu.


    Ich nehme an, für die meisten buddhistischen Lehrer ist das wenn keine Motivation andere zu schaden vorliegt, einfach nur ein Unterpunkt unter "Lust" und wenn man anderen wirklich schadet "unheilsame Sexualität".


    Ich wollte wieder den grundlegenden Fragen auf diesem Faden Klarheit verschaffen.

    Und die ist nicht so schwer.

    Im verlinkten Buch lese ich, dass eigentlich an keiner Stelle des Pali-Kanons von der „Verfeinerung“ der Sexualität für das Erreichen der Erleuchtung die Rede ist. Es wird immer vor den Verstrickungen in die Welt der Begierden gewarnt.

    Also, wie der Autor woanders wieder ausführt, bereiten entsprechend Buddha Shakyamuni nicht die als ob „Probleme mit der Sexualität“ Schwierigkeiten, sondern die Sexualität selbst ist das Problem (S. 255).

    Es gibt hier keine Goldene Mitte, also rein buddhistisch betrachtet.

    Sexuelle Begierde ist somit der Trieb, gesteuert durch die Unwissenheit, der die Wesen in die Welt des Leidens und der Vergänglichkeit wirft.(ebd).

    „Lust schreit nach Ewigkeit“, so wird Nietzsche auf S. 254 zitiert.

    Ich schreibe es eigentlich für alle, denn wenn man sogar Google fragt, taucht dieser Faden sofort auf.

    Und wie viele Leute lesen heute noch Bücher? Nur wenige ... Man sitzt im Netz oder in sozialen Medien, besonders die jungen Menschen.

    Noch ein Gedanke. Was TE als Trumpf ins Spiel bringt, also die Einvernehmlichkeit: Da sollte man die unbewussten Dynamiken berücksichtigen. Sie sind meistens sehr komplex und meist mit Traumata verbunden. Es gibt einen reißerischen Film : „Der Nachtportier“, der diese Problematik veranschaulicht.

    Noch einen anderen sehr guten Film über die Macht der Begierde: „Shame“. Es lohnt sich, ihn zu sehen und darüber zu kontemplieren.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Samadhi1876
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    Buddh. Richtung
    • 7. Juli 2026 um 19:09
    • #102
    Igor07:

    Noch einen anderen sehr guten Film über die Macht der Begierde: „Shame“. Es lohnt sich, ihn zu sehen und darüber zu kontemplieren

    Shame zeigt für mich tiefere Ursachen in der Kindheit, nicht geliebt und verstanden worden zu sein, Nähe nicht ertragen zu können (der Schwester), Gefühle innerer Leere durch Rennen durch die Stadt oder schnellen Sex (egal ob Mann oder Frau) zu ersetzen.


    Das Ganze hat mehr mit Trauma und Psychotherapie zu tun.


    Beim Sex bzw Orgasmus stirbt man kurzzeitig den „kleinen Tod“ und wird dadurch für kurze Augenblicke von allem Leiden befreit. Das kann man endlos wiederholen, beseitigt aber die eigentlichen Ursachen des Leidens nie.

  • Igor07
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    • 8. Juli 2026 um 00:30
    • #103

    Lieber Alex, ich habe deine Beiträge auf dem englischen buddhistischen Forum gelesen. Niemand kann für dich die Quellen finden, die diese Praktiken legitimieren, rein buddhistisch gesehen. Es gibt sie einfach nicht.

    Es geht, mein Lieber, nicht darum, welche Einstellung ich zu Sex habe. Ich bin alt, ich hatte das Ganze mehr als genug. Es geht eigentlich darum, dass Gewalt, wenn sie sogar kontrolliert ausgeübt wird, immer mehr Gewalt gebiert. Und tibetischer Buddhismus sagt, dass alle unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen Spuren im Geisteskontinuum hinterlassen. Wenn ich also Gewalt ausübe, egal ob mit Einwilligung oder nicht, vergifte ich sozusagen meine Seele.

    Das ist bitte der Buddhismus. Was dazu die WHO sagt oder die Gesetze des Staates, das steht auf einem anderen Blatt.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • GermanViking
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    2. Juli 2026
    • 8. Juli 2026 um 07:44
    • #104
    Igor07:

    Es geht eigentlich darum, dass Gewalt, wenn sie sogar kontrolliert ausgeübt wird, immer mehr Gewalt gebiert. Und tibetischer Buddhismus sagt, dass alle unsere Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen Spuren im Geisteskontinuum hinterlassen. Wenn ich also Gewalt ausübe, egal ob mit Einwilligung oder nicht, vergifte ich sozusagen meine Seele.

    Danke nochmals für die Zusammenfassung. Sie hat aber letztlich genau die gleiche Lücke, die ich dir schon so oft versucht habe zu erklären.


    Du beschriebst hier zwar sehr gut deine Auffassung, aber du begründest sie eben nicht. Deine Auffassung ist das Gewalt immer schlecht sei und zu mehr Gewalt und anderen negativen Dingen führe. Dabei sollen Intention und sonstiger Kontext irrelevant sein. Inwiefern mir das ethisch unsinnig erscheint habe ich bereits mehrfach dargelegt, aber weder von dir noch von jemand anderem der eine Position wie deine vertritt ein Antwort erhalten. Stattdessen wird die Position wie ein Mantra wiederholt.


    Ich will meine Rückfrage nochmals wiederholen: Wenn der Buddhismus vermeintlich (andere Buddhisten kennen die Unterscheidung ja durchaus) weder Absicht noch Kontext kennt müssten auch ein Chirurg, ein Trainer und ein Polizist in diese Kategorie fallen. Alle wenden nämlich Gewalt gegen menschliche Körper an. Ohne Intension und Kontext wäre ein Chirurg moralisch wie ein schlitzender Serienmörder zu behandeln. Diesen Hinweis gab ich schon oft und habe von dir und deinen Meinungsgenossen nie eine Antwort erhalten. Stattdessen wiederholt man sich oder übt sich in der uneherlichen Wiedergabe von diversen Quellen.

  • GermanViking
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    • 8. Juli 2026 um 07:45
    • #105
    Igor07:

    Es geht, mein Lieber, nicht darum, welche Einstellung ich zu Sex habe. Ich bin alt, ich hatte das Ganze mehr als genug.

    Da besteht eine ziemliche Spannung zu anderen Aussagen die du hier getroffen hast. Hast du jetzt deine Meinung geändert?

  • Igor07
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    • 8. Juli 2026 um 08:07
    • #106

    Lieber Alex,

    deine ganze Argumentation hat eine Schwachstelle. Der Polizist oder Chirurg sind gezwungen, Gewalt auszuüben. Das ist ihr Beruf.

    Du machst es aus freien Stücken. Das ist deine bewusste Absicht, also cetanā: Gewalt im Rahmen sexueller Stimulation auszuüben. Eine solche Absicht ist aus buddhistischer Sicht unheilsam-akusala- und erschafft schlechtes Karma, wie es der Buddhismus ausdrückt. Ich weiß nicht, ob das stimmt oder nicht, aber rein buddhistisch gesehen, egal welche Richtung, ist das mit der Ethik nicht vereinbar.

    Mir ist meine Zeit schade. Deswegen melde ich mich, wenn ich etwas Neues zu sagen habe.

    Ich wünsche dir nicht, dieses Verhalten zwanghaft fortzuführen, sondern es entsprechend zu ändern.

    Mehr kann ich leider nichts hinzufügen.:heart:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • GermanViking
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    • 8. Juli 2026 um 08:21
    • #107
    Igor07:

    Der Polizist oder Chirurg sind gezwungen, Gewalt auszuüben. Das ist ihr Beruf.

    Dann haben wir ja Glück das sie nicht Auftragsmörder oder KZ-Wärter sind vom Beruf her! 😉


    Ich habe dann ja auch eine einfache Lösung, ich lasse mir von meinen Subs auch Geld geben, dann ist es auch professionell und damit ethisch völlig korrekt! Ich berichte was sie sagen. Wenn ich mich nicht mehr melde lief es nicht so gut. 😂


    Aber im Ernst: Die Existenz eines Anstellungsverhältnisses oder einer Berufslizenz dürfte wohl kaum ethisch das entscheidende Merkmal sein, oder?

  • GermanViking
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    • 8. Juli 2026 um 08:27
    • #108
    Igor07:

    Du machst es aus freien Stücken. Das ist deine bewusste Absicht, also cetanā: Gewalt im Rahmen sexueller Stimulation auszuüben.

    Wir sollten schnell eine Kampagne eröffnen um die armen gezwungenen Chirurgen und Polizisten alle zu retten! 😱


    Es ist bei mir noch schlimmer. Manche Subs werden da teilweise richtig fordernd und uns gefällt das allen. Richtig schlimm.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 8. Juli 2026 um 08:28
    • #109
    Moderation

    Ich habe das Gefühl, die Fronten haben sich verhärtet und es gibt wenig Neues.


    Eine Sicht auf BDSM in der gegenüber dem Leid die Freude betont wird. steht einer gegenüber in der das zugefügte Leid betont wird. Da zu erwarten ist, dass beides mit zunehmender Vehement vertreten wird und zur Eskalation führt, von daher schließe ich diesen Thread.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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