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Wer das Leid gewohnt ist, ist mit Glück auch überfordert?

  • ShrillHall14312
  • March 21, 2026 at 4:10 PM
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  • ShrillHall14312
    Guest
    • March 21, 2026 at 4:10 PM
    • #1

    Wie geht man damit, um wenn alles plötzlich super läuft?


    Ich hatte sehr schwere Zeiten und mit schwierigen Menschen zu tun. Aber ich habe viel an mit gearbeitet, bin für mich selbst sehr zufrieden geworden und merke, dass auch andere Menschen positiver auf mich reagieren. Freundlicher sind, weil auch meine Freundlichkeit von Herzen kommt und idR keine Bedingungen stellt. Ich mag die meisten Menschen, die ich treffe.

    Trotzdem ist das echt ungewohnt und ich bin fast schon überfordert damit, weil früher alles schwer war. Mit mir selbst und mit anderen.

    Wie geht man damit (buddhistisch) um?
    Ich habe auch manchmal das Gefühl Menschen zurückgelassen zu haben. Obwohl ich weiß, dass es alternativlos war mich auf mich selbst zu konzentrieren.

    Edited once, last by ShrillHall14312 (March 21, 2026 at 4:16 PM).

  • void
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    • March 21, 2026 at 4:17 PM
    • #2

    Es gibt eine alte daoistische Parabel Die daoistische Parabel „Der alte Mann an der Grenze verliert sein Pferd“ (

    aus dem Huainanzi:

    Quote from Zenblüten

    Eine alte chinesische Geschichte erzählt von einem Bauern in einem armen Dorf. Er galt als reich, denn er besaß ein Pferd, mit dem er pflügte und Lasten beförderte.


    Eines Tages lief ihm sein Pferd davon. Seine Nachbarn riefen, wie schrecklich das sei, aber der Bauer meinte nur: „Vielleicht.“

    Ein paar Tage später kehrte das Pferd zurück und brachte zwei Wildpferde mit. Die Nachbarn freuten sich alle über sein günstiges Geschick, aber der Bauer antwortete erneut: „Vielleicht.“

    Am nächsten Tag versuchte der Sohn des Bauern, eines der Wildpferde zu reiten. Das Pferd warf ihn ab und er brach sich beide Beine. Die Nachbarn bekundeten ihm alle ihr Mitgefühl für dieses Missgeschick, aber vom Bauer hörten sie wieder nur ein: „Vielleicht.“

    In der nächsten Woche kamen Rekrutierungsoffiziere ins Dorf, um die jungen Männer zur Armee zu holen. Ein Krieg mit dem Nachbarkönigsreich bahnte sich an. Den Sohn des Bauern wollten sie nicht, weil seine Beine gebrochen waren.

    Als die Nachbarn ihm sagten, was für ein Glück er hat, antwortete der Bauer: „Vielleicht.“

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    Er traut also weder dem vermeintlichen Glück noch dem verbindlichen Unglück sondern bewahrt sich eine Offenheit.

  • Monikamarie
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    • March 21, 2026 at 4:22 PM
    • #3

    Ja, bewahr Dir Deine Offenheit, @Practitioner .

    Bei mir war das ähnlich. Und nach 40 Jahren Beob-Achtung und Erfahrung ist es sogar immer besser geworden.

    Aber auch mit Einbrüchen, denn alles ist immer im Wandel begriffen, z.B. durch Stolz ....


    Und Du hast ja auch den "Nährboden" für den Erfolg vorbereitet. Karma ...


    Und sei einfach dankbar.


    Alles Gute für Dich.

    _()_Monika

    Edited once, last by Monikamarie (March 21, 2026 at 4:28 PM).

  • Online
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    • March 21, 2026 at 4:40 PM
    • #4
    Quote from Practitioner

    Wie geht man damit, um wenn alles plötzlich super läuft?


    Ich hatte sehr schwere Zeiten und mit schwierigen Menschen zu tun. Aber ich habe viel an mit gearbeitet, bin für mich selbst sehr zufrieden geworden und merke, dass auch andere Menschen positiver auf mich reagieren. Freundlicher sind, weil auch meine Freundlichkeit von Herzen kommt und idR keine Bedingungen stellt. Ich mag die meisten Menschen, die ich treffe.

    Trotzdem ist das echt ungewohnt und ich bin fast schon überfordert damit, weil früher alles schwer war. Mit mir selbst und mit anderen.

    Wie geht man damit (buddhistisch) um?
    Ich habe auch manchmal das Gefühl Menschen zurückgelassen zu haben. Obwohl ich weiß, dass es alternativlos war mich auf mich selbst zu konzentrieren.

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    Auf dem Floß der Lehre im Strom, kommen einem die Ufer, an die man nur anstößt, vor wie vergangene Träume. Will man die wiedererleben, muss man an Land gehen und das Floß liegen lassen. Mit Glück findet man es wieder, oder man bleibt wieder im Glück und Leid des Samsara hängen. Macht sich ein neues Floß, und wenn das fertig ist, erkennt man, dass man das erste verloren hat.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Qualia ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • SoftBand14163
    Guest
    • March 21, 2026 at 8:52 PM
    • #5
    Quote from Practitioner

    Aber ich habe viel an mit gearbeitet, bin für mich selbst sehr zufrieden geworden und merke, dass auch andere Menschen positiver auf mich reagieren. Freundlicher sind, weil auch meine Freundlichkeit von Herzen kommt und idR keine Bedingungen stellt. Ich mag die meisten Menschen, die ich treffe.

    Freu dich einfach über deine Entwicklung❣️ Du hast ja viel dafür getan.

    Irgendwann werden auch wieder schwerere Zeiten kommen. Aber wenn man einmal selber erlebt hat, wie man da auch wieder heraus kommt und was man selber dafür tun kann, sind die schweren Zeiten nicht mehr so schwer.

  • lotusbomber
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    Buddhist Tradition
    Sutrayana
    • June 25, 2026 at 9:33 AM
    • #6

    Was Dukkha ist nicht nur Schmerz, sondern auch das Unbehagen gegenüber Veränderung – selbst wenn sie positiv ist. Das Floß-Gleichnis passt hier sehr gut: Es geht nicht darum, Glück oder Leid festzuhalten, sondern den Fluss des Lebens mit Gleichmut zu begleiten. Die Vier Edlen Wahrheiten benennen das und zeigen, wie man sich schrittweise aus dem Kreislauf von Anhaftung und Enttäuschung lösen kann.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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