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Rad des Lebens / 12 Glieder des Abhängigen Entstehens

  • Alboretti
  • 21. März 2026 um 12:47
  • Zum letzten Beitrag
  • Alboretti
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    • 21. März 2026 um 12:47
    • #1

    Moin:),


    ich befasse mich gerade mit dem Rad des Lebens / 12 Gliedern des abhängigen Entstehens. Die Glieder habe ich soweit verstanden und verinnerlicht, jedoch verstehe ich den gesamten Kontext noch nicht so ganz und bitte um Hilfe.


    Glied 1-3 : Quasi geistiges Hauptbewusstsein, welches sich aktuell noch im Bardo befindet und keinen neuen Körper gefunden hat?

    Glied 4-10 : Bildung des Fötus / Kindes bis zur Geburt oder bezieht es sich komplett auf das jetzige Leben?

    11-12: Geburt des neuen Menschen mit Älter werden und Tod?


    Vielleicht kann mir der eine oder andere behilflich sein?


    Lieben Gruß und Danke


    PS: Bitte verschieben, wenn falsch eingeordnet

  • Helmut
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    • 21. März 2026 um 13:39
    • #2

    Das Problem der Darstellung der zwölf Glieder in den Suttas sehe ich darin, dass sie nicht in einer wirklichen chronologischen Reihenfolge aufgelistet sind.


    Ich kenne eine Strukturierung der zwölf Glieder in die vier Aspekte:

    • hervorrufende Ursachen
    • verwirklichende Ursachen
    • hervorgerufende Wirkungen
    • verwirklichte Wirkungen

    Zu den hervorrufenden Ursachen gehören die Glieder (1)Unwissenheit, (2)Gestaltende Taten und (3)Bewusstsein. Diese drei bilden einen chronologischen Ablauf.


    Zu den verwirklichenden Ursachen gehören die Glieder (8)Verlangen, (9)Ergreifen und (10)Werden, die auch zeitlich nacheinander ablaufen.


    Die hervorgerufenen Wirkungen sind die Glieder (4)Name und Form, (5)Sinneskräfte, (6)Berührung und (7)Empfindung.


    Die verwirklichten Wirkungen sind (11)Geburt und (12) Altern und Tod.


    Die hervorrufenden Ursachen sind die Voraussetzung für die die verwirklichenden Ursachen. Die hervorgerufenen Wirkungen und die verwirklichten Wirkungen verlaufen parallel. Geburt sowie Name und Form entstehen gleichzeitig und dann verlaufen die Faktoren Sinneskräfte, Berührung, Empfindung sowie Altern und Tod parallel.


    Die zwölf Glieder des abhängigen Entstehen verlaufen über zwei Leben. Die beiden Gruppen von Ursachen gehören zum jetzigen Leben und die beiden Gruppen der Wirkungen gehören zum nächsten Leben. (11)Werden ist das letzte Glied in diesem Leben. (12)Geburt sowie 4(Name und Form) sind der Beginn des nächstens Lebens.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • KarmaHausmeister
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    • 21. März 2026 um 16:03
    • #3

    Das Problem der 12 Glieder ist tatsächlich, dass sie erst später zusammengefügt wurden. Es gibt zwei frühere, kürzere Versionen, die man später redaktionell kombiniert hat, um eine Vereinheitlichung zu schaffen. Man muss dann philosophisch schon ein paar Purzelbäume schlagen, um da Logik reinzubekommen.


    Abgesehen davon, dass es in D.22 noch eine zweite ebenfalls kürzere Version gibt.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

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    • 21. März 2026 um 17:49
    • #4

    Dazu kann ich gerade nichts sagen. Ich beschäftige mich zwar schon seit etlichen Jahren mit der Kette, aber gerade muss ich sie ganz neu machen, denn ich habe gefunden, was Buddha mit Unwissen sagen wollte und wo in der Kette Wissen anfängt. Die unterschiedlichen Längen haben mir nicht nur die Augen geöffnet. Meine Frage: Warum? Ist beantwortet.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Alboretti
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    • 21. März 2026 um 20:56
    • #5

    Danke für die bisherigen Antworten. Das Rad fasziniert mich so sehr und mein Ego kommt momentan noch nicht damit zurecht, dass es zu 100 % verstanden wird. :grinsen:

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    • 21. März 2026 um 23:17
    • #6
    Alboretti:

    Danke für die bisherigen Antworten. Das Rad fasziniert mich so sehr und mein Ego kommt momentan noch nicht damit zurecht, dass es zu 100 % verstanden wird. :grinsen:

    Bis vor ein paar Tagen hatte ich geglaubt, es endlich geknackt zu haben, und dann brechen alle Speichen raus und die Glieder fliegen durch die Gegend.
    Aber ich werde den Drachen bändigen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • JoJu91
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    • 23. März 2026 um 08:14
    • #7
    Alboretti:

    Die Glieder habe ich soweit verstanden und verinnerlicht, jedoch verstehe ich den gesamten Kontext noch nicht so ganz

    Die zwölf Glieder lassen sich bei einer wirklich aufmerksamen Meditationssitzung live erleben.


    Du verweilst in der wachen Lücke zwischen zwei Gedanken, "samadhi".

    Ein erster kaum merklicher Moment von Unbewusstheit führt zu einer winzigen geistige Bewegung mit einem Gefühl von "bin".

    Daraus formt sich blitzschnell eine benannte Form (ein Bild, eine Emotion, ein Gedanke), die mit noch "rein geistig-mentalenen" Sinnen berührt und empfunden wird.

    Fasziniert von dem selbst geschaffenen Phänomen, ergreift der Regisseur die Chance, ein Drehbuch zu gestalten, eine Geschichte, die vor dem Hintergrund seines Bewusssteins geboren wird und abläuft, bis sie wie ein Spuk (wohin ?) verschwindet.

    Das Entstehen und Vergehen eines kleinen Universums, von wem erschaffen ?


    "Ich habe Dich erkannt, Baumeister dieses Hauses ..."


    Spannend wie ein Krimi, eine solche Vipassana-Mediation.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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