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Von Thich Nhat Hanh zu Culadasa John Yates

  • stefanchy
  • 1. Januar 2026 um 16:57
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    stefanchy
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    • 1. Januar 2026 um 16:57
    • #1

    Liebe Sangha Gemeinschaft,


    ich schreibe Euch etwas von meinem Weg in der Hoffnung, dass er dem einen oder anderen eine Hilfe sein mag. Zum anderen möchte ich mich hiermit auch kurz vorstellen.


    Vor vielen Jahren war meine liebe Ehefrau zu einem Retreat im EIAB in Waldbröl (https://www.eiab.eu/), dort hat sie Thich Nhat Hanh getroffen und begeistert eines seiner Bücher "The Art of Power" mitgebracht. Sie konnte mich ebenfalls für ihn begeistern, seitdem haben wir viele seiner Bücher gelesen und versucht unser Leben Schritt für Schritt danach auszurichten. Wir beide verdanken diesem wunderbaren Menschen sehr viel und verehren ihn seit Jahren sehr.


    Allerdings fiel es mir schwer anhand seiner Bücher meine Persönlichkeit wirklich dauerhaft zu wandeln, insbesondere, weil mir Vieles, von dem was in meinem Geist ablief, völlig unbewusst blieb oder ich als normal empfand, und weil mir die tieferen Zusammenhänge hinter vielen der beschriebenen Inhalte verschlossen blieben. Auch mein tägliches Meditieren zeigte zwar etwas Wirkung aber keine nennenswerten Fortschritte. Wie man meditiert war nirgends genauer beschrieben und ich dachte das ist halt so.


    Anfang 2025 stieß ich dann zufällig durch ein Zitat über Achtsamkeit auf das "Handbuch Meditation" von Culadasa John Yates und war ... wieder begeistert, aber diesmal richtig !! Plötzlich verstand ich das Warum und die Zusammenhänge hinter vielen Aussagen und Anweisungen von Thich, alles wurde viel viel klarer und logisch nachvollziehbar. Insbesondere das Wissen um die Funktionsweise des Geistes hat mir enorm geholfen Thich und vor allem mich selbst besser zu verstehen und nicht zuletzt gab es in dem Buch ausführliche Anweisung und Richtung für die Meditation. Ich bin eher naturwissenschaftlich veranlagt und kann mit logischen Zusammenhängen einfach mehr anfangen. Meine Meditation begann nun Fortschritte zu zeigen und ich konnte langsam introspektives Gewahrsein entwickeln, was mir half meiner Geistesinhalte bewusster zu werden. Auch meine Achtsamkeit im Alltag nimmt langsam zu, nachdem ich nun weiss was Achtsamkeit wirklich ist und wie man sie "erzeugt" und aufrecht erhält.


    Mitte des Jahres entdeckte ich weitere Schriften von Culadasa John Yates (https://culadasa.com/writings). Diese waren für mich wiederum eine echte Offenbarung! Ich kannte den Buddhismus bisher nur durch Thich und durch den Besuch hübscher Tempel im Heimatland meiner lieben Ehefrau. Aber wie kam es von der Lehre des Buddha zu der Vielfalt an buddhistischen Traditionen und was hat der Buddha eigentlich damals wirklich gelehrt? Die Antworten darauf sind dort wunderbar erklärt in "When Buddhadharma Comes to the West" and "Introduction to What the Buddha Thought".

    Die unglaubliche Brillianz und die unglaubliche Geschlossenheit und Stimmigkeit der Lehre des Buddha, so wie dort beschrieben, hat mich total umgehaun !! Alle Fragen meines Lebens sind darin komplett beantwortet. Wenn ich diese Information früher gehabt hätte, mein Leben hätte ich völlig anders geführt. Daher ist es fortan mein innigster Wunsch, dass möglichst viele Menschen die Lehre des Buddha kennen mögen, so wie sie dort beschrieben ist.

  • void 1. Januar 2026 um 17:15

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • Kianga
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    • 1. Januar 2026 um 19:31
    • #2

    Herzlich Willkommen bei uns!


    Ich hoffe aber, du wirst jetzt nicht zum buddhistischen Missionar...

    Denn auch du hast viel Zeit und viele Entwicklungsschritte gebraucht, um überhaupt den Wert dieser Bücher erkennen und die Inhalte verstehen zu können. Diese dazu notwendigen Entwicklungsschritte kann keiner überspringen.


    Natürlich kennen einige hier diese Bücher und haben auch damit gearbeitet. Aber auch das ist immer nur eine Phase innerhalb einer langen buddhistischen Entwicklung.

    In welcher Welt ist das, was der andere mir gerade sagt, wahr? In welche Welt passt es hinein und ist es plausibel?

    Aus einem Gespräch mit Bernhard Pörksen.

  • pano
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    • 1. Januar 2026 um 19:41
    • #3

    stefanchy mit beiden Lehrern, Culadasa und TNH, kann ich einiges anfangen. "The Mind illuminated" bietet unterweisung zu einem Detailgrad der auch in der Plum Village Tradition fehlt. Beide Personen haben aktiv nach Synthese zwischen Theravada und Mahayana gesucht. Zufall? Vermutlich nicht.

  • Monikamarie
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    • 1. Januar 2026 um 19:59
    • #4

    Herzlich willkommen stefanchy ,

    Danke für Deine Vorstellung und schließe mich Kianga an.


    Alles Gute weiterhin.

    _()_Monika

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    stefanchy
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    • 1. Januar 2026 um 20:58
    • #5

    Vielen Dank für Euer herzliches Willkommen!


    pano, das ist eine interessante Information. Magst Du etwas mehr dazu sagen?


    Danke, Kianga, Du hast Recht. Mission ist dem Buddhismus meines Wissens fremd. Und das finde ich auch gut so.

  • Aravind
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    • 2. Januar 2026 um 12:36
    • #6

    Herzlich willkommen, Stefan!

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    Zen
    • 2. Januar 2026 um 16:57
    • #7
    Verschoben

    Ich habe die kritische Diskussion zu den beiden Lehrern aus dem Anfängerbereich in einen Extra Thread verschoben

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    stefanchy
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    • 5. Januar 2026 um 20:47
    • #8

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht und für die beiden Texte

    "When Buddhadharma Comes to the West..." und "Introduction to What the Buddha Thought"

    des Culadasa John Yates eine Übersetzung in Deutsch als PDF angefertigt:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.


    Ich finde das ist eine gute Einführung in den Buddhismus für all jene, die sein "Handbuch Meditation" / TMI hilfreich finden.


    PS: Das ist übrigends keine automatische Übersetzung, die hat leider häufig den Sinn verdreht, sondern handverlesen.

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    stefanchy
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    • 10. Februar 2026 um 14:45
    • #9

    Anbei eine weitere Übersetzung eines Textes von Culadasa John Yates ins Deutsche:



    Kultivierung von Achtsamkeit im Alltag


    Im täglichen Leben achtsam zu sein, während Gesprächen und bei intellektuellen Aktivitäten ist eine häufige Herausforderung. Eine noch größere Herausforderung besteht darin, in emotional intensiven und hoch aufgeladenen Situationen achtsam zu sein, insbesondere wenn gleichzeitig viele verschiedene Dinge geschehen. Und genau in diesen Situationen ist Achtsamkeit tatsächlich am wichtigsten. Viele von uns lernen das irgendwie durch Meditation, meistens ohne genau zu wissen, wie. Ich habe viel Zeit damit verbracht herauszufinden, wie wir das tun, damit wir es anderen beibringen können. Das habe ich gelernt:

    Wir haben zwei verschiedene Arten, Dinge "zu wissen", die normalerweise zeitgleich ablaufen - Aufmerksamkeit und peripheres Gewahrsein. Achtsamkeit bedeutet eigentlich, das periphere Gewahrsein zu nutzen, um introspektiv zu erkennen, was in unserem eigenen Geist vor sich geht, sowie den größeren Kontext der Situation, in der wir uns befinden. Aufmerksamkeit konzentriert sich auf Details, daher kann sie den Geist nicht kontinuierlich beobachten und auch keinen Kontext liefern. In Gesprächen, bei intellektuellen Aufgaben und in emotional besonders intensiven Situationen wird die Aufmerksamkeit hyperfokussiert und das periphere Gewahrsein verschwindet. Das ist der Grund, warum wir die Achtsamkeit verlieren!

    Es ist also durchaus möglich, den eigenen Geist im peripheren Gewahrsein zu beobachten, während die Aufmerksamkeit gleichzeitig auf etwas anderes gerichtet ist, zum Beispiel auf ein Gespräch. Wenn du dies tust, bekommst du das Gefühl, den Geist "beobachten" zu können, selbst wenn der Geist gerade in das Gespräch vertieft ist oder was auch immer sonst gerade die Aufmerksamkeit beansprucht. Mit anderen Worten: Zwei Arten des Erkennens, die gleichzeitig stattfinden, liefern den "Spiegel". Dies ermöglicht es, die Aktivitäten des Geistes von "hinten", "von innen" oder "von oben" zu beleuchten, oder wie immer du es auch beschreiben möchtest.

    Es erfordert Übung, um darin gut zu werden. Und im Körperbewusstsein verankert zu sein, ist eine großartige Möglichkeit, in diesen Zustand zu gelangen. Aber keine Menge an Übung und Können wird dich in intensiven emotionalen Situationen weit bringen, denn die Aufmerksamkeit saugt die gesamte Kapazität des Bewusstseins auf und lässt nichts für das periphere Gewahrsein übrig. Genau hier hilft Meditation weiter. Der Geist wird stärker, und wenn du die Gewohnheit für introspektives peripheres Gewahrsein entwickelt hast, kannst du achtsam bleiben, selbst in Situationen, in denen es dir sonst möglicherweise nicht gelingen würde.

    Der Grund, warum einige von uns diese Fähigkeit erworben haben, peripheres Gewahrsein aufrechtzuerhalten und diese stärkere Kraft des Geistes zu nutzen, liegt darin, dass wir sie die ganze Zeit über benutzt haben, um in unserer Meditation erfolgreich zu sein. Anfangs stellten wir fest, dass wir, wenn wir zu fokussiert waren, entweder vergaßen, was wir taten, oder wir wurden dumpf und schläfrig. Also lernten wir, zu vermeiden, zu hyperfokussiert zu sein, indem wir das periphere Gewahrsein während des Fokussierens aufrechterhielten. Dann überwandten wir letztendlich Dumpfheit und Ablenkungen, indem wir sie sofort erkannten, sobald sie auftraten, damit wir sie korrigieren konnten. Und wir taten dies, indem wir unser peripheres Gewahrsein in introspektives Gewahrsein umwandelten, sodass wir immer wussten, was in unserem Geist geschah. Schließlich wurde nicht nur das introspektive periphere Gewahrsein, sondern auch der Korrekturprozess selbst automatisch, und wir wurden dadurch gute Meditierende. Aber das aufrechterhaltene introspektive periphere Gewahrsein als Gewohnheit wirkt sich auch auf das tägliche Leben aus. So fanden wir uns auch viel achtsamer, selbst beim Arbeiten, Sprechen mit Menschen und Streiten mit unseren Partnern. Das war natürlich ein enormer Bonus und führt tatsächlich zu Einsicht.

    Diejenigen von uns, die diese Fähigkeit erworben haben, haben dies weitgehend zufällig getan. Ich weiß, dass meine eigenen Erfolge sowohl in der Meditation als auch im Leben viel schneller gekommen wären, wenn mir jemand diese Details erklärt hätte. Deshalb freue ich mich so sehr, sie an dich weiterzugeben. Kultiviere peripheres Gewahrsein sowohl in als auch außerhalb der Meditation. Lerne, peripheres Gewahrsein aufrechtzuerhalten, selbst wenn du dich sehr genau konzentrierst. Wandele peripheres Gewahrsein von etwas, das nur damit zu tun hat, was außerhalb des Geistes passiert, hin zu einem Gewahrsein dafür, was auch innerhalb des Geistes geschieht. Dann kannst du:


    1. deine Aufmerksamkeit voll auf das Gespräch (oder eine andere Aktivität) richten, während du gleichzeitig


    2. in den gegenwärtigen Umständen geerdet bleibst, dir deines Körpers bewusst bist und dir bewusst bist, was in deinem Geist vor sich geht - also was du fühlst, tust, sagst oder denkst, warum du es tust, sagst oder denkst und ob es wirklich das ist, was du tun, sagen oder denken möchtest. Mit anderen Worten, klares Verständnis, verwurzelt in einer gewohnheitsmäßigen Matrix des Gewahrseins, die durch Meditation perfektioniert wurde.


    3. Wenn du die Vereinigung des Geistes und einspitzige Konzentration in der Meditation erreicht hast, wirst du eine kraftvolle, perfekt fokussierte Aufmerksamkeit (d.h. gerichtete und anhaltende Aufmerksamkeit) zusammen mit ebenso kraftvollem introspektivem Gewahrsein für den laufenden Zustand und die Aktivitäten deines eigenen Geistes (d.h. Achtsamkeit mit klarem Verständnis) erleben. Dies sind Jhana-Faktoren und gehen natürlicherweise mit den anderen Jhana-Faktoren von Freude und Glücklichsein einher. Sie lassen sich recht leicht auf das tägliche Leben übertragen, wenn auch offensichtlich nicht mit der gleichen Intensität wie in der Meditation. Das Ergebnis im täglichen Leben ist nicht nur kraftvolle Achtsamkeit, sondern auch Glücklichsein, Gelassenheit und Gleichmut.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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