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Fleischkonsum und Buddhismus

  • CobraCain
  • 9. Mai 2023 um 22:58
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  • Bernd
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    • 7. Januar 2024 um 11:14
    • #326
    Qualia:

    Das Huhn erkennt nur Wesen seiner Art als Lebewesen. Alle anderen sind entweder Essen oder mit Vorsicht zu genießen.

    Korrekt.

    Darf dann der Mensch ein Huhn als Messlatte hernehmen?

  • Bebop
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    • 7. Januar 2024 um 11:53
    • #327

    Qualia.

    Zitat

    Das Huhn, das einen Wurm isst, weiß nicht, dass das ein Wurm ist, also ein Lebewesen wie es selbst.

    Aber das muss es auch nicht wissen, sondern nur, was es essen muss oder kann. Das Gleiche gilt für uns. Wir müssen, wie du sagst, keine Kategorien bilden.

  • Qualia
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    • 7. Januar 2024 um 16:00
    • #328
    Bernd:
    Qualia:

    Das Huhn erkennt nur Wesen seiner Art als Lebewesen. Alle anderen sind entweder Essen oder mit Vorsicht zu genießen.

    Korrekt.

    Darf dann der Mensch ein Huhn als Messlatte hernehmen?

    Nein, das Huhn macht das, was es tut rein dem eigenen Leben gewidmet.

    Der Mensch glaubt alles essen zu können und hat jede Vorsicht verloren, weil er keine Feinde hat, die ihn essen könnten und wenn doch einer es wagt, wird er abgeknallt und ausgerotet.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Qualia
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    • 7. Januar 2024 um 16:08
    • #329
    Bebop:

    Qualia.

    Zitat

    Das Huhn, das einen Wurm isst, weiß nicht, dass das ein Wurm ist, also ein Lebewesen wie es selbst.

    Aber das muss es auch nicht wissen, sondern nur, was es essen muss oder kann. Das Gleiche gilt für uns. Wir müssen, wie du sagst, keine Kategorien bilden.

    Kein Mensch der in Begriffen kommunizieren kann, kann sich dem systematisieren und kategorisieren entziehen. Nein Menschen benötigten keine Kategorien/Kasten/Arten/Rassen, aber wo sie sind, werden sie eingehalten und nicht infrage gestellt.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • mynoself
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    • 26. Juni 2024 um 13:26
    • #330

    Hallo zusammen,

    mein erster Beitrag hier, ich stelle mich später noch vor. :)

    Was Fleischkonsum betrifft, leben wir in einer Zeit des obszönen Luxus. Jeder, egal aus welcher Einkommensschicht, kann täglich Fleisch konsumieren bis es ihm zu den Ohren rausfliegt.

    Noch in den 1950er Jahren war der Braten was für Sonntags. Fleisch war teuer.

    Heute ist es billig, weil es massenhaft "produziert" wird. Es ist ein "Essen" wie alles andere und wenn man pappsatt ist, werden die Reste behandelt wie aller Abfall.

    Aber es ist nicht nur "Essen", sondern unweigerlich ist dafür ein Tier gestorben, und das auch noch nach einem Leben in einer unsäglichen Hölle, in der es nur darauf ankommt, dass möglichst viel möglichst billig produziert wird. Jagd in der Natur ist sicherlich eine wesentlich humanere Art der Lebensmittelgewinnung als Massentierhaltung. Da zeigt sich unsere Doppelmoral: Der Jäger als Bambi-Mörder steht dann am Pranger, während man sich den Döner aus dunkler Herkunft schmecken lässt.

    Bevor man ernsthaft über Vegetarismus spricht, muss man sich erst mal darüber bewusst werden, dass wir in einer historisch nie dagewesenen Zeit der Überfülle leben, auf Kosten von anderen empfindenden Wesen. Wenn wir unseren Konsum auf das Normalmaß reduzieren und tierische Produkte so auswählen, dass möglichst wenig Leiden dadurch entsteht, wäre allein das schon ein enormer Kulturbruch, den durchzuhalten eine Herausforderung ist.

    "Bewusstheit" ist so ein Modewort, mit dem man alles kaschieren kann. Sich aber bewusst werden über das was wir täglich beim Essen tun, dass ein empfindendes Wesen sein Leben im Elend verbracht hat, um dann auf kostenoptimierte Weise getötet zu werden, damit dieses Schnitzel vor mir auf dem Teller liegt, sich dessen wirklich bewusst zu sein, ist auch eine Herausforderung, die ans Unerträgliche grenzt. Stellen wir uns dieser Herausforderung?

    Wir sind nun mal so entstanden, dass wir auch von tierischen Produkten leben müssen. Aber von der Entstehung unseres "Essens" sind wir durch eine lange, undurchsichtige Lieferkette getrennt. Wir brauchen nicht den letzten Schrei des Wesens zu hören, das uns seine Lebenskraft gegeben hat und dessen Reste im Müll landen wenn wir satt sind. Wir können alles ausblenden was uns unangenehm ist.

    Ich bin kein kompletter Vegetarier, richte nur mein Konsumverhalten entsprechend dem oben Gesagten aus. Auf der Lieferpizza darf Salami sein, bin mir aber klar darüber, was das ist, was ich da esse, wo es herkommt und dass dies etwas Besonderes bleiben muss.

    Und die Dankbarkeit gegenüber dem unbekannten Wesen, dem wir die Mahlzeit tatsächlich "verdanken", fordert einen sparsamen und achtsamen Umgang mit dieser Nahrung.

    -mynoself-

  • Schneelöwin
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    • 26. Juni 2024 um 14:15
    • #331

    Ernsthaft?

    Du schreibst hier eine enorme Bergpredigt über Herausforderungen , obszönen Luxus, undurchsichtigen Lieferketten, den letzten Schrei eines tierischen Wesens und bestellst Dir selbst, also bewusst am Ende auch die Salamipizza? :o :eek:

    Na dann finde mal jemand der Deine Worte ernst nimmt.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • TinyNight13076
    Gast
    • 26. Juni 2024 um 14:23
    • #332
    mynoself:

    Hallo zusammen,

    mein erster Beitrag hier, ich stelle mich später noch vor. :)

    Was Fleischkonsum betrifft, leben wir in einer Zeit des obszönen Luxus. Jeder, egal aus welcher Einkommensschicht, kann täglich Fleisch konsumieren bis es ihm zu den Ohren rausfliegt.

    Noch in den 1950er Jahren war der Braten was für Sonntags. Fleisch war teuer.

    Heute ist es billig, weil es massenhaft "produziert" wird. Es ist ein "Essen" wie alles andere und wenn man pappsatt ist, werden die Reste behandelt wie aller Abfall.

    Aber es ist nicht nur "Essen", sondern unweigerlich ist dafür ein Tier gestorben, und das auch noch nach einem Leben in einer unsäglichen Hölle, in der es nur darauf ankommt, dass möglichst viel möglichst billig produziert wird. Jagd in der Natur ist sicherlich eine wesentlich humanere Art der Lebensmittelgewinnung als Massentierhaltung. Da zeigt sich unsere Doppelmoral: Der Jäger als Bambi-Mörder steht dann am Pranger, während man sich den Döner aus dunkler Herkunft schmecken lässt.

    Bevor man ernsthaft über Vegetarismus spricht, muss man sich erst mal darüber bewusst werden, dass wir in einer historisch nie dagewesenen Zeit der Überfülle leben, auf Kosten von anderen empfindenden Wesen. Wenn wir unseren Konsum auf das Normalmaß reduzieren und tierische Produkte so auswählen, dass möglichst wenig Leiden dadurch entsteht, wäre allein das schon ein enormer Kulturbruch, den durchzuhalten eine Herausforderung ist.

    "Bewusstheit" ist so ein Modewort, mit dem man alles kaschieren kann. Sich aber bewusst werden über das was wir täglich beim Essen tun, dass ein empfindendes Wesen sein Leben im Elend verbracht hat, um dann auf kostenoptimierte Weise getötet zu werden, damit dieses Schnitzel vor mir auf dem Teller liegt, sich dessen wirklich bewusst zu sein, ist auch eine Herausforderung, die ans Unerträgliche grenzt. Stellen wir uns dieser Herausforderung?

    Wir sind nun mal so entstanden, dass wir auch von tierischen Produkten leben müssen. Aber von der Entstehung unseres "Essens" sind wir durch eine lange, undurchsichtige Lieferkette getrennt. Wir brauchen nicht den letzten Schrei des Wesens zu hören, das uns seine Lebenskraft gegeben hat und dessen Reste im Müll landen wenn wir satt sind. Wir können alles ausblenden was uns unangenehm ist.

    Ich bin kein kompletter Vegetarier, richte nur mein Konsumverhalten entsprechend dem oben Gesagten aus. Auf der Lieferpizza darf Salami sein, bin mir aber klar darüber, was das ist, was ich da esse, wo es herkommt und dass dies etwas Besonderes bleiben muss.

    Und die Dankbarkeit gegenüber dem unbekannten Wesen, dem wir die Mahlzeit tatsächlich "verdanken", fordert einen sparsamen und achtsamen Umgang mit dieser Nahrung.

    -mynoself-

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    Herzlich willkommen!

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 26. Juni 2024 um 14:29
    • #333
    mynoself:

    Ich bin kein kompletter Vegetarier, richte nur mein Konsumverhalten entsprechend dem oben Gesagten aus.

    Ein guter Schritt.

    Irgendwann kommt vielleicht der komplette Verzicht – oder auch nicht. Von tierischem Leben müssen wir nicht leben. Es lässt sich alles Notwendige durch andere Nahrungsmittel ersetzen.

    Eine deutliche Reduktion und echte Wertschätzung sind aber schon sehr, sehr viel.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Germania
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    • 2. Januar 2025 um 19:39
    • #334
    Qualia:

    Das Huhn, das einen Wurm isst, weiß nicht, dass das ein Wurm ist, also ein Lebewesen wie es selbst. Wie der Wurm auch nicht weiß, dass ein Huhn ein Lebewesen ist.

    Woher weiß man das?

    Mal unterstellt, dass es so ist, da das Huhn ja ein wirklich kleines Gehirn hat... ;) - dann hat der Mensch mit seinem Bewusstsein den "Fluch" (?), sich über sein Essen auch noch Gedanken machen zu müssen... (Sarkasmus aus).

    Nun ist allerdings erwiesen, dass die Entwicklung des Menschen und seines Gehirns eng mit dem Fleischkonsum in Verbindung gebracht werden kann. Ohne dieses hochwertige Eiweiß wäre der Mensch nicht imstande gewesen, zielgerichtet zu denken, Zusammenhänge zu erkennen, da sein Gehirn klein geblieben wäre. Das Gehirn ist durch das höhere Angebot an Eiweiß gewachsen.

    Nun frage ich mich - wenn der Mensch, der seit ewigen Zeiten Allesfresser ist, nun diesen für ihn wichtigen Baustein in der Ernährung weg lässt, was passiert dann langfristig mit ihm? Die menschliche Verdauung ist ja durch die Evolution auch "vererbt."

    Die Frage nach den Pflanzen: Sicherlich fühlen Pflanzen anders als Tiere, sie reagieren, aber vermutlich empfinden sie keinen Schmerz.

    Was nun den Buddhismus angeht, so ist das tatsächlich schwierig. Ein guter Buddhist, der kein Begehren kennt, müsste theoretisch gar nichts essen. Geht aber nicht, da er ja dennoch ein Lebewesen aus Fleisch und Blut ist.

    Das Leben auf der Erde ist Fressen und Gefressen werden. Wir als Menschen können wählen, solange es uns gut geht und Auswahl vorhanden ist. Der Eskimo im Iglo wird ohne seinen Fisch nicht überleben, ebenso wenig wie Menschen, die in den Anden auf den Bergen leben, wo nichts wächst, ohne ihre Bergziegen (bin mir nicht sicher über die Tierart) nicht satt werden.

    Vegetarische Ernährung ist somit eine Art Luxus. Wer es sich leisten kann, zu wählen, und ein solch breites Angebot an vegetarischen Speisen hat wie wir in dieser Zeit, kann das natürlich tun. Den Nährstoffmangel, der mit fleisch- und fischloser Ernährung eintritt, kann er ggf. mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen.

  • Qualia
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    • 2. Januar 2025 um 19:56
    • #335
    Der Blob - Schleimiger Superorganismus - Die ganze Doku | ARTE
    Es ist weder Tier noch Pflanze, sondern – ein Blob. Dieser schleimige Superorganismus stellt alles in Frage, was der Mensch über intelligentes Leben zu wissen…
    www.arte.tv

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Germania
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    • 3. Januar 2025 um 16:35
    • #336

    Aber alles ist LEBEN, Existenz!

    Was den Blob betrifft - ob das Intelligenz ist oder eine Art Nerven, genetisch superangepasst und hochentwickelt über die Jahrtausende, das wird man vielleicht irgendwann einmal herausfinden.

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 17. April 2025 um 09:43
    • #337

    Vegane Ernährung ist alternativlos, wenn Menschen zukünftig nicht nie zuvor dagewesenes Leid über alle Wesen unserer Mitwelt bringen wollen. Das Leid, das heute schon durch Massentierhaltung an Mensch und Tier verübt und hingenommen wird, ist beispiellos. Es gibt dafür keine Rechtfertigung mehr.

    Vegane Ernährung ist leicht, gesund und sehr vielfältig. Es macht Spaß.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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