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Wahres Selbst

  • Ratio
  • 11. Januar 2023 um 20:25
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  • Maha
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    • 12. Januar 2023 um 11:30
    • #51
    Ratio:

    Eine Rollenübernahme ist die Aneignung einer Person (lat. persona=maske).

    Rollenübernahme heißt bei Mead erstmal nichts anderes als sich in eine andere Person hineinversetzen - "taking the role of the other". Das ist nach Mead wesentlich für die Entstehung eines Selbst. Da geht es nicht um die Marx'schen Charaktermasken oder ähnliches, sondern um viel grundlegenderes.

    "Das Siegel der erreichten Freiheit: Sich nicht mehr vor sich selbst schämen."

    - Irvin Yalom, Und Nietzsche weinte

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    • 12. Januar 2023 um 11:38
    • #52
    Mabli:

    Das ist nach Mead wesentlich für die Entstehung eines Selbst.

    Ein Selbst entsteht nicht, das ist der Knackpunkt - ein Selbst ist gegeben. Was entsteht und vergeht sind Prozesse. Psychologen usw. beziehen sich auf diese Prozesse und nennen das dann Selbst - das ist nach der Buddha Lehre eben falsch, das ist ganz einfach zu verstehen. Was aber kein Hinderniss darstellt, Theorien zu verfassen, die auch hilfreich sein können in Bezug zu den Prozessen - aber der Buddha weist den Weg darüber hinaus.

    Wenn du ja säkularer Buddhist bist, dann versuchst du wahrscheinlich diese ganzen Disziplinen irgendwie zu verbinden - das ist jedoch zum scheitern verurteilt, wenn man nicht Hauptteile der Buddhalehre ignoriert. Ein Hauptteil besteht darin, dass Selbst nicht in den Prozessen, in den Anhaftungsgruppen, in ALLEM was vergänglich ist, zu suchen. Der Weltling aka Psychologe, Wissenschaftler, Philosoph macht aber genau das.

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    • 12. Januar 2023 um 11:58
    • #53
    Ratio:

    Was aber kein Hinderniss darstellt, Theorien zu verfassen, die auch hilfreich sein können in Bezug zu den Prozessen - aber der Buddha weist den Weg darüber hinaus.

    Es gibt z.B. das Buch "Gedanken ohne den Denker" von Mark Epstein - das geht genau in diese Richtung. Das Buch ist intelligent geschrieben, aber wenn man genauer hin sieht, weiß man was da gemacht wird: Es wird alles mit "Buddha Lehre" begründet, aber tatsächlich bezieht man sich die ganze Zeit auf Mahayana Philosophie von shunyata und Samsara=Nirvana. Ist dies erst mal gemacht, kann man munter drauf los philosophieren, denn dann macht alles "Sinn" - so sagt er z.B. das das Selbst nur "ein Narzissmus" sei, den es zu überwinden gilt, das führt dann zu "Ego" usw.usf.

  • Noreply
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    • 12. Januar 2023 um 11:58
    • #54

    Das Selbst-/Ichlosigkeit erreichen zu wollen, ist sowohl ein Festhalten an Sinneslust und Sinnesleiden. Darum ist es so schwer zu erreichen darin Frieden zu finden.

    Mein Ergebnis ist: Ich bin Mitte meiner Welt in der gesamten Welt.

  • Leonie
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    • 12. Januar 2023 um 13:50
    • #55
    Ratio:

    Ein Selbst entsteht nicht, das ist der Knackpunkt - ein Selbst ist gegeben. Was entsteht und vergeht sind Prozesse.

    Das ist einfach nur eine (unbeweisbares) Annahme, die unterstellt, dass die Prozesse eine Ursache in einem gegebenen Selbst hätten.

    Über derartige Ansichten hat Buddha in der Lehrrede MN 2 gesagt, sie seien ein Gestrüpp, ein Dickicht von Ansichten, in denen sich der nicht-unterrichtete Weltling verheddert und somit keine Befreiung finden kann.


    [lz]

    • Die Ansicht 'für mich gibt es ein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    • die Ansicht 'für mich gibt es kein Selbst' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    • die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    • die Ansicht 'ich nehme Nicht-Selbst mit Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen;
    • oder die Ansicht 'ich nehme Selbst mit Nicht-Selbst wahr' entsteht in ihm als wahr und erwiesen; oder
    • ansonsten hat er eine Ansicht wie diese: 'Es ist dieses mein Selbst, das da spricht und fühlt und hier und da die Ergebnisse guter und schlechter Taten erfährt; aber dieses mein Selbst ist unvergänglich, dauerhaft, ewig, nicht der Vergänglichkeit unterworfen, und es wird so lange wie die Ewigkeit überdauern' [4].

    Diese spekulative Ansicht, ihr Bhikkhus, wird das Dickicht der Ansichten genannt, die Wildnis der Ansichten, die Verdrehtheit der Ansichten, der Wankelmut der Ansichten, die Fessel der Ansichten. Durch die Fessel der Ansichten gebunden, ist der nicht unterrichtete Weltling nicht befreit von Geburt, Alter und Tod, von Kummer, Klagen, Schmerz, Trauer und Verzweiflung; er ist nicht befreit von Dukkha, sage ich."[/lz]

    Majjhima Nikāya 2

    :zen:

  • kristallklar
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    • 12. Januar 2023 um 14:56
    • #56
    Ellviral:

    Das nicht erkennen wollen, dass alles Mein, nur anatta ist. Der verfluchte Wunsch atta zu sein, sein zu wollen, glauben atta sein zu können.

    Indem man sagt mein Körper, ist nicht alles Mein.

    Und jede dieser Identifikationen ist temporär, nicht für immer, so wie das Selbst.

    Das Selbst kann nicht denken, nicht fühlen, nicht reden, oder wie siehst du das Noreply?

    Wie soll ich von selbst reden? Wenn es nichts zu sagen gibt, halte ich den Mund *lach*

  • Bosluk
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    • 12. Januar 2023 um 15:59
    • #57
    Ratio:

    Die Lehre Buddhas richtet sich gegen avija und möchte durch empirische Methoden Unwissenheit ausräumen, die Wolken vertreiben. Was sind die Wolken? Diese sind die Identifikation des Selbst mit irgendetwas "da draußen" - und dies führt zu Leid, da "da draußen" eben Samsara ist und so dreht sich der Kreislauf unentwegt.

    Also: Die Lehre Buddhas [...] möchte [...] die Identifikation des Selbst mit irgendetwas ausräumen.

    Das Selbst identifiziert sich nicht mit etwas. Ein Selbst, dass sich identifiziert klingt für mich wieder verdächtig nach einem subtil-durchgeschleusten Atman. Jedes Identifizieren oder besser Ergreifen (upādāna) ist bereits ein (illusorischer) Eindruck eines Selbst. Und ich beobachte auch nicht, das es zu dukkha führt, im Sinne, dass es dann irgendwann mal auftaucht. Sondern es ist bereits Dukkha. Pañcupādānakkhandhā dukkhā: Sobald Ergreifen da ist, ist auch Dukkha mit am Start.

  • mukti
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    • 12. Januar 2023 um 15:59
    • #58
    Ratio:

    Ein Selbst entsteht nicht, das ist der Knackpunkt - ein Selbst ist gegeben.

    In Ittivutakam 43 heißt es:

    Zitat

    Es gibt ein Ungeborenes, Ungewordenes, Unerschaffenes, Ungestaltetes. Gäbe es dieses Ungeborene, Ungewordene, Unerschaffene, Ungestaltete nicht, so wäre hier keine Entrinnung aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Gestalteten zu erkennen. Weil es nun aber ein Ungeborenes, Ungewordenes, Unerschaffenes, Ungestaltetes gibt, deshalb ist hier ein Entrinnung aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Gestalteten zu erkennen.

    "Selbst" bedeutet laut Duden "das seiner selbst bewusste Ich". Nachdem ein "Ich" aber entsteht, ist es dann angebracht das Ungeborene als Selbst zu bezeichnen?

    Mit Metta, mukti.


  • Raphy
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    • 12. Januar 2023 um 17:10
    • #59
    mukti:
    Ratio:

    Ein Selbst entsteht nicht, das ist der Knackpunkt - ein Selbst ist gegeben.

    In Ittivutakam 43 heißt es:

    Zitat

    Es gibt ein Ungeborenes, Ungewordenes, Unerschaffenes, Ungestaltetes. Gäbe es dieses Ungeborene, Ungewordene, Unerschaffene, Ungestaltete nicht, so wäre hier keine Entrinnung aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Gestalteten zu erkennen. Weil es nun aber ein Ungeborenes, Ungewordenes, Unerschaffenes, Ungestaltetes gibt, deshalb ist hier ein Entrinnung aus dem Geborenen, Gewordenen, Geschaffenen, Gestalteten zu erkennen.

    "Selbst" bedeutet laut Duden "das seiner selbst bewusste Ich". Nachdem ein "Ich" aber entsteht, ist es dann angebracht das Ungeborene als Selbst zu bezeichnen?

    Gewiß nicht, o Herr. :)

    S.44.10 Anando - 10. Ānanda Sutta  :

    ...

    "Hätte ich, Anando, auf die Frage des Pilgers Vacchagotto, ob es ein Selbst gibt, geantwortet: 'Es gibt ein Selbst' würde das der Erkenntnis entsprechen: 'Alle Dinge sind ohne Ich'?"

    "Gewiß nicht, o Herr".

    ...

    Samyutta Nikaya 44

    Liebe Grüße

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    • 12. Januar 2023 um 17:11
    • #60
    Bosluk:

    Sobald Ergreifen da ist, ist auch Dukkha mit am Start.

    Ja, darum eben nicht ergreifen, keine Konzepte aufbauen und sich am Selbst erfreuen.


    mukti:

    Nachdem ein "Ich" aber entsteht, ist es dann angebracht das Ungeborene als Selbst zu bezeichnen?

    Ja ist angebracht, weil man ja eine Unterscheidung brauch (viveka). Im Sinne des Buddha muss man es überhaupt nicht ettiketieren, man ist es ja - wichtig ist nur zu wissen, was man nicht ist - und das ist das "Ich" welches entsteht, denn wenn es entsteht, vergeht es auch, darum anicca, darum dukkha. Die Lehrrede bezieht sich auf dieses "Ich", welches nur entstehen kann, aber niemals ist, nur Schein, nur maya. Aber der Weltling denkt, das wäre das Selbst welches er ist - aber er ist es nicht, er ist auch kein Brahman usw. Der Begriff atman ist legitim und kann verwendet werden.


    Bosluk:

    Ein Selbst, dass sich identifiziert klingt für mich wieder verdächtig nach einem subtil-durchgeschleusten Atman

    Dies wird nicht subtil durchgeschleust, sondern ist einfach da - ich muss da ja nicht einschleusen, weil es überhaupt nicht notwendig ist, da es ja nie geleugnet wird - weder von Buddha noch von mir.

  • kristallklar
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    • 12. Januar 2023 um 17:17
    • #61
    Ratio:

    Ja ist angebracht, weil man ja eine Unterscheidung brauch (viveka). Im Sinne des Buddha muss man es überhaupt nicht ettiketieren, man ist es ja - wichtig ist nur zu wissen, was man nicht ist - und das ist das "Ich" welches entsteht, denn wenn es entsteht, vergeht es auch, darum anicca, darum dukkha. Die Lehrrede bezieht sich auf dieses "Ich", welches nur entstehen kann, aber niemals ist, nur Schein, nur maya. Aber der Weltling denkt, das wäre das Selbst welches er ist - aber er ist es nicht, er ist auch kein Brahman usw. Der Begriff atman ist legitim und kann verwendet werden.

    Um das klar zu haben.

    Darunter fallen auch "Ich habe Angst vor morgen", oder "Ich habe eine schwere Krankheit"?

    Das heißt sobald ein Ich da ist, egal in welcher Form und Farbe, wie auch immer - Ergreifung führt zu leid.

    So definiert sich dann auch für mich, über die Leben hinaus, die Auf-gabe.

    Es gilt wohl auch nach dem X-ten Leben, auch dann wenn ich meine mich jetzt aber gesehen zu haben, zu er-innern oder?

    Kannst du mir dazu was sagen?

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    • 12. Januar 2023 um 17:47
    • #62
    kristallklar:

    Das heißt sobald ein Ich da ist, egal in welcher Form und Farbe, wie auch immer - Ergreifung führt zu leid.

    Letzlich schon, da auch ein "glückliches Ich" vergehen muss.


    kristallklar:

    So definiert sich dann auch für mich, über die Leben hinaus, die Auf-gabe.

    Es gilt wohl auch nach dem X-ten Leben, auch dann wenn ich meine mich jetzt aber gesehen zu haben, zu er-innern oder?


    Kannst du mir dazu was sagen?

    Ich weiß jetzt nicht genau worauf du hinaus möchtest - das Ziel sollte ja sein Nibbana zu erlangen, und dann wird man nicht mehr wiedergeboren, aber wahrscheinlich verstehe ich deine Frage falsch.

  • Aravind
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    • 12. Januar 2023 um 18:16
    • #63
    kristallklar:

    Das heißt sobald ein Ich da ist, egal in welcher Form und Farbe, wie auch immer - Ergreifung führt zu leid.

    Genau. Deshalb: Das bin nicht ich, das gehört mir nicht.

  • mukti
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    • 12. Januar 2023 um 19:03
    • #64
    Ratio:
    mukti:

    Nachdem ein "Ich" aber entsteht, ist es dann angebracht das Ungeborene als Selbst zu bezeichnen?

    Ja ist angebracht, weil man ja eine Unterscheidung brauch (viveka). Im Sinne des Buddha muss man es überhaupt nicht ettiketieren, man ist es ja - ..

    In dieser Lehrrede (Ittivutakam 43) steht aber nur dass es das Ungeborene gibt, nicht dass man das Ungeborene ist. Ich kenne keine Lehrrede die besagt dass man das Ungeborene ist.

    Ratio:

    - wichtig ist nur zu wissen, was man nicht ist - und das ist das "Ich" welches entsteht, denn wenn es entsteht, vergeht es auch, darum anicca, darum dukkha. Die Lehrrede bezieht sich auf dieses "Ich", welches nur entstehen kann, aber niemals ist, nur Schein, nur maya. Aber der Weltling denkt, das wäre das Selbst welches er ist - aber er ist es nicht, er ist auch kein Brahman usw.

    Das sehe ich auch so.

    Ratio:

    Der Begriff atman ist legitim und kann verwendet werden.

    Der Buddha unterscheidet das Gewordene, Vergängliche vom Ungewordenen, Unvergänglichen. Das Ich oder Selbst gehört zum Gewordenen, das Ungewordene wird nicht näher erklärt und auch nirgends in den Lehrreden mit dem Begriff atman gleichgesetzt. Es gilt als unerklärbar, nicht mit dem Verstand zu erfassen.

    Für mich wäre die Atman-Lehre der Versuch mich in eine ewige Existenz hinüberzuretten, also ein Zeichen von Daseinsdurst. Nach der Lehre gibt es Zustände wie die Raumunendlichkeit oder die Bewusstseinsunendlichkeit, aber die werden nicht so verstanden dass ich unendlich bin. Raum und Bewusstsein sind auch kein Ich oder Selbst.

    Mit Metta, mukti.


  • kristallklar
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    • 12. Januar 2023 um 19:05
    • #65
    Ratio:

    Ich weiß jetzt nicht genau worauf du hinaus möchtest - das Ziel sollte ja sein Nibbana zu erlangen, und dann wird man nicht mehr wiedergeboren, aber wahrscheinlich verstehe ich deine Frage falsch.

    Wenn das Universum doch Menschen hervorbringt, die ein Bewusstsein haben, dann macht es dem Ich im Prinzip nichts aus, welchen Namen, oder welche Form es hat. Es ist von allem unabhängig und auch wenn der ewige Kreislauf nicht endet, im nächsten Leben lautet die Aufgabe gleich und wie du sagst, das Ziel Nibbbhana, wobei erreicht keinerlei Ziel, keinerlei Aufgabe und auch keinerlei Kreislauf etc. existiert.

    Es ist einfach, weder noch.

    Also so oder so ähnlich, meinte ich das :P

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    • 12. Januar 2023 um 20:40
    • #66
    mukti:

    In dieser Lehrrede (Ittivutakam 43) steht aber nur dass es das Ungeborene gibt, nicht dass man das Ungeborene ist. Ich kenne keine Lehrrede die besagt dass man das Ungeborene ist.

    So etwas wird man ja auch nicht finden wegen via negativa.


    mukti:

    Das Ich oder Selbst gehört zum Gewordenen, das Ungewordene wird nicht näher erklärt und auch nirgends in den Lehrreden mit dem Begriff atman gleichgesetzt. Es gilt als unerklärbar, nicht mit dem Verstand zu erfassen.

    Ich=Gewordenes

    Ungewordenes=Ungewordens

    Selbst/Ich=?

    Ich verwende den Begriff atman, oder besser atta eben wegen anatta, weil alles anatta zu atta führt, eben weil irgend ein Rest übrig bleiben muss, welcher Nirvana erlangt (und nicht darin verlöscht oder ausgelöscht wird).

    mukti:

    Nach der Lehre gibt es Zustände wie die Raumunendlichkeit oder die Bewusstseinsunendlichkeit, aber die werden nicht so verstanden dass ich unendlich bin. Raum und Bewusstsein sind auch kein Ich oder Selbst.

    Ja das habe ich auch nie gesagt, eben weil es Jhanas sind, die Selbst wahrnimmt. Ohne Selbst, wer sollte da Bewusstseinsunendlichkeit wahrnehmen? Und wenn es kein Selbst gibt, warum dann Jhanas durchlaufen? Die oberen Jhanas sind ja so subtil, dass die gar nicht mit der normalen Wahrnehmung erreichbar oder abrufbar sind - dazu brauch es die Gnosis, vijja.


    kristallklar:

    Es ist von allem unabhängig und auch wenn der ewige Kreislauf nicht endet, im nächsten Leben lautet die Aufgabe gleich und wie du sagst, das Ziel Nibbbhana, wobei erreicht keinerlei Ziel, keinerlei Aufgabe und auch keinerlei Kreislauf etc. existiert.

    Da sind mehrere Irrtümer drin aber wahrscheinlich hab ich immer noch nicht ganz verstanden was du meinst:

    a) Es ist ja überhaupt nicht gesetzt, dass man wieder einen menschlichen Körper bekommt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit liegt, wissen wir nicht, aber es ist selten

    b) Die Formel ist eigentlich immer gleich: Nirvana erreicht=Samsara beendet, Nirvana nicht erreicht=Wiedergeburt

    c) Leider gibt es auch keine Garantie, dass man wieder erneut anfängt nach Nirvana zu streben, denn wie gesagt, wir wissen nicht in welche Form wir können

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    • 12. Januar 2023 um 21:05
    • #67

    Dies ist z.B. der Überlegung wert:

    Zitat

    "Es sind ja im Ehrwürdigen Sāriputta seit langem die Dünkel-Neigungen des Ich und Mein ausgerottet! Daher ist dem Ehrwürdigen Sāriputta nicht so zumute: 'Ich trete ein in die Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl' oder 'Ich bin in die Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl eingetreten' oder 'Ich habe mich aus der Aufhebung von Wahrnehmung und Gefühl erhoben'."


    Aus SM 28

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    • 12. Januar 2023 um 23:16
    • #68

    Ein kleiner Fund aus Spiritwiki über das Mahaparanirvana Sutra (Mahayana Schrift):

    Zitat

    Der Buddha verneinte das Selbst oder die Seele (den Atman) und jede dauerhafte Essenz(svabhāva). Er lehnte alle Vorstellungen von einem permanenten Selbst oder Wesen völlig ab und widerlegte sie sowohl in den Pali-Suttas als auch in den Mahayana - Schriften.

    Für den traditionellen Buddha ist der Mensch nur aus den fünf Skandhas (Bestandteile) von Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Wollen und Bewusstsein zusammengesetzt.

    Mahaparinirvana - Sutra

    Das Mahaparinirvana - Sutra spricht hingegen positiv von der Wirklichkeit des Selbstes.

    Es enthält die angeblich letzten Unterweisungen Buddhas vor seinem Tod, von denen vor allem drei immer wieder diskutiert werden:

    1. Die Ablehnung des Verzehrs von Fleisch.
    2. Die Verlorenheit und Minderwertigkeit des Ungläubigen (icchantika), die in den verschiedenen Fassungen des Sutras unterschiedlich gelehrt wird.
    3. Der Atman als Tathagatagarbha oder Buddha-dhatu, die eigentliche Buddha-Natur der Wesen.

    Was ist dieses Selbst, wovon im Sutra gesprochen wird? Im Mahaparinirvana–Sutra ist das Selbst auf zweifache Art zu verstehen: Erstens gibt es das Scheinselbst oder Trugselbst (so dürfen wir es nennen) des gewöhnlichen, unerwachten Menschen oder Lebewesens. Dies ist das aus den fünf Skandhas, den sich stets verändernden geistigen und körperlichen Komponenten des Individuums, bestehende Ego. Die Realität dieses wandelbaren, weltlichen und unbeständigen Selbst wird vom Buddha als „eine Lüge“ abgetan und verneint. Deswegen heißt es das „Nicht–Selbst“ (anatman).

    Zweitens gibt es aber auch das unsterbliche, innere, wonnevolle, allwissende, friedliche, reine und unerschaffene Wesen des Buddha. Dieses Buddha–Selbst (wie es manchmal im späteren Buddhismus genannt wird) ist echt und wirklich. Es liegt jenseits der gewöhnlichen samsarischen Kategorien der Existenz und der Nicht–Existenz, aber es ist die höchste Realität, die es überall und überhaupt gibt. Das Selbst des Buddha wurde nicht erschaffen und wird nicht sterben. Es ist nicht bedingt und nicht das bloße Endglied einer Kette von sich stets erneuernden Ursachen und Wirkungen. Es ist völlig frei und unabhängig (aishvarya). Es ist kein Gefangener von Raum und Zeit, sondern ist diesen einschränkenden Kategorien gar nicht unterworfen. Es ist allen leidhaften Prozessen der Wandlung und des Verfalls nicht ausgesetzt. Im Gegenteil: Es ist ewig (shashvata), souverän–und–unabhängig (aishvarya), friedlich (shiva) und dauerhaft (nitya). Es ist unerschütterlich fest (dhruva) und wahr (satya). Es ist die höchste Wirklichkeit selbst – die Quintessenz der Buddhaschaft. [2]

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  • Noreply
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    • 12. Januar 2023 um 23:56
    • #69
    Ratio:

    Ein kleiner Fund aus Spiritwiki über das Mahaparanirvana Sutra (Mahayana Schrift):

    Zitat

    Der Buddha verneinte das Selbst oder die Seele (den Atman) und jede dauerhafte Essenz(svabhāva). Er lehnte alle Vorstellungen von einem permanenten Selbst oder Wesen völlig ab und widerlegte sie sowohl in den Pali-Suttas als auch in den Mahayana - Schriften.

    Für den traditionellen Buddha ist der Mensch nur aus den fünf Skandhas (Bestandteile) von Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Wollen und Bewusstsein zusammengesetzt.

    Mahaparinirvana - Sutra

    Das Mahaparinirvana - Sutra spricht hingegen positiv von der Wirklichkeit des Selbstes.

    Es enthält die angeblich letzten Unterweisungen Buddhas vor seinem Tod, von denen vor allem drei immer wieder diskutiert werden:

    1. Die Ablehnung des Verzehrs von Fleisch.
    2. Die Verlorenheit und Minderwertigkeit des Ungläubigen (icchantika), die in den verschiedenen Fassungen des Sutras unterschiedlich gelehrt wird.
    3. Der Atman als Tathagatagarbha oder Buddha-dhatu, die eigentliche Buddha-Natur der Wesen.

    Was ist dieses Selbst, wovon im Sutra gesprochen wird? Im Mahaparinirvana–Sutra ist das Selbst auf zweifache Art zu verstehen: Erstens gibt es das Scheinselbst oder Trugselbst (so dürfen wir es nennen) des gewöhnlichen, unerwachten Menschen oder Lebewesens. Dies ist das aus den fünf Skandhas, den sich stets verändernden geistigen und körperlichen Komponenten des Individuums, bestehende Ego. Die Realität dieses wandelbaren, weltlichen und unbeständigen Selbst wird vom Buddha als „eine Lüge“ abgetan und verneint. Deswegen heißt es das „Nicht–Selbst“ (anatman).

    Zweitens gibt es aber auch das unsterbliche, innere, wonnevolle, allwissende, friedliche, reine und unerschaffene Wesen des Buddha. Dieses Buddha–Selbst (wie es manchmal im späteren Buddhismus genannt wird) ist echt und wirklich. Es liegt jenseits der gewöhnlichen samsarischen Kategorien der Existenz und der Nicht–Existenz, aber es ist die höchste Realität, die es überall und überhaupt gibt. Das Selbst des Buddha wurde nicht erschaffen und wird nicht sterben. Es ist nicht bedingt und nicht das bloße Endglied einer Kette von sich stets erneuernden Ursachen und Wirkungen. Es ist völlig frei und unabhängig (aishvarya). Es ist kein Gefangener von Raum und Zeit, sondern ist diesen einschränkenden Kategorien gar nicht unterworfen. Es ist allen leidhaften Prozessen der Wandlung und des Verfalls nicht ausgesetzt. Im Gegenteil: Es ist ewig (shashvata), souverän–und–unabhängig (aishvarya), friedlich (shiva) und dauerhaft (nitya). Es ist unerschütterlich fest (dhruva) und wahr (satya). Es ist die höchste Wirklichkeit selbst – die Quintessenz der Buddhaschaft. [2]

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    Diese Interpretation der Worte des Buddha widerspricht der Lehre des Buddha. Das kann nicht so sein, denn da wird ein „Wesen“ eine "Ichheit“ geschaffen, die nicht den Daseinsmerkmalen unterworfen ist.

  • mukti
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    • 13. Januar 2023 um 00:38
    • #70
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    Ich verwende den Begriff atman, oder besser atta eben wegen anatta, weil alles anatta zu atta führt, eben weil irgend ein Rest übrig bleiben muss, welcher Nirvana erlangt (und nicht darin verlöscht oder ausgelöscht wird).

    Wie du meinst, ich weiß es nicht und fixiere mich da lieber nicht auf ein Konzept.

    Zitat

    Zu sagen: 'Nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks bleibt noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig' - all dies hieße ein Unerklärbares erklären [16]. Wie weit, Bruder, die sechs Grundlagen des Sinneneindrucks reichen, so weit eben reicht die [erklärbare] Welt der Vielfalt; und wie weit die [erklärbare] Welt der Vielfalt reicht, so weit eben reichen die sechs Grundlagen des Sinneneindrucks. Mit der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks, o Bruder, erlischt die Welt der Vielfalt, gelangt die Welt der Vielfalt zur Ruhe.

    [16] appapañcam papañceti. Die Grundbedeutung von papañca ist: Mannigfaltigkeit, Ausbreitung; das Verb papañceti bedeutet hier: sich über etwas verbreiten, d.h. erklären. K: na-ppapañcetabbatthānāni papañcam karoti, anācaritabbam maggam ācarati, »er gibt Erklärungen ab über nicht erklärbare Gegenstände; er begeht einen Weg, den man nicht begehen soll.

    (A.IV.174a Die Grenze des Erklärbaren)

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 13. Januar 2023 um 09:26
    • #71
    mukti:
    Ratio:

    Ich verwende den Begriff atman, oder besser atta eben wegen anatta, weil alles anatta zu atta führt, eben weil irgend ein Rest übrig bleiben muss, welcher Nirvana erlangt (und nicht darin verlöscht oder ausgelöscht wird).

    Wie du meinst, ich weiß es nicht und fixiere mich da lieber nicht auf ein Konzept.

    Zitat

    Zu sagen: 'Nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks bleibt noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig' - all dies hieße ein Unerklärbares erklären [16]. Wie weit, Bruder, die sechs Grundlagen des Sinneneindrucks reichen, so weit eben reicht die [erklärbare] Welt der Vielfalt; und wie weit die [erklärbare] Welt der Vielfalt reicht, so weit eben reichen die sechs Grundlagen des Sinneneindrucks. Mit der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks, o Bruder, erlischt die Welt der Vielfalt, gelangt die Welt der Vielfalt zur Ruhe.

    [16] appapañcam papañceti. Die Grundbedeutung von papañca ist: Mannigfaltigkeit, Ausbreitung; das Verb papañceti bedeutet hier: sich über etwas verbreiten, d.h. erklären. K: na-ppapañcetabbatthānāni papañcam karoti, anācaritabbam maggam ācarati, »er gibt Erklärungen ab über nicht erklärbare Gegenstände; er begeht einen Weg, den man nicht begehen soll.

    (A.IV.174a Die Grenze des Erklärbaren)

    Auch das nicht sich auf ein Konzept fixieren, setzt einen Ich-Glauben voraus. Selbst Buddha muss dieses Rest-Ich haben, sonst könnte er keinen Begriff verwenden. Nur Zeichen und Worte sind möglich, keine Sätze.

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    • 13. Januar 2023 um 10:09
    • #72

    Gelegentlich sag ich das Nembutsu und lass Amida sein Ding machen.

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    • 13. Januar 2023 um 11:36
    • #73
    mukti:

    Wie du meinst, ich weiß es nicht und fixiere mich da lieber nicht auf ein Konzept.

    Es ist ja kein Konzept, sondern einfach da. Du bist da auch wenn wir überhaupt keine Konzepte verwenden. Bei mir ist das genauso.


    [lz]

    Zu sagen: 'Nach der restlosen Aufhebung und Erlöschung der sechs Grundlagen des Sinneneindrucks bleibt noch etwas übrig - bleibt nichts mehr übrig - bleibt etwas übrig und etwas nicht übrig - bleibt weder etwas übrig noch nicht übrig' - all dies hieße ein Unerklärbares erklären [16][/lz]

    Ja auch hier wieder: Der Buddha belässt es einfach bei der Auflösung, bei der Negierung - das ist sein Stil und auch perfekt, da man dann nicht auf die Idee kommt, man wäre ein Weltgeist oder man wäre überhaupt nichts mehr (was die meisten hier wohl denken, denn wo vorher nichts ist kann in der Mitte und nachher nichts sein).

  • SteFo
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    • 13. Januar 2023 um 12:03
    • #74
    Ratio:

    Hallo,

    mich würde mal eure Ansicht interessieren zu folgendem Auszug aus dem Pali Kanon (MN 22)

    Zitat

    "Daher, ihr Bhikkhus, sollte jegliche Art von Form, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alle Form sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Gefühl, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alles Gefühl sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Wahrnehmung, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alle Wahrnehmung sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Gestaltungen, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alle Gestaltungen sollten mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.' Jegliche Art von Bewußtsein, ob vergangen, zukünftig oder gegenwärtig, ob innerlich oder äußerlich, grob oder subtil, niedrig oder hoch, entfernt oder nah, alles Bewußtsein sollte mit angemessener Weisheit der Wirklichkeit entsprechend erkannt werden: 'Dies ist nicht mein, dies bin ich nicht, dies ist nicht mein Selbst.'"



    Mir geht es vor allem um diese Praxisunterweisung, die ich fett markiert habe. So wie ich das verstehe (und ja ich kenne die anatta Theorie):

    -Es wird gezeigt, dass alle Arten von objekthafter Wahrnehmung negiert werden müssen

    -Die Methode entspricht quasi dem "neti-neti" Prozess der Upanishaden

    -Was bleibt übrig?

    ...


    Was sagt ihr dazu?

    Alles anzeigen

    Dass dein Verständnis nicht korrekt ist. Denn was in dem theravadischen Sutta ausgesagt wird ist lediglich, was das Selbst bzw, das Ich nicht ist. Das Selbst/Ich als solches wird aber nicht verneint. Und auch "objekthafte Wahrnehmung" wird nicht verneint.

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

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    • 13. Januar 2023 um 12:11
    • #75
    SteFo:

    Dass dein Verständnis nicht korrekt ist. Denn was in dem theravadischen Sutta ausgesagt wird ist lediglich, was das Selbst bzw, das Ich nicht ist. Das Selbst/Ich als solches wird aber nicht verneint. Und auch "objekthafte Wahrnehmung" wird nicht verneint.

    Hast du überhaupt meine Beiträge gelesen? Dann würdest du nicht sagen, dass mein Verständnis nicht korrekt ist, denn ich sage genau das die ganze Zeit, was ich im Zitat fett markiert habe.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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