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Mitleid vs Mitgefühl

  • nuk
  • 23. Januar 2022 um 16:29
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • nuk
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    • 23. Januar 2022 um 16:29
    • #1

    Ich habe Mühe,

    den Begriff des Mitleids von dem des Mitgefühls zu unterscheiden. Laut Wikipedia:Mitleid ist Mitleid eine Einengung des Begriffs Mitgefühl. So ist etwa MItfreude eine Form des MItgefühls.

    Gestern hatte ich ein Teishi mit einem Zen-Lehrer, der über Mitleid und Mitgefühl geredet hat. Dabei hat er Mitleid so verglichen:

    Jemand geht an einem Bettler vorbei, fürchtet sich, in die selbe Situation wie der Bettler zu kommen und wirft deshalb etwas Kleingeld in den Becher, dann hastet er weiter. Jedenfalls wollte er den Begriff des MItleids von dem des Mitgefühls abgrenzen. Ich weiß aber nicht, wie er das so meint.

    Wenn ich mich jedenfalls gedanklich in diese oben beschriebene Situation hineindenke (und wie ich es oft auch erlebe), ist es bei mir so, dass ich, wenn ich einen Bettler sehe, dann eher das ein Gefühl des Barmerzig-seins aufkommt. Gleichzeitig verspüre ich eine Art Hass auf das Gesellschaftssystem, weil es es nicht gelungen ist, dem Bedürftigen diese Situation ersparen zu können, es auch an geeigneter Hilfe fehlt, ihm ein angemessenes soziales Umfeld zu bieten und ihn eventuell geeignete Hilfe zur Verfügung zu stellen, ihn von eventueller Sucht zu befreien, bzw ihm angemessene Mittel zur Verfügung zu stellen, dass er trotz seiner Sucht nicht auf Bettelei angewiesen ist und sich ordentliche Kleidung und angemessenes Obdach ermöglichen kann.

    Ist dies nun MItleid oder eher Mitgefühl? Oder ist das eine nur ein Untermenge des anderen?

  • Festus
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    • 23. Januar 2022 um 16:56
    • #2

    Gib dem Bettler 1 € und gut ist's.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • nuk
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    • 23. Januar 2022 um 17:03
    • #3
    Festus:

    Gib dem Bettler 1 € und gut ist's.

    Ja, es ist aber am Ende nicht zielführend. Eventuell hilft das Geld, seine Sucht zu befriedigen -> Er erliegt eher daran.

  • Phoenix
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    • 23. Januar 2022 um 17:10
    • #4

    Man muß ja nicht jedem Bettler etwas geben. Das wäre für Menschen die in der Großstadt leben dann ja auch ziemlich teuer.

    Ich gebe oft gar nichts, oder halt einen 1€ plus geheimen Mantra ; und bei Bettelden ,die mir sympatisch vorkommen versuche ich mich noch in einem kurzen Gespräch übers Wetter.

    _()_

    Hatten wir hier nicht schon Threads zum Thema Mitgefühl und Mitleid ? Ich hatte die noch im Hinterkopf ,aber mit meiner Suchanfrage habe ich nix gefunden.

  • Festus
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    • 23. Januar 2022 um 17:12
    • #5

    Das Philosophieren über Mitgefühl vs Mitleid hilft ihm und dir auch nicht. Tu was du tun kannst, wenn du ihm helfen willst.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
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  • Festus
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    • 23. Januar 2022 um 17:15
    • #6
    Phoenix:

    ....Hatten wir hier nicht schon Threads zum Thema Mitgefühl und Mitleid ? Ich hatte die noch im Hinterkopf ,aber mit meiner Suchanfrage habe ich nix gefunden.

    Es ist gefühlt ein Dauerbrenner.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

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  • nuk
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    • 23. Januar 2022 um 17:19
    • #7
    Festus:
    Phoenix:

    ....Hatten wir hier nicht schon Threads zum Thema Mitgefühl und Mitleid ? Ich hatte die noch im Hinterkopf ,aber mit meiner Suchanfrage habe ich nix gefunden.

    Es ist gefühlt ein Dauerbrenner.

    Dann ist eventuell der Suchalgorithmus der Suchfunktion für'n alten Arsch. Ich hatte mit der Suche leider auch nichts dazu gefunden.

  • Phoenix
    Gast
    • 23. Januar 2022 um 17:23
    • #8

    Festus und nuk

    ist ja auch ein wichtiges Thema , das kann man immer wieder neu diskutieren.

    Ich hab mich halt nur etwas gewundert ,das die Suchanfrage da nix ergeben hat.

    Vielleicht kann das @kilaya erklären ,woran das liegt.

    _()_

  • Festus
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    • 23. Januar 2022 um 17:39
    • #9
    Phoenix:

    Festus und nuk

    ist ja auch ein wichtiges Thema , das kann man immer wieder neu diskutieren.

    Ich hab mich halt nur etwas gewundert ,das die Suchanfrage da nix ergeben hat.

    Vielleicht kann das @kilaya erklären ,woran das liegt.

    _()_

    Gib mal in der Erweiterten Suche die Wörter Mitleid und Mitgefühl ein und lass nur im "Betreff" suchen. Und den Haken vor "Nur exakte Treffer" wegnehmen.
    https://www.buddhaland.de/search-result/4508196/?highlight=Mitleid+Mitgefühl

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
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  • Festus
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    • 23. Januar 2022 um 17:55
    • #10

    Und wenn du nicht nur im Betreff suchen lässt, gibt es noch mehr.
    https://www.buddhaland.de/search-result/4508216/?highlight=Mitgefühl+Mitleid

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

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  • Phoenix
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    • 23. Januar 2022 um 18:06
    • #11

    Den link kann ich zwar nicht aufrufen, aber der Tip das Häcken zu entfernen war schon mal sehr hilfreich.

    _()_

  • dukkha
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    • 23. Januar 2022 um 18:13
    • #12

    ich kann nicht steuern, ob ich Mitleid oder Mitgefühl habe.

    Ich tendiere zum Mitleiden.

    denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht, drum besser wär's, dass nichts entstünde.

    (Goethes Faust)

  • Noreply
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    • 23. Januar 2022 um 19:10
    • #13

    Mitleid ist das Leiden anderer von sich wegzuhalten, ich leide, mit dir sind Schutzbehauptungen der Persönlichkeit.

    Mitgefühl ist das Leiden des anderen mitzufühlen und so tätig bleiben können um zu helfen.

    Das schließt nicht aus das es mitleiden gibt, das eigentlich als Mitgefühl bezeichnet werden müsste.

    Unterschied ist, tut jemand wirklich was (Mitgefühl) oder bleibt er untätig (Mitleid).

  • Igor07
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    • 23. Januar 2022 um 19:16
    • #14
    Ellviral:

    Mitleid ist das Leiden anderer von sich wegzuhalten, ich leide, mit dir sind Schutzbehauptungen der Persönlichkeit.

    Mitgefühl ist das Leiden des anderen mitzufühlen und so tätig bleiben können um zu helfen.

    Das schließt nicht aus das es mitleiden gibt, das eigentlich als Mitgefühl bezeichnet werden müsste.

    Unterschied ist, tut jemand wirklich was (Mitgefühl) oder bleibt er untätig (Mitleid).

    Toll! Mitleid stuft herab meinen Gegenüber , das erniedrigt ihn innerlich, aber das echte Mit-gefühl sei wie der Finger, der hinweist, dass wir alle innerlich verbunden, nur als die "personen"/ Masken/ voneinader getrennt sind.

    Ansolut andere Ebene. / Die höhere Dimension/.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • dukkha
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    • 23. Januar 2022 um 19:20
    • #15

    ich kenne die Erklärung der Begriffe.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich das nicht steuern kann.

    Wenn ich jemanden sehe, der sehr leidet, kann ich nicht sagen: soll ich jetzt mitfühlen oder Mitleiden? Das passiert einfach.

    denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht, drum besser wär's, dass nichts entstünde.

    (Goethes Faust)

  • User19823
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    • 23. Januar 2022 um 19:43
    • #16
    Zitat

    Wenn ich jemanden sehe, der sehr leidet, kann ich nicht sagen: soll ich jetzt mitfühlen oder Mitleiden? Das passiert einfach.

    Ich glaub, wenn durch den anderen das eigene Leid gespiegelt wird, leiden wir schnell mit.

    Mir hilft dann etwas, sich auch der Stärke des anderen bewußt zu werden.

  • Festus
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    • 23. Januar 2022 um 19:47
    • #17
    dukkha:

    ich kenne die Erklärung der Begriffe.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich das nicht steuern kann.

    Wenn ich jemanden sehe, der sehr leidet, kann ich nicht sagen: soll ich jetzt mitfühlen oder Mitleiden? Das passiert einfach.

    Das macht nichts.

    Außerdem sollst du nichts.

    Für mich habe ich erfahren, dass sich mein Umgang mit dieser Thematik im Laufe meiner Praxis verändert hat.

    Gib dir einfach Zeit und übe ernsthaft. Und dann wirst du schon sehen.

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

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    (Obaku)

  • Aravind
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    • 23. Januar 2022 um 19:50
    • #18
    dukkha:

    ich kenne die Erklärung der Begriffe.

    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich das nicht steuern kann.

    Wenn ich jemanden sehe, der sehr leidet, kann ich nicht sagen: soll ich jetzt mitfühlen oder Mitleiden? Das passiert einfach.

    Das zu steuern ist doch auch gar nicht möglich.

    Aber man kann es einüben, immer häufiger Mitgefühl zu empfinden. In dem man freizügig gibt, ohne darüber nachzudenken, beispielsweise. In dem man Metta für sich selbst einübt. In dem man in dem anderen Menschen sich selbst sieht. Jemand, der leidet wie Du (im Sinne von Dukkha), und der auch weniger leiden möchte.

    In Deinem Beispiel kommt es mir so vor, als wäre Dein Geben von Mitgefühl getragen, Deine Wut auf das System aber durch Mitleid (der Obdachlose soll gerettet werden).

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Noreply
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    • 23. Januar 2022 um 19:59
    • #19

    Mitleid ist ja gerade steuerbar.

    Mitgefühl kann nicht gesteuert werden, das erscheint aber auch erst, wenn Mitleid aus den Handlungsweisen nach und nach verringert wird.

    Dann erscheint der Unterschied nicht mehr.

  • tam
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    • 23. Januar 2022 um 20:01
    • #20

    Mitgefühl im buddhistischen Sinne ist viel mehr als sich in jemanden hineinzuversetzen

    Denn was wäre wenn wir das nicht können ?

    Dann hätten wir kein Mitgefühl mehr

    Mitleid zu haben ist das beste was wir tun können , das sollten wir tun und das ist nicht schlecht und wir sollten das nicht verlieren, aber wir können viel mehr haben..

    Mitleid ist etwas dass aus Unwissenheit resultiert denke ich

    Mitleid hat auch immer einen gewissen Stolz in sich .,, Der Bettler der Arme er leidet´´ , während es mir Besser geht sozusagen.

    Vorallem ist ein dualistisches Mitgefühl extrem begrenzt

    Ich meine wär hatte Mitgefühl mit Trumph?

    Natürlich kann man sich in ihn hineinversetzen aber man müsste empathisch sein und es wäre immer dualistisches Mitgefühl , ohne eine Art der Weisheit

    Ich weiß nicht ob du dieses Spiel namens ,, snake´´ kennst´?

    Das gabs auf den alten Nokia Handys zu Spielen. Da ist eine Schlange und man sammelt Punkte dadurch dass man das Fressen jagt und am Ende ist die Schlange so lange sodass sie sich selbst aufrisst. Game over

    Und so ist irgendwie unser Leben . Egal ob Brad Pitt, Trump , der Bettler unten an der Strasse ... am Ende werden wir alles verlieren, meistens auch schon während dem Leben , aber ich möchte dich nicht verwirren. Unser Leben ist darauf ausgerichtet zu verlieren , weil ja alles vergänglich ist. Und das ist ein Grund für Mitgefühl mit arm und reich , Bettler oder Millionär . Das ist nicht dualistisch , mehr an der Realität, näher an den Dingen wie sie wirklich sind. Ohne Weisheit ist es nahezu unmöglich wahres Mitgefühl zu entiwcklen oder Gleichmut

    Das habe ich aus den Lehren von Buddha , vielleicht ist es dir nützlich


    Bis bald

    tam8)

  • fck.you
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    • 23. Januar 2022 um 21:16
    • #21

    Mitleid und Mitgefühl, was ist der Unterschied?

    Wie überhaupt kann ich einen Unterschied machen,

    wenn ich beides unterscheide?

    Sei fröhlich, sei traurig - es liegt an dir! (Mitleid), oder?

    Prüfe das!

    Niemand ist dafür verantwortlich, wie du dich fühlst (Mitgefühl),

    so wie im Himmel aber auch in der Hölle.

    Prüfe das!

    Nun sag mir wo wäscht die eine Hand nicht ständig die andere Hand?

    Wie rum ist doch egal?

    Einmal editiert, zuletzt von fck.you (23. Januar 2022 um 21:26)

  • Igor07
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    • 23. Januar 2022 um 21:24
    • #22
    Ellviral:

    Mitleid ist ja gerade steuerbar.

    Mitgefühl kann nicht gesteuert werden, das erscheint aber auch erst, wenn Mitleid aus den Handlungsweisen nach und nach verringert wird.

    Dann erscheint der Unterschied nicht mehr.

    Aber das gefällt mir wieder, mein Lieber.

    Mitleid kommt so wie von kaltem Verstand, allegorisch und überspitzt ausgedrückt. Wenn ich etwas im Vorbei-gehen etwas dem Bettler gebe.

    Das Mit-Gefühl stammt dann aus dem :heart:-ens selbst, ich bin dann selbst dieser Bettler, genau darum ich gebe ihm das Geld, usw...

    LG.:rose:

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    Sokrates

  • Donner
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    • 23. Januar 2022 um 21:31
    • #23

    ich habe so oft das Wort Leid gelesen, dass ein Leidensdruck entstanden ist.

    Aber es geht schon wieder :rainbow:

    Go and Love Yourself_()_:like:

    Der Weg des Bogens, wer hält den Bogen?:dao:

  • Igor07
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    • 23. Januar 2022 um 21:39
    • #24
    Donner:

    ich habe so oft das Wort Leid gelesen, dass ein Leidensdruck entstanden ist.

    Lass dich einfach von diesem Wort nichts "verführen".

    Bleibe bei deinen beiden Frauen... (Ironie). ;)

    LG.

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    Sokrates

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 23. Januar 2022 um 22:16
    • Offizieller Beitrag
    • #25

    Der Begriff, der meistens mit Mitgefühl übersetzt werden soll ist "Karuna".

    Das Bild das sich mir eingeprägt hat ist, die Mutter deren Kind weint. Sich einfach in das Kind einzufühlen kann ja bedeuten, dass man dann genauso traurig und verzweifelt ist wie das Kind. Im Extremfall heulen dann beide aber das ist nicht das was das Kind braucht.( Fall 1) Das Kind braucht, dass sich jemand tätig um es kümmert, es in den Arm nimmt und tröstet. ( Fall 2)

    Um den Unterschied klar zu machen verwenden machen für Fall 1 das Wort "Mitleid" und für Fall 2 das Wort "Mitgefühl".

    Dies ist aber eher ein Vorschlag für einen bestimmten Wortgebrauch der nicht unbedingt die reale Verwendung der Worte wiederspiegelt die viel schwammiger ist.

    Es so wird das Wort "Mitleid" im Christentum häufig als Übersetzung für misericordia - als tätige Barmherzigkeit verwendet. "Mitleid" ist also ein schlammiger Begriff der sowohl Fall 1 als auch Fall 2 bezeichnen kann.

    Und umgekehrt hat das Wort "Karuna" außerhalb des buddhistischen Kontextes auch die Bedeutungen "kläglich, traurig" , was man ja eher mit Mitleid ( dein Leid macht mich selber traurig) assoziiert.

    Weil der Wortgebrauch also schwammig ist, macht es keinen Sinn den Worten nachzugehen Wichtiger ist es Fall 1 von Fall 2 zu unterscheiden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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