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Wikipedia Zen

  • tao88
  • 8. August 2021 um 11:49
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • tao88
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    • 8. August 2021 um 11:49
    • #1

    Namaste,

    den Zen Beitrag von Wikipedia finde ich echt gut. Hab aber mit 2 Einträgen bisschen Probleme. Einmal, die Transzendierung des Verstandes. Würde mich freuen wenn es genauer erklärt wird. Transzendenz zu verstehen finde ich schon schwierig. Und zweitens die radikale Freiheit des Geistes. Der Geist kann doch auch benebelt sein oder ist damit die Buddhanatur gemeint.

    In Metta

    tao88

  • daistnichts
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    • 10. August 2021 um 21:34
    • #2

    Transzendenz ist schwierig zu verstehen wenn man es nicht erlebt hat. Letztlich geht es um die Erkenntnis, dass man nicht die Person ist, mit allen Bildern die man dazu entworfen hat. Sondern Teil eines grossen Ganzen. Man geht also über die logische, sprachlich erfassbare Dimension hinaus.

    Ja die Freiheit.. das finde ich ziemlich schwierig. Dennoch finde ich das zentral. Ich glaube die Freiheit ist eines der Grundprinzipien.

    Stell dir vor dem baust ein Universum wo alle frei sind.. was gibt es dort? Alles nicht? Gehört da Leiden dazu? Wenn nicht, sind dann alle frei?

  • void
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    • 10. August 2021 um 22:16
    • Offizieller Beitrag
    • #3

    ich finde bei solchen Themen die Wikipedia nicht sehr hilfreich. Da der Wikipedia Artikel sehr lang ist, bringst du am Besten das entsprechende Zitat und wir können dann darüber sprechen, was damit gemeint sein könnte.

    Schon "Transzendenz" ist ja ein theologisch und philosophisch sehr aufgeladener Begriff, der überhaupt nicht hilfreich ist.

    Auch "Geist" ist ein Begriff der von Himbeerschnaps über Psyche hin zu Göttern und Gespenstern alles mögliche bedeutet und von daher eher dazu dient Unklarheit zu schaffen.

    Welche Sätze meinst du denn genau?

    • Nächster offizieller Beitrag
  • tao88
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    • 11. August 2021 um 00:00
    • #4

    Transzendierung des Verstandes hier: Das Ziel des Chan ist die Erleuchtung beziehungsweise das Erwachen (開悟 / 开悟, kāiwù, jap. Satori), welches mit unterschiedlichen Mitteln erreicht werden konnte. Eines davon waren die Gong’ans (公案, gōng'àn, jap. Kōans), Sentenzen oder Fälle, die rational nicht lösbar waren und der Transzendierung des Verstandes dienten, jedoch spielte die vertiefte Meditation (坐禪 / 坐禅, zuòchán, jap. Zazen) in allen Schulen des Chan immer die bedeutendste Rolle. Der Einfluss des Daoismus zeigt sich in der Neigung zur begrifflichen Negation, der Betonung der Leere und Einheit als das Absolute und dem hohen Stellenwert der Natur als Selbstnatur, Dharma-Natur, Weisheitsnatur und Buddha-Natur.

    Und radikale Freiheit des Geistes war das: Negative Begriffe wie das Nichtsein (無有 / 无有, wúyǒu, jap. muyū), Nichthandeln (無為 / 无为, wúwéi, jap. mui), Nichtdenken (無念 / 无念, wúniàn, jap. munen) und Nichtbewusstsein (無心 / 无心, wúxīn, jap. mushin) waren für den Chan-Buddhismus wichtig, und die Philosophie des Chan zeichnete sich immer als Philosophie des Paradoxen und Weg der radikalen Freiheit des Geistes aus. Chan betont die Einheit des Geistes mit der Buddha-Natur, die sich nur im gegenwärtigen Dasein erfahren lässt, beziehungsweise immer vorhanden ist, und stellt sich dar als Weg der Praxis und nicht der philosophischen Spekulation, wie sie andere Schulen des Buddhismus in China auszeichnete. Die metaphysische Konzeption des Chan-Buddhismus weist Parallelen zur Strömung des Huayan (華嚴 / 华严, huāyán, jap. Kegon) auf, wobei einige Huayan-Patriarchen zugleich Chan praktizierten.

  • Noreply
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    • 11. August 2021 um 00:07
    • #5
    tao88:

    der Betonung der Leere und Einheit als das Absolute und dem hohen Stellenwert der Natur als Selbstnatur, Dharma-Natur, Weisheitsnatur und Buddha-Natur.

    Das hab ich erfahren, durch mein Sein. Der Betonung der Leere und der Einheit in der Leere als das Absolute. Also von der Einheit aus ist da Leere und von der Leere aus ist da Ein-Heitl-lich/Ding.

    Nicht zu Transzendieren, genau das sagt jeder Koan und jedes Zazen aus.

    Sitze ich ist das Sitzende Einheit und Leere in dem das Sitzende ist.

    OT Oh man welch ein Glück, das ich doch im ZenAbteil schreibe, hab noch schnell nachgesehen, vor dem "soll ich doch löschen?"OT

  • Online
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    • 11. August 2021 um 00:28
    • #6
    void:

    Schon "Transzendenz" ist ja ein theologisch und philosophisch sehr aufgeladener Begriff, der überhaupt nicht hilfreich ist.

    ... plus der Übersetzungsfalle, dass "transcending " im Englischen auch einfach für "überwinden" stehen kann.

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 11. August 2021 um 07:25
    • Offizieller Beitrag
    • #7
    tao88:

    Eines davon waren die Gong’ans (公案, gōng'àn, jap. Kōans), Sentenzen oder Fälle, die rational nicht lösbar waren und der Transzendierung des Verstandes dienten,

    Das ist sehr seltsam formuliert. Koans sind tiefe Fragen, die man sich zu eigen macht, und zu deren Beantwortung der Verstand alleine nicht ausreicht.

    Zu sagen, dass Koans der Überwindung des Verstandes dienen, passt nicht ganz.

    Ich würde eher sagen, Koans dienen dazu unser normales, verblendeten Denken zu überwinden.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • tao88
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    • 13. August 2021 um 00:47
    • #8

    Unter Transzendenz zum Buddhismus stand in Wikipedia das, Der Buddhismus kennt transzendente Buddhas, die als Adibuddha (Urbuddha) bezeichnet werden. Transzendente Buddhas sind zeitlos und immer präsent. Sie gehören dem Dharmakaya, der Ebene der dualitätsfreien, gleichzeitig transzendenten und immanenten absoluten Wahrheit und Wirklichkeit an, die das Wesen aller Buddhas ausmacht. Eine Analogie zum westlichen Konzept der Transzendenz bildet im Buddhismus das Nirwana, das den Gegensatz zu allem Gegebenen, zum Samsara, bildet und in manchen Varianten des Buddhismus meditativ durch Loslassen von allen weltlichen Bindungen in höchster Kontemplation erreicht werden kann. In anderen Schulen ist es das Ungeborene oder Nichtexistente als Grenzbegriff, in das der Mensch nach seinem Tod eingeht. (siehe auch: Trikaya). Als Negation ist das Transzendente nicht mit einem positiv gefassten Ewigen und Umgreifenden (Jaspers) gleichzusetzen.

    Und wenn das jetzt auf mein Verstand wirkt wäre es doch etwas gutes oder?

    Also bezogen auf die Transzendierung des Verstandes.

    Und bezogen auf die radikale Freiheit des Geistes. Etwas hat uns zum Buddhismus geführt und will auch das wir uns damit beschäftigen. Wir tauschen uns darüber aus und wenn ich "das" als Geist nenne soll es seine radikale Freiheit haben dürfen.

    Das waren jetzt meine Gedanken zum Thema.

    Soll ich mich weiter mit Transzendierung des Verstandes und radikale Freiheit des Geistes beschäftigen oder meint ihr der Verfasser vom Eintrag hat es schlecht formuliert. Irgendwie beschäftigen mich diese beiden Aussagen.

    In Metta

    _()_

  • Sudhana
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    • 22. Oktober 2021 um 15:55
    • #9

    Die Behauptungen von Wikipedia sind gerade im Bereich Buddhismus mit großer Vorsicht zu behandeln. Als Beispiel mal das letzte Zitat:

    tao88:

    Der Buddhismus kennt transzendente Buddhas, die als Adibuddha (Urbuddha) bezeichnet werden.

    Das ist falsch. Was im Westen häufig als "transzendente Buddhas" bezeichnet wird (ein rein westlicher Begriff), sind die sog. Jina (eigtl. 'Sieger') im System der sog. 'fünf Buddha-Familien'. In westlicher Literatur (und auch nur da) häufig auch als 'Dhyānī - Buddhas' bezeichnet. Ādibuddha ('Urbuddha') ist ein lediglich im tibetischen Vajrayana benutzter Begriff - und naheliegenderweise gibt es davon nur einen, nicht fünf. Im System der Nyingma-Sekte ist dies Samantabhadra Buddha, ansonsten (auch im ostasiatischen Vajrayana, das allerdings den Begriff 'Ādibuddha' nicht kennt) Mahāvairocana Buddha. Genau solcher Unsinn ist es auch, wenn in Wikipedia steht, der Ādibuddha sei "Verkörperung absoluter Weisheit" - er ist der Dharmakāya, während die Dhyānī - Buddhas dem Sambhogakāya angehören. Daher ist das hier:

    tao88:

    Sie gehören dem Dharmakaya, der Ebene der dualitätsfreien, gleichzeitig transzendenten und immanenten absoluten Wahrheit und Wirklichkeit an, die das Wesen aller Buddhas ausmacht. Eine Analogie zum westlichen Konzept der Transzendenz bildet im Buddhismus das Nirwana

    auch falsch. Der Dharmakāya ist auch keine "Ebene" denn das hieße, dass es noch andere "Ebenen" außerhalb des Dharmakaya gibt. Der zweite Satz mit der "Analogie" ist schlicht vollends Geschwurbel. Transzendenz ist eine Bezeichnung für etwas, das als jenseits Grenzen möglicher Erfahrung existiert. Nirwana hingegen ist nach buddhistischer Lehre eine reproduzierbare Erfahrung - und der Buddhadharma (und insbesondere Zen) enthält sich der Spekulation über Transzendenz. Das ist nur ein Stohhalm, an den sich Theisten klammern. Es gibt im Buddhismus schlicht keinen Begriff, der den Begriffen 'transzendent' oder 'Transzendenz' entspricht.

    Vorschlag: vergiss Wikipedia und besorge Dir seriöse Lektüre, wenn Dich das Thema interessiert.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Igor07
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    • 22. Oktober 2021 um 16:27
    • #10
    Sudhana:

    vergiss Wikipedia und besorge Dir seriöse Lektüre, wenn Dich das Thema interessiert.

    Das ist für mich sehr auffallend, wenn ich auf russisch, auf ukrainisch, auf englisch oder auf deutsch über dasselbe lese. Manchmal ich finde keine Worte... Als ob es über absolut anderes geschrieben würde... Kaum zu fassen.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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