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Beiträge von tao88

  • BODHICITTAVIVARANA Erläuterung des Erleuchtungsgeists (verfasst von Nagarjuna)

    • tao88
    • 30. Juni 2026 um 19:05

    Er wurde vom indischen Abt Gunakara und dem Übersetzer Rabzhi Shenyen [ins Tibetische] übersetzt und bearbeitet. Später wurde [die tibetische Übersetzung] von dem indischen Abt Kanakavarma und dem Übersetzer Patsab Nyima Drak überarbeitet.

    (Aus dem Tibetischen ins Deutsche übersetzt von Geshema Kelsang Wangmo im Jahr 2018 und überarbeitet im November 2020 und Dezember 2022. Korrekturgelesen von Annette Kleinbrod.)

  • BODHICITTAVIVARANA Erläuterung des Erleuchtungsgeists (verfasst von Nagarjuna)

    • tao88
    • 30. Juni 2026 um 15:56

    81.
    [So wie es auf der einen Seite] die Buddhaschaft, Bodhicitta oder Geburt in einem glücklichen Bereich und
    [auf der anderen Seite] Geburt in einem der elenden Bereiche gibt, so solltet ihr wissen,
    dass [die Handlungen] der fühlenden Wesen auf zweifache Weise heranreifen.
    82.
    Unterstützt [andere] mit allen Mitteln und
    beschützt sie wie euren eigenen Körper.
    Desinteresse an den fühlenden Wesen
    ist bedachtsam zu vermeiden wie Gift.
    83.
    Erlangen die Shravakas nicht aufgrund
    ihrer Zurückhaltung die geringere Erleuchtung ? 9
    Die vollkommene Erleuchtung eines Buddhas wird erlangt,
    indem die fühlenden Wesen in keinster Weise aufgegeben werden.
    84.
    Wie könnten jene, die die Folgen hilfreicher
    und nicht-hilfreicher Taten erwägen,
    auch nur für einen Augenblick
    darin verweilen, Anhaftung am eigenen Wohlergehen zu haben?
    85.
    Fest verwurzelt durch das Mitgefühl
    und aus dem Keimling des Erleuchtungsgeists entstanden ist das Erwachen,
    das das Resultat des Bestrebens nach dem Wohlergehen anderer ist —
    damit machen sich die Nachfolger der Buddhas vertraut.
    86.
    Wenn sie mittels der Meditation darin gefestigt sind,
    lassen sie — in Sorge über das Leiden der anderen —
    vom Glückszustand der meditativen Konzentration ab und
    begeben sich sogar in den unerbittlichen Höllenbereich.
    87.
    Dies ist wunderbar, es ist lobenswert,
    es ist die herausragende Vorgehensweise erhabener Wesen.
    Dass sie ihren Körper und ihre Reichtümer
    hergeben, ist nicht überraschend

    88.
    Jene, die die Leerheit der Phänomene verstehen und
    [auch] das Gesetz von Karma und seinen Resultaten befolgen,
    sind wunderbarer als wunderbar und
    erstaunlicher als erstaunlich!
    89.
    Jene, die den Wunsch hegen, fühlende Wesen zu schützen,
    werden — auch wenn sie im Sumpf der samsarischen Existenz wiedergeboren werden —
    von den dort auftretenden Makeln nicht beeinträchtigt,
    ähnlich den Blütenblättern eines Lotus, der in [schlammigem] Wasser wächst.
    90.
    Obwohl die Nachfolger der siegreichen Buddhas wie Samantabhadra
    das Brennholz der Verblendungen mit dem Feuer
    der ursprünglichen Weisheit verbrannt haben,
    werden sie vom Mitgefühl benetzt.
    91.
    Durch die Kraft des Mitgefühls manifestieren sie
    das Verlassen [des reinen Bereichs] sowie
    Geburt, Vergnügung, den Verzicht auf Königtum,
    Askese, das große Erwachen, den Sieg über die negativen Kräfte,
    92.
    das Drehen des Dharma-Rades und
    den Aufenthalt in dem Bereich aller Gottheiten.
    Ebenso stellen sie
    den Eintritt in Nirwana dar.
    93.
    In der Gestalt von Brahma, Indra, Vishnu,
    des zornvollen Rudra und anderen mehr erscheinend,
    führen sie mit Handlungen, die die wandernden Wesen bändigen,
    den Tanz durch, der von der Wesenheit des Mitgefühls ist.
    94.
    Um denen, die des Pfades samsarischer Existenz überdrüssig sind,
    Erleichterung zu verschaffen, wurden zwei Weisheiten gelehrt,
    die zum universellen Fahrzeug führen,
    [doch] diese sind nicht letztendlich.

    95.
    Solange sie sich nicht von den Buddhas [zum Eintritt in das universelle Fahrzeug]
    inspiriert fühlen, verweilen die Shravakas
    in einem körperlichen Zustand von Weisheit,
    überwältigt von dem Rausch der meditativen Versenkung.
    96.
    Doch fühlen sie sich inspiriert, wenden sie sich
    in verschiedenen Formen dem Wohl der Lebewesen zu,
    und haben sie Verdienst und Weisheit angesammelt,
    erlangen sie die Erleuchtung eines Buddhas.
    97.
    Da es die Prägungen der zwei [Hindernisse] gibt,
    werden die Prägungen als Samen beschrieben.
    Kommen diese Samen mit den [entsprechenden] Bedingungen zusammen,
    wird der Keimling weltlicher Existenz erzeugt.
    98.
    Die von den Beschützern der Welt gelehrten [Pfade],
    die der Denkweise der fühlenden Wesen entsprechen,
    sind aufgrund der zahlreichen [von den Buddhas dargestellten] Methoden
    äußerst unterschiedlich [für die verschiedenen Wesen] in der Welt.
    99.
    [Die Lehren] sind in tiefgründig und weitreichend unterteilt;
    einige haben beide Merkmale.
    Obwohl sie unterschiedlich dargestellt werden,
    unterscheiden sie sich nicht darin, dass sie leer und nicht-dualistisch sind.
    100.
    Die Allwissenden lehrten, dass die Kräfte
    des Erinnerungsvermögens sowie die [Bodhisattva­-]Ebenen
    und die Vollkommenheiten eines Buddhas
    Aspekte des Erleuchtungsgeists sind.
    101.
    Hinsichtlich jener, die mit Körper, Rede und Geist
    stets zum Wohl der Lebewesen wirken
    und sich für Erörterungen über die Leerheit einsetzen,
    ist es unbestritten, dass sie keine Nihilisten sind.

    102.
    Großartige Wesen verweilen
    weder im Daseinskreislauf noch im Nirwana.
    Darum legten die Buddhas
    hier das Nirwana des Nicht­-Verweilens dar.
    103.
    Der einzigartige Geschmack des Mitgefühls ist das Verdienst.
    Der Geschmack der Leerheit ist der höchste.
    Jene, die [diese] zu ihrem und zum Wohl anderer verwirklichen,
    sind die Nachfolger der Buddhas.
    104.
    Verneigt euch vor ihnen mit eurem ganzen Wesen.
    Sie sind in den drei samsarischen Existenzen stets der Ehrerbietung würdig.
    Diese Wegweisenden der Welt
    verweilen als Vertreter für das Vermächtnis des Buddhas.
    105.
    Es wird erklärt, dass der Erleuchtungsgeist
    im universellen Fahrzeug das höchste ist.
    Durch die Tatkraft des meditativen Gleichgewichts
    entwickle den Erleuchtungsgeist.
    106.
    Es gibt keine andere Methode auf der Welt,
    um das eigene Wohl und das der anderen zu verwirklichen.
    Abgesehen von dem Erleuchtungsgeist
    sahen die Buddhas bislang keine solche Methode.
    107.
    Würde die Anhäufung von Verdienst, die allein
    durch das Erzeugen des Erleuchtungsgeist erlangt wird,
    Form annehmen, würde sie mehr
    als den gesamten Himmelsraum ausfüllen.
    108.
    Wer auch nur für einen Augenblick
    über den Erleuchtungsgeist meditiert,
    erzeugt eine Anhäufung von Verdienst,
    die nicht einmal die Buddhas ermessen können.

    109.
    Dieser von den Verblendungen freie kostbare Geist
    ist ein höchst einzigartiges Juwel,
    das von Räubern wie der negativen Kraft der Verblendungen
    weder beeinträchtigt noch entwendet werden kann.
    110.
    So unerschütterlich, wie die Bestrebungen der Buddhas
    und Bodhisattvas hinsichtlich des Daseinskreislaufs sind,
    so sollte der Entschluss jener sein,
    die sich dem Erleuchtungsgeist widmen.
    111.
    Bemüht euch voller Bewunderung,
    so wie es [hier] erklärt wird.
    Danach werden ihr dann selbst
    Samantabhadras Taten realisieren.
    112.
    Durch den unvergleichlichen Verdienst, den ich dadurch erlangte, dass ich
    den von den höchsten siegreichen Buddhas gerühmten Erleuchtungsgeist pries,
    mögen alle fühlenden Wesen, die in den stürmischen Wellen des Ozeans
    der samsarischen Existenz versinken, den Pfad gehen, den der Höchste der Menschen
    lehrte.

    _()_

  • BODHICITTAVIVARANA Erläuterung des Erleuchtungsgeists (verfasst von Nagarjuna)

    • tao88
    • 30. Juni 2026 um 15:53

    Ich verneige mich vor dem glorreichen Vajrasattva.
    Es wurde gesagt: Der eigene Geist, frei von allen Dingen,
    der Aggregate, Elemente und Sinnesquellen,
    Objekt und Subjekt beseitigt hat,
    da alle Phänomene gleichermaßen ohne Selbst sind,
    ist seit jeher nichts Geschaffenes.
    Seine Wesenheit ist die der Leerheit.
    So wie die erhabenen Buddhas und großartigen Bodhisattvas den Geist der großen
    Erleuchtung entwickelt haben, so werde auch ich von jetzt an, bis ich die Essenz der
    Erleuchtung erreiche, den Geist der großen Erleuchtung entwickeln, auf dass ich
    diejenigen, die noch nicht befreit worden sind, befreie, auf dass die Nicht-Erlösten
    Erlösung finden, auf dass jene, die keine Erleichterung finden, aufatmen können und jene,
    die noch nicht vollständig über das Elend hinaus­gelangt sind, vollständig über das Elend
    hinausgelangen.
    Bodhisattvas, die mittels des geheimen Mantra praktizieren, müssen, nachdem sie den
    konventionellen Erleuchtungsgeist in seiner anstrebenden Wesenheit entwickelt haben,
    kraft der Meditation den endgültigen Erleuchtungsgeist entwickeln. Darum will ich dessen
    Wesenheit hier erklären.
    1.
    Ich verneige mich vor den glorreichen Unzerstörbaren,
    die den Erleuchtungsgeist verkörpern,
    und werde hier die Entwicklung des Erleuchtungsgeists erklären,
    der der weltlichen Existenz ein Ende setzt.
    2.
    Die Buddhas gehen davon aus, dass der Erleuchtungsgeist
    nicht von den begrifflichen Vorstellungen
    eines „Selbst“, der „Aggregate“ und dergleichen behindert wird
    und stets das Merkmal der Leerheit hat.
    3.
    Mit einem von Mitgefühl benetztem Geist
    solltet ihr euch bemühen, den Erleuchtungsgeist zu entwickeln.
    Die Buddhas, die das Mitgefühl verkörpern,
    entwickeln ihn immerzu.
    4.
    Untersucht ihr mittels der Logik gründlich
    das Selbst, das die Tirthikas postulieren,
    werdet ihr es in den Aggregaten
    nirgendwo finden.
    5.
    Die Aggregate existieren, doch sind sie nicht beständig,
    auch haben sie nicht das Wesen eines Selbst.
    Etwas Beständiges und Unbeständiges existieren
    nicht als Grundlage bzw. als das darauf Beruhende.
    6.
    Wenn das sogenannte „Selbst“ nicht existiert,
    wie kann der sogenannte „Handelnde“ beständig sein?
    Nur wenn etwas, das Eigenschaften hat, existiert,
    vermag man, dessen Eigenschaften in der Welt zu untersuchen.
    7.
    Da etwas Beständiges weder aufeinanderfolgend
    noch gleichzeitig wirksam ist,
    kann ein solch beständiges Ding
    weder innen noch außen existieren.
    8.
    Hätte es [inhärentes] Potenzial, wie könnte es abhängig sein?
    Es brächte [alle] Dinge auf einmal hervor.
    Was von anderen Dingen abhängig ist,
    ist weder beständig noch hat es [inhärentes] Potenzial.

    9.
    Ist etwas ein wirksames Ding, so ist es nicht beständig,
    denn wirksame Dinge bestehen immer nur für einen Augenblick.
    Darum wird in Hinsicht auf die unbeständigen Dinge
    auch nicht verneint, dass sie etwas hervorbringen.
    10.
    Diese Welt, die frei vom Selbst und dergleichen ist,
    wird bezwungen von der Wahrnehmung der Aggregate,
    der Elemente und Sinnesquellen, des Objekts und des Subjekts.
    Sie wird von der Wahrnehmung bezwungen.
    11.
    Die [Buddhas], die danach streben, [den Lebewesen] zu nutzen,
    lehrten darum die Shravakas die fünf Aggregate: 2
    Form , Empfindung, Unterscheidung, 3
    gestaltende Faktoren und Bewusstsein.
    12.
    Die Höchsten der Menschen lehrten stets auch:
    „Formen erscheinen wie eine Fülle von Schaum,
    Empfindungen ähneln Blasen im Wasser,
    unterscheidende Wahrnehmungen sind wie Luftspiegelungen.
    13.
    Gestaltende Faktoren ähneln dem Bananenbaum , 4
    Bewusstsein ist wie eine magische Illusion.“
    So lehrten [die Buddhas] die Bodhisattvas
    über die Aggregate.
    14.
    Das, was die Wesenheit der vier großen Elemente hat, wird deutlich als das Aggregat der Form erklärt.
    Die Übrigen gelten somit
    unweigerlich als formlos.
    15.
    Dadurch sind Augen, sichtbare Formen und dergleichen,
    die als die achtzehn Elemente beschrieben werden, 5
    auch als die [zwölf] Sinnesquellen6
    sowie als Objekte und Subjekte zu verstehen.
    16.
    Weder die Atome der Form noch die Sinneskräfte existieren.
    Eine Sinneskraft, die etwas hervorbringt, existiert keineswegs.
    Das Erzeugende und das Erzeugte
    sind ungeeignet für die wirkliche Erzeugung.
    17.
    Die Atome der Form bewirken keine Sinneswahrnehmung,
    denn sie liegen jenseits des Sinnesvermögens.
    [Geht man davon aus, dass die Atome] sie durch ihr Zusammenkommen erzeugen,
    so wird auch [ein solches Erzeugen durch] die Anhäufung nicht akzeptiert.
    18.
    Durch das Aufteilen in räumliche Dimensionen sieht man,
    dass selbst das Atom Bestandteile hat.
    Wie kann es vertretbar sein, dass etwas ein [unteilbares] Atom darstellt,
    das hinsichtlich seiner Teile untersucht werden kann?
    19.
    In Hinblick auf ein einziges äußeres Objekt
    entstehen verschiedene Wahrnehmungen.
    Eine Form, die einige schön finden,
    mag für andere etwas anderes sein.

    20.
    In Hinblick auf denselben weiblichen Körper
    gibt es drei verschiedene Sichtweisen:
    für einen Asketen ist er „eine Leiche“, für einen Liebhaber
    „ein Objekt des Begehrens“ und für einen [wilden] Hund „etwas zu fressen“.
    21.
    „Es ist die Gleichartigkeit des Objekts, die wirksam ist.“
    [Doch] ist das nicht so, als erleide man Schaden in einem Traum?
    Zwischen dem Traum und dem Wachzustand gibt es
    bezüglich der Wirksamkeit der Dinge keinen Unterschied.
    22.
    In Hinblick auf Objekte und Subjekte,
    was immer dem Bewusstsein erscheint,
    gibt es nirgendwo ein äußeres Objekt,
    das getrennt vom Bewusstsein existiert.
    23.
    Die völlige Nichtexistenz äußerer Objekte
    ist also die Wesensart der Dinge.
    Die Erscheinungen für das jeweilige Bewusstsein
    treten als Erscheinungen von Formen auf.
    24.
    So wie eine Person mit verwirrtem Geist
    magische Illusionen, optische Täuschungen,
    Städte von Gandharvas und dergleichen sieht, 7
    so werden auch Formen und so weiter wahrgenommen.
    25.
    Um das Festhalten am Selbst zu überwinden,
    wurden die Aggregate, Elemente und so weiter gelehrt.
    Indem sie bei der Nur-Geist[-Lehrmeinung] verbleiben,
    geben die vom Glück Begünstigten sogar diese [Lehre] auf.

    26.
    Für jene, die die [Nur-]Geist[-Lehrmeinung] verkünden,
    existiert die Vielfalt der Dinge [nur] als Bewusstsein.
    Was ist die Wesenheit dieses Bewusstseins?
    Eben dies werde ich nun erklären.
    27.
    „All dies ist nur der Geist.“
    Der fähige Buddha lehrte dies,
    um kindischen Wesen die Angst zu nehmen.
    Er [schilderte damit jedoch] nicht die Wirklichkeit.
    28.
    Das Zugeschriebene, das Abhängige
    und das Vollständige —
    ihre Essenz ist einzig die der Leerheit,
    ihre Wesensart wird vom Bewusstsein geschaffen.
    29.
    Jene, die dem universellen Fahrzeug zugetan sind,
    lehrte der Buddha in wenigen Worten,
    dass die Phänomene gleich sind in ihrem Nicht-Selbst
    und dass der Geist von Anbeginn nichts Erzeugtes ist.
    30.
    Die Yogacharins sagen: 8
    Ein reiner Geist — erwirkt durch Kontrolle über den eigenen Geist
    und völlige Veränderung seines Zustands —
    ist die Sphäre des eigenen selbst-erkennenden Gewahrseins.
    31.
    Das Vergangene existiert nicht mehr.
    Was in der Zukunft liegt, ist noch nicht eingetreten.
    Wie soll etwas in der Gegenwart existieren,
    wenn seine Basis sich völlig ändert, während es besteht?
    32.
    So wie etwas ist, erscheint es nicht,
    und wie etwas erscheint, so ist es nicht.

    Die Wesensart des Bewusstseins ist das Nicht-Selbst;
    das Bewusstsein hat keine andere Grundlage.
    33.
    In der Nähe eines Magneten
    bewegt sich Eisen rasch zu ihm hin.
    Auch wenn das Eisen keinen Geist hat,
    scheint es so, als besäße es einen.
    34.
    Ähnlich ist das grundlegende Bewusstsein,
    frei von wahrhafter Existenz, scheint es wahrhaft zu existieren.
    Es bewegt sich vor und zurück
    und hält so fest an samsarischer Existenz.
    35.
    So wie das Meer und die Bäume sich bewegen,
    auch wenn sie keinen Geist haben,
    so bewegt sich das grundlegende Bewusstsein
    in Abhängigkeit vom Körper.
    36.
    Wenn ihr davon ausgeht, dass es
    ohne Körper kein Bewusstsein gibt –
    so sagt doch: Was ist die Wahrnehmung dieses
    sich selbst-erkennenden Gewahrseins?
    37.
    Beschreibt ihr es als selbst-erkennendes Gewahrsein,
    so erklärt ihr es zu einem Ding.
    Sagt ihr: „Es ist dies“,
    beschreibt ihr es als unvermögend.
    38.
    Um selbst Gewissheit zu erlangen
    und anderen Gewissheit zu verschaffen,
    gehen die Gelehrten stets
    auf fehlerlose Weise vor.
    39.
    Ein Bewusstsein erkennt ein Erkenntnisobjekt und
    ohne Erkenntnisobjekt gibt es kein Bewusstsein.

    Warum also akzeptiert ihr nicht,
    dass weder das Betrachtende noch das Betrachtete existieren?
    40.
    Der Geist ist ein bloßer Name und
    anders als ein Name existiert er nicht.
    Betrachtet das Bewusstsein als bloßen Namen.
    Auch der Name existiert nicht durch seine eigene Wesenheit.
    41.
    Weder innerlich noch äußerlich
    noch irgendwo dazwischen
    haben die siegreichen Buddhas den Geist gefunden.
    Der Geist hat also die Wesenheit einer Illusion.
    42.
    Die Unterteilung in Farbe und Form,
    in Objekt und Subjekt oder in jemanden, der männlich, weiblich,
    weder männlich noch weiblich und dergleichen ist
    – der Geist verweilt nicht in solchen Wesensarten.
    43.
    Kurzum: Die Buddhas haben [einen solchen Geist]
    nie gesehen, noch werden sie ihn jemals sehen.
    Wie könnten sie etwas, das nicht durch seine eigene Wesenheit existiert,
    als etwas wahrnehmen, das durch seine eigene Wesenheit existiert?
    44.
    Ein „wirksames Ding“ ist ein begriffliches Konzept.
    Die Abwesenheit von begrifflichen Konzepten ist die Leerheit.
    Wie könnte es die Leerheit dort geben,
    wo begriffliche Konzepte erscheinen?
    45.
    Die Tathagatas betrachten den Geist nicht unter dem Aspekt
    von Wahrnehmbarem und Wahrnehmendem.
    Wo sich Wahrnehmbares und Wahrnehmender befinden,
    da gibt es keine Erleuchtung.
    46.
    Ohne Merkmale, ohne Entstehen,
    ohne substanziell zu existieren und frei von Sprache — Raum, Bodhicitta und Erleuchtung
    sind von der Nicht-Dualität gekennzeichnet.
    47.
    Buddhas — die großartigen Wesen,
    die in der Essenz der Erleuchtung verweilen —
    und all jene, die von Zuneigung erfüllt sind,
    wissen zu allen Zeiten, dass die Leerheit so wie der Raum ist.
    48.
    Darum meditiert stets über die Leerheit,
    die die Grundlage aller Phänomene ist.
    Sie ist friedvoll, einer Illusion ähnlich, ohne Grundlage
    und das, was samsarischer Existenz ein Ende setzt.
    49.
    Sie wird als „nicht erzeugt“,
    „Leerheit“ oder „Nicht­-Selbst“ bezeichnet.
    Wer über etwas von geringerer Art meditiert,
    der meditiert nicht über die Leerheit.
    50.
    Begriffliche Konzepte von Tugend und Untugend
    sind dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht fortbestehen.
    Die Buddhas sprachen von ihrer Leerheit.
    Sie vertreten keine Leerheit, anders als diese.
    51.
    Das Verweilen des Geists ohne ein Objekt
    hat das Merkmal vom Raum.
    Sie gehen also davon aus, dass die Meditation
    über die Leerheit eine Meditation über den Raum ist.
    52.
    Der Löwenruf der Leerheit
    verschreckt all jene, die Behauptungen aufstellen.
    Wo immer sich diese befinden,
    dort wird es auch die Leerheit geben.
    53.
    Für jene, für die sich der Geist von Augenblick
    zu Augenblick verändert, kann er nicht beständig sein.

    Ist der Geist unbeständig, wie könnte er
    im Widerspruch zur Leerheit stehen?

    54.
    Kurz gesagt: Gehen die Buddhas davon aus,
    dass der Geist unbeständig ist,
    wie könnten sie dann nicht davon ausgehen,
    dass er leer [von inhärenter Existenz] ist?
    55.
    Von Anbeginn an hat der Geist
    nie eine eigene Wesenheit gehabt.
    Es wird nicht behauptet, dass etwas, das durch
    seine eigene Wesenheit existiert, ohne eigene Wesenheit sei.
    56.
    Bringt man dies zum Ausdruck, wendet man sich
    davon ab, dass der Geist der Sitz des Selbst ist.
    Es ist nicht die Eigenschaft der Dinge,
    sich jenseits ihrer eigenen Wesenheit zu befinden.
    57.
    So wie Süße die Wesenheit der Melasse
    und Hitze die des Feuers ist,
    so gilt, dass die Leerheit
    die Wesenheit aller Phänomene ist.
    58.
    Beschreibt man die Leerheit als die Wesenheit [der Dinge],
    spricht man damit keineswegs von einer Form des Nihilismus,
    ebenso wie man auch nicht
    von einer Form der Verdinglichung spricht.
    59.
    Beginnend mit der Unwissenheit bis hin zu Altern und Tod
    betrachten wir alle Vorgänge, die aus
    den zwölf Gliedern abhängigen Entstehens hervorgehen,
    als ähnlich einem Traum oder einer Illusion.
    60.
    Dieses Rad der zwölf Glieder des abhängigen Entstehens
    rollt den Pfad der weltlichen Existenz entlang.

    Außerhalb dessen können die fühlenden Wesen
    nicht die Wirkungen ihrer Handlungen erfahren.
    61.
    Es ist so wie in Abhängigkeit eines Spiegels
    das Abbild eines Gesichts erscheint.
    Das Gesicht hat sich nicht in den Spiegel begeben,
    doch ohne es gäbe es nicht sein Abbild.
    62.
    Auf ähnliche Weise treten die Aggregate in ein neues Leben ein,
    und die Weisen sind sich stets gewiss,
    dass jemand weder in einer anderen Existenz geboren
    noch in eine solche Existenz überführt wird.
    63.
    Kurzum: Aus leeren Phänomenen
    gehen leere Phänomene hervor.
    Handelnde, Handlungen, Wirkungen und jene, die sie erleben –
    diese lehrten die siegreichen Buddhas als konventionell existent.
    64.
    So wie der Klang einer Trommel oder ein Keimling
    aus einer Ansammlung [von Ursachen] entsteht,
    so gilt die äußere Welt des abhängigen Entstehens
    als ähnlich einem Traum oder einer Illusion.
    65.
    Dass Phänomene aus Ursachen entstehen,
    kann niemals unvereinbar [mit den Tatsachen] sein.
    Da eine Ursache leer von einer [inhärenten] Ursache ist,
    erkennen wir, dass sie ohne [inhärentes] Entstehen ist.
    66.
    Das nicht[-inhärente] Entstehen der Phänomene
    wird deutlich als ihre Leerheit erklärt.
    Kurzum: Die fünf Aggregate werden
    als „alle Phänomene“ beschrieben.
    67.
    Wird die Realität erklärt, so wie sie ist,
    wird das Konventionelle nicht untergraben.

    Getrennt vom Konventionellen
    ist die Realität nicht zu finden.
    68.
    Das Konventionelle wird als Leerheit beschrieben;
    die Leerheit selbst ist das Konventionelle.
    Das eine kommt nicht ohne das andere vor,
    ähnlich dem Erzeugten und dem Unbeständigen.
    69.
    Das Konventionelle entsteht aus Verblendungen und Karma.
    Karma hat seinen Ursprung im Geist.
    Der Geist bildet sich durch Prägungen.
    Frei von Prägungen zu sein, ist der Zustand des Glücks.
    70.
    Ein glücklicher Geist ist friedvoll.
    Ein friedvoller Geist ist nicht verwirrt.
    Ohne Verwirrung zu sein, heißt, die Realität zu erkennen.
    Durch die Erkenntnis der Realität, erlangen wir die Befreiung.
    71.
    Es wird als Soheit, Grenze der Wirklichkeit,
    Merkmalslosigkeit, letztendliche [Wahrheit],
    höchster Erleuchtungsgeist
    und auch als Leerheit beschrieben.
    72.
    Diejenigen, die die Leerheit nicht kennen,
    sind kein Gefäß für die Befreiung.
    Diese Verwirrten kreisen im Gefängnis
    der sechs samsarischen Formen der Existenz.
    73.
    Wenn die Yogis über
    diese Leerheit meditiert haben,
    entsteht in ihnen zweifellos ein Bewusstsein,
    das dem Wohl der anderen zugetan ist:
    74.
    „Jenen fühlenden Wesen gegenüber,
    die mir als meine Eltern, Verwandte und Freunde einst Hilfe erwiesen,
    werde ich mich für das,
    was sie taten, erkenntlich zeigen.

    75.
    Es ist angebracht, dass ich den fühlenden Wesen,
    die im Gefängnis samsarischer Existenz vom Feuer
    der Verblendungen gequält werden,
    [jetzt] Glück schenke, so wie ich ihnen [einst] Leid antat.“
    76.
    Die Ergebnisse, die in Form von glücklicher oder elender
    weltlicher Existenz erwünscht bzw. unerwünscht sind,
    entstehen dadurch, dass den fühlenden Wesen
    Nutzen erwiesen oder geschadet wird.
    77.
    Da der unübertreffliche Zustand der Buddhaschaft
    in Anlehnung an die fühlenden Wesen erreicht wird,
    was ist dann so erstaunlich daran, dass es
    in Hinsicht auf menschliche und göttliche Vergnügen,
    78.
    an denen sich Brahma, Indra, Rudra
    und die Beschützer der Welt erfreuen,
    in den drei weltlichen Bereichen nichts gibt, das nicht allein dadurch
    zustande gekommen ist, dass den fühlenden Wesen Nutzen erwiesen wurde?
    79.
    Die vielen Formen des Leidens,
    die die fühlenden Wesen in den Höllenbereichen,
    als Tier und als Hungergeister erleben,
    entstehen daraus, dass anderen geschadet wurde.
    80.
    Hunger, Durst und die Leiden
    des gegenseitigen Angriffs und der Unterdrückung,
    die schwer zu vermeiden und endlos sind,
    resultieren aus dem Schaden an den fühlenden Wesen.

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 22. Juni 2026 um 12:07

    „Wir können eine bessere Welt werden.“
    (Ein Kernsatz, der betont, dass Heilung und Wandel bei der eigenen Geisteshaltung beginnen).


    Tulku Lobsang Rinpoche


  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 27. Mai 2026 um 18:33

    „Meditation heilt nicht nur Krankheiten, sondern bringt großen geistigen Frieden. Die heilsamsten positiven Gedanken sind liebende Güte und Mitgefühl. Das größte Mitgefühl bedeutet, die Verantwortung dafür zu übernehmen, andere von ihrem Leiden zu befreien. Dies bringt tiefe und kraftvolle Heilung.“


    Lama Zopa Rinpoche

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 23. Mai 2026 um 13:27

    Ich denke, es ist absolut wichtig, dass wir liebende Freundlichkeit gegenüber anderen haben. Daran besteht kein Zweifel. Liebevolle Güte ist die Essenz von Bodhicitta, der Haltung des Bodhisattva. Es ist der bequemste Weg, die bequemste Meditation. Es kann keine philosophische, wissenschaftliche oder psychologische Meinungsverschiedenheiten geben. Mit Bodhicitta gibt es keinen Ost-West-Konflikt. Dieser Weg ist der bequemste, perfekteste, hundertprozentig unkomplizierte, frei von jeglicher Gefahr, Menschen zu Extremen zu führen. Ohne Bodhicitta funktioniert nichts. Und vor allem funktioniert deine Meditation nicht, und die Erkenntnisse kommen nicht.

    Warum ist Bodhicitta für den Erfolg in der Meditation notwendig? Wegen des egoistischen Greifens. Wenn Sie eine gute Meditation haben, aber keine Bodhicitta haben, werden Sie jede kleine Erfahrung der Glückseligkeit erfassen: "Ich, ich; ich will mehr, ich will mehr." Dann verschwindet die gute Erfahrung vollständig. Greifen ist die größte Ablenkung, um ein intensives Einzelbewusstsein in der Meditation zu erleben. Und damit widmen wir uns immer unserem eigenen Glück: "Ich, ich bin unglücklich, ich will glücklich sein. Deshalb werde ich meditieren." So funktioniert es nicht. Aus irgendeinem Grund kommen gute Meditationen und ihre Ergebnisse - Frieden, Zufriedenheit und Glückseligkeit - einfach nicht.

    Außerdem ist es ohne Bodhicitta sehr schwierig, Verdienste zu sammeln. Du erschafkst sie und zerstörst sie sofort; am Nachmittag sind die Verdienste des Morgens vorbei. Es ist, als würde man einen Raum putzen und ihn eine Stunde später wieder schmutzig machen. Du machst deinen Kopf sauber, dann vermasselst du ihn sofort - kein sehr profitables Geschäft. Wenn Sie im Geschäft der Sammlung von Verdiensten erfolgreich sein wollen, müssen Sie Bodhicitta haben. Mit Bodhicitta wirst du so kostbar - wie Gold, wie Diamanten; du wirst das perfekteste Objekt der Welt, das mit irgendwelchen materiellen Dingen nicht zu vergleichen ist.

    Aus westlicher, materialistischer Sicht würden wir es für großartig halten, wenn eine reiche Person sagen würde: "Ich möchte Nächstenliebe tun. Ich werde jedem auf der ganzen Welt 100 Dollar anbieten." Selbst wenn diese Person mit großer Aufrichtigkeit geben würde, wäre sein oder ihr Verdienst nichts im Vergleich zu nur dem Gedanken: "Ich möchte Bodhicitta um empfindungsfähigen Wesen willen verwirklichen, und ich werde die sechs Paramitas so viel wie so viel wie kn er kann üben." Deshalb sage ich immer, dass die Aktualisierung von Bodhicitta der perfekteste Weg ist, den man einschlagen kann.

    Bodhicitta ist nicht die Kultur des Ego, nicht die Kultur der Bindung, nicht die Kultur der Samsara. Es ist eine unglaubliche Transformation, der bequemste Weg, der gehaltenste Weg - definitiv, nicht gierig. Manchmal ist deine Meditation nicht solide; du platzst einfach aus. Bodhicitta-Meditation bedeutet, dass Sie wirklich Ihre Meinung und Ihre Handlungen ändern und Ihr ganzes Leben verändern möchten.

    Wir sind alle in menschliche Beziehungen miteinander verwickelt. Warum sagen wir manchmal: "Ich liebe dich" und manchmal "Ich hasse dich"? Woher kommt dieser Auf- und Ab-Minder? Aus dem selbsterziehenden Gedanken - einem völligen Mangel an Bodhicitta. Was wir sagen, ist: "Ich hasse dich, weil ich keine Befriedigung von dir bekomme. Du tust mir weh; du machst mir keine Freude. Das ist die ganze Sache: Ich - mein Ego, meine Bindung - bekomme keine Befriedigung von dir, deshalb hasse ich dich." Was für ein Witz! Alle Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen kommen davon, dass wir keine Bodhicitta haben, weil wir unsere Meinung nicht geändert haben.

    Sie sehen also, nur Meditation ist nicht genug. Wenn dieser Kadampa-Geshe dich in Meditation sitzen sah, würde er sagen: "Was machst du da? Wäre es nicht besser, wenn du Dharma praktizieren würdest?" Zircumambulieren ist nicht Dharma, Niederwerfen ist nicht Dharma, Meditation ist nicht Dharma. Meine Güte, was ist dann Dharma? Das ist es, was mit dem Mann in der Geschichte passiert ist. Er konnte sich nichts anderes vorstellen. Nun, die beste Dharma-Praxis, die perfekteste, substanziellste, ist ohne Zweifel die Praxis der Bodhicitta.

    Sie können wissenschaftlich beweisen, dass Bodhicitta die beste Praxis ist. Unser selbsterziehendes Denken ist die Wurzel aller menschlichen Probleme. Es macht unser Leben schwierig und miserabel. Die Lösung für Selbstvertreuung, ihr Gegenmittel, ist der Geist, der sein komplettes Gegenteil ist - Bodhicitta. Der selbsterziehende Geist macht sich nur Sorgen um mich, um mich - das selbst existierende Ich. Bodhicitta ersetzt andere für sich selbst.

    Es schafft Raum in deinem Kopf. Dann macht es dir nichts aus, selbst wenn dein liebster Freund vergisst, dir ein Weihnachtsgeschenk zu machen. "Ah, gut. Dieses Jahr hat sie mir meine Schokolade nicht gegeben. Es spielt keine Rolle." Wie auch immer, Ihre menschlichen Beziehungen sind nicht für Schokolade, nicht für sensorische Freuden. Etwas viel Tieferes kann aus unserem Zusammensein und unserer Zusammenarbeit kommen.

    Wenn du wirklich, wirklich glücklich sein willst, reicht es nicht aus, nur in Meditation zu gehen. Viele Menschen, die Jahre allein in der Meditation verbracht haben, haben das Schlimmste dafür beendet. Als sie in die Gesellschaft zurückkamen, flippten sie aus. Sie waren nicht in der Lage, wieder mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, weil die friedliche Umgebung, die sie geschaffen haben, ein künstlicher Zustand war, immer noch ein relatives Phänomen ohne Solidität. Mit Bodhicitta, egal wohin du gehst, wirst du nie ausflippen. Je mehr du mit Menschen verbunden bist, dester Freude bekommst du. Menschen werden zur Ressource Ihres Vergnügens. Du lebst für die Menschen. Auch wenn einige immer noch versuchen, dich auszunutzen, verstehst du: "Nun, in der Vergangenheit habe ich sie auch oft ausgenutzt." Damit es dich nicht stört.

    Somit ist Bodhicitta die perfekteste Art, Dharma zu praktizieren, insbesondere in unserer westlichen Gesellschaft des zwanzigsten Jahrhunderts. Es lohnt sich sehr, sehr. Mit der Grundlage von Bodhicitta werden Sie definitiv wachsen.

    Wenn Sie einen richtigen Blick tief in Ihr Herz werfen, werden Sie sehen, dass eine der Hauptursachen für Ihre Unzufriedenheit die Tatsache ist, dass Sie anderen nicht so gut wie möglich helfen. Wenn Sie dies erkennen, können Sie sich selbst sagen: "Ich muss mich weiterentwickeln, damit ich anderen zufriedenstellend helfen kann. Indem ich mich verbessere, kann ich definitiv helfen." So haben Sie mehr Kraft und Energie, um zu meditieren, reine Moral zu bewahren und andere gute Dinge zu tun. Du hast Energie, "Weil ich anderen helfen will." Deshalb sagte Lama Tsongkhapa, dass Bodhicitta die Grundlage aller erleuchteten Erkenntnisse ist.

    Außerdem ist die Bodhicitta-Energie alchemistisch. Es verwandelt alle Ihre gewöhnlichen Handlungen von Körper, Sprache und Geist - Ihr ganzes Leben - in Positivität und Nutzen für andere, wie Eisen, das in Gold umgewandelt wird. Ich denke, das ist definitiv wahr. Sie können sehen, es ist nicht schwierig. Schauen Sie sich zum Beispiel die Gesichter anderer Menschen an. Manche Menschen, egal welche Probleme und Leiden sie ertragen, wenn sie ausgehen, versuchen sie immer, glücklich zu erscheinen und anderen einen positiven Aspekt zu zeigen. Ist dir das aufgefallen oder nicht? Aber andere Menschen sind immer unglücklich und wütend. Was denkst du darüber? Ich denke ehrlich gesagt, dass es auf einen grundlegenden Unterschied in der Art und Weise hinweist, wie diese beiden Arten von Menschen denken. Menschen sind eigentlich sehr einfach. Einige sind innerlich eine Katastrophe und es zeigt sich in ihren Gesichtern und macht diejenigen, die sie treffen, krank. Andere, auch wenn sie intensiv leiden, setzen immer ein mutiges Gesicht auf, weil sie Rücksicht auf die Art und Weise nehmen, wie andere sich fühlen.

    Ich glaube, das ist sehr wichtig. Was bringt es, eine miserable Schwingung auszustaussen? Nur weil du dich elend fühlst, warum andere auch unglücklich machen? Es hilft nicht. Sie sollten versuchen, Ihre Emotionen zu kontrollieren, gleichmäßig zu sprechen und so weiter. Manchmal, wenn Menschen leiden, schließen sie sich vor anderen ab, aber man kann immer noch ihre elende Schwingung spüren. Dies hilft anderen nicht mit auch nur einem momentanen Glück; vergiss es, sie zur Erleuchtung zu führen. Um den Menschen um dich herum zu helfen, musst du eine fröhliche, friedliche Schwingung aufrechterhalten. Das ist sehr praktisch, sehr lohnenswert. Manchmal reden wir zu viel über Aufklärung und solche Dinge. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, um solche Erkenntnisse zu erlangen. Vergessen Sie die Erleuchtung, mir ist die Buddhaschaft egal - seien Sie einfach praktisch. Wenn Sie anderen nicht helfen können, schaden Sie ihnen zumindest nicht, bleiben Sie neutral.

    Wie auch immer, was ich Ihnen hier sagen soll, ist, dass Bodhicitta wie Atomenergie ist, um Ihren Geist zu verändern. Dies ist absolut, wissenschaftlich wahr und nicht etwas, das man mit blindem religiösem Glauben glauben muss. Jeder hat heutzutage Angst vor Atomkriegen, aber wenn wir alle Bodhicitta hätten, wären wir dann nicht alle völlig sicher? Natürlich würden wir das tun. Mit Bodhicitta kontrollierst du jeden Wunsch, andere zu besiegen oder zu töten. Und wie Lama Je Tsongkhapa sagte, wenn du Bodhicitta hast, werden alle guten Dinge im Leben magnetisch zu dir hingezogen und strömen wie Regen über dich. Im Moment ziehen wir nur Unglück an, denn alles, was wir haben, ist der selbsterziehende Gedanke. Aber mit Bodhicitta werden wir gute Freunde anziehen, gutes Essen, alles gut.

    Wie Seine Heiligkeit der Dalai Lama kürzlich sagte, wenn Sie egoistisch sein wollen, tun Sie es in großem Maßstab; breiter Egoismus ist besser als enger! Was bedeutete Seine Heiligkeit? Er sagte, dass Bodhicitta in gewiser Weise wie eine große egoistische Einstellung ist, denn wenn man sich mit liebevoller Freundlichkeit anderen widmet, bekommt man viel mehr Freude, als man es sonst tun würde. Mit unserer gegenwärtigen, üblichen egoistischen Einstellung erleben wir sehr wenig Freude, und was wir haben, geht leicht verloren. Mit "großem Egoismus" hilfst du anderen und hilfst dir selbst; mit klein ist es immer "ich, ich, ich" und es ist leicht, alles zu verlieren.

    Erinnerst du dich, Atisha hatte über 150 Lehrer? Er respektierte sie alle, aber wenn er den Namen von einem hörte - Lama Dharmakirti - kam er mit Gänsehaut heraus. Er erklärte dies mit den Worten: "Ich erhielt viele Lehren von vielen, vielen großen Gurus, aber für mich war Lama Dharmakirti, der mir die Bodhicitta-Ordination und die Lehren über die Methode und Weisheit von Bodhicitta und die sechs Paramitas gab, der hilfreichste für mein Leben." Das ist sehr wahr. Manchmal sind Techniken der Gottheitsmeditation extrem schwierig, aber die Bodhicitta-Meditation ist so einfach, so unglaublich tiefgründig und real. Deshalb zitterte Atisha, wenn er den Namen seines Hauptlehrers von Bodhicitta hörte.

    Der Hauptpunkt ist also, dass Sie, wenn Sie Buddhadharma kontaktieren, den verrückten Elefanten Ihres selbstschärtenden Geistes erobern sollten. Wenn der Dharma, den Sie hören, Ihnen hilft, Ihre Selbstfürchtung auch nur ein wenig zu verringern, hat es sich gelohnt. Aber wenn die Lehren, die Sie übernommen haben, keinen Einfluss auf Ihren Egoismus hatten, dann waren sie aus der Sicht von Mahayana, selbst wenn Sie intellektuell über das gesamte Lamrim sprechen können, überhaupt nicht viel Nutzen.

    Erinnern Sie sich an die Geschichte von Shantideva und wie die Leute ihn früher niedergelegt haben? Früher nannten sie ihn Bhusuku, was bedeutet, dass er nur drei Dinge tun kann: Essen, Schlafen und Ausscheidung. Es war eine sehr schlechte Sache, jemanden anzurufen, besonders einen Mönch. Aber das ist alles, was die Leute von ihm sehen konnten. Er hatte jedoch Bodhicitta, so dass alles, was er tat, selbst gewöhnliche Dinge, für andere von größtem Nutzen war. Er lag friedlich da und meditierte mit großer Sorge um das Wohlergehen aller Lebewesen, und oft weinte er aus Mitgefühl um sie.

    Westler brauchen diese Art von Übung. Grundsätzlich sind wir faul. Nun, vielleicht nicht faul, aber wenn wir mit der Arbeit fertig sind, sind wir müde und haben nicht mehr viel Energie. Wenn Sie also von der Arbeit nach Hause kommen, legen Sie sich bequem hin und meditieren Sie über Bodhicitta. Das ist am meisten wert. Viel besser, als schnell hineinzueilen, einen Kaffee zu werfen und auf Ihr Meditationskissen zu fallen, um zu meditieren. So funktioniert es nicht; Ihr Nervensystem braucht Zeit und Raum. Man kann nicht in der einen Minute durch den Verkehr eilen und in der nächsten ruhig sitzen und meditieren. Alles braucht Zeit und Raum. Es ist viel besser, eine ruhige, glückselige Tasse Kaffee zu trinken und sich auch nicht unter Druck zu setzen; auch das ist sehr schlecht. Bestrafen Sie sich nicht, wenn Sie zu müde sind, um zu meditieren: "Ich sollte meditieren; ich bin sehr schlecht." Du zerstörst dich selbst so. Sei klug. Behandle dich selbst, deinen Verstand, mitfühlend, mit liebevoller Freundlichkeit. Wenn du sanft zu dir selbst bist, wirst du sanft zu anderen werden, also drängen Sie nicht. Schieben funktioniert bei mir nicht, deshalb sage ich anderen, dass sie sich nicht zwingen sollen. Wir haben es mit dem Verstand zu tun, nicht mit Felsen und Beton; es ist etwas Organisches.

    Die westliche Umgebung bietet viele Leidensbedingungen, die als Ursachen für unsere sich verwirklichende Bodhicitta dienen, so dass das Leben dort sehr lohnenswert sein kann. Zum Beispiel ist es viel besser, einen Gegner mit Bodhicitta zu unterwerfen als mit einem Messer oder einer Waffe. Wenn Sie angegriffen werden, können Sie liebevolle Freundlichkeit üben. Wir könnten dies auch in den Klöstern von Tibet tun, wo es oft schreckliche Mönche gab. Denken Sie nicht, dass Tibet nur von heiligen Menschen voll war - wir hatten dort unglaublich wilde Mönche, die niemand mit Autorität unterwerfen konnte! Wenn Sie versuchen würden, sie wütend zu kontrollieren, würden sie nur noch aggressiver werden. Aber arya bodhisattva-Mönche, Menschen, die sich völlig für andere hingegeben hatten, würden sie mit liebevoller Freundlichkeit behandeln, und die wilden Mönche würden sich völlig beruhigen. Sie würden sich fühlen: "Dieser Mann liebt mich; er hat großes Mitgefühl. Er hat alles für andere aufgegeben und hat nichts zu verlieren." Auf diese Weise würden aggressive Menschen unterworfen, ohne Autorität, aber mit Bodhicitta. Es gibt viele Geschichten über diese Art von Dingen, aber ich werde sie jetzt nicht erzählen. Vielleicht denkst du, dass sie lustig sind, aber es ist wahr - du kannst deine Feinde, sowohl innerlich als auch äußerlich, mit liebevoller Freundlichkeit und Bodhicitta erobern. Es lohnt sich am meisten und es gibt keinen Widerspruch. Bodhicitta ist der absolut komfortable Weg zur Befreiung und Erleuchtung.

    In seinem Text Lama Chöpa, [v. 94] sagt der Panchen Lama: "Selbstliebe ist die Ursache für alles Elend und Unzufriedenheit, und alle empfindungsfähigen Wesen der Mutter zu halten, die mehr als man selbst lieb ist, ist die Grundlage aller Erkenntnisse und des Wissens. Segne mich daher, die Selbstfürsorge in Sorge für alle anderen zu verwandeln." Dies ist keine tiefgründige philosophische Theorie, sondern eine sehr einfache Aussage. Sie wissen aus Ihren eigenen Lebenserfahrungen, ohne dass Sie die Erklärungen eines tibetischen Textes benötigen, dass Ihr selbstgeschönernder Gedanke die Ursache für all Ihre Verwirrung und Frustration ist. Diese Entwicklung des Leidens findet sich nicht nur in der tibetischen Kultur, sondern auch in Ihrer.

    Der Panchen Lama fährt fer mit den Worten, dass wir uns ansehen sollten, was der Buddha getan hat. Er gab seine Selbstbindung auf und erreichte alle erhabenen Erkenntnisse. Aber sieh uns an - wir sind besessen von "ich, ich, ich" und haben nichts als endloses Elend erkannt. Das ist sehr klar, nicht wahr? Daher sollten Sie wissen, wie das funktioniert. Befreien Sie sich von dem falschen Konzept der Selbstfürstung und Sie werden von allem Elend und Unzufriedenheit befreit sein. Sorgen Sie sich um das Wohlergehen aller anderen und wünschen Sie sich, dass sie die höchsten Errungenhungen wie Bodhicitta erreichen, und Sie werden alles Glück und Zufriedenheit finden.

    Ihr Menschen seid jung, intelligent und nicht zufrieden mit dem, was ihr in euren eigenen Ländern habt. Deshalb suchen Sie weiter. Und jetzt haben Sie festgestellt, dass das lohnendste von allen Dingen, Bodhicitta.

    Aber es ist keine einfache Sache. Einfache Dinge langweilen dich schnell. Es ist ziemlich schwierig, aber es gibt keine Möglichkeit, dass Sie sich beim Üben langweilen. Die Menschen müssen sehr intelligent sein, um Bodhicitta zu verwirklichen, aber einige haben keinen Platz dafür. "Vergiss dich selbst und hast ein wenig Sorge um andere?" Sie werden fragen. "Das ist nicht meine Kultur." Es ist sehr schwierig, sich selbst zu lieben, sondern andere zu lieben - die schwierigste Aufgabe, die man übernehmen kann. Aber es ist das lohnendste und bringt die größte Befriedigung.

    Nachdem Sie einige Meditationen wie Vergänglichkeit und Tod einen Monat lang geübt haben, werden Sie sagen: "Ich habe diese Meditation satt." Aber Sie werden nie müde, über Bodhicitta zu meditieren. Es ist so tief; eine universelle Meditation. Du wirst nie müde von Bodhicitta.

    Sie haben von vielen Gottheiten gehört, über die Sie meditieren können, von vielen Gottheiten, in die Sie eingeweiht werden können - Chenrezig und der Rest. Wofür sind sie alle da? Ich werde es dir sagen - für den Erwerb von Bodhicitta. Tatsächlich sind alle tantrischen Meditationen für die Entwicklung einer starken Bodhicitta. Das ist der Zweck Ihres Bewusstseins, sich als ein Wesen mit tausend Armen zu manifestieren, damit Sie tausend leidenden Wesen helfen können. Wenn Sie sich nicht auf diese Weise manifestieren möchten, können Sie die Meditation mit Ihrer eigenen Kultur in Verbindung bringen und sich selbst als Jesus sehen. Avalokiteshvara und Jesus sind dasselbe: völlig selbstlos und völlig dem Dienst an anderen gewidmet.

    Erinnern Sie sich, was passiert ist, als Avalokiteshvara das erste Mal die Bodhisattva-Ordination annahm? Er schwor, alle universellen Lebewesen von hinten zur Erleuchtung zu führen, wie ein Hirte. "Ich möchte die Erleuchtung nicht verwirklichen, bis ich zuerst alle empfindungsfähigen Mutterwesen dorthin geführt habe. Das wird meine Zufriedenheit sein." Er arbeitete jahrelang und führte Tausende von Wesen zur Erleuchtung, aber als er nachsah, was geschah, stellte er fest, dass es noch unzählige weitere gab. Also arbeitete er wieder jahrelang und Jahre und wieder, als er überprüfte, dass noch so viele übrig waren, und dieser Zyklus wiederholte sich, bis er schließlich die Nase voll hatte und sich dachte: "Seit Äonen und Äonen habe ich gekämpft, um alle empfindungsfähigen Wesen zur Erleuchtung zu führen, aber es sind immer noch so viele übrig. Ich denke, es ist unmöglich, mein Gelübde zu erfüllen." Und wegen der Intensität seiner Emotionen spaltete sich sein Kopf in elf Stücke. Dann kam Amitabha Buddha und bot seine Hilfe an und segnete ihn, erfolgreich zu sein.

    Ich bin mir also sicher, dass einige von euch wie Chenrezig sein können. Die Hauptsache ist, eine starke Motivation zu haben. Selbst wenn es nur einmal stark kommt, ist es extrem mächtig. Es ist sehr selten, diese Art von Gedanken zu haben. Ein bloßer Blitz ist so lohnenswert; ihn für eine Minute oder für einen Tag zu haben.


    Lama Yeshe

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 23. Mai 2026 um 13:23

    Es geht um ein offenes Herz und einen klaren Geist. Ein offenes Herz ist voll Mitgefühl für alle Wesen. Ein klarer Geist begreift die Leerheit aller Phänomene. Die Entwicklung dieses bedingungslosen Mitgefühls und der Weisheit ist das Ziel unserer Praxis


    Chökyi Nyima Rinpoche

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 14. November 2025 um 16:06

    Der Schüssel zum Glück


    Wenn Sie das Wohlergehen anderer fühlender Wesen, so unendlich wie der Raum, wichtiger nehmen als Ihr Eigeninteresse, erreichen Sie auch Ihre eigenen Ziele.

    Bodhicitta bringt Ihnen Wohlergehen in diesem Leben, es führt zu höherem Status und einer hervorragenden menschlichen Wiedergeburt in der Zukunft.

    Maiitreyas Gebets Wunsch sagt: Bodhicitta wird die Geburt in schlechten Reichen verhindern und dich auf den Weg höherer Ebenen führen...

    Dies ist wahr, wie ich sagte. Ebenso, in diesem menschlichen Leben, dass du erreicht hast, wirst du lange leben, frei von Krankheit sein, und wohlhabend sein, dein Wort wird vertraut und du wirst mächtig und stark sein.

    Die sind die Ergebnisse selbstloser Hingabe. Wenn du ein warmes Herz hast, wirst du frei von Angst sein. Wenn du eine altruistische Einstellung annimmst, wirst du anderen nicht misstrauisch begegnen. Mit einer altruistischen Sichtweise wirst du ruhig sein. Wenn du altruistisch bist, wirst du nicht eifersüchtig sein. Wenn du altruistisch bist, wirst du nicht konkurrierend sein.

    In Abwesenheit dieser belastenden Emotionen wird dein Geist ruhig bleiben. Im Allgemeinen sind die Faktoren, die unseren Geist stören, Angst, Misstrauen, Eifersucht, Konkurrenzdenken, Wut, Arroganz, und Gier. Diese Arten von Emotionen erzeugen geistige Störungen. Aber wenn du ein warmes Herz hast, werden diese Emotionen weniger intensiv sein.

    Bestimmte Meditationen wirken gegen bestimmte geistige Leiden. Meditation über die Unvollkommenheit des Körpers mindert Anhaftung. Liebende Güte kultivieren wirkt gegen Wut. Die Betrachtung unserer Zusammensetzung mindert Stolz. Und das Gegenteil zur Unwissenheit ist die Meditation über Ein und Ausatmung. Diese. Arten von Praktiken zur Bekämpfung von Leiden haben Grenzen. Altruismus jedoch ist anders. Wenn wir ihn gut entwickeln, werden viele unserer geistigen Leiden automatisch beseitigt. Mir scheint, daß ist wahr.

    Viele negative Emotionen entstehen aufgrund selbstbezogener Einstellung, eines Gefühls, dass wir anderen überlegen sind. Aber wenn du einen altruistischen Geist hast, und genauso wie du dich selbst derzeit siehst, wenn du andere als die Wichtigsten siehst, wird es keine Notwendigkeit geben, stolz, konkurrierend oder eifersüchtig zu sein. Du wirst keine Angst oder Misstrauen gegenüber anderen empfinden, du wirst keine Angst und Bedenken aufkommen lassen. Es hilft nicht wahr?

    Deshalb wird dieses Verständnis dir helfen, während dieses Lebens glücklich und freudig zu sein. Es gibt keine Praxis, die grösser ist ist als Altruismus, um Langlebigkeit und Wohlstand zu erreichen, und um auf andere einzuwirken. Es gibt nichts Besseres als Altruismus, um alle unsere Ziele zu erfüllen. Es ist ein Allheilmittel.

    Genauso wie wir ein Sprichwort haben: "Ein Medikament, das hundert Leiden heilt." Wäre es nicht gut, ein solches Heilmittel zu haben? Da eine Medizin, die Fieber heilt, möglicherweise einen Schüttelfrost verursacht und umgekehrt. Wenn ein Medikament alle Arten von Störungen heilen könnte, wäre das nicht gut? Das kann eine altruistische Einstellung bewirken. Jé Tsongkhapa sagt in "Der großen Abhandlung über die Stufen des Pfades" im Abschnitt über die Kultivierung des Erleuchtungsgeistes:

    "Durch den Wunsch anderen zu nutzen, erfüllst du deine eigenen Ziele nebenbei." Wenn wir gutes Glück erfahren möchten, sollten wir alle warmherzig zu anderen sein. Es wird uns definitiv nutzen, wenn wir keine Probleme machen, sondern ihnen helfen. Das ist zu 100% garantiert, nicht wahr?


    Dalai Lama

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 14. November 2025 um 15:01

    Bodhicitta


    the aspiration to bring about the welfare of all sentient beings and to attain buddhahood for their sake - is really the distilled essence, the squeeze juice, of all the Buddha's teachings, because ultimately, the Buddha's intention is to lead all sentient beings to perfect enlightenment


    Das Bestreben, das Wohl aller fühlenden Wesen zu fördern und ihretwegen die Buddhaschaft zu erlangen, ist in Wahrheit die Essenz, der Kern aller Lehren Buddhas, denn letztlich ist es Buddhas Absicht, alle fühlenden Wesen zur vollkommenen Erleuchtung zu führen


    Dalai Lama

  • Zen-Zitate die mich berühren

    • tao88
    • 11. August 2024 um 15:59

    We are here to awaken from the illusion of our separateness

    Wir sind hier, um aus der Illusion des Getrenntseins zu erwachen

    Thich Nhat Hanh

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 11. August 2024 um 15:52

    We live in illusion and the appearance of things. There is a reality. We are that reality. When you understand this, you see that you are nothing, and being nothing, you are everything. That is all.

    Wir leben in der Illusion und dem Schein der Dinge. Es gibt eine Realität. Wir sind diese Realität. Wenn du das verstehst, siehst du, dass du nichts bist, und weil du nichts bist, bist du alles. Das ist alles.

    Kalu Rinpoche

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 11. August 2024 um 15:33

    Freiheit von Knechtschaft bedingt das Freisein von Begierde und Leidenschaften.

    Gampopa

  • Zen-Zitate die mich berühren

    • tao88
    • 11. August 2024 um 15:11

    Ich steige zur Halle des Großen Mitgefühls


    Und blicke hinaus auf die Wolken und den Dunst.


    Uralte Bäume strecken sich gen Himmel,


    Ein frischer Wind flüstert von zehntausend Generationen.


    Unten, die Drachenkönigsquelle—


    So klar, dass man bis zu ihrem Ursprung sehen kann.


    Vorbeigehenden rufe ich zu:


    „Kommt und seht euch selbst im Wasser gespiegelt!“

    Ryōkan

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 14. April 2023 um 14:19

    Wenn wir Kopfschmerzen haben, wollen wir es natürlich heilen. In diesem Kopf ist nichts Besonderes. Wenn wir die Kopfschmerzen eines anderen heilen wollen, schafft dieser mitfühlende Wunsch viel Verdienst, und der Wunsch, die Kopfschmerzen vieler Lebewesen zu heilen, schafft viel mehr Verdienst. Wenn wir in Hunderte denken, sammeln wir viel mehr Verdienste. Wenn wir wie ein Bodhisattva die Kopfschmerzen eines jeden fühlenden Wesen heilen wollen, dann wäre der geschaffe Verdienst unkalkulierbar.

    Dies ist nur ein kleines Unbehagen, Kopfschmerzen. Ein Bodhisattva will alle fühlenden Wesen heilen, nicht nur von einem Kopfschmerzen oder von allen Kopfschmerzen, sondern von allen körperlichen und geistigen Leiden vollständig. Wenn man die tiefe des Elends sieht, in der alle Wesen versunken sind, ist das Ziel der Bodhisattva, selbstverständlich die Linderung vom kleinsten Leiden, und das bedeutet natürlich die Linderung von all den großen Leiden, einschließlich des Leiden der Höllenwesen, hungrigen Geistern und Tieren. Weil die Zahl unendlich ist, ist der Verdienst unendlich. Alle Bodhisattva's arbeiten unermüdlich daran, allen fühlenden Wesen zu helfen, ihr volles Potenzial zu verwirklichen, grenzenloses Glück und volle Erleuchtung erlangen.

    Lama Yeshe

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 13. April 2023 um 22:30

    “Der Erleuchtungsgeist (Bodhicitta) ist keine gewöhnliche Geisteshaltung, sondern eine

    Haltung der festen Entschlossenheit, vollständiges Erwachen, Buddhaschaft, zu verwirklichen,

    um die Bedürfnisse aller Lebewesen erfüllen zu können. Wenn diese Geisteshaltung ein- oder

    zweimal in uns entstanden ist, reicht das noch nicht, um von Erleuchtungsgeist (Bodhicitta)

    sprechen zu können. Dieser muss, als Resultat einer wiederholten Erfahrung dieser inneren

    Haltung, tief in uns verankert sein. Wenn uns diese Geisteshaltung, dank fortgesetzten

    Bemühen, wohlbekannt ist und spontan und natürlich in uns entsteht, dann ist es der

    eigentliche Erleuchtungsgeist (Bodhicitta), und die Person, die diese Haltung entwickelt und

    verwirklicht hat, ist ein(e) wahre(r) Bodhisattva.“

    Geshe Rabten

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 13. April 2023 um 22:29

    "Aus der grossen Vielfalt von Buddhas Belehrungen

    ist die Bodhicitta-Motivation die Quintessenz.

    Bodhicitta bietet den höchsten Schutz vor unheilsamen Tendenzen von Herz und Geist.

    Bodhicitta wehrt das Leiden der schmerzvollen niedrigen Lebensbereiche ab.

    Bodhicitta öffnet den höchsten Pfad der Befreiung.

    Seit unzerstreut, seid unzerstreut, übt euch in Bodhicitta.

    Täuscht euch nicht, täuscht euch nicht, übt euch in Bodhicitta

    Irrt nicht, irrt nicht, übt euch in Bodhicitta"

    Nyoshul Ken Rinpoche

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 10. April 2023 um 00:42

    Ohne Bodhicitta, wird alles, was du tust - sei es, viele Belehrungen zu hören, zu studieren, reflektieren, meditieren, die Erzeugungs- und Vollendungsphasen zu praktizieren, über die Sicht des Madhyamaka zu meditieren oder Mantras zu rezitieren und dergleichen - völlig nutzlos sein. Alle tugendhaften Handlungen, die nicht mit dem Bodhicitta verbunden sind, und alle tugendhaften Handlungen, die unser Bodhicitta schwächen, sind das Werk Māras.

    Atisha

  • Zen-Zitate die mich berühren

    • tao88
    • 29. März 2023 um 23:16

    Ich öffne die Augen und lächle,

    ein neuer Tag liegt vor mir,

    ich gelobe, auf alle Wesen

    mit dem Auge des Mitgefühls zu schauen.

    Thich Nhat Hanh

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 29. März 2023 um 20:54

    One quality that is indispensable is the authentic guru lineage. As the great Sakyapa master Drakpa Gyaltsen said, a guru without lineage has no blessing. Lineage establishes a pedigree of sorts and is an absolutely necessary component of the path. Lineage is a history; it provides authentication. Where there is a lineage, there is a path, and the path has been tested.

    Any path leading from one place to another is a product of causes and conditions, and the Buddhist path is no exception. Working with causes and conditions is the essence of the Buddhist path. In the beginning — especially in the beginning — we strive to no longer gather negative causes and conditions, and we learn how to apply positive causes and conditions. Eventually we gather the specific causes and conditions needed to disentangle ourselves from causes and conditions altogether.

    For the Vajrayana practitioner, the right causes and condition are of utmost importance. Of all the many causes and conditions, lineage happens to be an extremely decisive factor. On a fundamental level, lineage is a condition that, in our human mind, authenticates the teaching and the teacher. A lineage can be a reference point: you can refer to what has been done by all the lineage gurus prior to your own guru, and this will oftentimes help build confidence in the teacher and the teachings.

    Eine unverzichtbare Qualität ist die authentische Guru-Linie. Wie der große Sakyapa-Meister Drakpa Gyaltsen sagte, hat ein Guru ohne Abstammungslinie keinen Segen. Die Überlieferungslinie stellt eine Art Stammbaum dar und ist ein absolut notwendiger Bestandteil des Pfades. Die Überlieferungslinie ist eine Geschichte, sie ist eine Authentifizierung. Wo es eine Abstammungslinie gibt, gibt es auch einen Pfad, und der Pfad wurde getestet.

    Jeder Weg, der von einem Ort zu einem anderen führt, ist ein Produkt von Ursachen und Bedingungen, und der buddhistische Weg ist da keine Ausnahme. Die Arbeit mit Ursachen und Bedingungen ist die Essenz des buddhistischen Pfades. Am Anfang - besonders am Anfang - bemühen wir uns, keine negativen Ursachen und Bedingungen mehr zu sammeln, und wir lernen, wie wir positive Ursachen und Bedingungen anwenden können. Schließlich sammeln wir die spezifischen Ursachen und Bedingungen, die wir brauchen, um uns ganz von Ursachen und Bedingungen zu befreien.

    Für den Vajrayana-Praktizierenden sind die richtigen Ursachen und Bedingungen von äußerster Wichtigkeit. Von all den vielen Ursachen und Bedingungen ist die Abstammung ein äußerst entscheidender Faktor. Auf einer grundlegenden Ebene ist die Überlieferungslinie eine Bedingung, die in unserem menschlichen Geist die Lehre und den Lehrer authentifiziert. Eine Überlieferungslinie kann ein Bezugspunkt sein: Man kann sich auf das beziehen, was alle Überlieferungslinien-Gurus vor dem eigenen Guru getan haben, und das wird oft dazu beitragen, Vertrauen in den Lehrer und die Lehren aufzubauen.

    Dzongsar Khyentse Rinpoche

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 29. März 2023 um 15:32

    If you don’t thoroughly exchange your own happiness

    For the suffering of others,

    Buddhahood will not be attained

    Nor will you find any happiness in samsara.

    Whatever happiness exists for beings

    Arises from wishing happiness for others.

    Whatever suffering exists for beings

    Arises from wanting just their own happiness.

    Wenn du dein eigenes Glück nicht gründlich eintauschst

    gegen das Leiden anderer eintauscht,

    wirst du die Buddhaschaft nicht erlangen

    noch wirst du Glück in Samsara finden.

    Welches Glück auch immer für die Wesen existiert

    Entsteht aus dem Wunsch nach Glück für andere.

    Welches Leiden auch immer für die Wesen existiert

    Entsteht, weil sie nur ihr eigenes Glück wollen.

    Khenpo Karten Rinpoche

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 28. März 2023 um 01:25

    Die mich verleumden und die mich verspotten, mögen alle die Erleuchtung erlangen.

    Shantideva

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 27. März 2023 um 12:27

    "Freundschaft hängt von Vertrauen ab, und Vertrauen hängt davon ab, dass man sich um das Wohlergehen der anderen sorgt.

    Sei ehrlich, aufrichtig und warmherzig.

    Lass dein Mitgefühl zur Grundlage deiner Entschlossenheit werden.

    Überlege, wie die Zukunft aussehen kann, und nicht, was in der Vergangenheit passiert ist."

    Dalai Lama

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 27. März 2023 um 12:24

    So lange der Raum besteht und es fühlende Wesen darin gibt,

    möge es auch mich geben,

    um die Leiden der Wesen zu beenden.

    (Shantideva, Bodhicaryavattara, Kap. 10, Vers 55)

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 23. März 2023 um 20:45

    Um die Anhaftung des Geistes zu durchbrechen, ist es wichtig zu verstehen, dass alle Erscheinungen nichtig sind, wie die Erscheinung des Wasser in einer Fata Morgana. Schöne Formen nützen dem Geist nichts, noch können hässliche Formen ihm in irgendeiner Weise schaden. Löse die Bande von Hoffnung und Angst, Anziehung und Abstoßung und bleibe in Gleichmut in dem Verständnis, dass alle Phänomene nichts weiter sind als Projektionen deines eigenen Geistes.

    Dilgo Khyentse Rinpoche

  • Zitate aus dem tibetischen Buddhismus, die mich berühren

    • tao88
    • 22. März 2023 um 20:53

    Wenn (der Schüler) sagt, das die Erscheinung Geist ist, dann muss (der Lehrer) (das Verständnis des Schülers) untersuchen, indem er fragt, ob die Form - das betrachtete Objekt - zum Geist wurde oder Geist zur Form.

    Khenpo Tsultrim Gyamtso Rinpoche

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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