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Gefühlsbetrachtung Müdigkeit

  • Alephant
  • 28. Februar 2021 um 16:49
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  • Alephant
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    • 28. Februar 2021 um 16:49
    • #1

    Ich hab letztens eine bestimmte Form von 'Innenschau' betrieben. Und zwar hab ich länger ein Gefühl der Müdigkeit betrachtet (von dem ich annehme, dass es mit depressiven Verstimmungen zu tun hat).

    Ich richte meine Aufmerksamkeit auf dieses Gefühl und stelle dann eine Verbindung zu einer tieferen Trauer fest. Ich bleibe auch bei dem Gefühl. Dann habe ich den Eindruck, als wüsste ich ein 'Gegenmittel'. Aufgrund dem wie sich das angefühlt hat. Dann bewirke ich das innerlich und das Gefühl entfaltet sich/wandelt sich in ein leichtes, befreites Empfinden.

    (dann war ich nicht mehr müde).


    Kennt jemand sowas?

  • Aravind
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    • 28. Februar 2021 um 17:22
    • #2

    Ja. Jeden Tag. Später mehr, bin am kochen. (äußerlich, nicht innerlich ;) )

  • Xyz
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    • 28. Februar 2021 um 17:30
    • #3

    Die Emotion Müdigkeit als positive,

    als negative Empfindung kenne ich natürlich auch.Denke die Praxis der Achtsamkeit führt früher oder später bei jedem dahin.

    Sollte die Praxis wohl auch um das (wie Buddha es in Majjhima Nikaya 10 so betrachtend benennt) um das ,spirituelle‘ Gefühl dem weltlichen Gefühl gegenüber als Unterschied in sich auch zu erleben.

    Sobald ich die Konzentration auf den Widerstand oder die gegenteilige positive Empfindung lege, spüre ich in der Praxis auch die körperlichen Reaktionen auf diese Emotion.

    Schlaffheit, Gliederspannungen oder auch Nervosität oder eben große Energie für sportliche Betätigungen.

    Und rein geistig empfunden, wie Du es so nachvollziehbar beschreibst, reduzieren sich Widerstände durch aufgebrachte Konzentration auf eine Emotion, als

    eine Grundlage von Achtsamkeit.

    (Die zweite um genau zu sein)

    Ja so empfinde ich es...🙏

    Einmal editiert, zuletzt von Xyz (28. Februar 2021 um 17:40)

  • Alephant
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    • 28. Februar 2021 um 18:14
    • #4

    Es war ein Gefühl in der Lunge/Brustgegend.

    Ich hab das öfter, liegt auch am Rauchen nehm ich an.

    Es hat sich anfangs nicht 'traurig' angefühlt, als ich mich drauf konzentriert hab. Eher auch ein bissl wohlig/'schlummerig'.

    Aber dann fühlte es sich so an, wie ein Symptom grösser Trauer/Traurigkeit. Macht auch Sinn, in meinem Lebenszusammenhang.


    Müdigkeit/Schlaffheit und depressive Verstimmungen sind bei mir ein paar Stiefel.

    Eine geistige Mattheit kommt da dazu.

    Aber dann hab ich (innerlich) 'was gemacht' (keine Vorstellungsbildung) und das schwere Gefühl (ja das issses: schweres Gefühl) hat sich aufgelöst. Kommt mir fast besser vor, davon zu sprechen, dass die 'Energie' dieses schwereren Gefühls heller/leichter geworden ist. Also richtig 'leicht'.

    Ich möchte dazu sagen, dass ich bisher kaum Meditationsversuche unternommen habe. Atembetrachtungen dann und wann und Hervorrufung von amgenehmen Gefühl durch Bauchatmung kenne ich nur. Machs aber nicht regelmässig.

    Falls jemand mit den obigen Zeilen was anfangen kann: mir hilft Feedback.

  • xiaojinlong
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    • 28. Februar 2021 um 18:23
    • #5

    In der Beschreibung von dir kann ich mich wieder finden. Mir ist dazu besonders eine Erinnrung noch recht präsent. In einer depressiven Phase war ich in der Stadt unterwegs. Insgesamt war es recht regnerisch und trüb - typischer Spätherbst. Meine Stimmung lag mir auch auf der Brust und es war so eine grundlegende Traurigkeit vorhanden, die aber sehr dumpf war und sich vorallem als Müdigkeit äußerte (bei mir war das damals eben so ziemlich Dauerzustand). Statt aber vor dem Gefühl wegzurennen, es beiseite zu schieben, bin ich damals darin verweilt und hab dadurch gemerkt was da ist: Traurigkeit und das Wahrnehmen meiner Umgebung aus einem traurigen Blickwinkel. Durch das "Darauf-einlassen" hat sich dann auch bei mir was getan. Geäußert hatte sich das bei mir damals zum einen, dass die Müdigkeit (etwas) abgefallen war, und zum anderen darin, dass mir dann auf einmal die Farben des Herbstes und das Lichtspiel aus Regen und den wenigen Sonnenstrahlen dazwischen so richtig aufgefallen ist.

    Beim Sitzen habe ich später so etwas in verschiedenen Situationen immer wieder erlebt, aber dieser eine Herbsttag ist mir besonders in Erinnerung geblieben.

    _()_

    小金龍

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    • 28. Februar 2021 um 18:37
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    • #6
    Vedana:

    Ich hab letztens eine bestimmte Form von 'Innenschau' betrieben. Und zwar hab ich länger ein Gefühl der Müdigkeit betrachtet (von dem ich annehme, dass es mit depressiven Verstimmungen zu tun hat).

    Ich habe gehört dass es Untersuchungen an Leuten mit Depression gibt und da festgestellt wurde, dass deren Gehirne eben nicht inaktiver sind sondern sich quasi in einem Krieg mit sich selbst befinden, was sich dann in Erschöpfung, Ermüdung äußern kann. Man ermüdet also, weil man seine Energie dazu braucht, sich selber im Weg zu stehen.

    Es gibt aber noch eine zweite Richtung. Wenn man müde und schlaff ist, kriegt man nicht so viel auf die Reihe und auch das kann zu Wut/Genervtheit führen. Der störrische Esel funktioniert nicht und muss zum Funktionieren geprügelt werden.

    So führt Wut zur Blockade und Blockade zur Wut.

    Mich macht auch Depression bei anderen Leute wütend. Das liegt vielleicht daran, dass meine Mutter als ich klein war zur depressiven Verstimmung neigte und dann emotional nicht für mich da war.

    Die Trauer hat was mit dem Loslassen zu tun.

  • Aravind
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    • 28. Februar 2021 um 21:26
    • #7

    Hallo Vedana,

    ich beziehe mich auf folgendes:

    Vedana:

    Dann bewirke ich das innerlich und das Gefühl entfaltet sich/wandelt sich in ein leichtes, befreites Empfinden.

    Wenn ich mich angespannt, erschöpft und ähnlich fühle, dann wende ich systematisch eine bestimmte Achtsamkeits-Praxis an, die oft genau zu diesem Zustand führt, leichtes, befreites Empfinden. Manchmal halt nicht, ist aber auch kein Thema.

    Kennengelernt habe ich die Praxis in der Traumatherapie, aber ich habe sie auch schon im buddhistischen Zusammenhang gesehen:

    Ich nehme das Gefühl, lasse die Gedanken an die Ursache los, und konzentriere mich alleine auf das Gefühl und die dazu gehörigen Empfindungen. Dann beschreibe ich es:

    Wo sitzt es? Welche Farbe hat es? Welche Konsistenz und welches Gewicht. Ist es abgegrenzt? Darf das Gefühl jetzt da sein?

    Und dann die Einordnung: Wie fühlt sich die Umgebung an? Was gibt es sonst noch? Welche Farben gibt es noch in meinem Körper?

    Was können die Teile, die nicht direkt zu dem ursprünglichen Gefühl gehören, diesem geben? (Nähe, Verständnis, Liebe, Anerkennung, Unterstützung meine Vorfahren, ...).

    In er Regel ist das Ergebnis dann das, was Du beschreibst: Leichtigkeit und Befreiung, was ich als Integration, Ganzheit und innerer Sicherheit beschreiben würde (es fühlt sich halt nur so an, als ob es nur dieses eine belastende Gefühl geben würde).

    Und in Phasen, in denen ich angespannt bin, mach ich das tatsächlich jeden Tag.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    PS: Vor einiger Zeit hatte ich das auch, dass ich oft traurig wurde, wenn ich achtsam war. Das gab es viel zu betrauern; und viel Trauer an andere zurückzugeben, beispielsweise an meine Eltern. Das hat ein paar Jahre gedauert.

  • Alephant
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    • 28. Februar 2021 um 22:22
    • #8

    Das sind (für mich) wirklich hilfreiche Antworten mit gutem Gefühl dahinter.

    Danke euch ☀️🍀 und etwas besonders mehr: danke Aravind

    Von einer Sache loslassen ist bei mir auch Thema, void . Dank für den Satz besonders. Ich kuck mir das jetzt nochmal genauer an ...

    ✌️☀️🍀

  • mukti
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    • 1. März 2021 um 08:36
    • #9
    Vedana:

    Ich hab letztens eine bestimmte Form von 'Innenschau' betrieben. Und zwar hab ich länger ein Gefühl der Müdigkeit betrachtet (von dem ich annehme, dass es mit depressiven Verstimmungen zu tun hat).

    Ich richte meine Aufmerksamkeit auf dieses Gefühl und stelle dann eine Verbindung zu einer tieferen Trauer fest. Ich bleibe auch bei dem Gefühl. Dann habe ich den Eindruck, als wüsste ich ein 'Gegenmittel'. Aufgrund dem wie sich das angefühlt hat. Dann bewirke ich das innerlich und das Gefühl entfaltet sich/wandelt sich in ein leichtes, befreites Empfinden.

    (dann war ich nicht mehr müde).


    Kennt jemand sowas?

    Was ich kenne das ist die Übung des Betrachten von Gefühlen und Gedanken, ohne sich damit zu identifizieren. Anstatt 'ich bin traurig', 'da ist ein Gefühl der Trauer', das bin ich nicht, das gehört mir nicht. Denn alles was ich wahrnehme kann ich in Wirklichkeit nicht sein, es ist nur eine Erscheinung im Bewusstsein, ein Objekt wie alle anderen Sinnesobjekte auch. Durch das Betrachten entsteht also eine Distanz dazu, man ist nicht mehr involviert, nicht mehr vereinnahmt, es verschwindet weil es nicht mehr genährt wird und es entsteht ein Gefühl der Befreiung.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
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    • 1. März 2021 um 08:57
    • #10

    So mache ich es auch Mukti.

    Aravind:

    Ich nehme das Gefühl, lasse die Gedanken an die Ursache los, und konzentriere mich alleine auf das Gefühl und die dazu gehörigen Empfindungen.

    Ich konzentriere mich inzwischen seit Jahren auf das Gefühl und nicht auf den Auslöser. Denn der kann nichts für mein Gefühl.

    Das ist so wirksam, dass ich meist innerhalb weniger Minuten davon befreit bin. Ich empfinde diese Konzentration wie einen Laserstrahl, der das Gefühl ausbrennt.

    Meist insofern als ich festgestellt habe, je nachdem wie sehr ich in meiner Mitte bin (vielleicht löst das auch die Müdigkeit aus). Habe ich mich mal etwas entfernt, dann nehmen auch die "Bedrohungen von Außen" zu. Dadurch wird deutlich, dass es keine Bedrohungen von Außen gibt, sondern lediglich eine "eigene Plattform", die Vieles als bedrohlich empfindet.

    Dann fällt mir auch eine Szene aus dem Film "Little Buddha" ein, in dem Mara den meditierenden Buddha angreifen will. Das war damals eine Schlüsselszene für mich, weil mir aufging, dass - egal, was außen passiert, der Buddha seine Haltung nicht aufgibt und unberührt/ungerührt einfach sitzen bleibt.

    Was die Traurigkeit anbelangt, so habe ich diese in den letzten Jahren des öfteren erlebt, ohne zu wissen, woher sie kommt. Es war einfach Trauer da, morgens nach dem Aufwachen. Und diese getrübte Stimmung blieb. Aber ich lass sie einfach da.

    So wie Aravind schreibt, denke ich, ist es auch bei mir

    Aravind:

    PS: Vor einiger Zeit hatte ich das auch, dass ich oft traurig wurde, wenn ich achtsam war. Das gab es viel zu betrauern; und viel Trauer an andere zurückzugeben, beispielsweise an meine Eltern. Das hat ein paar Jahre gedauert.

    _()_

  • Phoenix
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    • 1. März 2021 um 09:14
    • #11

    Ich habe bei mir den Verdacht ,das ich die Chenresigpraxis deswegen so liebe, weil ich einfach grundlegend traurig bin. :cry:

    Aber wenigstens bin ich nicht mehr ganz so zornig wie früher.8)

    Die Sonne scheint ,das Virus wütet und Chenresig schaut sich das alles ziemlich entspannt an.:moon:

    _()_ Phönix

  • Noreply
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    • 1. März 2021 um 12:55
    • #12

    Diese "Grundtrauer" die ich glaubte, auch zu haben ist weg. Ich weiß nicht wo sie geblieben ist und wann sie verschwand. Jetzt wo ich das hier erscheint da eine Erinnerung, aber eben ohne dieses Gefühl. Wenn ich vorher diese Trauer erwähnt gesehen hatte, kam sofort eine Verbindung zu dieser Trauer. Ich glaub ich bin Zuhause.

  • Noreply
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    • 1. März 2021 um 12:56
    • #13

    Es ist viel schwerer sich bewusst zu werden, was nicht mehr da ist.

  • Monikamarie
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    • 1. März 2021 um 14:05
    • #14
    Ellviral:

    Diese "Grundtrauer" die ich glaubte, auch zu haben ist weg. Ich weiß nicht wo sie geblieben ist und wann sie verschwand. Jetzt wo ich das hier erscheint da eine Erinnerung, aber eben ohne dieses Gefühl. Wenn ich vorher diese Trauer erwähnt gesehen hatte, kam sofort eine Verbindung zu dieser Trauer. Ich glaub ich bin Zuhause.

    Ja, das freut mich. Das ist bei mir offenbar genauso.

    Ellviral:

    Es ist viel schwerer sich bewusst zu werden, was nicht mehr da ist.

    Was ist weg ist, ist weg. Erst durch das Draufstoßen kommt die Erinnerung daran.

    Das ist vielleicht auch das Problem bei Menschen, die sich über gewisse Wesensarten bzw. negative Eigenschaften an einem stören. Ist diese Eigenschaft verkleinert oder sogar ganz verschwunden, haben die, die sich daran störten, das meistens noch nicht registriert und sagen vielleicht "Du bist immer so und so ..." :erleichtert:

    Dass mir das nicht passiert, dafür ist auch die Achtsamkeit sehr hilfreich.

    _()_

  • Noreply
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    • 1. März 2021 um 14:54
    • #15
    Monikadie4.:
    Ellviral:

    Diese "Grundtrauer" die ich glaubte, auch zu haben ist weg. Ich weiß nicht wo sie geblieben ist und wann sie verschwand. Jetzt wo ich das hier erscheint da eine Erinnerung, aber eben ohne dieses Gefühl. Wenn ich vorher diese Trauer erwähnt gesehen hatte, kam sofort eine Verbindung zu dieser Trauer. Ich glaub ich bin Zuhause.

    Ja, das freut mich. Das ist bei mir offenbar genauso.

    Ellviral:

    Es ist viel schwerer sich bewusst zu werden, was nicht mehr da ist.

    Was ist weg ist, ist weg. Erst durch das Draufstoßen kommt die Erinnerung daran.

    Das ist vielleicht auch das Problem bei Menschen, die sich über gewisse Wesensarten bzw. negative Eigenschaften an einem stören. Ist diese Eigenschaft verkleinert oder sogar ganz verschwunden, haben die, die sich daran störten, das meistens noch nicht registriert und sagen vielleicht "Du bist immer so und so ..." :erleichtert:

    Dass mir das nicht passiert, dafür ist auch die Achtsamkeit sehr hilfreich.

    _()_

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    Das diese Trauer ganz allgemein verschwunden ist muss mir aber bewusst werden, wann auch immer, denn sie ist ja durch Handlungen meinerseits gefestigt. Die Trauer ist zwar weg, aber die Mechanismen der Trauer wirken ja noch, glaube ich, aber bei genauem hinsehen stelle ich fest, sie ist mit Stumpf und Stiel ausgerissen. Das Gleiche hab ich mit der allgemeinen Angst erlebt. Ich fragte mich tatsächlich warum ich keine Angst habe, bis mir auffiel das sie weg ist.

  • Monikamarie
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    • 1. März 2021 um 15:15
    • #16

    :D:heart::erleichtert:

  • Alephant
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    • 2. März 2021 um 16:34
    • #17
    Aravind:

    Hallo Vedana,

    ich beziehe mich auf folgendes:

    Vedana:

    Dann bewirke ich das innerlich und das Gefühl entfaltet sich/wandelt sich in ein leichtes, befreites Empfinden.

    Wenn ich mich angespannt, erschöpft und ähnlich fühle, dann wende ich systematisch eine bestimmte Achtsamkeits-Praxis an, die oft genau zu diesem Zustand führt, leichtes, befreites Empfinden. Manchmal halt nicht, ist aber auch kein Thema.

    Kennengelernt habe ich die Praxis in der Traumatherapie, aber ich habe sie auch schon im buddhistischen Zusammenhang gesehen:

    Ich nehme das Gefühl, lasse die Gedanken an die Ursache los, und konzentriere mich alleine auf das Gefühl und die dazu gehörigen Empfindungen. Dann beschreibe ich es:

    Wo sitzt es? Welche Farbe hat es? Welche Konsistenz und welches Gewicht. Ist es abgegrenzt? Darf das Gefühl jetzt da sein?

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    Also nochmal danke für den ganzen Post, da kommt bei mir einfach was Warmes rüber auch hinter den Zeilen evtl. Bestärkt mich darin, das was da gar nicht so zielgerichtet bei mir ablief öfter zu machen.

    Zur Gefühlsbetrachtung gelöst von Vorstellungen (bei dir: 'Ursachen'?) möchte ich gern ergänzen, dass ich so eine Übung echt wichtig finde und das schon häufiger auch mach. Also im Alltag.


    mukti:

    Was ich kenne das ist die Übung des Betrachten von Gefühlen und Gedanken, ohne sich damit zu identifizieren. Anstatt 'ich bin traurig', 'da ist ein Gefühl der Trauer', das bin ich nicht, das gehört mir nicht. Denn alles was ich wahrnehme kann ich in Wirklichkeit nicht sein, es ist nur eine Erscheinung im Bewusstsein, ein Objekt wie alle anderen Sinnesobjekte auch. Durch das Betrachten entsteht also eine Distanz dazu, man ist nicht mehr involviert, nicht mehr vereinnahmt, es verschwindet weil es nicht mehr genährt wird und es entsteht ein Gefühl der Befreiung.

    Ja das kenne ich auch mit anderen "milderen Objekten" (ich bezieh mich auf deine letzten 2 Sätze). Hier wars eigentlich so, dass ich mich auf die Mattigkeit einlassen wollte, einfach um zu schlafen. Da wurde ne konzentriertere Betrachtung dieses Müdigkeitsgefühls draus.

    Und dann wars ne genauere Betrachtung von was Schwereren (ein anderesGefühl was zum Vorschein kam) und dann die Erfahrung, wie es sich auflöst. Also echt befreiend ...

  • Aravind
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    • 3. März 2021 um 11:53
    • #18
    Vedana:

    Also nochmal danke für den ganzen Post,

    Das freut mich, dass Du etwas damit anfangen kannst.


    Vedana:

    Zur Gefühlsbetrachtung gelöst von Vorstellungen (bei dir: 'Ursachen'?)

    Nee, viel profaner: Wenn ich beispielsweise aufgeregt bin, wegen eines wichtigen Termins, dann lasse ich das Gedankenkarusell, das mein Geist darum veranstaltet, beiseite, und bleibe für den Moment nur bei dem Gefühl und den Empfindungen. Woraus die Gedanken bestehen, spielt dabei überhaupt keine Rolle.

    Ich denke, das hier:

    mukti:

    ein Objekt wie alle anderen Sinnesobjekte auch.

    ist dabei ein wichtiger Punkt. Manche Gefühle werden zusammen mit Gedanken zu Scheinriesen. Genauer hinschauen hilft, sie in den normalen Wahnsinn einzuordnen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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