1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Buddhistische Praxis

Selbstbezogenheit

  • nuk
  • 30. August 2020 um 20:10
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • nuk
    Themenautor
    Reaktionen
    916
    Punkte
    5.741
    Beiträge
    917
    Mitglied seit
    29. Juli 2020
    • 30. August 2020 um 20:10
    • #1

    Hallo liebe Forenten, ich möchte hier mal fragen, wie ich am besten meine Selbstbezogenheit überwinde.

    Ich habe im Alltag folgendes Problem:

    Viele Dinge, die ich so erlebe, beziehe ich immer automatisch auf mich selbst, ohne dass ich das will. Also ich sitze z.B. in der Bahn, und dann kommt oft ein Kreisdenken so ala ich bin hässlich, ich stinke, alle beobachten mich scheinbar.

    Welche Technik empfiehlt ihr in so einer Situation?

    Ich versuche immer, zu meditieren, aber das ist in so einer Situation verdammt schwierig, weil ich mich immer beobachtet fühle.

    Lieben Gruß

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.379
    Punkte
    18.574
    Beiträge
    2.763
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 30. August 2020 um 22:01
    • Offizieller Beitrag
    • #2

    Moin Nuk.

    Nicht überwinden. Sondern:

    Achtsames Beobachten, was alles so in Dir passiert => die Selbstbezogenheit bemerken (Ah, die Selbstbezogenheit!) => die Selbstbezogenheit wie einen alten Bekannten begrüßen (Schön, dass Du auch wieder hier bist!) => freuen, dass Du die Selbstbezogenheit bemerkt hast (Ganz wichtig!) => die Selbstbezogenheit loslassen (Tschüss liebe Selbstbezogenheit, bis bald!) => tief Ausatmen und Entspannen => den Atem ein paar Atemzüge lang beobachten. Und das jedesmal, wenn Du daran denkst...

    Auch keinen Fall ein großes Thema drum machen. Diese Selbstbezogenheit (Unsicherheit?) geht von alleine weg, wenn im Laufe der Zeit aus der Tiefe Deines Wesens durch Achtsamkeit und Sammlung mehr Stabiltät ins Leben kommt.

    Liebe Grüße

    T

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Nächster offizieller Beitrag
  • nuk
    Themenautor
    Reaktionen
    916
    Punkte
    5.741
    Beiträge
    917
    Mitglied seit
    29. Juli 2020
    • 30. August 2020 um 22:31
    • #3

    Danke lieber Thorsten, das werde ich probieren, wenn es wieder auftritt. Obwohl es nicht einfach sein wird, das mit dem Loslassen. Vielleicht sollte ich generell mehr Achtsamkeit üben.

  • Deepa
    Reaktionen
    1.027
    Punkte
    11.812
    Beiträge
    2.144
    Mitglied seit
    13. Juni 2020
    • 30. August 2020 um 22:55
    • #4

    Hallo nuk

    Du schreibst:

    Zitat

    alle beobachten mich scheinbar.

    Ganz unabhängig davon, wie viele Menschen Dich wie lange anschauen:

    Hast Du es mal mit einem Lächeln versucht?

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es meistens erwidert wird.

    Do it - kostet nix ^^ :)

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Xyz
    Gast
    • 31. August 2020 um 04:44
    • #5
    nuk:

    Hallo liebe Forenten, ich möchte hier mal fragen, wie ich am besten meine Selbstbezogenheit überwinde.

    Vergiss es.....!:luftkuss:_()_

  • Xyz
    Gast
    • 31. August 2020 um 07:02
    • #6

    ps:

    Selbst...bezogen

    Wie das Wort beschreibt besteht ein Bezug zum Selbst.

    Es ist also nicht möglich in dieser Welt die Dinge von sich fern zu halten.

    Das EGO wird dafür sorgen das die Dinge in Bezug ‚ erscheinen‘.

    Als eine ganz normale menschliche Eigenschaft.

    Mal negativ wie Du es oben beschreibst nuk

    dann mal positiv.

    Wir stehen in Dualitäten, zu Anderen und zu den Dingen.Ego formt ständig Manifestationen in sich und im Aussen.Das können wir als Mensch gar nicht verhindern...

    So ist es sehr wichtig in sich eine gesunde SELBSTbeziehung aufzubauen um damit im Aussen dem ständigen Bezug über unsere Sinne entgegen treten zu können.

    Reaktionen ändern sich damit automatischer.

    In sich selbst und im Aussen.

    Liebende Güte für sein SELBST, Anerkennungen der täglichen Bemühungen darum und Freude darüber wenn es aufkommt können ebenso so stärken wie zb auch Praxisarbeit in einer Sangha durch vertrauten Austausch.

    ❤️🙏

  • nuk
    Themenautor
    Reaktionen
    916
    Punkte
    5.741
    Beiträge
    917
    Mitglied seit
    29. Juli 2020
    • 31. August 2020 um 07:50
    • #7
    S-Mater:

    So ist es sehr wichtig in sich eine gesunde SELBSTbeziehung aufzubauen um damit im Aussen dem ständigen Bezug über unsere Sinne entgegen treten zu können.

    Ja, das ist wohl wahr. Ich finde es nur verflucht schwer, eine positive Selbst-Beziehung zu mir zu entwickeln. Bei mir artet schon es in Selbsthass bis hin zu Suizidversuchen aus. Ich finde es schwer, da das Ruder herumzureißen.

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 31. August 2020 um 08:41
    • #8

    Ich kenne sowas als eine Fixierung auf die Unzulänglichkeiten, so dass man gar nicht mehr das Gute in einem selber sieht. Da hilft es sich erstmal mit all den guten und schlechten Seiten die man hat anzunehmen und die Vorstellung dass man perfekt sein müsste fallenzulassen. Und sich klar zu machen dass jeder Mensch gute und weniger gute Seiten in sich hat, bis auf ganz wenige Ausnahmen. Dann findet man sich in derselben Situation wieder in der sich alle befinden und fühlt sich nicht mehr von oben herab beobachtet und beurteilt.

    Weiters kann man sich darin üben mehr auf das Gute in einem zu achten, was man alles schon richtig gemacht und erreicht hat. Z.B. ist es doch eine gute Eigenschaft Fehler auch in sich selber zu sehen und nicht nur in den anderen.

    Außerdem muss man sich nicht zu wichtig nehmen, den Leuten ist es ziemlich egal wer da gegenüber in der Bahn sitzt, sie haben ihre eigenen Probleme. Der Geist dramatisiert die eigene Person und erzeugt eine falsche Wahrnehmung, so dass es einem so vorkommt die Leute hätten ein besonderes Interesse daran, sich gerade über diesen Menschen gewichtige Gedanken zu machen. Es lässt sich aber erkennen dass das nur eine Vorstellung im eigenen Geist ist die einen Druck und eine ängstliche Enge erzeugt und je mehr man sie loslässt desto befreiter fühlt man sich. Am Ende ist man einfach auch einer unter all den Menschen, sogar einer der sich für geistige Entwicklung, Sittlichkeit, Sammlung und Weisheit interessiert, wären nur alle auf so einem guten Weg.

    Mit Metta, mukti.


  • Deepa
    Reaktionen
    1.027
    Punkte
    11.812
    Beiträge
    2.144
    Mitglied seit
    13. Juni 2020
    • 31. August 2020 um 08:56
    • #9

    Was die Selbstbezogenheit („Ich im Zentrum“?) betrifft: „alle beobachten mich“ - da kann ein Realitätscheck helfen: Sind es tatsächlich alle?

    Beobachten sie mich kontinuierlich oder schauen x von ihnen mich zwischendurch an, während ihr Blick durch die Gegend schweift?

    Wie ist es mit Dir nuk - wen schaust Du an und schaut die Person ggf. zurück, da sie mitbekommt, dass Du sie anschaust?

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 31. August 2020 um 09:07
    • #10

    Sind meine Persönlichkeitsanteile: der Selbstbezogene, Ängstliche, Jocker, Wüterich usw. nicht eigentlich Berater? Hab ich die nicht mal eingeladen und haben sie mich nicht auch manches mal beschützt?

    Das mich ohne Reflexion auf sie verlassen, also, vergessen das sie von mir gemacht sind, macht sie ja erst stark. Dann werden sie nervig wie jeder Besucher der nicht gewollt ist, weil man ihn nicht achtet. Aber, ja, einfach mal anlächeln und wenn auch die Anwesenheit nicht gewollt ist. Einfach mal bedanken, obwohl man das gar nicht möchte. Ja, das hilf die Persönlichkeits-Anteile wieder zu sehen wie sie sind. Helfer in der Not, nur wenn ich meine "Notlage" nicht erkennen will, können die sehr nervig sein, wie Kinder, die unbedingt was erreichen wollen dessen Sinn wir meist nicht einsehen. Der Selbstbezogenen könnte ja auch davor bewahren zu erkennen das man sich nieder oder erhöht macht.

  • nuk
    Themenautor
    Reaktionen
    916
    Punkte
    5.741
    Beiträge
    917
    Mitglied seit
    29. Juli 2020
    • 31. August 2020 um 09:50
    • #11
    Deepa:

    Was die Selbstbezogenheit („Ich im Zentrum“?) betrifft: „alle beobachten mich“ - da kann ein Realitätscheck helfen: Sind es tatsächlich alle?

    Beobachten sie mich kontinuierlich oder schauen x von ihnen mich zwischendurch an, während ihr Blick durch die Gegend schweift?

    Wie ist es mit Dir nuk - wen schaust Du an und schaut die Person ggf. zurück, da sie mitbekommt, dass Du sie anschaust?

    Objektiv betrachtet ist es natürlich nicht so, dass ich beachtet werde. Es ist eher wie ein mulmiges Gefühl, eine Unsicherheit, dass ich beobachtet werden KÖNNTE. So sage ich mir immer, dass ich wahrscheinlich nicht beachtet werde. Und dann aber:
    Was, wenn doch? Was ist, wenn ich mich nicht ausreichend geduscht habe und nun unangenehm rieche? Oder wenn ich wegen einer Panikattacke Angstschweiß aussondere, den sie alle mitbekommen, aber niemand traut sich was zu sagen?

    Es sind solche Gedanken, die sich dann aufschaukeln und dann oft in Panikattacken ausarten. Manchmal verlasse ich dann die Bahn am nächsten Halt, obwohl ich noch nicht am Zielort angekommen bin.

  • Deepa
    Reaktionen
    1.027
    Punkte
    11.812
    Beiträge
    2.144
    Mitglied seit
    13. Juni 2020
    • 31. August 2020 um 09:55
    • #12

    Noch etwas - es rieselt gerade kleckerweise :D :)

    Zu „Kreisdenken“.

    Glaub nicht alles, was Du denkst.

    Selbst, wenn die Optik nicht das Schönheitsideal von x Menschen erfüllt - was bedeutet das? Du bist u.a.: nicht Deine Gedanken, nicht das Aussehen - und vor allem: Du bist ebenso wertvoll, wie alle anderen, unabhängig davon.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Deepa
    Reaktionen
    1.027
    Punkte
    11.812
    Beiträge
    2.144
    Mitglied seit
    13. Juni 2020
    • 31. August 2020 um 10:14
    • #13
    nuk:
    Deepa:

    Was die Selbstbezogenheit („Ich im Zentrum“?) betrifft: „alle beobachten mich“ - da kann ein Realitätscheck helfen: Sind es tatsächlich alle?

    Beobachten sie mich kontinuierlich oder schauen x von ihnen mich zwischendurch an, während ihr Blick durch die Gegend schweift?

    Wie ist es mit Dir nuk - wen schaust Du an und schaut die Person ggf. zurück, da sie mitbekommt, dass Du sie anschaust?

    Objektiv betrachtet ist es natürlich nicht so, dass ich beachtet werde. Es ist eher wie ein mulmiges Gefühl, eine Unsicherheit, dass ich beobachtet werden KÖNNTE. So sage ich mir immer, dass ich wahrscheinlich nicht beachtet werde. Und dann aber:
    Was, wenn doch? Was ist, wenn ich mich nicht ausreichend geduscht habe und nun unangenehm rieche? Oder wenn ich wegen einer Panikattacke Angstschweiß aussondere, den sie alle mitbekommen, aber niemand traut sich was zu sagen?

    Es sind solche Gedanken, die sich dann aufschaukeln und dann oft in Panikattacken ausarten. Manchmal verlasse ich dann die Bahn am nächsten Halt, obwohl ich noch nicht am Zielort angekommen bin.

    Ich nehme sehr ernst, was Du sagst. Gleichzeitig habe ich den Impuls und gebe ihm in dem Vertrauen nach, dass Du meine Intention erkennen kannst.

    Jedes Gefühl, das Du hast, ist ok - Du darfst auch schmunzeln ^^

    Kennst Du das Lied?

    Die Doofen - Mief (Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke..)

    Kann gerade kein Video aufrufen - es lädt und lädt...

    Die Arbeit ruft _()_

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • nuk
    Themenautor
    Reaktionen
    916
    Punkte
    5.741
    Beiträge
    917
    Mitglied seit
    29. Juli 2020
    • 31. August 2020 um 11:21
    • #14
    Deepa:

    Die Doofen - Mief (Nimm mich jetzt, auch wenn ich stinke..)

    Ja, ich weiß was du mir damit schmunzelnd sagen willst. Es kommt eben auf das innere Selbstwertgefühl an. Das Glas ist halb voll oder halb leer. Es ist nun so, dass ich einen starken Drang habe, nicht unangenehm aufzufallen.

    Ich werde versuchen, mein Ich-Gefühl durch Meditation und Achtsamkeit auszulöschen, dann sollte mein Problem eigentlich nebenbei verschwinden.

  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.196
    Punkte
    47.240
    Beiträge
    7.960
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 31. August 2020 um 11:24
    • #15

    Moin Nuk,

    nuk:

    ich bin hässlich, ich stinke, alle beobachten mich scheinbar.

    Wenn Du Dich für hässlich hältst, gibt es nur die Option, sich so zu akzeptieren wie "man" ist.

    Wenn Du glaubst, dass Du stinkst, kannst Du ja eventuell etwas dagegen tun, z.B. Dich besonders gut zu pflegen.

    Auch kann ein gepflegtes Äußeres die mögliche Hässlichkeit in den Hintergrund stellen.

    Andererseits, wenn Du Dir das alles einbildest, weil Du den Fokus nur auf Dein Äußeres gerichtet hast, dann gibt es die Möglichkeit, sich nach innen zu wenden. Mögliche Blicke einfach zu ertragen und zu ignorieren.

    Wenn jemand sich zum Beispiel für besonders hübsch und anziehend empfindet, kann es sein, dass er/sie hofft, angeschaut zu werden. Und wenn, dann entsteht das Gefühl: die gucken, weil ich so toll aussehe.

    Beides resultiert aus einem gestörten Selbstwertgefühl - meiner Ansicht nach.

    Ich denke, Du solltest an Deinem Selbstwertgefühl "arbeiten", wenn nötig, vielleicht mit einem Therapeuten. Aber möglich ist das auch mit entsprechender Literatur und dem festen Willen, sich nicht ganz so wichtig zu nehmen.

    Dafür wünsche ich Dir viel Kraft und ein offenes Herz.

    _()_

  • Xyz
    Gast
    • 31. August 2020 um 11:33
    • #16

    Die Bahn mit ihren Fenstern und Spiegelungen ist ein gutes Bsp.von Dir gewesen.

    Schaut man in einer U-Bahn in ein Fenster sieht man ja nur den einen Teil von SICH, also seinen einen Teil als Spiegelung und man kann viele andere Teile, Anteile von Anderen und sonstige Dinge ebenso sehen,wenn Konzentration dies im Moment zulässt.

    Ebenso kann man sogar sehen woran man so 'vorbei fährt'.;)

    Mir wird dabei meistens ziemlich schwindelig, wenn ich nicht auf mich achte. Im Sinn von dem Jetzt gewahr zu sein, im Augenblick zu schauen, darauf muss ich mich einlassen.

    Besonders wenn ich dann beim Blick in das Fenster nicht fuer genug Achtsamkeit in mir sorge, weil zu viel Unruhe den klaren Blick verschleiert, nebelt brauch ich einen Augenblick in dem ich mich sammeln kann.

    Fuer Ruhe durch die sich da. die eigentliche Konzentration in mir ausbreiten kann.

    Heute kann ich Dir bestaetigen das es auch für mich nicht leicht war und manchmal immer noch nicht leicht ist, Konzentration im geschaeftigen Alltag zu leben.

    Doch der Alltag wird in Ruhe und Konzentration zunehmend leichter für mich, im erleben.Das kann ich Dir ebenso bestätigen und Du erlebst diese positiven Wirkungen ja ebenso manchmal mehr, manchmal weniger, wie ich aus Deinem Text rauslesen kann .:)

    Diese kleinen Erfolge zu erinnern, in Zeiten in denen es mal nicht so locker lauefft, in Haeufigkeit zu erinnern und eine Zunahme einfach mal hochzuholen, erlebe ich im Rueckblick mittig bis positiv.

    Die Umsetzung der Anweisungen motivieren mich so taeglich weiter, das mit der Zeit in Praxis die spirituellen Erfolgserlebnisse die Negativitaeten vom weltlichen Alltag bei weitem übertreffen.

    Denke der Buddha sagte deshalb zu einem Mann in Rajagaha:

    Alles was wir gehoert, gelesen und gelernt haben sind nur Wegweiser die in die Richtung zeigen.

    Die Lehrrede von der liebenden Guete für uns und Andere muss inhaltlich demnach voll verwirklickt werden.

    Alles Liebe Dir:rose:

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.379
    Punkte
    18.574
    Beiträge
    2.763
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 31. August 2020 um 20:22
    • Offizieller Beitrag
    • #17
    nuk:

    Obwohl es nicht einfach sein wird, das mit dem Loslassen.

    Nun ja... in dem Augenblick, in dem Du etwas von außen betrachten kannst, in dem Du Dich und einen Teil von Dir erkennst, hast Du ja schon ein gutes Stück Freiheit davon gewonnen.

    Unser Zenlehrer hat einmal das Bild einer geschlossenen Faust genannt – die geschlossene Faust, die etwas umschließt, festhält... Damit gemeint ist die Fokussierung, die Fixierung auf einen bestimmten Aspekt der Wirklichkeit (z.B. Selbstbezogenheit, aber auch jede andere Form von Abhängigkeit oder Leiden im allgemeinen). Das Loslassen bedeutet dann, die Hand zu öffnen. Wenn ich mich in dieses Bild hineinfühle, passiert schon ein gutes Stück von dem, wofür das Bild steht.

    Manchmal schließe ich die Hand ganz fest zur Faust, so fest wie möglich, und stelle mir damit vor, was ich und an was ich festhalte, auf was ich fixiert bin, von was ich besessen bin. Dann öffne ich die Hand, und die Entspannung, die ich im Arm erlebe, setzt sich manchmal fort in mein Inneres.

    Im Zen spiegelt sich der Geist direkt im Körper und umgekehrt, Körper und Geist sind in keiner Weise getrennt, das eine ist Ausdruck und Form des anderen. Jede Fixierung schlägt sich als Anspannung im Körper wieder. Der Körper ist das Instrument, mit dem ich die geistigen Spannungen zu lösen beginnen kann – und umgekehrt.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Bhavanga
    Reaktionen
    395
    Punkte
    2.000
    Beiträge
    310
    Mitglied seit
    15. März 2020
    • 1. September 2020 um 00:04
    • #18

    Klingt schon bisschen nach Paranoia, pass auf dich auf damit, und hol dir lieber therapeutisch Hilfe wenn du denkst, es übermannt dich systematisch. Dafür haben diese Menschen das gelernt und zum Beruf gemacht, um Menschen wie dir zu helfen.

    Aber ist nicht der Weltuntergang. Ich kenne sowas auch, das kann man überwinden lernen. Mir hat viel geholfen, mir vorher was zu überlegen was ich dagegen halten kann. Es sind ja immer die gleichen Gedanken im Grunde. Und viele kann man entkräften weil sie eigentlich übertrieben sind. Z.b. einfach immer wieder klar machen, dass die anderen Menschen auch einfach nur in ihrer Welt leben, ihr eigenes Ding machen so wie du deins, und wenn sie schon was über einen denken, dann ist das eher selten und im Grunde deren Problem und nicht deins. Getan hat dir deswegen ja bis jetzt wahrscheinlich niemand was, und wenn waren das bestimmt Einzelfälle von besonders dämlichen Zeitgenossen, und es sind ja zum Glück die wenigsten so. Klar kuckt auch mal einer, du kuckst den ja auch an und denkst dir nix besonderes dabei. Du akzeptierst vielleicht auch die meisten von denen, genauso haben die dich auch zu akzeptieren, und das tun die meisten von denen auch. Sowas in der Art halt.

    Und mit Meditation "das Selbst auslöschen" ist keine Lösung und funktioniert auch nicht unbedingt. Das funktioniert ganz anders, auch in der Meditation das Selbst relativieren, funktioniert nur wenn man auch willig ist und in sich ohne Widersprüche, also quasi wenn das Selbst von selbst beiseite treten will. Sonst unterdrückt man es nur, und das befreit nicht vom Leid!

    Man kann mit Meditation aber auch lernen, sein Denken besser zu beobachten, und zu erkennen, dass man selbst eben nicht diese Gedanken ist, sondern von ihnen mal bestürmt, und mal von angenehmeren getragen wird, alles zu seiner Zeit. Mir hat in Situationen mit Paranoia viel geholfen, mir in dem Moment klar zu machen, dass das nur Gedanken in meinem Kopf sind, oft Bilder wie leeres Geschwätz, wie platzende Seifenblasen, und die Wirklichkeit wahrscheinlich unfassbar krass anderes ist, als meine bedrängenden Gedanken mir immerzu weismachen wollten. Auch wenn es nicht ganz weg geht, kann man seinen Frieden damit machen. Das was du hast, habe ich aber wegbekommen, die Chance das zu schaffen hast du glaube ich auch, vor allem wenn du die richtigen Hilfen dabei hast.

    Achja und einfach versuchen an was anderes positives zu denken, was einen gerade angenehm beschäftigt, was einem Freude macht. An die Meditation erinnern auch, atmen und beruhigen, vielleicht ein Mantra, Perlen zählen. Sich klarmachen in was für einer Welt diese Leute um einen herum leben, einfach mal ein bisschen phantasievoll und neugierig sein in Gedanken dabei, das sind lauter Leben, manche vielleicht trist und durchtrieben, manche vielleicht auch unerwartet interessant, vielleicht sehr sympathische Menschen, man kann das halt nicht vom blossen Sehen wissen wie diese Menschen dich auch nicht kennen, man kann nur davon träumen. Als Anregung dazu weniger Filme und Serien und Musik konsumieren, in denen die Leute arrogant miteinander umgehen, stattdessen Unterhaltung positiverer Art geniessen. Heilung ist selbst in dieser Welt überall, man muss sie nur erst finden und bewusst auswählen, sie ist oft etwas weiter abseits gelegen als das schnelle Glück, das aber nur den Egoisten schmecken kann, und für alle anderen schlechte Nebenwirkungen hat.

  • Amdap
    Reaktionen
    1.315
    Punkte
    11.243
    Beiträge
    1.903
    Mitglied seit
    1. November 2012
    • 1. September 2020 um 06:56
    • #19

    Thorsten hat Recht, das ist ein Ausdruck von Unsicherheit.

    Ich kenne das aus jungen Jahren, dachte vor allem, alle beobachten mich, und es gab auch eine Zeit, da überlegte ich tatsächlich, ob ein Suizid ein Ausweg wäre, obwohl ich das nie so ganz ernsthaft überlegt und durchdacht hatte.

    Eines Tages kam ich auf die Idee, mir vorzustellen, ich bin jetzt dieser andere Mensch (z. B. in der S-Bahn, der mir da schräg gegenüber sitzt, in der blauen Jacke), und schaue um mich. Und erblicke andere Menschen und mich, die ich mir das gerade vorstelle. Dieser andere Mensch also, in den ich mich gerade hineindenke, erblickt mehrere Menschen um sich herum, genau wie ich jetzt. Warum sollte dieser andere Mensch ausgerechnet mich als auffallend und besonders wahrnehmen? Nein, natürlich nicht. Ich bin eine(r) von Vielen.

    Dann nehme ich mir gedanklich den nächsten Menschen vor, der mich und die anderen Menschen ebenfalls, und auf seine Weise, wahrnimmt. Undsoweiter.

    Ich kann Dir versichern, diese Methode ist nicht nur sehr interessant, sondern lässt auch die eigene Unsicherheit verschwinden.

    Desweiteren hat das noch den Vorteil, fast mühelos und nebenbei, Empathie zu üben.

    Es ähnelt vielleicht ein bisschen einer Situation von Höhenangst oder Flugangst.

    Ich steige auf einen Turm, etwa dem Hamburger Michel. Ich könnte eine krankhafte Angst haben, dass der Turm umkippt und mich dabei unter sich begräbt. Aber warum sollte er das? Seit weit über hundert Jahren steht der Hamburger Michel stark und fest auf seinem Platz, und seitdem sind Millionen von Menschen auf seine Plattform gestiegen und haben die wunderbare Aussicht genossen. Warum sollte er ausgerechnet in diesem Moment, da ich auf der Plattform stehe, umkippen? Sowas Besonderes bin ich nun auch wieder nicht. Um das zu untermauern, kann ich mir noch vorstellen, dass die ganze Haltekonstruktion des Michels heute ein Stahlgerüst ist und nicht mehr, wie früher, aus Holz besteht. Dieses äußerst wirksame Vorgehen enthält also sowohl psychologische als auch rationale Elemente.

    Bei all diesen Übungen kann es sein, dass ein Gefühl aufkommt: ich träume das alles hier nur.

    Ja, das ist sehr gut, sich vorzustellen, dass das hier alles nur ein Traum ist. Das ist eine sehr gute meditative Übung und nach meiner Erfahrung macht es nicht weltfremd, sondern schafft mehr Nähe zu den Mitwesen, die ja, genauso wie ich selbst, sich mit ihren Unvollkommenheiten auseinandersetzen müssen.

    Die einfachsten Methoden bringen einen am meisten weiter, wie ich festgestellt habe, und nie habe ich einen Psychotherapeuten benötigt. Die Irritationen haben sich alle von selbst aufgelöst.

    Wenn man solche und ähnliche Probleme hat, dann ist es meiner Meinung nach zu gefahrvoll, so ein wuchtiges, unrealistisches Ziel wie: "Das Selbst auslöschen" anzugehen. Das künstlich überhöht gesehene Selbst löst sich schon rechtzeitig und ganz von selbst auf, wenn man einen Austausch mit seinen Mitwesen und seiner Umgebung praktiziert. Zuerst reduziert sich alles auf einen realistischen Level, anschließend erzeugt es großes Glück.

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 1. September 2020 um 09:25
    • #20
    nuk:

    Ich werde versuchen, mein Ich-Gefühl durch Meditation und Achtsamkeit auszulöschen, dann sollte mein Problem eigentlich nebenbei verschwinden.

    Meditation und Achtsamkeit hat wohl den Zweck zu erkennen dass ein Ich nur eine Vorstellung oder auch ein Gefühl ist. Weil es also in Wirklichkeit kein eigenständiges Ich gibt, kann es auch nicht ausgelöscht werden. Entweder will man für immer da sein oder man möchte sich vernichten - das Eine ist Begehren, das Andere Hass. Gier, Hass und Verblendung sind die Ursachen von Dukkha. Diese Ursachen werden durch rechte Erkenntnis, rechte Achtsamkeit und den gesamten achtfachen Pfad ausgelöscht.

    Gegen psychische Probleme die verhindern den Weg klar zu sehen und zu gehen kann ein Therapeut helfen, besonders wenn er auch was vom Buddhismus versteht. Ich suche selber seit gut drei Jahren so einen auf und kann es wirklich empfehlen. Es ist viel schwieriger, manchmal unmöglich, ohne so eine Bezugsperson damit zurechtzukommen.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
    Reaktionen
    7.196
    Punkte
    47.240
    Beiträge
    7.960
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 1. September 2020 um 09:47
    • #21

    Hallo Nuk,

    nuk:

    Ich werde versuchen, mein Ich-Gefühl durch Meditation und Achtsamkeit auszulöschen, dann sollte mein Problem eigentlich nebenbei verschwinde

    "Ich werde versuchen" "auszulöschen" - ?

    "Ich" weiß, was Du meinst. Aber "ich" halte es für besser, einfach nur zu meditieren und achtsam zu sein. Wenn sich dann Dein ICH minimiert bzw. wenn du irgendwann feststellst, dass es Dir gar nicht mehr auffällt oder einfällt, ob Dich jemand anguckt, ob Du vielleicht nicht gut riechst oder hässlich bist, dann hast Du viel erreicht.

    Im übrigen: Hässlichkeit gibt es zwar in unseren Augen. Aber ich kenne viele Menschen (z.B. Schauspieler, Sänger), die nicht dem Schönheitsideal entsprechen und trotzdem sehr liebenswert und erfolgreich sind. Ich verlieb(t)e mich wenn, dann in den Geist dieses Menschen und nicht in sein Aussehen. Nur der Geist und somit diese Ausstrahlung sind anziehend. Alles andere ist sowieso vergänglich und möglicherweise sogar sehr langweilig, wenn da nix aus der Birne kommt.

    Jacques Brel - Ne me quitte pas - HQ Live

    _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Monikamarie (1. September 2020 um 09:53)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 1. September 2020 um 10:21
    • #22
    mukti:
    nuk:

    Ich werde versuchen, mein Ich-Gefühl durch Meditation und Achtsamkeit auszulöschen, dann sollte mein Problem eigentlich nebenbei verschwinden.

    Meditation und Achtsamkeit hat wohl den Zweck zu erkennen dass ein Ich nur eine Vorstellung oder auch ein Gefühl ist. Weil es also in Wirklichkeit kein eigenständiges Ich gibt, kann es auch nicht ausgelöscht werden. Entweder will man für immer da sein oder man möchte sich vernichten - das Eine ist Begehren, das Andere Hass. Gier, Hass und Verblendung sind die Ursachen von Dukkha. Diese Ursachen werden durch rechte Erkenntnis, rechte Achtsamkeit und den gesamten achtfachen Pfad ausgelöscht.

    Gegen psychische Probleme die verhindern den Weg klar zu sehen und zu gehen kann ein Therapeut helfen, besonders wenn er auch was vom Buddhismus versteht. Ich suche selber seit gut drei Jahren so einen auf und kann es wirklich empfehlen. Es ist viel schwieriger, manchmal unmöglich, ohne so eine Bezugsperson damit zurechtzukommen.

    Nach der Meditation kann ich erkennen, das da ein "Ich" war, aber das sich diese Ich nicht als "Ich" erkannt hat.

    Nach der Meditation kann ich dieses "Ich" als Bewusstsein der Khandha definieren, das seinen Suchlauf nicht beendete hat, denn es gibt ja auch Sinnes-Erzeugnisse-Signale die auf Relevanz geprüft werden müssen.

    Doch erzeugen die Khandha dann kein Ich mehr, sodass es nichts gibt das die Suchergebnisse in Besitz nimmt und sich als "Ich" erkennen kann. Selbst, wenn das Telefon klingelt wird vom Suchlauf des Bewusstseins durch Erkennen, der nicht Relevanz, verhindert, dass ein Ich nach dem Telefon greifen kann.

    Das Bewusstsein der Khandha lässt kein Ich erscheinen. Das Gefühl des Ich: "Ich bin nicht da." wird erzeugt und das Ich das ergreifen könnte, wird wieder zurückgeführt in den Zustand des: "Ich ist da weiß aber nichts von sich." weil die Khandha es nicht erschaffen. Meditation hat das "Ziel" ganz ohne Ich zu sein, nur Khandha.

    Erschwert wird das dadurch das die Versenkung nicht wirklich durchgeführt wird und so ein "Ich" erhalten bleibt, dass den Bewusstseinssuchlauf der Khandha als "Ich" festhalten kann. Das Ich erzwingt sein Ich sein durch die Khandha und so erscheint das Phänomen der Erholung, Entspannung und Freude als Inhalt der Meditation. Das Ich fühlt sich und solange es sich fühlend wahrnimmt, ist die Meditation gescheitert.

    Ich kann mich nach der Meditation als erholt und freudig und sonst was fühlen, aber in der Meditation ist das Ziel, das ein Ich sein Sein als nichtsein Wahrnimmt und das Nicht wahrnehmen seiner selbst als Wahrnehmung erkennt und aufgibt. Da ist Ich, aber es erkennt sich nicht. Über 8. Jhana.

    4 Mal editiert, zuletzt von Noreply (1. September 2020 um 10:36)

  • mukti
    Reaktionen
    6.834
    Punkte
    72.774
    Beiträge
    12.972
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 1. September 2020 um 11:26
    • #23

    Über das 8. Jahna kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen, aber was ich einigermaßen verstehe ist dass es kein gleichbleibendes Ich gibt. Sondern es entsteht je nach Situation und vergeht dann wieder. Die Unwissenheit täuscht vor dass ich ein gleichbleibendes Selbst bin das die Welt erlebt.

    Also wenn man sich in einem Zug irgendwie beklemmt fühlt wegen der Mitreisenden, dann ist nicht nur die Beklemmung entstanden sondern auch das Ich, das sich beklemmt fühlt. Mit Achtsamkeit lässt sich das ständige Entstehen und Vergehen all dieser Ich's als etwas Zeitweiliges erkennen, hinter dem kein Bleibendes steckt. Das ist eine befreiende Einsicht.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 1. September 2020 um 11:49
    • #24
    mukti:

    Über das 8. Jahna kann ich nichts aus eigener Erfahrung sagen, aber was ich einigermaßen verstehe ist dass es kein gleichbleibendes Ich gibt. Sondern es entsteht je nach Situation und vergeht dann wieder. Die Unwissenheit täuscht vor dass ich ein gleichbleibendes Selbst bin das die Welt erlebt.

    Also wenn man sich in einem Zug irgendwie beklemmt fühlt wegen der Mitreisenden, dann ist nicht nur die Beklemmung entstanden sondern auch das Ich, das sich beklemmt fühlt. Mit Achtsamkeit lässt sich das ständige Entstehen und Vergehen all dieser Ich's als etwas Zeitweiliges erkennen, hinter dem kein Bleibendes steckt. Das ist eine befreiende Einsicht.

    Da du ja wohl einigermaßen sitzen kannst, ist dir doch wohl mal aufgefallen das du während des Sitzens ganz hell wach warst. Ja, du erinnerst dich das du hellwach warst. Mehr aber auch nicht. Da ist, wenn du nicht sofort nach der Meditation dich daran machst das aufzuschreiben, was du während der Meditation wahrgenommen hast, ein schwarzes Loch. Genau gleich dem, dass du erkennst, wenn du morgens aufwachst. Der Unterschied ist das du nach Schlaf weißt das du nicht hellwach warst. Beide Zustände sind gleich, beide sind aber unterschiedlich. Im Schlaf ist es einfach nur Schlaf. Beim Sitzen ist dass, das 8. Jhana, wenn da ganz bewusst ein Ich ist, das wahrnimmt, dass es sich nicht wahrnimmt. Über das 8. hinaus gibt es auch das Ich nicht mehr das wahrnimmt, dass es sich nicht wahrnimmt. Tiefschlaf im Hellwachen nicht mehr wahrnehmen des Hellwachen.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (1. September 2020 um 12:00)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 1. September 2020 um 12:00
    • #25

    Schlaf ist nicht durch Sitzen zu ersetzen. Der Schlaf ist zwingend notwendig. Da wird das Ich sein und das Ich Bewusstsein vollkommen gelöscht. Die Khandha reinigen sich bis in den Tiefschlaf von allen Verunreinigungen, soweit es geht. Darum ist es Wiedergeburt vor dem aufschlagen der Augen. Sind die Augen auf ist das Ich vollkommen da so wie es ist, frei von allen Illusionen. Nicht geboren einfach so wie es ist und dann fängt Ego an seine Persönlichkeit neu aufzubauen. Geht bei Nicht-Sitzenden im Bruchteil einer Sekunde. Genau in diesem Bruchteil wird die Selbstbezogenheit als dominierender Persönlichkeitsanteil geschaffen.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

Ähnliche Themen

  • Metakognition?

    • @utist
    • 25. Juli 2020 um 07:10
    • Allgemeines zum Buddhismus
  • Frei von Hoffnung und Furcht

    • Lucky Luke
    • 31. Mai 2020 um 10:01
    • Buddhistische Praxis
  • Techniken zum Loslassen ?

    • Kanashimi
    • 21. Mai 2020 um 22:31
    • Anfängerbereich
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download