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Die "totale" Achtsamkeit

  • Marcel05
  • 3. Juni 2020 um 14:55
  • Zum letzten Beitrag
1. offizieller Beitrag
  • Marcel05
    Gast
    • 3. Juni 2020 um 14:55
    • #1

    Wenn ich nachdenke, wie mein Leben so verlaufen ist und wie oft Dinge nicht passiert sind, die anderen bzw. mir das Leben hätten kosten können, dann kann ich nur Danke sagen.

    Es hat sich übrigens wenig verändert, ich bin nach wie vor zu wenig Achtsam.

    Vor wenigen Tagen habe ich meine Nachbarin beim Rückwärtsfahren fast angefahren.

    Da denk ich mir, ich bin so alt und habe noch immer nichts gelernt. Der Parksensor hat eine Warnung gesendet, wobei ich bin langsam gefahren, das hat "mich" gerettet".

    Allgemein betrachtet denke ich mir, es gibt Dinge, die kann man nicht beeinflussen und sie passieren, aber mit gezielter Achtsamkeit kann man viel Leid abwenden.

    Wenn ich reflektiere, dann weiß ich was ich zu tun habe. Wie geht es euch damit? Seid ihr immer hundert Prozent bei dem was ihr gerade tut, weil wenn das so ist, dann minimiert sich das Risiko das etwas passiert. Es gibt Schicksal, dagegen kann man nicht an, das ist mir bewusst.

    Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich oft "Glück" hatte in meinem Leben. War es denn "Glück"?

  • Monikamarie
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    • 3. Juni 2020 um 15:10
    • #2

    Hallo Marcel,

    ich übe mich seit langem in Achtsamkeit. Und dennoch ... Letztes Jahr bin ich an einem Samstag mit dem Wagen ganz langsam auf dem Parkplatz des Supermarktes rückwärts gefahren, habe dabei eine Frau vor mir beobachtet und dabei die Warnung meines Parksensors aber nicht mehr beachtet. So saß ich auf dem hinter mir parkenden Auto dran. Hab mir das angeguckt, nichts gesehen und bin in den Supermarkt. Als ich nach 40 Minuten wieder rauskam, war immer noch nix und - obwohl mir nicht ganz wohl war - hab ich das auch ignoriert und bin nach Hause gefahren.

    Am Montag danach stand die Polizei vor meiner Tür - Fahrerflucht. Es hatte mich jemand angezeigt. Mir ging es da eine Weile schlecht, vor allem, weil ich auf Achtsamkeit bedacht bin, und wider besseres Wissen gehandelt habe.

    Gestern zahlte ich die letzte Rate meiner Strafe. Es war von einer Strafverfolgung abgesehen worden.

    Meine Versicherung hat dem "Geschädigten" über 4.700 Euro gezahlt.

    Vorgestern habe ich mir den Zeh gestoßen, er ist jetzt blau.

    Und manchmal reagiere ich gereizt, wenn ich auf etwas fokussiert bin und der Gleichmut sich verdünnisiert hat.

    Ja, auch ich habe schon sehr, sehr viel Glück gehabt. Darüber bin ich immer wieder dankbar. Und ich höre auch nicht auf, immer wieder von neuem achtsam zu sein.

    Alles Gute für Dich

    _()_ Monika

  • ARYA DHARMA
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    • 3. Juni 2020 um 19:51
    • #3

    Achtsamkeit als permanenter Zustand halte ich für einen Mythos. Es wechseln sich stets Achtsamkeit und Unachtsamkeit ab - alles andere wäre extrem ungesund.

  • Marcel05
    Gast
    • 4. Juni 2020 um 07:57
    • #4

    @Monikadie4.

    Was dir da passiert ist bedauerlich, wobei es ist niemand zu schaden gekommen. Die Strafe ist heftig, selbst wenn man dir Absicht unterstellt hätte finde ich 4.700 Euro für den Betroffenen sehr viel.

    Du hast aber nicht mit Vorsatz gehandelt, wozu auch, den Schaden hast ja du.

    Meine Absicht des Beitrags war hinzuweisen, dass ich wenn ich zurückschaue auf mein Leben sehr oft "Glück" hatte, weil da ging es nicht um "kleine" Dinge sondern um Sachen wo große Katastrophen passieren hätten können. Ich frage mich einfach heute, wie nennt man denn das? War es einfach "Glück". Gibt es den Glück in dem Sinn?

    Ich hätte mehrfach mich schwer verletzen können oder andere, ebenso sterben, auch dies gilt für andere. Es ist glücklicherweise nie passiert, aber das sehe ich als reinen Zufall an. Achtsam war ich in diesen Momenten nicht.

    ARYA DHARMA

    Mag sein das du Recht hast, aber Menschen, die sehr nach der Lehre leben und das auch unterrichten denen traue ich durchwegs zu, dass sie permanent einen gewissen Level an Achtsamkeit aufrechterhalten sonst wären sie ja unglaubwürdig.

  • Monikamarie
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    • 4. Juni 2020 um 10:59
    • #5

    Das hab ich wohl verstanden. Mein Leben und sicher das der meisten hätte bereits kurz nach der Geburt schon beendet sein können. Dazu gibt es einen sehr witzigen alten Film mit Cary Grant und Dosis Day "Liebling, ich werde jünger". Die Pille, die er als Wissenschaftler dafür gefunden hat, hatte fatale Folgen, so dass er die lieber wieder vernichtete. Er wunderte sich, dass überhaupt ein Jugendlicher diese wilde Zeit überlebt ...

    Bis in die heutigen Tage habe ich sehr viel Glück gehabt. Ich bezeichne das allerdings als gutes Karma. Denn allein, dass ich Buddhas Lehre begegnet bin, ist ein Zeichen für gutes Karma.

    Marcel05:

    Was dir da passiert ist bedauerlich, wobei es ist niemand zu schaden gekommen. Die Strafe ist heftig, selbst wenn man dir Absicht unterstellt hätte finde ich 4.700 Euro für den Betroffenen sehr viel.

    Das muss ich richtigstellen.

    Die Strafe betrug 300 Euro.

    4700 Euro soll der Schaden gewesen sein, so meine Versicherung.

    _()_

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Juni 2020 um 11:08
    • #6

    "Achtsamkeit" ist ja ein bischen zu einer Allersweltformel verkommen.

    Ich mag den Begriff aber immer noch, weil er für mich zwei wichtige Dinge beinhaltet.

    Zum einen ist es einfach nützlich ein bischen unabgelenkter durch den Alltag zu gehen, das kann jede Mange Kosten und Ärger ersparen und ich finde es fühlt sich auch runder an, wenn man halt nicht versucht, gleichzeitg Auto zufahren , das Händy zu bearbeiten und sich dabei auch noch mit seinem Beifahrer zu unterhalten.;)

    Und wenn man sich die längeren Linien in seinem Leben ansieht , kann man mit etwas Aufrichtigkeit und Gespür dann auch durchaus bestimmt "karmische Muster" oder Gewohnheitstendenzen bei sich erkennen.

    Ich hatte z.b. schon immer wenig Geld und hab da oft auf der Grenze zwischen Sparsamkeit und Geiz aggiert.

    Als ich z.b. als junger Mann Klettertouren gamacht habe , habe ich mich oft an völlig gammeligen Abseilschlingen abgeseilt nur ,weil mir 3 Mark für eine neue zu viel Geld waren. Wenn da mal eine gerissen wäre , wäre das ein ziemlich peinlicher Abgang geworden.

    _()_ Phönix

  • Samten
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    • 4. Juni 2020 um 11:47
    • #7
    Phoenix:

    "Achtsamkeit" ist ja ein bischen zu einer Allersweltformel verkommen.

    dazu gibts ja 'n gutes Buch:

    McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality

    M. ist ja zu nem Milliarden- Geschäft geworden

  • Phoenix
    Gast
    • 4. Juni 2020 um 12:29
    • #8
    Samten:

    dazu gibts ja 'n gutes Buch:

    McMindfulness: How Mindfulness Became the New Capitalist Spirituality

    M. ist ja zu nem Milliarden- Geschäft geworden

    Solche Bücher sind mir meistens zu dick oder zu teuer oder zu komisch geschrieben.

    Im Kern ist die Kritik , das Spritualität im Westen gerne gleich zur Gewinnmaximierung genutzt wird aber sicher berechtigt.

    Und der Buddhismus ist für diese Zwecke ja auch nicht ganz ungeeignet, da er ja in vielen Dinge eine liberale Grundstruktur hat, und samsarische Aktivitäten ja auch nicht gleich als prinzipiell sündig verdammt.

    Bei mir ist es aber halt so, das ich ein etwas gestörtes Verhältniss zum Hinduismus habe, weil ich diese Religion für am besten geiegnet halte um einen ziemlich ungebremsten "Kapitalismus " zu legitimieren.

    Ist ja auch keine Zufall, das in der allgemeinen Esotherik der Hinduismus einen dominierenden Einfluß hat.

    Traditioneller Buddhismus hat schon eine Menge Belehrungen darüber, das weltliche Aktiviäten zwar samsarischers Glück erzeugen könne , mehr aber halt auch nicht.Damit steht er einem Start up Lebensentwurft dann schon irgendwann einmal im Weg, für einen Revolutionären Lebensweg ist der Buddha Dharma aber auch nicht so richtig geeignet.

    _()_

  • ARYA DHARMA
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    • 4. Juni 2020 um 12:50
    • #9
    Marcel05:

    Mag sein das du Recht hast, aber Menschen, die sehr nach der Lehre leben und das auch unterrichten denen traue ich durchwegs zu, dass sie permanent einen gewissen Level an Achtsamkeit aufrechterhalten sonst wären sie ja unglaubwürdig.

    Die sind ja auch unglaubwürdig, man muss nur genau hinschauen. Verschiedene "Level" sind ok, der eine ist mehr achtsam, der andere weniger - aber dieser absolute Zustand ist Quatsch - aber da man das nicht tatsächlich beweisen kann als Außenstehender, kann jeder behaupten, dass er so ist. Vielleicht kennst du ja Osho - hat zwar nicht wirklich was mit dem Buddhismus zu tun, aber von dem dachte auch jeder, dass er "erleuchtet" wäre, seine Auftritte, seine Reden - genial. Aber in Wirklichkeit war er Drogensüchtig und materialistisch ohne Ende.

  • Aravind
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    • 4. Juni 2020 um 13:17
    • #10

    HI Marcel,

    Marcel05:

    Seid ihr immer hundert Prozent bei dem was ihr gerade tut,

    NAtürlich nicht.

    Marcel05:

    Seid ihr immer hundert Prozent bei dem was ihr gerade tut, weil wenn das so ist, dann minimiert sich das Risiko das etwas passiert.

    Das halte ich für eine Illusion. Autofahren ist doch ein gutes Beispiel. Die Situation, die Du geschildert hast, hätte man durch mehr Aufmerksamkeit sicher vermeiden können. Aber im allgemeinen weiß man das doch erst hinterher, worauf man besser hätte achten sollen.

    Gerade beim Autofahren. Da gibt es so viele Dinge, die gleichzeitig passieren. Vieles kann man gar nicht wahrnehmen. Die Grenzen des Fahrzeugs sieht man bei den meisten Modellen gar nicht, muss sich also auf sein Bauchgefühl verlassen. Hinterher kann man immer sagen, "ach hätte ich doch dahin geguckt", aber vielleicht verpasst man dann etwas anderes, was auch wichtig ist.

    Mein Auto ist gut 30 Zentimeter schmaler als das meiner Frau. Bei ihrem Auto hab ich schon drei mal den Außenspiegel abgefahren, weil ich selten damit unterwegs bin. Klar kann man dann sagen: Hätte ich meine Achtsamkeit auf den Außenspiegel gelenkt. Aber dann hätte ich vielleicht stattdessen ein Kind auf oder neben der Straße übersehen.

    Ich finde es viel wichtiger, seine Achtsamkeit deshalb zu schulen, weil man dann einfach mehr vom Leben hat, Gier und Hass leichter erkennen kann, und sich weiterentwickelt.

    Die Suche nach absoluter Achtsamkeit halte ich persönlich für unheilsam. Wenn man sie erreicht, ist das vielleicht super; wenn nicht, behindert einem der Wunsch nur. Wie alle Perfektionsvorstellungen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Noreply
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    • 4. Juni 2020 um 13:31
    • #11

    Achtsamkeit ist ja wohl nur da wichtig wo die Geistesgifte überhand nehmen um sie in erträgliche Bahnen zu lenken. Um da gleich den Wind raus zunehmen: Wo erscheint den Unachtsamkeit? Doch wohl nur dann wenn die Geistesgifte zu stark sind.

  • Aravind
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    • 4. Juni 2020 um 13:44
    • #12
    Ellviral:

    Um da gleich den Wind raus zunehmen: Wo erscheint den Unachtsamkeit? Doch wohl nur dann wenn die Geistesgifte zu stark sind.

    Das kommt mir plausibel vor, bin mir aber nicht sicher, ob das stimmt. Wenn keine Begierden da sind, entsteht dann da automatisch Achtsamkeit?

    (in Bezug auf Liebe und Frieden bin ich mir sicher das ja)

    Muss ich mal drüber nachdenken.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Noreply
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    • 4. Juni 2020 um 14:41
    • #13

    Ich hab geschrieben "sie in erträgliche Bahnen lenken".

    "Liebe, Frieden" braucht keine Achtsamkeit, der Weg sich vom festhalten an Gier, Hass, Glauben frei machen schon. Wird das geübt dann erscheint Liebe und Frieden einfach so. Das kann ich bemerken, besser ist einfach zufrieden sein. Ich persönlich lege auf die Beiden nicht so viel Wert, die sind oft viel zu klebrig. Liebe und Frieden sind so unterschiedlich interpretiert das ich da mein Streben von lasse. Mir reicht es zufrieden zu sein und meine Gifte einigermaßen im Griff zu haben um sie los zu lassen. Ich möchte zufrieden sterben, nicht Glücklich oder Traurig.

  • Monikamarie
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    • 4. Juni 2020 um 15:19
    • #14
    Aravind:

    Ich finde es viel wichtiger, seine Achtsamkeit deshalb zu schulen, weil man dann einfach mehr vom Leben hat, Gier und Hass leichter erkennen kann, und sich weiterentwickelt.

    Ja, das finde ich auch. Dennoch zeigt mir mein eventuelles "Fehlverhalten", dass ich nicht "einschlafen" bzw. mir zu sicher sein darf. Deshalb bin ich eigentlich immer wieder dankbar, wenn ich mich (ein bisschen) stoße, weil das meine Aufmerk-samkeit erhöht.

    _()_

  • Aravind
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    • 4. Juni 2020 um 17:22
    • #15
    Ellviral:

    Ich hab geschrieben "sie in erträgliche Bahnen lenken".

    Verstehe ich nicht, worauf Du Dich beziehst. Das, was ich zitiert habe, hast Du nicht geschrieben?

    Ellviral:

    "Liebe, Frieden" braucht keine Achtsamkeit,

    Ja, das hatte ich geschrieben... Wenn keine Begierden da sind, entsteht automatisch Liebe und Frieden.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Noreply
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    • 4. Juni 2020 um 17:27
    • #16
    Aravind:
    Ellviral:

    Ich hab geschrieben "sie in erträgliche Bahnen lenken".

    Verstehe ich nicht, worauf Du Dich beziehst. Das, was ich zitiert habe, hast Du nicht geschrieben?


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Die "totale" Achtsamkeit

    Achtsamkeit ist ja wohl nur da wichtig wo die Geistesgifte überhand nehmen um sie in erträgliche Bahnen zu lenken.

  • Aravind
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    • 4. Juni 2020 um 17:31
    • #17

    Ja, genau. Das hatte ich auch gar nicht angezweifelt.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Marcel05
    Gast
    • 4. Juni 2020 um 17:42
    • #18

    Mir ist es egal, welche Ausdrücke andere vom Buddhismus sich genommen oder geliehen haben.

    Ich denke darüber nicht nach, wichtig ist für mich, wie ich selbst lebe und das versuche ich so gut es geht. Eine Beschäftigung mit anderen Religionen oder gar Esoterik lehne ich ab. Der Buddhismus ist reich an Angeboten. Das Thema Achtsamkeit ist in aller Munde das ist korrekt, aber was habe ich mit den anderen zu tun.

    Ich wende den Buddhismus für mein Leben an, das zählt.

  • Online
    Helmut
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    • 4. Juni 2020 um 18:01
    • #19

    Du kannst dich dem Buddhismus nur zuwenden, weil Buddha Sakyamuni die Lehre in die Welt gebracht hat und weil sie aufgrund der Überlieferung durch viele Meisterinnen und Meister, Gelehrtinnen und Gelehrte noch heute besteht und ihren Weg nach Europa gefunden hat. Dass du dich dem Buddhismus zuwenden kannst ist also von vielen anderen Menschen abhängig.

    Du kannst dich auch heute nur dem Buddhismus zuwenden, weil du aufgrund der Fürsorge deiner Eltern am Leben geblieben bist. Du kannst dich auch nur heute dem Buddhismus zuwenden, weil du mittels verschiedener Lehrer und Lehrerinnen etwas gelernt hast und nur dadurch in der Lage bist, die Lehre Buddhas zu verstehen und zu akzeptieren und anzuwenden.

    Gruß Helmut

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Aravind
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    • 4. Juni 2020 um 18:59
    • #20
    Marcel05:

    Mir ist es egal, welche Ausdrücke andere vom Buddhismus sich genommen oder geliehen haben.

    ???

    Wenn Du zitieren würdest, worauf Du Dich beziehst, würde das sehr helfen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Marcel05
    Gast
    • 4. Juni 2020 um 20:38
    • #21

    Ich benötige keine Lehrer um den Buddhismus zu verstehen und ja es ist korrekt, dass ich den Buddhismus nur entdecken konnte, weil meine Eltern so nett waren mich in die Welt zu setzen. Das sind seltsame Argumente, die ihr da geschrieben habt, warum ich den Buddhismus leben darf. Alles ist abhängig von einander in dieser Welt, aber darum ging es nicht.

    Aravind

    Ich bezog mich auf die Aussage von Phoenix glaube ich der meinte, dass Achtsamkeit sinngemäß in vielen artfremden Bereichen verwendet wird.

  • fck.you
    Gast
    • 5. Juni 2020 um 16:58
    • #22
    Marcel05:

    Seid ihr immer hundert Prozent bei dem was ihr gerade tut, weil wenn das so ist, dann minimiert sich das Risiko das etwas passiert. Es gibt Schicksal, dagegen kann man nicht an, das ist mir bewusst.

    Es reicht zu sein.

    Alles weitere ? Anders!

    Keine Antwort wäre.

  • Marcel05
    Gast
    • 5. Juni 2020 um 21:02
    • #23

    Es reicht also zu sein? Echt? Darum stehen wir genau da wo wir sind, weil viele Menschen leider nicht nichts denken sondern Schwachsinn.

  • fck.you
    Gast
    • 5. Juni 2020 um 22:14
    • #24

    Frage? Frage? Aussage, Begründung, Mitleid, Arroganz.

    Antwort! Antwort! Wahrheit? Wieso? Wut, man gibt auf.

    Was bleibt außer sein?

    Danke, dass du für uns alle weiterhin mehr bist als das sein.

    Ich muss niemand mehr sein, das machst du für mich.

  • fck.you
    Gast
    • 5. Juni 2020 um 22:36
    • #25
    Marcel05:

    Darum stehen wir genau da wo wir sind, weil viele Menschen leider nicht nichts denken sondern Schwachsinn.

    Siehst du das Denken wie eine Krankheit die geheilt werden muss?

    Oder wie ein Affe der nicht ruht, oder wie ein Virus? Das mag in einigen Situationen so aussehen, aber auf der anderen Seite kannst du ihn auch als das sehen was der Verstand ist. Keine Ruhe sondern die Quelle von Kreativität und alles was du nie für möglich gehalten hast. Aus dem Verstand entstehen alle Möglichkeiten, so wie eine Zerkleinerungsmaschine. Versuch zu denken, dass du nichts denkst. Der Verstand wird daraus den Beobachter machen der denkt nichts zu denken. Und weil er das denkt ist es schon vorbei. Hör auf dich selbst zu betrügen und lass den Verstand sein was er möchte. Beobachte einfach den Prozess, was anderes ist da nicht.

    Der Verstand gehört uns nicht und kann deshalb nicht einfach beendet werden wie ein Computerprogramm auf dem Desktop. Genau wie den Desktop brauchst du auch Algorithmen und Methoden um bestimmte Informationen auszutauschen. Und zwischen den Abstraktionsmodellen der Computerwissenschaften können echt interessante Modelle der Realität und von Bewusstsein entstehen. Auch die Beschreibung, dass wir nur in einem Raumanzug leben ist recht spannend.

    Außerdem wäre das Gegenteil von nichts denken, alles und immer zu denken. Merkst du was? Sind wir jetzt wieder angekommen bei Leben und Tod? Das eine impliziert das andere? Und wieder sieht man die Mitte in der auch das Denken passieren kann. Der Verstand kann wunderbar sein und frei, kreativ, eine Blume der Schöpfung. Wir sollten nicht verhindern was passieren soll. Denn wer sind wir die meinen nichts denken zu müssen? Und wieso macht man sich so unfassbar wichtig? Wie schön zu erkennen, dass auch das wieder nur eine Möglichkeit der Kreativität war. Die Schöpfung ist unermüdlich und ohne Grenze.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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