1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Anfängerbereich

Gibt es im Buddhismus den Begriff "Seele" oder ist alles Geist?

  • Wolfgang
  • 26. Mai 2020 um 15:13
  • Zum letzten Beitrag
  • Bhavanga
    Reaktionen
    378
    Punkte
    1.983
    Beiträge
    310
    Mitglied seit
    15. März 2020
    • 22. August 2020 um 23:15
    • #26

    Was über unsere möglichen Erfahrungen hinaus geht, hat der Buddha scheinbar systematisch nicht gelehrt, wie ich manchmal vermute bewusst nicht gelehrt, er hat es scheinbar nicht als seine Aufgabe gesehen, das zu tun. Möglich auch, dass er eine Beschäftigung mit bestimmten Dingen einfach als nicht zielführend angesehen hat, um einen Zustand geistiger Befreiung erreichen zu können, sondern eventuell als Hindernis auf dem Weg dorthin.

    Ich fühle mich ansonsten damit als langjähriger Agnostiker ganz wohl, denn ich denke nicht das Ahnen, Denken und Begreifenwollen, und auch kein visionäres Erleben, schafft Zugang zur Wahrheit und zur Freiheit. Sondern ein Loslassen vom Wunschdenken, und Akzeptieren von dem was ist, was unbestreitbare Erfahrung ist, aber nicht mehr. Und auch ein Akzeptieren davon, dass man manche Dinge einfach nicht sicher erkennen kann in unserer Existenz, und dass dies trotzdem zu versuchen vielleicht etwas ist, was uns ganz schön vom Weg zur Freiheit abbringen kann.

    Er hat sich mit manchen Themen sehr zurückgehalten. Also lehrte der Buddha ja auch keine Lehre von einer Seele, sondern eine Lehre über Ansichten, die beharrlich verfolgt und angenommen, Gestalt annehmen können, Erfahrung werden und zu verschiedenen Standpunkten führen können. Ob nun ewig oder zeitlich, innen oder aussen, alles ist vorstellbar und verfolgbar, und es scheint möglich, dass man diese Dinge so weit verfolgen kann, dass man Geisteszustände fester Überzeugung erreichen kann. Innerhalb des bedingten Entstehens kann es also viele Ansichten über die "Seele" geben, ihre Beschaffenheit und Qualitäten, ihre Vergangenheit und Zukunft. Auch viel Kummer, Jammer, Schmerz und Leid, was diese Sache angeht, wenn man sie begreifen will, sich an sie klammert, und nicht bereit ist die Vorstellungen loszulassen und sich einfach in das zu ergeben, was man da ganz schlichtes und einfaches findet, wenn man alles andere loslässt oder überwindet. Das was immer da ist, was eben erst einmal unsere ganze Wahrheit sein muss, von der uns ein Widerstreben dagegen nur wieder abbringen würde. Was wir leider nur selten erkennen, da viele von uns ja scheinbar immerzu mit einer Vielzahl von Gedanken an allerlei erstrebenswerte oder abzulehnende Dinge beschäftigt sein müssen.

    So denke ich persönlich, der Buddha hat nicht gelehrt, dass es keine "Seele" gibt, sondern dass es unheilsam ist, darüber zu viel nachzudenken. Oder gibt es konkrete Passagen in den alten Texten, in denen der Buddha eine konkrete Nichtexistenz postuliert?

    Eine weitere Unsicherheit habe ich allerdings noch. Wenn Vorstellungen und Ansichten mit Bezug auf Dinge wie die Seele usw. ja in einer höheren Ebene gar kein Gewicht haben, beliebig sind, dem Verfall unterworfen. Dann droht uns ja immer noch reales Leid und Erfahrungen von Verlust, ein Unterworfensein gegenüber Wechselwirkungen dieser Vorstellungen mit Erlebnissen in der Welt, in der wir leben. Verschwinden derartige Verwicklungen, und mit ihnen die Gefahren, denen man durch sie ausgesetzt sein kann, zusammen mit dem Glauben an die falschen Ansichten? Oder ist es mehr ein transzendenter Erfolg, der einen zwar nicht mehr an die Relevanz der Verwicklungen glauben zu müssen erlaubt, ihre Erfahrung aber eben leider nicht verhindern kann?

  • Sili
    Reaktionen
    656
    Punkte
    7.761
    Beiträge
    1.389
    Mitglied seit
    10. September 2019
    • 23. August 2020 um 08:56
    • #27
    mukti:
    Monikadie4.:
    mukti:

    unerkennbar

    ?

    Oder unmissverständlicher "Inexistent".

    _()_ bedeutet unerkennbar automatisch Inexistent ? Ist nicht auch das Nirvana dan für fiele Inexistent?_()_

  • mukti
    Reaktionen
    6.475
    Punkte
    72.800
    Beiträge
    13.048
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 23. August 2020 um 09:25
    • #28
    Sili:
    mukti:

    Oder unmissverständlicher "Inexistent".

    _()_ bedeutet unerkennbar automatisch Inexistent ? Ist nicht auch das Nirvana dan für fiele Inexistent?_()_

    Dass Nirvana existiert oder nicht existiert, weder existiert noch nicht existiert oder existiert und nicht existiert, das trifft alles nicht zu, sagt der Buddha. Soweit die Welt der Vielfalt reicht, soweit ist sie erklärbar. Eine ewige Seele anzunehmen bedeutet etwas unerklärliches erklären zu wollen.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
    Reaktionen
    6.475
    Punkte
    72.800
    Beiträge
    13.048
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 23. August 2020 um 13:34
    • #29
    Bhavanga:

    So denke ich persönlich, der Buddha hat nicht gelehrt, dass es keine "Seele" gibt, sondern dass es unheilsam ist, darüber zu viel nachzudenken. Oder gibt es konkrete Passagen in den alten Texten, in denen der Buddha eine konkrete Nichtexistenz postuliert?

    Mir fällt jetzt keine Passage ein, aber dass es außerhalb der Khandha eine Seele gibt hat er auch nicht gesagt.

    Bhavanga:

    Eine weitere Unsicherheit habe ich allerdings noch. Wenn Vorstellungen und Ansichten mit Bezug auf Dinge wie die Seele usw. ja in einer höheren Ebene gar kein Gewicht haben, beliebig sind, dem Verfall unterworfen. Dann droht uns ja immer noch reales Leid und Erfahrungen von Verlust, ein Unterworfensein gegenüber Wechselwirkungen dieser Vorstellungen mit Erlebnissen in der Welt, in der wir leben. Verschwinden derartige Verwicklungen, und mit ihnen die Gefahren, denen man durch sie ausgesetzt sein kann, zusammen mit dem Glauben an die falschen Ansichten? Oder ist es mehr ein transzendenter Erfolg, der einen zwar nicht mehr an die Relevanz der Verwicklungen glauben zu müssen erlaubt, ihre Erfahrung aber eben leider nicht verhindern kann?

    Ansichten über die Seele sind eben nur Ansichten, Gestaltungen des Geistes. Durch Loslösung von den Khandha, also die Einsicht dass sie kein Ich oder Selbst sind, ist man nicht mehr ihren Wechselwirkungen, Verlust usw. unterworfen.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
    Reaktionen
    6.510
    Punkte
    47.210
    Beiträge
    8.087
    Mitglied seit
    2. Oktober 2025
    Wohnort
    Hamburg
    Buddh. Richtung
    Theravada
    Geburtstag
    21. November 1948 (77)
    • 24. August 2020 um 10:53
    • #30
    mukti:

    Durch Loslösung von den Khandha, also die Einsicht dass sie kein Ich oder Selbst sind, ist man nicht mehr ihren Wechselwirkungen, Verlust usw. unterworfen.

    Das ist aus meiner Sicht überhaupt das wichtigste an der Erkenntnis. Bin ich diesen Wechselwirkungen nicht mehr unterworfen, lichten sich die "Nebel" und der Blick wird dadurch immer w e i t e r .

    _()_

  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. August 2020 um 11:13
    • #31
    Monikadie4.:
    mukti:

    Durch Loslösung von den Khandha, also die Einsicht dass sie kein Ich oder Selbst sind, ist man nicht mehr ihren Wechselwirkungen, Verlust usw. unterworfen.

    Das ist aus meiner Sicht überhaupt das wichtigste an der Erkenntnis. Bin ich diesen Wechselwirkungen nicht mehr unterworfen, lichten sich die "Nebel" und der Blick wird dadurch immer w e i t e r .

    _()_


    Nur stimmt das leider nicht ganz. Jedes fühlende Wesen das Skandha hat, ist diesen, in ihren Wechselwirkungen unterworfen. Geburt, Krankheit, Altern, Tod ist nicht einfach so wegzudenken. Nur weil ich nicht daran glaube, verschwindet das nicht einfach mal so. Das Befreiende ist das Erkennen, dass das so ist und ich darum Geburt, Krankheit, Tod nicht als Mein, Ich, mein Selbstsein festhalten muss. Es läuft sowieso immer zwischen meinen Fingern durch wie Sand in einer Sanduhr.

    Geburt, Krankheit, Altern, Tod ist übrigens das Einzige das Skandha "bewirken".

  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. August 2020 um 11:42
    • #32

    Durch dieses "bewirken" ermöglichen sie bei einer Art fühlendes Wesen, ein Ich, das sagen kann das ist mein und so bin ich Jemand mit Namen. Das eine Seele haben kann für die Skandha überhaupt keine Begründung geben. Aber, weil es Meine Skandha sind, hab ich eine Seele. Punkt. Völlig egal ob richtig oder nicht richtig. Meine Seele ist da, weil meine Skandha da sind.

  • Bhavanga
    Reaktionen
    378
    Punkte
    1.983
    Beiträge
    310
    Mitglied seit
    15. März 2020
    • 24. August 2020 um 14:02
    • #33

    Andere Strömungen, die Jainisten/Mahavira zum Beispiel, sprechen ja durchaus jedem Wesen eine Seele zu, und definieren es so, dass diesem Wesenskern die "Skandhas" lediglich im Weg sind, sie verschatten diese wahre Natur der Wesen. Sie lehren auch, dass die Trübungen überwindbar bzw. auflösbar sind, und dann die Hemmungen, die diesem wahren Kern im Wege stehen, geschwunden sind so dass das wahre Licht freigesetzt werden kann.

    Vielleicht meinten Buddha und Mahavira ja die selbe Wahrheit bzw. die selben Erlebnisse, die sie erlebt hatten, nur die Perspektive und die Art, den Weg zu lehren waren grob unterschiedlich. Ich halte den Schachzug des Buddha, die Natur der Erleuchtung als ungreifbar gar nicht erst zu lehren, ja für sehr geschickt. Durch seine Lehre konzentriert man sich sehr konsequent auf die Erkenntnis und Auflösung der Anhaftungen, also auf das einzig wichtige und richte, was man tun muss um sich zu befreien. Denn in den Anhaftungen verfangen, erzeugt der Wunsch eine höhere Natur zu sehen bzw. zu erleben, ja vielleicht oft nur noch mehr Anhaftungen, die dann sehr subtil dem Vorhaben im Weg stehen können, die Hindernisse zu überwinden um das durch sie verursachte Leiden mit zu überwinden und den Geist zu befreien.

  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. August 2020 um 14:21
    • #34
    Bhavanga:

    Andere Strömungen, die Jainisten/Mahavira zum Beispiel, sprechen ja durchaus jedem Wesen eine Seele zu, und definieren es so, dass diesem Wesenskern die "Skandhas" lediglich im Weg sind, sie verschatten diese wahre Natur der Wesen. Sie lehren auch, dass die Trübungen überwindbar bzw. auflösbar sind, und dann die Hemmungen, die diesem wahren Kern im Wege stehen, geschwunden sind so dass das wahre Licht freigesetzt werden kann.

    Vielleicht meinten Buddha und Mahavira ja die selbe Wahrheit bzw. die selben Erlebnisse, die sie erlebt hatten, nur die Perspektive und die Art, den Weg zu lehren waren grob unterschiedlich. Ich halte den Schachzug des Buddha, die Natur der Erleuchtung als ungreifbar gar nicht erst zu lehren, ja für sehr geschickt. Durch seine Lehre konzentriert man sich sehr konsequent auf die Erkenntnis und Auflösung der Anhaftungen, also auf das einzig wichtige und richte, was man tun muss um sich zu befreien. Denn in den Anhaftungen verfangen, erzeugt der Wunsch eine höhere Natur zu sehen bzw. zu erleben, ja vielleicht oft nur noch mehr Anhaftungen, die dann sehr subtil dem Vorhaben im Weg stehen können, die Hindernisse zu überwinden um das durch sie verursachte Leiden mit zu überwinden und den Geist zu befreien.

    Bei mir kommt immer wieder der Gedanke durch das es so sein könnte, das es bei mir wirklich einen Geist gibt, der eben ein Geist im EinenGeist ist. Dann gibt es aber eben auch eine Materie, die nicht von Geist durchdrungen ist und auch nicht von "meinem" einen Geist oder vom EinenGeist erkannt werden kann.

    Das ist eigentlich kein Problem, weil ich ja schon weiß, dass ich Materie nicht erkennen kann in ihrer letztendlichen Struktur. Und beim EinenGeist brauch ich mir keine Gedanken machen, denn auch den Geist kann ich nicht in seine Letzendlichkeit erkennen.

    Damit hab ich zwei Extreme, von denen ich keines festhalten oder bewahren kann. Jede Mühe, ist Verzweiflung in die zwei Extreme. Andererseits löst diese Rechte Ansicht sehr viele Probleme, die durch Gedanken machen erscheinen. Denn wenn das so ist, gibt es keinen Geist zu befreien, außer aus der Ummantelung des Ich und keine Materie freizulassen, außer aus den Geistesgiften des Ich.

    Befreiung im Leben ist dann weder Geist noch Materie festhalten zu wollen. Alles anfassen können und auch kurzzeitig festhalten müssen, doch immer bewusst sein das es nichts gibt auf das ich mich stützen kenn.

    Ich bin eigentlich wohl vielleicht bereit das einfach mal so zu erleben.

  • mukti
    Reaktionen
    6.475
    Punkte
    72.800
    Beiträge
    13.048
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 24. August 2020 um 15:51
    • #35
    Ellviral:

    Aber, weil es Meine Skandha sind, hab ich eine Seele. Punkt. Völlig egal ob richtig oder nicht richtig. Meine Seele ist da, weil meine Skandha da sind.

    Oder wenn ich denke dass es meine Skandha sind, dann denke ich auch dass ich eine Seele bin der sie gehören.

    Mit Metta, mukti.


  • Helmut
    Reaktionen
    2.685
    Punkte
    16.605
    Beiträge
    2.722
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 24. August 2020 um 16:00
    • #36
    mukti:
    Ellviral:

    Aber, weil es Meine Skandha sind, hab ich eine Seele. Punkt. Völlig egal ob richtig oder nicht richtig. Meine Seele ist da, weil meine Skandha da sind.

    Oder wenn ich denke dass es meine Skandha sind, dann denke ich auch dass ich eine Seele bin der sie gehören.

    Und beides sind falsche Sichtweisen, die nicht der Realität entsprechen, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgehen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. August 2020 um 16:17
    • #37
    Helmut:
    mukti:
    Ellviral:

    Aber, weil es Meine Skandha sind, hab ich eine Seele. Punkt. Völlig egal ob richtig oder nicht richtig. Meine Seele ist da, weil meine Skandha da sind.

    Oder wenn ich denke dass es meine Skandha sind, dann denke ich auch dass ich eine Seele bin der sie gehören.

    Und beides sind falsche Sichtweisen, die nicht der Realität entsprechen, weil sie von falschen Voraussetzungen ausgehen.

    Gibt es im Buddhismus den Begriff "Seele" oder ist alles Geist?


    [lz]

    Bei mir kommt immer wieder der Gedanke durch das es so sein könnte, das es bei mir wirklich einen Geist gibt, der eben ein Geist im EinenGeist ist. Dann gibt es aber eben auch eine Materie, die nicht von Geist durchdrungen ist und auch nicht von "meinem" einen Geist oder vom EinenGeist erkannt werden kann.

    Das ist eigentlich kein Problem, weil ich ja schon weiß, dass ich Materie nicht erkennen kann in ihrer letztendlichen Struktur. Und beim EinenGeist brauch ich mir keine Gedanken machen, denn auch den Geist kann ich nicht in seine Letzendlichkeit erkennen.

    Damit hab ich zwei Extreme, von denen ich keines festhalten oder bewahren kann. Jede Mühe, ist Verzweiflung in die zwei Extreme. Andererseits löst diese Rechte Ansicht sehr viele Probleme, die durch Gedanken machen erscheinen. Denn wenn das so ist, gibt es keinen Geist zu befreien, außer aus der Ummantelung des Ich und keine Materie freizulassen, außer aus den Geistesgiften des Ich.

    Befreiung im Leben ist dann weder Geist noch Materie festhalten zu wollen. Alles anfassen können und auch kurzzeitig festhalten müssen, doch immer bewusst sein das es nichts gibt auf das ich mich stützen kenn.

    Ich bin eigentlich wohl vielleicht bereit das einfach mal so zu erleben.[/lz]

    Schein wohl für dich nicht lesenswert.

  • Helmut
    Reaktionen
    2.685
    Punkte
    16.605
    Beiträge
    2.722
    Blog-Artikel
    4
    Mitglied seit
    7. Mai 2018
    • 24. August 2020 um 16:55
    • #38

    Noreply,

    deine Aufassung von dem einen Geist erinnert mich an die Auffassung der Cittamatrins von allem-zugrundeliegenden Bewusstsein und an die hinduistische Samkhya-Philosophie vom Entstehen aus sich selbst. Beiden Auffassungen kann ich nicht folgen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Noreply
    Reaktionen
    5.091
    Punkte
    81.451
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 24. August 2020 um 17:58
    • #39
    Helmut:

    Noreply,

    deine Aufassung von dem einen Geist erinnert mich an die Auffassung der Cittamatrins von allem-zugrundeliegenden Bewusstsein und an die hinduistische Samkhya-Philosophie vom Entstehen aus sich selbst. Beiden Auffassungen kann ich nicht folgen.

    Ich kann deine nicht verstehen, weil ich überhaupt keine Ahnung hab von welchen Weisheiten und Weisen zu berichtest. Ist auch nicht wichtig, weil Du mich schon verurteilst, indem Du mir Sachen andichtest, die ich nicht geschrieben habe. Davon hab ich echt die Nase voll.

  • Student
    Reaktionen
    2
    Punkte
    52
    Beiträge
    9
    Mitglied seit
    15. August 2020
    • 27. August 2020 um 00:51
    • #40
    mukti:
    Student:

    Der Begriff "Seele" ist im heutigen Sprachgebrauch nicht eindeutig. "Seele" kann zweierlei bedeuten:

    1. Das "höhere Ich", das im Hinduismus "Atman" genannt wird. Dessen Existenz hat der Buddha eindeutig verneint.

    2. Die Psyche wird auch oft als "Seele" bezeichnet. Die westliche Esoterik sieht die Psyche auf einer niedrigen Ebene zwischen dem Körper und dem Geist. Ich bin mir nicht sicher, ob es die Psyche auch im Buddhismus gibt.

    1. Eine klassische Dreiteilung ist "Körper, Geist und Seele", wobei die Seele als ewig oder göttlich, aus sich selbst heraus bestehend gesehen wird. Das hat der Buddha als unerkennbar verworfen. "Geist" bedeutet hier soviel wie "Psyche", das griechische Wort für Geist. Psyche bezeichnet "die Gesamtheit des menschlichen Fühlens, Empfindens und Denkens" (Duden).

    2. Damit sind wohl die Gefühle bzw. Emotionen gemeint, in der Esoterik (übrigens auch in der Östlichen) der Astralkörper zwischen Mentalkörper und physischem Körper.
    Als Fühlen Im allgemeinen Sprachgebrauch z.B. als "seelisches Leid" oder "seelisch krank", also emotionale Verstimmtheit.

    Im Buddhismus fällt das unter vedana, der Begriff umfasst sowohl körperliche als auch geistige Gefühle.

    Alles anzeigen

    Gute Erklärung, mukti! Ich meinte genau den Astralkörper im zweiten Punkt.

    Viele Esoteriker glauben, dass der Astralkörper noch lange nach dem physischen Tod leben kann, aber letztendlich auch sterblich ist. Somit muss nur der Mentalkörper aus Samsara erlöst werden, oder?

  • mukti
    Reaktionen
    6.475
    Punkte
    72.800
    Beiträge
    13.048
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 27. August 2020 um 09:25
    • #41
    Student:

    Viele Esoteriker glauben, dass der Astralkörper noch lange nach dem physischen Tod leben kann, aber letztendlich auch sterblich ist. Somit muss nur der Mentalkörper aus Samsara erlöst werden, oder?

    Dazu gibt es verschiedene Darstellungen, einige halten den Mentalkörper für ewig, andere für eine weitere Hülle um die ewige Seele.

    Der Buddhismus lehrt dagegen nicht sich etwas unvorstellbares vorzustellen, wie einen ewigen Körper oder eine ewige Seele, sondern nur den Weg aus dem Samsara.
    [lz]

    Durch das Nichtverstehen, Nichtdurchdringen von vier Wahrheiten, ihr Jünger, haben sowohl ich als auch ihr diese lange Zeit das Dasein durcheilt, das Dasein durchwandert. Von welchen vier Wahrheiten? Durch das Nichtverstehen, Nichtdurchdringen der edlen Wahrheit vom Leiden, von der Leidens-Entstehung, von der Leidens-Erlöschung und dem zur Leidens-Erlöschung führenden Pfad.

    (Die vier Edlen Wahrheiten)[/lz]

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

Ähnliche Themen

  • Das Selbst

    • CLK93
    • 10. Juli 2019 um 22:46
    • Allgemeines zum Buddhismus
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.6
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download