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Zitate aus dem Theravada

  • Nashorn
  • 30. April 2009 um 10:19
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  • Igor07
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    • 23. Juli 2025 um 13:46
    • #601

    "Was erschreckt jemanden, der die Vergänglichkeit erwägt? Was
    erschreckt jemanden, der die Leidhaftigkeit erwägt? Was erschreckt
    jemanden, der realisiert, dass es kein Selbst gibt? Wer die
    Vergänglichkeit erwägt, begreift einzig die karmischen Ressourcen
    und den Daseinsprozess [den sie speisen] als erschreckend." Nimitta" bezeichnet hier das in den karmischen Ressourcen (sankhāra) bestehende Potential. Es ist gleichbedeutend mit den
    vergangenen, zukünftigen und gegenwärtigen karmischen Ressourcen."

    Buddhaghosa: Visuddhi-Magga 21; S. 646;29-34.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
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    • 10. August 2025 um 22:36
    • #602

    E r k e n n e D i c h S e l b s t

    "Erkenne Dich Selbst" – Jetzt?

    Diese Worte bedeuten:

    Dass in Dir selbst ein Edelstein zu finden ist

    Warum nur draußen suchen?

    Ist alles doch vergeblich.

    Dort drinnen der Lotus - edelstes Juwel,

    Das man finden und kennen sollt':

    "Erleuchtung oder Erkenntnis hier,

    Gelingt allein durch das Wissen in Dir."

    Buddhadāsa Bhikku

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 10. September 2025 um 21:56
    • #603

    Und wo ist die sogenannte Welt? Im eigenen Geist!

    Im eigenen Körper sogar!


    [lz]

    9." Ich behaupte aber auch nicht, Verehrter, daß es, ohne daß man das Ende der Welt [263] erreicht hat, möglich sei, dem Leiden ein Ende zu machen. Auch schon in diesem klaftergroßen mit Wahrnehmung und Denksinn ausgestatteten Körper, [264] Verehrter, tue ich kund der Welt Ursprung, der Welt Aufhebung und den zur Aufhebung der Welt führenden Pfad. [265][/lz]


    S.2.26. Rohitassa - 6. Rohitassa Sutta

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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  • mukti
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    • 7. November 2025 um 12:15
    • #604

    Gewahrsein ist deine Zuflucht:
    Gewahrsein der Unbeständigkeit von Gefühlen, Sichtweisen, Stimmungen - der materiellen und emotionalen Veränderungen: Verweile dabei, denn diese Zuflucht ist unzerstörbar. Sie verändert sich nicht. Es ist eine Zuflucht,
    der man vertrauen kann. Diese Zuflucht ist nicht von dir geschaffen. Sie ist keine Schöpfung. Sie ist kein Ideal. Sie ist sehr praktisch und einfach, aber leicht zu übersehen.
    Wenn du achtsam bist, wirst du erkennen, dass es genau so ist,


    Ajahn Sumedho

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 6. Dezember 2025 um 20:50
    • #605

    Dies ist nicht [nur] ein Merkmal der heutigen Zeit,
    Es ist nicht verwunderlich und nicht einmal überraschend,
    Wer geboren wurde, wird sterben,
    Was ist daran so überraschend?
    Von dem Moment der Geburt an
    Ist der Tod denen, die leben, sicher,
    Alle, die geboren wurden, sterben hier,
    Das ist die Natur aller Lebewesen.


    Th 552f. (􀂁bersetzt von Norman 1969: 56).

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 7. Februar 2026 um 22:06
    • #606

    Die im Wesentlichen horizontale Betrachtung der Dinge seitens des Gelehrten, die nach Verknüpfungen in Raum und Zeit sucht, und sein historisches Herangehen an die Texte schließen ihn von jeglicher Möglichkeit aus, ein Dhamma zu verstehen, das der Buddha selbst akālika, „zeitlos“ genannt hat. Nur in der vertikalen Betrachtung, geradewegs hinab in den Abgrund des eigenen persönlichen Daseins, ist der Mensch fähig, die gefährliche Unsicherheit seiner Situation zu erfassen; und nur ein Mensch, der diese tatsächlich erfasst, ist bereit, der Buddhalehre zuzuhören. Aber das menschliche Wesen, so scheint es, kann nicht sehr viel Wirklichkeit ertragen: Zum größten Teil ziehen sich die Menschen erschreckt und bestürzt von diesem schwindelerregenden Blick auf das Dasein zurück und suchen Zuflucht in Ablenkungen.


    Ñāṇavīra Thera.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 10. Februar 2026 um 20:26
    • #607

    "Vergangenheit ist dämlich, Zukunft ist dämlich, Gegenwart ist Dhamma. Schafft euch zunächst einmal
    eine Grundlage in diesem Sinne. Wenn ihr in Verblendung versunken seid, dann nehmt das zur
    Kontemplation auf: Vergangenheit und Zukunft sind dämlich. Gegenwart ist Dhamma. Wir gehen
    altem Plunder auf den Leim. …
    Wenn ihr in Verblendung steckt, müsst ihr euch auf deren Ursprungsort besinnen, nämlich die Essenz
    der Gestaltungen. Sie neigen dazu, in vergangene Dämlichkeiten und künftige Dämlichkeiten
    überzugehen. Die Gegenwart ist Dhamma!...
    Gerede findet kein Ende. Mal geht es so, mal geht es anders. Wir lassen uns darauf ein und finden kein
    Ende. Und so vergessen wir unsere Basis. Praktiziert in eben dieser Gegenwart. …
    Vergangenheit ist dämlich, Zukunft ist dämlich, Gegenwart ist Dhamma. Mal greift man dieses auf, mal
    greift man jenes auf. Es findet kein Ende. Wir greifen eben diesen alten Plunder auf. Wir erkennen alten
    Plunder nicht. Wenn wir alten Plunder erkennen würden, wäre es egal. Solange wir alten Plunder noch
    nicht erkennen, wächst er uns über den Kopf."


    Luang Pú Wän: Gegenwärtige Dinge sind Dhamma


    https://muttodaya.org/mediathek/illustrationen/18-03-24_wann_ist_jetzt_mettiko.pdf

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 14. Februar 2026 um 10:43
    • #608

    "Sterben ist nichts anderes als eine Rückschau auf das Leben, und die Geburt nichts anderes als eine Vorschau auf den Tod.”


    P. Dahlke.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 14. Februar 2026 um 10:55
    • #609

    Dem Tautropfen vor Sonnenaufgang,

    Der an der Grashalmspitze hängt:

    Dem gleicht das Leben aller Menschen....

    Die Lebensdauer, Krankheit, Zeit,

    Der Sterbeort, der Daseinsweg:

    Das sind fünf Dinge in der Welt,

    Die nimmer man erkennen kann,

    Da ohne Anzeichen sie sind.

    (Quelle: Visuddhi Magga — Kap.8: Betrachtungen über den Tod.)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 14. Februar 2026 um 10:58
    • #610

    Gar kurz, Brahmane, ist das Leben der Menschen, begrenzt und flüchtig, voller Qualen. Weise sollte man dies erkennen, Gutes tun und den Reinheitswandel führen — denn kein Geborener entrinnt dem Tod.

    Gleichwie etwa Brahmane, der Tautropfen an der Spitze eines Grashalmes beim Aufgehen der Sonne gar schnell vergeht, nicht lange bleibt, so auch ist das dem Tautropfen vergleichbare Leben der Menschen...

    ...wenn eine mächtige Regenwolke sich ergießt, die Blasen auf dem Wasser gar schnell vergehen, nicht lange bleiben, so auch ist das der Wasserblase vergleichbare Leben der Menschen...

    ...die mit einem Stocke im Wasser gezogene Furche gar schnell vergeht, nicht lange bleibt, so auch ist das der Wasserfurche vergleichbare Leben der Menschen...

    ...der fernhin eilende, schnell strömende, alles mit sich fortreißende Gebirgsstrom auch nicht für einen Augenblick, eine Weile, eine Minute still steht, sondern immer weitereilt, weiterfließt, weiterströmt, so auch ist das dem Gebirgsstrom vergleichbare Leben der Menschen...

    ...ein kräftiger Mann mit der Zungenspitze einen Speichelkloß bildet und ihn ohne jede Anstrengung ausspeit, so auch ist das dem Speichelkloß vergleichbare Leben der Menschen...

    ...wenn man in einen tagsüber erhitzten Metalltopf ein Stück Fleisch wirft, dasselbe gar schnell vergeht, nicht lange bleibt, so auch ist das dem Fleischklumpen vergleichbare Leben der Menschen...

    Gleichwie etwa Brahmane... ein Schlachtvieh, das zur Schlachtstelle geführt wird, ganz gleich welchen Fuß es auch hochhebt, ganz nahe der Schlachtung ist, ganz nahe dem Tod, so auch ist das dem Schlachtvieh vergleichbare Leben der Menschen...

    ... begrenzt und flüchtig, voller Leiden und Qualen.

    Weise sollte man dies erkennen, Gutes tun und den Reinheitswandel führen —

    denn kein Geborener entrinnt dem Tod.

    (Quelle: Angereihte Sammlung, Siebener Buch/70 -gekürzte Zusammenfassung)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 19. Februar 2026 um 19:34
    • #611

    "Durch Interesse und Erforschen entsteht Weisheit. Bemühen allein, ohne Weisheit – so wie die Menschen es im Allgemeinen verstehen – ist mit angespannter Aktivität verbunden, weil das Bemühen in der Regel von Verlangen, Ablehnung und Verblendung motiviert ist. Bemühen mit Weisheit aber ist ein heilsamer Wunsch zu wissen und zu verstehen, was im Geist erscheint, ohne eine Präferenz in Bezug auf das Ergebnis zu haben."


    "Weisheit kultivieren bedeutet Ergründen. Es ist der Wunsch danach, zu verstehen. Sobald das Interesse am Erforschen entsteht, ist der Geist nicht mehr in das Geschehen involviert und nimmt eine objektive Sichtweise ein. Sobald wir aber ein selbstbezogenes Interesse an den Ergebnissen unseres Ergründens haben, können wir die Dinge nicht mehr so sehen, wie sie sind. Verstehen zu wollen ist Weisheit. Ein Ergebnis zu wollen ist Gier."


    Tricycle, The Buddhist Review, Winter 2007, The Wise Investigator, Sayadaw U Tejaniya explains how taking an interest in life as it is can lead to liberation. By James Shaheen.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 25. Februar 2026 um 09:31
    • #612

    "Worauf bezieht sich das Wort dhamma? Alles ist ein dhamma, es gibt nichts,
    was kein dhamma ist. Und was ist mit „Welt“? Die Welt ist genau der
    seelische Zustand, der dich im gegenwärtigen Moment beunruhigt. „Was
    sollen sie machen? Wenn ich nicht mehr da bin, wer wird sich um sie
    kümmern? Wie schaffen sie das?“ Das ist alles nur die „Welt“. Selbst
    das bloße Aufkommen eines Gedankens, der den Tod oder den Schmerz
    fürchtet, ist die Welt. Wirf die Welt weg! Die Welt ist so, wie sie ist. Wenn
    du es zulässt, dass sie deinen Geist beherrscht, wird alles verdunkelt und
    er kann sich selbst nicht sehen. Was auch immer im Geist erscheint, sag
    einfach: „Das ist nicht meine Sache. Es ist unbeständig, unzulänglich und
    Nicht-Selbst.“


    von Ajahn Chah

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
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    • 25. Februar 2026 um 12:03
    • #613

    Es ist ja so leicht; wenn ihr dies nur verstehen könntet. Es ist so einfach und direkt! Wenn angenehme Dinge entstehen, versteht ihr, dass sie leer sind; wenn unangenehme Dinge entstehen, so seid nicht ihr selbst diese unangenehmen Dinge, noch gehören sie euch - sie alle vergehen wieder. Identifiziert euch also nicht damit, oder verhaltet euch ihnen gegenüber nicht so, als ob sie euch gehörten. Sobald ihr das auch nur erkennt, kommt euer Geist ins Gleichgewicht. Wenn euer Geist ausgeglichen ist, dann seid ihr auf dem richtigen Weg und folgt der wahren Lehre Buddhas, der Lehre, die euch zur Befreiung führt.


    Ajahn Chah

    Mit Metta, mukti.


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    • 25. Februar 2026 um 17:18
    • #614

    Sehr schönes Zitat, mukti .


    Ich zitiere Mettiko Bhikkhu und hänge die ganze Datei an.


    Zitat

    In der thailändischen Waldtradition wird innere Verwirklichung, in Hinsicht auf Qualifikation für
    Lehrtätigkeit, höher eingestuft als Gelehrsamkeit. Hier ist mir kein einziger Meister bekannt (der im
    Ruf solcher Verwirklichung steht), der DLT lehren würde. Viele der Meister stimmen darin überein, daß
    der Weltling paticcasamuppada nicht versteht (Ñanaviras These) und daß bedingte Entstehung jetzt
    stattfindet. Ajahn Chah zum Beispiel verglich diese Kette, die von der Unwissenheit zum Leiden führt,
    mit dem Sturz von einem Baum. "Tatsächlich sind wir auf dem Weg nach unten an vielen Ästen
    vorbeigekommen, aber wir können sie nicht zählen; wir können uns noch nicht einmal daran erinnern,
    an ihnen vorbeigekommen zu sein. Man fällt einfach und schon ist man unten."

    Alles anzeigen

    Aus: Mettiko Bhikkhu
    Paticcasamuppada -
    eine alternative Annäherung

    Dateien

    Mettiko Bhikkhu Paticcasamuppada - eine alternative Annäherung ....pdf 137,44 kB – 0 Downloads

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 25. Februar 2026 um 17:25
    • #615

    Wenn wir nun unter dem Gesichtspunkt der Weisheit kontemplieren, so geschieht das nicht an einer Stelle, die fern vom Herzen liegt. Wir kehren in unser Herz zurück. Wenn wir uns nach einem Kontemplationsobjekt ausstrecken, kehren wir damit ins Herz zurück.
    „Zurückbringen“ oder „Zurückkehren“ ist die sprachliche Bezeichnung für einen Prozess: Wir kehren mit dem Empfinden aus der Distanz zurück. Wir kehren zurück zur wissenden Qualität, wir kehren um und verweilen beim Herzen.


    Dhammarato Bhikkhu (Luang Phõ Bunmī)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    Einmal editiert, zuletzt von Igor07 (25. Februar 2026 um 17:38)

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    • 25. Februar 2026 um 17:38
    • #616

    Menschen, die die Leidensmasse in Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft nicht klar für sich selbst sehen, müssen die drei Zeiten für sich selbst deutlich auf die gleiche Ebene bringen, dann können sie möglicherweise das Ergötzen an Saṁsāra verringern.
    Über Vergangenheit und Zukunft auf dem Gebiet der Buddhalehre kann man nicht sagen, dass sie für sich genommen keinen besonderen Wert haben. Nützliches aus der Vergangenheit kann man als Vorbild auf dem guten Weg hernehmen. Aus Nutzlosem ergibt sich eine Lektion für das, was zu vermeiden ist. Selbst bei guten Vorsätzen für die Zukunft bereiten und bewahren wir Nützliches – und Nutzloses vermeiden wir. Wenn wir zum Beispiel zu Fuß unterwegs sind, selbst wenn wir noch keinen Schritt gemacht haben, müssen wir schon im Voraus sehen, wo wir hingehen, wo wir hintreten.


    Khemapatto Bhikkhu (Luang Pū Lā)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 26. Februar 2026 um 05:39
    • #617

    Diese Wiedergeburt geschieht gerade jetzt, in der Gegenwart. Das
    Glas ist nicht zerbrochen und wir erfreuen uns daran. Aber wenn es
    zerbricht, sind wir sofort verärgert. So geschieht es, wenn man ohne jede
    Kontrolle durch Weisheit verärgert oder glücklich ist.


    von Ajahn Chah

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 26. Februar 2026 um 05:44
    • #618

    Die Menschheit ist blind für Existenz ohne Wiedergeburt. Das menschliche
    Herz ist blind dafür; also geht es immer nur daran vorbei oder
    springt darüber hinweg. Der Mittlere Weg, den der Buddha gegangen
    ist, ist der Weg der korrekten Dhamma-Praxis. Er transzendiert Existenz
    und Wiedergeburt. Der Geist jenseits des Heilsamen und des Unheilsamen
    wird befreit. Dies ist der Weg eines friedlichen, weisen Menschen. Wenn
    wir ihn nicht gehen, werden wir nie ein Weiser, der mit sich im Frieden ist.
    Dieser Frieden hat dann niemals eine Chance, zu blühen. Warum? Wegen
    der Existenz und der Wiedergeburt. Weil es Geburt und Tod gibt. Der Weg
    des Erwachten kennt weder Geburt noch Tod, kein Tief und kein Hoch.
    Da sind weder Glück noch Leiden. Es gibt nichts Gutes und nichts Böses.
    Dies ist der gerade Weg. Dies ist der Weg des Friedens und der Stille. Er
    ist friedlich und frei von Freude und Schmerz, Glück und Trauer. So soll
    der Dhamma praktiziert werden. Wenn man das erlebt, kann der Geist
    innehalten. Er kann aufhören, Fragen zu stellen. Es ist nicht mehr nötig,
    nach Antworten zu suchen. Da! Deshalb sagte der Erwachte, der Dhamma
    sei etwas, was die Weisen direkt für sich selbst erkennen. Sie müssen
    niemanden mehr fragen. Wir verstehen ohne eine Spur von Zweifel klar
    für uns selbst, dass die Dinge genauso sind, wie der Erwachte es gesagt
    hat.


    von Ajahn Chah


    P.S. Man kann hier deutlich sehen, dass der Begriff „Wiedergeburt“ in der Waldkloster-Tradition die echte und wirkliche Befreiung im Hier und Jetzt verankert, so wie es Mettiko Bhikkhu (Kay Zumwinkel) und Ñāṇavīra Thera. Zum Vergleich:


    "Einem Buddha ist es zweifellos möglich, die Wiedergeburt zu sehen, die in jedem Augenblick auf ein lebendes Individuum wartet, das noch taṇhā hat – die Wiedergeburt sozusagen, die jetzt auf das Individuum wartet, das jetzt taṇhā hat. Wenn das der Fall ist, dann ist der Bedingungszusammenhang von Wiedergeburt und taṇhā für einen Buddha eine Angelegenheit direkter Schauung, ohne zeitlichen Ablauf."


    Ñāṇavīra Thera
    NOTIZEN ZU DHAMMA

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    Einmal editiert, zuletzt von Igor07 (26. Februar 2026 um 05:57)

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    • 26. Februar 2026 um 12:15
    • #619

    "Warum üben wir? Weil wir Wiedergeburt, einen
    anderen Daseinszustand suchen, weil wir etwas erreichen wollen. Wenn
    wir nicht bekommen, was wir wollen, dann wollen wir nicht weiter praktizieren – genau wie die Brahmanen, die ihre Opfer bringen. Wir tun es aus
    Begehren.
    So etwas hat der Buddha nicht gelehrt. Die Kultivierung der Praxis dient
    dem Aufgeben, dem Loslassen, dem Anhalten, dem Entwurzeln. Ihr übt
    nicht, um in einen bestimmten Zustand wiedergeboren zu werden."


    von Ajahn Chah

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

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    • 26. Februar 2026 um 22:11
    • #620

    „Da, Moggallāna, hat ein Mönch gelernt: Kein Ding ist wert,
    dass man daran haftet. Hat nun der Mönch dies gelernt, so erkennt
    er jedes Ding direkt. Hat er jedes Ding direkt erkannt, so durchschaut
    er jedes Ding. Wenn er dann so jedes Ding durchschaut hat und er
    dann irgendein Gefühl empfindet, sei es erfreulich, leidig oder weder
    erfreulich noch leidig, so weilt er bei diesen Gefühlen in der Betrachtung
    ihrer Vergänglichkeit, in der Betrachtung ihrer Aufhebung und in der
    Betrachtung der Loslösung von ihnen. In solcher Betrachtung der
    Gefühle verweilend hängt er an nichts mehr in der Welt. An nichts
    mehr hängend, erzittert er nicht mehr; nicht mehr erzitternd erreicht
    er eben aus sich selber heraus das Nibbāna.“


    ~ A 7.58 (Nyanaponika Thera & Bhikkhu Bodhi)

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    • 28. Februar 2026 um 14:55
    • #621

    Das Ziel der buddhistischen Meditation ist Nibbána. Wir versuchen, uns in
    Richtung des Friedens von Nibbána zu wenden und weg von den
    Verwicklungen im Bereiche der Sinne und den endlosen Kreisläufen der
    Gewohnheit. Nibbána ist ein Ziel, das in diesem Leben verwirklicht werden
    kann, wir brauchen nicht erst zu sterben, um herauszufinden, ob es wirklich
    existiert.


    Erkenntnis geschieht jetzt
    von
    Ajahn Sumedho


    http://www.dhammatalks.net/German/Ajahn_Sumdeho-Erkenntnis_Geschieht_Jetzt.pdf

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    • 17. März 2026 um 21:45
    • #622

    Wenn sich der Geist nach außen streckt,wird Leid erweckt.Als Frucht aus diesem Außenlauf tritt Leiden auf.Der Geist, sich selber zugewandt,wird Pfad genannt.Die Frucht, wenn Geist den Geist erkennt,ist Leidensend’.


    Atulo Bhikkhu (Luang Pū Dūn)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Igor07
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    • 30. März 2026 um 16:52
    • #623

    "Es gibt einen Vers über die Zeit vom sechsten Zen Patriarch, den ich
    gern zitiere:


    In diesem Moment gibt es nichts, was sich entwickelt.
    In diesem Moment gibt es nichts, was verschwindet.
    Folglich muss in diesem Moment keine Geburt und kein Tod beendet werden.
    Daher ist dieser Moment der absolute Frieden.
    Obwohl es nur dieser Moment ist, sind diesem Moment keine Grenzen gesetzt,
    Und darin besteht immerwährendes Glück.


    Geburt und Tod sind abhängig von Zeit. Etwas, was augenscheinlich in
    der Vergangenheit geboren wurde und jetzt lebt, wird in der Zukunft sterben.
    Wenn wir Zeit dann einmal losgelassen haben und zusätzlich die Dinghaftigkeit
    loslassen, sehen wir, dass es kein „reales“ Ding geben kann, welches ins Leben
    tritt oder stirbt; es gibt nur die Soheit der Gegenwart. Auf diese Weise gesehen
    gibt es keine Geburt und auch keinen Tod, die zu Ende gebracht werden müssen.
    Auf diese Weise erlebt ist der Moment absolut friedvoll; er befindet sich
    außerhalb von Zeit – akaliko."


    Ajahn Amaro


    https://info-buddhismus.de/PDF/KleinesBootErhabenerBerg-AjahnAmaro.pdf

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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