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Der Tod

  • Helmut
  • 24. Dezember 2019 um 18:29
  • Zum letzten Beitrag
  • Martin1980
    Gast
    • 14. Januar 2020 um 10:21
    • #101
    hedin02:

    Der Tod ist eine biologische Gerechtigkeit, ein unausweichliches Naturgesetz, dem niemand entrinnen kann.


    Der Tod ist weder gerecht noch ungerecht. Er ist eine Notwendigkeit für neues Leben. Würde nichts sterben, wäre die Welt schon längst überfüllt und nichts könnte geboren werden und existieren.

    Wir unterstellen der Natur oft, dass sie fair oder unfair wäre, aber die Natur ist nicht unfair oder fair.

    Da ist nur Unbeständigkeit, leidhaftigkeit, und anatta


    Alles andere interpretieren wir hinein.

  • mukti
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    • 14. Januar 2020 um 10:48
    • #102

    Man stirbt ja meistens stückchenweise, eine allmähliche Verschlechterung die sich über Jahre hinzieht. Ein Leidensweg des Alterns, Organe sind verbraucht und werden schwächer und oder hören nach und nach auf zu funktionieren.

    An Alterschwäche stirbt man erst so mit hundert Jahren, meistens aber vorher durch eine Krankheit. Man versucht den Tod hinauszuzögern durch Transplantationen, Herzschrittmacher, Bypass usw.

    Da hat man immerhin Zeit sich vorzubereiten und loszulassen, der Tod selber kann dann eine Erlösung sein. Vielleicht ist man bei diesem letzten Prozess des Sterbens noch bei Bewusstsein, dann wird es umso leichter fallen je geringer die Identifikation mit dem Körper ist. Wenn man dann sogar alles vollkommen loslassen kann, ist endgültig Schluss mit dem ganzen Theater des Daseins.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 14. Januar 2020 um 10:48
    • #103
    hedin02:

    Der Tod ist eine biologische Gerechtigkeit, ein unausweichliches Naturgesetz, dem niemand entrinnen kann.


    Der Tod ist schon ok…

    …Sterben jedoch, das demTod vorausgeht und dem Geist schlagartig oder langsam die Zusammenarbeit mit dem Körper verweigert, will man lieber nicht.


    Ist die Daseinsgier zwiegespalten?

    Alles anzeigen

    Der Tod ist einfach Tod, alle Beschreibungen sind ansonsten schon im Thread.

    Der Tod ist also sehr Ein-fach ungespalten.


    Darum reden wir gern um den Tod rum.

    Das wir Sterben wird sehr gern als Prozess gesehen der eben schon, angeblich mit der Geburt anfängt. Natürlich auch reichlich dämlich, weil Sterben mit dem bewusst werden von Krankheit beginnt, mit den bewusst werden von Altern, mit dem bewusst werden das Altern bei anderen Menschen zum Sterben geführt hat, beim bewusst werden das ich krank sein kann, aber sicher altern werde und weil ich altere werde ich mit Sicherheit sterben.

    Und wie im richtigen Leben von Personen baschäftigt sich das Egodenken lieber mit dem Tod von dem jeder nur weiß das er eine Leiche da lässt, anstatt sich mit Krankheit, Altern und Sterben zu beschäftigen. Das ist es was Angst auslöst. Der Tod löst nur bei Menschen Angst aus die was zu Vererben haben. Sterben löst bei jedem fühlenden Wesen Angst aus.

    Der Tod ist die absolute Befreiung. Lieber ein neues Leben als diese Angst beim Sterben, die wird übrigens durch keine Philosophie gelöst. Buddha zeigt den Weg zu Sterben in dem wenigstens die ICH-Angst zum erliegen kommt, die Angst der Khandha wird nie vergehen außer mit dem Tod.

  • Xyz
    Gast
    • 14. Januar 2020 um 10:50
    • #104
    hedin02:

    Ist die Daseinsgier zwiegespalten?

    Wenn sie in den Khandas sitzt....

    Sitzt sie in den Khandas und wenn ja Wo sitzt sie da genau....?_()_

  • lotsawa
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    8. Januar 2020
    • 14. Januar 2020 um 10:59
    • #105

    Es stellt sich gar nicht die Frage nach der Gerechtigkeit des Lebens, beginnend mit der Geburt, über das Altern, die Krankheiten oder den Tod. Ich finde auch der Hinweis, dass die Welt längst überfüllt ist, begründet weder das Leben noch den Tod. Und, ob die Natur fair oder unfair ist oder nicht, ist mit einer Beschäftigung zum Thema nicht wesentlich.

    Der Tod ist unausweichlich , er wird uns alle treffen. Wann, wie und warum wissen wir nicht. Es gehört einfach dazu, weil wir Menschen keine aus sich selbst heraus bestehende Existenzweise haben – keine Eigennatur-, sondern abhängig entstanden sind. Und alles das, was zusammengesetzt ist, zerfällt auch wieder. Dieses Zerfallen ist der Tod.

    Eigentlich erscheint mir diese Diskussion zum Thema Tod eher darauf begründet zu sein, dass eine Ungewissheit dahingehend besteht, was ist denn nach dem Tod, was passiert mit uns. Trotz verschiedener Erkenntnisse, die wir haben, sind wir verunsichert.

    Wir möchten eigentlich alle Antworten auf diese Fragen haben, am liebsten eindeutige und klar antworten.

    Wenn wir nun eine klare Antwort hätten, wäre immer noch der Sterbeprozess unklar. Wie läuft unser eigenes Sterben ab? Haben wir Schmerzen? Empfinden wir Reue? Haben wir unerledigte Aufgaben? Wie gehen wir denn damit um? Welche Prozesse durchlaufen wir im Sterben an sich, was denken wir, was fühlen wir?

    Inwieweit stehen diese Überlegungen im direkten Zusammenhang mit unserem Anhaften an diesem Leben?

    Es wäre mal interessant und spannend zu erfahren, welche Meinung ihr zum Sterbeprozess habt. Gibt es hier gewissen Ängste oder Unsicherheiten?

    Einmal editiert, zuletzt von lotsawa (14. Januar 2020 um 11:07)

  • Noreply
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    • 14. Januar 2020 um 11:20
    • #106

    Die vier unausweichlichen Leiden sind Geburt, Krankheit, Altern, STERBEN.

    Tod ist das sichere Ende aller Leiden.

    Die Diskussion hier ist also von der Grundklage her falsch. Über den Tod ist nur zu sagen das er eine Leiche hinterlässt und damit Erbe und Verlust für die Noch Lebenden.

  • Noreply
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    • 14. Januar 2020 um 11:26
    • #107
    lotsawa:

    Es stellt sich gar nicht die Frage nach der Gerechtigkeit des Lebens, beginnend mit der Geburt, über das Altern, die Krankheiten oder den Tod. Ich finde auch der Hinweis, dass die Welt längst überfüllt ist, begründet weder das Leben noch den Tod. Und, ob die Natur fair oder unfair ist oder nicht, ist mit einer Beschäftigung zum Thema nicht wesentlich.

    Der Tod ist unausweichlich , er wird uns alle treffen. Wann, wie und warum wissen wir nicht. Es gehört einfach dazu, weil wir Menschen keine aus sich selbst heraus bestehende Existenzweise haben – keine Eigennatur-, sondern abhängig entstanden sind. Und alles das, was zusammengesetzt ist, zerfällt auch wieder. Dieses Zerfallen ist der Tod.

    Eigentlich erscheint mir diese Diskussion zum Thema Tod eher darauf begründet zu sein, dass eine Ungewissheit dahingehend besteht, was ist denn nach dem Tod, was passiert mit uns. Trotz verschiedener Erkenntnisse, die wir haben, sind wir verunsichert.

    Wir möchten eigentlich alle Antworten auf diese Fragen haben, am liebsten eindeutige und klar antworten.

    Wenn wir nun eine klare Antwort hätten, wäre immer noch der Sterbeprozess unklar. Wie läuft unser eigenes Sterben ab? Haben wir Schmerzen? Empfinden wir Reue? Haben wir unerledigte Aufgaben? Wie gehen wir denn damit um? Welche Prozesse durchlaufen wir im Sterben an sich, was denken wir, was fühlen wir?

    Inwieweit stehen diese Überlegungen im direkten Zusammenhang mit unserem Anhaften an diesem Leben?

    Es wäre mal interessant und spannend zu erfahren, welche Meinung ihr zum Sterbeprozess habt. Gibt es hier gewissen Ängste oder Unsicherheiten?

    Alles anzeigen

    Wer redet schon gern über seine ganz persönliche Verzweiflung und scheinbaren Aussichtlsosigkeit sich von persönlichen Leiden zu befreien?

  • mukti
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    • 14. Januar 2020 um 12:09
    • #108
    lotsawa:

    Es wäre mal interessant und spannend zu erfahren, welche Meinung ihr zum Sterbeprozess habt. Gibt es hier gewissen Ängste oder Unsicherheiten?

    Ängste und Unsicherheiten habe ich schon, aber es ist keine Panik oder Verzweiflung. Es kommt auch noch ein wenig Neugier dazu, wie bei einem bevorstehenden spannenden Abenteuer.

    Ich halte es für wahrscheinlich dass der Tod nicht das Ende ist, außer wenn Erwachen bzw.Erleuchtung eintritt, die vollkommene Loslösung zusammen mit der Erkenntnis: "Das bin ich nicht, das gehört mir nicht, das ist nicht mein Selbst." Aber wird ein solches Ereignis nicht vielleicht doch überwältigend sein, so dass ich darauf vergesse? Kann ja sein. Auf jeden Fall ist dieses Wissen die einzige Zuflucht die, falls sie nicht vollkommen gelingen sollte, hoffentlich eine Geburt in einer Umgebung ermöglicht wo man es intensiv weiterverfolgen kann. Ganz sicher bin ich da auch nicht, dass nicht vielleicht Karma aus ferner Vergangenheit zur Auswirkung kommen könnte. Aber auf jeden Fall wird der Wunsch nach Befreiung und Erkenntnis wieder auftauchen und so gut wie möglich weiterverfolgt werden.

    Der unwahrscheinliche Fall dass mit dem Tod alles zu Ende ist wäre nicht schlimm. Jede Nacht verschwinde ich ohne Ängste und Probleme, davor dass es dann kein Aufwachen mehr gibt, muss man sich nicht fürchten - wenn ich nicht bin geht mir nichts ab und dukkha wäre dann auch zu Ende. Aber die Weisen und der Buddha haben ja auch nicht gesagt, dass der Tod die Erlösung wäre, Materialisten glauben das.

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 14. Januar 2020 um 12:21
    • #109

    Sind Einschlafstörungen ähnlich denen vor dem Sterben, nur ohne Wissen das es ums Sterben geht, sonder, ich kann nur nicht einschlafen?

    Ist der Begriff: Jemand ist eingeschlafen, für jemanden der gestorben ist nicht eine echt Katastrophe für Menschen die nur einschlafen wollen?

    Jemand ist entschlafen? Der wacht nicht mehr auf. Haben nicht sehr viel Menschen täglich Angst vorm Sterben und glauben nur das sie nicht einschlafen können? Wäre es von Nutzen sich wirklich ausschließlich mal über das Leiden des Strebens zu reden anstatt über den Leidfreien Tod?

    Ich tick ja nicht sauber das interessiert keinen.

  • Monikamarie
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    • 14. Januar 2020 um 12:28
    • #110
    lotsawa:

    Es wäre mal interessant und spannend zu erfahren, welche Meinung ihr zum Sterbeprozess habt. Gibt es hier gewissen Ängste oder Unsicherheiten?

    Welchen direkten Sterbeprozess meinst du? Ansonsten verweise ich auf den Thread: "Theoretische Frage: tödliche Diagnose".

    _()_

  • keks
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    • 14. Januar 2020 um 13:33
    • #111

    Da ich keine Kinder habe und nie welche wollte, Eltern bereits tot sind gibts nichts worüber ich mir bei meinem Tod Gedanken machen müsste. Und meine nichtvorhandenen Kinder habe ich auch vor dem Klimawandel bewahrt, erstmal alles gut soweit. Wiedergeburt? Möglich, oder auch nicht, kein Interesse mehr mich für eine Seite festzulegen. Durch ausserkörperliche Erfahrungen - könnte sein, dann wirds lustig. Oder das ist auch nur Kopfkrams, dann ists mir auch recht :)

    Bubu :clown::oops:

  • Aravind
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    • 14. Januar 2020 um 16:10
    • #112
    Ellviral:

    Ich tick ja nicht sauber das interessiert keinen.

    Ha, von wegen. Bei solchen Albernheiten mach ich gerne mit!

    Ellviral:

    Sind Einschlafstörungen ähnlich denen vor dem Sterben, nur ohne Wissen das es ums Sterben geht, sonder, ich kann nur nicht einschlafen?

    Und haben Durchschlafstörungen dann etwas mit Wiedergeburt zu tun? :)

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Noreply
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    • 14. Januar 2020 um 16:25
    • #113
    Aravind:
    Ellviral:

    Ich tick ja nicht sauber das interessiert keinen.

    Ha, von wegen. Bei solchen Albernheiten mach ich gerne mit!

    Ellviral:

    Sind Einschlafstörungen ähnlich denen vor dem Sterben, nur ohne Wissen das es ums Sterben geht, sonder, ich kann nur nicht einschlafen?

    Und haben Durchschlafstörungen dann etwas mit Wiedergeburt zu tun? :)

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Alles anzeigen

    Durchschlafstörungen. Ich glaub ja. Denn bei mir ist über die Jahre meine Vermutung das es Wiedergeburt gibt wenn ich aus Bewusstlosigkeit wieder erwache immer mehr Überzeugung geworden. Wenn die Bewusstlosigkeit durch einschlafen erzeugt wird wachen wir in dem Rahmen auf in dem wir eingeschlafen sind, meistens jedenfalls. Tritt die Bewusstlosigkeit aber so ein das wir an einen anderen Ort transportiert werden und dann erwachen ist so weit ich weiß, die erste Frsage: Wo bin ich??? Oder es kommt die erstmal völlig irritierende Frage, vollkommen bescheuert: Wissen sie wo sie sind? Woher zu Teufel soll ich das wissen.

    Bei Ortswechsel während der Bewusstlosigkeit muss ich mich erstmal so sortieren das das was Wiedergeboren wird zu dem passt in dem es wieder geboren wird.

    Passt dann ja auch zu dem Dilemma das eine Wiedergeburt nach dem Gestorben sein mit sich bringen würde, doch da ist es wirklich eine vollkommen andere Welt, egal als was ich wieder geboren werde. Alles ist weg, alles muss neu erkundet werden. Da kann man dann schon mal vergessen das man ja wiedergeboren ist.

  • Xyz
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    • 14. Januar 2020 um 16:49
    • #114

    Und nun kommen wir mal kurz zu Schlafwandlern lieber Noreply und lieber Aravind . 😎.... 🙏

  • Noreply
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    • 14. Januar 2020 um 16:51
    • #115

    Aber wenn Tod ein Tor ist dann wird doch wohl noch über die beiden Seiten des Wege der durch das Tor geht nachdenken, spekulieren, fantasieren düfen. Ich mein einfach so ohne das das jeder verstehen muss. Wer versteht schon Tod, Tor, Weg.

  • Monikamarie
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    • 14. Januar 2020 um 18:49
    • #116
    mkha':

    Es soll sich keineswegs überheblich anhören, aber, ich glaube: ich schoṇ. Ich habe den kühlen Hauch des Gevatter Tod oft gespürt - insbesondere bei der Aufnahme eines Menschen im KH. Mit manch einem konnte ich noch reden, andere begleitete ich beim Sterben, und "die Hüllen" einiger sah ich auf dem Seziertisch wieder. Das, was die Angehörigen schmerzlich vermissen, ist hier nicht zu finden.

    Das kann ich bestätigen. Mein geliebter Vater starb im März 1977. Als ich ihn zuhause nochmal verabschieden durfte, da lag auf der Bahre nicht mein Vater, sondern nur seine Hülle. Ich spürte sofort - auch ohne das gesamte heutige Wissen -, dass das nicht mehr mein Papa war. Er war einfach wech ...

    Das ist auch der Grund, warum ich keine Grabpflege "übe" und dort "niemanden" besuche, weder meine Eltern noch sonstwen. Für mich liegt da niemand, mit dem ich mich noch austauschen möchte.

    Allerdings im Geiste höre ich sie oft und denke an sie.

    _()_

  • Xyz
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    • 14. Januar 2020 um 19:06
    • #117

    Auch ich kann dies bestätigen.

    So sah ich in den 30 Jahren Straßenarbeit viele Tote auf der Strasse und auch die

    vielen Privaten hatten nichts mit Gefühlen zu tun die ich einst für diese Menschen empfand bzw.

    zugeschrieben hatte möchte ich heute dazu feststellen.

    Denn so ist es ja ein Zuschreiben von Gefühlen, heute und damals gewesen.....

    Die Gefühle haben sich im laufe der Jahre dann ständig weiter mit mir verändert.

    Ob einst sehr nahe stehende Menschen aus Familie oder fremde Körperhüllen.

    Es blieben nie die gleichen Gefühle weder heute früh, noch vom Vortag oder in über 30 Jahren...

    Zum Friedhof gehe ich sehr gerne. Allerdings nicht zu all den Unterschiedlichen.Es wäre zu Viele.

    Sondern nur zu Einem auf dem ich, immer am Heiligabend und oft im Jahr ein Licht für Alle anzünde.:kerze:

    So liebe ich die Ruhe und die Stille der Anlagen und der Tod ist immer gegenwärtig in meinem Jetzt...._()_

  • Anandasa
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    • 14. Januar 2020 um 22:36
    • #118
    mukti:
    Helmut:

    Es ist gewiss, dass wir sterben werden. Ist es deshalb angemessen, sich vor dem Tod zu fürchten?

    Gruß helmut

    Solange es Begehren und Anhaftung gibt, wird es wohl auch Angst vor dem Tod geben.

    Ja, das ist wohl war. Ich habe mir meine eigene kleine "Meditation vom Tod und der Vergänglichkeit" gebastelt, weil keine Zeit darüber erst viel zu lesen. Ein naher Verwandter ist an einem Herzstillstand gestorben (nicht Herzanfall mit Schmerzen, sondern "einfach" Stillstand). Erst mal mit einem relativ gnädigen Tod als Vorlage anfangen und schauen wie ich da vorankomme.

    Ich stelle mir vor wie das sein muss und ob ich damit fertig werden würde. Mein Gehirn bekommt zu wenig Sauerstoff, ich verliere langsam das Bewusstsein. Ich kann mich nicht mehr von meiner Frau verabschieden. Komme ich damit klar? Nein, also achte ich jetzt darauf mich morgens vor dem Weg zur Arbeit gut zu verabschieden. Ich werde diese Kollegin von früher nicht mehr wiedersehen. Ist das ein Problem? Ist nur völliger Schwachsinn. Sie braucht mich sowieso nicht. Du bist ein A ... ch. Diese Geschichte kann ich jetzt getrost der Vergangenheit übergeben.

    Meine kleine selbstgemachte Meditation über Tod und Vergänglichkeit ist enorm hilfreich. Ich habe so die Vermutung, dass die Vorbereitung auf den Tod für das Leben >jetzt< enorm fruchtvoll ist. Man muss sich gut vorbereiten, dann muss man den Tod nicht fürchten.

    Im Youtube-Video Die letzte Prüfung gibt es an Stelle 0:53 diesen Dialog zwischen Buddha und Ananda (wo der im Pali-Kanon steht, weiß ich nicht):

    Buddha: Ananda, mein Schüler, sage mir, wie oft denkst du an den Tod?

    Ananda: Sieben Mal am Tag, Meister.

    Buddha: Ananda, du bist zu leichtfertig. Bei jedem Atemzug sollten wir an den Tod denken.

    Ich erinnere mich an eine Stelle im Buch "So sterben wir" von Roland Schulz. Der Autor ist Journalist und hat in Krankenhäusern, bei Ärzten, Bestattungsinstituten u.ä, recherchiert. In dieser Stelle beschreibt er Menschen in Krankenhäusern, denen klar wird, dass es bald dem Ende zugeht. Manche werden fahrig, laufen rastlos durch die Gänge, können sich nicht beruhigen, werden hyperaktiv. Das passiert, wenn man nicht vorbereitet ist.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Noreply
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    • 14. Januar 2020 um 22:47
    • #119

    Du solltest dieses Büchlein noch einmal lesen, aber als Mensch der keine Ahnung von irgendeiner Religion hat. Offenbar hast Du einiges überlesen oder weil es nicht aktuell war nicht erkennen können. Ich habe es kurz nach Arnolds Tod gelesen es war ein wichtiger Begleiter. Vor allem weil es mich nicht vollsülzte von so einen ..............................................

  • Sili
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    • 15. Januar 2020 um 06:54
    • #120
    S-Mater:

    Und nun kommen wir mal kurz zu Schlafwandlern lieber Noreply und lieber Aravind . 😎.... 🙏

    _()_

    Ich finde zombis sehr unterhaltsam. Allerdings vermutlich nicht sehr buddistisch:rofl::lol:_()_

  • Anandasa
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    • 15. Januar 2020 um 10:39
    • #121
    Anandasa:

    Man muss sich gut vorbereiten, dann muss man den Tod nicht fürchten.

    Ich ziehe diese Aussage zurück. War ein bisschen zu vollmundig :roll: Man kann sich zwar vorbereiten, aber es gibt immer noch Dinge, von denen man nicht weiß wie sie kommen werden, und es können Dinge kommen, die die eigenen Kräfte überschreiten.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Monikamarie
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    • 15. Januar 2020 um 11:13
    • #122

    Das nenne ich "Fortschritt" :D

  • Kaffeebohne
    Gast
    • 15. Januar 2020 um 11:16
    • #123
    Anandasa:
    Anandasa:

    Man muss sich gut vorbereiten, dann muss man den Tod nicht fürchten.

    Ich ziehe diese Aussage zurück. War ein bisschen zu vollmundig :roll: Man kann sich zwar vorbereiten, aber es gibt immer noch Dinge, von denen man nicht weiß wie sie kommen werden, und es können Dinge kommen, die die eigenen Kräfte überschreiten.

    Find ich vernünftig. Ich weiß nicht, wieviele der hier so gelassen Sprechenden sich in einem abstürzenden Flugzeug tatsächlich behaglich zurücklehnen würden, am Kaffee nippen und sagen: "Hachja, alles ändert sich und diese Anhäufung von Sinneseindrücken, die ich "Ich" nenne, ist ja sowieso nicht real. Ich wundere mich nur, warum rings um mich alle schreien? Dass das Leben endet ist doch natürlich?" :grinsen:Und dabei spürt man da keinen Schmerz beim Aufprall, die Angst vor dem Sterbeprozess ist da recht unnötig.

    Gibt die Geschichte vom Möch, der vor einem hungrigen Tiger davon läuft, über eine Mauer hüpft und im Erdbeerfeld landet. Und was sieht er? Hier steht noch ein hungriger Tiger. Was macht er also? Er isst eine Erdbeere und sagt: "Manno, ist die lecker!" ;)Wer so ist wie dieser Mönch, hat wohl eine gefestigte Praxis. Und vermutlich keine kleinen Kinder, um die er sich sorgt :shock:

  • Noreply
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    • 15. Januar 2020 um 11:51
    • #124

    Jemanden sterben zu sehen ist immer mit Hoffnung verbunden das es nicht zum Tod kommt. Doch der Tod ist immer unvorhergesehen, ganz egal wie gut man sich "vorbereitet". Ganz egal wie man sich den ersehnt oder nicht wünscht, der Tod ist immer unvorbereitet, immer unbekannt. Der Tod ist das Ereignis das in keiner Weise irgendein Pardon kennt. Immer eine unüberwindbare Mauer. Da gibt es keine Wahl der Handlung. Ende.

    Das wird auch nicht "besser" wenn man das öfter erlebt. Da gibt es keine "Gewöhnung". Das Verarbeiten von Verlust nach dem Tod wird einfacher, aber der Tod ist immer unvorbereitet.

  • Noreply
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    • 15. Januar 2020 um 11:57
    • #125

    Wie soll ich das denn jetzt verstehen?

    Also versteh ich das mal so wie mein Bauch und meine Intuition mir sagt das ich das aufgrund deiner Satzbildung verstehen soll.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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